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BeitragDo 1. Jun 2017, 20:17 
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little_big_man hat geschrieben:
Sense8 wurde abgesetzt:
http://deadline.com/2017/06/sense8-canc ... 202105872/

Ist die Serie in irgendeiner Art und Weise abgeschlossen oder habe ich da nach Quarry und Underground gleich noch einen Streichkandidaten? Ich hatte sowieso keine sonderlich grosse Motivation mehr mir Sense8 anzuschauen, nachdem ein Hauptdarsteller einfach ausgetauscht wurde zwischen den Staffeln...so ziemlich das grösste No-Go für mich...

EDIT: Dem Titel bei tvbtn nach zu schliessen (‘Sense8’ canceled after two seasons – and one big cliffhanger – on Netflix) kann ich mir die Frage wohl gleich selbst beantworten.

Ich habe Staffel 2 noch nicht begonnen, werde ich aber auch bei Cliffhanger-Ende noch nachholen.

Das auch Netflix bei Big Budget Produktionen irgendwann die Sense ansetzen muss, wenn Zuschauerzahlen und Werbewirkung nicht über die Mininische hinaus kommen, ist nur verständlich. Die Flotte an eigenproduzierten Filmen, Dokus, Shows und Serien ist mittlerweile schließlich so riesig, dass man irgendwann nicht mehr endlos drauflegen kann, sondern regelmäßig auch Budget frei setzen muss, um neue große Serien zu finanzieren (und zu promoten). Trotzdem hatten sie mittlerweile den Eindruck erweckt, dass sie ein großes Interesse daran haben, auch solche Produktionen halbwegs befriedigend abzuschließen, um deren Wert langfristig zu maximieren bzw. zu erhalten.

Eine "direkter Erfolg oder schnelle Absetzung ohne Rücksicht auf Fans"-Politik a la Starz oder amazon hatte ich anfangs von Netflix befürchtet, aber bis vor kurzem waren sie ja das exakte Gegenteil. Da gab es mehr Fälle, wo man sich gefragt hat, warum das überhaupt eine zweite Staffel erhält (wie z.b. das realistisch betrachtet mittelmäßige, aber von Kritikern extrem verrissene Flaked oder das tatsächlich beschissene Real Rob. Die haben auch sicher nicht den Mainstreamerfolg von kalkulierter Scheiße wie Full House.).

Die aktuellen Absetzungen von teuren Serien (Marco Polo, The Get Down und nun Sense 8 ) waren zwar nachvollziehbar, aber es wäre sehr schade, wenn sich das in die zu kurzfristig gedachte Richtung von HBO Mitte des letzten Jahrzehnts entwickelt (Deadwood, Carnivale und Rome). Eine abschließende kurze Staffel wäre in solchen Fällen eine sinnvollere Investition als die Exklusiveinkäufe von zahllosen mittelmäßigen Indie-Filmen, die das Portfolio auffüllen, aber mangels gezielter Werbekampagnen direkt im Rauschen untergehen. Ein exklusiver Netflix Film mit Brad Pitt (War Machine) ist ein netter Marketinggag, der sich auch mit mittelmäßigen Kritiken weltweit ausschlachten lässt, aber die 60 Mio Investition für 2 Stunden Produkt dürfte sich auch niemals rentieren.

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BeitragDo 1. Jun 2017, 20:36 
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str1keteam hat geschrieben:
little_big_man hat geschrieben:

Wenn die Show wirklich mit einem Cliffhanger endet sehe ich zwei Möglichkeiten. Entweder die Wachowskys haben aus irgendeinem Grund nicht weiter machen, oder Netflix spendiert der Show noch nen Abschlussfilm,oder irgend eine Form von Special. Dass die Show mit nem Cliffhanger endet und das wegen Netflix bezweifle ich. Dafür sind die Leute zu intelligent.
Sollte das wirklich das Ende sein (und davon bin ich nicht überzeugt) wäre das in der Tat Schade, weil das definitiv eine Serie war die ein Ende braucht. Ich hab nur den Piloten gesehen, aber der war schon sehr interessant. Ich hatte definitiv vor die Show weiter zu sehen, aber sie braucht halt wirklich eine Form von Konklusion. Für mich kein Fall wie Orange oder HoC wo man im Prinzip jederzeit den Stecker ziehen kann.

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Alle von ultimateslayer getroffenen Aussagen geben die aktuelle Meinung des Verfassers bzw. der Verfasser wieder und stellen nicht notwendigerweise die empirische Wahrheit - sofern existent - dar.


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BeitragDo 1. Jun 2017, 20:43 
Inventar
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Ansich ist es verständlich wenn auch Streaming Anbieter Serien absetzte wenn sie nicht die erhofften abrufzahlen bringen.

Dennoch würde ich mir wünschen das man den Status des exklusiven Erlebniss und die Überlegenheit gegenüber Networks beibehält. Dazu zähle ich auch Fans nicht im Regen stehen zu lassen und ihnen eineb Abschluss zu geben. Ein abschlussfilm würde sich in so einem Fall immer anbieten. Ich kann mir auch nicht vorstellen das die Serie jetzt so unbeliebt war, gegenüber anderen Mist den netflix so mitschlept. Die hohen Produktionskosten dürften hier wohl der Ausschlaggebende Punkt gewesen sein.

Anstatt sich mit irgendwelchen presti Projekten die eher mittelmäßig Kritiken hervorbringen aber Schweine viel Geld verschlingen zu schmücken, sollte man lieber den Fokus auf die Zufriedenheit der Abonnenten legen.

Nun ja vielleicht kommt ja doch noch ein abschlussfilm.


Edit: gerade weltweit Twitter Thema nr 1 noch vor Trump s Klima Debakel mit über 60k Tweets

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"Whether you come back by page or by the big screen, Hogwarts will always be there to welcome you home."


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BeitragDo 1. Jun 2017, 21:05 
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Denke mal auch das die Serie zwar gut lief, aber eben nicht gemessen an den sehr hohen Produktionskosten.


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BeitragDo 1. Jun 2017, 21:44 
Vorstandsvorsitzende/r
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Sense8 endet mit einem riesigen Cliffhanger und mehreren offenen Fäden.

Eine dritte Abschluss-Staffel mit einer Auflösung des Cliffhangers hätte nicht unbedingt genauso teuer wie die ersten zwei Staffeln sein müssen (Leute, die das Finale gesehen haben, können erahnen, worauf ich anspiele).

Ich dachte immer Netflix sind Serien mit einem richtigen Ende mehr Wert. Wohl doch nicht.

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JAKE, THE OVERWHELMING TIME PRESSURE.


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BeitragFr 2. Jun 2017, 00:34 
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Ich fürchte mal, dass Sense8 nicht so viel Glück wie zuletzt Timeless beschieden sein wird, aber das negative Echo fällt hoffentlich laut, wütend und merklich aus. :lol:

Reed Hastings hatte ja erst die Tage gesagt, dass er bei der Suche nach dem nächsten Überraschungshit der Kategorie Stranger Things oder 13 Reasons Why auch gerne ein paar schnell abgesetzte Flops in Kauf nehmen würde. Einerseits ok, denn wenn man auf der Suche nach einem frischen Hit auf Risiko setzt, wird man auch einige Male spektakulär am Ziel vorbei schießen. Andererseits darf das wie gesagt nicht wie bei Starz oder früher HBO enden. Spätestens nach 2 Staffeln sollte man bei entsprechenden High Concept Formaten eine kurze Abschlussstaffel oder einen Abschlussfilm spendieren. Das es trotz zahlloser Versuche nach Lost keinen großen und langlebigen Big Mystery Hit mehr gab, lag (neben vielen anderen Punkten :lol: ) auch an den massenhaften Nachzügler-Absetzungen nach 1-2 Staffeln, so dass viele Zuschauer solche Shows gar nicht mehr begonnen haben, bevor ersichtlich war, ob es eine Auflösung geben wird. Was dann letztlich zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung führt.


Mit Altered Carbon (angeblich teurer als Game of Thrones in den jeweils ersten 3 Staffeln), Lost in Space oder Maniac schickt Netflix in 17/18 ja noch ein paar neue Kandidaten ins Rennen. (The OA wäre nach dem ersten Durchlauf eine runde Miniserie gewesen, aber da es nun weitergeht, wäre es natürlich ärgerlich, falls es nach Staffel 2 mit Cliffhangern abgesetzt würde. )

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BeitragFr 2. Jun 2017, 08:47 
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Sense8 ist sicherlich eine Serie, die nicht mit Cliffhanger enden sollte, aber wirklich traurig bin ich nicht. Ich werde mir Weihnachtsspecial und Season 2 wohl nicht anschauen, weil für mich die erste Staffel schon kein Highlight war. Ich hatte da einfach ganz andere Erwartungen und habe ich doch recht viel gelangweilt.

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Bild? Ich sehe keines.


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BeitragFr 2. Jun 2017, 10:12 
Inventar
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2017, das Jahr in dem Netflix erwachsen geworden ist und sich wie alle anderen Anbieter verhält.
Ab jetzt ganz offensichtlich: Eine Serie muss jetzt auch bei Netflix Quote/Abrufzahlen einfahren und/oder Prestige um zu überleben. Ganz offensichtlich war das bei Sense8 nicht der Fall. Dann kommt auch noch hinzu, dass die Serie schweine teuer war.
Einerseits also verständlich das Netflix, das nun auch genügend eigene Produktionen hat, hier die Reißleine zieht. Andererseits, und das sage ich als jemand der ''Sense8'' nun nicht soooo dolle fand (S2 noch nicht gesehen), eine saudumme Entscheidung die Serie mit großen Cliffhangern einzustellen, bzw. ohne Abschluss. Ich gehöre zwar nicht zu denjenigen die grundsätzlich auf eine Serie verzichten nur weil's keinen vernünftigen Abschluss gibt. Aber Netflix hat sich bisher von den anderen Anbietern gerade darin unterschieden, dass man sicher sein konnte einen vernünftigen Serienabschluß zu bekommen. Dieses einzigartige Merkmal, diesen ''Markenkern,'' haben sie sich ohne Not aktuell kaputt gemacht. Dumm, dümmer, Netflix.

Ich wüßte mal gerne, was wirklich hinter den Kulissen los war. Wirklich zufrieden mit Sense8 kann Netflix von Anfang nicht gewesen sein, sonst hätten die Schauspieleroptionen nicht schon vor Beginn der Ausstrahlung von S2 verfallen lassen (wie man lesen konnte).


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BeitragSo 18. Jun 2017, 22:33 
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Zu serienjunkies.de habe ich ja so eine Hass-Liebe, denn einerseits schaue ich zwar täglich dort vorbei, aber andererseits lese ich bei den allermeisten Artikeln nie mehr als die erste Seite, weil ich mir immer verarscht vorkomme, wenn ich x-Mal umblättern soll für einen Artikel, den man genau so gut auf eine Seite packen könnte.

Heute habe ich mich aber mal ausnahmsweise durch alle 17 Seiten dieses Artikel geklickt, der die bisher "besten" neuen Serien dieses Jahres auflisten will:
http://www.serienjunkies.de/news/top-be ... 83921.html

Dabei bin ich mit Patriot, Crashing und Cardinal auch tatsächlich auf drei Serien gestossen, die ich noch nicht auf dem Radar hatte aber interessant klingen, und über die ich mich jetzt mal noch genauer informieren werde. Vor allem letztere Serie klingt so, als wenn sie etwas für mich sein könnte...


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BeitragMo 19. Jun 2017, 16:33 
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little_big_man hat geschrieben:

Dabei bin ich mit Patriot, Crashing und Cardinal auch tatsächlich auf drei Serien gestossen, die ich noch nicht auf dem Radar hatte aber interessant klingen, und über die ich mich jetzt mal noch genauer informieren werde. Vor allem letztere Serie klingt so, als wenn sie etwas für mich sein könnte...

Du willst doch nur redlock in den Selbstmord treiben! :lol:

Zu Cardinal hatte er während der Kanada-Ausstrahlung etwas geschrieben. Ist auch gerade in den USA auf Hulu gestartet. http://www.metacritic.com/tv/cardinal

Spontane Entdeckungen gibt es für mich eigentlich nur bei nicht englischsprachigen Serien. Die Serienordern von US-Serien werden ja alle groß auf Deadline, HR und co gemeldet, die interessanten Vertreter bleiben im Hinterkopf und spätestens durch Trailer oder das Auftauchen im Serienkalender wird man wieder an die Existenz erinnert.

Von Sachen wie z.B. Public Enemy aus Belgien oder Braquo aus Frankreich bekommt man normalerweise aber erst etwas mit, wenn sie bei einem deutschen Sender starten oder bei Festivals für Aufsehen sorgen bzw. internationale Preise gewinnen. Von Signos aus Argentinien (mit dem Epitafios Hauptdarsteller jetzt auf der anderen Seiten einer Serienkiller-Hatz) hatte ich z.B. erst direkt durch den Pay TV Start in Deutschland erfahren. https://www.youtube.com/watch?v=auCTQjI8Tnk

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BeitragMo 19. Jun 2017, 17:03 
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str1keteam hat geschrieben:
Spontane Entdeckungen gibt es für mich eigentlich nur bei nicht englischsprachigen Serien. Die Serienordern von US-Serien werden ja alle groß auf Deadline, HR und co gemeldet, die interessanten Vertreter bleiben im Hinterkopf und spätestens durch Trailer oder das Auftauchen im Serienkalender wird man wieder an die Existenz erinnert.

Deshalb habe ich auch "nicht auf dem Radar" geschrieben und nicht "noch nie gehört", denn wie du richtig sagst liest man da und dort bei Bestellung, Ausstrahlungsbeginn oder auch hier im Forum immer mal wieder etwas von fast allen Serien. Aber ich hatte diese drei Serien bisher nicht "bewusst" wahrgenommen, sprich mich nicht damit befasst herauszufinden, ob die für mich interessant sein könnten.

Ich werde jetzt also gleich mal die Forensuche mit "Cardinal" füttern wenn du meinst, dass ich da was finde dazu, denn ich will redlock ja auf keinen Fall ignorieren, aber gleichzeitig kann ich auch nicht all diese vielen Pilotreviews von ihm im Kopf behalten... ;)


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BeitragMo 19. Jun 2017, 18:45 
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str1keteam hat geschrieben:
little_big_man hat geschrieben:

Dabei bin ich mit Patriot, Crashing und Cardinal auch tatsächlich auf drei Serien gestossen, die ich noch nicht auf dem Radar hatte aber interessant klingen, und über die ich mich jetzt mal noch genauer informieren werde. Vor allem letztere Serie klingt so, als wenn sie etwas für mich sein könnte...

Du willst doch nur redlock in den Selbstmord treiben! :lol:


:lol: :lol: :lol:


little_big_man hat geschrieben:
Ich werde jetzt also gleich mal die Forensuche mit "Cardinal" füttern wenn du meinst, dass ich da was finde dazu, denn ich will redlock ja auf keinen Fall ignorieren, aber gleichzeitig kann ich auch nicht all diese vielen Pilotreviews von ihm im Kopf behalten... ;)


Danke :mrgreen:

Ich hab zu ''Cardinal'' allerdings nicht viel geschrieben. :wink:
Ist ein guter Krimi, hat nur 6 Folgen -- und die Staffel ist in sich abgeschlossen. Wichtig auch zu wissen, die Buchvorlage ist 17 Jahre alt, d.h. wenn Leute behaupten ''war alles schon mal da,'' Giles Blunt war eher da -- es ist nur später entdeckt worden.
Ich bin so wieso immer noch verblüfft, wie lange es gedauert hat bis die Cardinal Bücher verfilmt wurden bzw. werden.


Bei Patriot in der Liste war ich überrascht. Ich fand den Piloten schlecht und bei der Masse an (neuen) Serien hat's mich dann auch nicht mehr interessiert, dass es in Serie ging. Da man bei den serienjunkies auch nicht allem trauen kann, warte ich mal ab ob hier jemand was dazu schreibt. Wenn der Stil aber tatsächlich an ''Fargo'' erinnert, dann ist es weiterhin definitiv nichts für mich.
Wenn ich mit ''Suits'' Staffel 6b durch bin, werde ich wohl mal ''Sneaky Pete'' testen.


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BeitragMo 19. Jun 2017, 22:27 
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Dann will ich bei der Gelegenheit gleich noch 3 neue Serien erwähnen, die bisher sehr wenig Aufmerksamkeit erhielten, aber bei denen ich auf diesen Thread verweisen kann, wenn LBM in ein paar Monaten sagt, dass er noch nie davon gehört hat. :mrgreen:

Atypical
Netflix-Dramedy um Keir Gilchrist als Autist auf Freiersfüßen
Nichtssagender kurzer Clip mit Enthüllung des Startdatums (11 August):
http://deadline.com/2017/06/atypical-ne ... 202116101/


Zitat:
Netflix Orders Tony Danza Dramedy Series ‘The Good Cop’ From ‘Monk’ Duo

http://deadline.com/2017/06/the-good-co ... 202115530/
...
Written by Breckman, who serves as showrunner, The Good Cop centers on Tony Sr. (Danza), a disgraced former NYPD officer who never followed the rules. He lives with his son, Tony Jr., an earnest, obsessively honest NYPD detective who makes a point of always following the rules. This “odd couple” become unofficial partners as Tony Sr. offers his overly cautious son blunt, streetwise advice on everything from handling suspects to handling women.
..
“We’re excited to bring viewers the return of Tony Danza, one of television’s most beloved icons,” said Cindy Holland, VP Original Content for Netflix. “The Good Cop is a funny, charming procedural series that we think our members will love.”

The Good Cop follows in the footsteps of Monk as a comedic crime procedural.

Said Breckman: “Many cop shows feature dark and provocative material: psycho-sexual killers; twisted, grim, flawed detectives. Many address the most controversial issues of the day. I watch a lot of them. God bless ’em all. But the show I want to produce is playful, family-friendly and a celebration of old-fashioned puzzle-solving.”

Auch sowas hat seine Berechtigung auf Netflix. Comfort Food fürs ältere Publikum, das von USA und den Networks nicht mehr verlässlich bedient wird und von HBO, Showtime oder FX nicht mal mit der Kneifzange angefasst würde. RTL ist bestimmt scharf auf die Free TV Rechte. :lol: Mich wundert es auch, dass es keine Monk TV-Filme gibt.

Zitat:
http://deadline.com/2017/06/sean-bean-s ... 202115541/
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Sean Bean is set to star in Crackle’s upcoming drama series The Oath, executive produced by Curtis “50 Cent” Jackson (Power) and his G-Unit Film & Television. Production begins in Puerto Rico Next month‎ with premiere slated for 2018.


Written and created by former Los Angeles County Sheriff’s deputy Joe Halpin (Hawaii Five-0), the 10-episode original series explores a world of gangs made up of those sworn to protect and defend. The Oath sheds light on corrupt and secret societies that are nearly impossible to join, but once inside, members will do what they must to protect each other from enemies on the outside and from within their own ranks.

Bean will play Tom Hammond,a hard-charging cop and ruthless leader of the prominent gang made up of those who are meant to enforce the law. After doing a deal with an undercover FBI agent, Hammond finds himself behind bars but after he’s released, his desire to make his way back to the top of the food chain and back in control of the gang he once led puts him head to head with those who used to have his back.

The premiere episode will be directed by Jeff T. Thomas (Blindspot, Wayward Pines).

Todd Hoffman and Dennis Kim of Storied Media Group executive produce with Halpin, who also is showrunner.

Bei Crackle wird auch diese Serie unweigerlich wieder im weißen Rauschen aus Dauerneustarts untergehen, aber ein raues Pay-TV Serial um dreckige Cops weckt immer mein Interesse und Mr. Bean passt perfekt zu so einem Charakter.



Animationscomedy-Nazis, die Animationsfans keinen Glauben schenken, lassen sich vielleicht von dieser Kritik überzeugen, dass F is For Family (wie natürlich auch BoJack Horseman) auch bei Zuschauern auf dem Plan stehen sollte, die das Genre ansonsten meiden:

‘F is for Family’: The Darkest New Netflix Drama Worth Watching Is an Animated Comedy
http://www.indiewire.com/2017/06/f-is-f ... 201843726/

Staffel 2 hat die Latte dabei nochmal höher gelegt als die kurze (6 Folgen) Auftaktstaffel, indem sie das Universum vergrößert und einige der Nebencharaktere besser ausgearbeitet hat. Den Dramapart sehe ich zwar längst noch nicht auf BoJack Level, aber der Mix aus unverblümter Familiencomedy (im R-Rated Gewand) mit Betrachtungen der sozialen Umwälzungen in den 70-ern sowie Coming of Age und Midlife Crisis-Dramedy hätte mehr Aufmerksamkeit verdient.

Wenn F is for Family einen der momentan hippen Aufhänger um irgendeinen -ismus hätte, würde sie wahrscheinlich in einem Atemzug mit den überhypten neuen Halbstündern bei Preisverleihungen gehandelt. So läuft es leider nur unter *die Serie ist auch ganz gut* und findet kein Publikum außerhalb der Nische.

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BeitragDi 20. Jun 2017, 09:53 
Inventar
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Zitat:
But the show I want to produce is playful, family-friendly and a celebration of old-fashioned puzzle-solving.”


Mit so einer Show können die Kanadier schon jetzt dienen :mrgreen:
Nennt sich ''Private Eyes'' und läuft in Kanada bei Global.


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BeitragMi 21. Jun 2017, 10:07 
Inventar
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Irre ich mich, oder ist das genau das Richtige für str1ke?


Zitat:
'Watchmen' TV Series From Damon Lindelof in the Works at HBO


http://www.hollywoodreporter.com/live-f ... bo-1014987


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BeitragDo 22. Jun 2017, 20:33 
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redlock hat geschrieben:
Irre ich mich, oder ist das genau das Richtige für str1ke?


Zitat:
'Watchmen' TV Series From Damon Lindelof in the Works at HBO


http://www.hollywoodreporter.com/live-f ... bo-1014987

Jep, zählt neben Sin City zu den Sachen, bei denen es nur verwundert, dass es noch keine Pay-TV Serie dazu gab.

Einziger Haken ist, dass der Watchmen Kinofilm im Director's Cut schon eine extrem werkgetreue (was von einigen Seiten als Kritik angeführt wird) und für mich auch nahezu perfekte Umsetzung ist. (kleineres Problem, dass Heroes Staffel 1 stark beim Ende geklaut hat)

Bei aller Werktreue konnte der Film in 3 Stunden natürlich auch nicht alles umsetzen und die Welt gibt es auch her, neue Wege einzuschlagen und/oder vorher nur angedeutete Ecken zu erkunden. Lindelof wäre ein Autor, dem ich zutrauen würde, daraus eine fortlaufende Serie zu stricken, aber der hat soviel Respekt vor Moores Meisterwerk, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass er es mit den (von Moore nicht authorisierten) Prequels und gänzlich neuem Stoff "verwässern" möchte. Eine Miniserie, die nur eine 12 Stunden Version des Films wird, würde ich als Fan auch begeistert verschlingen, hätte aber nüchtern betrachtet erst in vielen Jahrzehnten eine Daseinsberechtigung.

Beide Varianten würden von Beginn an Trolls und extrem negativ eingestellte Kritiker anziehen. Ein weiterer Punkt, der mich glauben lässt, dass Lindelof hier letztlich wie bei Dark Tower abspringen wird. Nach den Lobeshymnen für The Leftovers würde er sich damit ja wieder direkt freiwillig in einen Fanboy-Shitstorm begeben und davon hat er nach der Hassparade ums Lost-Ende oder Prometheus doch bestimmt genug fürs ganze Leben. :lol:

Würde mich aber gerne irren. Eine modernisierte und erweiterte Pay-TV Fassung könnte das nächste große Ding von HBO werden (was Westworld bisher ja nur halb erfüllt hat). Der Watchmen Kinofilm war seiner Zeit leider etwas voraus, weil der Erfahrungshorizont des Mainstreampublikums noch nicht weit über Batman, Superman und Spider-Man hinaus reichte (das MCU war mit Iron Man 1 Jahr vorher erst richtig gestartet). Heutzutage, wo nun seit Jahren jedes Jahr aufs Neue der Punkt der Übersättigung prognostiziert wird, würde eine gekonnte, subversive und kompromisslose Dekonstruktion des Genres wahrscheinlich auf fruchtbareren Boden treffen.

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BeitragSo 25. Jun 2017, 15:49 
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Zitat:
Girlboss’ Comedy Series Canceled By Netflix After One Season
http://deadline.com/2017/06/girlboss-ca ... 202119606/

Habe die Serie noch nicht gesehen und hatte schon vor der Absetzung nur geringes Interesse, aber da es hier keine Faktoren wie explodierende Budgets oder schwierige Produzenten gibt, kann man nun wohl endgültig sagen, dass Netflix die Kinderschuhe abgestreift hat und in der Pubertät angekommen ist. Oder einen passenderen Vergleich finden. :lol:

Auf jeden Fall ist die Phase der endlosen Erweiterung der Serienflotte überschritten. Während die ersten Jahre noch alles mindestens eine zweite Staffel (überwiegend sogar mindestens 3) erhielt, um schnell das Ziel von mehreren Originalstarts pro Monat zu erreichen, greifen nun die normalen Gesetze von allen anderen Streamingdiensten und Pay-TV-Anbietern. Wenn das Verhältnis von Budget zu positivem Effekt (Zuschauerzahlen, Buzz, Kritiken, Preise) in keinem gesunden Verhältnis steht, fällt die Axt zur Not auch früh und ohne Rücksicht auf ein rundes Ende.


War natürlich nur die Frage, wann dieser Punkt kommt. Das man irgendwann Budget für neue Versuche freischaufeln muss und nicht endlos gutes Geld verbrennen kann, ist logisch. Das Alleinstellungsmerkmal, nach dem sich Zuschauer auch bei unter dem Radar fliegenden Serien sicher sein konnten, dass sie mehr als eine Staffel und höchstwahrscheinlich ein rundes Ende bekommen, ist nach Marco Polo, Sense8, The Get Down und nun der ersten Comedyabsetzung aber verloren. Gypsy könnte bei den bisher sehr schwachen Kritiken selbst mit einem Aushängeschild wie Naomi Watts das nächste Opfer werden, das keine Chance auf Kurskorrektur bekommt. Hoffentlich hat F is for Family genug Zuschauer, um den vergleichsweise geringen Buzz auszugleichen.

Bei allem Gemecker der letzten Wochen zähle ich Netflix wegen der konkurrenzlos hohen Anzahl an guten bis herausragenden Eigenproduktionen (die Filme wie Okja, War Machine oder Beasts of No Nation und Auslandsserien dabei nicht zu vergessen) sowie einer enormen Zahl an vielversprechenden Neustarts für die kommenden Jahre auch ohne Garantie für geplante Serienfinale (und bisher unter den Dramen auch ohne einen All-Time-Volltreffer wie Game of Thrones oder Walking Dead. The OA und Stranger Things sind dafür noch zu jung.) dennoch weiterhin als meine klare Nummer 1 unter den eigenproduzierenden "Sendern".

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BeitragMo 26. Jun 2017, 11:09 
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str1keteam hat geschrieben:
Bei allem Gemecker der letzten Wochen zähle ich Netflix wegen der konkurrenzlos hohen Anzahl an guten bis herausragenden Eigenproduktionen

Konkurrenzlos viele gute Eigenproduktionen würde ich schon noch unterschreiben. Aber die herausragenden fehlen mir nach wie vor. Und damit meine ich nicht mal notwendigerweise nur Qualität (wobei für mich die einzige wirkliche A Serie bis jetzt Master of None ist).
Der kulturelle Hit fehlt mir noch. Und damit meine ich ein Game of Thrones, Breaking Bad, oder auch The Walking Dead. Zwei kleinere Serien sind meiner Ansicht nach auf dem Weg dorthin, nämlich 13 Reasons Why und Stranger Things, aber die brauchen noch ein paar Jahre bis sich die tatsächliche kulturelle Signifikanz abzeichnen lässt. Besonders bei ersterem gehe ich davon aus, dass das in Season 2 ungefähr so schnell abkacken wird wie Empire.
Aber Netflix' große Würfe sind eigentlich schnell wieder versandet. Die High-Profile Serien konnten eigentlich alle nicht nachhaltig auf sich aufmerksam machen. Orange is the New Black bekommt nach einigen sehr ruhigen Jahren dank des Riot Plots wieder etwas Aufmerksamkeit, aber House of Cards hat schon nach Season 2 kaum jemanden mehr interessiert, der Buzz um The Defenders hält sich grad auch in Grenzen und die großen Blockbusterserien wie The Get Down, Sense8 und Marco Polo dürften alle relativ gefloppt sein.

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BeitragMo 26. Jun 2017, 12:45 
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ultimateslayer hat geschrieben:
Der kulturelle Hit fehlt mir noch.


Und den zu erlangen dürfte für Netflix viel schwieriger sein als für HBO & Co. Warum? Alle Eps an einem Wochenende raushauen, darum. Spätestens nach einer Woche interessiert die neue Staffel/Serie keinen mehr, weil eine neue ''Sau'' durch's Dorf getrieben wird bzw. getrieben werden muss. Wen interessiert die aktuelle Staffel von ''Orange'' noch? GoT und andere Serien sind dank der wöchentlichen Ausstrahlung wochenlang ''im Gespräch.''

Str1ke hat Recht. Netflix ist in der Pubertät angekommen, vielleicht so gar schon raus. Sie handeln jetzt wie jeder normale (Kable-)Sender. Stimmt die Quote/Abrufzahlen nicht oder hat die Serie kein Buzz/Kritikerlob wird eingestellt.
Ich hoffe, die Serienmacher merken sich das bzw. Netflix besteht (oder zumindest drängt) auf Staffelenden, die als Serienenden herhalten können. ''Girlboss'' und ''GLOW'' erfühlen diese ''Forderung.''
Bin überrascht, dass sich str1ke nicht für Girlboss interessiert, er, der sonst so ziemlich jede Comedy/Dramedy sieht :wink:


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BeitragMo 26. Jun 2017, 13:11 
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Das Problem daran, dass Netflix nun wie ein "normaler Sender" absetzt, hat gestern jemand in einem Kommentar zur Absetzung von Girlboss auf den Punkt gebracht: das ganze Netflix-Konzept besteht daraus, dass man Serien schauen kann wann immer man will und der Kommentierende hat auch gesagt, dass er Girlboss oder The Get Down noch irgendwann anschauen will, aber bisher einfach nicht dazu kam..........also wie will Netflix Absetzungsentscheidungen nach nur wenigen Wochen oder Monaten zu einer neuen Serie fällen ohne dass es so etwas wie eine "Erstausstrahlung" gibt, die man messen kann? Bei Netflix weiss man, dass eigene Serien für immer in ihrem Katalog sein werden, also gibt es für die Netflix-Kunden doch absolut keinen Zeitdruck die Serie zu sehen, sprich die Entscheidung von Netflix basiert einzig auf den "ich muss alles sofort sehen oder dann gar nicht mehr"-Kunden, obwohl das genau das Gegenteil des Netflix-Konzepts "view it whenever you like" ist.

Ich frage mich z.B. wie viel Prozent aller Netflix-Kunden überhaupt wissen, dass es eine solche "unter dem Radar" Serie wie Girlboss (oder viele anderen Netflix-Originale) überhaupt gibt (ich tippe auf unter 10%) und wie viele erst in einigen Jahren plötzlich per Zufall darauf stossen werden und sich vielleicht erst dann in die Serie verlieben.


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BeitragMo 26. Jun 2017, 13:17 
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little_big_man hat geschrieben:
Das Problem daran, dass Netflix nun wie ein "normaler Sender" absetzt, hat gestern jemand in einem Kommentar zur Absetzung von Girlboss auf den Punkt gebracht: das ganze Netflix-Konzept besteht daraus, dass man Serien schauen kann wann immer man will und der Kommentierende hat auch gesagt, dass er Girlboss oder The Get Down noch irgendwann anschauen will, aber bisher einfach nicht dazu kam..........also wie will Netflix Absetzungsentscheidungen nach nur wenigen Wochen oder Monaten zu einer neuen Serie fällen ohne dass es so etwas wie eine "Erstausstrahlung" gibt, die man messen kann? Bei Netflix weiss man, dass eigene Serien für immer in ihrem Katalog sein werden, also gibt es für die Netflix-Kunden doch absolut keinen Zeitdruck die Serie zu sehen, sprich die Entscheidung von Netflix basiert einzig auf den "ich muss alles sofort sehen oder dann gar nicht mehr"-Kunden, obwohl das genau das Gegenteil des Netflix-Konzepts "view it whenever you like" ist.

Naja, das stimmt meiner Ansicht nach auch nicht. Grundsätzlich hast du schon recht, Netflix misst auf andere Arten, als "Erstausstrahlung". Aber solche Sachen wie Social Media Aktivität, Reviews, Zuschauernegagement, kann man durchaus nach 2 Monaten schon bewerten.

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BeitragMo 26. Jun 2017, 13:33 
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ultimateslayer hat geschrieben:
Naja, das stimmt meiner Ansicht nach auch nicht. Grundsätzlich hast du schon recht, Netflix misst auf andere Arten, als "Erstausstrahlung". Aber solche Sachen wie Social Media Aktivität, Reviews, Zuschauernegagement, kann man durchaus nach 2 Monaten schon bewerten.

Klar kann man das bewerten, aber es ergibt eben nicht das "complete picture" sondern dann "gewinnen" genau die gleichen Serien, die auch auf einem normalen Sender verlängert würden und eine Serie wie z.B. Terriers würde dann auch bei Netflix abgesetzt, wenn eben nicht abgewartet wird, wie sich die Meinung langfristig entwickelt sondern man nur die kurzfristigen Kriterien (wie z.B. eine völlig vermasselte Werbekampagne mit einem Hund :x ) berücksichtigt für die Entscheidungsfindung.


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BeitragMo 26. Jun 2017, 17:03 
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little_big_man hat geschrieben:
Das Problem daran, dass Netflix nun wie ein "normaler Sender" absetzt, hat gestern jemand in einem Kommentar zur Absetzung von Girlboss auf den Punkt gebracht: das ganze Netflix-Konzept besteht daraus, dass man Serien schauen kann wann immer man will und der Kommentierende hat auch gesagt, dass er Girlboss oder The Get Down noch irgendwann anschauen will, aber bisher einfach nicht dazu kam..........also wie will Netflix Absetzungsentscheidungen nach nur wenigen Wochen oder Monaten zu einer neuen Serie fällen ohne dass es so etwas wie eine "Erstausstrahlung" gibt, die man messen kann? Bei Netflix weiss man, dass eigene Serien für immer in ihrem Katalog sein werden, also gibt es für die Netflix-Kunden doch absolut keinen Zeitdruck die Serie zu sehen, sprich die Entscheidung von Netflix basiert einzig auf den "ich muss alles sofort sehen oder dann gar nicht mehr"-Kunden, obwohl das genau das Gegenteil des Netflix-Konzepts "view it whenever you like" ist.

Ich frage mich z.B. wie viel Prozent aller Netflix-Kunden überhaupt wissen, dass es eine solche "unter dem Radar" Serie wie Girlboss (oder viele anderen Netflix-Originale) überhaupt gibt (ich tippe auf unter 10%) und wie viele erst in einigen Jahren plötzlich per Zufall darauf stossen werden und sich vielleicht erst dann in die Serie verlieben.

Grundsätzlich ist das richtig, aber man kann auch nicht jede Serie so lange am Leben lassen, bis man die Gewissheit hat, dass die Serie gefloppt ist.
Man wird sicherlich mehrere Kriterien haben. Einen Hit erkennt man sofort, weil die Abrufzahlen stimmen. Bei anderen kann man neben dem Anfangsinteresse aber auch messen, wer wie schnell die nächste Episode guckt.
Wenn sich bei House of Cards 8 von 10 Testern nach der ersten Episode gleich die zweite Ansehen und bei The Get Down nur 2, dann sagt das auch was aus.
Ich glaube, dass Netflix deutlich mehr auswertet als nur die Gesamtabrufe zum Zeitpunkt X, sondern eben auch. Wie viele Leute, die die Serie anfingen, haben sie auch beendet und wie lange haben die Leute gebracht, um die Serie zu beenden und dann im Vergleich zu den sonstigen Sehgewohnheiten des jeweiligen Zuschauers.
Ein Sleeper wie Terriers lebt dann vielleicht nicht von der Menge im ersten Halbjahr, sondern von der Schnelligkeit des Schauens.

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Bild? Ich sehe keines.


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BeitragMo 26. Jun 2017, 18:30 
Inventar
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Theologe hat geschrieben:
Ich glaube, dass Netflix deutlich mehr auswertet als nur die Gesamtabrufe zum Zeitpunkt X, sondern eben auch. Wie viele Leute, die die Serie anfingen, haben sie auch beendet und wie lange haben die Leute gebracht, um die Serie zu beenden und dann im Vergleich zu den sonstigen Sehgewohnheiten des jeweiligen Zuschauers.


Aus dem ''glaube'' kannst du ''mit Sicherheit'' machen.
Netflix hat ja vor ein paar Monaten genau solche Daten veröffentlich, als sie verglichen haben, wie schnell Serien in verschiedenen Ländern beim Publikum ankamen; ab wie vielen Episoden ein Zuschauer die komplette Staffel sah.

Untern Strich bleibt es aber dabei, kommt eine Serie innerhalb von etwa zwei Monaten nicht an (oder bringt anderweitig ''Gewinn'' wie Kritikerlob oder Buzz), dann wird sie jetzt abgesetzt. Macht wirtschaftlich Sinn...aber für manchen serienjunkie ist diese Erkenntnis eine eiskalte Dusche


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BeitragMo 26. Jun 2017, 21:47 
Chefposter/in
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ultimateslayer hat geschrieben:
Konkurrenzlos viele gute Eigenproduktionen würde ich schon noch unterschreiben. Aber die herausragenden fehlen mir nach wie vor. Und damit meine ich nicht mal notwendigerweise nur Qualität (wobei für mich die einzige wirkliche A Serie bis jetzt Master of None ist).

Ich will sowieso noch meine Bestenliste im Fragenbogenthread aktualisieren (den mancheiner nach fast einem Jahr noch nicht mal begonnen hat *hust*), aber wenn ich GOT und TWD mal als persönliche A+++ ausnehme, die bei mir wegen der übers ganze Jahrzehnt anhaltenden Begeisterung über allen anderen Serien schweben, würde ich immer noch den Großteil der Netflix Serien, die ich gesehen habe zur A oder A- Kategorie der aktuell produzierten Serien zählen. Mit GLOW ist der letzte Volltreffer (nach 4 Folgen kann ich mit dem sehr positiven Echo anschließen) ja erst diese Woche gestartet

Comedys/Halbstünder
BoJack Horseman
GLOW
F is For Family
Wet Hot American Summer
Love
Master of None
Kimmy Schmidt
Santa Clarita Diet

(+Arrested Development Staffel 4)


Drama
The OA
Stranger Things
Daredevil
Orange is The New Black
13 Reasons Why
House of Cards

Sachen wie Sense 8 (Stand Staffel 1), Marco Polo (Staffel 1) oder Lemony Snicket durchwachsen, aber absolut sehenswert. Selbst Jessica Jones und Luke Cage zwar nicht dem Hype (der bei Luke nur bis zur Hälfte der Staffel reichte) entsprechend, aber immer noch im positiven Bereich. The Ranch dank starker Besetzung, überzeugender dramatischer Momente, unzensierter Sprache und Sam Elliotts Schnäuzer besser als es als Multi-Cam sein müsste. Flaked und Lady Dynamite vergessenswert. Persönlicher Vollflop war nur Grace & Frankie, dessen erste Staffel einfach nicht besser werden wollte und sich wie Kaugummi zog. Für die graumelierte Zuschauerschaft ist das aber wahrscheinlich ein Highlight. Komplette Sonderfälle wie Fuller House mal außen vor, weil da im Vorfeld jeder weiß, dass es Schund werden wird, aber genau deshalb eine bestimmte Zielgruppe glücklich macht. :lol:

Narcos, The Crown, Bloodline, Iron Fist, Black Mirror Staffel 3, Lovesick, The Get Down, Dear White People, Girlboss, Easy, One Day at a Time, Haters Back Off, Trollhunters, Hemlock Grove sowie die Auslandsserien wie 3 % oder Marseille habe ich noch nicht begonnen. Bei Fuller House nur der Kuriosität halber in den Piloten geschaut, aber dessen Wert kann man wie gesagt nicht mit Qualitätsmaßstäben bewerten. :lol: Die geretteten Gilmore Girls und Longmire wurden ebenfalls nicht für mich gemacht.


So gut Master of None auch gefilmt und größtenteils geschrieben ist, läuft das bei mir übrigens nur im unteren Bereich der Netflix-Topshows. Die teils schwachen schauspielerischen Leistungen der Laien und Comedians reißen mich zu oft aus dem Moment. Ansaris Vater kann ich dabei noch ausnehmen. Da merkt man zwar ebenfalls, dass er nur einen Text aufsagt, aber der ist dabei so sympathisch, dass es keine Rolle spielt. Die Mutter ist aber selbst mit ihren paar Zeilen überfordert und Aziz, Eric Wareheim oder Lena Waithe sind für mich allesamt überfordert, wenn sie aus ihrer Komfortzone müssen und nicht nur rumblödeln oder sich selbst spielen, sondern komplexere Emotionen wiedergeben sollen. Die eine Schlussszene, in der die Kamera minutenlang während der Taxifahrt auf Ansaris Gesicht gerichtet war, hat für mich z.B. deswegen nicht funktioniert und die ansonsten großartige Folge um das Outing litt unter Waithe. Vor allem im direkten Zusammenspiel mit einer herausragenden Schauspielerin wie Angela Bassett. Die beste Folge der zweiten Staffel war für mich die Special Episode um die schwarze WG.
btw. Die in Staffel 2 leider absente Noël Wells bekommt man hoffentlich bald wieder in einer Serie zu Gesicht. Ihre italienische Nachfolgerin hat ihre Sache gut erledigt, aber Mrs. Wells hat ihre eigene Serie verdient.



Zitat:
Netflix' große Würfe sind eigentlich schnell wieder versandet. Die High-Profile Serien konnten eigentlich alle nicht nachhaltig auf sich aufmerksam machen. Orange is the New Black bekommt nach einigen sehr ruhigen Jahren dank des Riot Plots wieder etwas Aufmerksamkeit, aber House of Cards hat schon nach Season 2 kaum jemanden mehr interessiert,

Die sind zwar bei Kritikern merklich abgekühlt (Orange erst dieses Staffel, wenn man nach Metascore geht. Von 86% in Staffel 4, auf 67 für Staffel 5), aber die Aufmerksamkeit zum Staffelstart finde ich immer noch im bemerkenswerten Bereich für Shows in der zweiten Hälfte ihres Lebenszyklus. Beide sind auch immer noch für wichtige Nominierungen bei den großen Preisen gut. Insbesondere Orange ist auch eine Serie, die sicher nicht jeder mag, aber dafür von nicht wenigen Serienfans innig geliebt wird und bei denen immer einer der meisterwarteten Starts des Jahres ist. (Für mich ist zum Ende der immer noch guten Staffel 5 (5x12) die Zeit für ein hartes Reboot mit neuen Charakteren reif. Mittlerweile sind fast alle Rückblicke für die Katz und nicht nur Piper übers Verfallsdatum.)

Mir fallen unter den Shows, die in diesem Jahrzehnt gestartet sind, nicht viele Serien ein, die in Staffel 5 noch auf allen Zylindern feuern. (Zuschauerinteresse, Internethype, Presseaufmerksamkeit, Kritikerliebe und Emmynominierungen) Da sind HOC und Orange also in bester Gesellschaft.

The Americans z.B. ist seit 3-4 Staffeln wahrscheinlich der größte Kritikerhit in den USA(wobei dieses Jahr wohl die Abschlussstaffel von The Leftovers vorbeizog), aber ein Quotenflop ist sie trotzdem und selbst unter Serienfans nicht übermäßig gehypt. Kann ich aber nicht objektiv beurteilen, weil ich sie immer noch nicht begonnen habe und somit keine Verbindung habe und alles meide, was sich meiden lässt. Zudem ist mir immer noch Theologes Warnung in Erinnerung, dass es für ein FX Drama nur durchschnittlich sei. :lol:

Viele andere Serien wurden in der ersten Staffel überhypt und dann schnell fallen gelassen. Game of Thrones ist zwar eine Ausnahmeerscheinung mit seinen wohl bis zum Finale stetig wachsendem Hype und anhaltenden Award-Chancen, aber selbst das spielt ja mittlerweile auf Kritiker-Bestenlisten keine große Rolle mehr.



Zitat:
The Get Down, Sense8 und Marco Polo dürften alle relativ gefloppt sein.

Da kann man nichts erwidern, denn sonst würden sie ja noch laufen. :mrgreen:


Bei Netflix muss man auch immer bedenken, dass man es nicht mit normalem Pay TV vergleichen kann. Die sind HBO, FX, TBS, Nickelodeon, FOX, CW, CBS, Sky Europa und Exklusivkino in einem. Nicht jede Show muss alle Erfolgsgradmesser abchecken. Von Fuller House erwartet niemand Preise und gute Kritiken. Girlboss könnte mit geringen Abgriffszahlen leben, wenn wenigstens die paar Leute, die es schauen so begeistert von der Serie wären, dass sie allein dafür bei Netflix bleiben würden oder sie wie Sauerbier im Netz anpreisen. Eine Big Budget Produktion wie Marco Polo muss hingegen auf fast allen Linien überzeugen, um jedes Jahr wieder einen 100 Mio Check zu verdienen, der sonst besser in der neuen großen Hoffnung investiert ist. Falls sie irgendwann doch den chinesischen Markt knacken können, würden die Gesetze ähnlich wie aktuell bei Blockbuster Kinoproduktionen komplett neu geschrieben. Dann könnte z.B. ein Marco Polo überleben, wenn es in den USA floppt, aber in Asien zündet.


Wegen der konkurrenzlosen Masse kann man sie aktuell nicht mal mit der Streamingkonkurrenz vergleichen. Wie aufgeblasen das Portfolio mittlerweile ist, sieht man eindrucksvoll beim Blick auf die Serienstarts seit Girlboss:

21 April Girlboss
28 April Dear White People
5 Mai Sense 8 Staffel 2
12 Mai Master of None Staffel 2
19 Mai Unbreakable Kimmy Schmidt Staffel 3
26 Mai Bloodline Staffel 3
30 Mai House of Cards Staffel 5 + F is For Family Staffel 2
2 Juni Flaked Staffel 2
9 Juni Orange is the New Black Staffel 5
16 Juni The Ranch Staffel 2
23 Juni GLOW + Free Rein
30 Juni Gypsy

14 komplette Staffeln in 12 Wochen. Über den Zeitraum strecken HBO, Starz oder Showtime für gewöhnlich 2-4 Staffeln. Positiv gesehen, fällt es da nicht groß ins Gewicht, wenn mal etwas floppt (wie kommend wohl leider Gypsy), aber außer Überraschungssensationen wie Stranger Things oder 13 Reasons Why, die relativ klein starten und per Mundpropaganda explodieren, bleibt auch kaum etwas länger als 2 Wochen im Gespräch.


Dazwischen noch zig Filme, unter denen mit War Machine und Okja (auf den ich mich schon freue) auch 2 kinoreife Großproduktionen mit einem Budget von jeweils zwischen 50-60 Mio $ waren. Sowie Kinderserien, Stand Up Specials, Dokus und Spielshows, die für uns keine große Rolle spielen, aber als Abo-Lockmittel keinesfalls zu unterschätzen sind.

redlock hat geschrieben:
Bin überrascht, dass sich str1ke nicht für Girlboss interessiert, er, der sonst so ziemlich jede Comedy/Dramedy sieht

Offiziell abgeschrieben habe ich es noch nicht, weil es von der Beschreibung ein wenig wie eine weibliche Version von How to Make it in America klingt, aber selbst in dem Bereich sind noch so viele Serien vorher auf der Liste (Von den brandaktuellen Glow, Silicon Valley und Veep über Baskets oder Crashing bis zu allen Staffeln von Casual, Shameless oder Mozart in The Jungle sowie diversen britischen Comedys und ein paar Altlasten wie House of Lies ab Staffel 2 oder Nurse Jackie ab Staffel 5), dass es Girlboss nach der Absetzung jetzt vermutlich nie wieder nach vorne schafft.

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