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BeitragSo 21. Aug 2016, 20:17 
Chefposter/in
 
 
Nerdus hat geschrieben:
Achso, da ist die VPN-Funktion ja eher Nebensache ^^ Dann ergibt auch das mit dem Volumen Sinn.

Jap, nutze die Funktion auch eher selten, aber jetzt zu Olympia war es ganz angenehm, mal die NBC oder BBC Streams als Alternative zu nutzen, aber da rennt halt der GB-Zähler pro Stunde^^


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BeitragSo 21. Aug 2016, 20:48 
Volontär/in
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Mir haben die Spiele selbst gut gefallen. Highlight für mich waren die deutschen Kanuten! Sehr starke Leistungen und sympathische Sportler. Hambüchen war natürlich auch klasse und ich habe Gefallen an Rugby gefunden. Es war super, als Fidji gewonnen hat!
Schwimmen war enttäuschend, aber da habe ich um ehrlich zu sein auch mit nichts anderem gerechnet.
Ich finde aber allgemein, dass die deutschen Sportler ganz gut abgeschnitten haben. Leider waren viele undankbare vierte und fünfte Plätze dabei, aber so ist das nunmal im Sport. Sehr gefreut hat es mich, dass Röhler zum Abschied der Leichtathletik noch Gold geholt hat!

Was mich an den Spielen extrem gestört hat, waren die leeren Stadien und das unsportliche Publikum. Das war schon sehr traurig anzusehen. Immer dieses Ausbuhen anderer Nationen, wenn Brasilien mit von der Partie war und das Verlassen der Spielstätten, sobald Brasilien ausgeschieden ist. Und auch sonst wirkte einiges etwas chaotisch.
Brasilien war einfach nicht dafür gewappnet Olympia auszurichten und wenn sich dann kein normalsterblicher Einwohner Karten leisten kann, kommt halt sowas bei raus.


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BeitragSo 21. Aug 2016, 21:18 
Chefposter/in
 
 
Achja, ein Highlight hatte ich ganz vergessen. Puig, was eine fantastische Leistung im Finale. Sie hat mir das beste Frauentennis-Spiel seit Ewigkeiten geboten.


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BeitragSo 21. Aug 2016, 21:18 
Inventar
 
 
Waldfeee hat geschrieben:
Mir haben die Spiele selbst gut gefallen. Highlight für mich waren die deutschen Kanuten! Sehr starke Leistungen und sympathische Sportler. Hambüchen war natürlich auch klasse und ich habe Gefallen an Rugby gefunden. Es war super, als Fidji gewonnen hat!
Schwimmen war enttäuschend, aber da habe ich um ehrlich zu sein auch mit nichts anderem gerechnet.
Ich finde aber allgemein, dass die deutschen Sportler ganz gut abgeschnitten haben. Leider waren viele undankbare vierte und fünfte Plätze dabei, aber so ist das nunmal im Sport. Sehr gefreut hat es mich, dass Röhler zum Abschied der Leichtathletik noch Gold geholt hat!

Was mich an den Spielen extrem gestört hat, waren die leeren Stadien und das unsportliche Publikum. Das war schon sehr traurig anzusehen. Immer dieses Ausbuhen anderer Nationen, wenn Brasilien mit von der Partie war und das Verlassen der Spielstätten, sobald Brasilien ausgeschieden ist. Und auch sonst wirkte einiges etwas chaotisch.
Brasilien war einfach nicht dafür gewappnet Olympia auszurichten und wenn sich dann kein normalsterblicher Einwohner Karten leisten kann, kommt halt sowas bei raus.



Das unsportlichste Publikum war gestern beim Finale der Männer im Fußball und vor allem beim Finale der Damen im Beachvolleyball!!

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FC Hansa Rostock


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BeitragSo 21. Aug 2016, 21:21 
Chefposter/in
 
 
Sentinel2003 hat geschrieben:
Das unsportlichste Publikum war gestern beim Finale der Männer im Fußball und vor allem beim Finale der Damen im Beachvolleyball!!

Ich fand es gestern ganz human und die beiden Mädels haben dem Publikum jeweils im HF und Finale recht schnell den Zahn gezogen. Dagegen war das was das Publikum u.a. mit Lavillenie angestellt richtig übel und unausstehlich - sowohl beim Wettbewerb als auch tagsdrauf bei der Siegerehrung.


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BeitragSo 21. Aug 2016, 21:23 
Inventar
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Sentinel2003 hat geschrieben:


Das unsportlichste Publikum war gestern beim Finale der Männer im Fußball


Inwiefern? Weil da viele Brasilianer im Publikum waren und die für ihre Mannschaft waren? Ist das dein Ernst?

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TomR.


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BeitragSo 21. Aug 2016, 21:26 
Inventar
 
 
Mensch TomR, lass es einfach....

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BeitragSo 21. Aug 2016, 22:04 
Chefposter/in
 
 
Zum Ende hin waren viele Stadien auch voll, sie brauchten etwas, um warm zu werden. Vielleicht sollte man mehr Sportveranstaltungen in Brasilien vergeben, damit sie lernen, wie sich verhalten sollten. Es gab noch nie eine Turn-WM in Südamerika.


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BeitragMo 22. Aug 2016, 01:28 
Mitglied im Vorstand
 
 
Leider muss ich, wenn ich diese Spiele für mich Revue passieren lasse, mein Fazit auch mit der schon von anderen hier angesprochenen Kulisse innerhalb der Sportstätten beginnen, die bei mir in großen Teilen einen sehr negativen Eindruck hinterlassen hat. So gab es gefühlt fast nur die Alternativen, dass entweder sehr wenig bis überhaupt kein Publikum vorhanden war oder sich dieses unfair verhalten hat. Vor allem sobald einheimische Sportler an den Wettkämpfen beteiligt waren.

Das Verhalten etwa gegenüber einem del Potro im Tennis-Halbfinale gegen Nadal, gegenüber Turnern aus anderen Ländern, die permanenten Pfiffe beim Beachvolleyball für gegnerische Teams und als "Höhepunkt" natürlich die gegen Lavillenie beim Stabhochsprungwettbewerb oder sogar noch der zugehörigen Siegerehrung, das hat man in der Form bei Olympia wirklich nie zuvor erlebt und wird es hoffentlich zukünftig auch nicht mehr erleben müssen. Natürlich gehört es dazu, dass man seine eigenen Athleten antreibt und unterstützt, aber wenn das hauptsächlich in Form des Niederbuhens des Gegners erfolgt, dann ist das ein eher trauriges Bild, was diese Sportfans abgaben.

Und mindestens genauso traurig waren auch die oftmals sehr leeren Tribünen in vielen Stadien. Sei es beim Hockey, dem Tennisfinale der Damen vor gefühlt 50 Zuschauern, selbst die Beachvolleyballarena blieb teilweise erschreckend leer, wenn nicht gerade ein brasilianisches Team spielte, oder auch das Leichtathletikstadion. Teilweise waren auch Siegerehrungen vor extrem spärlicher oder nur noch aus Journalisten bestehender Kulisse die Folge, die den Olympiasiegern und der Feier des Moments ihres Triumphes überhaupt nicht gerecht wurde. Gleichzeitig dann aber Berichte durchaus interessierter Fans, für die trotz der leeren Ränge keine Möglichkeit auf Einlass bestand. Die auch wieder vorhandenen Meldungen von einmal mehr zahlreichen nicht in Anspruch genommenen Sponsorentickets gehören inzwischen leider schon zum traurigen Alltag. Aus organisatorischer Sicht auch kein positives Bild, welches in dieser Hinsicht abgegeben wurde.

Ich jedenfalls empfand die Kulisse für den Sport und die Sportler daher an vielen Stellen als wirklich schlecht und Olympischer Spiele teilweise sogar unwürdig und die Wahl Rios als Veranstaltungsort auch deshalb als alles andere als einen Glücksgriff.



Sportlich fällt mein Fazit aus deutscher Sicht sehr gemischt aus. Erfreulich: die Zahl der Olympiasieger konnte man im Vergleich zu London sogar steigern, Verbände wie die der Kanuten, Schützen, Reiter haben ihre Soll mehr als erfüllt und viel Freude bereitet. Auch die Mannschaftssportarten haben überzeugt, alle teilnehmenden Teams fahren medaillendekoriert nach Hause. Weniger erfreulich: die Gesamtzahl der Medaillen nahm noch einmal ab und manch anderer Verband, sei es Schwimmen, Fechten oder Leichathletik vermochte es nicht, die (wie im Fall des Schwimmens oder Fechtens teilweise nicht einmal hohen) Erwartungen zu erfüllen.

Meine persönlichen Highlights hierbei:
- Laura Ludwig und Kira Walkenhorst haben das Stadion an der Copa Cabana gerockt.
- Fabian Hambüchens Olympiasieg im letzten Wettkampf seiner Karriere.
- Der Einzug der deutschen Tischtennisdamen ins Olympische Finale.
- Patrick Hausdings lang ersehnte Einzelmedaille vom Sprungbrett.
- Der Gewinn der Bronzemedaille der Hockeydamen nach dem so knappen und unglücklichem Halbfinalaus.

Die Enttäuschungen:
- Lena Schöneborns großes Pech mit ihrem Sprungpferd innerhalb des Fünfkampfes.
- Die Slalomkanuten, die allesamt unglücklich und knapp an den Medaillen vorbeischrammten.
- Der Teil der Leichtathleten (wie etwa die Werferinnen), der nicht ansatzweise sein Leistungspotential abrufen konnte.


Und dann gab es da noch einen großen und beeindruckenden Olympischen Moment, der mich wirklich sehr bewegte und sicherlich auch noch lange in Erinnerung bleiben wird:
Als Andreas Toba trotz Kreuzbandriss für seine Mannschaftskameraden weiterturnt, um ihnen damit einen Platz im Endkampf der Turner zu sichern.


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BeitragMo 22. Aug 2016, 06:33 
Inventar
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Familie Tschiep hat geschrieben:
Zum Ende hin waren viele Stadien auch voll, sie brauchten etwas, um warm zu werden. Vielleicht sollte man mehr Sportveranstaltungen in Brasilien vergeben, damit sie lernen, wie sich verhalten sollten. Es gab noch nie eine Turn-WM in Südamerika.


Das lag nicht daran das die Brasilianer warm wurden, sondern das die Verantwortlichen die Tickets quasi auf der Straße verschenkt haben.

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"Whether you come back by page or by the big screen, Hogwarts will always be there to welcome you home."


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BeitragMo 22. Aug 2016, 09:20 
Inventar
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Sentinel2003 hat geschrieben:
Mensch TomR, lass es einfach....


Ich hab doch nur nach einer Begründung gefragt, weil ich deine Sichtweise nicht nachvollziehen kann. Selbst die deutschen Fußballer haben ja das Publikum gelobt und fanden es beeindruckend. Warum war es also bitte für dich das schlimmste Publikum??

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TomR.


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BeitragMo 22. Aug 2016, 11:00 
Fernsehboss
 
 
Hier noch mal ein ausführlicheres Fazit von mir, mal aufgedröselt in die einzelnen Sportarten, was die Übertragung, die Leistung der Deutschen, den Sport an sich etc. angeht:

Badminton: Finde ich immer eine wahnsinnig faszinierende Sportart, weil ich immer wieder von den Reaktionen der Spieler beeindruckt bin. Die Deutschen sind hier ja erwartungsgemäß leer ausgegangen, dennoch wurden einige Partien in den ÖR übertragen oder zusammengefasst, grade am Nachmittag, wenn noch nicht so viel dran war. Kann mich daher also nicht beklagen, was das angeht.

Basketball: Finde ich persönlich immer ziemlich langweilig. Mich nerven irgendwie die ständigen Pausen und Spannung kam im Turnier ja auch nicht wirklich auf. Wenn die ÖR dann spät abends zum Basketball geschaltet haben, bin ich dann meistens ins Bett gegangen, deswegen kann ich wenig zur Übertragung sagen, allerdings habe ich auch nichts vermisst :D

Bogenschießen: Lisa Unruhs Medaille war für mich echt eine der schönsten Geschichten der ganzen Spiele. Wir haben ja keine besonders große Bogenschieß-Vergangenheit, deswegen hätte ich da gar nicht mit gerechnet, aber sie hat das wirklich unfassbar gut gemacht. Generell finde ich Bogenschießen echt spannend und fernsehtauglich, und mir gefällt auch das Format mit den Sätzen. Bis auf Unruhs Lauf hätte ich mir fast noch ein bisschen mehr im TV gewünscht, vor allem, weil man teilweise mal drauf war, aber dann immer kurz vor Ende aus der Übertragung ausgestiegen ist.

Boxen/Judo/Ringen/Taekwondo/Fechten: Ich fasse die Kampfsportarten einfach mal alle zusammen. Hier liegt der DOSB mit jeweils einer Bronzemedaille in allen Disziplinen wahrscheinlich gaaaanz knapp im Soll und das "Debakel" wurde in allen Sportarten verhindert. Die Kampfsportarten sind alle recht komplex und schwer zu durchschauen, daher war es für mich absolut ausreichend, das man vorrangig die Kämpfe der deutschen Teilnehmer gezeigt hat. Ab und zu hätte ich mir vielleicht auch ein paar mehr Goldmedaillenkämpfe (in der Zsfg.) gewünscht, wenn zum Beispiel nachts stattdessen irgendwelche langen Ballsportarten gezeigt wurden. Am Ende beim Ringen wurde das aber gut gemacht. Im Fechten stehen die Deutschen dagegen ziemlich schwach dar. Wirklich schade, was aus der einstigen Fechter-Nation geworden ist. Dabei finde ich nicht mal die fehlenden Medaillen schlimm, sondern schlicht die fehlenden Teilnehmer. So fand Fechten dieses Mal relativ wenig im TV statt, was einerseits schade ist, andererseits ist Fechten auch schwierig fürs TV aufgrund der schwierigen Regeln mit Doppeltreffer und Angriffsrecht und ich finde es immer wahnsinnig schwer nachzuvollziehen, wer jetzt zuerst wen getroffen hat etc. :D

Fußball: Hier ist es ja aus deutscher Sicht nahezu perfekt gelaufen. Toll, wie sich beide deutsche Teams nach einer wackligen bis schwachen Vorrunde in der K.O.-Runde derart steigern konnten. Besonders den Frauen ist es zu gönnen, nachdem sie doch einige Misserfolge in den letzten Jahren zu verzeichnen hatten. Bei den Herren finde ich den Ausgang mit dem Gastgeber Brasilien als Olympiasieger auch in Ordnung, auch wenn das Scheitern unserer Jungs im Elfmeterschießen natürlich besonders tragisch war. Die Qualität war nicht immer hoch beim Turnier, aber die Fußballfans sind bei den ÖR definitv auf ihre Kosten gekommen. Bei den Vorrundenspielen hätte ich mir vielleicht ein bisschen weniger Fokussierung auf den Fußball erhofft, anderseits hat man da teilweise auch mal Wassersprung-Fußball oder Turn-Fußball-Konferenzen geschaltet, was ich ganz gut fand. Und wenn mich das Fußballspiel mal gelangweilt hat (z.B. das gegen Fidschi), habe ich in der Zeit einfach mal was anderes gemacht :D

Turnen: Die Goldmedaille für Fabian Hambüchen war für mich glaube ich das Highlight der ganzen Spiele. Ein so toller Sportler, der über Jahre seine Sportart mit geprägt hat, kann sich nach Bronze und Silber nun endlich mit Gold von der großen Bühne verabschieden, und dass nach der Verletzung in der Vorbereitung. Auch die Story um Andreas Toba braucht eigentlich keine Worte mehr, für mich einer der moralischen Helden, auch wenn die ÖR die Story vielleicht etwas zu extrem ausgeschlachtet haben :D Sophie Scheders Medaille fand ich auch sehr schön und spannend im TV zu verfolgen. Generell sehe ich mir Turnen immer gerne im Fernsehen an, es ist einfach wahnsinnig spektakulär anzuschauen und deshalb wurden wohl auch von ARD/ZDF viele Entscheidungen ohne deutsche Beteiligung gezeigt. Simone Biles ist sicher ein Star der Spiele. Negativ aufgefallen ist mir leider nur mal wieder das Publikum, als bei jedem Fehler des Konkurrenten der Brasilianer groß aufgejubelt wurde.

Gewichtheben: Fand so gut wie gar nicht im TV statt, was ich aber auch nicht schade finde, weil das wohl die langweiligste und dopingverseuchteste Sportart überhaupt ist. Im Telegramm-Block hätte man aber ruhig mal wenigstens die Gewinner erwähnen können :D

Golf: Wurde relativ ausgiebig übertragen, natürlich weil es auch keine großen Alternativen am frühen brasilianischen Morgen gab. Ich hätte Golf jetzt nicht unbedingt im Programm gebraucht, aber immerhin habe ich jetzt wohl endlich mal die Regeln verstanden :D Schade, dass Kaymer keine große Rolle spielen konnte.

Handball: Super, dass sich die deutschen Handballer endlich wieder in die Weltspitze spielen konnten. Der EM-Titel war schon klasse, aber die Bronzemedaille hier nach dem tragischen Aus für mich fast ebenso viel wert. Handball wurde auch recht viel gezeigt und ich finde (zumindest die letzten 10 Minuten oder so, vorher ist mir das zu viel hin und her) immer recht spannend. Das Interview gestern von Rudi Cerne und der Mannschaft war aber irgendwie zum Fremdschämen :D

Hockey: Super Turnier aus deutscher Sicht! Generell fantastisch, wie die Ballsportarten abgeliefert haben und alle mit einer Medaille nach Hause kommen. Die Männer haben sich ja leider von Argentinien ziemlich abschlachten lassen, die waren mit Bronze sicher gut bedient. Bei den Frauen war das Aus im Penaltyschießen dagegen schon trauriger, für mich vielleicht der traurigste Moment. Übertragung fand ich im Gegensatz zu Anderen ;) ganz gelungen eigentlich. Wurde schon viel live gezeigt, aber jetzt auch nicht übermäßig viel und manchmal wurde auch erst im dritten oder vierten Viertel eingestiegen. Bela Rethy empfand ich aber irgendwie als Fehlbesetzung, irgendwie wirkte der auf mich nicht so, als verstände er, was da unten passiert. Gut, dass er einen Experten an seiner Seite hatte :D

Kanu/Rudern/Segeln: Aus deutscher Sicht ist es hier natürlich absolut fantastisch gelaufen mit elf Medaillen und davon 6 Goldenen. Das super sympathische Team haben die deutsche Bilanz ordentlich aufgebessert vor einer absolut traumhaften Kulisse auf der Lagoa mit der Christusstatue im Hintergrund bei der Siegerehrung. Sebastian Brendel ist wirklich einer unserer größten Sportler derzeit, wenn man all seine Erfolge berücksichtigt und er hat völlig zurecht die Fahne getragen bei der Abschlussfeier. Fand die Übertragung auch sehr gelungen und besonders den Kommentator im ZDF schön emotional :) Für mich aber eine große Enttäuschung, das man nicht live bei der Segelmedaille dabei war, obwohl es locker die Möglichkeit gegeben hätte.

Leichtathletik: Natürlich DIE Kernsportart bei Olympia und daher auch sehr ausführlich im TV präsent. Leider war fand viel in der Nacht ohne mich statt, aber bei den vielen deutschen Misserfolgen habe ich auch nicht so viel verpasst. Die Medaillen von Röhler, Harting und Jasinski fand ich allesamt sehr schön, weil es ihre ersten waren, leider waren aber auch viele Deutsche aus den verschiedensten Gründen eher enttäuschend. Dennoch haben wir in der Leichtathletik immer noch ein paar gute Talente, die den nächsten Schritt machen können (Hess, Mihambo, das Speerwurfteam der Männer etc), so kann man hoffen, dass Rio vielleicht nur ein Ausrutscher war, nachdem sich der DLV doch wieder berappelt hatte.

Radsport: Auch hier hätte man sich vielleicht ein paar mehr Medaillen erhoffen können. In den Straßenrennen spielten die Deutschen leider gar keine Rolle, weil denen das Streckenprofil oder anderweitige Probleme nicht in die Karten spielten. Die Kulisse des Radrennens sah toll aus, leider gab es für meinen Geschmack zu viele böse Stürze. Bahnradsport ist immer sehr spektakulär, wurde aber für mich etwas zu wenig (live) gezeigt im TV. Bei den Entscheidungen der Deutschen war man aber immerhin dabei und konnte mit Kristina Vogel mitfiebern, wie sie die ersehnte Goldmedaille gewann. BMX und Mountainbike finde ich immer ganz witzig anzuschauen, leider haben die Deutschen auch hier keine Rolle spielen können.

Reiten: Aus deutscher Sicht natürlich auch ein absolutes Highlight bei diesen Spielen. 6 Medaillen, darunter zwei Goldene durch Jung und die Dressur-Equipe. Vielseitigkeit und Springen finde ich als Zuschauer auch durchaus spannend, nur Dressur ist halt manchmal irgendwie befremdlich und würde ich mir ohne deutschen Chancen wohl eher nicht ansehen. Generell war die Übertragung vom Reiten aber gut, auch wenn sich der ARD-Kommentator einmal etwas galoppiert hat. :D

Rugby: Ich hab zwar letztes Jahr ein bisschen mit der NFL angefangen, aber für Rugby konnte ich mich irgendwie nicht so richtig begeistern. Vielleicht habe ich auch einfach das falsche Spiel gesehen, aber irgendwie störte mich der fehlende Spielfluss :D Trotzdem tolle Geschichte mit der ersten Medaille für die Fidschi-Inseln!

Schießen: Super Spiele der deutschen Schützen! Engleder, Reitz und Junghänel alle mit Gold, Karsch mit Silber, das waren echt Festtage. Und die ÖR waren immer live dabei. Die Entscheidungen ohne Deutschen wurden außer Acht gelassen, was ich schon irgendwo verständlich ist, da die Aufmachung des Schießsports schon langweilig sein kann, wenn man nicht weiß, für wen man sein soll, da man ja nur die Männer und Frauen rumstehen/liegen sieht. Skeetschießen hätte mich aber schon noch was interessiert.

Schwimmen/Wasserspringen: Der DSV leider weiterhin am Boden. Man wusste ja schon vorher, dass man keine Wunderdinge erwarten kann, aber irgendwie wurde man trotzdem noch enttäuscht von vielen schwachen Leistungen der wenigen Guten, die nicht an ihre Leistung rankamen. Die Phelps-Festspiele fanden ansonsten weitgehend ohne mich statt wegen der Zeiten, hab dann nur ein bisschen von den Vorkämpfen mitbekommen. Im Wasserspringen war die Medaille von Patrick Hausding ein absolutes Highlight nach all den vierten Plätzen, toll!

Triathlon/Mod. Fünfkampf: Finde diese Mehrkampfdisziplinen ja aufgrund der wahnsinnigen Leistungen der Sportler immer sehr faszinierend. Triathlon ist als Zuschauer vielleicht ein bisschen zäh, aber grade Fünfkampf ist eine spannende Sportart. Leider kollidierten die Wettkämpfe aber mit den Fußball-Endspielen, die man natürlich komplett übertragen hat, sodass die Übertragung nur so lala war. Sehr schade natürlich auch der Ausgang für Lena Schöneborn.

Tennis/Tischtennis: Für mich als großen Tennisfan war die Medaille von Angelique Kerber auch ein ganz besonderer Moment. Schön, dass die ÖR sowohl das Halbfinale als auch das Finale sehr ausführlich übertragen haben. Schade aber, dass Monica Puig zu stark war. Auch das Männerturnier fand ich sehr hochklassig und spannend mit dem Lauf von Del Potro. Im Tischtennis ragen vor allem die Damen heraus, die sich wirklich sehr verbessert haben, während das Männerteam um Timo Boll wohl leider seinen Zenit überschritten hat.

Volleyball/Beachvolleyball: Zu guter letzt natürlich auch noch mal eine große Gratulation an Walkenhorst/Ludwig für die tolle Goldmedaille! Sie waren unter den Favoriten, aber ich hätte es ihnen echt nicht zugetraut, beide brasilianische Kombinationen an der Copacabana zu besiegen. Wirklich ein ganz besonderer Moment dieser Spiele zweier supersympathsicher Sportlerinnen. :)


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BeitragMo 22. Aug 2016, 12:45 
Chefposter/in
 
 
Waterboy hat geschrieben:
Familie Tschiep hat geschrieben:
Zum Ende hin waren viele Stadien auch voll, sie brauchten etwas, um warm zu werden. Vielleicht sollte man mehr Sportveranstaltungen in Brasilien vergeben, damit sie lernen, wie sich verhalten sollten. Es gab noch nie eine Turn-WM in Südamerika.


Das lag nicht daran das die Brasilianer warm wurden, sondern das die Verantwortlichen die Tickets quasi auf der Straße verschenkt haben.


Dass die Tickets nicht so teuer sein dürfen, wusste man vorher.

Mir hat die Abschlussfeier gefallen.


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BeitragMo 22. Aug 2016, 16:31 
Administrator
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Johnny hat geschrieben:
Rugby: Ich hab zwar letztes Jahr ein bisschen mit der NFL angefangen, aber für Rugby konnte ich mich irgendwie nicht so richtig begeistern. Vielleicht habe ich auch einfach das falsche Spiel gesehen, aber irgendwie störte mich der fehlende Spielfluss :D Trotzdem tolle Geschichte mit der ersten Medaille für die Fidschi-Inseln!


Du magst Football, aber beim Rugby stört dich der fehlende Spielfluss? Klar, Football ist der tollste Sport überhaupt, aber wenn man die beiden vergleicht hat Rugby doch deutlich mehr Spielfluss als Football. Klar gibt es da auch Unterbrechungen aber beim Football gibt es die ja nach jedem Down.

_________________
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BeitragMo 22. Aug 2016, 18:01 
Fernsehboss
 
 
Columbo hat geschrieben:
Johnny hat geschrieben:
Rugby: Ich hab zwar letztes Jahr ein bisschen mit der NFL angefangen, aber für Rugby konnte ich mich irgendwie nicht so richtig begeistern. Vielleicht habe ich auch einfach das falsche Spiel gesehen, aber irgendwie störte mich der fehlende Spielfluss :D Trotzdem tolle Geschichte mit der ersten Medaille für die Fidschi-Inseln!


Du magst Football, aber beim Rugby stört dich der fehlende Spielfluss? Klar, Football ist der tollste Sport überhaupt, aber wenn man die beiden vergleicht hat Rugby doch deutlich mehr Spielfluss als Football. Klar gibt es da auch Unterbrechungen aber beim Football gibt es die ja nach jedem Down.


Ich weiß auch nicht wieso genau, vielleicht war es wirklich das falsche Spiel zur falschen Zeit, aber irgendwie hat mich Rugby einfach genervt. :D

Ich bin jetzt aber auch nicht der allergrößte Football - Fan und die vielen Pausen stören mich da auch schon. Irgendwie kann ich da aber besser mit umgehen :D


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BeitragDi 23. Aug 2016, 23:40 
Inventar
 
 
Super, schöner Olympioniken Empfang gestern Mittag in Frankfurt/Main!! 8)

Schade nur, das Kira an der Seite von Laura gefehlt hat....

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FC Hansa Rostock


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BeitragMi 24. Aug 2016, 19:51 
Vorstandsvorsitzende/r
 
 
Konnte schon zeitlich nicht alles sehen, aber:
ARD/ZDF fand ich schlimm, aber bin da eh überkritisch.
Die Streams waren nett - wobei im ZDF übersichtlicher als wenn ARD dran war (das Zeitstrahl - Dingens fand ich einfach intuitiver). Dass nicht immer alles gestreamt wurde war doof, aber ging wohl nicht anders.

Spiele:
Was ich an den Sommerspielen "immer" verfolge, war ok, also schwimmen, Bogen, Basketball, Rugby (<3, schade, dass die USA so auf Football steht und nicht auf Rugby; Ein Rugby - "Superbowl" wäre mein Traum), Fußball, bisschen schießen, Stabhochsprung, Tischtennis.
Rest ging an mir - eben auch zeitlich bedingt - eher vorbei :(

Jetzt freue ich mich auf den Winter: Curling und Eishockey <3


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BeitragMi 24. Aug 2016, 20:04 
Administrator
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Administrator
 
 
Adrianm hat geschrieben:
Rugby (<3, schade, dass die USA so auf Football steht und nicht auf Rugby; Ein Rugby - "Superbowl" wäre mein Traum),


Nichts gegen Football! Aber als "Rugby-Superbowl" empfehle ich dir mal ins jährlich ausgetragene "State of Origin" in Australien reinzuschauen, das ist auch eine enorm große Show und als rießiges Event aufgezogen. Natürlich eine Nummer kleiner als der NFL-Superbowl, aber das macht auch was her.
Ansonsten gibt es zurzeit auf DAZN so viel Rugby zu sehen wie noch nie in Deutschland, auch auf deutsch kommentiert, um besser reinzukommen.

_________________
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BeitragMi 24. Aug 2016, 20:21 
Mitglied im Vorstand
 
 
CaptainCharisma hat geschrieben:
Ich sag auch nicht, dass wir ein Debakel erleben. Aber die Tendenz der Gesamtanzahl der Medaillen zeigt nach unten.


In den letzten Jahren nicht mehr. Peking 41 Medaillen, London 44, Rio 42. Das ist alles ein Niveau. Davor hat man noch vom DDR-Erbe gezehrt, und ich finde nicht, dass das etwas erstrebenswertes ist.

Die Leichtathleten bleiben unter den Erwartungen, seit der WM 2009 gab es bei jedem Großereignis (alle WMs und Olympia in London) immer mindestens sieben Medaillen, da sind drei bei weitem zu wenig. Schwimmer erwartungsgemäß schwach, die Ballsportarten dagegen über den Erwartungen. Nie hätte ich gedacht, dass wir sechs Medaillen in den Teamsportarten mit Ball gewinnen.

Alles in allem haben sich aus deutscher Sicht, wie fast immer, positive und negative Überraschungen die Waage gehalten.

Mein heimliches Highlight: Bogenschießen! Davon würde ich auch abseits von Olympia gerne mehr sehen. Schrecklich dagegen: Der Moderne Fünfkampf und da speziell das Reiten.


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BeitragMi 24. Aug 2016, 22:24 
Vorstandsvorsitzende/r
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Mir ist bewusst, dass mit viel Argwohn auf das DDR Sportsystem geblickt wird. Mir kann aber keiner erzählen, dass die 92er und 96er Erfolge noch auf das Staatsdoping zurück zu führen sind. Seit mindestens 08 wird rumgeiert und rumgejammert, wo alles Geld fehlt, wie falsch die Talentförderung läuft, falsche Trainingsmethoden usw. Wenn ich dann sehe, wie viele aktuelle und damalige Olympiasieger aus der ehemaligen DDR stammen und deren Trainingsprogramm auch sicherlich noch DDR Einfluss hat, kann ich mir schon vorstellen, die 147 Sommer-Medaillen aus den 90er kommen nicht zufällig daher. Und auch wenn es für manche absurd klingt, aber nicht alles in der DDR war schlecht. Ja, es gab Doping und der Sport wurde politisch missbraucht. Aber abseits davon, ergaben sich für die Sportler nicht nur negatives. Und ohne diesen Einfluss, würde ich den aktuellen Medaillenstand nicht sehen wollen.


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