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Rundfunkgebühren: Abschaffen?
Ja! 54%  54%  [ 60 ]
Nein, dann würden außenstehende Anstalten leiden. 37%  37%  [ 41 ]
Ist mir egal. 6%  6%  [ 7 ]
Ich habe mich mit dem Skandal nicht befasst. 4%  4%  [ 4 ]
Abstimmungen insgesamt: 112
BeitragDi 6. Feb 2018, 14:43 
Abteilungsleiter/in
 
 
Kaffeesachse hat geschrieben:
10 Euro im JAHR? Ernsthaft? Manche haben echt Vorstellungen ... :lol:


Eine halbe Milliarde pro Jahr reicht also nicht für Arte, Phoenix, Dokus und Klassikradios?


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BeitragDi 6. Feb 2018, 17:04 
Chefposter/in
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Wenn man mal alle anderen Argumente außen vor lässt und den Milchmädchenrechnugen hier im Thread folgt, würden aber ja nicht alle dafür zahlen wollen, sondern nur die, die die Inhalte wirklich sehen wollen. Phoenix und ARTE kommen zusammen zu Rekordzeiten auf nicht mal 7 Millionen Zuschauer, also 70 Millionen für das ganze Programm, Einkäufe, Produktion, Mitarbeiter, Übertragungen, Redaktionen, Studios und allem anderen, was man dann komplett alleine stemmen muss, weil’s keine Öffentlich-Rechtlichen gibt, von denen man etwas übernehmen könnte …

Naja, für nen YouTube-Kanal mit Greenscreen wird’s reichen, ja :lol:

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Nicht weinen, kleiner Mann …


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BeitragDi 6. Feb 2018, 18:39 
Vorstandsvorsitzende/r
 
 
Also statt der Zwangsgebühr kann ich mir auch Prime im Jahresabo und Netflix und Sky Ticket im wechsel nehmen. Da läuft wenigstens etwas was ich auch gucke. So mache ich das zusetzlich. Wegen 3-4 serien brauche ich kein Jahresabo, da bietet Netflix für 132 € im Jahr ja mehr anspruchsvolle Eigenproduktionen. Sport, Dokus und so weiter interessiert mich nicht. Politik und News gucke ich nicht im TV oder Radio, dafür gibt es doch Internet. Und so geht es allen mit denen ich gesprochen habe. Die einzigen die das anders sehen sind Rentner, aber auch nicht. Gibt auch da viele die sagen, das im vergleich zu früher eh nur noch schrott kommt. Es ist am Ende egal, es wird sich in der Hinsicht nichts ändern.


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BeitragDi 6. Feb 2018, 18:51 
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Dass angeblich ja so viele so unzufrieden sind, steht völlig konträr zu den aktuellen Quoten und Marktanteilen.
Denkt man sich mal alles weg, was öffentlich-rechtlicher Rundfunk ist, was bleibt dann eigentlich übrig? Mediale Wüste. Wenn unsere Privaten wenigstens noch irgendwas könnten, dann würd ich's ja halbwegs verstehen ...


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BeitragDi 6. Feb 2018, 20:26 
Mitglied im Vorstand
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Zitat:
Dass angeblich ja so viele so unzufrieden sind, steht völlig konträr zu den aktuellen Quoten und Marktanteilen.

Das stimmt. 2016 hießen die reichweitenstärksten Programme in Deutschland ZDF und Das Erste. Und die Dritten überholen in Summe noch das Erste. Alleine sind sie in ihren jeweiligen Regionen aber auch nicht schlecht. Hier in Bayern kommt das BR Fernsehen etwa auf Platz 4; muss sich von den Privatsendern also nur RTL geschlagen geben.
Auch die Sehdauer hält sich auf hohem Niveau relativ stabil. Sie ist zwar 2017 im Vgl. zu 2016 leicht zurückgegangen, liegt aber noch über den Werten von 2009 und den Jahren davor.

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BeitragMi 7. Feb 2018, 20:36 
Abteilungsleiter/in
 
 
Kaffeesachse hat geschrieben:
Dass angeblich ja so viele so unzufrieden sind, steht völlig konträr zu den aktuellen Quoten und Marktanteilen.
Denkt man sich mal alles weg, was öffentlich-rechtlicher Rundfunk ist, was
bleibt dann eigentlich übrig? Mediale Wüste. Wenn unsere Privaten wenigstens noch irgendwas könnten, dann würd ich's ja halbwegs verstehen ...


Warum werden denn immer die "öffentlich-rechtlichen Sender" mit den "Privatsendern" verglichen?

Warum nie mit dem INTERNET ? Würde das Netz nicht mit Flatrate und sozialen Medien geben (wo jeder Inhalte hochladen kann!), wäre ich auch für die GEZ.

Wenn ich wissen will, wer neue Minister in der GroKo ist, suche ich aktiv nach diesen News. Ich brauche doch keinen TV-Vorleser mehr, der mir pünktlich um 20.00 Uhr die News vorliest.

Wenn man das mit allen News macht, braucht man Tagesschau und heute-Nachrichten nicht mehr. Man hat seine 5 bis 10 News-Seiten und wenn einem ein "Thema" interessiert, geht man im Netz aktiv auf die Suche.

Warum soll mich genau das Thema interessieren, was ARD & ZDF ausstrahlen?

Man muss doch die Nutzungszeiten des "neuen Medium" mit den Nutzungszeiten des "älteren Mediums" vergleichen. "Privat TV-Sender" mit "Öffentlich-rechtlichen Sender" zu vergleichen, ist ja "TV vs TV".

Das es inzwischen Millionen Bürger gibt, die "kaum" bis "kein TV" mehr konsumieren, fällt immer unter den Tisch. Warum sollen die dann GEZ bezahlen? Bei den Zeitungen gibt es auch keinen Zwang, diese zu subventionieren. Und die Auflagen schrumpfen und schrumpfen ...


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BeitragMi 7. Feb 2018, 20:59 
Administrator
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Weil es nicht dasselbe ist? Wenn ich mich abends auf die Couch setze und den Fernseher einschalte, sitze ich nicht dort und suche mir irgendwas im Internet, wo jeder Heinz seinen Schmarren hochladen kann. Und in diesem Internet meidet man dann natürlich jede öffentlich-rechtliche Quelle ... Und warum geht's denn eigentlich immer nur um Infos, Tagesschau etc.? Gibt's da nur das, oder was?


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BeitragMi 7. Feb 2018, 21:54 
Chefposter/in
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hanzumon hat geschrieben:
Warum werden denn immer die "öffentlich-rechtlichen Sender" mit den "Privatsendern" verglichen?

Warum nie mit dem INTERNET ? Würde das Netz nicht mit Flatrate und sozialen Medien geben (wo jeder Inhalte hochladen kann!), wäre ich auch für die GEZ.
Das haben wir hier im Thread doch auch schon durch. Am Ende läuft es unterm Strich in der Argumentation doch immer auf »ich sehe keinen direkten Nutzen darin für mich, deshalb braucht es offensichtlich niemand!« in verschiedenen Geschmacksrichtungen raus.

Radio und Mediatheken und Online-Inhalte haben die Öffentlich-Rechtlichen auch (und Redaktionen und Korrespondenten und Mitarbeiter, die Texte und Bild- und Tonmaterial überhaupt erst mal produzieren und auswerten). Klar werden auf YouTube die gleichen Themen von X Leuten besprochen, aber wer von denen betreibt denn bitte originäre Recherche und Redaktionsarbeit? Die verwerten doch auch nur weiter, was von anderen längst erarbeitet wurde.

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Nicht weinen, kleiner Mann …


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BeitragMi 7. Feb 2018, 22:22 
Vorstandsvorsitzende/r
 
 
hanzumon hat geschrieben:
Kaffeesachse hat geschrieben:
Dass angeblich ja so viele so unzufrieden sind, steht völlig konträr zu den aktuellen Quoten und Marktanteilen.
Denkt man sich mal alles weg, was öffentlich-rechtlicher Rundfunk ist, was
bleibt dann eigentlich übrig? Mediale Wüste. Wenn unsere Privaten wenigstens noch irgendwas könnten, dann würd ich's ja halbwegs verstehen ...


Warum werden denn immer die "öffentlich-rechtlichen Sender" mit den "Privatsendern" verglichen?

Warum nie mit dem INTERNET ? Würde das Netz nicht mit Flatrate und sozialen Medien geben (wo jeder Inhalte hochladen kann!), wäre ich auch für die GEZ.

Wenn ich wissen will, wer neue Minister in der GroKo ist, suche ich aktiv nach diesen News. Ich brauche doch keinen TV-Vorleser mehr, der mir pünktlich um 20.00 Uhr die News vorliest.

Wenn man das mit allen News macht, braucht man Tagesschau und heute-Nachrichten nicht mehr. Man hat seine 5 bis 10 News-Seiten und wenn einem ein "Thema" interessiert, geht man im Netz aktiv auf die Suche.

Warum soll mich genau das Thema interessieren, was ARD & ZDF ausstrahlen?

Man muss doch die Nutzungszeiten des "neuen Medium" mit den Nutzungszeiten des "älteren Mediums" vergleichen. "Privat TV-Sender" mit "Öffentlich-rechtlichen Sender" zu vergleichen, ist ja "TV vs TV".

Das es inzwischen Millionen Bürger gibt, die "kaum" bis "kein TV" mehr konsumieren, fällt immer unter den Tisch. Warum sollen die dann GEZ bezahlen? Bei den Zeitungen gibt es auch keinen Zwang, diese zu subventionieren. Und die Auflagen schrumpfen und schrumpfen ...

JENAU!
Es reicht mir auch völlig zu so, da gibt es genügend seiten, da brauche ich keine News Sendung, eine News Seite reicht doch. Deutsches Fernsehen gucke ich schon 10 Jahre nicht mehr, mal abgesehen von den wenigen deutschen Serien, US, UK oder andere Serien gibt es ja bei Streaming Anbietern.


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BeitragDo 8. Feb 2018, 00:03 
Mitglied im Vorstand
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hanzumon hat geschrieben:
Man muss doch die Nutzungszeiten des "neuen Medium" mit den Nutzungszeiten des "älteren Mediums" vergleichen. "Privat TV-Sender" mit "Öffentlich-rechtlichen Sender" zu vergleichen, ist ja "TV vs TV".

Na gut, dann schauen wir uns halt mal an, wie viele Leute wie oft TV/VOD nutzen:
Nutzung täglich/fast täglich:
Klassisches Fernsehen: 70%
VOD: 8%

Wenn man jetzt noch ein oder mehrmals die Woche hinzu nimmt, kommt man auf:
Klassisches Fernsehen: 88%
VOD: 25%

Bei den Nutzungszeiten (subjektive Einschätzung) ergibt sich ein Verhältnis TV zu VOD von 69,1% zu 17,9%.

Nachzulesen im Digitalisierungsbericht 2017 auf S. 88 und 91 (https://www.die-medienanstalten.de/file ... chland.pdf)

Und welche Erkenntnis ziehst du jetzt daraus?

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BeitragDo 8. Feb 2018, 08:35 
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Aber jetzt hast du wieder TV mit VOD verglichen. Und nicht mit DEM Internet. DEM INTERNET! Verstehst du? 8) :mrgreen:


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BeitragDo 8. Feb 2018, 11:05 
Fernsehboss
 
 
Säqirjënn hat geschrieben:
Nachzulesen im Digitalisierungsbericht 2017 auf S. 88 und 91 (https://www.die-medienanstalten.de/file ... chland.pdf)


Schöne Studie und zeigt den Trend ganz klar auf. Natürlich nutzen noch viele klassisches TV, aber die Wachstumsraten der anderen Formate sind beachtlich.

Mit weiterem Breitbandausbau, neuen Anbietern (Disney) und Ausbau der hochwertigen Produktionen wird das immer weiter zunehmen.

Keine Ahnung, ab welchem Nutzungsanteil man an die Rundfunkgebühren ran muss, aber irgendwann ist das halt nicht mehr zu rechtfertigen. Alles nur eine Frage der Zeit.


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BeitragDo 8. Feb 2018, 11:50 
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Es gibt aber auch das Radio. Dessen Nutzung hat trotz dieses Internets in den letzten 10 Jahren nur marginal abgenommen. Wenn das den halben Tag dudelt mit einem öffentlich-rechtlichen Sender, scheint das irgendwie unter den Tisch zu fallen.
Von mir aus einfach mal 3 Tage alles öffentlich-rechtliche abschalten vomn Radio bis zum Netz. Dann werden sich einige aber umgucken, was alles fehlt und ganz schnell still sein.


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BeitragDo 8. Feb 2018, 12:10 
Fernsehboss
 
 
Meinst Du, dass sehr viele intensive Nutzer von ÖR Radiostationen sich gegen die Rundfunkgebühren aussprechen?

Die Radionutzung wird meiner Meinung nach auch noch stark fallen. Mit zunehmender Integration von Verkehrsmeldungssystemen in Fahrzeugen sowie Entertainmentlösungen im Auto, die besser funktionieren als CD Wechsler, USB Stick oder FM Transmitter.

Das Radio hat hier noch Schonfrist, weil Autohersteller sich integrierte Systeme teuer bezahlen lassen (für Funktionalität, die jedes 200€ Handy/Tablet bietet) und Mobilfunk noch nicht die Abdeckung und günstiges Datenvolumen bietet.


Auch bei der Radionutzung gibt es vermutlich große Unterschiede in den Altersklassen.


PS: Sollten alle Radiosender heute abgestellt werden, ich würde es vermutlich lange nicht bemerken.


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BeitragDo 8. Feb 2018, 12:57 
Vorstandsvorsitzende/r
 
 
Also Radio höre ich nie! Das letzte mal vor 15 jahren. Maximal internetradio, aber auch eher nicht. Gibt doch alles bei YouTube oder zu kaufen und die öffentlichen bringen eh kein Deutsch Rock, nur paar internet Sender. Verkehrsmeldungen gibt es aufs handy genauer. Viel schlimmer wären Wohl 3 Tage ohne Internet und ohne PS4/Pc.


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BeitragDo 8. Feb 2018, 15:10 
Abteilungsleiter/in
 
 
Kaffeesachse hat geschrieben:
Weil es nicht dasselbe ist? Wenn ich mich abends auf die Couch setze und den Fernseher einschalte, sitze ich nicht dort und suche mir irgendwas im Internet, wo jeder Heinz seinen Schmarren hochladen kann. Und in diesem Internet meidet man dann natürlich jede öffentlich-rechtliche Quelle ... Und warum geht's denn eigentlich immer nur um Infos, Tagesschau etc.? Gibt's da nur das, oder was?


1. Sind die meisten Meldung bei ARD und ZDF sowie bei in jeder Tageszeitung zu 80% von reuters oder dpa abgeschrieben. Reuters, dpa & Co. sind "privat-rechtliche Unternehmen". Stört grundsätzlich keinen GEZ-Fan.

2. Also als wissenschaftlich-geprägter Mensch muss man eine Quelle selbst überprüfen. Ist im Internet ziemlich einfach. Wenn mehrere vertrauenswürdige Seiten darüber berichten (Spiegel / stern / faz / süddeutsche / taz / ...) wird die News wohl stimmen ;)

3. Niemand will ARD / ZDF / Deutschlandradio abschaffen. Aber die "Zwangs-Gebühren" müssen weg. Es muss auch möglich sein, dass Leute dafür nicht bezahlen müssen, wenn sie die Programme nicht nutzen.

Wer das sehen will, soll es ruhig sehen. Woher immer der Aufstand kommt, wundert mich schon ... Will ich als Bürger nicht die FREIHEIT haben, ob ich ARD & ZDF finanzieren will oder nicht?

Anderes Beispiel: Es gibt Netflix. Brauche ich persönlich auch nicht. Gibt aber viele Leute, die die Serien gerne sehen. Also bezahlen die Leute eben für Netflix und Nicht-Bezahler haben auf den Content keinen Zugriff.

Das ist fair. Stört niemand. Bei ARD & ZDF locker auch möglich. Solche Reform-Vorschläge werden aber immer als der "Untergang des Abendlandes" dargestellt.

Das öffentlich-rechtliche Angebot ist ein Paradoxon: Es ist qualitativ super, kann aber nur mit Zwangsgebühren finanziert werden. Wenn es toll ist, würden die meisten Zuschauer auch freiwillig dafür bezahlen. Wenn nicht, dann muss das Programm eventuell verbessert werden.

Der Vergleich mit RTL, Sat.1 und Pro7 ist unfair, weil viele Menschen diese Programme genauso wenig sehen wollen, wie ARD und ZDF. Ich habe mich beispielsweise als Zuschauer von den Privaten Sender verabschiedet, als 2002/03 die Casting-Shows, das Dschungel-Camp und wenig später die Super-Models kamen.

Bei ARD & ZDF interessieren mich aber Krimis, Quizshows und Pilcher-Filme auch nicht. Oder die "Elite-Kaffee-Kränzchen", die von Illner und Plasberg moderiert werden. Ist man nach einer Sendung - wo fünf Leute gleichzeitig wild durcheinanderreden - als Zuschauer schlauer?

Falls ja, dann sollen bitte an unsere Schulen auch fünf Lehrer gleichzeitig pro Klasse ein Fach unterrichten, wenn man so effektiv Wissen vermitteln kann.

Wie laufen denn solche Politik-Talkshows ab. Zwei bis drei Politiker machen dort Werbung für ihre Partei. Dann ist noch ein Lobbyist dabei (Verband der deutschen Automobil-Industrie). Die fünf Person ist dann noch ein Journalist, der Werbung für seine Zeitung macht.

Und diese Werbe-Sendung wird dann dem Zuschauer als "Wissens-Sendung" verkauft. Super ... Da schaue ich mir lieber ein 90-Minuten-Interview eines Professors zu einem Thema auf YouTube an.


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BeitragFr 9. Feb 2018, 00:19 
Mitglied im Vorstand
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Zitat:
Die Radionutzung wird meiner Meinung nach auch noch stark fallen. Mit zunehmender Integration von Verkehrsmeldungssystemen in Fahrzeugen sowie Entertainmentlösungen im Auto, die besser funktionieren als CD Wechsler, USB Stick oder FM Transmitter.

Das Radio hat hier noch Schonfrist, weil Autohersteller sich integrierte Systeme teuer bezahlen lassen (für Funktionalität, die jedes 200€ Handy/Tablet bietet) und Mobilfunk noch nicht die Abdeckung und günstiges Datenvolumen bietet.

Kommt drauf an, weshalb man Radio hört. Ich höre z.B. oft DLF oder Bayern 2. Diese können nicht maschinell erzeugt werden. Andere hören Radio wegen der Ansprache, den regionalen Infos, der Comedy etc.; auch das kann von deinen Lösungen (derzeit) noch nicht perfekt abgebildet werden.
Eine weitere Gruppe sind Leute, die einfach was nebenzu hören wollen (evtl. auch in der Gruppe z.B. bei der Arbeit). Musikalisch sollte es den kleinsten gemeinsamen Nenner treffen, wobei dabei das Angebot das sich am wenigsten umständlich nutzen lässt die Nase vorn hat. Auch da sehe ich das Radio noch vorne - wer eh nur Mainstream-Musik hören möchte, für den bietet das Internet nicht soo viel Mehrwert. Leute die sich beim Autofahren über Verkehrslage, Wetter und Nachrichten, aufgelockert mit Musik informieren wollen, hast du ja schon angesprochen.
Interessant ist das Internet in erster Linie für Leute mit ausgefallenem Musikgeschmack.

Zitat:
2. Also als wissenschaftlich-geprägter Mensch muss man eine Quelle selbst überprüfen. Ist im Internet ziemlich einfach. Wenn mehrere vertrauenswürdige Seiten darüber berichten (Spiegel / stern / faz / süddeutsche / taz / ...) wird die News wohl stimmen ;)

Das kannst du für dich gerne machen, aber die Mehrheit der Menschen macht das nicht, weil es zeitaufwendig und langweilig ist.

Zitat:
Will ich als Bürger nicht die FREIHEIT haben, ob ich ARD & ZDF finanzieren will oder nicht?

Nicht, wenn dadurch die Qualität des Angebots riskiert wird, das ich nutze. Außerdem ist der ö.r. Rundfunk ein Solidarmodell.

Zitat:
Bei ARD & ZDF interessieren mich aber Krimis, Quizshows und Pilcher-Filme auch nicht. Oder die "Elite-Kaffee-Kränzchen", die von Illner und Plasberg moderiert werden. Ist man nach einer Sendung - wo fünf Leute gleichzeitig wild durcheinanderreden - als Zuschauer schlauer?

Wie gesagt Solidarmodell... Bei YouTube wählst du ja auch aus, welche Viedos du anschaust und welche nicht; genauso ist es beim TV auch.
Ob man durch Illner oder Plasbergs Sendungen schlauer wird, hängt v.a. vom eigenen Kenntnisstand ab.

Zitat:
Und diese Werbe-Sendung wird dann dem Zuschauer als "Wissens-Sendung" verkauft. Super ... Da schaue ich mir lieber ein 90-Minuten-Interview eines Professors zu einem Thema auf YouTube an.

Ziel von solchen Sendungen ist es nicht, Leute die politisch so interessiert sind sich ein 90-Minuten-Interview eines Professors anzuschauen davon abzubringen dies zu tun, sondern Leute die sich kaum für Politik interessieren, Politik in einer unterhaltsamen Art zu präsentieren mit der sie Interesse wecken können. Und als Werbesendung würde ich es nicht bezeichnen; es geht halt darum verschiedene Seiten zu beleuchten wozu Entscheidungsträger, Betroffenen und Experten eingeladen werden.
Btw. wenn du zu einem Thema nur einen Professor anhörst, bist du möglicher Weise relativ einseitig informiert. Denn gerade im Bereich Politik gibt es selten die eine Wahrheit und Argumentationsmöglichkeit.

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BeitragFr 9. Feb 2018, 15:24 
Abteilungsleiter/in
 
 
Säqirjënn hat geschrieben:
Zitat:
Will ich als Bürger nicht die FREIHEIT haben, ob ich ARD & ZDF finanzieren will oder nicht?

Nicht, wenn dadurch die Qualität des Angebots riskiert wird, das ich nutze. Außerdem ist der ö.r. Rundfunk ein Solidarmodell.


Die öffentlich-rechtlichen Sender sind ein "Solidarmodell"? Bitte ?

Warum bezahlt dann der Millionär den exakt gleichen Beitrag wie eine Alleinerziehende Mutter? Mit Solidarität hat das überhaupt nichts zu tun, unser Finanzierungsmodell.

Für mich gibt es zwei Möglichkeiten:

Alternative I.

Wir bauen die öffentlich-rechtlichen zur offiziellen vierten Gewalt im Staat aus. Mit Steuerfinanzierung, 100% unabhängig von Politik (dann dürften Politiker und Journalisten auch nicht mehr in gemeinsamen Think-Tanks kuscheln!)

Dann müssen die Spitzenjobs dort demokratisch besetzt werden. Wenn der früherer Regierungssprecher von Angela Merkel später zum BR-Chef aufsteigt und heute die ARD leitet (und Gebührenerhöhungen fordert!) kann man kaum von einem "neutralen Sender" sprechen. Es ist eben Staatsfunk. Was von den Gesetzen eigentlich nicht sein dürfte.

Dazu müssten wir die Telekom allerdings wieder verstaatlichen, denn die Zukunft in der Datenübertragung liegt nunmal im Glasfasernetz und nicht über Antenne, Kabel oder Satelit.

Alternative II.

Wir schaffen einfach die Pflicht zur Gebührenzahlung ab und fertig. Wäre der viel einfachere Weg. Soll sich bitte jeder Zuschauer selbst die Medien seiner Wahl zusammenstellen und sich nicht wie Zombies ein Leben lang von "ARD & ZDF" berieseln lassen, wo die Kernbereich des Staats nie kritisiert werden. Ein Staatssender wird auch nie zur Revolution aufrufen. Er stützt ja das "politische System". Das ist seine Aufgabe.

Da die Alternative I ziemlich ausgeschlossen ist, wäre Alternative II die schnellere Lösung.


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BeitragFr 9. Feb 2018, 15:49 
Vorstandsvorsitzende/r
 
 
hanzumon hat geschrieben:
Ein Staatssender wird auch nie zur Revolution aufrufen. Er stützt ja das "politische System". Das ist seine Aufgabe.


1. Ich wusste gar nicht das wir in Deutschland einen "Staatssender" haben!
2. Wieso sollte irgend ein Sender zur Revolution aufrufen? Das ist gelinde gesagt lächerlich!


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BeitragFr 9. Feb 2018, 15:55 
Vorstandsvorsitzende/r
 
 
Natürlich sind es Staatsender, das die Sender nicht ohne Politik beeinflussung sind, ist ja bekannt.


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BeitragSa 10. Feb 2018, 03:34 
Mitglied im Vorstand
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Zitat:
Die öffentlich-rechtlichen Sender sind ein "Solidarmodell"? Bitte ?

Warum bezahlt dann der Millionär den exakt gleichen Beitrag wie eine Alleinerziehende Mutter? Mit Solidarität hat das überhaupt nichts zu tun, unser Finanzierungsmodell.

Leute, die staatliche Unterstützung erhalten werden befreit. Das wirst du bei Sky oder Netflix nicht erleben. Aber ich stimme dir zu: Für Leute mit niedrigem Einkommen sollte es einen ermäßigten Rundfunkbeitrag geben.

Zitat:
Wir bauen die öffentlich-rechtlichen zur offiziellen vierten Gewalt im Staat aus. Mit Steuerfinanzierung, 100% unabhängig von Politik (dann dürften Politiker und Journalisten auch nicht mehr in gemeinsamen Think-Tanks kuscheln!)

Und wer legt dann die Höhe der Steuer fest?
In den Rundfunkräten sind Leute aus verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Vertreter aus den Bereichen Kunst, Kultur, Soziales, Religion und u.a. auch Politik. Warum auch Politiker? Weil sie in einem demokratischen System uns Bürger vertreten; sie sind unsere Stimme. Von Staatsfunk kann man deshalb noch lange nicht reden. Im 50-köpfigen Rundfunkrat des BR sitzen beispielsweise nur 7 Leute als Vertreter der Landtags-CSU.
Im MDR-Rundfunkrat sitzt übrigens auch jemand von der AfD. (Falls du da eine mögliche Benachteiligung gesehen haben solltest)

Zitat:
Ein Staatssender wird auch nie zur Revolution aufrufen. Er stützt ja das "politische System". Das ist seine Aufgabe.

Für die Revolution hast du ja RTL & Co. Man sieht ja, wie häufig da Revolutionen ausgerufen werden. ;)
Kommt natürlich auch darauf an, was man als Revolution versteht. Beschließt die Regierung ein inhumanes Gesetz wird da auch aus den öffentlich-rechtlichen Medien viel Kritisches zu hören sein (auch wenn das von den AfD-Anhängern wahrscheinlich überhört werden wird, weil es für sie eine Auflehnung gegen die Regierung in die falsche Richtung ist)

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BeitragSa 10. Feb 2018, 09:58 
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Administrator
 
 
Nun ja, die AfD will ja ihren eigenen Staatsfunk aufmachen, gleich mal direkt aus dem Bundestag. Den bezahl ich dann mit meinen Steuern. Darf ich das eigentlich verweigern?


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BeitragSa 10. Feb 2018, 16:14 
Inventar
 
 
P-Joker hat geschrieben:
hanzumon hat geschrieben:
Ein Staatssender wird auch nie zur Revolution aufrufen. Er stützt ja das "politische System". Das ist seine Aufgabe.


1. Ich wusste gar nicht das wir in Deutschland einen "Staatssender" haben!
2. Wieso sollte irgend ein Sender zur Revolution aufrufen? Das ist gelinde gesagt lächerlich!



"Sieh" dich mal auf facebook um, das glaubst du nicht, da gibts massig Menschen, die echt dazu stehen, das ARD und ZDF "Staatsfernsehen" ist!! Unfassbar!!


Tja, das mit der Afd und ihrem eigenen Fernsehen ist schon heavy!! :roll:

_________________
FC Hansa Rostock


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BeitragSa 10. Feb 2018, 20:01 
Abteilungsleiter/in
 
 
Säqirjënn hat geschrieben:
Zitat:
Ein Staatssender wird auch nie zur Revolution aufrufen. Er stützt ja das "politische System". Das ist seine Aufgabe.

Für die Revolution hast du ja RTL & Co. Man sieht ja, wie häufig da Revolutionen ausgerufen werden. ;)
Kommt natürlich auch darauf an, was man als Revolution versteht. Beschließt die Regierung ein inhumanes Gesetz wird da auch aus den öffentlich-rechtlichen Medien viel Kritisches zu hören sein (auch wenn das von den AfD-Anhängern wahrscheinlich überhört werden wird, weil es für sie eine Auflehnung gegen die Regierung in die falsche Richtung ist)


Also wenn angeblich "unabhängige Medien" in unserer Demokratie der Schiedsrichter sind, dann kann man ja mal nachfragen, wie viele Spieler dieser Schiedsrichter in über 60 Jahren vom Platz gestellt hat?

Also wenn unsere Regierung gegen Gesetze verstößt (Bankenrettung, Flüchtlingspolitik, die EZB finanziert Pleite-Staaten) oder wenn Merkel ohne Parlamentsbeschluss aus der Kernenergie nach Fukushi aussteigt (und wir deshalb von den Energie-Konzernen verklagt werden), habe ich als TV-Zuschauer keine Kritik in den Medien wahrgenommen.

Da gab es nie einen Brennpunkt "Regierung ist inkompetent und beschließt Maßnahmen und das Parlament zu fragen. Wählt sie mal ab!" ...

Ich habe mit AfD oder Linkspartei nichts am Hut. Aber fundamentale Kritik bei ARD und ZDF kommt leider sehr selten.

Aber ich will auch gerne mal etwas positives schreiben: Im November lief in der ARD eine Doku, dass quasi die gesamte Laufbahn von Helmut Kohl von ein paar Industriellen gekauft war. Dass die Spenden-Affaire viel größer war, als angenommen.

War richtig guter Journalismus. Nur mich hat am Ende gestört: Wenn Helmut Kohl mit schwarzen Kassen von der Industrie finanziert wurde, kann man das bei den Nachfolgern Schröder und Merkel ausschließen?

Also besonders kritisch sind unsere öffentlich-rechtlichen-Sender gegen der aktuellen Regierung leider nicht.

Für Sonntag hat sich Angela Merkel selbst in eine ZDF-Sendung eingeladen. Will mal wieder Werbung für den Koalitionsvertrag machen. Sowas muss man dann in der Blöd-Zeitung nachlesen ...

https://www.bild.de/politik/inland/ange ... .bild.html

Wenn die Politiker Interviews und Talkshows selbst als "Marketing" betrachten, scheinen sie die Journalisten dort nicht besonders zu fürchten ;)


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BeitragSa 10. Feb 2018, 21:34 
Inventar
 
 
hanzumon hat geschrieben:
Also wenn unsere Regierung gegen Gesetze verstößt (Bankenrettung, Flüchtlingspolitik, die EZB finanziert Pleite-Staaten) oder wenn Merkel ohne Parlamentsbeschluss aus der Kernenergie nach Fukushi aussteigt (und wir deshalb von den Energie-Konzernen verklagt werden), habe ich als TV-Zuschauer keine Kritik in den Medien wahrgenommen.
Zitat:

Das liegt aber an dir. In einer Talkshow gab es etliche Personen, die diese Positionen vertreten handen.
Vielleicht gibt es auch gute Gründe, wieso die Regierung so gehandelt hat.



Da gab es nie einen Brennpunkt "Regierung ist inkompetent und beschließt Maßnahmen und das Parlament zu fragen. Wählt sie mal ab!" ...

Ich habe mit AfD oder Linkspartei nichts am Hut. Aber fundamentale Kritik bei ARD und ZDF kommt leider sehr selten.
Zitat:

Das ist nicht Aufgabe der Öffentlich-Rechtlichen.
Menschen mit diesen Meinungen kommen in den Talkshows vor.



Wenn die Politiker Interviews und Talkshows selbst als "Marketing" betrachten, scheinen sie die Journalisten dort nicht besonders zu fürchten ;)


Die Talkshow sind ein Forum, was fast allen als Forum offensteht.
Es wird nicht nur die Regierung eingeladen, sondern auch die Opposition, die ihre Positionen vortragen können.
Es gibt zahlreiche investigative Formate, die Fehlverhalten auch der Regierung aufdecken. Ich kann die Kritik nicht nachvollziehen


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