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BeitragMo 7. Mär 2011, 12:01 
Chefposter/in
 
 
Fehlt sat 1 die Konstanz, wie es Bartl in einem Interview mit der Süddeutschen behauptet hat? Oder fehlt sat1 nicht viel eher die Kreativität, der Mut zu neuen Formaten?
(Natürlich werden nicht alle Ideen, die man ausprobiert, funktionieren, was normal ist, aber einige werden es. Wenn sich ein neues Format als erfolgreich erweist, dann kommt auch die Konstanz. Aber zuerst muss sat 1 angreifen.)
Wenn man gesehen hat, wie lange sie an einem Format festhalten, was eben nicht funktioniert, kann man denen ja nicht vorwerfen. An Deal or No Deal, an der Oliver Pocher-Show haben sie festgehalten bis zum Gehtnichtmehr.


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BeitragMo 7. Mär 2011, 12:14 
Fernsehboss
 
 
für mich fehlt eindeutig die kreativität!
mehr shows. mehr eigenproduktionen. und dienstag und donnerstag filme ist auch völlig ok. aber montag, dienstag, mittwoch, donnertag, freitag und samstag filme, was durchaus im sommer mal so war, das geht einfach nicht! (zudem 90 % wiederholungen)
lg

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Grosse wohlgeformte Brust


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BeitragMo 7. Mär 2011, 13:02 
Abteilungsleiter/in
 
 
Kreativität bzw. Abwechslung fehlen nicht nur bei Sat1 sondern auch bei anderen Sendern übrigens^^.


Mehr Eigenproduktionen wünsche ich mir zwar schon, aber kommt auf den Inhalt an. Denn ich will keinen weiteren Liebesfilm oder Comedy-Film sehen, die es schon in ieiner Form schon gibt.

Mit mehr Shows ist auch so einen Problem. Wenn wir jetzt mehr Shows fürs TV produzieren, dann wird unsere TV-Land noch verdümmeren als es jetzt schon ist.



Mein Tipp an Sat1:
Mehr deutsche Filme in anderen Genre versuchen, z.B. ein SciFi-Film oder ein guter Action-Film.
Oder lizenziert andere Non-US-Filme bzw. Serien. Gibt doch genug andere Non-Hollywoodproduktionen, die gleichwertigen Qualitätsstandard haben.


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BeitragMo 7. Mär 2011, 14:07 
Chefposter/in
 
 
Na ja, Shows müssen das Publikum nicht verdummen, man kann auch Unterhaltung mit Niveau machen. Ich mag Shows.

Das Problem bei Science-Fiction-Serien, Filme gehören ins Kino und auf DVD, ist, dass es teuer ist und nur eine Minderheit guckt, deswegen lässt man davon die Finger, Action gibt es mit "Cobra 11" ja schon.


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BeitragMo 7. Mär 2011, 16:02 
Fernsehboss
 
 
Konstanz, bzw. Kontinuität und Kreativität wurden der Rentabilität geopfert.
Es ist schon ein wenig komisch, wenn Bartl tatsächlich jetzt verlautbart, dass er da hin möchte, wo Martin Hoffmann aufgehört hat, also zu einer Zeit als Haim Saban und die Finanzinvestoren eingestiegen sind und die Sendergruppe ausgeplündert haben, kein Geld, unklares Profil, und das das Programm seit Jahren ziemlich runtergefahren ist dürfte niemand ernsthaft bestreiten, viele Jahre lang hielt man sich ja nur noch durch die Nachmittagsschiene im zweistelligen Bereich, von ProSieben ist man längst klar überholt worden, ob sich Sat.1 je wieder bei seinen Zuschauern so positionieren kann wie damals gehabt ist keineswegs klar, die vielen verschenkten Jahre lassen sich nicht ohne weiteres aufholen, denn die Zeit ist nicht stehengeblieben und wurde vom großen Konkurrenten aus Köln wie sich immer deutlicher zeigt, gnadenlos genutzt.
Zwar hat Sat.1 jetzt in der Primetime-Schiene wieder ein paar Erfolgsformate aufgemacht, aber das ist insgesamt immer noch recht wenig, viel wurde und wird da auch immer noch mit den punktuellen Top-Quoten von Fußballübertragungen zugedeckt, was aber auch recht teuer erkauft ist, allerdings andererseits den Sender nicht wirklich planbar nach vorne bringt, da die erstens nicht so häufig und zweitens ohne bestimmte deutsche Beteiligung sich kaum refinanzieren lassen.
Vor allem in der Amtszeit von Guido Bolten war erkennbar fast gar keine Entwicklungsarbeit zu erkennen, wenn man jetzt bedenkt, dass die zwei einzigen Erfolgsserien, die noch unter Albertis Führung entstanden sind, von Bolten nicht auf den Schirm gebracht und gleichzeitig auch keine weiteren fiktionalen Formate entwickelt wurden.
Im Unterhaltungsbereich sah es auch nicht wirklich anders aus, man schmückte sich mit Pocher, Fußball und Kerner, und das wars dann. Verloren Zeit.


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BeitragMo 7. Mär 2011, 16:55 
Chefredakteur/in
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Das Problem ist sicherlich auch, das Sat.1 früher sehr viel selbstsicherer war und ähnlich wie heute Pro7 und vorallem RTL auch so wirkte.
Sat.1 im gegensatz dazu kommt heute alt und noch immer (auch wenn nun etwas weniger) in die Jahre gekommen daher (da wird auch ein Harald Schmidt nichts dran ändern können).

Alles in allem denk ich das bspw. RTL mit der Zeit mit gegangen ist und auch darauf reagiert hat, dass die durchschnittlichen TV-Zuschauer jünger geworden sind, während Sat.1 sich mit einer Rosaroten Brille auf seinen Lorbeeren ausgeruht hat. Und heute muss man hart schuften um wieder zu altem Glanz zurückzufinden. Die beiden "Erfolgs-"Serien und Shows sind da schonmal ein guter Anfang, aber mir scheint es als wolle man sich darauf wieder ausruhen.

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CritX - Kino und TV Kritik


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BeitragMo 7. Mär 2011, 20:24 
Inventar
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Berlin - Abschnitt 40 hat geschrieben:
Es ist schon ein wenig komisch, wenn Bartl tatsächlich jetzt verlautbart, dass er da hin möchte, wo Martin Hoffmann aufgehört hat, also zu einer Zeit als Haim Saban und die Finanzinvestoren eingestiegen sind und die Sendergruppe ausgeplündert haben, kein Geld, unklares Profil, und das das Programm seit Jahren ziemlich runtergefahren ist dürfte niemand ernsthaft bestreiten, viele Jahre lang hielt man sich ja nur noch durch die Nachmittagsschiene im zweistelligen Bereich, von ProSieben ist man längst klar überholt worden

Mal wieder dieses Märchen vom tief gestürzten Sat.1 und ProSieben auf der Überholspur.
Als Saban 2003 Sat.1 übernahm, lag der Sender bereits 1.1 Prozentpunkte hinter ProSieben. In der aktuellen TV-Saison liegt Sat.1 1.0 Prozentpunkte hinter ProSieben. Da hat sich verhältnismäßig rein gar nichts verändert seither. Minimale Verluste haben seither beide gemacht und Sat.1 hatte seine erfolgreichsten Jahre sogar in der Saban-Ära.

Pu22Pu hat geschrieben:
Alles in allem denk ich das bspw. RTL mit der Zeit mit gegangen ist und auch darauf reagiert hat, dass die durchschnittlichen TV-Zuschauer jünger geworden sind, während Sat.1 sich mit einer Rosaroten Brille auf seinen Lorbeeren ausgeruht hat.

Zunächst einmal ist der durchschnittliche TV-Zuschauer seither älter geworden und nicht jünger. Und zum anderen konzentriert sich Sat.1 seit langem ganz gezielt auf die Kernzielgruppe der 30- bis 49-Jährigen und ist damit bewusst älter positioniert als der Schwestersender oder RTL.

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BeitragDi 8. Mär 2011, 16:06 
Fernsehboss
 
 
AlphaOrange hat geschrieben:
Berlin - Abschnitt 40 hat geschrieben:
Es ist schon ein wenig komisch, wenn Bartl tatsächlich jetzt verlautbart, dass er da hin möchte, wo Martin Hoffmann aufgehört hat, also zu einer Zeit als Haim Saban und die Finanzinvestoren eingestiegen sind und die Sendergruppe ausgeplündert haben, kein Geld, unklares Profil, und das das Programm seit Jahren ziemlich runtergefahren ist dürfte niemand ernsthaft bestreiten, viele Jahre lang hielt man sich ja nur noch durch die Nachmittagsschiene im zweistelligen Bereich, von ProSieben ist man längst klar überholt worden

Mal wieder dieses Märchen vom tief gestürzten Sat.1 und ProSieben auf der Überholspur.
Als Saban 2003 Sat.1 übernahm, lag der Sender bereits 1.1 Prozentpunkte hinter ProSieben. In der aktuellen TV-Saison liegt Sat.1 1.0 Prozentpunkte hinter ProSieben. Da hat sich verhältnismäßig rein gar nichts verändert seither. Minimale Verluste haben seither beide gemacht und Sat.1 hatte seine erfolgreichsten Jahre sogar in der Saban-Ära.

Stimmt, zahlenmäßig zumindest, da hat sich keine gravierende Verschiebung abgespielt und ja, Sat.1 war in der Saban-Ära auch erfolgreich, der "Absturz", wenn wir ihn mal überhaupt so nennen wollen, weil er sich ja in Zahlen nicht wirklich manifestiert hat, kam erst, als Saban mit vollen Taschen wieder ausgestiegen war.
Ich bezog mich eher auf die Aussage, dass man jetzt wieder da hinwill, so man unter Hoffmann aufgehört hat, was zumindest inhaltlich bedeutet, dass die ganzen Jahre dazwischen verlorene Zeit war.
Hätte man zwischenzeitlich nicht soviel Geld erwirtschaftet, also war doch alles richtig, wenn man es wieder von der anderen Seite aus betrachtet.
Das der Sender aber heute definitv weniger ein ernsthafter Konkurrent für den Marktführer aus Köln ist als damals kann man wohl definitiv sagen, zwar hatte der Sender jetzt wieder einzelne Erfolge mit Events wie "Die Wanderhure", aber das ist einmal im Jahr der Fall, während RTL vom Herbst bis zur Sommerpause, die keine ist mit Reihen wie DSDS und Das Supertalent Woche für Woche die Konkurrenz alt aussehen lässt.
Ob sich Ulla Kock am Brink solange halten kann wie Günther Jauch?
Wie schnell waren bei Sat.1 Erfolgsmarken wie "Genial daneben", "Schillerstraße" oder "Clever" zumindest nicht mehr im dunkelgrünen Bereich, während bei der Konkurrenz solche Marken extrem erfolgreich gepflegt werden, und auch nach zehn Jahren noch zumindest überdurchschnittlich gut laufen, auch wenn man die Ideen nicht selbst entwickelt, sondern eingekauft hat.


Zuletzt geändert von Berlin - Abschnitt 40 am Di 8. Mär 2011, 20:02, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragDi 8. Mär 2011, 17:40 
Chefredakteur/in
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jetzt mal so ganz nebenbei und völlig ab vom thema find ich echt Schade das Clever nicht mehr läuft und das nur weil Sat.1 die Fortsetzung von diesen 4 völlig langweiligen Clever Spezial shows abhängig gemacht hat.. und da war jawohl klar das die gefloppt sind :(

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BeitragDo 10. Mär 2011, 19:04 
Inventar
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Pu22Pu hat geschrieben:
jetzt mal so ganz nebenbei und völlig ab vom thema find ich echt Schade das Clever nicht mehr läuft und das nur weil Sat.1 die Fortsetzung von diesen 4 völlig langweiligen Clever Spezial shows abhängig gemacht hat.. und da war jawohl klar das die gefloppt sind :(

"Clever" lief doch davor schon jahrelang miserabel. Die großen Clever-Shows waren der allerletzte Rettungsanker.

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BeitragFr 11. Mär 2011, 14:33 
Abteilungsleiter/in
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Zitat:
Mal wieder dieses Märchen vom tief gestürzten Sat.1 und ProSieben auf der Überholspur.
... sogar in der Saban-Ära.

Zunächst einmal ist der durchschnittliche TV-Zuschauer seither älter geworden und nicht jünger. Und zum anderen konzentriert sich Sat.1 seit langem ganz gezielt auf die Kernzielgruppe der 30- bis 49-Jährigen und ist damit bewusst älter positioniert als der Schwestersender oder RTL.


Ja, in der Diskussion ist das so richtig: die Kernzielgruppe von 14 - 49 taugt nicht für eine Betrachtung von Sat.1. Aber bei "ab 3" muss man einfach mal klar festhalten, dass Sat.1 vom goldenen Zeitalter weit entfernt ist - und Sat.1 - lag in den Neunzigern durchaus bei 20% und vor allem mit RTL gleichauf.

Daher ist das kein "Märchen" von tief gestürzten Sat.1, sondern die pure Wahrheit. RTL hat ja auch abgegeben, aber definitiv: Sat.1 hat doppelt soviel Zuschauer wie RTL verloren.

Zu "Konstanz":
- Sat.1 hat es z.B. nicht geschafft, ein klares Nachrichten-Konzept zu etablieren

Ich denke wirklich, dass der Erfolg von RTL in der (Access-)Prime durchaus von den jahrelang laufenden "Informations"-Programmen herrührt. (z.B. auch Stern-TV seit Jahrzehnten auf immer demselben Sendeplatz). Bei Sat.1 gab es durchaus gut laufende Informationsprogramme (wer mag sich an Quadriga erinnern?), die dann einfach so gewichen sind.

Damals bei Sat.1 kam der Erfolg ja z.B. auch mit "ran". Einem wöchentlich laufenden Bundesliga-Magazin. Für mich würde das also bedeuten, die "unplanbaren" Hochglanz-Events wie CL und Euroleaque gegen ein wöchtenliches BuLi-Ran einzutauschen. Denn DANN könnte Sat.1 am Di, Mi, und Do wirklich für "Konstanz" sorgen.

Aber z.B. damals auch die klare Programmierungen mit dem FilmFilm-Abend oder StarTrek am Freitag - oder auch Schreinemakers. Das ist alles weggebrochen und z.B. "FilmFilm" wurde auch klar verwässert...

Aber für die jetzige Unkonstanz und die vielen Filme sind meines Errachtens eher die erworbenen Fussballrechte an EL und CL verantwortlich... Da lassen sich doch keine Strecken programmieren!

Zu Kreativität:
Innerhalb der "Konstanz" ist das ja durchaus möglich:
Ein "Show-Freitag" kann ja mit mehreren Shows bestritten werden? Weshalb nicht vier Shows im monatlichen Rhythmus?

Dann zu Sat.1 versus Pro.7:
Es geht ja nicht nur um die Diskussion der Marktführerschaft, sondern auch darum, wie teuer ein Programm bestritten wird. Pro.7 ist und war halt lange Zeit die Cash-Cow mit relativ wenig Aufwand. Aber was nützt es, dieses Modell dann weiter auszureizen und sich zu Tode zu sparen? Also bei Sat.1 sind Investitionen wirklich angesagt ;-)

Damit meine ich: der Show-Freitag muss durchgehend stattfinden. Ein Serienabend mit Deutschen Serien sollte lückenlos bestritten werden. usw.

Am meisten bin ich aber auf die Late-Night-Informationsschiene gespannt.

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BeitragFr 11. Mär 2011, 15:57 
Inventar
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rem hat geschrieben:
Ja, in der Diskussion ist das so richtig: die Kernzielgruppe von 14 - 49 taugt nicht für eine Betrachtung von Sat.1. Aber bei "ab 3" muss man einfach mal klar festhalten, dass Sat.1 vom goldenen Zeitalter weit entfernt ist - und Sat.1 - lag in den Neunzigern durchaus bei 20% und vor allem mit RTL gleichauf.

Daher ist das kein "Märchen" von tief gestürzten Sat.1, sondern die pure Wahrheit. RTL hat ja auch abgegeben, aber definitiv: Sat.1 hat doppelt soviel Zuschauer wie RTL verloren.

Darum gings doch gar nicht. Es geht darum, dass immer wieder behauptet wird, Saban hätte die Quoten einstürzen lassen. Auch wenn man sagen kann, dass die "Heuschreckenzeit" dem Senderprofil nicht gut getan hat, die Quoten waren seither relativ stabil.
Und dass es in den 90ern bergab ging, ist eine völlig andere Geschichte, die weder auf Seiten von Sat.1 von den Leuten nach Hoffmann noch seitens RTL von Frau Schäferkordt zu tun hat - und damit absolut nichts mit den aktuellen Senderkonzepten zu tun.

Zitat:
Zu "Konstanz":
- Sat.1 hat es z.B. nicht geschafft, ein klares Nachrichten-Konzept zu etablieren

Ich denke wirklich, dass der Erfolg von RTL in der (Access-)Prime durchaus von den jahrelang laufenden "Informations"-Programmen herrührt. (z.B. auch Stern-TV seit Jahrzehnten auf immer demselben Sendeplatz). Bei Sat.1 gab es durchaus gut laufende Informationsprogramme (wer mag sich an Quadriga erinnern?), die dann einfach so gewichen sind.

Quadriga ist nun bald 20 Jahre her. Ob das "gut laufend" war weiß ich nicht, ist angesichts der kurzen Laufzeit von nur einem Jahr aber stark anzuzweifeln

Zitat:
Damals bei Sat.1 kam der Erfolg ja z.B. auch mit "ran". Einem wöchentlich laufenden Bundesliga-Magazin. Für mich würde das also bedeuten, die "unplanbaren" Hochglanz-Events wie CL und Euroleaque gegen ein wöchtenliches BuLi-Ran einzutauschen. Denn DANN könnte Sat.1 am Di, Mi, und Do wirklich für "Konstanz" sorgen.

Die Bundesliga kostet ein Schweinegeld - deutlich mehr als CL und EL zusammen - und war für Sat.1 immer hochdefizitär. Billiger geworden ist sie seither auch nicht, sondern ganz im Gegenteil wird immer mehr Geld herausgepresst. Auch wenn Sat.1 aktuell angeblich wieder Interesse an den Rechten zeigt, kann ich mir nicht vorstellen, wie das bezahlbar sein soll. Insbesondere im Modell einer zeitnahen Verwertung, das für das Privatfernsehen das einzig sinnvolle wäre.

Zitat:
Aber z.B. damals auch die klare Programmierungen mit dem FilmFilm-Abend oder StarTrek am Freitag - oder auch Schreinemakers. Das ist alles weggebrochen und z.B. "FilmFilm" wurde auch klar verwässert...

Nochmal: Wir reden hier über Zeiträume von 20 Jahren. Ein Sender, der in dieser Zeit sein Programm konstant hält, könnte heute nur noch als Rentnersender firmieren und das ist für einen Privatsender ein ziemliches Problem. Den "FilmFilm" gibt es in ähnlicher Form noch heute, Star Trek brachen die Zuschauer weg - Sat.1 hat das abgesetzte Voyager damals nach Zuschauerprotesten sogar direkt wieder zurück ins Programm genommen und bis zum Serienende in der Primetime (bzw. Access Prime) ausgestrahlt. Heute gibt es keine Star-Trek-Serien mehr.

Zitat:
Aber für die jetzige Unkonstanz und die vielen Filme sind meines Errachtens eher die erworbenen Fussballrechte an EL und CL verantwortlich... Da lassen sich doch keine Strecken programmieren!

Da ist durchaus was dran, das ist ein Problem im aktuellen Programm.

Zitat:
Zu Kreativität:
Innerhalb der "Konstanz" ist das ja durchaus möglich:
Ein "Show-Freitag" kann ja mit mehreren Shows bestritten werden? Weshalb nicht vier Shows im monatlichen Rhythmus?

Dazu musst du erst einmal vier Shows entwickeln und produzieren. Die Aussichten auf Erfolg sind durchwachsen, die Aussichten, dass alle vier einschlagen liegen bei Null - wobei ein einzelner Ausreißer wohl zu verkraften wäre.
Ob jetzt vier abwechselnde Shows "kreativer" sind als vier mit aufeinanderfolgenden Sendephasen, erscheint mir zweifelhaft (du hast es unter den Punkt "Kreativität" gesetzt, nicht ich ;) )

Zitat:
Dann zu Sat.1 versus Pro.7:
Es geht ja nicht nur um die Diskussion der Marktführerschaft, sondern auch darum, wie teuer ein Programm bestritten wird. Pro.7 ist und war halt lange Zeit die Cash-Cow mit relativ wenig Aufwand. Aber was nützt es, dieses Modell dann weiter auszureizen und sich zu Tode zu sparen? Also bei Sat.1 sind Investitionen wirklich angesagt ;-)

Wieso war ProSieben denn die billige Cash-Cow? Und was hat das mit dem Konzept für Sat.1 zu tun?

Zitat:
Damit meine ich: der Show-Freitag muss durchgehend stattfinden. Ein Serienabend mit Deutschen Serien sollte lückenlos bestritten werden. usw.

Das sind beides sicherlich wünschenswerte Vorstellungen. Der Freitag war ja eigentlich in letzter Zeit durchgehend mit Shows und einstündiger Konzeptcomedy besetzt, auch wenn vieles davon mehr schlecht als recht lief.
Durchgängiger Serientag ist ein Problem. Aktuell hat Sat.1 zwei Serien, für das komplette Jahr bräuchte man acht, Sommerpause mit eingerechnet zumindest sechs. Das ist selbst mit Bemühen und finanziellem Aufwand nicht von jetzt auf gleich zu bewältigen.

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BeitragFr 11. Mär 2011, 16:15 
Fernsehboss
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Bei SAT1 stimmt doch zur Zeit gar nichts:
kein Konzept
ständig wechselnde Programmabläufe
Wiederholungen über Wiederholungen
Werbung über Werbung
keine Programmvielfalt, nur Spielfilme
Festhalten am Comedy Zirkus, ladykracher,Schillerstrasse
Live Übertragungen sind technisch auch nicht das Mass der Dinge
etc.
und nicht zuletzt der Größenwahn, dass alle nur auf SAT1 scharf sind.
P.s. SAT1 ist nicht mehr 1.Liga in der TV-Welt, bzw. weit davon entfernt.

Aktuell:Tsunamie in Japan-keine Reaktion von SAT1

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BeitragFr 11. Mär 2011, 17:48 
Mitglied im Vorstand
 
 
Sat 1 hat wie RTL und Co das Problem der kreativität. Sie zeigen immer wieder denalten Mist und selbst wenn es neue Shows sind, erinnern diese immer an das Schema F.


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BeitragFr 11. Mär 2011, 20:08 
Abteilungsleiter/in
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@Alpha:

Ich mein, man kann gerne detailliert diskutieren, was Sat.1 an die Wand gefahren hat. Dass es alleine an der Führung von RTL liegt, dass RTL so erfolgreich ist: wage ich sehr zu bezweifeln. Die hochgelobte Frau hat zuerst einmal zwei, drei US-Serien von Vox rübergebracht. WELCH EINE LEISTUNG! Gut: zugegeben - Jahre später hat sie die Nachmittagsschiene wieder auf Vordermann gebracht. Aber sonst?

Du musst das dual sehen: auch das Unvermögen der anderen spielt hier rein.

Z.B. dass Sat.1 jahrelang nicht wirklich eine Alternative zu RTL war. Wollte ich die gleiche Sendung wie auf RTL einfach "in billiger" sehen, dann reichte doch, mal schnell auf Sat.1 rüberzuschalten.

Und doch detailliert:
zur BuLi:
"hochdefizitär": platziere mal Werbung für "The Mentalist" in einem BuLi-Umfeld mit lauter Männern. Die BuLi bleibt defizitär, dafür generiert "The Mentalist" doppelt soviele Einnahmen. Die Argumentation stimmt so natürlich auch innerhalb der CL.

Zu Star-Trek:
Vergessen wir einmal nicht die Nachmittagsschiene (TNG und DS9) um 1500, die dann für Gerichtsshows geopfert wurde.

Das sind aber nur Kleinigkeiten. Im Prinzip ist die Frage, womit Sat.1 "Talk of the Town" ist, und damals war Sat.1 das mit sehr geilen Spielfilm-Premieren im FilmFilm, Schreinemakers, Harald Schmidt (für die besser situierten). Oder z.B. auch Hape Kerkeling.

Dann kam z.B. Big Brother und die ersten Big-Brother-Kopie-Versuche (auf Sat.1), DSDS und die ersten Kopien... usw.
Dass dann die Leute lieber beim (besseren) Orginal verbleiben: ist halt so.

Mit sinkendem MA musste man halt auch zum Rotstift greifen. Nur ist dass dann eine Abwärtsspirale, der man sich dann nicht einfach entziehen kann.

Ob Sat.1 nun von Haim Saban oder eher von KKR totgespart wurde, ist für mich sogar nebensächlich. Eventuell ist das auch ein schleichender Prozess hin von "Kreativität" zu einer rein nüchternen Betrachtung der Rendite. Sowas hat ja auch "Neun Live" möglich gemacht. Vielleicht schauen wir auch mal auf die Senderchefs: Kogel, Hoffmann, Schawinski, Alberti, ...
Klar: Kogel bekam alles und jeden. UND: die Rendite des Gesellschafters Kirch war ja durch die Filmrechte gesichert... Der Niedergang kam tatsächlich mit der Kirch-Pleite und dem Aufsprengen des Kirch-Monopols.

Es wird verdammt schwierig, Sat.1 wieder zurückzubringen. Aber mit "Konstanz" und zwei, drei wirklich innovativen Leuchtfeuern sollte das schon gehen.

Mit einem Ebeling und KKR an Bord kann man aber nur hoffen, dass die Rendite stimmt. Aber bitte vom GESAMTPROGRAMM und nicht aller futzeligen Einzelsendungen.

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BeitragFr 11. Mär 2011, 21:26 
Chefposter/in
 
 
Du brauchst erst einmal die Kreativität, Neues zu versuchen, um dann Konstanz zu entwickeln. Was nützt dir, wenn du die Olver Pocher-Show jahrelang mit dir herumschleppst, dann hast du zwar Konstanz, aber keine Quoten. Konstanz keine Quoten zu haben, wird ja wohl nicht das Ziel des Senders sein. Ja, sat 1 ist Angreifer und der muss Sachen finden, wie man den Platzhalter stürzen kann. Dazu musst du Sachen ausprobieren.

Dann kann man natürlich diskutieren, was Kreativität ist. Für die Süddeutsche TV Chefin ist ja schon ein etwas unkonventionelleren, aktueller Talk mit einem Neuling als Moderator, schon kreativ. Da frage ich mich, ob noch ein aktueller Talk für die Öffis wirklich kreativ, auch wenn man dadurch einen neuen Moderator ausprobiert.


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BeitragSa 12. Mär 2011, 11:15 
Abteilungsleiter/in
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Zitat:
Wieso war ProSieben denn die billige Cash-Cow? Und was hat das mit dem Konzept für Sat.1 zu tun?


Es geht hier um den Stellenwert von Sat.1 innerhalb der Gruppe. Wenn Prosieben mit einem deutlich geringeren Show- und Informations-Anteil einen grösseren Gewinn einfährt, ist es für einige Leute im Vorstand wohl naheliegend, auch bei Sat.1 mit ähnlichem Stil zu sparen.

Weshalb denn hat Ebeling die Spätnachrichten abgeschaft? Warum hat man Alberti so lange durchgeschleift? Warum hat man Sat.1 in die Bayerische Pampa gezügelt? usw.
Um Kosten zu ungunsten der Kreativität zu sparen.

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BeitragSa 12. Mär 2011, 11:56 
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Die Spätnachrichten sind schon seit vielen Jahren nicht mehr auf Sendung. Dennoch verstehe ich nicht, dass Sat.1 so viel Energie und Kraft in den späten Abend steckt. Zuerst die Primetime, dann der Vorabend.

Sat.1 muss einfach mal sinnlos neue - und vernünftige - Konzepte umsetzen. Es reicht halt nicht, dass man jedes Jahr eine neue Serie umsetzt. Bei den Showkonzepten wird "Der Bastelkönig" auch kein Erfolg. Was ist mit "Mein Mann kann"... Das lief erfolgreich, dennoch muss man 45 Wochen im Jahr auf neue Folgen warten.


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BeitragSa 12. Mär 2011, 11:57 
Fernsehboss
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Familie Tschiep hat geschrieben:
Ja, sat 1 ist Angreifer und der muss Sachen finden, wie man den Platzhalter stürzen kann. Dazu musst du Sachen ausprobieren

Den Platzhalter oder Führenden stürzt oder überholst du nur, wenn du ihn vorher eingeholt hast, und dass versteht keiner bei SAT1.

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BeitragSa 12. Mär 2011, 11:57 
Boardzicke & User des Jahres 2011
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Fabian hat geschrieben:

Sat.1 muss einfach mal sinnlos neue - und vernünftige - Konzepte umsetzen.


Ich glaub, den Satz versteh ich nicht.

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BeitragSa 12. Mär 2011, 13:27 
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Ich erkläre es gerne ;-) Bei Sat.1 ist man mit neuen Projekten immer so vorsichtig. Warum ist man das? Man soll einfach mal ein paar Konzepte kaufen und die relativ schnell auf Sendung schicken. So schwer ist das auch nicht, man siehe nur wie schnell Brian Sullivan "Sky 90", "Mein Stadion" und "Samstag Live" gestartet hat.

Wieso investiert man bei solch großen Problemen überhaupt Zeit und Energie in eine Polittalkshow? Kerner läuft donnerstags ab 22.30 Uhr. Ich plädiere weiterhin daraus eine tägliche Vorabenddiskussionssendung zu machen. Wie gesagt, Sat.1 muss einfach mal viele neue Sachen ausprobieren.


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BeitragSa 12. Mär 2011, 13:39 
Fernsehboss
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Fabian hat geschrieben:
Man soll einfach mal ein paar Konzepte kaufen und die relativ schnell auf Sendung schicken. So schwer ist das auch nicht, man siehe nur wie schnell Brian Sullivan "Sky 90", "Mein Stadion" und "Samstag Live" gestartet hat.

Ist dieser Vergleich realistisch bzw. in welchem Bereich liegen die Einschaltquoten der genannten Formate?

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BeitragSa 12. Mär 2011, 15:41 
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Offizielle Quoten gibt's von Sky noch nicht, allerdings ist "Samstag Live" sehr beliebt und wird auch in einigen Sportsbars übertragen.

Sat.1 braucht einfach mehr neue Formate!


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BeitragSa 12. Mär 2011, 17:32 
Fernsehboss
 
 
Fabian hat geschrieben:

Wieso investiert man bei solch großen Problemen überhaupt Zeit und Energie in eine Polittalkshow? Kerner läuft donnerstags ab 22.30 Uhr. Ich plädiere weiterhin daraus eine tägliche Vorabenddiskussionssendung zu machen. Wie gesagt, Sat.1 muss einfach mal viele neue Sachen ausprobieren.

19:00: Kerner - Die Diskussion
19:30: Harald Schmidt
das wäre qualität pur!

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BeitragSa 12. Mär 2011, 17:42 
Boardzicke & User des Jahres 2011
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Harald Schmidt um 19:30 Uhr? Das kann nicht dein Ernst sein?

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