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Rundfunkgebühren: Abschaffen?
Ja! 54%  54%  [ 60 ]
Nein, dann würden außenstehende Anstalten leiden. 37%  37%  [ 41 ]
Ist mir egal. 6%  6%  [ 7 ]
Ich habe mich mit dem Skandal nicht befasst. 4%  4%  [ 4 ]
Abstimmungen insgesamt: 112
BeitragSa 16. Jul 2005, 19:53 
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Ich glaube, jeder hat momentan das Gefühl, dass man bei der ARD nicht mehr ganz weiß, was der Sender alles macht - legal und illegal - im Hinblick auf GEZ-Gebühren & Proudctplacement-Skandal.

Deswegen möchte ich eure Meinung zum Thema hören. Was sagt ihr dazu? Ist es euch egal? Wollt ihr keine GEZ-Gebühren mehr zahlen?

Meine Meinung: Viel wurde über Schleichwerbung disktutiert, in Foren, Gästebüchern etc. kommt immer wieder der Satz: "GEZ muss weg!". Halte ich im gewissen Maße aber für falsch. Da das ZDF auch Rundfunkgebühren bezieht, würde es - vereinfacht ausgedrückt - ungerecht sein. Würde die GEZ-Gebühr wegfallen, wären erstens Arbeitsplätze weg, zweitens weniger Etat für Radiosender etc., unschulidge Bezieher deren Gelder würden ohne Grund finaziell in den Run getrieben werden.

Was sagt ihr dazu?

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BeitragSa 16. Jul 2005, 20:03 
 
 
Naja so zimperlich bin ich jetzt nicht, dass ich die Rundfunkgebühren nicht zahlen will.

Was mich jedoch stört sind die ständigen Erhöhungen der Rundfunkgebühr und wenn ich dann sehe, was die Kameraden mit dem Geld anstellen krieg ich richtig üble Hodenkrämpfe!!!!


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BeitragSa 16. Jul 2005, 22:03 
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GEZ-Gebühren sind ein Relikt aus der Zeit als an werbefinanziertes Fernsehen noch nicht zu denken war. Seit sich aber private Sender etabliert haben sind sie nur noch eins: eine groteske Wettbewerbsverzerrung, die im Grund nichts anderes ist, als aufgezwungenes Pay-TV.

Eine Grundversorgung des Zuschauers soll damit sichergestellt und ein Auftrag für unabhängige, objektive Information erfülllt werden. Unsinn, in meinen Augen. Aber gut; von mir aus kann dieser Vorsatz durchgezogen werden. Allerdings ist dafür nur ein einziger Nachrichtensender nötig. Alles andere gehört für mein Verständnis nicht zum Auftrag des öffentlich rechtlichen Fernsehens. Vor allem fühle ich mich nicht von denen versorgt. Ich schaue sie einfach nicht.

Wenn ich Nachrichten sehen will, warte ich nicht auf 20:00 Uhr sondern schalte N-tv oder N24 ein, oder hole mir meine Infos aus dem Netz. Die Serien kann man in die Tonne kloppen. Wenn ich mir überlege wie viel Geld für einen Mist wie "Unser Charlie", "Robbie", "Traumschiff", all die Rosamunde Pilcher Verfilmungen, Klinik unter Palmen und diesen ganzen anderen seichten, oberflächlichen Dreck ausgegeben wird krieg ich zuviel. Die paar stiefmütterlich in den Spätabend geschobenen US-Filme reissen da auch nichts mehr raus. Wenn man dann noch die ganzen hirnrissigen Jodel- und Schunkelsendungen sieht, ist es doch klar: das ist einfach nur Fernsehen für alte Leute. Das wir aber alle mitbezahlen müssen. Außer hier und da mal eine Doku gibt es einfach NICHTS, was mich auf ARD und ZDF interessiert.

Aber die beiden sind ja nur die Spitze des Eisberges. Dann kommt ja noch eine Unmenge dritter Programme. Fast jedes Bundesland hat nochmal einen eigenen Sender!? Wozu um Himmels Willen?

Und dann noch die Kulturschiene mit Arte und 3Sat. Ersterer ist zwar das von mir meistgesehene öffentlich rechtliche Programm, aber all den kulturuninteressierten und jenen, die halt auch nichts für Kunstfilm etc übrig haben, will ich nicht zumuten, dafür zu bezahlen. Wenn ihr Programm noch etwas mehr auf Independent-Kino ausgerichtet wäre, würde ich es gern als Pay-TV Sender bezahlen. Aber dass alle dafür über GEZ bezahlen müssen, finde ich falsch.

Ich finde, dass die GEZ längst abgeschafft gehört. Das gesammte öffentlich rechtliche Programm ist auf EINEN Informationssender zu beschränken. Technisch sind wir doch grade dabei ideale Vorraussetzungen für so eine Rundfunkreform zu schaffen. Da das Programm digital wird und die Zimmerantenne so nichts mehr bringt, kann man auch einfach die schöne kleine Chipkarte nach Premiere-Vorbild einführen, die im digital-Receiver für die Freischaltung der bezahlten Sender sorgt. Dann kann sich jeder selbst überlegen, wie viel ARD, ZDF, KIKA, ARTE usw er braucht. Und wer es eh nie geschaut hat, muss endlich nicht mehr Geld für nicht in Anspruch genommene Leistungen aus dem Fenster schleudern.

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BeitragSa 16. Jul 2005, 22:32 
Chefredakteur/in
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Ich halte das Öffentlich-Rechtliche System für das am besten funktionierende was man zur Zeit hat. Viele andere Länder in Europa sind ja schon neidisch auf uns, und damit meine ich nicht die finanzielle Ausstattung der Öffis.
Ich meine hier besonders die Meinungsvielfalt die sich in den Medien widerspiegelt. Das genaue gegenteil sieht man ja jetzt in Italien, wo ein einziger Medienmogul seine zusätzliche politische Macht dazu nutzt um alle Medien gleichzuschalten. Die RAI ist ja nur noch ein Ergänzungsprogramm zu Berlusconis eigenen Sendern!

Abschließend nur ein kleiner Vermerk wegen der neuen technischen Möglichkeiten.
DVB-T ist ja eine schöne Sache und man kann viele Sender mit ner kleinen Zimmerantenne empfangen. Nur : Warum wollen sich die großen Privaten nicht daran beteiligen ?
Zumindest nicht in Baden-Württemberg, wo sowohl RTL als auch Sat1 erklärt haben sie würden sich nicht an der DVB-T-einführung beteiligen. Die scheinen zu erwarten das entweder der Bund/das Land oder die Landesrundfunkanstalt das alleine stemmen. Nicht grade Fair Play, wenn man mich fragt !

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BeitragSa 16. Jul 2005, 23:15 
Inventar
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Ich stimme RickyFitts größtenteils zu.
Das absolute Gros der Rundfunkgebühren wird für Produktionen aus dem Fenster geschmissen, die mit dem Bildungs- und Kulturauftrag nichts zu tun haben, werden für Angebote aufgewendet, die mit dem Medium Fernsehen nichts zu tun haben, für Angebote aufgewendet, die viele nicht nutzen können (digitale Zusatzprogramme wie den Theaterkanal oder so'n Zeugs) oder schlichtweg verschwendet, indem jedes Land seinen eigenen Sender hat.
Es braucht eigentlich nur zwei Programme: einen kulturell orientierten (arte) und einen Nachrichtensender (Phoenix). Für ein angemessenes Kinderprogramm wäre auch die Erhaltung des Kika nicht falsch.
Für diese Sender sollte gezahlt werden und zwar in angemessener Weise und nicht in Mengen, die dazu verleiten, es für eine Fülle Stars in Wetten Dass oder das Zusammenraffen aller möglichen Sportrechte aus dem Fenster zu werfen.
Die übrigen Sender halte ich für überflüssig. Was dort relevantes läuft könnte problemlos (z.B. als Regionalfenster, denn soviel Regionales läuft auf den Dritten eh nicht) in die beiden genannten Sender eingesetzt werden.

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BeitragSo 17. Jul 2005, 13:18 
Chefredakteur/in
 
 
warum darf denn eigentlich das Erste bei Verbotene Liebe und marienhof werbung ausstrahlen?


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BeitragSo 17. Jul 2005, 13:37 
Chefposter/in
 
 
thilo hat geschrieben:
warum darf denn eigentlich das Erste bei Verbotene Liebe und marienhof werbung ausstrahlen?


Die Öffentlich-Rechtlichen dürfen vor 20:00 Uhr immer Werbung ausstrahlen.


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BeitragSo 17. Jul 2005, 14:52 
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Ich bin auf jeden Fall für eine Absetzung der Rundfunkgebühren. Ich finde, dass man für das Fernsehen keine Gebühren bezahlen sollte. Die Alternative ist natürlich die Werbung, ich muss aber sagen, dass mir Werbung nichts ausmacht. Ich finde es besser, wenn sich ein Sender durch Werbung finanziert, als durch Gebühren. Außerdem ist es schlimm, dass alle die TV gucken Gebühren bezahlen müssen. Viele Leute, zu denen ich auch zähle, schauen selten die öffentlichen Programme, da ihnen das Programm nicht gefällt. Ich muss dazu sagen, dass ich nichts gegen das Programm habe, schließlich wollen viele Leute solch ein Programm sehen. Es ist doch aber sinnlos, dass Leute Geld dafür bezahlen, obwohl sie die Sender nicht gucken. Wenn man die Gebühren nicht bezahlen will und akkurat handelt, dann könnte man noch nicht mal die privaten Sender gucken, obwohl man diese sowieso kostenlos gucken kann. Da stimmt hinten und vorne etwas nicht.
Natürlich argumentieren viel Leute damit, dass viele niveauvolle Sendungen keine Chance mehr hätten, wenn es nur Privatsender gäbe, da diese nur nach Einschaltquoten gehen. Ich hätte aber damit kein Problem und solche Leute, die ein Problem damit haben, die sollen doch die Gebühren bezahlen, aber ich sehe nicht ein, warum Leute, die wie ich keine Öffentlichen gucken, Gebühren bezahlen sollen.


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BeitragSo 17. Jul 2005, 16:06 
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Es sind ja nicht nur die TV-Sender, die von der GEZ betroffen sind. Du musst ja auch für Radio, TV-Gerät und bald auch fürs Internet bezahlen.

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BeitragSo 17. Jul 2005, 18:20 
Inventar
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Und was Werbung in der ARD angeht, die ja vor 20 Uhr erlaubt ist:
Da muss einfach gelten: entweder es gibt Werbung oder es gibt Gebühren. Aber nicht beides. Das finde ich ein Unding! Erst mit den GEZ-Geldern mit den Privaten konkurrieren und ihnen dann noch die wichtigen Werbekunden wegschnappen.

Fabian Böhme hat geschrieben:
Es sind ja nicht nur die TV-Sender, die von der GEZ betroffen sind. Du musst ja auch für Radio, TV-Gerät und bald auch fürs Internet bezahlen.

Das Radio kann man genauso wie das Öffi-TV auf kultur- und newsrelevante Sendungen / Sender reduzieren. Das würde die Gebühren wiederum reduzieren (ist aber eh nur ein kleiner Anteil). Für das Internet darf es meiner Meinung nach keine Gebühren geben. Das ist einfach eine Unverschämtheit!

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BeitragSo 17. Jul 2005, 19:16 
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Wenn aber dieses "Kulturmonopol" der öffentlich wegbräche, würden sich die Arte und 3Sat Zuschauer neu umschauen müssen. Ab dem Moment machen dann für die kleineren privaten auch solche Sendungen Sinn, weil sie damit eine begierige Nische bedienen können. Es würde also nicht untergehen sondern wie von selbst privatisieren.

Ebenso sieht es mit den Radiosendern aus. Warum brauchen wir etliche öffentlich rechtliche Jazz, Klassik und Labersender? Da muss man nur mal durch NRW fahren. WDR 1-4!

Und auch im Radio können sich private Sender mit wichtigen Programmen durchsetzen. Bestes Beispiel ist da der erst wenige Monate alte Sender Motor FM aus Berlin. Keine Werbung, dank Downloadkonzept, keine lästigen Charttitel, sondern außschließlich alternativ Pop bis Indi-Rock. Dazu wirklich lobenswerte Projekte wie Starthilfe, in dessen Rahmen auch junge Nachwuchsbands ins reguläre Programm aufgenommen werden, ohne dass sie überhaupt einen Plattenvertrag hätten. So ein Sender hat nach meinem Verständnis einen kulturellen Wert, weil er die Musiklandschaft voranbringt und Nachwuchs jenseits der rein kommerziellen Interessen fördert. Es braucht also keine öffentlichen, um das zu vollbringen.

Daher kann man auch im Radio die tausend Sender einstellen, die sie da unterhalten. Ich bin bereit GEZ-Gebühren zu bezahlen für jeweils einen reinen Info-Kanal in TV und Radio. Für die Sendefrequenzen und Antennennetzwerke zahlen die privaten schon selbst und die Restsumme kann meinetwegen noch zu gleichen Teilen ebenfalls der Gebühr entnommen werden. MEHR ABER NICHT. Ich will nicht bezahlen für all den Scheiß, den ich nicht sehen will. Ich will nicht bezahlen für Fußballrechte, die Sat1 oder RTL auch gekauft hätten und die ich damit umsonst gehabt hätte.

Wie können die sich anmaßen sich eine Grundversorgung zu nennen und dann mit privaten Sendern um Sportrechte zu konkurrieren und die dicke GEZ Brieftasche weit zu öffnen? Wenn sie sich aus diesen Multi-Millionen-Pokerspielen raushalten, habe ich trotzdem noch Bundesliga und WM, aber es gibt keinen Grund mehr Gebühren zu erhöhen.

Für eine Grundversorgung wären meiner Ansicht nach Gebühren von weniger als 5 Euro nötig. Mehr nicht!

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BeitragSo 17. Jul 2005, 19:29 
Inventar
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RickyFitts hat geschrieben:
Wenn aber dieses "Kulturmonopol" der öffentlich wegbräche, würden sich die Arte und 3Sat Zuschauer neu umschauen müssen. Ab dem Moment machen dann für die kleineren privaten auch solche Sendungen Sinn, weil sie damit eine begierige Nische bedienen können. Es würde also nicht untergehen sondern wie von selbst privatisieren.

Es bestände aber immer die Gefahr, dass Kulturprogramme aus programmwirtschaftlichen Interessen gestrichen werden. Es sollte immer ein sicheres Kulturprogramm geben.
Aber mit Kutur und Informationen isses dann auch getan. Mehr braucht man wirklich nicht durch öffentliche Gelder.
RickyFitts hat geschrieben:
Wie können die sich anmaßen sich eine Grundversorgung zu nennen und dann mit privaten Sendern um Sportrechte zu konkurrieren und die dicke GEZ Brieftasche weit zu öffnen?

Wenn's bloß das alleine wäre.
Aber zuletzt war es ja so, dass die dicke GEZ-Brieftasche für z.B. Harald Schmidt geleert wurde ("Grundversorgung") und dann lauthals nach mehr geschrien wurde, da man sonst den Fußball nicht finanzieren kann.

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BeitragSo 17. Jul 2005, 21:39 
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Genau in dem Punkt wird es aber mit deiner Kulturforderung schwierig. Denn wo fängt Kultur an? Ist das jetzt nur die 8 Stunden 3Sat Ausstrahlung von Faust oder Opern? Gehören die Spielfilme eines Arte-Themenabends dann nicht auch dazu? Viele würden Harald Schmidt schon zur Kultur rechnen.

Und wer sagt überhaupt, dass die öffentlich rechtlichen auch nur einen blassen Schimmer davon haben, was Kultur ist. Ich meine wer sind die denn, dass sie sich anmaßen zu entscheiden, was als erhaltenswerte Kultur bezahlt werden muss, um zu überleben. Braucht echte Kultur diese Art von Subventionen?

Von mir aus können die ja wirklich eine digitalen Pay-TV Sender für Kultur machen. Seien wir doch mal ehrlich: der typische Salesch-Zuschauer verirrt sich doch eh nie bis zum Programmplatz von Arte. Die meisten Leute schauen da gezielt einzelne Sendungen. Die haben also ein aktives Interesse und würden evtl auch dafür auch bezahlen.

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BeitragSo 17. Jul 2005, 22:02 
Chefredakteur/in
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... na dann fangen wir doch auch gleich mal an auszurechnen wieviel unserer Steuern direkt für die kultur ausgegeben wird. Theater? Wer braucht´s denn!
Soll sich doch gefälligst selber finanzieren! Kann ja die Eintrittspreise erhöhen! Unis? Na dafür brauchen wir doch keine Steuern, das soll man alles schön der Student selber zahlen! Krankenkasse? Bin doch nie krank, daher weg mit den Beiträgen! Autobahnen? Hab doch gar kein Auto, für sowas will ich doch nix bezahlen.....

Und So Weiter !

{ Vorsicht !! Ironie !! }

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BeitragMo 18. Jul 2005, 12:55 
Journalist/in
 
 
Also meiner Meinung nach sollte man die GEZ-Pflicht abschaffen. Man könnte die Sender entweder zum Privatsendern oder zum Pay-TV, wie Premiere, umbauen. Dadurch würde auch für ältere ein Programm erhalten bleiben und
wer die Sender nicht haben will, kann sich die GEZ ja sparen.


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BeitragMo 18. Jul 2005, 13:25 
Abteilungsleiter/in
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Ich wäre auch dafür, es so ähnlich wie bei Premiere zu machen. Wer die Sender sehen will, der bezahlt Gebühren und kann die Sender sehen. Die anderen bezahlen nichts und können die Sender dann eben nicht sehen. Dies wird aber nicht passieren, da die öffentlichen Sender dann auf jeden Fall weniger einnehmen. Aber wenn man etwas besser spart, dann könnte man auch Erfolg haben. Übrigens: Sparen könnten die öffentlichen Programme jetzt schon mal. Wenn die öffentlichen Programme nicht so verschwenderisch wären, dann wäre die Gebührenerhöhung nicht nötig. Bei üppigen Geldausgaben denke ich an die übertriebene Olympia-Berichterstattung, an die viel zu vielen Gäste in Shows und Talkrunden, mit denen häufig nur Small-Talk gemacht wird. usw.


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BeitragDi 19. Jul 2005, 19:43 
Inventar
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RickyFitts hat geschrieben:
Genau in dem Punkt wird es aber mit deiner Kulturforderung schwierig. Denn wo fängt Kultur an? Ist das jetzt nur die 8 Stunden 3Sat Ausstrahlung von Faust oder Opern? Gehören die Spielfilme eines Arte-Themenabends dann nicht auch dazu? Viele würden Harald Schmidt schon zur Kultur rechnen.

Da muss ich dir Recht geben, das ist in der Tat schwierig.
Dann fasse ich es mal so: es sollte einen öffentlich-rechtlichen Sender geben, der einen kulturellen Bildungsauftrag zu erfüllen hat. Wie dieser erfüllt wird, dafür sind die entsprechenden Gremien zuständig (die aber dann wohl Wetten Dass mit 10 Weltstars und alle möglichen Fußball-Spiele für Kultur erklären und wir haben den gleichen Schlamassel wie bisher)

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BeitragMo 17. Jul 2006, 16:08 
 
 
Sagt mal...wieso verfolgt die GEZ eigentlich so aggressiv das Eintreiben der Gebühren?
Ich meine, immerhin haben die doch nichts davon, da die von dem Geld kein Stück sehen, oder irre ich mich da?


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BeitragMo 17. Jul 2006, 17:48 
Foren-Kulturgut
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Also, mir fehlte bei der Abstimmung noch die Möglichkeit "Nein, aber härtere Richtlinien zum GEZ-finanzierten TV".

Ich finde das duale System von privatem und öffentlich-rechtlichem Fernsehen für sehr sinnvoll und eigentlich auch praktikabel. Ich bin durchaus bereit, GEZ zu zahlen (wobei ich die Gebühren inzwischen arg / zu hoch finde), aber ich will dann auch, dass gewisse Richtlinien befolgt werden, die das Öffentlich- Rechtliche hat und meines Erachtens nicht mehr einhält:

Erstens will ich den Bildungsauftrag wieder (stärker) erkennen können, ich finanziere mit meinem Geld schließlich, dass ich dort angeblich quotenunabhängiges und auf die Zielgruppe ab 3 Jahren ausgedehntes Fernsehen genießen kann. Das alles sehe ich aber immer weniger gewährleistet. Ich weiß - und merke es am Programm - einfach, dass auch sie permanent nach der Quote schielen, zwanghaft Verjüngungskuren durchführen und mein Geld in allen möglichen Quatsch stecken. Okay, es muss wahrlich nicht immer nach meiner Nase gehen, aber wenn den Privaten vorgeworfen wird, sich nach der Mehrheit der sozial schwachen und vorsichtig gesagt weniger intellektuellen Mehrheit zu richten, dann wäre es mir lieb, wenn das Öffentlich-Rechtliche es anders machen würde, dafür unter Anderem bekommen sie schließlich die Gebühren und sind unabhängig von den Werbetreibenden, denen es darum geht, besagte Mehrheit zu erreichen. Na, schaut euch doch einfach mal das Tagesprogramm an...

Zweitens finde ich ungebührlich (wie doppelsinnig), wie man trotz allem permanent versucht, Werberestriktionen zu umgehen und sich stattdessen in Schleichwerbungsskandale verstrickt.

Drittens heißt es, angeblich bewahre dieses Finanzierungsmodell die Unabhängigkeit. Ursprünglich stimmt das. Aber schaut euch zunächst schon mal an, wer in den Aufsichtsratsgremien so sitzt. Dann fällt mir noch ad hoc ein, wie kürzlich herauskam, dass die Arbeitsagentur dem Öffentlich-Rechtlichen Geld zugeschustert hat für positive Berichterstattung. Tja, so sieht's aus. (Blechen wir denn immer noch nicht genug?)

Also, ich will öffentlich-rechtliches Fernsehen neben dem privaten, weil ich es nutze, und ich bin bereit, dafür etwas zu bezahlen. Aber in seiner jetzigen Form halte ich es gelinde gesagt für Abzocke.


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BeitragMo 17. Jul 2006, 23:10 
Chefredakteur/in
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Wenn es um das Programm für Kinder ab 3 geht dann haben die Öffies ja den KiKa, der ist ja voll kindgerecht. Aber was nutzt all das wenn die Eltern den Kindern die Fernbedienung überlassen und nicht selber überwachen was die Kinder zu sehen bekommen? Klar ist der Vormittag bei ARD/ZDF nicht Kindgerecht, aber da scheint eine andere Zielgruppe angesteuert zu werden (Arbeitslose/Hausfrauen!). FRüher hatte z.B. das ZDF in den grossen Ferien immer ein eigenes Ferienprogramm, das hatte immer was nettes für die Daheim-Bleiber zu bieten.
Zitat:
Dann fällt mir noch ad hoc ein, wie kürzlich herauskam, dass die Arbeitsagentur dem Öffentlich-Rechtlichen Geld zugeschustert hat für positive Berichterstattung.

Das ist aber auch nur halb richtig. Zwar hat sowohl die BA als auch die Rentenversicherung Geld bezahlt oder sie haben gleich ganze Sendungen selber produziert. Aber gesendet haben das auch die Privaten, wie z.B. Sat1 im Frühstücks-TV. Auch andere Sender nehmen gerne die Möglichkeit wahr solche Berichte zu verwenden.
Bei den Öffies ist diese Praxis ja anscheinend eingestellt worden.

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BeitragMo 17. Jul 2006, 23:26 
Fernsehboss
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DerMixer hat geschrieben:
Früher hatte z.B. das ZDF in den grossen Ferien immer ein eigenes Ferienprogramm, das hatte immer was nettes für die Daheim-Bleiber zu bieten.

In den 90ern lief das Kinderferienprogramm immer (in den Sommer- und Weihnachtsferien) im Ersten und im ZDF. Konnte man dann immer an der Sonne und am Schneemann erkennen. Fand ich auch sehr gut gemacht.

Die Programmschiene wurde moderiert, es gab täglich 1 bis 2 Filme und es wurden einige Serien gezeigt.

Später kam die Schiene in den Kika und lief da paar mal nachmittags und wurde später dann eingestellt. Schade. Sowas könnte man wieder einführen.

AlphaBolley hat geschrieben:
... für Angebote aufgewendet, die viele nicht nutzen können (digitale Zusatzprogramme wie den Theaterkanal oder so'n Zeugs) ...

ARD und ZDF sind dazu verpflichtet jeweils 3 Digitalsender zu betreiben.
Der Sinn der Sache ist ja auch das Digitalfernsehen zu stärken, da ist es klar, dass die nicht jeder empfängt.


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BeitragDi 18. Jul 2006, 09:28 
Foren-Kulturgut
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DerMixer hat geschrieben:
Wenn es um das Programm für Kinder ab 3 geht dann haben die Öffies ja den KiKa, der ist ja voll kindgerecht. Aber was nutzt all das wenn die Eltern den Kindern die Fernbedienung überlassen und nicht selber überwachen was die Kinder zu sehen bekommen? Klar ist der Vormittag bei ARD/ZDF nicht Kindgerecht, aber da scheint eine andere Zielgruppe angesteuert zu werden (Arbeitslose/Hausfrauen!). FRüher hatte z.B. das ZDF in den grossen Ferien immer ein eigenes Ferienprogramm, das hatte immer was nettes für die Daheim-Bleiber zu bieten.
Zitat:
Dann fällt mir noch ad hoc ein, wie kürzlich herauskam, dass die Arbeitsagentur dem Öffentlich-Rechtlichen Geld zugeschustert hat für positive Berichterstattung.

Das ist aber auch nur halb richtig. Zwar hat sowohl die BA als auch die Rentenversicherung Geld bezahlt oder sie haben gleich ganze Sendungen selber produziert. Aber gesendet haben das auch die Privaten, wie z.B. Sat1 im Frühstücks-TV. Auch andere Sender nehmen gerne die Möglichkeit wahr solche Berichte zu verwenden.
Bei den Öffies ist diese Praxis ja anscheinend eingestellt worden.


Ähm, falls das nicht richtig angekommen ist: Mit Zuschauer ab 3 Jahren sind dann ALLE ZUSCHAUER gemeint. Im Gegensatz dazu haben die Privaten ja eine Kernzielgruppe der 14-49 Jährigen. Daher jedenfalls ging es mir jetzt nicht primär um Kinderprogramm (obwohl ich auch diese Veränderungen bedaure), sondern darum, dass die Privaten ihre Zielgruppe eng gesteckt haben und alles auf diese ausrichten, während die Öffentlich-Rechtlichen sich zumindest nominell das Ziel setzen, ALLE Zuschauer zu bedienen.


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BeitragSa 29. Jul 2006, 08:58 
Praktikant/in
 
 
Ihr vergesst, dass ihr alle mal alt werdet und dann den Schwachsinn der werbefinanzierten Programme nicht mehr verknusen könnt. Richtig ist, dass es eine geradezu groteske Gebührenverschwendung ist, Sendungen der Werbefuzzies nachzuäffen. Nebenbei mal ganz im Vertrauen: Viele der Werbefernsehgucker zahlen keine Gebühren, weil sie ihren Fernseher gar nicht anmelden! Auch darum muss die GEZ u.a. soviel Geld einziehen!


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BeitragMi 13. Jun 2007, 19:10 
Inventar
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tja mal wieder planen ARD & ZDF sowie Co. die Erhöhung der Gebühren auf 1,44 € .

Was ist eure Meinung dazu ? Die Mehrheit der Deutschen lehnt die Erhöhung verständlicher Weise ab, ARD & Co. dürfte das wohl aber nicht groß interessieren...

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BeitragSa 16. Jun 2007, 23:07 
Chefredakteur/in
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Waterboy hat geschrieben:
tja mal wieder planen ARD & ZDF sowie Co. die Erhöhung der Gebühren auf 1,44 € .

Wenn die Gebühren wirklich auf 1,44 EUR angehoben würden, wäre das sicher kein Problem :wink:


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