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Rundfunkgebühren: Abschaffen?
Ja! 54%  54%  [ 60 ]
Nein, dann würden außenstehende Anstalten leiden. 37%  37%  [ 41 ]
Ist mir egal. 6%  6%  [ 7 ]
Ich habe mich mit dem Skandal nicht befasst. 4%  4%  [ 4 ]
Abstimmungen insgesamt: 112
BeitragSo 13. Aug 2017, 13:29 
Abteilungsleiter/in
 
 
Kaffeesachse hat geschrieben:
Man konnte früher die GEZ kündigen? Dann musstest du aber nachweisen, dass du kein Gerät besitzt, mit dem du auch nur die Spur eines Senders hättest empfangen können. Zeige mir mal den Menschen, der weder ein Radio, einen Fernseher, ein Autoradio oder einen Computer besitzt. Heute reicht ja schon ein Smartphone. Das betrifft dann auch nur 90-Jährige, die nichts mehr hören und sehen. 8)


ARD & Co. sollen eben ihr Programm verschlüssen wie die restlichen Pay-TV-Sender auch. Nutze meinen Fernseher schon für Internet und DVDs. Wenn die öffentlichen Sender ihr Programm nicht schlüssen können oder wollen, ist das doch ihr Problem.

8 Milliarden Einnahmen pro Jahr. Mehr, als das Bundesinnenministerium als Budget hat für die Sicherheit aller Bürger. Und dazu noch die ganze Staatspropaganda aus der Atlantik-Brücke. Nein, Danke!!!

Bürger befragen, GEZ beerdigen, ARD & ZDF gesund-schrumpfen.

Ich hoffe auf die Volksbegehren 2018 in manchen Bundesländer. Das man hierzu auf die "Pfeifen von der AfD" hoffen muss, ist übrigends schon auch ein Armutszeugnis für unseren Rechtsstaat.

Und dann müssten sich Anne Will und Claus Kleber endlich einen "neuen Arbeitgeber" suchen :D


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BeitragSo 13. Aug 2017, 13:55 
Administrator
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Dann überlasse ich dich an dieser Stelle deiner Hoffnung, die leider enttäuscht werden wird. :D


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BeitragMi 1. Nov 2017, 16:30 
Abteilungsleiter/in
 
 
Kaffeesachse hat geschrieben:
Dann überlasse ich dich an dieser Stelle deiner Hoffnung, die leider enttäuscht werden wird. :D


Kleines Update: In der Schweiz findet am 04.03.2018 eine Volksabstimmung über die dortigen Zwangsgebühren statt. Dort müssen die Schweizer jährlich umgerecht 390 Euro pro Jahr für die öffentlich-rechtlichen Sender bezahlen.

Und in Österreich wird über eine Abschaffung der ORF-Gebühren bzw. über eine Teil-Privatisierung des ORFs in den Koalitionsverhandlungen der neuen Regierung diskutiert.

Sollte es in der Schweiz und in Österreich zu nennenswerten Änderungen kommen, dann sollte das Thema GEZ auch endlich in Deutschland politisch Diskutiert werden.

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Vor wenigen Tagen gab es zur GEZ einen guten Artikel aus der schweizer NZZ:

Die öffentlichen Sender im Sturmwind

Die Internet-Revolution schüttelt den öffentlichen Rundfunk durch. Seine politische und soziale Basis bröckelt. Auch die ARD und das ZDF geraten von allen Seiten in die Kritik.


Überaltertes Publikum

Dann ist da das Problem der «Lost Generation». Das Durchschnittsalter der Zuschauer des öffentlichen Fernsehens hat mittlerweile 62 erreicht, die Jüngeren schauen diese Sender allenfalls noch über deren Mediatheken im Internet. Der Grossteil bezieht audiovisuelle Informationen über soziale Netzwerke und unterhält sich auf Netflix, Amazon und anderen Streaming-Diensten – unabhängig von Ausstrahlungszeiten. Die öffentlichen Sender verweisen mit sturer Verzweiflung auf Studien, die ihre Beliebtheit und Glaubwürdigkeit unterstreichen, oder erinnern daran, dass «10,5 Millionen Menschen die ‹Tagesschau› gucken, darunter sind ungefähr 400 000 unter 29-Jährige» (Patricia Schlesinger, Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg, RBB).

Keine Frage, dass viele Reporter und Redaktoren einen prima Job machen und professionelle Nachrichtenmagazine produzieren. Oder dass nach einem nervigen Arbeitstag eine gute ARD-Tier-Doku durchaus entspannend wirken kann. Doch es ist fraglich, wie lange eine Generation, die sich mehrheitlich von den einst allein herrschenden Sendern abwendet, überhaupt gewillt ist, für dieses Nichtnutzen zu zahlen. Sie, und viele Ältere auch, sind genervt von einem Trallala-Programm aus unterirdischen Telenovelas, Provinzkrimis, albernen Quizsendungen und Verbrauchermagazinen. Dass gute Unterhaltung auch privat funktioniert, beweist seit langem, nämlich seit 1999, «Wer wird Millionär?» auf RTL.

Quelle: https://www.nzz.ch/feuilleton/medien/di ... ld.1324532


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BeitragMi 1. Nov 2017, 17:10 
Administrator
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Administrator
 
 
Die ganzen Privaten zusammen haben also seit 1999 genau eine beständige gute Unterhaltungssendung zustande gebracht. :lol:
Von "Nachrichten" ganz zu schweigen ...


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BeitragMi 1. Nov 2017, 19:35 
Abteilungsleiter/in
 
 
Kaffeesachse hat geschrieben:
Die ganzen Privaten zusammen haben also seit 1999 genau eine beständige gute Unterhaltungssendung zustande gebracht. :lol:
Von "Nachrichten" ganz zu schweigen ...


Also wenn ich Nachrichten wissen will gehe ich auf: spiegel.de / faz.de / zeit.de / welt.de / sz.de / taz.de oder gebe einen Suchbegriff bei google-news ein. Die Seiten kosten mich keine 17,50 Euro im Monate. Für was brauch ich ARD und ZDF für Nachrichten?

Und schön, dass du auf die restlichen Fakten eingegangen bist. "TV ist eben tot". Gucken noch ein paar Rentner, die noch "Um Himmels Willen" gucken wollen mit 70jährigen Hauptdarstellern ;)

Der Rest nutzt Streaming-Angebot und diskutiert im Netz. Wir hier doch auch.

Am Tag kosten uns ARD & ZDF zusammen 22 Millionen Euro. Mit dem Geld könnte man auch was sinnvolleres anfangen ;)

Ich warte als Wähler und GEZ-Zwangs-Abonnent ab, was sich so die Jahre tun wird. Die Ereignisse in der Schweiz und in Österreich stimmen mich positiv, dass in Zukunft nur noch jeder das bezahlen muss, was er auch konsumieren möchte!


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BeitragMi 1. Nov 2017, 21:40 
Journalist/in
 
 
Ich kenne mich damit nicht aus, aber von den ca 20€ werden doch sicherlich auch alle Unterhaltungs Sendungen mit finanziert? Wenn man nur die Nachrichten und die Politischen Sendungen finanzieren würde, könnte man doch sicherlich den Beitrag um 50% kürzen?


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BeitragMo 6. Nov 2017, 21:11 
Mitglied im Vorstand
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Zitat:
Seine politische und soziale Basis bröckelt.

Zitat:
:arrow: Der Grossteil bezieht audiovisuelle Informationen über soziale Netzwerke und unterhält sich auf Netflix, Amazon und anderen Streaming-Diensten – unabhängig von Ausstrahlungszeiten.

Das ist ja eine tolle Argumentation. Die ö.r. braucht man nicht mehr als soziale Grundversorgung an Unterhaltung, weil die meisten Leute dafür eh PayTV (nichts anderes sind Netflix usw.) nutzen.
Und Informationen über soziale Netzwerke? Das klingt schon fast nach AfD. Als ob soziale Netzwerke seriöse Nachrichten ersetzten könnten.

Zitat:
Also wenn ich Nachrichten wissen will gehe ich auf: spiegel.de / faz.de / zeit.de / welt.de / sz.de / taz.de

Ich gehe normaler Weise auf br.de oder orf.at.

Zitat:
Ich kenne mich damit nicht aus, aber von den ca 20€ werden doch sicherlich auch alle Unterhaltungs Sendungen mit finanziert? Wenn man nur die Nachrichten und die Politischen Sendungen finanzieren würde, könnte man doch sicherlich den Beitrag um 50% kürzen?

Dann sagen die Beitragskritiker: Auf den ö.r. läuft ja gar nichts interessantes, kann man sie doch gleich ganz abschalten. Die meisten die so laut schreien würden in ihrer Lebensqualität 0,0 Verbesserung wahrnehmen, wenn sie monatlich 17,50€ mehr zur Verfügung hätten. Aber Hauptsache mal aufgeregt.

Ohne Unterhaltung auf den ö.r. würde man fast keine Filme und Serien mehr sehen können, die in Deutschland produziert werden. Ob das so toll ist, wage ich doch mal zu bezweifeln.

_________________
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BeitragMo 6. Nov 2017, 22:31 
Abteilungsleiter/in
 
 
Säqirjënn hat geschrieben:
Und Informationen über soziale Netzwerke? Das klingt schon fast nach AfD. Als ob soziale Netzwerke seriöse Nachrichten ersetzten könnten.


Die meisten News in den sozialen Medien sind doch Links zu Berichten aus "journalistischen Online-Portalen" (Spiegel, Stern, ...) und keine "erfundenen Nachrichten". So fair sollte man schon sein!

Ich muss sagen, dass ich eigentlich nur noch YouTube gucke. Einfach Suchbegriff eingeben und fertig. Das ist alles dabei von englischen Dokus bis hin zu gefilmten Vorlesungen von Uni-Professoren.

Netflix und Amazon Prime habe ich auch nicht. Bin aber froh, hier nicht zum bezahlen gezwungen zu werde wie bei ARD und ZDF. Wenn mir mal eine Serie gefällt, kaufe ich mir eine DVD-Box im Sonderangebot.

Zum Öffentlich-Rechtlichen-Rundfunk: Abschaffen würde ich ihn auch nicht. Aber es muss auch die Möglichkeit geben, keine Rundfunkgebühr bezahlen zu müssen, wenn man die öffentlich-rechtlichen Sender nicht schaut.

Und ich habe auch grundsätzlich kein Problem "Informations-Dienste" oder "Portale" zu bezahlen, wenn mir der Inhalt gefällt. Ob einen YouTuber, der nette Videos macht oder andere Projekte. Geht heute locker dank Finanzierungs-Portalen wie Patreon & Co.

Und mal so zum Vergleich: Eine Zeitungs-Abgabe habe wir doch auch nicht. Da darf sich auch jeder Bürger die Tageszeitung oder das Magazin abonnieren, das er möchte. Und wer keine Zeitschrift abonniert, der bekommt eben keine.

Nur die Rundfunk-Gebühr ist "eine heilige Kuh", die nie hinterfragt werden soll. Wer das gerne sehen will, soll es auch sehen können und dafür bezahlen. Wer es nicht sehen will, soll dafür auch nicht bezahlen müssen.

Medien sind weder eine Renten-, noch eine Krankenkasse. Ich sterbe nicht, wenn ich ARD und ZDF nicht mehr sehen kann. Ich muss auch nicht im Alter unter der Brücke leben, wenn ich der öffentlich-rechtliche Rundfunk nicht interessiert. Man kann auch ohne Tatort, Traumschiff und heute show ein gutes Leben haben ;)


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BeitragMo 6. Nov 2017, 23:18 
Fernsehboss
 
 
Säqirjënn hat geschrieben:
Dann sagen die Beitragskritiker: Auf den ö.r. läuft ja gar nichts interessantes, kann man sie doch gleich ganz abschalten. Die meisten die so laut schreien würden in ihrer Lebensqualität 0,0 Verbesserung wahrnehmen, wenn sie monatlich 17,50€ mehr zur Verfügung hätten. Aber Hauptsache mal aufgeregt.


Also wenn 17,5€ gar kein Thema sind, dann sollten die 16,75€ pro Monat für Amazon und Netflix erst recht kein Thema sein. Wenn man das auf alle Haushalte umlegt, dann kommt man bestimmt unter 10€.
Das würde für die "ÖR aber nicht Netflix und Amazon" Nutzer 0,0 Verschlechterung ihrer Lebensqualität bedeuten.

Keine gute Argumentation? Richtig, andersrum aber genauso wenig. Niemand sollte für andere die Unterhaltung mitbezahlen müssen, je weiter die Vorstellung von guter Unterhaltung auseinander geht, desto weniger ist das tragbar.


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BeitragMo 6. Nov 2017, 23:47 
Chefposter/in
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Der Vergleich mit Netflix und amazon hinkt doch hinten und vorne und dazwischen auch noch. Nicht nur bei der inhaltlichen Ausrichtung, sondern auch beim Angebot. Den Beitrag von 17,50€ bezahlt man nicht pro Person, sondern pro Haushalt. Inklusive aller Geräte und privater Autos. Und wenn du gleichzeitig drei Autoradios, fünf Fernseher und drei Rechner mit Mediathek laufen lassen möchtest, dann kannst du das. Netflix erlaubt im Basis-Abo nur ein Gerät und dann nur SD-Auflösung, für zwei Geräte und HD-Option zahlst du schon extra. Prime Video erlaubt maximal zwei parallele Streams, für mehr brauchst du zusätzliche Accounts.

Irgendwo muss man die Kirche auch mal im Dorf lassen, der reale Beitrag beläuft sich bei uns zum Beispiel auf nicht mal sechs Euro pro Person im Monat. Dafür bezahle ich auch gerne meinen Eltern und Großeltern die Unterhaltung mit und auch allen anderen, die von den privaten Anbietern nicht bedient werden. Auch solchen, die sich die Privaten nicht leisten könnten, vom Rundfunkbeitrag aber befreit sind oder nur ermäßigt zahlen. Ich brauch auch keine Gehörlosenuntertitel oder Hörfilme und finde es trotzdem gut, dass die in den Öffentlich Rechtlichen zu finden sind. Dieses »Hauptsache ICH! Und was ICH nicht brauche, soll weg!« ist doch ab nem gewissen Punkt wirklich peinlich.

_________________
Nicht weinen, kleiner Mann …


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BeitragDi 7. Nov 2017, 19:32 
Vorstandsvorsitzende/r
 
 
Zunächst finde ich den Beitrag von Nerdus hier sehr gut und er bringt einige Kernaspekte auf den Punkt. Es gibt noch ein paar mehr Facetten, die man da einbringen könnte. Die fundamentale Kritik an dem Öffentlich-Rechtlichen System bzw. dem Rundfunkbeitrag kommt ja von drei Personengruppen.

Personen, die tendenziell eher rechtsorientiert sind und die Demokratie und Meinungsviefalt nicht so schätzen, inklusive der Verschwörungstheoretiker, die sich dann ihre Informationen aus sehr fragwürdigen Portalen und Youtube Videos ziehen.

Egoisten, die den gesamten Kontext und den Sinn eines Öffentlich-Rechtlichen Systems leugnen oder nicht sehen wollen, weil sie selbst einfach nicht bereit sind diesen Beitrag zu leisten.

Viele Funktionäre und Unternehmer der privaten Medienwirtschaft. Gerade diese Gruppe profitiert aber sehr stark von den öffentlich-rechtlichen Anstalten. Die Verlage könnten bsp. Kooperationen mit den Öffentlich-rechtlichen Sendern ausbauen. Es gibt ja schon heute Kooperationen zudem tauchen die Verlage und viele ihrer Journalisten regelmäßig in Sendungen der Öffentlich-rechtlichen Sender auf. Im Presseclub, in diversen Talkshows, In den Morgenmagazinen, in zahlreichen Dokumentationen oder Magazinbeiträgen. Die Verlage und Journalisten erhalten dort also eine Plattform, die ja ebenfalls die Meinungsvielfalt erhöhen soll. Bei den Produktionsunternehmen, ja für die ergeben sich durch die VoD Anbieter neue Möglichkeiten und Chancen, aber wenn man sich heute die Zahlen anschaut, dann profitieren die Produktionsunternehmen heute primär von den Öffentlich-rechtlichen Anstalten, die vorrangig Produktionen in Auftrag geben und diese finanzieren oder teilfinanzieren. Weiterhin sind die Anstalten vielfältig an der Film und Medienförderung beteilligt, die ja unbestritten sehr wichtig ist.

Natürlich hat das System auch seine Schwächen und natürlich ist da nicht immer alles toll und begründete Kritik ist ebenfalls nachvollziehbar. Man muss sich das aber immer sachlich, differenziert und auch den gesamten Kontext betrachten.

Personengruppen die wirklich stark benachteilligt sind oder die den Beitrag nicht leisten können, haben die Möglichkeit sich von der Zahlung befreien zu lassen. Insgesamt leisten die öffentlich-rechtlichen Anstalten einen sehr wichtigen Beitrag für die Demokratie und die Meinungsvielfalt sowie die Abbildung benachteiligter Personengruppen und Minderheiten. Weiterhin sind die Anstalten stark für die Film, Medien und Kreativbranche engagiert, finanziell sowie immer wieder durch gezielte Initiativen und Projekte. Die Anstalten leisten also auch kulturell einen relevanten Beitrag.

Zudem muss nochmal auf die Unabhängigkeit der Anstalten hingewiesen werden, die von keinen Investoren oder Unternehmen abhängig sind. Auch ist stets eine kritische und überparteilliche gegeben. Bestehen in diesen Bereichen Defizite, dann werden diese früher oder später aufgedeckt, zum einen weil die kritische Öffentlichkeit völlig zurecht genau beobachtet was die da machen und auch die diversen Gremien und Instanzen haben da schon eine Wirkung was die Kontrolle und Aufsicht angeht.

Und ich bin davon überzeugt, jeder findet bei den Öffentlich-Rechtlichen Angebote welche den persönlichen Geschmack bedienen bzw. diverse Anforderungen erfüllen. Das Angebot ist inhaltlich wie qualitativ sehr vielfältig und reichhaltig. Von teilweise wirklich tollen fiktionalen Spielfilmen und Serien, über sehr gute Reportagen bis hin zu guten Unterhaltungsformaten sowie Polit und Kultursendungen.

Gesellschaften fordern immer auch Kompromisse und die Einigung auf gewisse Grundsätze und Konventionen, und ein stückweit braucht es eben die Bereitschaft seinen Beitrag für das Allgemeinwohl zu leisten. Durch die korrekte Zahlung von Steuern und Beiträgen, durch Beteilligung bei Wahlen, durch soziales oder politisches Engagement, durch die Beachtung und das Einhalten von Gesetzen und Regeln. In vielen Bereichen muss man wieder für gewisse Dinge sensibilisieren.

Keiner muss das Angebot der Öffentlich-rechtlichen Anstalten in Anspruch nehmen aber er kann das jederzeit flexibel auf unterschiedliche Art tun, hierbei wird ein sehr vielfältiges und hochwertiges Angebot bereitgestellt.

Die privaten Medienunternehmen sollten vielleicht auch in Anbetracht der Eintwicklungen mal umdenken, und nicht nicht immer teilweise in inakzeptabler Form die Öffentlich-rechtlichen Anstalten angreifen, da man diese als Hauptkonkurrenten ausgemacht hat, dies ist ein Trugschluss. Die Wettbewerber und Konkurrenten sind die innovativen und großen US Medienunternehmen sowie VoD Plattformen.

Da sollte man vielleicht auch aus Sicht der privaten Medienwirtschaft die Öffentlich-Rechtlichen als Plattform oder zumindest als potenzielle Partner sehen.


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BeitragMi 8. Nov 2017, 11:25 
Journalist/in
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BungaBunga hat geschrieben:
....
Die privaten Medienunternehmen sollten vielleicht auch in Anbetracht der Eintwicklungen mal umdenken, und nicht nicht immer teilweise in inakzeptabler Form die Öffentlich-rechtlichen Anstalten angreifen, da man diese als Hauptkonkurrenten ausgemacht hat, dies ist ein Trugschluss. Die Wettbewerber und Konkurrenten sind die innovativen und großen US Medienunternehmen sowie VoD Plattformen.

Da sollte man vielleicht auch aus Sicht der privaten Medienwirtschaft die Öffentlich-Rechtlichen als Plattform oder zumindest als potenzielle Partner sehen.
öhm, wie ist denn grad so der aktuelle Stand beim DAB??? Meinst du die Kritik der privaten Radiosender ist da auch inakzeptabel??? Die privaten Stationen können da dank der gebühren nicht mal ansatzweise mithalten
die ÖR verpulvern da unmengen an Geld, für was total unsinniges...es ist ja neuerdings DAB+ schon gar nimmer aktuell :evil:

_________________
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BeitragMi 8. Nov 2017, 23:35 
Mitglied im Vorstand
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eis-fuchsi hat geschrieben:
BungaBunga hat geschrieben:
....
Die privaten Medienunternehmen sollten vielleicht auch in Anbetracht der Eintwicklungen mal umdenken, und nicht nicht immer teilweise in inakzeptabler Form die Öffentlich-rechtlichen Anstalten angreifen, da man diese als Hauptkonkurrenten ausgemacht hat, dies ist ein Trugschluss. Die Wettbewerber und Konkurrenten sind die innovativen und großen US Medienunternehmen sowie VoD Plattformen.

Da sollte man vielleicht auch aus Sicht der privaten Medienwirtschaft die Öffentlich-Rechtlichen als Plattform oder zumindest als potenzielle Partner sehen.
öhm, wie ist denn grad so der aktuelle Stand beim DAB??? Meinst du die Kritik der privaten Radiosender ist da auch inakzeptabel??? Die privaten Stationen können da dank der gebühren nicht mal ansatzweise mithalten
die ÖR verpulvern da unmengen an Geld, für was total unsinniges...es ist ja neuerdings DAB+ schon gar nimmer aktuell :evil:

Nicht mithalten?(!)
Zähl ich mal nach bei mir:
Bundesweite Programme: 4 ö.r., 9 private
bayernweite Programme: 10 ö.r., 5 private
nord- und ostschweizer Programme: 5 ö.r., 14 private
deutschschweizweite Programme: 10 ö.r., 18 private
baden-würtembergweite Programme: 6 ö.r. 12 private (die nicht schon anderweitig empfangbar sind)
Augsburger Lokalprogramme: 0 ö.r., 11 private
Ingolstädter Lokalprogramme: 0 ö.r., 7 private (die nicht auch aus Augsburg empfangbar sind)

Summe: 35 ö.r., 76 private
Wenn man nur die Programme zählt die in Bayern abseits der Lokalmuxe und Overspillgebiete empfangbar sind kommt man derzeit auf ein Verhältnis von 14:14, also ausgeglichen. Bis Ende 2018 wird es allerdings fast flächendeckend in Bayern Lokalmuxe geben, sodass sich das Verhältnis zu Gunsten der Privaten verschieben wird. Zudem ist für 2018 der Aufbau einer zweiten bundesweiten Bedeckung mit ausschließlich privaten Programmen geplant.

_________________
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BeitragDo 9. Nov 2017, 10:58 
Fernsehboss
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BungaBunga hat geschrieben:
Zudem muss nochmal auf die Unabhängigkeit der Anstalten hingewiesen werden, die von keinen Investoren oder Unternehmen abhängig sind. Auch ist stets eine kritische und überparteilliche gegeben. Bestehen in diesen Bereichen Defizite, dann werden diese früher oder später aufgedeckt, zum einen weil die kritische Öffentlichkeit völlig zurecht genau beobachtet was die da machen und auch die diversen Gremien und Instanzen haben da schon eine Wirkung was die Kontrolle und Aufsicht angeht.


Schon allein das Thema "Kanzlerduell" vor einigen Wochen stellt diese Behauptung als ad absurdum dar. Dazu kommt, dass z.B. tatsächlich investigative Beiträge (so selten sie auch gegeben sind) zeitigstens ab 22:45 Uhr unter der Woche gezeigt werden. "heute" um 19 Uhr und die "Tagesschau" eine Stunde später, sind zwei identische Sendungen. Gleiche Themen, gleiche Bilder, unterschiedliche Reihenfolge. Das Thema "Atlantikbrücke" ist aktuell und verwundert es niemanden, dass die Intendanten der Rundfunkanstalten jeweils der gleichen in diesem Bundesland regierenden Partei angehören? Und die Gebühren werden durch die Politik und nicht von irgendwelchen Fernsehsendern bestimmt. Oder?

_________________
SvdV: Du hast es Wahrheit gemacht.


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BeitragDo 9. Nov 2017, 12:59 
Praktikant/in
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Ich habe in die Zusammenhänge der ÖR-Rundfunkanstalten zu wenig Einblick, um qualifiziert über oben angeführte Sachverhalte urteilen zu können.

Persönlich zahle ich die Gebühr nicht gern, da ich die finanzierte Inhalte kaum nutze bzw. auf diese verzichten könnte. Ich schätze auch Meinungsvielfalt, ebenso Tiefe der Berichterstattung etc., aber die finde ich als junger Mensch im Internet und nicht über diese Kanäle.


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BeitragDo 9. Nov 2017, 15:04 
Fernsehboss
 
 
DerHans hat geschrieben:
Persönlich zahle ich die Gebühr nicht gern, da ich die finanzierte Inhalte kaum nutze bzw. auf diese verzichten könnte. Ich schätze auch Meinungsvielfalt, ebenso Tiefe der Berichterstattung etc., aber die finde ich als junger Mensch im Internet und nicht über diese Kanäle.


Daher ist eine Reform und eine Anpassung der Inhalte an die sich verändernde Gesellschaft und die Sehgewohnheite unabdingbar.

Ansonsten wird das Durchschnittsalter der Zuschauer linear mit der tatsächlichen Zeit steigen. Dann ist nicht erst in 19 Jahren Sense, wenn das Durchschnittsalter (heute 62) der Zuschauer die durchschnittliche Lebenserwartung (81) übersteigt.

Edit: DerHans ist gemeint, nicht Burpie


Zuletzt geändert von Vittel am Do 9. Nov 2017, 15:29, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragDo 9. Nov 2017, 15:13 
Fernsehboss
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Vittel hat geschrieben:
Burpie hat geschrieben:
Persönlich zahle ich die Gebühr nicht gern, da ich die finanzierte Inhalte kaum nutze bzw. auf diese verzichten könnte. Ich schätze auch Meinungsvielfalt, ebenso Tiefe der Berichterstattung etc., aber die finde ich als junger Mensch im Internet und nicht über diese Kanäle.


Daher ist eine Reform und eine Anpassung der Inhalte an die sich verändernde Gesellschaft und die Sehgewohnheite unabdingbar.

Ansonsten wird das Durchschnittsalter der Zuschauer linear mit der tatsächlichen Zeit steigen. Dann ist nicht erst in 19 Jahren Sense, wenn das Durchschnittsalter (heute 62) der Zuschauer die durchschnittliche Lebenserwartung (81) übersteigt.


Keine Ahnung, wie Du das "Zitat" hingekriegt hast... :D

_________________
SvdV: Du hast es Wahrheit gemacht.


Zuletzt geändert von Burpie am Do 9. Nov 2017, 15:35, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragDo 9. Nov 2017, 15:30 
Fernsehboss
 
 
Hui, so schnell gehen FakeNews ;)
Hab es natürlich sofort geändert und einen Hinweis hinterlassen.


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BeitragDo 9. Nov 2017, 19:59 
Abteilungsleiter/in
 
 
Also ich verstehe die ganze Diskussion um den Sinn der GEZ überhaupt nicht.

Im Printmedien-Bereich gab es nie eine "öffentliche Grundversorgung" und das stört seit 70 Jahren niemanden. Niemand käme auf die Idee, dass die Leute verdummen, weil sie täglich keine zwei Tageszeitungen (als Vergleich zu ARD und ZDF) gegen eine "Zwgangsgebühr" bekommen.

Ich zahle sehr gerne für Informationen und Nachrichten. Aber ich möchte nicht gezwungen werden, bestimmte Sender bezahlen zu müssen.

Und ich möchte auch tiefgehende Analyse haben. Etwas, was Tagesschau und heute-Nachrichten überhaupt nicht liefern können. Für so dünnen Inhalt würde ich ehrlich gesagt keinen Cent ausgeben, wenn ich die Wahl hätte ...


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BeitragDo 9. Nov 2017, 21:00 
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Als gäb's im ganzen öffentlich-rechtlichen Universum nur "Tagesschau" und "heute". Profaner wird's nicht mehr. :roll:


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BeitragFr 10. Nov 2017, 16:29 
Mitglied im Vorstand
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Burpie hat geschrieben:
Schon allein das Thema "Kanzlerduell" vor einigen Wochen stellt diese Behauptung als ad absurdum dar.

Kannst du mal näher erklären, wie du das genau meinst? Geht es dir darum, dass die Sendeanstalten dieses Ereignis als so bedeutend für das Land ansahen, dass die vier wichtigsten Programme es gemeinsam übertragen haben? Aber das würde dann ja nicht wirklich zu dem passen was du zitiert hast.

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BeitragFr 10. Nov 2017, 17:33 
Fernsehboss
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Säqirjënn hat geschrieben:
Burpie hat geschrieben:
Schon allein das Thema "Kanzlerduell" vor einigen Wochen stellt diese Behauptung als ad absurdum dar.

Kannst du mal näher erklären, wie du das genau meinst? Geht es dir darum, dass die Sendeanstalten dieses Ereignis als so bedeutend für das Land ansahen, dass die vier wichtigsten Programme es gemeinsam übertragen haben? Aber das würde dann ja nicht wirklich zu dem passen was du zitiert hast.


Die Situation war folgende: Die Sender veröffentlichten, dass sie bestimmte Änderungen am Format des "Kanzlerduells" zu dem von vor 4 Jahren vornehmen wollen/werden.
Daraufhin kam es zum Anruf aus dem Kanzleramt, dass entweder diese Sendung unverändert bleibt oder die Kanzlerin verzichtet.
Anstatt, dass die Sender Rückgrat zeigten, knickte man sofort ein...
-> http://www.focus.de/politik/deutschland ... 17964.html

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BeitragFr 10. Nov 2017, 17:49 
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Niemand muss zu diesem Kanzlerduell gehen, dann hätt's das überflüssige Format eben nicht gegeben. Und focus-online ... Dann wechsle doch mal lieber zu den Öffis ... :lol:


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BeitragFr 10. Nov 2017, 18:05 
Fernsehboss
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Kaffeesachse hat geschrieben:
Niemand muss zu diesem Kanzlerduell gehen, dann hätt's das überflüssige Format eben nicht gegeben. Und focus-online ... Dann wechsle doch mal lieber zu den Öffis ... :lol:


Nimmst Du Drogen oder was? -> https://uebermedien.de/17276/merkel-mac ... -tv-duell/

Wären die Öffis tatsächlich unabhängig und überparteiisch, hätte Frau Merkel sich entscheiden müssen - entweder eine Konfrontation meistern oder das Duell verloren zu haben, ohne überhaupt angetreten zu sein...

_________________
SvdV: Du hast es Wahrheit gemacht.


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BeitragFr 10. Nov 2017, 19:21 
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Und trotzdem muss sie nicht dorthin gehen, auch wenn man dann sgen würde, sie hätte das Duell "verloren". Es ist eine Fernsehsendung wie jede andere auch. Wenn einem das Format nicht gefällt, kann man eine Einladung halt auch ablehnen. Und da alle vier (nicht nur die Öffis) unbedingt dieses Duell wollen ...


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