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BeitragMi 16. Aug 2017, 11:20 
Inventar
 
 
Wenn es interessieren sollte:

Good Behavior startet im Oktober in Staffel 2.

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FC Hansa Rostock


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BeitragDo 24. Aug 2017, 21:59 
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Was ich schon lange mal fragen wollte, weil ich via Google nicht wirklich eine Antwort dazu finden kann:
Weiss jemand, warum Netflix abgesehen von ganz wenigen Ausnahmen keine "Extras" zu seinen Serien/Filmen anbietet?

Ich habe in den letzten 1-2 Jahren immer mehr damit begonnen von Blu-Ray zu Netflix zu wechseln, aber die ganzen Extras wie Behind the Scenes, Deleted Scenes, Commentaries, Bloopers, etc. fehlen dort jeweils komplett.

Per Google habe ich nur eine Info von 2013 gefunden, dass Netflix bald auch solche Extras anbieten will, was aber offenbar nie geschehen ist.....und teilweise findet man sogar beim Youtube-Kanal von Netflix solche Extras zu Netflix-Serien, welche nicht mal bei Netflix selbst zu sehen sind. Was macht das für einen Sinn?


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BeitragFr 25. Aug 2017, 13:08 
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little_big_man hat geschrieben:
Was ich schon lange mal fragen wollte, weil ich via Google nicht wirklich eine Antwort dazu finden kann:
Weiss jemand, warum Netflix abgesehen von ganz wenigen Ausnahmen keine "Extras" zu seinen Serien/Filmen anbietet?

Ich habe in den letzten 1-2 Jahren immer mehr damit begonnen von Blu-Ray zu Netflix zu wechseln, aber die ganzen Extras wie Behind the Scenes, Deleted Scenes, Commentaries, Bloopers, etc. fehlen dort jeweils komplett.

Per Google habe ich nur eine Info von 2013 gefunden, dass Netflix bald auch solche Extras anbieten will, was aber offenbar nie geschehen ist.....und teilweise findet man sogar beim Youtube-Kanal von Netflix solche Extras zu Netflix-Serien, welche nicht mal bei Netflix selbst zu sehen sind. Was macht das für einen Sinn?

Das frage ich mich schon lange. :? Ich hätte so gerne Commentary Tracks. Aber nein, Antwort hab ich keine für dich. Vielleicht ist die Nachfrage zu klein um sich die Mühe zu machen das alles upzuloaden, oder es ist eine rechtliche Geschichte (was ich bezweifle). Oder die Studios wollen sich was für DVD/BluRay aufheben. Itunes bietet jedenfalls Extras an.

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Alle von ultimateslayer getroffenen Aussagen geben die aktuelle Meinung des Verfassers bzw. der Verfasser wieder und stellen nicht notwendigerweise die empirische Wahrheit - sofern existent - dar.


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BeitragFr 1. Sep 2017, 17:18 
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Wohl eher geringe Nachfrage oder rechtlich. Uploaden muss Netflix nichts, das wird Zentral einfach auf den Servern aufgespielt via Festplatte. Die einzige "Mühe" wär in der CMS die Sachen zu verlinken.

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BeitragDi 19. Sep 2017, 09:27 
Inventar
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The Orville:
Nach zwei Folgen muss ich sagen, dass mir diese bisher unbekannte ''Star Trek'' Serie aus den 1990zigern überraschend gut gefällt. :mrgreen:


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BeitragDi 19. Sep 2017, 20:38 
Vorstandsvorsitzende/r
 
 
redlock hat geschrieben:
The Orville:
Nach zwei Folgen muss ich sagen, dass mir diese bisher unbekannte ''Star Trek'' Serie aus den 1990zigern überraschend gut gefällt. :mrgreen:

Ja Folge 2 war aufjedenfall nochmal besser als der Pilot. Keine Ahnung ob man es unbedingt mit ST vergleichen muss, klar gibt es gemeinsamkeiten, aber gerade die ganze Welt gefällt mir doch besser da es vom ganzen Umgangston untereinander lockerer ist. Hatte deshalb auch nie eine ST Serie komplett gesehen, aber auch wegen den Ausstrahlungsterminen einfach nur mal ab und zu nebenbei, abgesehen von DS9 oder der ganz alten Serie. Discovery werde ich mal probieren, aber glaube da wäre mir eine S4 und abschließende S5 von DM lieber. Hoffentlich wird The Orville nicht zu schnell abgesetzt, das ist eine nette Serie für nebenbei und die Effekte und Darsteller sind gut.


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BeitragFr 22. Sep 2017, 23:13 
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Folge 2 gefiel mir am besten, aber auch die von US-Kritikern als Verbrechen an der Menschheit angekündigte Folge 3 konnte überzeugen. Die hat ihre Toleranzbotschaft zwar eher mit naivem Charme als Tiefe vorgetragen, aber steht für mich damit in guter TOS oder TNG (die ersten Staffeln) Tradition.


Überraschend ist ja wirklich wie gering der Humoranteil ist (da hatte DS9 selbst abseits der Ferengi-Folgen oft mehr) und wie ernst sich die Serie abseits dieser paar Einlagen als Trek-Hommage nimmt. Mit dem Mix aus etwas ungelenk präsentierten moralischen Dilemmas und Charakterepisoden, die auf ein bestimmtes Crewmitglied konzentriert sind, wirkt das wirklich immer mehr wie ein lange verschollenes Trek Rip-Off aus den frühen 90-ern. Das wird ihr aber leider das Genick brechen. Während ich der erwarteten Trek-Parodie mit Schärfe, Tempo und Gagdichte in Ted/Family Guy-Regionen gute Chancen auf einen Hit zugerechnet habe, war der Quotenverlauf von dieser Fanfiction vorhersehbar. Wird noch deutlich übler werden, wenn nächste Woche noch Football und frische Serienware auf den Konkurrenzsendern laufen. Auch fürs Lead-In Gotham.

Das Fox das überhaupt in dieser Form als MacFarlanes persönlichen Multimillionen- Holodectraum durchgewunken hat, anstatt auf eine massenkompatiblere Comedy zu drängen, kann man sich nur durch seinen Ausnahmestatus im Sender erklären. Außer alten Trek-Fans, die neben der zeitgemäßen Action von STD auch gerne noch eine Nostalgiestunde mitnehmen, gibt es doch überhaupt kein denkbares Publikum für so eine Serie und das ist viel zu klein für eine nicht ganz billige Network-Serie. Würde aber gerne noch eine zweite Staffel sehen, die von den dann bereits eingeführten Charakteren profitieren kann und Gelegenheit bekommt die Kinderkrankheiten abzuschütteln.

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BeitragSa 23. Sep 2017, 09:44 
Inventar
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str1keteam hat geschrieben:
Überraschend ist ja wirklich wie gering der Humoranteil ist


Der war dann aber gelungen: Mexikanischer Bandit und Cindy Lauper's ''Girls just wanna have fun'' :lol:

Insgesamt eine gelungene (wenn auch nicht ''perfekte'') Folge. Bis jetzt ist ''The Orville'' eine echte Überraschung.


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BeitragMi 27. Sep 2017, 10:13 
Inventar
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Thema: Budgets für TV-Serien

http://variety.com/2017/tv/news/tv-seri ... 202570158/


Nebenbei: Re-design des Internetauftritts von variety


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BeitragMi 27. Sep 2017, 14:16 
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Die Budgets scheinen auch immer mehr durch die Decke zugehen. Star Trek Discovery soll ja auch um die 8 - 8.5 Millionen kosten pro Folge.

Ka wielang normale Sender das tragen können, wenn ratings (bin jetzt kein Experte) doch von Jahr zu Jahr immer kleiner werden. Irgendwie muss man es ausgleichen können und die kosten refinanzieren.

Entweder deutlich wenigere Serien, aber mit hoher Qualität oder es kommen mehr Serien, die weniger kosten. Sprich Crime und Arztserien in noch größere Massen. Dürften ja deutlich weniger kosten, als so manch andere aufwendige Serien.

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BeitragDi 10. Okt 2017, 02:27 
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redlock hat geschrieben:
The Orville:
Nach zwei Folgen muss ich sagen, dass mir diese bisher unbekannte ''Star Trek'' Serie aus den 1990zigern überraschend gut gefällt. :mrgreen:


Irgendwie weiß ich immer noch nicht, was ich von der Serie halten soll.
Sie ist nicht witzig genug um witzig zu sein, aber nicht ernst genug, als das ich sie ernst nehmen kann.
Vllt macht das auch gerade den Reiz aus, aber bei der tollen Optik, würde ich mir fast wünschen, dass man sich wirklich ernster nimmt und daraus eine echt gute Sci-Fi-Serie bastelt.

Aber bisher bleibe ich noch dran, auch wenn ich nicht genau weiß, wohin das alles führt

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There's a reason you separate military and the police. One fights the enemies of the state, the other serves and protects the people. When the military becomes both, then the enemies of the state tend to become the people. -William Adama-


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BeitragSa 4. Nov 2017, 09:52 
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Jetzt entlässt Netflix also den Hauptdarsteller einer ihrer grössten Serien aufgrund von einigen Social Media Anschuldigungen? Sorry, ich will sicher nichts Verharmlosen, falls diese Dinge wirklich vorgefallen sind, aber wo bleibt da die Unschuldsvermutung? Innocent until proven guilty? Ich finde es echt bedenklich wenn heute jeder per Twitter einfach jemanden beschuldigen kann und so ohne jegliches Gerichtsverfahren dessen Karriere zerstört wird.

Und ja, ich habe natürlich schon auch das Gefühl, dass an den Anschuldigungen wohl etwas dran sein wird, aber das tut hier nichts zur Sache. Solange es nicht bewiesen ist sollte jeder behandelt werden, als ob es nicht stimmt. Wenn dann irgendwelche Konzerne schon mal vorsorglich um ihr Gesicht zu waren so überreagieren wie jetzt Netflix, dann finde ich das richtig ekelhaft und rechtsstaatlich unhaltbar...

PS: Sorry, falls es diese Diskussion schon im Serien-Thread gibt, aber da HoC auch eine der vielen Serien ist, die ich noch gar nicht gesehen habe, will ich dort nicht reinschauen...


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BeitragSa 4. Nov 2017, 10:34 
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little_big_man hat geschrieben:
Jetzt entlässt Netflix also den Hauptdarsteller einer ihrer grössten Serien aufgrund von einigen Social Media Anschuldigungen? Sorry, ich will sicher nichts Verharmlosen, falls diese Dinge wirklich vorgefallen sind, aber wo bleibt da die Unschuldsvermutung? Innocent until proven guilty? Ich finde es echt bedenklich wenn heute jeder per Twitter einfach jemanden beschuldigen kann und so ohne jegliches Gerichtsverfahren dessen Karriere zerstört wird.

Und ja, ich habe natürlich schon auch das Gefühl, dass an den Anschuldigungen wohl etwas dran sein wird, aber das tut hier nichts zur Sache. Solange es nicht bewiesen ist sollte jeder behandelt werden, als ob es nicht stimmt. Wenn dann irgendwelche Konzerne schon mal vorsorglich um ihr Gesicht zu waren so überreagieren wie jetzt Netflix, dann finde ich das richtig ekelhaft und rechtsstaatlich unhaltbar...

PS: Sorry, falls es diese Diskussion schon im Serien-Thread gibt, aber da HoC auch eine der vielen Serien ist, die ich noch gar nicht gesehen habe, will ich dort nicht reinschauen...

"Innocent until proven guilty" gilt ja nur für Gerichte. Als Privatperson darf ich annehmen was ich will. Da brauche ich keine Unschuldsvermutung. Als Unternehmen auch nicht unbedingt, denn meistens gibt es bei Sportlern und Schauspielern in den USA Ethikklauseln im Vertrag und da können Anschuldigungen schon ausreichen, damit diese verletzt sind.
Strenggenommen hat Netflix ihn auch nicht gefeuert, können die nämlich gar nicht. Die haben nur gesagt, dass sie HoC mit ihm nicht mehr haben wollen. Was MRC daraus macht, ist natürlich klar.
Wenn, wie bei Bill Cosby, 50 Frauen sagen, dass der sie vergewaltigt hat, dann muss wirklich nur noch das Gericht die Unschuldsvermutung ausüben.

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BeitragSa 4. Nov 2017, 12:39 
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Falschbeschuldigungen sind äußerst selten und hier steht auch nicht Wort gegen Wort, sondern Wort gegen dutzende Wörter. Es gab ja auch schon gemeldete Vorfälle am Set, nur hat Netflix da nichts gemacht. In der englischen Theaterwelt war es auch lange bekannt. Jetzt gibts öffentlich Druck, deshalb passiert etwas. Durch Weinstein fallen jetzt die Dominosteine. Da gibts genug andere, die noch Probleme bekommen werden. Der Mann, der Terry Crews begrapscht hat ist jetzt auch von WME suspendiert worden.


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BeitragSa 4. Nov 2017, 16:11 
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little_big_man hat geschrieben:
Jetzt entlässt Netflix also den Hauptdarsteller einer ihrer grössten Serien aufgrund von einigen Social Media Anschuldigungen? Sorry, ich will sicher nichts Verharmlosen, falls diese Dinge wirklich vorgefallen sind, aber wo bleibt da die Unschuldsvermutung? Innocent until proven guilty? Ich finde es echt bedenklich wenn heute jeder per Twitter einfach jemanden beschuldigen kann und so ohne jegliches Gerichtsverfahren dessen Karriere zerstört wird.

Und ja, ich habe natürlich schon auch das Gefühl, dass an den Anschuldigungen wohl etwas dran sein wird, aber das tut hier nichts zur Sache. Solange es nicht bewiesen ist sollte jeder behandelt werden, als ob es nicht stimmt. Wenn dann irgendwelche Konzerne schon mal vorsorglich um ihr Gesicht zu waren so überreagieren wie jetzt Netflix, dann finde ich das richtig ekelhaft und rechtsstaatlich unhaltbar...

Eindeutige Fälle mit zahlreichen glaubwürdigen Zeugen wie in der Akte Weinstein, Cosby und in geringerem Ausmaße wohl jetzt leider auch Spacey muss man dabei ausnehmen (btw. zumindest solche Spezies wie Weinstein und Cosby gehören auch nicht nur geächtet, sondern als Abschreckung längst möglich in den Knast. Wenn etwas Gutes aus der Geschichte kommt, dann, dass in Zukunft hoffentlich nicht 30 Jahre geschwiegen und unter den Teppich gekehrt, sondern direkt gehandelt wird.), aber generell widert mich diese Lynchmob-Mentalität der letzten Jahre auch einfach nur noch an. Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte, wenn ich sehe, wie sich da im selbstgerechten Mantel der moralischen Überlegenheit, aber bar jeglicher seriös gesicherter Informationen unverantwortlich als Kläger und Richter aufgespielt wird. Wie anonyme Quellen in Klatschblättern und zweifelhafte Studien plötzlich als glaubhaft eingestuft werden, sobald es in die eigene Argumentation passt. Wie Vergewaltiger mit Typen, die vor 30 Jahren mal zu plump geflirtet haben sollen oder wie Gottschalk beim Reden zu viel tätscheln, selbst von vermeintlich seriösen Medien in einen Topf als Sextäter geworden werden. Die Schlagzeile bleibt selbst nach eindeutig bewiesener Unschuld hängen. Die Gegendarstellung liest kein Mensch. Wie in anderen Fällen geifernd Köpfe gefordert und Karriere oder Leben zerstört werden, wenn jemand nur einen politisch unkorrekten, aber eindeutig nicht böse gemeinten Witz gerissen hat. Das es Menschen gibt, die anscheinend den ganzen Tag nur Twitter und co. nach unglücklich formulierten Aussagen abscannen, um den nächsten Shitstorm anrühren zu können. etc. pp.

Das hat nichts mit meinem Verständnis von Meinungsfreiheit, Rechtsstaatlichkeit und Toleranz gemeinsam. Das sind Methoden, wie sie die Bild-Zeitung (+vergleichsweise Hetzblätter), rechte Populisten und auf eigene Vorteile bedachte Denunzianten in ihren schlimmsten Zeiten angewandt haben. Bis ca. Mitte des letzten Jahrzehntes konnte man noch schmunzeln, wenn irgendwelche erzkonservativen und/oder streng religiösen Spinner Hetzkampagnen und Boykottaufrufe gestartet haben, weil sie ihre Werte wegen jedem Piss verletzt sahen, da es fast immer nur bei einem Sturm im Wasserglas blieb. Das die vermeintlich aufgeklärte Seite, diese Methoden dank der Shitstorm-Power von Social Media jetzt noch kleingeistiger und aggressiver, aber leider erfolgreicher auffährt, ist dagegen nur noch traurig und ärgerlich. Man kann dem ja auch nicht mal mehr entgehen, wenn man auf Social Media verzichtet, weil jeder Furz in den Mainstream getragen wird.

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BeitragSa 4. Nov 2017, 18:21 
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Social Justice Warrior sind leider wirklich zu einer Plage geworden, da sie wichtige Themen unter Quatsch-Diskussionen begraben. Weinstein und Cosby sind ganze andere Kaliber als Spacey und der ist auf einer anderen Stufe als das was Dustin Hoffman vorgeworfen wird. Aber alle werden über einen Kamm geschoren. Damit wird das eine überdramatisiert und die Taten von einem Weinstein bagatellisiert.

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BeitragSa 4. Nov 2017, 18:31 
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Inwiefern ist denn Hofmann grundsätzlich anders? Vielleich ist die Opferanzahl kleiner, was bei Extremfällen wie bei Weinstein jetzt nicth verwunderlich ist.
Aber was ist denn das hier von Hofmann?
Zitat:
“Is that you, Ronny?” I said yes, lying for fear that she’d reject me. I wasn’t old enough to drive a car, so I thought maybe I wasn’t old enough to drive a woman. I remember whistling because I wanted to appear relaxed as I was taking off my clothes. It was wonderful. I came quickly and kept humping and humping. I thought, Is that all there is? I kept waiting for the next fireworks. The humping went on for about 20 minutes until somebody opened the door. It was just like a movie: A shaft of light was thrown from the hallway onto my face, and she screamed because I wasn’t my brother.

http://dustinhoffman13.blogspot.de/


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BeitragSa 4. Nov 2017, 19:05 
Inventar
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Extaler hat geschrieben:
Inwiefern ist denn Hofmann grundsätzlich anders? Vielleich ist die Opferanzahl kleiner, was bei Extremfällen wie bei Weinstein jetzt nicth verwunderlich ist.
Aber was ist denn das hier von Hofmann?
Zitat:
“Is that you, Ronny?” I said yes, lying for fear that she’d reject me. I wasn’t old enough to drive a car, so I thought maybe I wasn’t old enough to drive a woman. I remember whistling because I wanted to appear relaxed as I was taking off my clothes. It was wonderful. I came quickly and kept humping and humping. I thought, Is that all there is? I kept waiting for the next fireworks. The humping went on for about 20 minutes until somebody opened the door. It was just like a movie: A shaft of light was thrown from the hallway onto my face, and she screamed because I wasn’t my brother.

http://dustinhoffman13.blogspot.de/

You made my point. Erstens bist du es doch der Teenager zu Kindern macht, insofern hat das Kind Dustin gelogen um eine Nummer zu schieben und seine Partnerin wurde zu nichts gezwungen. Das ist creepy und grenzwertig. Aber das ist doch was anderes als Zwang.

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BeitragSa 4. Nov 2017, 19:32 
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Theologe hat geschrieben:
Social Justice Warrior sind leider wirklich zu einer Plage geworden, da sie wichtige Themen unter Quatsch-Diskussionen begraben. Weinstein und Cosby sind ganze andere Kaliber als Spacey und der ist auf einer anderen Stufe als das was Dustin Hoffman vorgeworfen wird. Aber alle werden über einen Kamm geschoren. Damit wird das eine überdramatisiert und die Taten von einem Weinstein bagatellisiert.

Diese Methoden haben meines Erachtens auch zum weltweiten Aufstieg der Populisten beigetragen. Wenn sich über jeden unwichtigen Mist empört wird, den jeder ohne Scheuklappen im Kontext als ebensolchen einordnen können sollte, dann verlieren irgendwann auch die wirklichen Skandale an Schlagkraft bzw. diejenigen Medien an Glaubwürdigkeit.

(Ein weiteres Übel ist die von vielen dieser Kämpfer fürs Gute offen zur Schau getragene zynische Verachtung gegenüber den "Abgehängten", aber das würde hier zu weit führen. Zumal ich mir bei aller versuchten Empathie und unter Einbezug der Angstmacherthemen nicht erklären kann, warum das meist für Zutrieb in der rechten Ecke führt, obwohl die traditionell ganz offen mit FDP-Wirtschaftspolitik wirbt, die die soziale Ungleichheit noch weitaus vergrößern würde.)

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BeitragSa 4. Nov 2017, 21:23 
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Theologe hat geschrieben:
You made my point. Erstens bist du es doch der Teenager zu Kindern macht, insofern hat das Kind Dustin gelogen um eine Nummer zu schieben und seine Partnerin wurde zu nichts gezwungen. Das ist creepy und grenzwertig. Aber das ist doch was anderes als Zwang.

Denkst du, dass es nur eine Vergewaltigung ist, wenn es einen "Zwang" gibt?


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BeitragSa 4. Nov 2017, 22:15 
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Extaler hat geschrieben:
Theologe hat geschrieben:
You made my point. Erstens bist du es doch der Teenager zu Kindern macht, insofern hat das Kind Dustin gelogen um eine Nummer zu schieben und seine Partnerin wurde zu nichts gezwungen. Das ist creepy und grenzwertig. Aber das ist doch was anderes als Zwang.

Denkst du, dass es nur eine Vergewaltigung ist, wenn es einen "Zwang" gibt?

Kommt darauf an, wie du Zwang definierst. Wenn ich jemanden erpresse oder betäube ist das kein körperlicher Zwang, aber das Opfer ist mehr oder weniger wehrlos.
Wenn man verwechselt wird, ist das für mich moralisch fragwürdig, aber nicht unbedingt kriminell. Wenn sich ein Zwilling für einen anderen ausgibt, wäre das für mich wahrscheinlich schon eine Vergewaltigung.
Im Fall von Hoffman, wenn diese Anekdote aus einem Playboy-Interview überhaupt stimmt, sprechen wir von einem, wie du sagen würdest, Kind. Dieses Kind hat nicht geplant sich als sein Bruder auszugeben, sondern einfach in der Situation reagiert. Dazu haben ihn ältere, wohl Erwachsene zu der ganzen Aktion animiert/gedrängt.
Wenn du deiner eigenen Argumentation folgst, ist Hoffman eher ein Opfer als ein Täter, schließlich wurde er als Kind von Erwachsenen dazu gebracht, Sex mit einer erwachsenen Frau zu haben, obwohl er als Kind - und da zitiere ich dich - überhaupt nicht zustimmen konnte Sex zu haben, wenn überhaupt, gab es hier zwei Opfer.

Ich bin gespannt, wie du das jetzt drehst.

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BeitragSo 5. Nov 2017, 08:43 
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Sehr komplexe Problematik. Hier meine Gedanken dazu:

1. Fall Spacey: Da gab es schon sehr viele Geschichten, lang bevor es zu der großen Kontroverse kam. Das macht es natürlich nicht objektiv wahr, aber wenn über so einen langen Zeitraum, so viele ähnliche Stories von verschiedensten Leuten kommen, kann man annehmen, dass etwas dran ist.
2. Netflix hatte absolut keine andere Wahl. Der On-Set Incident aus Season 1 war da der letzte Tropfen. Da etwas anderes machen, als Spacey zu kicken wäre ein PR-Disaster. Sie haben das insgesamt gut behandelt. Sich schnell distanziert, aber nicht komplett übereilt reagiert, sondern eine Woche intern alles besprochen und als die Bezichtigungen immer mehr wurden und schließlich auch HoC direkt betroffen haben, den Stecker gezogen.
3. That being said: Ja, der Internet-Mob ist ein Problem und hat schon oft auch unschuldige Leute getroffen, wie in dieser Story, einer Hochzeitsfotografien deren Leben von einer Bloggerin zerstört wurde, obwohl sie absolut rechtens die Fotos einbehalten hat, weil sie nicht vollständig bezahlt wurde.
Bei der aktuellen Sache ist das aber einfach nicht der Fall. Hier geht es um ein extrem sexistisches System, das aufgebrochen wird. Es ist kein Geheimnis, dass mächtige weiße Männer Hollywood regieren, aber der Extent zu dem hier Menschen ausgebeutet wurden, ist richtig furchtbar und es ist absolut gut, dass das ans Tageslicht kommt. Nur so kann sich etwas ändern. Die Folgen sind scheiße für uns als Film/Serien-Fans. Es wird sicherlich noch einige Talente treffen und viel raus kommen, was wir lieber nicht wissen wollen würden. Louis C.K. ist so ein Kandidat, über den auch schon lange gemunkelt wird und ich hoffe und bete, dass es nicht wahr ist. Aber fuck it, das muss jetzt sein.
4. In Österreich gibt es jetzt auch einen Fall in der Politik. Einem sehr beliebten, linken Politiker wurde sexuelle Belästigung vorgeworfen aus zwei seperaten Sachen. Die eine Sache konnte er sehr glaubwürdig ausräumen, die andere Sache nicht. Jetzt wird er trotz Wahlerfolg zurücktreten und seine Partei - die ohne ihn aufgeschmissen ist - vermutlich verlassen. In dem Fall bin ich aber deutlich weniger glücklich, weil seine "Tat" vergleichbar harmlos ist. Scheinbar hat er eine Dame vor Zeugen begrapscht. Auch nicht okay, aber verglichen mit dem was er gutes tun könnte, aus meiner Sicht wenig mehr als persönliches Fehlverhalten, das nicht die ganze Karriere und mehr als 20 Jahre an richtig guten Taten ruinieren sollte.

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Alle von ultimateslayer getroffenen Aussagen geben die aktuelle Meinung des Verfassers bzw. der Verfasser wieder und stellen nicht notwendigerweise die empirische Wahrheit - sofern existent - dar.


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BeitragSo 5. Nov 2017, 11:08 
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ultimateslayer hat geschrieben:
1. Fall Spacey: Da gab es schon sehr viele Geschichten, lang bevor es zu der großen Kontroverse kam. Das macht es natürlich nicht objektiv wahr, aber wenn über so einen langen Zeitraum, so viele ähnliche Stories von verschiedensten Leuten kommen, kann man annehmen, dass etwas dran ist.

Kann man annehmen, ja...

ultimateslayer hat geschrieben:
2. Netflix hatte absolut keine andere Wahl. Der On-Set Incident aus Season 1 war da der letzte Tropfen. Da etwas anderes machen, als Spacey zu kicken wäre ein PR-Disaster. Sie haben das insgesamt gut behandelt. Sich schnell distanziert, aber nicht komplett übereilt reagiert, sondern eine Woche intern alles besprochen und als die Bezichtigungen immer mehr wurden und schließlich auch HoC direkt betroffen haben, den Stecker gezogen.

Da muss ich dir komplett widersprechen. Wenn Netflix auf den S1-Incident reagiert hätte als er vorgefallen ist, dann hätte ich das als konsequent bezeichnet. Hingegen jetzt 4 Jahre danach darauf zu reagieren ist einfach nur feige vor dem medialen Druck zu kuschen und sich selbst aus der Verantwortung zu stehlen. Man kann doch nicht zuerst 4 weitere Staffeln drehen nach so einem Incident, dann aber eine 5. plötzlich für nicht mehr zumutbar halten?!?

Zudem finde ich es auch arbeitsrechtlich höchst bedenklich, wenn noch nicht erwiesene Anschuldigungen zur Entlassung eines Mitarbeiters (in irgendeiner Position) führen können. Ich will auch nicht meinen Job verlieren, wenn mir auf Twitter jemand etwas vorwerfen sollte. Und ja, hier blende ich natürlich aus, dass die Anschuldigungen höchstwahrscheinlich schon nicht erlogen sind. Aber Wahrscheinlichkeiten dürften in solchen arbeitsrechtlichen Fragen auch keine Rolle spielen, sondern hier dürfte nur mit erwiesenen Fakten argumentiert werden.

ultimateslayer hat geschrieben:
3. That being said: Ja, der Internet-Mob ist ein Problem und hat schon oft auch unschuldige Leute getroffen, wie in dieser Story, einer Hochzeitsfotografien deren Leben von einer Bloggerin zerstört wurde, obwohl sie absolut rechtens die Fotos einbehalten hat, weil sie nicht vollständig bezahlt wurde.
Bei der aktuellen Sache ist das aber einfach nicht der Fall. Hier geht es um ein extrem sexistisches System, das aufgebrochen wird. Es ist kein Geheimnis, dass mächtige weiße Männer Hollywood regieren, aber der Extent zu dem hier Menschen ausgebeutet wurden, ist richtig furchtbar und es ist absolut gut, dass das ans Tageslicht kommt. Nur so kann sich etwas ändern. Die Folgen sind scheiße für uns als Film/Serien-Fans. Es wird sicherlich noch einige Talente treffen und viel raus kommen, was wir lieber nicht wissen wollen würden. Louis C.K. ist so ein Kandidat, über den auch schon lange gemunkelt wird und ich hoffe und bete, dass es nicht wahr ist. Aber fuck it, das muss jetzt sein.

Völlig einverstanden, das muss aufgebrochen werden. Aber bitte über den richtigen Weg. Jeder der eine Anschuldigung hat soll diese bitte der Polizei melden und nicht per Social Media herumzwitschern. Dann soll alles auf korrektem Weg untersucht und die Schuldigen belangt und aus dem Verkehr gezogen werden. So wie es im Moment geschieht vermischen sich für mich hingegen echte Anschuldigungen mit solchen, die nun ihre Chance sehen einen alten Grudge gegen jemanden loszuwerden und nochmals anderen, die wohl einfach gerne einige zusätzliche Follower gewinnen wollen. Sprich hier werden nun echte Opfer mit Opportunisten so in einen Topf geworfen und vermischt, dass ich primär an jeder Aussage zuerst mal zweifeln muss...


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BeitragSo 5. Nov 2017, 11:27 
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little_big_man hat geschrieben:
ultimateslayer hat geschrieben:
2. Netflix hatte absolut keine andere Wahl. Der On-Set Incident aus Season 1 war da der letzte Tropfen. Da etwas anderes machen, als Spacey zu kicken wäre ein PR-Disaster. Sie haben das insgesamt gut behandelt. Sich schnell distanziert, aber nicht komplett übereilt reagiert, sondern eine Woche intern alles besprochen und als die Bezichtigungen immer mehr wurden und schließlich auch HoC direkt betroffen haben, den Stecker gezogen.

Da muss ich dir komplett widersprechen. Wenn Netflix auf den S1-Incident reagiert hätte als er vorgefallen ist, dann hätte ich das als konsequent bezeichnet. Hingegen jetzt 4 Jahre danach darauf zu reagieren ist einfach nur feige vor dem medialen Druck zu kuschen und sich selbst aus der Verantwortung zu stehlen. Man kann doch nicht zuerst 4 weitere Staffeln drehen nach so einem Incident, dann aber eine 5. plötzlich für nicht mehr zumutbar halten?!?

Zudem finde ich es auch arbeitsrechtlich höchst bedenklich, wenn noch nicht erwiesene Anschuldigungen zur Entlassung eines Mitarbeiters (in irgendeiner Position) führen können. Ich will auch nicht meinen Job verlieren, wenn mir auf Twitter jemand etwas vorwerfen sollte. Und ja, hier blende ich natürlich aus, dass die Anschuldigungen höchstwahrscheinlich schon nicht erlogen sind. Aber Wahrscheinlichkeiten dürften in solchen arbeitsrechtlichen Fragen auch keine Rolle spielen, sondern hier dürfte nur mit erwiesenen Fakten argumentiert werden.

Da gebe ich dir grundsätzlich recht. Es ist natürlich die Frage wie sehr Netflix hier bewusst enabled hat und das ist auch noch ungeklärt. Meines Wissensstandes nach wissen wir nicht ob und wieviel die Netflix-Execs wussten. Muss auf jeden Fall genau aufgeschlüsselt und nachverfolgt werden. Aber dennoch bleibt einfach der Fakt: HoC ist beschmutzt und Netflix musste handeln. Und mit Spacey weiter zu machen hätte ihnen einfach so einen Shitstorm eingehandelt, da konnten sie nicht anders.

Zitat:
Völlig einverstanden, das muss aufgebrochen werden. Aber bitte über den richtigen Weg. Jeder der eine Anschuldigung hat soll diese bitte der Polizei melden und nicht per Social Media herumzwitschern. Dann soll alles auf korrektem Weg untersucht und die Schuldigen belangt und aus dem Verkehr gezogen werden. So wie es im Moment geschieht vermischen sich für mich hingegen echte Anschuldigungen mit solchen, die nun ihre Chance sehen einen alten Grudge gegen jemanden loszuwerden und nochmals anderen, die wohl einfach gerne einige zusätzliche Follower gewinnen wollen. Sprich hier werden nun echte Opfer mit Opportunisten so in einen Topf geworfen und vermischt, dass ich primär an jeder Aussage zuerst mal zweifeln muss...

Ich sehe hier einen leichten Widerspruch in dem was du sagst: Der Grund warum diese Fälle nicht einzeln über die "normalen Kanäle", sprich Polizei, geklärt werden können/konnten, war die ungemeine Macht der Täter. Du hattest hier ungemein mächtige Leute wie Weinstein, gegen kleine, unbedeutende Schauspieler und Schauspielerinnen, die Angst hatten sich die Karriere und das Leben zu ruinieren wenn sie was sagen.
Social Media hat ihnen in dem Fall eine Stimme und ein Sicherheitsnetz gegeben. Die zynische Wahrheit ist doch, dass ein Netflix Spacey nicht gekickt hat, weil sie so schockiert und angewidert über seine Taten sind, sondern weil die Öffentlichkeit ihnen gerade extrem genau auf die Finger schaut. Es hat diesen Internetmob gebraucht um die Aufmerksamkeit darauf zu lenken. Die Studios und Produzenten müssen abwegen was ihnen mehr schadet und im Klima der letzten Wochen ist es deutlich besser für sie den Weinsteins und Spaceys den Rücken zu kehren. Und das ist nur der Fall, weil getwittert und geblogged und ge-sonst-was't wird.

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Alle von ultimateslayer getroffenen Aussagen geben die aktuelle Meinung des Verfassers bzw. der Verfasser wieder und stellen nicht notwendigerweise die empirische Wahrheit - sofern existent - dar.


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BeitragSo 5. Nov 2017, 12:03 
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ultimateslayer hat geschrieben:
HoC ist beschmutzt und Netflix musste handeln. Und mit Spacey weiter zu machen hätte ihnen einfach so einen Shitstorm eingehandelt, da konnten sie nicht anders.

Die zynische Wahrheit ist doch, dass ein Netflix Spacey nicht gekickt hat, weil sie so schockiert und angewidert über seine Taten sind, sondern weil die Öffentlichkeit ihnen gerade extrem genau auf die Finger schaut. Es hat diesen Internetmob gebraucht um die Aufmerksamkeit darauf zu lenken.

Aber genau das ist ja der Punkt, der mich so anwidert. Sie haben ihn wie du sagst nicht entlassen, weil sie "so schockiert und angewidert über seine Taten sind", sondern nur aus Angst vor ihrem Ansehen in der Öffentlichkeit. Und genau wegen solchem Verhalten werden dann eben oft auch Unschuldige getroffen, denn ein Internetmob/Shitstorm hat oft nichts mit Recht/Unrecht zu tun, dazu hast du oben ja selbst ein Beispiel gegeben. Nur weil es in diesem Fall wohl den "Richtigen" trifft, ändert das meine Meinung nicht, dass das ein feiges und rechtlich höchst bedenkliches Vorgehen ist. Für mich ist das die moderne Version des Lynchmobs, sprich wenn ich dieses Vorgehen von Netflix für gut heisse, müsste ich auch gleichzeitig sagen, dass ein Lynchmob meinem Gerechtigkeitssinn entspricht.

Als Gedankenspiel, ob ich ein Verhalten als richtig oder falsch einstufe, stelle ich mir immer jemand komplett Unschuldigen in der betroffenen Rolle vor und frage mich dann: würde ich dann auch sagen, dass Netflix korrekt gehandelt hat? Mir kommt es oft so vor, dass was einige als richtig/falsch einstufen von der vermeintlichen Schuld/Unschuld des "Angeklagten" abhängt und genau das darf eben nicht sein. Man darf nicht sagen, dass wenn es den "Richtigen" trifft das Verhalten von Netflix richtig war, wenn es aber den "Falschen" trifft das gleiche Verhalten inakzeptal wäre...


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