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Rundfunkgebühren: Abschaffen?
Ja! 53%  53%  [ 60 ]
Nein, dann würden außenstehende Anstalten leiden. 38%  38%  [ 43 ]
Ist mir egal. 6%  6%  [ 7 ]
Ich habe mich mit dem Skandal nicht befasst. 4%  4%  [ 4 ]
Abstimmungen insgesamt: 114
BeitragDo 10. Jan 2019, 03:44 
Journalist/in
 
 
Überall muss gespart werden. Dann können die Öffis auch Mal sparen. Ich finde das schon erschreckend, wie gelassen der ARD Chef, über die Erhöhungen spricht. Eher kürzen!


  ▲ Nach oben
   
BeitragDo 10. Jan 2019, 04:25 
Abteilungsleiter/in
 
 
Ich frage mich auch wieso es immer teurer wird.
Technik wird immer billiger, Digitalisierung müsste ihr übriges tun. Aber wahrscheinlich hat man von diesem Wort bei der ARD noch nie was gehört...
Man müsste auch das ganze Konstrukt mal modernisieren. 85 Nachrichtensendungen (reine Objektove Nachrichten!) braucht kein Mensch. Diese ganzen lokalen Nachrichten (beim WDR: Lokalzeit) sind zwar der Auftrag der ARD, trotzdem wird der technische Aufwand dafür zu hoch sein. Ein Setup, wie es ein normaler youtuber zusammenschraubt, reicht bei der Reichweite ehrlich gesagt aus. Man braucht auch nicht für jeden scheiß ein eigenes Studio.

Bei Kritik der privaten an den öffis bin ich immer seeeeehr vorsichtig. Eigentlich ist wohl kein Sender und keine Zeitung pro öffentlich rechtlichen, weil sie eine Konkurrenz sind, die man nicht durch normale Marktwirtschaft „besiegt“. Daher ist die Einstellung schon oft sehr anti und alles gegen die öffis wird breit thematisiert.
Da die Einstellung offen „anti“ ist, genieße ich solche Beiträge wie bei heise (oder hier Focus) immer mit Bedacht.
Beispielsweise rechnet man bei der ARD (vom ZDF verliert man kein Wort, warum?) immer brutto, mit allen Abgaben, bei prosiebensat1 nicht. Dazu rechnet man das auf die FESTEN Mitarbeiter. Nun sind bei der ARD auch sehr viele (nicht unerheblich viele) freie Mitarbeiter dabei. Ich weiß jetzt nicht, inwiefern das unter Personalkosten fällt. Vielleicht fällt das auch in eine andere Kategorie. Die Rechnung ist schon sehr einfach, was der Focus da veranstaltet.
Dazu ist ja klar: Ein Tarifvertrag kostet nahezu immer mehr, als das was die privaten da zahlen.
Außerdem ist es schwierig Mitarbeiter der ARD mit denen von prosiebensat1 zu vergleichen. Der Fokus liegt bei der ARD klar auf den Nachrichten und Korrespondenten und sehr vielen (Radio)Moderatoren, live Sendungen etc., während man bei ProSieben fast nur lizenzware versendet. Da ist es fast logisch, dass der Anteil der Gehälter bei der ard die 50% Marke übersteigt, bei ProSieben aber nur die 16% Marke (netto?) erreicht.
So in den Raum geworfen klingt es natürlich erschreckend, näher betrachtet klingt es aber wohl weniger schlimm.

Was aber nichts an 2 Punkten ändert:
1. Die verdienen tatsächlich zu viel. Ob es so viel ist wie der Focus kolportiert - who knows? Aber der Tarifvertrag ist schon alles andere als unterbezahlt. Da müsste man - im Sinne der Akzeptanz - über eine Senkung sprechen.

2. Bestehende, veraltete Strukturen mit immer mehr Geld zu füttern, statt die Strukturen anzupassen, um eine Senkung oder höhere Produktivität zu erreichen, ist das wohl dümmste was man machen kann, wenn man eh schon in der Kritik steht.

Es ist aber auch klar, dass selbst ein Beitrag von nur 10€/Monat Kritik hervorrufen würde. Der Deutsche ist knauserig, da gehts dann ums Prinzip. Erst wenn es nichts mehr kostet, ist es ok. 17,50€ ist aber durchaus happig. Etwas zu happig.

Ich finde man macht es sich mit dem Ruf nach mehr Geld einfach zu einfach und will jede Anstrengung für Veränderung verhindern.


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BeitragSa 12. Jan 2019, 16:16 
Inventar
 
 
"Die Technik wird immer billiger"?? Wie meinst du das denn??

_________________
FC Hansa Rostock


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BeitragSa 12. Jan 2019, 18:06 
Mitglied im Vorstand
Benutzeravatar
 
 
Wolfsgesicht hat geschrieben:
Ich frage mich auch wieso es immer teurer wird.


Weil man es sich leisten kann im Wissen, dass der Beitragszahler für die Kosten immer aufkommen wird.
Deshalb sind staatlich geführte Unternehmen ja auch zu vermeiden, weil diese ineffizient arbeiten, wenn am Ende immer das Geld vom Steuerzahler steht.
Die Öffis funktionieren genauso wie jedes öffentliche System, welches vom Beitrags-, oder Steuerzahler finanziert wird.
Man bekommt ein großzügig auskalkuliertes Budget, welches, selbst wenn es nicht ausgeschöpft, verbraten wird, damit die Zahlungen im nächsten Zeitraum nicht geringer werden.
So hält man die Ausgaben quazi bei 0. Werden dann andere Güter teurer, also vom Bleistift, bis hin zu den Energiekosten, wird im Laufe der Zeit immer mehr Knete gebraucht.
Ein privatwirtschaftliches Unternehmen würde an der Stelle natürlich anfangen zu sparen. Man legt Sender zusammen, schaut, dass man sich Ü-Wagen an Berichten teilt, stellt Infrastruktur und bisherige Gegebenheiten so gut wie es geht auf den Kopf und entlässt womöglich teure Mitarbeiter...

Und umso höher man bei den Öffis kommt, desto unwahrscheinlich wird, dass man eben entlassen wird. Schließlich kennt jeder jeden und so lange alle von den neuen Gebühreneine Gehaltserhöhung bekommen, wird sich natürlich auch intern niemand beschweren...

Da man den Menschen dann von Kind auf an einredet, die freie Presse würde bedingungslos von den Öffis abhängen, haben die natürlich ihren Teil getan, damit es von außen möglichst wenig Einflüsse gibt, die solch ein System in Frage stellen, denn jeder der das tut, ist natürlich automatisch gegen die freie Presse...

_________________
There's a reason you separate military and the police. One fights the enemies of the state, the other serves and protects the people. When the military becomes both, then the enemies of the state tend to become the people. -William Adama-


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BeitragFr 18. Jan 2019, 14:56 
Chefposter/in
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Na, also kritisieren kann man das schon. Ich finde auch, dass man die Gebühren durchaus senken sollte, bin aber trotzdem ganz klar für einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Die Bedeutung von aufgearbeiteten, konsumierbaren, unabhängigen Informationen wird (von welcher Seite auch immer) gnadenlos unterschätzt. Und die Kritik geht da auch nicht selten sehr stark in den verschwörungstheoretischen Bereich.
Was die Ineffizienz auf der einen Seite und das ausbeuten von Pratikanten/Volontäre auf der anderen betrifft, kann ich das widerum wirklich gut nachvollziehen. Und es ist natrürlich auch immer wieder enttäuschend, wenn man mitbekommt, dass kreative Köpfe eingeschränkt werden, man sich kaum etwas traut und mit der Kohle einfach auf Nummer sicher geht.

Für die Dokus, einzelne Magazine oder Talkshows zahle ich aber gerne.

_________________
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