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von Kaffeesachse
#1435096
Fabi hat geschrieben:Die Wettermeckerer. Jetzt haben wir Sommer und man beschwert sich. Setzt euch mit nem Cocktail nach draußen und genießt gefälligst die geilen Tage. :mrgreen:
Beruhigend, dass es hier doch noch den einen oder anderen normalen Menschen gibt. :lol:
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von Nerdus
#1435097
Die einzigen Menschen, die noch mehr nerven als die, die immer übers Wetter meckern: Die, die immer über die Leute meckern, die übers Wetter meckern :lol:
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von Fabi
#1435103
Kaffeesachse hat geschrieben:
Fabi hat geschrieben:Die Wettermeckerer. Jetzt haben wir Sommer und man beschwert sich. Setzt euch mit nem Cocktail nach draußen und genießt gefälligst die geilen Tage. :mrgreen:
Beruhigend, dass es hier doch noch den einen oder anderen normalen Menschen gibt. :lol:
Freut mich, dass ich nicht der einzige hier bin. :lol:
Nerdus hat geschrieben:Die einzigen Menschen, die noch mehr nerven als die, die immer übers Wetter meckern: Die, die immer über die Leute meckern, die übers Wetter meckern :lol:
Das halte ich für ein Gerücht. :twisted:

Gibt doch nix Schöneres, als bei dem Wetter mit Freunden den lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen und unter freiem Himmel die angenehmen Temperaturen zu genießen.
von Columbo
#1435124
Nerdus hat geschrieben:Die einzigen Menschen, die noch mehr nerven als die, die immer übers Wetter meckern: Die, die immer über die Leute meckern, die übers Wetter meckern :lol:
Und was ist mit den Leuten, die über Leute meckern, die über Leute meckern, die über das Wetter meckern? :mrgreen:
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von vicaddict
#1435133
Fabi hat geschrieben: Gibt doch nix Schöneres, als bei dem Wetter mit Freunden den lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen und unter freiem Himmel die angenehmen Temperaturen zu genießen.
Dagegen sagt kein Mensch etwas. Angenehme Temperaturen sind aber etwas anderes als drölfzighundert Grad im Schatten :!:
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von Nerdus
#1435159
Die Trailer für «Crash Games» auf ProSieben :|

Warum produzieren wir immer so einen Mist? Mit dem gleichen Aufwand könnte man doch garantiert auch eine deutsche Staffel Sasuke/American Ninja Warrior umsetzen.
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von rosebowl
#1435215
vicaddict hat geschrieben:
Fabi hat geschrieben: Gibt doch nix Schöneres, als bei dem Wetter mit Freunden den lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen und unter freiem Himmel die angenehmen Temperaturen zu genießen.
Dagegen sagt kein Mensch etwas. Angenehme Temperaturen sind aber etwas anderes als drölfzighundert Grad im Schatten :!:
So :!: :!:
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von Fernsehfohlen
#1435222
Nerdus hat geschrieben:Die Trailer für «Crash Games» auf ProSieben :|

Warum produzieren wir immer so einen Mist? Mit dem gleichen Aufwand könnte man doch garantiert auch eine deutsche Staffel Sasuke/American Ninja Warrior umsetzen.
Also ich kenne jetzt die von dir aufgezählten Formate nicht, aber durch den herrlich sarkastischen Kommentar von Peter Rütten ist "Crash Games" meines Erachtens schon die sympathischere Version von Trash. Ich mag das Format, da es sich seiner bewusst ist, es irgendwie einfallsreich doof ist und die Rütten-Kommentare so herrlich den Nagel auf den Kopf treffen.

Also solchen Trash gerne öfter. ;)


Fohlen
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von Nerdus
#1435224
Macht nichts, ich hatte «Crash Games» sowieso mit «Wipeout» verwechselt :lol: Für die 10€, die sie in die Produktion gesteckt haben, kann man wahrscheinlich doch keine andere Sendung auf die Beine stellen :mrgreen:

https://en.wikipedia.org/wiki/American_Ninja_Warrior:
American Ninja Warrior is a sports entertainment competition spin-off of the television series Sasuke, in which competitors try to complete a series of obstacle courses of increasing difficulty called "stages". The series began on December 12, 2009, in Los Angeles, with the top 10 competitors moving on to compete at "Mount Midoriyama" in Japan.

[…]

Through 6 seasons of the show, no one has advanced past the 3rd of 4 stages in the final round. Fans of the show have only seen brief glimpses of the mysterious final stage rather than a full explanation since no contestants have actually gotten there. Although the number of competitors trying out has increased over time, producers have added more difficult obstacles over the seasons, making the possibility of someone actually winning the grand prize seem even more remote. Producers have twice increased the prize, from $250,000 to $500,000 to $1,000,000.
Also im Grunde ein Hinderniskurs, nur ohne den Trashfaktor und mit echten Hindernissen. Das Qualifying sieht dann so aus: https://youtu.be/aCa70AKV_20?t=35m4s

Und jede weitere Runde wird schwieriger. In Japan läuft das schon seit 20 Jahren oder so.
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von Tanja Timanfaya
#1435241
Wenn die besten Freunde beim Patenkind große Erziehungsprobleme haben, das selbst aber entweder nicht registrieren oder ändern wollen. Einerseits würde ich ja gerne mal was dazu sagen, dass es so nicht weitergehen kann, weil sich die drei perfekt selbst fertig machen. Andererseits ist es schwierig, sich einzumischen, man will ja keinen Streit, ob es nun noch so offensichtlich in die Hose geht (gestern hat mich sogar meine Schwägerin drauf angesprochen!) oder nicht :-(
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von Kaffeesachse
#1436055
Dass manche Leute immer noch so tun, als wär der Osten ganz was Rückständiges, und wohl denken, hier gibt's weder Straßen noch elektrischen Strom ...
von BungaBunga
#1436075
Ja das ist wirklich heuchlerisch unangemessen und ungerecht, denn Thüringen, dass ja mal mit Hessen verbunden war, Ost-Berlin, sowie Teile von Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt muss man da wirklich ausnehmen. Lediglich Brandenburg und Sachsen repräsentieren Rückständigkeit, Strukturschwäche sowie Trostlosigkeit in sehr hohem Maße. Aber man muss natürlich die traditionsreicheren westdeutschen ostdeutschen Regionen berücksichtigen, Nordhessen und das Ruhrgebiet. Wenn in Nordhessen ein Baum umfällt, dann ist diese Region kulturell sozusagen entkernt. Und das Ruhrgebiet joa müsste mal sowas wie Sozialisierung und Kultivierung erfahren.

Ich denke man muss da optimistisch bleiben und davon ausgehen, dass sowohl Sachsen und Brandenburg sowie auch das Ruhrgebiet irgendwann einen Aufschwung erfahren werden, weil dort die Alphabetisierung und die Bildung Einzug halten wird, gleichzeitig wird sich bei manchen dann die Fixierung auf Alkoholkonsum, Baseballschlägergymnastik sowie das Vergeben von fragwürdigen Namen an die Nachkommen, deutlich reduzieren.

Es wird sich in diesen Ländern und Regionen eine Kultivierung vollziehen damit verbunden die Entwicklung und Begründung von Sprache, sozialer Interaktion und der Verbreitung von Kunst. Dann wird es auch in den Ländern wie bsp. Sachsen vermutlich irgendwann mal Dichter, Denker und Forscher geben, den die hat man ja gar nicht zu bieten. Wobei Sophia Thomalla dem durchaus nahe kommt aber bisher kann da nur Bremen glänzen die haben den Esel bei den Stadtmusikanten und Lencke Steiner.

Ein Verbot Ostdeutschlands würde jedenfalls nichts bringen, denn Osten ist immer da. Der würde sich dann lediglich verlagern.

Man könnte natürlich ein Leistungstransfersystem einführen, mit man den Aufbau und die positive Entwicklung in den ostdeutschen Regionen fördert, und wenn man das gut macht geht man da sehr trickreich vor, die westdeutschen Länder bzw. sry die westdeutschen Länder mit Geld, also hm Bayern, Hessen sowie Baden-Württemberg, seltsam dachte es gibt mehr westdeutsche Bundeländer, man könnte meinen, die meisten von denen sind klamm und können bereits heute ihrer Aufgaben für ihrer Bürger ohne Transferleistungen bsp. vom Bund oder Verschuldung nicht mehr nachkommen, naja, jedenfalls könnte man das genannte Leistungstransfersystem auf den Zahlungen dieser drei westdeutschen Bundesländer begründen, den Nörglern, die behaupten das diese Leistung, von allen Bürgern getragen wird, wirft man Unwissenheit vor, und den wirklichen Zahlern, denen sagt man dann dieses System sei nur vorübergehend und stellt immer dessen Abschaffung in Aussicht, was man aber nicht macht, auch eine Anpassung oder Umwandlung in ein angemessenes System lehnt man ab, stattdessen wird der Osten irgendwann völlig zu Recht gut Aufgebaut sein dann kann es halt sein das man im Westen gewisse Defizite generiert und dort alles verkommt, Kultureinrichtungen nicht mehr unterhalten werden können, Schulen stark baufällig werden und immer weniger Straßen befahrbar sein werden. Vielleicht kann man dann ja mal in Brüssel anfragen.

In einem Fall ist jedoch auch jeglicher Optimismus unangebracht und das ist im Fall von Nordhessen.
versteckter Inhalt:
:D :D :D
versteckter Inhalt:
Maybe Ironie
versteckter Inhalt:
Mal ganz im Ernst, diesen undifferenzierten und banalen Verallgermeinerungen sowie Denunzierungen, die überwiegend natürlich überhaupt nicht zutreffen, sollte man keine großen Bedeutung beimeissen. Das ist ein sehr traditionelles Verhaltensmuster, dass Vergleichen und Abgrenzen usw. Es gibt natürlich im Osten auch heute noch strukturschwache Gegenden, die leider auch an Dynamik verlieren aufgrund der demografischen Entwicklung, was aber genauso für die ländlichen Regionen in den westdeutschen Ländern gilt. Tatsächlich hebt sich da nur Bayern positiv ab, die irgendwie da ziemlich viel machen um die ländlichen Strukturen weitgehenst zu fördern bzw. zu stabilisieren, was auch Wirkung zeigt. In den Metropolen im gesamten Land, zentralisieren sich wiederum seit Jahren die sozialen Probleme, aber auch dort scheint man teilweise Ansätze gefunden zu haben hier entgegenzuwirken, durch integrative und soziale Konzepte, sowie dem Ausbau sozialer Betreuung. Dann gibt es in den östlichen Regionen Deutschlands heute auch viele sehr gut entwickelte Gebiete, wo man die damaligen Rückstände relativ schnell zu Vorteilen umgebaut hat und dadurch erfolgreich Industrie angesiedelt werden konnte, entweder durch gewisse finanzielle Anreize oder effiziente kommunale bzw. regionale Wirtschaftsförderungsprogramme. Die Infrastruktur einiger ostdeutschen Regionen ist der vieler westdeutschen Regionen heute durchaus überlegen.

Ein demokratischer Staat, wie die Bundesrepublik muss unter anderem auf einem Solidarprinzip basieren, dies ist unverzichtbar, da geht es dann auch nicht um Regionen oder Symphatien sondern Leistungsfähigkeit und Bedürftigkeit und hier muss man dann zukünftig doch ein neues Finanztransfersystem schaffen oder das bisherige System umfassend reformieren, damit die Finanzierung auf Länder und Kommunalebene zeitgemäß, angemessen und fair gewährleistet werden kann.
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von rosebowl
#1436114
Ich kann das Badnerland empfehlen, hier ist es schön... :D

Mich nerven Migräne-Nachwirkungen :P
Nach gut 4 Monaten hat es mich mal wieder so richtig ins Bett gelegt Montag und Dienstag. Heute bin ich zwar wieder im Büro, aber irgendwie ist der Kopf noch ziemlich benebelt :P
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von Kaffeesachse
#1436115
rosebowl hat geschrieben:Ich kann das Badnerland empfehlen, hier ist es schön... :D
Aber da ist es doch mindestens 9 von 12 Monaten viiieeeeel zu heiß! :mrgreen:
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von rosebowl
#1436117
Nö, nur zwischendurch mal, in der Regel wenn es sonst auch überall zu heiß ist. ;)
von BungaBunga
#1436120
Ich will dann aber doch noch mal etwas ergänzen, weil ich ja immer so Nordhessen in den Fokus rücke, natürlich handelt es sich auch dabei oft um ironische Aussagen und natürlich geht es mir ja überhaupt nicht darum die dortigen Bewohner dort zu beleidigen oder diese Region ansich selbst zu diffamieren sodern es handelt sich schon um eine Kritik, die doch eher bei den politischen Verantwortlichen sowie an gewissen Finanzierungssystemen ansetzt. Natürlich gibt es auch in Nordhessen Kultureinrichtungen und viele Sehenswürdigkeiten.

Nordhessen ist vergleichsweiße dünn besiedelt und viele Menschen haben diese Regionen verlassen und sind in die südlichen Landesteile oder das Rhein-Main Gebiet gezogen, dass muss man mal so akzeptieren, man müsste da aber auch den politischen Willen haben, zumindest zu Versuchen die Attraktivität auch in dieser Regionen zu erhöhen. Generell muss man wissen, die Bevölkerung ist im Land Hessen sehr ungleich verteilt, weil sich fast alles auf Südhessen oder das Rhein Main Gebiet bezieht, was unter anderem an deren Wirtschaftskraft und dem Bedarf an Arbeitsplätzen zu erklären ist. Es geht dabei nicht nur um den sehr bekannten Bankensektor sondern diese genannten Regionen in Hessen sind zusammen mit Bayern und einigen Regionen in NRW zentrale Industriestandorte und auch die IT ist dort sehr stark, die wird heute in der allgemeinen Wahrnehmung, ja fast nur in Berlin, Hamburg usw. lokalisiert, das ist allerdings ein Irrtum. Das Rhein-Main Gebiet ist ein sehr relevanter IT Cluster.

Vermutlich können vorrangig nur Hessen überhaupt nachvollziehen was es mit dieser Nordhessen Thematik aufsich hat eventuell auch Personen die dort mal gewohnt haben oder Urlaub gemacht haben. Ich bin das ist mittlerweile ein paar Jahre her in Nordhessen gewesen und ich habe da viele Eindrücke gewinnen können und das Bild was sich dort einem bot war wirklich erschreckend. Die Leerstände waren enorm, zahlreiche Häuser in den Ortskernen zerfallen, Schreiben provisorisch abgeklebt oder mit Brettern zugenagelt. Geschäfte gab es kaum. Infrstrukturen kaum ausgeprägt. Wir kamen da in Orte, die jetzt schon aus mehr als ein paar Häusern bestanden aber da war in der Ortsmitte es ist kein Scherz, ein großer Misthaufen. Dieser bildete sozusagen den Ortskern darum dann zerfallene Häuser.

Diese Eindrücke haben mich nachhaltig geprägt und bei mir kam die Frage auf nach der Verantwortung, wie kann es sein, dass ein so wirklich wohlhabendes Bundesland gesamte Großregionen einfach komplett vernachlässigt. Das ist nicht akzeptabel und beschämend.
Es geht nicht um die Idylle und die Ländlichkeit selbst, sondern um den dortigen Rahmenbedingungen.

Es gibt auch ländliche Gebiete in anderen Regionen von Hessen, Bayern und anderen Bundesländern aber das ist kein Vergleich, dort ist zumindest dafür gesorgt worden das auch dort ein gewisser struktureller und wirtschaftlicher Standard besteht. Gerade in Bayern wirken die ländlichen Regionen sehr gepflegt, was nicht nur auf die Touristischen Kerngebiete zutrifft.

Aber Nordhessen wirkt wirklich als würde man sich dort in einer ganz fernen Regionen befinden. Die Politik soll aber eigentlich dafür Sorgen, dass die Lebensverhätlnisse unabhängig von Region oder Einwohnerzahl möglichst gleich sind, dass ist einer ihrer Aufgaben, dass sich das natürlich aufgrund diverser Aspekte nicht gänzlich umsetzen lässt und schon Unterschiede bestehen bleiben, ist ja klar aber so darf man einen ganzen Teil eines Bundeslandes wirklich nicht vernachlässigen.
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von jotobi
#1436156
Ich finde ja "Tiere wie wir" in Sat.1 eigentlich ganz nett und unterhaltsam. Aber das künstlich eingespielte Lachen die ganze Zeit ist ja einfach nur peinlich und nervig.
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von vicaddict
#1436272
Mich nervt, dass ich mir heute morgen beim Einsteigen ins Auto den Schädel angestoßen habe und mir dabei wohl ne Gehirnerschütterung oder sowas eingefangen habe. Schnelle Bewegungen und vorn überbeugen machen mich schwummrig und flimmriges TV auch.

Toll. :|
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von Kiddow
#1436274
vicaddict hat geschrieben:Mich nervt, dass ich mir heute morgen beim Einsteigen ins Auto den Schädel angestoßen habe und mir dabei wohl ne Gehirnerschütterung oder sowas eingefangen habe. Schnelle Bewegungen und vorn überbeugen machen mich schwummrig und flimmriges TV auch.

Toll. :|
Das war aber ein heftiges Anstoßen :shock:
Gehste damit noch zum Arzt?
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von Kunstbanause
#1436283
BungaBunga hat geschrieben:Ich will dann aber doch noch mal etwas ergänzen, weil ich ja immer so Nordhessen in den Fokus rücke, natürlich handelt es sich auch dabei oft um ironische Aussagen und natürlich geht es mir ja überhaupt nicht darum die dortigen Bewohner dort zu beleidigen oder diese Region ansich selbst zu diffamieren sodern es handelt sich schon um eine Kritik, die doch eher bei den politischen Verantwortlichen sowie an gewissen Finanzierungssystemen ansetzt. Natürlich gibt es auch in Nordhessen Kultureinrichtungen und viele Sehenswürdigkeiten.

Nordhessen ist vergleichsweiße dünn besiedelt und viele Menschen haben diese Regionen verlassen und sind in die südlichen Landesteile oder das Rhein-Main Gebiet gezogen, dass muss man mal so akzeptieren, man müsste da aber auch den politischen Willen haben, zumindest zu Versuchen die Attraktivität auch in dieser Regionen zu erhöhen. Generell muss man wissen, die Bevölkerung ist im Land Hessen sehr ungleich verteilt, weil sich fast alles auf Südhessen oder das Rhein Main Gebiet bezieht, was unter anderem an deren Wirtschaftskraft und dem Bedarf an Arbeitsplätzen zu erklären ist. Es geht dabei nicht nur um den sehr bekannten Bankensektor sondern diese genannten Regionen in Hessen sind zusammen mit Bayern und einigen Regionen in NRW zentrale Industriestandorte und auch die IT ist dort sehr stark, die wird heute in der allgemeinen Wahrnehmung, ja fast nur in Berlin, Hamburg usw. lokalisiert, das ist allerdings ein Irrtum. Das Rhein-Main Gebiet ist ein sehr relevanter IT Cluster.

Vermutlich können vorrangig nur Hessen überhaupt nachvollziehen was es mit dieser Nordhessen Thematik aufsich hat eventuell auch Personen die dort mal gewohnt haben oder Urlaub gemacht haben. Ich bin das ist mittlerweile ein paar Jahre her in Nordhessen gewesen und ich habe da viele Eindrücke gewinnen können und das Bild was sich dort einem bot war wirklich erschreckend. Die Leerstände waren enorm, zahlreiche Häuser in den Ortskernen zerfallen, Schreiben provisorisch abgeklebt oder mit Brettern zugenagelt. Geschäfte gab es kaum. Infrstrukturen kaum ausgeprägt. Wir kamen da in Orte, die jetzt schon aus mehr als ein paar Häusern bestanden aber da war in der Ortsmitte es ist kein Scherz, ein großer Misthaufen. Dieser bildete sozusagen den Ortskern darum dann zerfallene Häuser.

Diese Eindrücke haben mich nachhaltig geprägt und bei mir kam die Frage auf nach der Verantwortung, wie kann es sein, dass ein so wirklich wohlhabendes Bundesland gesamte Großregionen einfach komplett vernachlässigt. Das ist nicht akzeptabel und beschämend.
Es geht nicht um die Idylle und die Ländlichkeit selbst, sondern um den dortigen Rahmenbedingungen.

Es gibt auch ländliche Gebiete in anderen Regionen von Hessen, Bayern und anderen Bundesländern aber das ist kein Vergleich, dort ist zumindest dafür gesorgt worden das auch dort ein gewisser struktureller und wirtschaftlicher Standard besteht. Gerade in Bayern wirken die ländlichen Regionen sehr gepflegt, was nicht nur auf die Touristischen Kerngebiete zutrifft.

Aber Nordhessen wirkt wirklich als würde man sich dort in einer ganz fernen Regionen befinden. Die Politik soll aber eigentlich dafür Sorgen, dass die Lebensverhätlnisse unabhängig von Region oder Einwohnerzahl möglichst gleich sind, dass ist einer ihrer Aufgaben, dass sich das natürlich aufgrund diverser Aspekte nicht gänzlich umsetzen lässt und schon Unterschiede bestehen bleiben, ist ja klar aber so darf man einen ganzen Teil eines Bundeslandes wirklich nicht vernachlässigen.
Du musst dich nicht rechtfertigen. :)

Ich lebe hier nun seit 14 Jahren ländlich südwestlich von Kassel, und was hier politisch passiert (bis auf Baunatal, die halbwegs was auf die Reihe bekommen), ist ein Witz. Kassel ist eh pleite, und der Schwalm-Eder-Kreis, in welchem ich wohne (und den ich nicht ohne Grund Schwalm-Elend-Kreis nenne), ist schlichtweg Realsatire.

Man ist rein infrastrukturell nicht daran interessiert, auch mal seine Fühler außerhalb des Kreises auszustrecken - mein Wohnort ist von Kassel rund 20km entfernt. Mit dem Auto bist du praktisch in einer halben Stunde in der Stadt. Doch der öffentliche Nahverkehr des Kreises ist derart schlecht organisiert, dass es für auto- und führerscheinlose Leute unmöglich ist, einer geregelten Arbeit nachzugehen. Im Moment sieht es bei mir so aus, dass ich mit 40 meinen Führerschein nicht mehr machen möchte. Einerseits fehlt mir der Nerv dazu, und andererseits habe ich keine Lust, mein Geld, das ich durch einen Job im Ort (endlich, seit 2 Jahren nun) verdiene, gleich wieder für Notwendiges verpulvere.

Wir planen zwar langfristig hier wegzuziehen, aber noch wollen wir hier bestimmte Dinge abschließen, die noch 1-2 Jahre dauern werden. Aber aus Nordhessen wird's dann definitiv raus gehen.

Und ja, die leerstehenden Häuser, das wird immer übler - die Zweckverbände sparen immer mehr, wodurch die vor rund 10 Jahren noch schönen, sauberen Orte langsam aber sicher verwahrlosen. Ein Laden schließt nach dem anderen, und alles läuft darauf hinaus, dass sich nur noch Ketten behaupten können.

Der Nordhesse bleibt lethargisch und fatalistisch und "mährt" lieber, statt aktiv zu werden.
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von Fabi
#1436298
Wenn ich solche Schaudergeschichten lese, bin ich noch froher als sonst, Einwohner des Ruhrgebiets zu sein. :|

Hier hat gestern ein großer Edeka eröffnet und jetzt weiß ich gar nicht, wo ich einkaufen soll. Rewe, Kaufland, Real, Marktkauf - alles innerhalb weniger Minuten erreichbar und die Discounter habe ich mal außen vor gelassen. Und dabei wohne ich auf dem "Dorf". Das habe ich mal bewusst eingegänsefüßt, da hier wohl die Dorfdefinition eine andere ist als in anderen Teilen Deutschlands. Was ich jedenfalls sagen will: Wenn ihr euch über infrastrukturelle Defizite aufregt, kommt her, hier gibt es sowas nicht. :mrgreen:

Das Edeka-Center ist übrigens eine Bombe. Riesige Auswahl, die Gänge sind breiter als Holländer und es gibt keine klassischen Tiefkühlfächer, sondern so spacige halbschräge Schränke auf Brusthöhe. Und die Pralinen als Eröffnungsgeschenk waren auch super. :P
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