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Rundfunkgebühren: Abschaffen?
Ja! 55%  55%  [ 57 ]
Nein, dann würden außenstehende Anstalten leiden. 35%  35%  [ 36 ]
Ist mir egal. 6%  6%  [ 6 ]
Ich habe mich mit dem Skandal nicht befasst. 4%  4%  [ 4 ]
Abstimmungen insgesamt: 103
BeitragMo 3. Jul 2017, 16:38 
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Vielleicht sollte man sich mal mit der Struktur des Ganzen beschäftigen. Vielleicht mal auf ganz einfach runtergebrochen: Die Dritten sind, sie ergeben "Das Erste". Daher der Name "Arbeitsgemeinschaft".


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BeitragMo 3. Jul 2017, 17:50 
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eis-fuchsi hat geschrieben:
Säqirjënn hat geschrieben:
Zitat:
Ein Kern Wahrheit steckt schon drin, auch wenn sich die Forderung kaum umsetzen lässt. Aber, wieso SOKO 0815 und Sturm der Liebe gebührenfinanziert ist, Wahlberichterstattung und Nachrichten bei RTL aber nicht, ist schon eine berechtigte Frage.
Wenn RTL keine Wahlberichtserstattung durchführen möchten, sollen sie's halt lassen. Ich seh nicht ein, weshalb ich dafür zahlen sollte, dass auf RTL auch noch ähnliche Inhalte wie auf ARD und ZDF laufen. Zumal ich keine Luste habe die Profitgier der Privaten noch zu unterstützen. Terrestrisch kann man sie entweder gar nicht (ländliche Gebiete) oder nur gegen Bezahlung (Ballungsräume) empfangen. Trotz Milliardengewinnen lassen sie keine Möglichkeit aus, die Zuschauer abzuzocken und wollen jetzt auch noch was aus dem Rundfunkbeitragstopf? Sorry, aber dieses Geld würde das Programm der Privatsender 0,0 verbessern sondern direkt in die Sender-Kassen fließen. D.h. doch; wahrscheinlich würde es dazu beitragen, dass die Privatsender zukünftig beim Sport die ö.r. noch häufiger überbieten würden und Fußball-WM usw. in HD nur noch gegen Bezahlung zu sehen sein werden.
Wenn ARD/ZDF am Tag gefühlte 20x lieber Sturm der Liebe senden möchten, sollen sie's halt machen. Ich seh nicht ein, weshalb ich dafür zahlen sollte, dass auf den Dritten auch noch ähnliche Inhalte wie auf ARD und ZDF laufen. Zumal ich keine Lust habe die Profitgier der ÖR noch zu unterstützen. .... Trotz deren Milliardengewinnen verlangen die noch mehr Gebühren .....das nenn ich Profitgier :wink:

Wenn im Ersten und in den Dritten die gleichen/selben Inhalte laufen, dann hat dies nichts mit Verschwendung, sondern mit sparen zu tun. Denn Inhalte aus dem gemeinsamen ARD-Pool dürften so gut wie kostenlos für die Anstalten sein. Wenn z.B. das BR-Fernsehen einen Tatort zeigt, der vor x Jahren im Ersten lief, verursacht diese Sendung keine Kosten, bietet aber für die, die den Tatort damals nicht gesehen haben oder schon wieder vergessen haben, einen programmlichen Mehrwert zu diesem Zeitpunkt.

Die öffentlich-rechtlichen machen weder Gewinne noch sind sie profitgierig. Die RTL-Group fährt beispielsweise einen Umsatzrekord nach dem anderen ein. 2015 hatte die RTL Group europaweit einen Umsatz von über 6 Milliarden Euro (über eine 1 Milliarde Gewinn). Trotzdem lassen sie ihre Zuschauer für HD extra zahlen und bestrafen sie dann auch noch mit Aufnahmegängelungen. Von höheren Gewinnen profitieren vor allem die Aktionäre, die dann höhere Dividenden ausgezahlt bekommen. Weshalb soll dieser Konzern und ähnliche dann auch noch vom Rundfunkbeitrag profitieren? Damit die Aktionäre noch höhere Dividenden bekommen? Das wäre dann aber doch wirklich Geldverschwendung!

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BeitragDi 4. Jul 2017, 00:31 
Vorstandsvorsitzende/r
 
 
Dafür, dass die ÖR "garantierte Einnahmen" haben, ist man aber gerade bei ARD/ZDF stark darauf aus, Quote zu holen.
Dabei ist doch eine Grundidee, dass man gerade darauf keine Rücksicht nehmen müsste.

Zur "besten Sendezeit" könnten also durchaus auch mal "echte Nischen" oder 'ne Doku laufen, statt Tatort oder Shows, denn eigentlich müsste man sich das ja "erlauben können"...


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BeitragDi 4. Jul 2017, 07:42 
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Dann kommt wieder der Nächste, der jault, dass die zeigen, was keiner sehen will. Und dafür zahle man Gebühren ... :mrgreen:


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BeitragDi 4. Jul 2017, 07:53 
Vorstandsvorsitzende/r
 
 
Schon, ABER man wäre näher an der Ursprungsidee der ÖR, wäre doch auch mal was ;)


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BeitragDi 4. Jul 2017, 09:51 
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Säqirjënn hat geschrieben:
Wenn im Ersten und in den Dritten die gleichen/selben Inhalte laufen, dann hat dies nichts mit Verschwendung, sondern mit sparen zu tun. Denn Inhalte aus dem gemeinsamen ARD-Pool dürften so gut wie kostenlos für die Anstalten sein. Wenn z.B. das BR-Fernsehen einen Tatort zeigt, der vor x Jahren im Ersten lief, verursacht diese Sendung keine Kosten, bietet aber für die, die den Tatort damals nicht gesehen haben oder schon wieder vergessen haben, einen programmlichen Mehrwert zu diesem Zeitpunkt.

Die öffentlich-rechtlichen machen weder Gewinne noch sind sie profitgierig. Die RTL-Group fährt beispielsweise einen Umsatzrekord nach dem anderen ein. 2015 hatte die RTL Group europaweit einen Umsatz von über 6 Milliarden Euro (über eine 1 Milliarde Gewinn). Trotzdem lassen sie ihre Zuschauer für HD extra zahlen und bestrafen sie dann auch noch mit Aufnahmegängelungen. Von höheren Gewinnen profitieren vor allem die Aktionäre, die dann höhere Dividenden ausgezahlt bekommen. Weshalb soll dieser Konzern und ähnliche dann auch noch vom Rundfunkbeitrag profitieren? Damit die Aktionäre noch höhere Dividenden bekommen? Das wäre dann aber doch wirklich Geldverschwendung!

Gegen Wiederholungen hab ich ja überhaupt nichts...schau mir selbst Columbo immernoch sehr gerne an
aber die aktuelle Sturm der Liebe-Folge auf jedem einzelnen Programm der Dritten zu zeigen, ist unnötig!!!
Außerdem zwingt dich niemand HD zu schauen, es läuft auch in SD :)

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BeitragDi 4. Jul 2017, 09:56 
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eis-fuchsi hat geschrieben:
a
Außerdem zwingt dich niemand HD zu schauen, es läuft auch in SD :)

Ach ja? Stichwort DVB-T2. Pilotprojekt für alle anderen Übertragungswege?


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BeitragDi 4. Jul 2017, 12:45 
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eis-fuchsi hat geschrieben:
Gegen Wiederholungen hab ich ja überhaupt nichts...schau mir selbst Columbo immernoch sehr gerne an
aber die aktuelle Sturm der Liebe-Folge auf jedem einzelnen Programm der Dritten zu zeigen, ist unnötig!!!

Die Wiederholungen von Sturm der Liebe laufe zu Zeiten, zu denen fast niemand fern sieht. Das ist halt einfach auch ein billiger Platzhalter und eine Einschaltmöglichkeit für Zuschauer der Serie die sie bei der Hauptausstrahlung im Ersten verpasst haben. Außerdem möchte ich darauf hinweisen, dass nicht alle Deutschen alle Dritten Programme empfangen können. Ich kann beispielsweise je nach Wetterlage nur 2-4 Dritte empfangen.

Zitat:
Außerdem zwingt dich niemand HD zu schauen, es läuft auch in SD :)

Wie Kaffeesachse schon sagte, hat man über T2 kein kostenloses SD zu Auswahl, sondern entweder zahlen (HD) oder gar keine Privatsender.
In meiner Region werden die deutschen Privatsender nicht mal kostenpflichtig ausgestrahlt; dafür kann ich aber ORF und ein paar österreichische Privatsender (die ihre Programme in Österreich auch in ländlicheren Gebieten kostenlos terrestrisch verbreiten) empfangen. Die meiste Zeit vermisse ich nichts. Ist dann nur etwas schade, wenn z.B. RTL ARD und ZDF die Rechte für die WM-Qualifikation des Deutschen Teams wegschnappt, weil ich dann außen vor bin.

Bei den anderen Übertragungswegen dürfte es aber gerade bei Fußball wohl schon auch eine Verschlechterung sein, wenn man nur noch in SD kostenlos schauen kann. V.a. wenn man sich die Spiele mit Beamer ansehen möchte.

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BeitragMi 5. Jul 2017, 08:16 
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Kaffeesachse hat geschrieben:
eis-fuchsi hat geschrieben:
a
Außerdem zwingt dich niemand HD zu schauen, es läuft auch in SD :)

Ach ja? Stichwort DVB-T2. Pilotprojekt für alle anderen Übertragungswege?

und ich wiederhole mich gerne nochmal... es zwingt euch niemand DVB-T2 zu schauen... die Anschaffungskosten für ne Satellitenanlage dürften ähnlich sein :)

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BeitragMi 5. Jul 2017, 09:05 
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Da muss ich erst mal in eine Wohnung ziehen, die in die richtige Richtung zeigt. :P


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BeitragMi 5. Jul 2017, 11:34 
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eis-fuchsi hat geschrieben:
Kaffeesachse hat geschrieben:
eis-fuchsi hat geschrieben:
a
Außerdem zwingt dich niemand HD zu schauen, es läuft auch in SD :)

Ach ja? Stichwort DVB-T2. Pilotprojekt für alle anderen Übertragungswege?

und ich wiederhole mich gerne nochmal... es zwingt euch niemand DVB-T2 zu schauen... die Anschaffungskosten für ne Satellitenanlage dürften ähnlich sein :)

DVB-T2 ist dafür da, dass man es nutzt und nicht dafür, dass man den Empfangsweg wechselt... Warum sollte ich es gut heißen, wenn durch einen Rechtewechsel, ein Empfangsweg ein Stück weit entwertet wird und die neuen Rechteinhaber in ihrer Arroganz fordern, dass ihnen interessierte Zuschauer auf einen anderen Empfangsweg folgen sollen? Wenn irgendwelche Sendungen die du gerne siehst, jetzt plötzlich auf einem Programm laufen würden, das nur über DVB-T2 empfangbar wäre, würdest du wahrscheinlich auch nicht voll Freude den Empfangsweg wechseln wollen.
Mir widerstrebt einfach das hohe Ross auf dem die Privatsender in Deutschland sitzen und trotz hunderten Millionen Gewinn keinen Finger für den Zuschauer rühren, sondern im Gegenteil immer noch nach weiteren Abzockmöglichkeiten Ausschau halten die den Begriff "Free-TV" schon sehr weit strapazieren. Das möchte ich dann nicht auch noch damit unterstützen, dass ich schön brav mache, was sie erwarten. So wichtig sind mir die Inhalte dann auch wieder nicht.

Davon abgesehen, gibt es wie Kaffeesachse schon schrieb einige, die gar nicht so leicht wechseln können, oder nur zu einem Kabelanbieter mit hohen Anschlussgebühren.

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BeitragFr 11. Aug 2017, 00:06 
Journalist/in
 
 
Also ich bin auch für eine "komplette Abschaffung" der Gebühren.

Anfang der 90er Jahren haben sich ARD und ZDF von der "Grundversorgung" schon verabschiedet und die Märkte mit den Privaten (RTL, Sat.1, Pro7, Vox) aufgeteilt. Die Privaten haben sich eine "beeinflussbare Werbezielgruppe" bis 49 Jahren (heute bis 59 Jahren) gebaut und die Rentner hat weiterhin ARD und ZDF versorgt, da sie von allen finanziert wurden.

In Zeiten von 24-Stunden-Medien im Internet und VoD-Anbietern ist das zweigeteilte Medien-Monopol nun mal nicht mehr relevant. Bis auf "Die Anstalt" würde ich nichts vermissen und bei den Nachrichten-Sendungen kann ich einen großen Qualitätsunterschied von ARD und ZDF (17,50 Euro im Monat) und ntv und N24 (gratis) nicht erkennen.

GEZ-Zwang abschaffen. In Österreich sind die dortigen GIS-Gebühren übrigends Wahlkampf-Thema und mit etwas Glück dürften die Gebühren die Wahl auch nicht mehr überleben.

Ich würde mir gerne die 200 Euro im Jahr sparen und möchte auch nicht mehr irgendwelche Itendanten und verwelkten Schauspieler durchfüttern müssen. Würde auch wetten, dass es die GEZ in 10 Jahren nicht mehr geben wird.

Die Leute haben einfach keine Lust mehr für "veraltete Technik (= TV)" zwanghaft zu bezahlen. Würden ARD & ZDF statt 25 TV-Sender 25-Internet-Seiten betreiben, bräuchten sie dafür kein 8 Milliarden.

Und selbst hier unter den TV-Junkies im Forum will die Mehrheit lt. Umfrage die GEZ-Gebühren abschaffen. Das macht schon Mut für die Zukunft!!!


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BeitragFr 11. Aug 2017, 09:38 
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Mehmet Scholl soll (laut BILD) ja als ARD-Experte ein Grundgehalt(!) von 250.000 Euro im Jahr bekommen haben... dann natürlich noch Einsatzprämien zusätzlich
soviel zum sparsamen Umgang... würd mich mal interessieren was die anderen "Experten" so absahnen :evil:

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BeitragFr 11. Aug 2017, 13:40 
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Ich bin gegen eine Abschaffung, sondern für eine starke Reduzierung. So das die öffentlichen mit ihrem auftrag nachkommen und nicht dauernd mit Geld für unnütze Sachen um sich wirft.

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BeitragFr 11. Aug 2017, 13:57 
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hanzumon hat geschrieben:
In Österreich sind die dortigen GIS-Gebühren übrigends Wahlkampf-Thema und mit etwas Glück dürften die Gebühren die Wahl auch nicht mehr überleben.

Welche Parteien setzten sich denn dafür ein?

Zitat:
Die Leute haben einfach keine Lust mehr für "veraltete Technik (= TV)" zwanghaft zu bezahlen. Würden ARD & ZDF statt 25 TV-Sender 25-Internet-Seiten betreiben, bräuchten sie dafür kein 8 Milliarden.

Was kostet, ist nicht die Verbreitung sondern die Inhalte. Ohne die TV- und Radio-Ausstrahlung könnte man im Monat nur ein paar ct sparen (die Ausstrahlung der ARD-Programme kosten 30ct pro Monat und Beitragszahler laut BR), Millionen Leute mit langsamem Internet oder gar keinem Internetanschluss könnten die Sendungen dann aber entweder gar nicht mehr sehen oder nur, wenn sie einen teureren Internettarif extra dafür buchen.

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BeitragFr 11. Aug 2017, 14:25 
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Von einem teureren Tarif wird auf dem Dorf oder am Rande der Stadt die Leitung auch nicht schneller. :)
Nach wie vor: Strikt gegen eine Abschaffung!


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BeitragFr 11. Aug 2017, 21:22 
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Kaffeesachse hat geschrieben:
Von einem teureren Tarif wird auf dem Dorf oder am Rande der Stadt die Leitung auch nicht schneller. :)
Nach wie vor: Strikt gegen eine Abschaffung!

Mit dem teuren Tarif waren auch eher die Rentner usw. gemeint, die zwar die Möglichkeit hätten einen schnellen Internetanschluss einrichten zu lassen, dies aber eigentlich nicht machen würden, weil sie keinen PC nutzen.

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BeitragFr 11. Aug 2017, 21:59 
Journalist/in
 
 
Also ihn Österreich wollen die FPÖ (also quasi die AfD) und die Neos (quasi dort die FDP) den Gebührenzwang abschaffen.
In einigen Bundesländern in Deutschland sammelt die AfD für ein Volksbegehren. Habe mit der AfD politisch schon garnichts am Hut, aber bei der GEZ-Sache haben sie schon recht.

Und zum langsamen Internet: Habe ich selbst auch. Wäre gleichzeitig aber auch mal sinnvoll, wenn sie die Bundesregierung mit dem Netzbau beeilen würde.

TV ist nun mal tot. In 10 Jahren hat jeder sein drei Lieblings-VoD-Dienste im Abo und dazu gibt es noch eine Handvoll FreeTV-Anbieter.

Und der Fall Scholl zeigt doch, wie die "öffentlichen Sender" funktionieren. Propaganda gegen Russland in den Sportnachrichten. Jetzt bin ich weder Trump- noch Putin-Versteher, aber für solche "Marketing-Propaganda-Geschichte" will ich nicht gezwungen werden, Geld zu bezahlen. Da ist mir alleine schon die Missbrauchsgefahr viel zu hoch!!!

Und ich verstehe auch die Kritik an der Anschaffung nicht. Wir leben doch alle in einer Marktwirtschaft. Dem EuGH sind die Gebühren schon längerem ein Dorn im Auge. Stichwort: Wettbewerbverzerrung innerhalb der EU. Wenn Sky mal klagen würde, hätten ARD und ZDF ein Problem.

Und nur so nebenbei: Wer verhin ARD und ZDF gucken will, kann das doch tun. Aber zwingt doch bitte nicht "andere Leute" eurer Hobby mitzufinanzieren. Im Grundgesetz gibt es keine Regelung, dass es überhaupt eine "mediale Grundversorgung" geben muss.

Ich hoffe, dass das ein oder andere Volksbegehren Erfog hat und das dann die Abschaffung der GEZ-Gebühr endlich mal losgeht.


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BeitragFr 11. Aug 2017, 22:05 
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Zeitung ist tot, Radio ist tot, TV ist tot. Komisch, ich nutze das alles immer noch - jeden Tag! :)


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BeitragSa 12. Aug 2017, 10:47 
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hanzumon hat geschrieben:
Und zum langsamen Internet: Habe ich selbst auch. Wäre gleichzeitig aber auch mal sinnvoll, wenn sie die Bundesregierung mit dem Netzbau beeilen würde.

Dann würde ich aber nicht B vor A fordern.

Zitat:
TV ist nun mal tot. In 10 Jahren hat jeder sein drei Lieblings-VoD-Dienste im Abo und dazu gibt es noch eine Handvoll FreeTV-Anbieter.

2016 haben 71,1% der Erwachsenen ab 14 Jahren in Deutschland an einem durchschnittlichen Werktag fern gesehen. Das ist sogar etwas mehr als Anfang der 90er. Ich weiß nicht, was du unter tot verstehst, für mich klingt das nach quicklebendig. (https://www.agf.de/daten/tvdaten/seher/)

Zitat:
Und ich verstehe auch die Kritik an der Anschaffung nicht. Wir leben doch alle in einer Marktwirtschaft. Dem EuGH sind die Gebühren schon längerem ein Dorn im Auge. Stichwort: Wettbewerbverzerrung innerhalb der EU.

Genauer gesagt in einer sozialen Marktwirtschaft, in der auch Leute mit keinem oder geringem Einkommen nicht ausgeschlossen werden.

Zitat:
Und nur so nebenbei: Wer verhin ARD und ZDF gucken will, kann das doch tun. Aber zwingt doch bitte nicht "andere Leute" eurer Hobby mitzufinanzieren.

Wenn weniger einzahlen verschiebt sich aber das Preis-Leistungsverhältnis. Im Gegensatz zu einem Pay-TV-Anbieter, der hauptsächlich einkauft und dabei wahrscheinlich je nach Anzahl Abonnenten zahlen muss, produzieren ARD und ZDF sehr viel selbst (und fördern damit nebenbei auch den Deutschen Film). Bei weniger Einzahlern würden Preise also entweder extrem steigen oder die Qualität müsste stark gesenkt werden. Des Weiteren ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk auch ein Sozialsystem; Leute mit staatlicher Unterstützung werden vom Rundfunkbeitrag befreit. Private Angebote können kostenlos (werbefinanziert) sein, es gibt aber keine Garantie dafür. Das hat man ja auch bei der Umstellung von DVB-T auf DVB-T2 gesehen, als die Privatsender ihr kostenloses Angebot ohne mit der Wimper zu zucken durch ein kostenpflichtiges Angebot ersetzt haben. Auch im Internet gibt es die Streams der großen Privatsender bei legalen Angeboten meist nur gegen Bezahlung (selbst in SD). Und für Streaming-Angebote abseits der Mediatheken muss man ja eh ein Abo buchen. Derzeit liegen die Bezahlhürden bei ca. 5-10€ mtl. - niemand garantiert, dass die Preise in 10 Jahren immernoch so niedrig sein werden, denn je mehr das Fernsehen an Bedeutung verlieren wird, desto mehr werden die Rechteinhaber diese Verluste durch die Streaming-Kunden ausgleichen lassen wollen.

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BeitragSa 12. Aug 2017, 15:53 
Journalist/in
 
 
Säqirjënn hat geschrieben:

Zitat:
Und nur so nebenbei: Wer verhin ARD und ZDF gucken will, kann das doch tun. Aber zwingt doch bitte nicht "andere Leute" eurer Hobby mitzufinanzieren.

Wenn weniger einzahlen verschiebt sich aber das Preis-Leistungsverhältnis. Im Gegensatz zu einem Pay-TV-Anbieter, der hauptsächlich einkauft und dabei wahrscheinlich je nach Anzahl Abonnenten zahlen muss, produzieren ARD und ZDF sehr viel selbst (und fördern damit nebenbei auch den Deutschen Film). Bei weniger Einzahlern würden Preise also entweder extrem steigen oder die Qualität müsste stark gesenkt werden. Des Weiteren ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk auch ein Sozialsystem; Leute mit staatlicher Unterstützung werden vom Rundfunkbeitrag befreit. Private Angebote können kostenlos (werbefinanziert) sein, es gibt aber keine Garantie dafür. Das hat man ja auch bei der Umstellung von DVB-T auf DVB-T2 gesehen, als die Privatsender ihr kostenloses Angebot ohne mit der Wimper zu zucken durch ein kostenpflichtiges Angebot ersetzt haben. Auch im Internet gibt es die Streams der großen Privatsender bei legalen Angeboten meist nur gegen Bezahlung (selbst in SD). Und für Streaming-Angebote abseits der Mediatheken muss man ja eh ein Abo buchen. Derzeit liegen die Bezahlhürden bei ca. 5-10€ mtl. - niemand garantiert, dass die Preise in 10 Jahren immernoch so niedrig sein werden, denn je mehr das Fernsehen an Bedeutung verlieren wird, desto mehr werden die Rechteinhaber diese Verluste durch die Streaming-Kunden ausgleichen lassen wollen.


Ja, aber kein "privater Anbieter" kann dich zum Abo zwingen. Das ist ja der Witz. Wenn Netflix morgen 100 Euro im Monat haben will, sind 98% der Kunden weg.

Genau dieses Durckmittel "nicht kaufen" fällt bei der GEZ weg. Die können jeden Quatsch senden und du musst das akzeptieren. Programmbeschwerden & Co. interessieren dort niemand. Schau dir die Berichterstattung zum Ukranine-Konflikt an 2014. Propaganda hoch 10. Da wurden Nazis mit SS-Flagen an "Rebellen" dargestellt.

Ich kann ohne TV leben. Auch ohne VoD. Wenn mich ein Angebot nicht interessiert, kann ich es monatlich kündigen und wenn das viele Leute tun, müssen sich die Anbieter ein "attraktiveres Produkt" überlegen.

Bis 2012 hatten wir auch die Regelung, dass man sich von der GEZ befreien konnte. Das wollten wir eben wieder haben.

Wenn viele Leute kündigen würden, müssten sich ARD & ZDF halt ein besseres Programm überlegen. Ich habe auch kein Sky und bin ziemlich froh, dass mich der Staat noch nicht zwingt, Sky zu abonnieren. Nur etwas anderes sind ARD & ZDF auch nicht.

Aktuell sind ARD & ZDF quasi ein Beamtenstaat. Sie senden "Regierungs-freundliche Inhalte" und dafür werden die Sender von der Politik nicht in Frage gestellt. Hätten wir "direkte Demokratie" wäre das Problem längst gegessen und 70% der dortigen Angestellten könnten sich um einen Job in der Marktwirtschaft bemühen, so wie die meisten Bürger es auch müssen.

Lasst doch einfach die Bürger entscheiden und wenn die Mehrheit keine GEZ-Pflicht will, dann wird sie wieder abgeschafft!!!


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BeitragSa 12. Aug 2017, 16:25 
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"Die Mehrheit" halte ich ja auch für so ein Märchen. Persönlich kenn ich übrigens keinen, der Netflix oder so ein Zeug hat, nur ein paar schreibende Freaks hier. :lol: Lebt halt jeder in seiner Filterblase.


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BeitragSa 12. Aug 2017, 18:42 
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Zitat:
Ja, aber kein "privater Anbieter" kann dich zum Abo zwingen. Das ist ja der Witz. Wenn Netflix morgen 100 Euro im Monat haben will, sind 98% der Kunden weg.

Das ist aber halt nur die eine Seite der Medaille. Wenn Netflix die Kosten auf 20 oder 30€ erhöht und die Konkurrenz mitzieht werden die meisten Leute dabei bleiben, nur die Geringverdiener/Arbeitslosen können sich das dann vielleicht nicht mehr leisten und kommen dann nicht mehr an die Inhalte ran, die sie interessieren. Denn irgendein Shopping- oder Reality-TV-Kanal kann keine Serien und Filme ersetzen. Mit der TV-Grundversorgung können auch diese Leute noch ein eingeschränktes Serien- und Spielfilmangebot nutzen.

Zitat:
Wenn viele Leute kündigen würden, müssten sich ARD & ZDF halt ein besseres Programm überlegen. Ich habe auch kein Sky und bin ziemlich froh, dass mich der Staat noch nicht zwingt, Sky zu abonnieren. Nur etwas anderes sind ARD & ZDF auch nicht.
Also hier in Bayern sind drei der vier meist gesehenen Programme öffentlich-rechtlich. Also soo schlecht kann das Programm für die Mehrheit nicht sein.

Zitat:
Aktuell sind ARD & ZDF quasi ein Beamtenstaat. Sie senden "Regierungs-freundliche Inhalte" und dafür werden die Sender von der Politik nicht in Frage gestellt.

Also ich finde, dass ARD und ZDF schon auch regierungskritisch berichten. Regierungskritisch heißt ja nicht, dass man deshalb gleich die AfD-Parolen hochjubeln muss. Warum hat Seehofer wohl vorgeschlagen das ZDF einzustellen? Bestimmt nicht, weil die so CSU-freundlich berichten...

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BeitragSa 12. Aug 2017, 22:57 
Journalist/in
 
 
Ich würde auf keine Statistik so viel wert legen. Wenn der Opi im Heim am Tag 12 Stunden Phoenix guckt und der 20jähriger schaut nur einmal pro Woche TV, dann kommen auch tolle Durchschnittswerte raus.

Die Frage ist doch am Ende ganz einfach: Ist das öffentlich-rechtliche Programm 17,50 Euro wert im Monat oder nicht? Und da ich eh so gut wie kein TV gucke (und auch kein VoD abonniert habe!), ist mir der Spaß auch keine 210 Euro wert im Jahr.

Ich würde es fair finden, wenn man die GEZ-Gebühr kündigen könnte wie früher.

Aufs Internet möchte ich beispielsweise nicht verzichten. Nur es gibt zig verschiedene Anbieter und keinen Internet-Bezahl-Zwang. Viele Rentner um die 80 Jahren habe bis heute kein Internet. Sollen wir denen einfach einen DSL-Vertrag aufzwingen?

Aber am Ende drehen wir uns im Kreis: Wenn alle ARD und ZDF so toll finden, dann würden doch 95% der Zuschauer weiterhin die Gebühr entrichten, auch wenn es freiwillig wäre. Wenn nicht, dann sind ARD und ZDF vielleicht garnicht so toll ;)


Dann würden ein paar Freaks wie ich kündigen und niemand würde es merken. Aber in der Realität bezahlen angeblich 4,9 Millionen Menschen die GEZ-Gebühr nicht. Sind nicht alles GEZ-Rebellen, aber das sind schonmal ca. 10% aller Gebührenzahler.


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BeitragSa 12. Aug 2017, 23:11 
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Man konnte früher die GEZ kündigen? Dann musstest du aber nachweisen, dass du kein Gerät besitzt, mit dem du auch nur die Spur eines Senders hättest empfangen können. Zeige mir mal den Menschen, der weder ein Radio, einen Fernseher, ein Autoradio oder einen Computer besitzt. Heute reicht ja schon ein Smartphone. Das betrifft dann auch nur 90-Jährige, die nichts mehr hören und sehen. 8)


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