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Rundfunkgebühren: Abschaffen?
Ja! 54%  54%  [ 58 ]
Nein, dann würden außenstehende Anstalten leiden. 36%  36%  [ 38 ]
Ist mir egal. 7%  7%  [ 7 ]
Ich habe mich mit dem Skandal nicht befasst. 4%  4%  [ 4 ]
Abstimmungen insgesamt: 107
BeitragMi 3. Jan 2018, 12:39 
Journalist/in
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Säqirjënn hat geschrieben:
eis-fuchsi hat geschrieben:
öhm, wie ist denn grad so der aktuelle Stand beim DAB??? Meinst du die Kritik der privaten Radiosender ist da auch inakzeptabel??? Die privaten Stationen können da dank der gebühren nicht mal ansatzweise mithalten
die ÖR verpulvern da unmengen an Geld, für was total unsinniges...es ist ja neuerdings DAB+ schon gar nimmer aktuell :evil:

Nicht mithalten?(!)
Zähl ich mal nach bei mir:
Bundesweite Programme: 4 ö.r., 9 private
bayernweite Programme: 10 ö.r., 5 private
nord- und ostschweizer Programme: 5 ö.r., 14 private
deutschschweizweite Programme: 10 ö.r., 18 private
baden-würtembergweite Programme: 6 ö.r. 12 private (die nicht schon anderweitig empfangbar sind)
Augsburger Lokalprogramme: 0 ö.r., 11 private
Ingolstädter Lokalprogramme: 0 ö.r., 7 private (die nicht auch aus Augsburg empfangbar sind)
Summe: 35 ö.r., 76 private
Wenn man nur die Programme zählt die in Bayern abseits der Lokalmuxe und Overspillgebiete empfangbar sind kommt man derzeit auf ein Verhältnis von 14:14, also ausgeglichen. Bis Ende 2018 wird es allerdings fast flächendeckend in Bayern Lokalmuxe geben, sodass sich das Verhältnis zu Gunsten der Privaten verschieben wird. Zudem ist für 2018 der Aufbau einer zweiten bundesweiten Bedeckung mit ausschließlich privaten Programmen geplant.
hab was ähnliches aus den Niederlanden gefunden...
und es wird in Deutschland ja genauso teuer sein und auch genauso werden. Natürlich brauchen die Öffi's nicht über ihre Kosten klagen, es wird ja 'bezahlt'
Zitat:
Niederlande: Sendersterben auf DAB+ geht weiter
In den Niederlanden verärgern Rückzieher von Privatsendern die Hörer des digital-terrestrischen Radios DAB+. Nach Arrow Classic Rock, Classic FM und Retro Hits hat sich mit dem Kindersender Efteling Kids ein weiteres nationales Programm aus dem Digitalradio verabschiedet. Auch hier lautet die Begründung, dass Kosten und die aktuelle Hörerzahl in keinem Verhältnis zueinander stehen. Efteling Kids startet statt dessen analog über UKW im Kabelnetz des Betreibers KPN. Die DAB+-Hörer wollen die Begründung nicht akzeptieren und haben im Internet eine Petition gestartet, um Efteling Kids zu einem Rückzieher seiner Entscheidung zu bewegen.
Zudem wurden wie geplant zum 31.12. alle lokalen Sendernetze abgeschaltet, da der Testbetrieb nicht verlängert wurde. Dadurch beginnt mussten über 50 Lokalradios ihren Sendebetrieb über DAB+ zunächst wieder einstellen.
Quelle: http://www.satnews.de/mlesen.php?id=88a ... 80483598f3

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Sonntag 16:55 Straubing Tigers – EHC München, 44. Spieltag


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BeitragMi 3. Jan 2018, 14:08 
Mitglied im Vorstand
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Zitat:
hab was ähnliches aus den Niederlanden gefunden...
und es wird in Deutschland ja genauso teuer sein und auch genauso werden. Natürlich brauchen die Öffi's nicht über ihre Kosten klagen, es wird ja 'bezahlt'

Es ist in einem Markt ganz natürlich, dass Akteure gehen und kommen. Genauso wie in Fußgängerzonen Geschäfte schließen und andere neu öffnen. Für den Hörer ist das natürlich ärgerlich. Aber eigentlich ist das auch ein Argument pro öffentlich-rechtlichen Rundfunk wo das Angebot relativ konstant erhalten bleibt und nicht durch schlechtes Wirtschaften etc. plötzlich abgeschaltet wird.
In Bayern gibt es derzeit übrigens eine Kooperation zwischen dem BR und zahlreichen Lokalsendern. Diese werden über die Regionalnetze des BR übertragen und haben dadurch in ihren Zielgebieten eine deutlich bessere Abdeckung als über UKW zu fairen Preisen. Auch beim deutschlandweiten Angebot ("Bundesmux") hat der ö.r. Deutschlandfunk in der Vergangenheit einige Standorte aus eigener Tasche bezahlt und dadurch den Ausbau beschleunigt der allen Programmen im Bundesmux zu Gute kam.

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BeitragMi 3. Jan 2018, 17:53 
Chefredakteur/in
 
 
@eis-fuchsi

Die Radiosender werden in Zukunft auch hier mächtig in Bedrängnis kommen.
Ich bin an Weihnachten mit einem Bekannten ca. 6h quer durch Deutschland gefahren. Die ganze Zeit lief nahezu störungsfrei ein googleplay musik Stream über Mobilfunk.

Sehr praktisch ist die Sprachsteuerung: "google bitte spiele..." "klassische Musik" oder "Mozart" oder "die Zauberflöte...", je nach dem wie und was genau man hören möchte.
Datenverbrauch für die 6h Fahrt lag bei unter einem 1GB, bei einem 15 Gb Datentarif bereits heute ab und zu machbar.

Die aktuellen Verkehrsmeldungen gehen natürlich direkt aufs Navi, vorgelesenen Verkehrsfunk oder gar Radio mit Werbejingles braucht dann niemand.

Treffen wird das so wie beim TV auch erst mal die privaten "Das beste der 80ern und 90ern und heute" Sender.

Allerdings doch noch etwas zeitverzögerter als beim TV, da die technische Ausstattung in Autos langsamer ersetzt wird als im Wohnzimmer.


Warum die Sender mit DAB+ in so miserable Datenraten senden, das muss man nicht verstehen, oder?


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BeitragMi 3. Jan 2018, 23:08 
Mitglied im Vorstand
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Zitat:
Warum die Sender mit DAB+ in so miserable Datenraten senden, das muss man nicht verstehen, oder?

Das kann man nicht so verallgemeinern; die ö.r. haben in der Regel schon eine recht anständige Qualität. Bei den Privaten hat es technische und damit auch finanzielle Gründe. Es gäbe zwei Möglichkeiten die Datenraten zu erhöhen: 1.) Weniger Programme pro Kanal übertragen, damit jedes Programm mehr Bandbreite abbekäme. Das wäre aber nicht nur teurer, sondern man vermutet auch, dass das für den Hörer unattraktiver wäre, da man davon ausgeht, dass für die meisten mehr Programme einen größeren Mehrwert als mehr Qualität darstellt. 2.) Durch einen geringeren Fehlerschutz. Das würde allerdings bedeuten, dass man die Sendeleistung erhöhen müsste, um die Reichweite zu halten, was wiederum teurer würde. Außerdem befinden sich einige DAB+-Netze noch in der Aufbauphase mit einer relativ geringen Senderstandortdichte.

Was ich mir bei Internet-Audio-Streams denke ist, dass diese halt etwas seelenlos sind. Ich denke mal, die Ansprache wird für einige einen Mehrwert darstellen. Hinzu kommen dann auch Nachrichten, auch mit regionalen und lokalen Bezügen. Und für Programme wie DLF oder Bayern 2 gibt es eigentlich gar keine wirkliche Internet-Alternative.

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BeitragDo 4. Jan 2018, 10:22 
Chefredakteur/in
 
 
Säqirjënn hat geschrieben:
Das wäre aber nicht nur teurer, sondern man vermutet auch, dass das für den Hörer unattraktiver wäre, da man davon ausgeht, dass für die meisten mehr Programme einen größeren Mehrwert als mehr Qualität darstellt


So wie halt beim Privat TV auch. Statt mal mehr Qualität zu bringen, gibt es nur Unfug. Das aber auf >30 Sendern. Langfristig machen sie sich damit keine Freude, das ist eine Abwärtsspirale.

Säqirjënn hat geschrieben:
Was ich mir bei Internet-Audio-Streams denke ist, dass diese halt etwas seelenlos sind. Ich denke mal, die Ansprache wird für einige einen Mehrwert darstellen. Hinzu kommen dann auch Nachrichten, auch mit regionalen und lokalen Bezügen. Und für Programme wie DLF oder Bayern 2 gibt es eigentlich gar keine wirkliche Internet-Alternative.


Wenn man Werbung und Jingles als Seele bezeichnet, dann ist das wohl so ;)

Natürlich kann man einen Musikstream nicht mit einem moderierten Kulturprogramm vergleichen. Wie auch beim TV gehe ich nicht davon aus, dass in Zukunft alle Leute im Auto ihre eignen (oder die von Freunden) streamen.
Die ÖR Sender werden weiterhin gehört, ganz klar.

Aber mit zunehmenden Möglichkeiten werden sich immer mehr Leute von den 08/15 Werberadiosendern abwenden, die sie nur aus Bequemlichkeit (Auto an, Radio an) gehört haben.

Ob DAB+ eine große Zukunft dabei hat? Wo braucht man denn noch einen Rundfunk-Radioempfang. Im Auto oder in der Gartenlaube. (Fast) Überall sonst hat man doch Zugang zu Internet und kann die Sender im Internetstream hören.


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BeitragDo 4. Jan 2018, 12:43 
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Ja,aj, man muss möglichst alles aufs Internet ausrichten, damit man dann gar nichts mehr hat, wenn das mal großflächig ausfällt. :wink: Gerade beim Radio ist terrestrischer Empfang z.B. in Notlagen wichtig.

Und zum Rest: Ich mag meine Radiomoderatoren, die mich schon Jahre begleiten. Ich will auch hier nix streamen. :lol:


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BeitragDo 4. Jan 2018, 13:30 
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Kaffeesachse hat geschrieben:
Gerade beim Radio ist terrestrischer Empfang z.B. in Notlagen wichtig.


Gerade für Notfälle wäre der Erhalt von UKW oder Mittelwelle sehr gut. Da kommt DAB+ auch schnell an die Grenzen dank hohem Stromverbrauch der Endgeräte.
Ein Kartoffelradio zusammenbauen aus ein paar Drähten und Teilen, so wie ich es als Kind gerne gemacht habe, das geht dank DAB+ nicht mehr.

Mir gefällt die Idee eines offiziell standardisierten Notempfängers und -senders. z.B. mit UKW Radio und CB Funk betrieben mit Handkurbel, Batterien oder Solarzellen.
Wenn der Strom mal großflächig länger ausfällt, dann ist auch irgendwann das gute alte Festnetztelefon weg.


Du darfst im Übrigen Deine Moderatoren ja gerne behalten, ich will niemandem aktiv was ausreden oder gar wegnehmen. Ich sehe nur die technische und gesellschaftliche Entwicklung und die mittel- bis langfristigen Konsequenzen für z.B. die Medienlandschaft.

Ich streame ja auch hin- und wieder Radio mit richtigen Moderatoren. Gerne schaue ich da auch im Ausland vorbei, was z.B. die Franzosen, Briten und Amis so senden. Das geht halt nur per Stream und das sehr komfortabel auf meinen Endgeräten, mit UKW oder DAB+ wäre das nicht möglich.


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BeitragDo 4. Jan 2018, 19:52 
Fernsehboss
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Säqirjënn hat geschrieben:
Aber eigentlich ist das auch ein Argument pro öffentlich-rechtlichen Rundfunk wo das Angebot relativ konstant erhalten bleibt und nicht durch schlechtes Wirtschaften etc. plötzlich abgeschaltet wird.


Das ist eher ein Argument gegen die Öffis, denn egal, wie die wirtschaften - es ist immer Kohle da...

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BeitragDo 4. Jan 2018, 20:22 
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Burpie hat geschrieben:
Säqirjënn hat geschrieben:
Aber eigentlich ist das auch ein Argument pro öffentlich-rechtlichen Rundfunk wo das Angebot relativ konstant erhalten bleibt und nicht durch schlechtes Wirtschaften etc. plötzlich abgeschaltet wird.


Das ist eher ein Argument gegen die Öffis, denn egal, wie die wirtschaften - es ist immer Kohle da...

Den öffentlich-rechtlichen schaut die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) auf die Finger. Die ö.r. müssen ihren Finanzbedarf bei ihr anmelden und genehmigen lassen. Diese kann dann auch Kürzungen vornehmen; z.B. bei wenig genutzten Verbreitungswegen. So wurde mal angedroht die Gelder für DAB+ zu streichen, wenn kein UKW-Abschalttermin genannt würde. Derzeit "ringt" sie mit den ö.r. auch um einen SD-Ausstieg über Satellit. Ob die Vorstellungen der KEF immer so im Sinne des Beitragszahlers sind, kann, denke ich, zumindest diskutiert werden.

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BeitragMo 8. Jan 2018, 12:17 
Abteilungsleiter/in
 
 
Schweizer Zahlen belegen den Abstieg des Mediums "Fernsehen"

Im Rahmen der "No Billag Bürgerbefragung" in der Schweiz wurden nun ein paar interessanten Zahlen über den TV-Markt in der Schweiz und das dortige Medien-Verhalten genannt:

- In den Nuller-Jahren schaute der Durchschnittsschweizer noch 145 Minuten pro Tag in die Röhre, wie Zahlen des Instituts Mediapulse belegen. Seit 2009 geht es steil bergab. Zuletzt waren es noch 124 Minuten.

- Dabei tut sich ein massiver Generationengraben auf: Die Altersgruppe 60 plus bleibt dem Fernsehen treu. Sie sitzt an Wochenenden fast vier Stunden pro Tag vor dem Bildschirm. Und die 15- bis 29-Jährigen? Nicht einmal mehr eine Stunde.

- Den Niedergang des Fernsehens spüren auch die Elektronik-Märkte: 2008 betrug der Umsatz mit TV-Geräten in der Schweiz noch über eine Milliarde Franken pro Jahr. Inzwischen hat er sich nahezu halbiert.

- Der Schweizer Filmwissenschaftler arbeitet an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main (D). Fernsehen mag in der Krise sein – Videos sind es nicht. «Eigentlich wird viel mehr Fernsehen geschaut als früher. Aber die Zuschauer verteilen sich auf viel mehr Kanäle.» Es habe eine Multiplikation der Plattformen stattgefunden. Hediger: «Über Jahrzehnte tat sich relativ wenig. Erst gab es Kino, dann kam das Fernsehen dazu, später Video, Kabelfernsehen und so weiter.»

- Netflix ist Nische, nicht Massenphänomen. Ganz anders als der Videokanal Youtube, der zum Google-Imperium gehört. Auch Youtube veröffentlicht keine konkreten Zahlen. Doch die Plattform gilt bei den Jungen als das dominante Internetportal schlechthin. Pro Minute werden 300 Stunden Videomaterial hochgeladen. Zuschauen kann jeder – zum Nulltarif!

Quelle: https://www.blick.ch/news/politik/absti ... 11678.html

Ist wohl die allgemeine Frage (nicht nur in der Schweiz) wie lange eine ganze Gesellschaft noch die Medien der Ü60-Generation zwangsfinanzieren muss.

YouTube gucke ich auch täglich. Den Luxus einen Suchbegriff eingeben zu können und zig passende Videos zu finden, möchte ich auch nicht mehr missen. Aber das "lineare TV" ist bei mir schon bald 10 Jahre tot.

Problem sind eigentlich nur die "Ü70-jährigen", die weder einen PC noch sonstige Geräte bedienen können und aufs TV noch angewiesen sind. Aber ob das eine Medien-Steuer rechtfertig, das mit dem Hauptmedium unserer Zeit "Internet" gar nichts mehr zu tun hat?


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BeitragMo 8. Jan 2018, 16:15 
Chefredakteur/in
 
 
In Deutschland sieht der Trend bestimmt nicht wesentlich anders aus. Das Durchschnittsalter der Zuschauer steigt von Jahr zu Jahr und kommt der durchschnittlichen Lebenserwartung immer näher...

Die ARD will aber dennoch mehr Geld, wie man heute in den Medien lesen kann, unfassbar.
An eine erfolgreiche Verjüngung der ÖR glaube ich nicht. Dafür sind solche Schlachtschiffe zu groß und behäbig. Das konnte man auch in anderen Branchen sehen, z.B. im Versandhandel.

Zitat:
Problem sind eigentlich nur die "Ü70-jährigen", die weder einen PC noch sonstige Geräte bedienen können und aufs TV noch angewiesen sind. Aber ob das eine Medien-Steuer rechtfertig, das mit dem Hauptmedium unserer Zeit "Internet" gar nichts mehr zu tun hat?


Dabei ist die Fernbedienung des Fire TV mit ihren wenigen Knöpfen und der Spracherkennung eigentlich ideal für (ganz) alte Leute.

Wobei es meiner Erfahrung im Bekanntenkreis eher selten an der tatsächlichen körperlichen und geistigen Verfassung liegt, die sturen alten Leute haben einfach nur keine Lust mehr, sich was neues anzueignen.


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BeitragMo 8. Jan 2018, 17:32 
Fernsehboss
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Ich persönlich kann diesen Rummel um Youtube nicht verstehen. Dort kann doch jeder zu jeder Zeit (okay) jeden Müll hochladen (nicht okay). Sicherlich nutzen meine Freundin und ich YT meist wenn es um Sport geht. Aber rein informationstechnisch bin ich wieder beim Eingangssatz. Gibt man einen Suchbegriff zu einer Information ein, kommt es vor, dass im ersten Video etwas erklärt, was im zweiten Video aber wieder negiert wird. Schlimm sind für mich Kanäle, wie z.B. Jay & Aria, Top10, Wissensautomat oder CreepyPastaPunch. Dort werden u.a. irgendwelche Rankings zu unsinnigsten Themen gesammelt. Ganz schlimm sind Kanäle mit politischem oder religiösem Inhalt. Da kann man schon Angst bekommen. Manches andere ist ganz nett, aber für mich absolut kein täglicher Magnet...

Sorry, aber mehr als Kopfschütteln habe ich dafür nicht übrig -> https://www.derwesten.de/kultur/fernseh ... erm=westen

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SvdV: Du hast es Wahrheit gemacht.


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BeitragMo 8. Jan 2018, 18:08 
Mitglied im Vorstand
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hanzumon hat geschrieben:
Problem sind eigentlich nur die "Ü70-jährigen", die weder einen PC noch sonstige Geräte bedienen können und aufs TV noch angewiesen sind. Aber ob das eine Medien-Steuer rechtfertig, das mit dem Hauptmedium unserer Zeit "Internet" gar nichts mehr zu tun hat?


Tut es aus meiner Sicht schon. Dafür sollten die Öffis ja da sein, um eben so ein Grundangebot zu liefern für die, die nicht auf YT unterwegs sind. Kein Mensch sollte irrelevant in Sachen Medien sein, nur weil man irgendwann in einer Zeit hineinrutscht, in der man nicht mehr alles mitmachen kann oder will und die nehmen an der politischen Willensbildung ja genauso teil, wie die jungen, die sich heute auf YT verblöden lassen....

Die Frage ist natürlich, ob dieses Überangebot an 20 Sendern und 3 Mal so vielen Radiosendern wirklich notwendig ist oder ob man das nicht massiv einschränken könnte, mit demselben Ergebnis.

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There's a reason you separate military and the police. One fights the enemies of the state, the other serves and protects the people. When the military becomes both, then the enemies of the state tend to become the people. -William Adama-


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BeitragMo 8. Jan 2018, 20:37 
Abteilungsleiter/in
 
 
Burpie hat geschrieben:
Ich persönlich kann diesen Rummel um Youtube nicht verstehen. Dort kann doch jeder zu jeder Zeit (okay) jeden Müll hochladen (nicht okay). Sicherlich nutzen meine Freundin und ich YT meist wenn es um Sport geht. Aber rein informationstechnisch bin ich wieder beim Eingangssatz. Gibt man einen Suchbegriff zu einer Information ein, kommt es vor, dass im ersten Video etwas erklärt, was im zweiten Video aber wieder negiert wird. Schlimm sind für mich Kanäle, wie z.B. Jay & Aria, Top10, Wissensautomat oder CreepyPastaPunch. Dort werden u.a. irgendwelche Rankings zu unsinnigsten Themen gesammelt. Ganz schlimm sind Kanäle mit politischem oder religiösem Inhalt. Da kann man schon Angst bekommen. Manches andere ist ganz nett, aber für mich absolut kein täglicher Magnet...

Sorry, aber mehr als Kopfschütteln habe ich dafür nicht übrig


Also ich als Wissenschaftlich-interessierter Mensch finde auf Youtube viele interessante Interviews und Univorlesungen von namhaften Professoren. Wo ist bitte das Problem?

Politisch wird man auf den klassischen News-Seiten fündig (spiegel, stern, süddeutsche, faz), aber man findet auch politisch interessante Diskussionen auf YouTube. Man klickt auch mal auf ein Videos irgendeines Verschwörungs-Heini, aber dann sucht man sich eben ein besseres Video. Im TV schaltet man doch auch von RTL II wieder weg ;)

Also ich könnte schon seit Jahren ohne lineares TV leben. Die einzige Show, die ich vom ZDF vermisse würde, wäre "Die Anstalt". Sport & Co. interessiert mich glücklicherweise nicht.

Mein Vater ist auch im Rentenalter. Früher hat er im Radio immer "klassische Musik" gehört. Seit ein paar Jahren hört er fast alles auf YouTube. Einfach Titel eingeben und i.d.R. kommt die Opernaufführung sogar mit der gewünschten Besetzung.

Also ob wir noch in 10 Jahren das GEZ-Monopol haben werden, wage ich immer mehr zu bezweifeln. Es wird eine Technologie mit Content subventioniert, die von immer weniger Leuten konsumiert wird. Irgendwann wird das auch zu anderen politischen Entscheidungen in den Wahlen führen.

Würde man schrittweise die Gebühr senken, weil immer weniger Menschen "TV konsumieren" könnte man ja noch damit leben. Aber da alle zwei Jahre über "höhere Gebühren" diskutiert wird (zuletzt waren 21 Euro pro Monat im Gespräch), geht es ja komplett in die falsche Richtung.

Die Leute sind meiner Meinung immer bereit, für "guten Content" zu bezahlen, aber man will immer weniger den "Einheitsbrei zum Einheits-Tarif" ;)


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BeitragMo 8. Jan 2018, 23:09 
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Du willst dich mit deinem Interesse für YT-Vorlesungen aber nicht gerade als Mainstream darstellen, oder? ;)
Die meisten Fernsehzuschauer wollen professionelle Unterhaltung (gute Filme, (US-)Serien, Profisport und Shows), viele möchten (Live-)Nachrichten und tagesaktuelle Hintergrundsendungen in Video-Form und einige Bildungsinhalte die aber zumindest einigermaßen unterhaltsam aufgemacht sein sollten. Da kann YT meines Erachtens nicht wirklich mithalten.

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BeitragMo 8. Jan 2018, 23:42 
Chefredakteur/in
 
 
Was haben US-Serien und Profisport mit Grundversorgung zu tun? Warum sollte man die per Gebühren finanzieren?

Wer Lust auf US-Serien und Blockbuster Filme hat (so wie ich z.B.) der beschafft sich halt eine geeignete Quelle und zahlt dafür.

Für Profisport wie Champions League, Formel 1 usw., in dem die wirtschaftlichen Gewinne ebenso wichtig sind wie die sportlichen Ergebnisse, gilt das ebenso. Wer das sehen will, der muss halt entsprechend tief in die Tasche greifen, damit die Rekordtransfersummen für seine Stars fließen können.

Bleiben Nachrichten und Reportagen und Dokumentationen. Shows funktionieren imho zur Zeit nur noch sehr eingeschränkt. Wenn da nicht eine Helene halbnackt auf der Bühne rumspringt, schaltet auch kaum noch einer ein.

Nachrichten&Co. sollten die ÖR gerne weiter senden und insbesondere den Bereich Bildung mal wieder aufnehmen (ein modernes Telekolleg z.B.)


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BeitragDi 9. Jan 2018, 08:28 
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Unterhaltung hat auch was mit Grundversorgung zu tun. Für mich zumindest schon. Außer halb den ÖR findet man da ja auch nix.


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BeitragDi 9. Jan 2018, 19:40 
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@ Vittel: Bei deiner Argumentation fragt man sich, wofür es überhaupt noch Free-TV braucht, wenn auch alles über Pay-TV-Modelle funktionieren würde - also zumindest für die die es sich leisten können.

Für mich gehört Unterhaltung auch zur Grundversorgung. Wie gesagt; Grundversorgung heißt für mich, dass man noch ein Angebot hat, das alle Bereiche abdeckt, wenn alle anderen Medien ausfallen/nicht genutzt werden. Für dich persönlich gehört anscheinend Netflix etc. zur Grundversorgung, sodass Unterhaltungsformate im ö.r. Rundfunk für dich redundant sind.

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BeitragMi 10. Jan 2018, 10:47 
Chefredakteur/in
 
 
Ich behaupte ja nicht, dass alle Formate im Pay TV gut aufgehoben sind. Bildung und Information, Dokus etc. sollen gerne bei den ÖR verbleiben.

Aber Grundversorgung kann nicht bedeuten, jedem und allen hier die persönlichen Unterhaltungspräferenzen zu befriedigen. Momentan wird die Hauptzielgruppe 65+ angesprochen und noch die Kinder.

Für mich ist da wirklich fast nichts dabei und die paar Unterhaltungsperlen verschwinden im Rauschen. Ich will nicht Woche für Woche das TV Programm nach kleinen Krümelchen durchsuchen.

Daher muss die Unterhaltung eben runtergefahren werden, wenn das Geld nicht mehr reicht und immer weniger gerade jüngere Leute das nutzen.

Man könnte den Beitrag natürlich auch erhöhen, sagen wir um die 10€ Netflix damit meine Unterhaltungssendungen gezeigt werden können.
Dann kommen die Musikfans und wollen noch einen ÖR Musikkanal, die Bollywoodfans usw.
Wie sieht es eigentlich mit unseren türkischstämmigen Mitbürgern aus? Die zahlen auch alle den Beitrag und wie viele türkische Kanäle mit türkischen Unterhaltungssendungen gibt es?
Sind 70-100€ noch in Ordnung, wenn dann alle zufrieden sind?

Das Konzept funktioniert so nicht mehr und die ÖR sind nicht das Sozialamt. Einkommensschwache Menschen dürfen von der modernen Medien natürlich nicht ausgeschlossen werden. Das sollte man aber auf der Einkommensseite regeln und diesen Menschen z.B. durch Erhöhung des H4 Satzes einen Zugang zu Breitbandinternet und Diensten ermöglichen.

PS: Ich habe mir über Weihnachten die aktuelle 7. Staffel Game of Thrones auf BD ausgeliehen, 7 Tage für 3€ aus der Stadtbibliothek. Dort stehen Regale voll mit aktuellen Serien, Filmen, Musik, Hörbücher und Konsolenspielen, die man für ganz kleines Geld ausleihen kann. Bücher (auch die in der Onleihe) sind natürlich kostenlos.

Ich sehe da eher einen totalen Unterhaltungsüberfluss :)


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BeitragDo 11. Jan 2018, 01:12 
Abteilungsleiter/in
 
 
Säqirjënn hat geschrieben:
Du willst dich mit deinem Interesse für YT-Vorlesungen aber nicht gerade als Mainstream darstellen, oder? ;)
Die meisten Fernsehzuschauer wollen professionelle Unterhaltung (gute Filme, (US-)Serien, Profisport und Shows), viele möchten (Live-)Nachrichten und tagesaktuelle Hintergrundsendungen in Video-Form und einige Bildungsinhalte die aber zumindest einigermaßen unterhaltsam aufgemacht sein sollten. Da kann YT meines Erachtens nicht wirklich mithalten.


Es ging darum, dass YouTube "mehr" bietet als Katzenvideos und Verschwörungs-Heinis. Also grundsätzlich dürfte da jeder Videos zu seinem Geschmack finden.

Ich schaue auch gerne US-Serien oder US-Filme. Gerade das bieten aber ARD und ZDF so gut wie gar nicht an. Der einzige ÖR-Sender, der öfters US-Filme in der Prime-Time zeigt, ist ARTE und der bringt meistens Uralte-Schwarz-Weis-Schinken von 1960 ...

Also wenn mich Nachrichten interessieren, gehe ich ins Netz. Mich interessiert z.B. der Katalonien-Konflikt sehr oder die Wahl in Italien am 04.März. Genauso die No-Billag-Initiative. Darüber kommt nicht täglich etwas in der Tagesschau. Aber es gibt täglich News dazu.

Und wo bekomme ich die? Im Internet! Für was brauche ich dann die Tagesschau, die fünf Minuten über die Kältewellen in den USA berichtet. Das interessiert mich beispielsweise überhaupt nicht.

Bevor irgendein Redakteur mir vorschreibt, was "angeblich für alle relevant ist" gehe ich lieber ins Netz und such mir meine News, meine Unterhaltung und meine YouTube-Videos selbst zusammen.

Und das hat auch nichts mit "gratis-Mentalität" zu tun. Ich zahle gerne für Dinge, die mich interessieren. Unterstütze YouTuber über patreon oder kaufe mir eine US-Serie auf DVD, wenn sie mich interessiert. Ich käme nicht auf die Idee, dass "meine Medien-Interessen" die Allgemeinheit finanzieren muss.

Bei ARD / ZDF laufen i.d.R. Krimis, Sport-Events (Verträge mit so Unternehmen wie der Fifa), irgendwelche Talk-Shows, Soaps mit schlechten Schauspielern und Nachrichten. Wäre mir im Monat keine 5 Euro wert. Ich schaue es auch nicht. Bezahlen muss ich trotzdem dafür 17,50 Euro im Monat.

Gegen FreeTV habe ich dagegen nichts. Schaue ich auch kaum bis nicht, aber dafür muss ich wenigstens nichts direkt bezahlen. Seitdem RTL DSDS und Dschungelcamp ausstrahlt, schaue ich den Sender nicht mehr. Ist jetzt 15 Jahre weg. Würde mich auch sehr ärgern, wenn ich monatlich eine Gebühr an RTL und Sat.1 überweisen müsste ...


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BeitragDo 11. Jan 2018, 08:25 
Mitglied im Vorstand
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Zitat:
Aber Grundversorgung kann nicht bedeuten, jedem und allen hier die persönlichen Unterhaltungspräferenzen zu befriedigen. Momentan wird die Hauptzielgruppe 65+ angesprochen und noch die Kinder.

Naja doch, zumindest in einem gewissen Rahmen. Ich fände es schön, wenn entweder das Erste oder das ZDF zu einer Art ORFeins umgebaut würde. In Österreich ist das Programmentgelt ja sogar etwas niedriger als in Deutschland. Gut, das würde dann bei ARD/ZDF wohl auf Kosten der eigenproduzierten Filme und Serien gehen, was auch schade wäre. Aber grundsätzlich finde ich es schlecht, dass ARD und ZDF so viele US-Highlights den Privaten überlassen und dann die jüngere Zielgruppe mit Funk besänftigen möchten...

Zitat:
Dann kommen die Musikfans und wollen noch einen ÖR Musikkanal, die Bollywoodfans usw.

Gegen gelegentliche Bollywoodfilme spricht doch nichts? Die sprächen ja vlt. sogar ein ähnliches Publikum an wie die Pilcher usw. Filme.
Einen Musikkanal halte ich neben den Radioangeboten für überflüssig, auch wenn er wahrscheinlich mit wenig Geld zu realisieren wäre.
Es gibt vereinzelt fremdsprachige Angebote bei den ö.r. (z.B. Funkhaus Europa) aber da es der Integration nicht förderlich wäre, bin ich da dagegen.

Zitat:
PS: Ich habe mir über Weihnachten die aktuelle 7. Staffel Game of Thrones auf BD ausgeliehen, 7 Tage für 3€ aus der Stadtbibliothek. Dort stehen Regale voll mit aktuellen Serien, Filmen, Musik, Hörbücher und Konsolenspielen, die man für ganz kleines Geld ausleihen kann. Bücher (auch die in der Onleihe) sind natürlich kostenlos.

Da müsste ich erst mal die 4€ Buskosten zahlen um überhaupt zur Stadtbibliothek zu kommen (hier im Dorf gibt es keine). Das gleiche nochmal, wenn ich die ausgeliehenen Filme zurückbringe. Und dann stellt sich die Frage, ob die Stadtbibliotheken hier in der Umgebung überhaupt groß genug für so ein Angebot sind. Mal davon abgesehen, dass ich gar nicht wüsste, wie ich es zeitlich schaffen sollte, eine ganze Staffel innerhalb nur einer Woche zu schauen.

Zitat:
Also wenn mich Nachrichten interessieren, gehe ich ins Netz. Mich interessiert z.B. der Katalonien-Konflikt sehr oder die Wahl in Italien am 04.März. Genauso die No-Billag-Initiative. Darüber kommt nicht täglich etwas in der Tagesschau. Aber es gibt täglich News dazu.

Und wo bekomme ich die? Im Internet! Für was brauche ich dann die Tagesschau, die fünf Minuten über die Kältewellen in den USA berichtet. Das interessiert mich beispielsweise überhaupt nicht.

Ich finde dass die Tagesschau einen ganz guten Gesamtüberblick liefert. Nicht alles davon ist relevant für mich, aber manches Interessantes davon wäre mir sonst vielleicht entgangen. Wenn mich was interessiert, kann ich das ja dann immernoch im Netz vertiefen. Ohne TV+Radio würde ich glaub oft schlicht vergessen mich über das Weltgeschehen zu informieren. Aber wenn ich es einfach so nebenbei auf dem Weg zur Arbeit oder nach dem Schauen einer TV-Sendung geliefert bekomme bin ich dankbar dafür.

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BeitragDo 11. Jan 2018, 19:40 
Abteilungsleiter/in
 
 
Säqirjënn hat geschrieben:

Zitat:
Also wenn mich Nachrichten interessieren, gehe ich ins Netz. Mich interessiert z.B. der Katalonien-Konflikt sehr oder die Wahl in Italien am 04.März. Genauso die No-Billag-Initiative. Darüber kommt nicht täglich etwas in der Tagesschau. Aber es gibt täglich News dazu.

Und wo bekomme ich die? Im Internet! Für was brauche ich dann die Tagesschau, die fünf Minuten über die Kältewellen in den USA berichtet. Das interessiert mich beispielsweise überhaupt nicht.

Ich finde dass die Tagesschau einen ganz guten Gesamtüberblick liefert. Nicht alles davon ist relevant für mich, aber manches Interessantes davon wäre mir sonst vielleicht entgangen. Wenn mich was interessiert, kann ich das ja dann immernoch im Netz vertiefen. Ohne TV+Radio würde ich glaub oft schlicht vergessen mich über das Weltgeschehen zu informieren. Aber wenn ich es einfach so nebenbei auf dem Weg zur Arbeit oder nach dem Schauen einer TV-Sendung geliefert bekomme bin ich dankbar dafür.


Aber Nachrichten gibt es auch im Privat-Fernsehen. Und ich finde grundsätzlich, dass ntv und N24 nicht schlechter sind als die Tagesschau oder heute um 19.00 Uhr.

Also es diese Paketbombe in Brandenburg gab, hat als erstes ntv darüber "vor Ort" live berichtet. Als es 2015 den Putsch in der Türkei gab, hat N24 als einziges live aus der Türkei berichtet.

Ich finde es immer lustig, dass angeblich nur "öffentlich-rechtliche Sender" qualitative Nachrichten schaffen sollen. Im PrintBereich sidn doch Stern, Spiegel, Süddeutsche und FAZ auch qualitative Magazine. Und sie sind auch alle in PRIVATER HAND.

Bei Print-Medien hat das nie gestört. Im TV dagegen schon ...


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BeitragDo 11. Jan 2018, 20:09 
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hanzumon hat geschrieben:
Säqirjënn hat geschrieben:

Zitat:
Also wenn mich Nachrichten interessieren, gehe ich ins Netz. Mich interessiert z.B. der Katalonien-Konflikt sehr oder die Wahl in Italien am 04.März. Genauso die No-Billag-Initiative. Darüber kommt nicht täglich etwas in der Tagesschau. Aber es gibt täglich News dazu.

Und wo bekomme ich die? Im Internet! Für was brauche ich dann die Tagesschau, die fünf Minuten über die Kältewellen in den USA berichtet. Das interessiert mich beispielsweise überhaupt nicht.

Ich finde dass die Tagesschau einen ganz guten Gesamtüberblick liefert. Nicht alles davon ist relevant für mich, aber manches Interessantes davon wäre mir sonst vielleicht entgangen. Wenn mich was interessiert, kann ich das ja dann immernoch im Netz vertiefen. Ohne TV+Radio würde ich glaub oft schlicht vergessen mich über das Weltgeschehen zu informieren. Aber wenn ich es einfach so nebenbei auf dem Weg zur Arbeit oder nach dem Schauen einer TV-Sendung geliefert bekomme bin ich dankbar dafür.


Aber Nachrichten gibt es auch im Privat-Fernsehen. Und ich finde grundsätzlich, dass ntv und N24 nicht schlechter sind als die Tagesschau oder heute um 19.00 Uhr.

Also es diese Paketbombe in Brandenburg gab, hat als erstes ntv darüber "vor Ort" live berichtet. Als es 2015 den Putsch in der Türkei gab, hat N24 als einziges live aus der Türkei berichtet.

Ich finde es immer lustig, dass angeblich nur "öffentlich-rechtliche Sender" qualitative Nachrichten schaffen sollen. Im PrintBereich sidn doch Stern, Spiegel, Süddeutsche und FAZ auch qualitative Magazine. Und sie sind auch alle in PRIVATER HAND.

Bei Print-Medien hat das nie gestört. Im TV dagegen schon ...


Okay, bei größeren Ereignissen gibt es bei den Öffis einen Brennpunkt o.ä. Aber in solchen Momenten sind die privaten Nachrichtensender schneller, flexibler und näher dran...

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BeitragDo 11. Jan 2018, 20:21 
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... und sensationsgeiler.


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BeitragDo 11. Jan 2018, 20:26 
Fernsehboss
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Kaffeesachse hat geschrieben:
... und sensationsgeiler.


Grundsätzlich wird erstmal informiert. Die Öffis sind in ihrem Programmablauf viel zu starr, d.h. zunächst muss "Verrrückt nach Meer" und irgendeine SOKO beendet werden, wenn um 15:30 Uhr was passiert, dass man um 17 Uhr berichtet...

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