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Rundfunkgebühren: Abschaffen?
Ja! 54%  54%  [ 60 ]
Nein, dann würden außenstehende Anstalten leiden. 37%  37%  [ 41 ]
Ist mir egal. 6%  6%  [ 7 ]
Ich habe mich mit dem Skandal nicht befasst. 4%  4%  [ 4 ]
Abstimmungen insgesamt: 112
BeitragSo 4. Mär 2018, 18:19 
Fernsehboss
 
 
Hätte mich auch sehr gewundert, wenn sich die Schweizer anders entschieden hätten. Alleine aufgrund der vier verschiedenen Sprachen und des wesentlich kleineren Marktes nimmt der öffentliche Rundfunk in der Schweiz noch mal eine andere Stellung ein.

Aber vollkommen umsonst war die Abstimmung nicht, es sollen nun umfangreiche Sparmaßnahmen getroffen werden.
http://www.spiegel.de/kultur/tv/schweiz ... 96407.html

Also war der Volksentscheid ein schöner Warnschuss vor den Bug, den wir hier auch bräuchten.


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BeitragDi 6. Mär 2018, 19:29 
Abteilungsleiter/in
 
 
Also ich hätte mir ein "Ja zu No Billag" gewünscht, aber natürlich respektiert man als Demokrat auch die gegenteilige Entscheidung der Schweizer.

Immerhin haben 30% der Schweizer für die Abschaffung gestimmt. Leider wurde zu den Ja- und Nein-Wählern kein Durchschnittsalter angegeben. Vielleicht kommt ja in 10 Jahren eine ähnliche Abstimmung.

Der Fehler der öffentlich-rechtlichen Sender ist in meinen Augen - in den politischen Diskussionen - einfach, dass BETROFFENE so gut wie nie zu Wort kommen.

Als bei Maischberger z.B. letzte Woche über die GEZ diskutiert wurden, waren drei direkte GEZ-Profiteure (WDR-Intendant, Gottschalk, Tagesschau-Sprecherin) und zwei Gegner (AfD-Politiker, ehemaliger Sky-Chef), die von einer Abschaffung direkt profitieren würden, zu Gast.

Normale Leute - GEZ-Zahler - waren nicht eingeladen. Oder gestern bei der HaF-Sendung, als es um die Tafeln ging. Poltiker, Promis, Wissenschaftlicher, aber nicht ein Bürger, der auf die Tafel angewiesen ist.

Warum nicht mal "normale Bürger" einladen, die unterschiedliche Positionen vertreten? Wäre doch spannender, als ein WDR-Intendant (der von der GEZ lebt) und ein Macher der privaten Sender, der sich durch eine Kürzung der GEZ mehr Einnahmen erhofft.

Immer mehr werden nur irgendwelche Interessen-Vertreter eingeladen. Betroffene Bürger, werden höchstens mal in einem Videoeinspieler eingeblendet.

Vielleicht sollte der "öffentlich-rechtliche Rundfunk" mal öfters Bürger einladen. Mal eine Talkshow ohne ein Politiker-Gesicht. Wäre fast schon ein neues Konzept.

Und wenn ARD und ZDF ab 20.00 Uhr werbefrei sein müssen, warum dürfen eigentlich die ganzen CDU-SPD-Grüne-FDP-Linke-AfD-Heinis dort regelmäßig Werbung machen in den Talkshows? Würde mich auch mal interessieren.


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BeitragMi 7. Mär 2018, 01:51 
Inventar
 
 
Die Betroffenen werden in Dokumentationen und Reportagen gezeigt, manchmal können sie dort auch reden, du verengst es zu sehr auf das Genre Talkshow. Im Nachtcafe in den Dritten sind meistens Normalos dabei.


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BeitragMi 7. Mär 2018, 08:16 
Vorstandsvorsitzende/r
 
 
Damit haste ja alles gesagt, manchmal. Und Ein NACHTcafe in den Dritten sagt auch alles, das läuft anders als talkshows sicher unter Ausschluss der Öffentlichkeit.


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BeitragMi 7. Mär 2018, 12:11 
Inventar
 
 
Nein, es ist sehr erfolgreich im Sendegebiet.


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BeitragMi 7. Mär 2018, 12:45 
Administrator
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Administrator
 
 
Es gibt ja mittlerweile auch Bürgertalks wie etwa "Ihre Meinung" im WDR. In solchen Formaten wurde auch schon, wenn auch nicht direkt über Gebühren, über das Programm gerdet, was fehlt, was man sich wünscht. Ich erinnere mich da auch z.B. an Sendungen im Bayerischen Fernsehen.


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BeitragMi 7. Mär 2018, 17:05 
Abteilungsleiter/in
 
 
Sergej hat geschrieben:
Damit haste ja alles gesagt, manchmal. Und Ein NACHTcafe in den Dritten sagt auch alles, das läuft anders als talkshows sicher unter Ausschluss der Öffentlichkeit.


Eben. Natürlich kommen auch "Bürger" zu Wort. In den Dritten Programme um 22:30 Uhr am Freitag Abend, wo es kaum jemand guckt. Warum nicht bei den großen Talkshows, die auch gesellschaftliche Relevanz haben?

Über eine WDR-Talkshow wird man in den Zeitungen selten etwas lesen. Eher noch über die Shows von Anne Will oder Maybritt Illner.

In der täglichen Talkrunde bei Phoenix sitzen auch nur Politiker oder Alpha-Journalisten. Wie hat Italien gewählt? Nicht ein Italiener war eingeladen. Super.

Warum immer Eliten-Vertreter ihre Meinung sagen dürften, betroffene Menschen dagegen kaum, ist auch so ein Rätsel der GEZ-Anstalten.

Aber natürlich kann ein Armutsforscher mit 10.000 Euro Nettoeinkommen viel mehr über das "Leben mit Hartz4" erzählen, als ein Hartz4-Empfänger. Die Logik ist natürlich nachvollziehbar ;)


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BeitragDo 8. Mär 2018, 21:24 
Mitglied im Vorstand
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Zitat:
Eben. Natürlich kommen auch "Bürger" zu Wort. In den Dritten Programme um 22:30 Uhr am Freitag Abend, wo es kaum jemand guckt. Warum nicht bei den großen Talkshows, die auch gesellschaftliche Relevanz haben?

Also die heute-show hat um die Zeit galub noch ganz gute Einschaltquoten, weshalb sollte das nicht auch bei anderen Programmen möglich sein? Die Dritten haben in ihren Sendegebieten immerhin mehr Zuschauer als die meisten Privatsender (hier in Bayern hat beispielsweise von den Privaten nur RTL mehr Zuschauer als das BR FS)

Zu den "großen Talkshows mit Relevanz" möchte ich noch anmerken, dass sie nur groß sind, weil die ö.r. eben auch beliebte Unterhaltungsformate im Programm haben und namhafte Gäste eingeladen werden in die Talkshows. Wobei ich bei hart aber fair auch schon öfters einfache Bürger gesehen habe. (allerdings ist es schon länger her, dass ich mir das das letzte mal angesehen habe)

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BeitragFr 16. Mär 2018, 20:33 
Abteilungsleiter/in
 
 
Dänemarks Politik schafft Rundfunkgebühren ab

In Dänemark werden die Rundfunkgebühren abgeschafft, der öffentlich-rechtliche Rundfunk soll aber weiter bestehen bleiben. Statt den Gebühren setzt der Finanzminister des Landes künftig auf Steuern zur Finanzierung.


Neue Steuern sollen zur Finanzierung allerdings nicht erhoben werden, Jensen will einfach den persönlichen Steuerfreibetrag der Dänen senken. Für den DR jedenfalls hat die Abschaffung der Rundfunkgebühren große Auswirkungen: Die Finanzierung wird nämlich nicht nur umgestellt, künftig erhält das Unternehmen auch deutlich weniger Geld. Das Budget des DR soll dem Finanzminister zufolge um 20 Prozent gekürzt werden.

Quelle: https://www.dwdl.de/nachrichten/66050/d ... ebhren_ab/


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BeitragFr 16. Mär 2018, 21:48 
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In Deutschland wäre das gar nicht erlaubt, weil es dann Staatsfunk wie die Deutsche Welle wäre, welche nur für das Ausland zuständig ist.

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BeitragFr 16. Mär 2018, 22:32 
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Und was ändert das? Der Schnappatmungssatz heißt dann nicht mehr "Aber meine Zwangsgebühren!", sondern "Aber meine Steuern!". :mrgreen:


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BeitragSa 17. Mär 2018, 15:28 
Abteilungsleiter/in
 
 
Kaffeesachse hat geschrieben:
Und was ändert das? Der Schnappatmungssatz heißt dann nicht mehr "Aber meine Zwangsgebühren!", sondern "Aber meine Steuern!". :mrgreen:


1. Wäre eine Finanzierung gerecht über Steuern, wenn "Menschen mit höheren Einkommen" auch mehr bezahlen, als ärmere Mitmenschen. Aktuell bezahlen alle den gleichen Beitrag.

Würde mich freuen, wenn Tom Buhrow mit einem Gehalt von 400.000 Euro im Jahre mehr für ARD & ZDF bezahlen müsste, als ich. Aktuell bezahlen wir beide den gleichen Beitrag ;)

2. In Dänemark wird das Budget um 20% gekürzt. Vielleicht in Zukunft noch mehr, wenn der Bürger über Wahlen mitbestimmen kann, wie viel er für öffentlich-rechtliche Sender bezahlen will.

Aktuell hast du als Bürger KEIN demokratisches Mitspracherecht. Weder beim Inhalt, noch bei der Höhe der Gebühren. Sollte man nicht vergessen.

3. Dänemark beweist auch, dass es grundsätzlich "ohne Zwangsgebühren" geht. Dass es auch noch andere Finanzierungsmodelle gibt. Ist doch ein POSITIVES Signal für andere Staaten in Europa.


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BeitragSa 17. Mär 2018, 16:56 
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Zitat:
Vielleicht in Zukunft noch mehr, wenn der Bürger über Wahlen mitbestimmen kann, wie viel er für öffentlich-rechtliche Sender bezahlen will.

... und Regierungsparteien, denen der kritische Journalismus nicht passt, den Anstalten mit Kürzungen drohen können...

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BeitragSa 17. Mär 2018, 18:08 
Inventar
 
 
Säqirjënn hat geschrieben:
In Deutschland wäre das gar nicht erlaubt, weil es dann Staatsfunk wie die Deutsche Welle wäre, welche nur für das Ausland zuständig ist.



Auf Facebook wird eh NUR noch davon geredet, daß die Öffis StaatsFunk sind!! Das finde ich schon heavy! ERinnert mich stark an DDR - Zeiten, wo das DDR - Fernsehen ja eben auch kontrolliert worden ist, was ja bei diesen Öffis nicht der Fall ist....


Die HEUTIGE Jugend weiß ja garnicht, wie es ist, ein Fernsehen zu machen, was von der REgierung gelenkt ist!!!!


ICH habe es 22 Jahre miterlebt!

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FC Hansa Rostock


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BeitragSa 17. Mär 2018, 23:10 
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hanzumon hat geschrieben:
1. Wäre eine Finanzierung gerecht über Steuern, wenn "Menschen mit höheren Einkommen" auch mehr bezahlen, als ärmere Mitmenschen. Aktuell bezahlen alle den gleichen Beitrag.

Würde mich freuen, wenn Tom Buhrow mit einem Gehalt von 400.000 Euro im Jahre mehr für ARD & ZDF bezahlen müsste, als ich. Aktuell bezahlen wir beide den gleichen Beitrag ;)

Aus dem Satz "Neue Steuern sollen zur Finanzierung allerdings nicht erhoben werden, Jensen will einfach den persönlichen Steuerfreibetrag der Dänen senken." kann ich das leider nicht erkennen, da ein Steuerfreibetrag ja nicht "persönlich" angepasst wird. Der wird dann also für jeden um Betrag X gesenkt. Die unter dem Freibetrag bleiben, zahlen dann halt nix, weil keine Steuern, okay.
Und hier bezahlen nicht "alle" den gleichen Beitrag. Komischerweise scheinen hier beim Thema Rundfunkbeitrag plötzlich alle Single zu sein. Wir sind zum Beispiel eine 4er WG. Wir teilen uns als ein Haushalt die 17,50.

Und überhaupt: Den Öffis wird vorgeworfen, angeblich "Staatsfunk" (was für eine Verhohnepipelung wirklichen Staatsfunks) zu sein und mache als Konsequenz durch Steuerfinanzierung "echten" Staatsfunk draus? Je länger ich darüber nachdenke ... nein.


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BeitragSa 17. Mär 2018, 23:44 
Vorstandsvorsitzende/r
 
 
Einfach abschaffen und gut! Privatisieren und gut. Selbst 1€ wären für ein Programm was man nicht verfolgt zuviel. Und nein mit Pflegeversicherung, Rente oder Krankenversicherung kann man die Zwangsgebühr nicht vergleichen. Das nutzt zwar auch nicht jeder am Ende, nur ist Fernsehen überhaupt nicht wichtig, total verzichtbar, altbackene wie ard und zdf sowieso. Das mit dem Staatsfernsehen ist vielleicht übertrieben, nur ganz ohne politische Meinung sind diese Sender nunmal nicht. Das Politiker im Aufsichtsrat sitzen hilft da nicht. Wenn die Sender null mit dem Staat zu tun hätte, gäbe es das nicht.


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BeitragSo 18. Mär 2018, 19:38 
Abteilungsleiter/in
 
 
Kaffeesachse hat geschrieben:
Und überhaupt: Den Öffis wird vorgeworfen, angeblich "Staatsfunk" (was für eine Verhohnepipelung wirklichen Staatsfunks) zu sein und mache als Konsequenz durch Steuerfinanzierung "echten" Staatsfunk draus? Je länger ich darüber nachdenke ... nein.


Es geht doch um Alternativen zur Zwangsgebühr. Perfekt ist die Lösung der Dänen auch nicht!

Heute sind ARD und ZDF auch schon "Staatsfunk". Wenn sich Spitzen-Journalisten von ARD und ZDF nachweisbar (seit Jahrzehnten) mit Top-Politikern und Groß-Investoren in "intranspartenen Clubs" wie z.B. der Atlantik-Brücke regelmäßig treffen, dann besteht die "Unabhängigkeit der Sender" auch nur auf dem Papier.

Wenn sich die Schiedsrichter der Bundesliga regelmäßig mit den Trainer und den Clubbesitzern treffen würde, würde die Schiedsrichter in der Bundesliga auch niemand mehr ernst nehmen.

Wir haben doch bei der Ukraine-Krise 2014 gemerkt, wie einseitig hier berichtet wurde von ARD und ZDF. Ist auch kein Wunder, wenn die Mehrheit der Top-Journalisten in Nato-freundliche Clubs Mitglied sind.

Wo sind denn bitte deine "neutralen, öffentlich-rechtlichen Medien"?


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BeitragSo 18. Mär 2018, 20:19 
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Zitat:
Wenn sich Spitzen-Journalisten von ARD und ZDF nachweisbar (seit Jahrzehnten) mit Top-Politikern und Groß-Investoren in "intranspartenen Clubs" wie z.B. der Atlantik-Brücke regelmäßig treffen, dann besteht die "Unabhängigkeit der Sender" auch nur auf dem Papier.

Zu den Aufgaben von Journalisten zählt es auch Informationen, wenn möglich auch aus dem Hintergrund, zu beschaffen. Und die dürften bei einem inoffiziellem Treffen halt teils leichter oder überhaupt erst zu ermitteln sein, als bei einer offiziellen Anfrage. Das heißt aber ja nicht, dass sie die Informationen deshalb völlig unreflektiert übernehmen und hochjubeln. Der Vergleich mit dem Schiedsrichter hinkt von daher.

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BeitragMo 19. Mär 2018, 09:56 
Abteilungsleiter/in
 
 
Säqirjënn hat geschrieben:
Zitat:
Wenn sich Spitzen-Journalisten von ARD und ZDF nachweisbar (seit Jahrzehnten) mit Top-Politikern und Groß-Investoren in "intranspartenen Clubs" wie z.B. der Atlantik-Brücke regelmäßig treffen, dann besteht die "Unabhängigkeit der Sender" auch nur auf dem Papier.

Zu den Aufgaben von Journalisten zählt es auch Informationen, wenn möglich auch aus dem Hintergrund, zu beschaffen. Und die dürften bei einem inoffiziellem Treffen halt teils leichter oder überhaupt erst zu ermitteln sein, als bei einer offiziellen Anfrage. Das heißt aber ja nicht, dass sie die Informationen deshalb völlig unreflektiert übernehmen und hochjubeln. Der Vergleich mit dem Schiedsrichter hinkt von daher.


Natürlich sollen Journalisten Recherche betreiben. Aber doch nicht in "politischen Think-Tanks" mit Politikern ZUSAMMENARBEITEN, die sie medial überwachen sollen.

Man könnte ja auch einfach solche die Teilnahme für Journalisten von ARD & ZDF in solchen Think-Tanks verbieten, um für eine OBJEKTIVE Berichterstattung zu sorgen. Was spricht dagegen?

Deine Logik ist natürlich super. Überführt man einen Polizisten, dass er regelmäßigen in Mafia-Kreisen verkehrt, war er natürlich nur da, um dort zu ermitteln ;)

Aber es ist natürlich normal, dass Großindustrie, Journalisten und Politiker sich regelmäßig zusammenhocken. Warum? Darüber wird medial nicht berichtet. Obwohl ja genug Top-Journalisten am Tisch sitzen.

Oder wird dort nur beraten, wie "Konzern-freundliche Politik" medial positiv verkauft wird, damit Oma Hilde nichts kapiert und weiterhin CDU oder SPD wählt?


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BeitragMo 19. Mär 2018, 18:39 
Mitglied im Vorstand
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Zitat:
Deine Logik ist natürlich super. Überführt man einen Polizisten, dass er regelmäßigen in Mafia-Kreisen verkehrt, war er natürlich nur da, um dort zu ermitteln ;)

Deine Logik ist aber auch super. Ein verdeckter Ermittler wird beobachtet wie er in Mafia-Kreisen verkehrt und wird dann wegen angeblicher Mafia-Mitgliedschaft verurteilt. So funktioniert das aber nicht. Man kann die Gründe für das Handeln von Leuten halt oft nicht mit den bloßen Augen sehen, sondern muss die Hintergründe kennen. Im Fall des Polizisten ließen sich diese relativ leicht über den Dienstweg zurückverfolgen.

Wenn sich Journalisten mit Unternehmern unterhalten, kann dies einfach dazu dienen zu erfahren wie die Wirtschaft bestimmte politische Maßnahmen sieht. Das heißt aber ja noch lange nicht, dass der Journalist nur diese Sicht als die einzig wahre in seinen Veröffentlichungen anpreist. Aber die Leser/Zuschauer/Zuhörer interessiert eben auch die Meinung der Wirtschaft, welche Auswirkungen das auf Arbeitsplätze haben könnte usw. Und so ähnlich ist es bei Politiker auch; solche Treffen sind eine Möglichkeit noch mal nachzufragen, Hintergründe in Erfahrung zu bringen, evtl. auch Dinge zu erfahren die bestimmte Politiker nur anonym weitergeben möchten (z.B. zum Stand von Sondierungsgesprächen etc.). Aber wenn dich das Warum interessiert, dann frag doch einfach mal nach beim ZDF-heute-Team oder von welchen Journalisten dir das bekannt ist.

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