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BeitragMi 24. Aug 2016, 18:36 
ehemals DarkGiant
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Klasse, dass ihr glaubt, dass man darauf nicht stolz sein kann. Wahnsinn, wie man sich das von der bequemen Couch anmaßen kann. Ich hätte nichts dagegen gehabt, Podolskis Karriere selbst zu erleben.

Bis 2010, vll sogar 2012 war Podolski völlig zurecht wesentlicher Bestandteil der Nationalmannschaft. Bayern war nicht so pralle, bei der Köln-Rückkehr hatte er ein katastrophales, ein ziemlich gutes und ein überragendes Jahr (2, 14, 18 Tore), für Arsenal war er in der ersten Saison unumstrittener Stammspieler und enorm wichtig. Inter war Quatsch, klar, Galatasaray war die Saison ebenfalls gut.

Man kann gerne sagen, dass er die falsche Wahl getroffen hat, als er zurück nach Köln gegangen ist. Da macht man es sich aber zu einfach, wenn man die Person Podolski, die nunmal im Bezug auf Köln eine Art Verbundenheit zu einer Stadt und einem Verein besitzt, die im Profifußball nahezu seinesgleichen sucht, ausblendet. "Trauriges Bild" ist meines Erachtens einfach eine unverschämte Aussage.

Podolski war für mich auch nie DAS Supertalent, zu dem er gemacht wurde. Ja, 2004, als der deutsche Fußball am Boden lag, war er gemeinsam mit Schweinsteiger, Lahm und Mertesacker der Lichtblick, keine Frage. Aber das führte auch zu einer übersteigerten Erwartungshaltung, Podolski hatte niemals auch nur ansatzweise das Talent, was die Generation um Özil, Götze oder Kroos hatte.

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„90 Prozent des Lebens eines Fußballfans bestehen aus Demut, Leiden und Verzweiflung. Aber für die anderen zehn Prozent lohnt es sich, immer wieder zu kommen!“ (Nick Hornby)


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BeitragDo 25. Aug 2016, 07:16 
Chefposter/in
 
 
Vega hat geschrieben:
Klasse, dass ihr glaubt, dass man darauf nicht stolz sein kann. Wahnsinn, wie man sich das von der bequemen Couch anmaßen kann. Ich hätte nichts dagegen gehabt, Podolskis Karriere selbst zu erleben.

Davon sprach auch niemand. Du hast schlicht den Kern der Aussagen in den falschen Hals bekommen. Kein Grund also, sich gleich so angegriffen zu fühlen, nur weil man Prinz-Poldi nicht auf Händen trägt und der Ansicht ist, dass er in seiner (bisherigen) Karriere meist an seinen Stationen gescheitert ist (besonders eben jenen, die ihm hätten sportlich weiterbringen können).


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BeitragDo 25. Aug 2016, 07:28 
Inventar
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Vega hat geschrieben:
Bis 2010, vll sogar 2012 war Podolski völlig zurecht wesentlicher Bestandteil der Nationalmannschaft.


Allein der Satz sagt ja schon viel. 2010 ist sechs Jahre her. Er war mit 25 (!) schon am Höhepunkt und seitdem war er nur noch das Maskottchen. Das sagt auch ne Menge über Löw, aber auch über Podolski, der das mit sich hat machen lassen. Vor der WM 14 mussten Löw und Lahm auf einer PK zur Nominierung doch regelrecht rumdrucksen, weil sie nicht begründen konnten, warum er dabei sei. Da wurde auch nur wieder der Stimmungsmacher angesprochen. Das wird Podolskis "Vermächtnis" sein und das ist es, was ich so unglaublich schade finde. Dass er kein zweiter Messi ist, war klar, aber er hat dennoch aus seinem Talent viel zu wenig gemacht. Ein deutscher beinahe-Rekordnationalspieler, der zeitlebens nicht einmal Stammspieler im Verein war und wir reden hier nicht von Real oder Barca. Selbst bei Bayern war die Konkurrenz damals alles andere als übermächtig.

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BeitragDo 25. Aug 2016, 12:49 
Inventar
 
 
vicaddict hat geschrieben:
Sentinel2003 hat geschrieben:
Wann soll ihm den Löw klar gemacht haben, das er Poldi nicht mehr nominieren wird?? Die haben sich doch seit EM - Ende bestimmt garnicht mehr gesehen....


Telefon?

Zitat:
Mensch ey, mit Anfang 30 zurück treten...es gab ja schon sehr viele Spieler, die bis mitte 30 gespielt haben.


Er hat doch nicht mehr gespielt. Soll er bis 35 im Team bleiben, aber nicht mehr nominiert werden? Das wäre ein noch traurigeres Bild, das seine Karriere ohnehin schon abgibt.




Mensch vica, er wäre mit Neuer der älteste Sack gewesen und hätte mit seiner Erfahrung den jungen Hüpfern "helfen" können im Team klar zu kommen....ich glaube ehrlich gesagt nicht, wenn er weiter gemacht hätte, das Löw ihn nicht nominiert hätte!!!


Aber, wie gesagt, ist alles zum Glück Ansichtssache. :wink: ....logan und du hättet ihn nicht mehr gesehen als Nationalspieler und ich und vielleicht auch die rosi vermissen ihn halt.... :!:

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BeitragDo 25. Aug 2016, 15:05 
Chefposter/in
 
 
Sentinel2003 hat geschrieben:
Mensch vica, er wäre mit Neuer der älteste Sack gewesen und hätte mit seiner Erfahrung den jungen Hüpfern "helfen" können im Team klar zu kommen....ich glaube ehrlich gesagt nicht, wenn er weiter gemacht hätte, das Löw ihn nicht nominiert hätte!!!

Das kann er doch auch so machen - dann reist er ab nun eben im Betreuer-Stab mit und mimt den Pausenclown, da brauchts nicht extra einen Platz im Spielerkader für, der anderweitig besetzt werden kann. Dass Löw seinen Liebling noch zum Rekordnationalspieler gemacht hätte, steht aber sicherlich außer Frage.


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BeitragDo 25. Aug 2016, 16:56 
Vorstandsvorsitzende/r
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Sentinel2003 hat geschrieben:
Mensch vica, er wäre mit Neuer der älteste Sack gewesen und hätte mit seiner Erfahrung den jungen Hüpfern "helfen" können im Team klar zu kommen....ich glaube ehrlich gesagt nicht, wenn er weiter gemacht hätte, das Löw ihn nicht nominiert hätte!!!


Nicht jeder alte Spieler eignet sich als Führungsspieler - gerade wenn er seit Jahren als der Spieler gilt, der nur zur Belusting eingeladen wird. Ich denke, dass ein Boateng, Hummels, Kroos,... trotz weniger Jahren eher die Führungspersönlichkeiten sind


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BeitragFr 26. Aug 2016, 10:45 
Inventar
 
 
Tony Montana hat geschrieben:
Sentinel2003 hat geschrieben:
Mensch vica, er wäre mit Neuer der älteste Sack gewesen und hätte mit seiner Erfahrung den jungen Hüpfern "helfen" können im Team klar zu kommen....ich glaube ehrlich gesagt nicht, wenn er weiter gemacht hätte, das Löw ihn nicht nominiert hätte!!!


Nicht jeder alte Spieler eignet sich als Führungsspieler - gerade wenn er seit Jahren als der Spieler gilt, der nur zur Belusting eingeladen wird. Ich denke, dass ein Boateng, Hummels, Kroos,... trotz weniger Jahren eher die Führungspersönlichkeiten sind



Habe ich mir ja auch schon gedacht...ich denke mal auch, das das "Beschimpfen" ihn als nur Maskottchen bei der EM auch dazu geführt hat, zurück zu treten! Kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, das das so spurlos an ihm vorbei gegangen ist.... :roll:

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BeitragMi 31. Aug 2016, 11:26 
Inventar
 
 
So, heute geht die Ära nach Poldi und Schweini los... :roll:

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BeitragMo 24. Okt 2016, 19:15 
Inventar
 
 
Der ehemalige DDR - Nationalspieler und Dynamo Dresden Spieler Reinhard Häfner ist mit nur 64 Jahren gestorben. :o

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BeitragDi 10. Jan 2017, 12:16 
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WM 2026 mit 48 Teams. Gespielt wird in 16 3er Gruppen
http://www.kicker.de/news/fussball/wm/startseite/668381/artikel_fifa-beschliesst-wm-aufstockung-auf-48-teams.html
Absoluter Schwachsinn...


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BeitragDi 10. Jan 2017, 15:34 
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Chris_23 hat geschrieben:
WM 2026 mit 48 Teams. Gespielt wird in 16 3er Gruppen
http://www.kicker.de/news/fussball/wm/startseite/668381/artikel_fifa-beschliesst-wm-aufstockung-auf-48-teams.html
Absoluter Schwachsinn...


Jaaaa...super :evil: und 2022 im Winter, keine Lust mehr auf WM. :roll:
Diese Idioten machen wirklich den Fußball kaputt.

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BeitragDi 10. Jan 2017, 18:02 
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Guckt halt keiner zu. Bin ja auch mal auf die EM24 gespannt. Deutschland und die Türkei galten ja mal als Favoriten, wobei sich die Türken da wohl selbst abgeschossen haben mit ihrer Politik. Lass in Deutschland mal wieder einen Volksentscheid zu dem Thema aufkommen wie bei Olympia, dann gibts da keine 90% Mehrheit.

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BeitragDi 10. Jan 2017, 18:10 
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Ein weiterer Sargnagel für den Fußball. Die EURO im Sommer hat ja gezeigt wie spannend so ein aufgeblähtes Turnier ist, das war von hinten bis vorne grausam, langweilig und schlecht und gerade die Vorrunde war die reinste Fußball-Folter. Als weitere Highlights haben wir diese lachhafte Champions-League-Reform, wir haben eine WM in Katar und ab 2026 spielt die halbe Welt bei der WM mit (in Dreier-Gruppen, da muss man schon viel saufen um darauf zu kommen). Achja, und wir haben Konstrukte wie RB Leipzig in der Bundesliga.

Mich interessiert das alles immer weniger, habe im letzten halben Jahr so wenig Fußball geschaut, wie seit 15 Jahren nicht mehr. Und man wird auch echt nicht ermutigt sich wieder intensiver damit zu beschäftigen, wenn alle paar Monate solche Entscheidungen rausgehauen werden. Da gucke ich dann echt lieber Basketball, Eishockey, Baseball, Rugby, Tennis oder Motorsport. Also, wenn gerade keine Football-Saison ist. :wink:

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BeitragDi 10. Jan 2017, 18:19 
Inventar
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Wobei ich mich gerade bei dieser Reform frage, was das soll. Bei 3er Gruppen hast du definitiv eine Mannschaft, die am letzten Spieltag zuschaut wie die anderen beiden sich in die nächste Runde spielen. Manipulation und Spannung ohne Ende. Davon abgesehen kann es doch für Papua-Neuguinea und den Südwest Kongo weder sportlich, noch finanziell ein Reiz sein, nach zwei Spielen auszuscheiden, weil du unter Garantie eine Top-Nation und eine aus der zweiten Reihe bekommst. Deutschland, Mexiko und Vietnam. Wow... bei so einer Gruppe brauchst du gar nicht erst antreten.

Habe wie Columbo auch kaum noch Interesse an Fußball. Länderspiele schaue ich ohnehin nicht mehr, aber selbst Vereinsfußball macht kaum noch Spaß bei den Entwicklungen.

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BeitragDi 10. Jan 2017, 21:02 
Inventar
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vicaddict hat geschrieben:
Bin ja auch mal auf die EM24 gespannt. Deutschland und die Türkei galten ja mal als Favoriten, wobei sich die Türken da wohl selbst abgeschossen haben mit ihrer Politik.

Ach was. Diktaturen stehen in der Fußballwelt doch hoch im Kurs. :wink:

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BeitragDi 10. Jan 2017, 21:20 
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Ich halte da erstmal die Füße still. Sind noch 10 Jahre und bis dahin, ist Infantino eh verhaftet oder im Früchtelheim und Entscheidungen überarbeitet.


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BeitragDi 10. Jan 2017, 22:03 
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Zurückgenommen wird da nichts, man muss ja mit irgendwas Stimmen sammeln gehen. Eher wird man spätere Turniere noch weiter aufblasen (bis die Quali dann zur ersten WM-Gruppenphase wird...)


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BeitragDi 10. Jan 2017, 22:39 
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Wenn man dann wenigstens die Qualispiele reduzieren würde, aber eher vergrößert man die Gruppen wahrscheinlich um dann die Dritten direkt weiterkommen zu lassen :( .

Columbo hat geschrieben:
Mich interessiert das alles immer weniger, habe im letzten halben Jahr so wenig Fußball geschaut, wie seit 15 Jahren nicht mehr. Und man wird auch echt nicht ermutigt sich wieder intensiver damit zu beschäftigen, wenn alle paar Monate solche Entscheidungen rausgehauen werden.

Kann ich gut verstehen, geht bei mir auch kontinuierlich zurück, wobei das generelle Interesse noch relativ hoch ist. Aber verzichte schon bewusster auf Spiele (insbesondere Nationalelf) oder pfeife öfter auf Highlights oder Zusammenfassungen.
Und ja, Football ist ne gute Ersatzdroge, bzw. bessere Alternative :) .

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BeitragDi 10. Jan 2017, 23:27 
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Interessanterweise ist das Fußball-Interesse bei mir auch eher auf dem absteigenden Ast, da ich mich mit der schrittweisen Kommerzialisierung immer schwerer tue, ich immer weniger das Gefühl habe, bestimmte Spiele sehen zu MÜSSEN, weil eh ständig irgendwo der Ball rollt und joar... so Geschichten wie die Jahre anhaltende Bayern-Dominanz in der auf Vereinsebene ja ohnehin von mir immer schon hauptsächlich verfolgten Bundesliga, die derzeit höchstens von einem Plastikkonstrukt wie Red Bull angegriffen werden kann, oder eben die strunzfade EM in diesem Jahr auf NM-Ebene triggern mich jetzt auch nicht zwingend dahingehend, neue Begeisterung zu entwickeln.
Naja und dann kam ja jetzt in den letzten Monaten noch als rein persönliches Ding hinzu, dass die Mehrzahl der Spiele meines Vereins in etwa so sehenswert waren wie ein 90-Minuten-Testbild. Gladbach ist bisher aber der verlässliche Anker, für den ich mich wirklich noch interessiere.

Bin gespannt, ob irgendwann das Interesse auch mal generell sinkt oder ob sich dieses Rad des Überflusses (ob jetzt an irrwitzigen Gehältern und Ablösesummen oder an immer mehr Spielen) wirklich grenzenlos weiterdrehen lässt. Eigentlich habe ich grad noch nicht so das Gefühl, dass das generelle Fußball-Interesse nachlässt und die Quoten sprechen auch nicht unbedingt dafür.


Fohlen

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BeitragMi 11. Jan 2017, 17:12 
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Mein Interesse sinkt langsam gen Null, ich achte eigentlich ausschließlich noch darauf was Mainz macht und schaue hin und wieder bei DAZN ein Spiel aus Australien - das wars. Ich könnte wahrscheinlich nicht mal mehr alle 18 derzeitigen Erstliga-Trainer aufzählen. Vor 20 Jahren hätte ich jede Rückennummer bei allen Teams gekannt...
Seit ich vor 2 1/2 Jahren meine Dauerkarte in Mainz nicht verlängert habe habe ich auch keinerlei Interesse mehr an einem Stadionbesuch im Profibereich. Wäre vielleicht anders wenn ich direkt in Mainz leben würde, aber je 90km hin und zurück möchte ich mir einfach nicht mehr antun. Da würde ich eher die selbe Strecke zurücklegen um mir irgendwo ein Football-Spiel in der Region anzuschauen.

Als die WM2022 verkündet wurde hat bei mir schon irgendwas Klick gemacht und ich wusste, dass mein Fußballinteresse bis dahin extrem sinken wird. Als (vor allem) RB Leipzig hochkam wurde dies einfach noch mal kräftig beschleunigt


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BeitragMi 11. Jan 2017, 18:02 
Chefredakteur/in
 
 
Dann schließe ich mich mal an und sage, dass bei mir das Fußball-Interesse auch immer weiter sinkt. Mir haben WM und EM zuletzt noch am besten gefallen, einfach dieses spezielle Feeling eines solchen Turniers. Das wird aber jetzt leider auch zerstört da die nächsten 10 Jahre ja komplett für den Popo sind was diese Turniere angeht.

Vereinsfußball schaue ich kaum noch. Eigentlich nur noch Schalke-Spiele, aber auch da habe ich mich erwischt, wie ich parallel einfach im Internet gesurft oder was gelesen habe. Und das, obwohl ich vor gut 10 Jahren so ein richtiger Fußball-Ultra war und alle Spieler von allen Vereinen kannte.

Früher konnte ich auch die Stadionbesuche kaum abwarten. Jetzt hab ich Tickets für das letzte Saisonspiel und hab eigentlich gar keine wirkliche Lust :D es ist auch einfach so teuer wenn man mal drüber nachdenkt. War letztes Jahr zum Beispiel beim Tennis in Stuttgart und Halle und da kriegt man echt von morgens bis abends was geboten für fast den selben Preis und nicht nur 90 Minuten.


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BeitragMi 11. Jan 2017, 18:38 
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Fernsehfohlen hat geschrieben:
Interessanterweise ist das Fußball-Interesse bei mir auch eher auf dem absteigenden Ast, da ich mich mit der schrittweisen Kommerzialisierung immer schwerer tue, ich immer weniger das Gefühl habe, bestimmte Spiele sehen zu MÜSSEN, weil eh ständig irgendwo der Ball rollt


Genau das, man ist so gesättigt und kann gar keine Vorfreude mehr aufbauen, weil es faktisch keine Fußball-Pausen mehr gibt, nichtmal im Sommer. Und das ist einfach nicht gut für einen Sport. Wenn man in die USA blickt, dort spielt die Baseball-Liga von April bis Oktober, Basketball und Eishockey wird von November bis Juni gespielt und die Football-Saison geht gar nur von September bis Anfang Februar. In Australien ist es mit Australian Football und Rugby ähnlich. Da hat man dann einfach wieder richtig Bock auf den Sport, wenn die Saison wieder losgeht, Fußball plänkelt dagegen immer irgendwie vor sich hin. Und es wird immer noch mehr und mehr. Wer soll sich denn bitte 80 WM-Spiele ansehen?

Zitat:
Mein Interesse sinkt langsam gen Null, ich achte eigentlich ausschließlich noch darauf was Mainz macht und schaue hin und wieder bei DAZN ein Spiel aus Australien - das wars. Ich könnte wahrscheinlich nicht mal mehr alle 18 derzeitigen Erstliga-Trainer aufzählen. Vor 20 Jahren hätte ich jede Rückennummer bei allen Teams gekannt...


Auch das kann ich bestätigen. Trainer könnte ich niemals alle aufzählen, auch von jedem Team einen Spieler namentlich zu benennen könnte ich nicht mehr, so egal ist mir das. Wenn ich überlege, was ich seit dieser abschreckenden, grausamen EM an Fußball gesehen habe, dann dürfte sich das auf die 1. Pokal-Runde und Bayern - Dortmund beschränken, und ein paarmal die Konferenz habe ich nebenher laufen lassen. Werde auch mein Sky Bundesliga-Paket kündigen und nur das Sport-Paket behalten.
Irgendwann durchbricht man dann auch diese Schranke, wo dann wirklich das Interesse flöten geht. Ich hatte im Sommer schon wenig Bock auf die EURO, aber dann hat man doch irgendwie noch dieses Selbstverständnis, dass man sich darauf freuen muss, weil man sich immer darauf gefreut hat, aber das habe ich hinter mir. Die WM in Russland kann mir auch gestohlen bleiben, Katar sowieso. Es wird einem einfach verleidet durch eine schlimme Entscheidung nach der anderen.

Ich kann das echt nicht mehr mich 90 Minuten hinzusetzen und mir ein Spiel ansehen, da schlafen mir die Füße ein, früher habe ich mir jedes Wochenende 3-4 volle Spiele reingezogen. Da ist in anderen Sportarten einfach viel mehr geboten, die haben damals für mich auch nicht so existiert, da gab es nur Fußball. Aber wie geil bitte ist z. B. Rugby? Oder echter, knallharer Motorsport, wie NASCAR? Oder ein richtig gutes Tennis-Match?

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BeitragMi 11. Jan 2017, 21:11 
ehemals DarkGiant
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Ich finde die WM-Aufstockung auch nicht so pralle, wobei es mir fast noch relativ egal ist, dass es jetzt 16 Mannschaften mehr sind. Es hat per se ja sogar auch seine sinnvollen Seiten, denn eine KO-Runde mehr halte ich prinzipiell nicht für verkehrt. Anzahl der Spiele, die eine Mannschaft maximal bestreitet, bleibt ja weiterhin gleich. Das große Problem ist aber halt nunmal, dass der Modus in der Form einfach Ungerechtigkeiten birgt. 32 Teilnehmer ist dahingehend einfach die ideale Anzahl, will man wirklich "fair" bleiben, müsste man tatsächlich auf 64 Teams hoch.

Ich werde voraussichtlich niemals eine komplette Fußballverdrossenheit erleben, zumal der Sport in den letzten Jahren auch im Job eine große Rolle spielte und vermutlich (und hoffentlich) in der Zukunft weiter eine Rolle spielen wird, aber ich kann natürlich das ein oder andere Argument nachvollziehen. Selbst mir als absolutem Hardcore-Fan und Konsumenten gehen mehr und mehr Dinge gegen den Strich und der Meister"kampf" in der Bundesliga ist mir ohnehin bereits seit Jahren völlig schnuppe. Ich finde es allerdings schon dezent absurd und scheinheilig, wenn sich über die Kommerzialisierung im Fußball aufgeregt wird und man im gleichen Atemzug sagt, dass man dann doch viel lieber die NFL schaut. Ich schaue auch gerne mal Football (habe allerdings nicht ansatzweise die Ahnung, die ein Columbo, vica oder andere haben) - aber seriously?!

Stadionbesuche sind allerdings für mich weiterhin das absolute Nonplusultra, da kann ich nicht verstehen, wie man sich darauf nicht freuen kann ;) Allerdings ist mein Interesse ja nicht nur auf die Bundesliga begrenzt, sondern ich tummel mich auch liebend gerne am Wochenende auf den Amateur-Sportplätzen der Region. Und während Werder - um Fohlens Beitrag nochmal aufzugreifen - ja nicht nur diese Saison, sondern seit Jahren mehr Kummer denn Freude bereitet, sorgt der große SV Meppen glücklicherweise dieses Jahr dafür, dass mir der Fußball dann doch noch verdammt viel Spaß macht.

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„90 Prozent des Lebens eines Fußballfans bestehen aus Demut, Leiden und Verzweiflung. Aber für die anderen zehn Prozent lohnt es sich, immer wieder zu kommen!“ (Nick Hornby)


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BeitragMi 11. Jan 2017, 21:27 
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Vega hat geschrieben:

Ich werde voraussichtlich niemals eine komplette Fußballverdrossenheit erleben, zumal der Sport in den letzten Jahren auch im Job eine große Rolle spielte und vermutlich (und hoffentlich) in der Zukunft weiter eine Rolle spielen wird, aber ich kann natürlich das ein oder andere Argument nachvollziehen. Selbst mir als absolutem Hardcore-Fan und Konsumenten gehen mehr und mehr Dinge gegen den Strich und der Meister"kampf" in der Bundesliga ist mir ohnehin bereits seit Jahren völlig schnuppe. Ich finde es allerdings schon dezent absurd und scheinheilig, wenn sich über die Kommerzialisierung im Fußball aufgeregt wird und man im gleichen Atemzug sagt, dass man dann doch viel lieber die NFL schaut. Ich schaue auch gerne mal Football (habe allerdings nicht ansatzweise die Ahnung, die ein Columbo, vica oder andere haben) - aber seriously?!


Kommerzialisierung wäre und ist mir tatsächlich egal, weil Spitzensport nunmal kommerziell ist, damit kann ich leben. Was mir aber gegen den Strich geht ist wie der Fußball sich immer weiter kommerzialisiert, sprich: Mehr Spiele, aufgeblähte Turniere, neue schwachsinnige Wettbewerbe wie diese Nations League, das tut dem Sport einfach nicht gut, weil man die Spieler nicht immer noch mehr belasten kann und gleichzeitig hohe spielerische Qualität haben will. Und auf der anderen Seite natürlich diese Ungerechigkeit, was das Geld angeht, wenn Scheichs sich ein Spielzeug kaufen und hunderte Millionen in einen Verein pumpen, wenn überhaupt keine Chancengleichheit mehr herrscht und die Schere immer noch weiter auseinandergeht. Das hat doch mit Sport irgendwann nichts mehr zu tun, wenn wir nur noch darüber reden, wer genug Kohle hat um absurde Ablösesummen zu zahlen. Das war natürlich früher auch schon so, es wird aber immer schlimmer und ekelhafter und nimmt einfach die ganze Spannung raus.

Und, klar, die NFL ist auch kommerziell, extrem sogar. Aber das tangiert mich als Fan nicht, weil ich nichts davon mitbekomme. Man hat dort seit 1978 die Anzahl der Spiele nicht mehr erhöht, es gibt die Salary Cap, wodurch Chancengleichheit besteht und auch die mieseste Mannschaft innerhalb von 3-4 Jahren Meister werden kann. Die Talente werden nicht zusammengekauft sondern durch einen Draft verteilt, wo das schlechteste Team der Saison den ersten Pick hat. Und dennoch steigern die Vereine und die Liga jedes Jahr ihre Einnahmen, der Sport bleibt davon aber unberührt, und genauso sollte es sein. Und die Liga ist dadurch extrem ausgeglichen und spannend, was man wohl von keiner großen Fußball-Liga mehr behaupten kann. Und die NBA und NHL funktioniert ja im Prinzip genauso, und auch dort funktioniert es wunderbar. Spannende, ausgeglichene Ligen, wo es Spaß macht es zu verfolgen.

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BeitragMi 11. Jan 2017, 22:13 
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Also ich habe in den letzten 2-3 Jahren die NFL immer im Januar so ein bisschen verfolgt und aus meiner Sicht merkt man ihr schon sehr deutlich an, dass die arg kommerzialisiert ist. Die ständigen Werbeunterbrechungen nach gefühlt oft nur 2-3 Minuten und das ganze mediale Heckmeck um die gefühlt noch viel stärker als Fußballer zu irgendwelchen Stilikonen und Skandalnudeln hochstilisierten Spieler hat die NFL auf mich bisher immer sehr "showig" wirken lassen. Zusammen mit der Tatsache, dass da nun mal einfach überwiegend eher hochgepeitschte Muskelprotze auf dem Platz stehen, führte das immer wieder mal zu dem Eindruck, dass der Football zumindest in manchen Punkten schon ein paar Parallelen zum Wrestling hat, was Inszenierung und Testosteron-Dosen der Beteiligten angeht. Mir ist klar, dass dieser Vergleich an anderen Stellen problematisch ist, aber im direkten Vergleich wirkt da der Fußball auf mich doch noch sympathischer und weniger vom "Normalo" entkoppelt.

Die Salary Cap ist dagegen ein schönes Argument PRO Football und contra Fußball. Und es wundert mich total, dass dieses ja von seiner Konzeption her doch fast ein wenig "sozialistisch" daherkommende Modell in den USA akzeptiert und sogar forciert wird, wo das Land ja sonst eher für Verherrlichung des freien Marktes und den Kapitalismus im Endstadium steht.
@Columbo: Falls du dir vielleicht auch schon einmal darüber Gedanken gemacht hast, würde mich das echt interessieren, wie die Amis diesen "planwirtschaftlichen" Schritt der von oben gelenkten Verteilung von Spielern mit ihrem sonstigen Weltbild vereinbaren können, das ja eher Richtung "der freie Markt ist immer supi" geht - zumindest im Vergleich mit uns kommunistischen Europäern. ;)


Fohlen

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