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BeitragMi 29. Nov 2017, 21:29 
Inventar
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Und worin genau besteht jetzt der Zusammenhang zur Politik? Natürlich kommt das mit Verzögerung, aber eben genau deshalb sehe ich den Zusammenhang mit den Grünen nicht. Die regieren erst seit sechs Jahren.

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BeitragDo 30. Nov 2017, 12:04 
Journalist/in
 
 
Säqirjënn hat geschrieben:
Ich sehe die heutige SPD nicht als Arbeiterpartei, sondern zusammen mit Linken und Grünen als Partei, die sich von einem universellen Gerechtigkeitsverständnis leiten lässt, während CDU, CSU, FDP und AfD ein eher etwas egozentrisches Gerechtigkeitsverständnis haben. Die meisten einfachen Arbeiter sehe ich übrigens auch eher als Anhänger egozentrischer Gerechtigkeit, die die linken Parteien nur aus Tradition wählen, oder weil sie von ihnen profitieren, da sich diese aus ihrem universellen Gerechtigkeitsempfinden auch um die einfachen Arbeiter kümmern. Die Grünen-Wähler verdienen viel, weil sie eine hohe Bildung haben. Ich vermute, dass es auch die reflektiertesten Wähler sind, die versuchen andere Menschen versuchen zu verstehen, die hinterfragen ob ihr eigenes Verhalten richtig ist, denen wichtig ist späteren Generationen/Menschen in anderen Ländern nicht mit einem zu schnellen Klimawandel zu überfordern usw.


Also ich finde, dass du dir das viel zu einfach machst, wenn du hier die Guten (die zufällig auch deine politische Meinung haben) und dort die Bösen siehst. Und ich denke auch, dass diese moralische Selbstüberhöhung einer der vielen Gründe für den Aufstieg des Rechtspopulismus ist. Man hat die wirtschaftliche Mittelschicht wie eine kulturelle Unterschicht behandelt. Das erinnert mich an die Rede des Leiters der Heinrich-Böll-Stiftung in Washington, der auf dem Parteitag der Grünen gesagt hat: "Wir sollten uns an die eigene Nase fassen. Was moralisch richtig ist, wissen wir sowieso, und wir blicken mitleidig auf die anderen, die noch nicht soweit sind. [...] Wir müssen mit Andersgesinnten Kontakt suchen. Ansonsten sind wir selbst Teil des Problems und nicht Teil der Lösung. [...] Wir Grüne sollten daraus lernen und nicht denselben Fehler begehen. [...] Schlechter Ausgebildete sind nicht dumm."


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BeitragFr 1. Dez 2017, 17:38 
Inventar
 
 
Schulz wirkt nur noch peinlich, er hat nicht das Zeug eine große Partei zu führen.


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BeitragFr 1. Dez 2017, 17:40 
Vorstandsvorsitzende/r
 
 
Familie Tschiep hat geschrieben:
Schulz wirkt nur noch peinlich, er hat nicht das Zeug eine große Partei zu führen.


Und wieso bitte?


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BeitragFr 1. Dez 2017, 20:35 
Inventar
 
 
P-Joker hat geschrieben:
Familie Tschiep hat geschrieben:
Schulz wirkt nur noch peinlich, er hat nicht das Zeug eine große Partei zu führen.


Und wieso bitte?


Das wehleidige Gejammer heute über die angeblichen Leaks aus der CDU, dass es zu Gesprächen von CDU/SPD über eine mögliche Koalition kommen wird. Wenn das nicht nach dem Treffen im Bundespräsidentenamt klar gewesen wäre. So etwas kann man nicht bis Montag verheimlichen. Im Sinne der SPD wäre eine große Koalition das beste, auch wenn sie ungeliebt ist, weil alle andere Optionen noch viel gefährlicher für die SPD wären.

Die Peinlichkeit nach dem Scheitern der Jamaika, als er Gespräche mit der CDU zur Bildung einer neuen Regierung kategorisch ausschloss.

Schulz handelt höchst ungeschickt und wenig rational.
Jammern hilft nicht weiter, die Lage analysieren und das Beste für die SPD machen.


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BeitragMo 4. Dez 2017, 20:08 
Journalist/in
 
 
Markus Söder wird also Bayrischer Ministerpräsident. Freue mich wenn gerade er 2018 die absolute Mehrheit verliert xD


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BeitragMo 4. Dez 2017, 20:11 
Inventar
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Nun ja, verlieren wird die jeder andere auch. Bin aber auch gespannt, wie er das verkraften wird. Set up to fail, sagt der Engländer an der Stelle.

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BeitragDo 7. Dez 2017, 13:14 
Abteilungsleiter/in
 
 
https://www.welt.de/politik/deutschland ... -2025.html
"Der SPD-Vorsitzende Martin Schulz will die Europäische Union bis 2025 in die Vereinigten Staaten von Europa mit einem gemeinsamen Verfassungsvertrag umwandeln. Die EU-Mitglieder, die dieser föderalen Verfassung nicht zustimmen, müssten dann automatisch die EU verlassen, sagte Schulz am Donnerstag auf dem SPD-Parteitag in Berlin."

Was bisher als aluhütige Verschwörungstheorie galt, wird nun offiziell vom Vorsitzenden der (noch) zweitgrößten Partei gefordert: Deutschland soll als souveränes Land abgeschafft werden.
Wer dies nicht möchte, muss spätestens jetzt einen größtmöglichen Bogen um Sozis und Artverwandte machen.

Kann man nur hoffen, daß sich Franzosen, Italiener, Polen usw. heftig gegen solche Pläne wehren. Deutscher Widerstand dürfte sich hingegen wohl in Grenzen halten.


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BeitragDo 7. Dez 2017, 13:26 
Inventar
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Und was ist an der Idee schlecht?

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BeitragDo 7. Dez 2017, 14:13 
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Damit die Abschaffung eines souveränen Deutschland gleichzusetzen, ja, das ist aluhütig. Aber man weiß ja, von wem's kommt. :mrgreen:


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BeitragDo 7. Dez 2017, 14:14 
Inventar
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TB-303 hat geschrieben:
Deutschland soll als souveränes Land abgeschafft werden.

Ähm... Nein?? Eine Mehrheit der Gesetzgebung ist heute schon vom Europarecht bestimmt oder zumindest beeinflusst. Das alles richtig zu sortieren, dem ganzen eine bessere Struktur zu geben und gerade auch nach außen geschlossener aufzutreten finde ich nicht falsch. Das bedeutet aber nicht, dass die einzelnen Staaten abgeschafft werden sollen.

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Wir sind alle am Borsigplatz geboren...


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BeitragDo 7. Dez 2017, 14:29 
Abteilungsleiter/in
 
 
Kaffeesachse hat geschrieben:
Damit die Abschaffung eines souveränen Deutschland gleichzusetzen, ja, das ist aluhütig. Aber man weiß ja, von wem's kommt. :mrgreen:


Ist Kalifornien ein souveräner Staat? Nein
Ist Flandern ein souveränder Staat? Nein
Ist Südtirol ein souveräner Staat? Nein
Ist Abu Dhabi ein souveräner Staat? Nein

Folgerung: Nur Aluhüte könnten behaupten, daß Deutschland, Frankreich, Spanien usw. im Rahmen von "Vereinigten Staaten von Europa" keine souveränen Staaten mehr wären.
:wink:


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BeitragDo 7. Dez 2017, 17:42 
Inventar
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Wäre das Saarland allein besser dran? Hessen? Bremen oder Gelsenkirchen?

Letztlich kann es der Menschheit am Ende nur gut gehen, wenn alle an einem Strang ziehen. Spätestens wenn Nibiru erscheint und einen neuen Cataclysm bringt, bleibt doch nichts anderes übrig.

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BeitragDo 7. Dez 2017, 19:09 
Abteilungsleiter/in
 
 
Regionen und Bevölkerungsgruppen passen so lange zusammen wie die Mentalitäten/Kultur/Grundansichten/etc. nicht zuu sehr auseinandergehen.
Wenn dann aber ein zu großer Teil zu unterschiedlich ist, dann ist es doch besser man existiert freundschaftlich nebeneinander und man lässt jeden sein Ding machen - statt zwangsweise irgendeinen faulen Kompromiss zu finden bei dem sich dann einer oder alle hintergangen fühlen.
Belgien existiert bald 200 Jahre und die benachbarten Bevölkerungsgruppen passen immer noch nicht zusammen. Die Regionen haben schon jeweils sehr große Autonomierechte inzwischen, trotzdem ist die separatistische N-VA, die eine komplette Teilung will, stärkste Partei - und es würde niemanden wirklich verwundern, wenn es innerhalb der nächsten 10 Jahre zur Trennung kommt.


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BeitragDo 7. Dez 2017, 19:36 
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Alles wird global, alles digital, alles vernetzt. Und der Mensch will weiter links, rechts, oben und unten 'ne Grenze, möglichst mit "Meine, du darfst hier nicht hin". Ich glaube, das wird auf Dauer nicht funktionieren. Wird ein schmerzhafter Prozess, weil da viel aufeinanderprallt, aber der blöde, kleine Mensch wird diesen Weg gehen müssen. Aber eher demoliert er den Planeten so sehr, dass er vorher von Mutter Erde abgeschüttelt wird. :lol:

Wobei man aber auch sagen muss, dass Schulz' Ziel 2025 völlig unrealistisch ist. Da glaubt er doch wohl selbst so fest daran, wie damals daran, dass er Kanzler wird.


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BeitragDo 7. Dez 2017, 19:37 
Inventar
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Und am Ende würde man auch dort zu dem Entschluss kommen, dass Autonomie zwar schön klingt, der Region wirtschaftlich aber gar nichts bringt. Von daher wäre es durchaus nicht unlogisch, diese Regionen unter dem Dach der EU zu vereinen. Genau das ist ja auch das Ziel einiger Politiker. Das Europa der Regionen.

Es kommt unterm Strich eben auch drauf an, wen du wann in so eine Gemeinschaft holst. Ich sehe jetzt auf den ersten Blick wenig Probleme, würde man mit Deutschland, Österreich und Skandinavien starten.

Der Brexit erfolgt doch im Grunde auch nur, weil man das aktuelle Modell der EU nicht ertragen hat. Da sind in der Tat zu viele unterschiedliche Meinungen vertreten.

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BeitragMo 11. Dez 2017, 18:41 
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Der Nachteil an Vereinigten Staaten von Europa wäre halt, dass die Interessen oder Werte einzelner Staaten von der Mehrheit überstimmt werden könnten. Nehmen wir z.B. die Flüchtlingspolitik: In Vereinigten Staaten von Europa hätte wahrscheinlich die Mehrheit der Abgeordneten für Abschottung gestimmt, während viele Deutsche dagegen gewesen wären.

Zitat:
Es kommt unterm Strich eben auch drauf an, wen du wann in so eine Gemeinschaft holst. Ich sehe jetzt auf den ersten Blick wenig Probleme, würde man mit Deutschland, Österreich und Skandinavien starten.

Das Problem wäre, dass Deutschland bei jeder Abstimmung Österreich und Skandinavien überstimmen könnte, sodass sich leicht ein Gefühl "Immer geht's nach den Deutschen" einschleichen könnte. Die skandinavischen Ländern würde ich in einigen Politik-Bereichen als innovativ und fortschrittlich ansehen. Ich fürchte, dass da bei einer Fusion mit Deutschland einiges kaputt gehen würde.

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BeitragMo 11. Dez 2017, 18:58 
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Säqirjënn hat geschrieben:
Das Problem wäre, dass Deutschland bei jeder Abstimmung Österreich und Skandinavien überstimmen könnte, sodass sich leicht ein Gefühl "Immer geht's nach den Deutschen" einschleichen könnte. Die skandinavischen Ländern würde ich in einigen Politik-Bereichen als innovativ und fortschrittlich ansehen. Ich fürchte, dass da bei einer Fusion mit Deutschland einiges kaputt gehen würde.


Das Problem sehe ich jetzt eher weniger. Immerhin wäre eine wichtige Voraussetzung für die USE die Tatsache, dass es europäische Abgeordnete und Parteien gibt, die eben nicht aus den nationalen Parteien kommen. Schon heute, so sehe ich das sehr subjektiv, stimmt das Parlament in vielen Dingen im Sinne der Bürgerinnen und Bürger in der EU ab. Viele Entscheidungen, die ich heute kritisieren würde, sind ja in Wahrheit Entscheidungen des Ministerrats, irgendeiner Treuka, oder sonstigen mehr oder weniger legitimen Institutionen, die Entscheidungen am Parlament vorbei treffen.

Dazu sehe ich dahingehend die Möglichkeit, dass im Kontext des Europas der Regionen eine zweite Kammer eingerichtet wird, welche Regionen in der EU Legislative vertritt und die Exekutive beeinflusst, was den einzelnen Regionen auch sehr viel mehr Macht geben würde, als wenn Frau Merkel für 80 Mio Deutsche einfach für oder gegen etwas entscheidet.

Mit einer richtigen Umsetzung, könnte ich mir also vorstellen, das unterm Strich schon auch Einflussmöglichkeiten geschaffen werden und das sowohl für den Einzelnen, als auch für die einzelnen Regionen.
Ich glaube heute begreifen immer noch die wenigsten, wie wenig Einfluss man trotz nationaler Regierungen noch auf das Geschehen hat und ironischerweise sind, aus meiner Sicht, gerade die nationalen Regierungen die größten blockierer, wenn es darum geht, mehr Demokratie in diesem großen Gebilde an den Mann/die Frau zu bringen.

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There's a reason you separate military and the police. One fights the enemies of the state, the other serves and protects the people. When the military becomes both, then the enemies of the state tend to become the people. -William Adama-


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BeitragFr 15. Dez 2017, 23:04 
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Zitat:
Das Problem sehe ich jetzt eher weniger. Immerhin wäre eine wichtige Voraussetzung für die USE die Tatsache, dass es europäische Abgeordnete und Parteien gibt, die eben nicht aus den nationalen Parteien kommen.

Aber du kannst die Parteien ja nicht dazu zwingen zu fusionieren. Das wären dann eher Fraktionsgemeinschaften wie jetzt schon im Europäischen Parlament. Bzw. in Deutschland haben wir mir CDU/CSU ja eine vergleichbare Fraktionsgemeinschaft im Bundestag wobei CDU und CSU nicht immer am gleichen Strang ziehen und sich manchmal gegenseitig ausbremsen.

Zitat:
Ich glaube heute begreifen immer noch die wenigsten, wie wenig Einfluss man trotz nationaler Regierungen noch auf das Geschehen hat und ironischerweise sind, aus meiner Sicht, gerade die nationalen Regierungen die größten blockierer, wenn es darum geht, mehr Demokratie in diesem großen Gebilde an den Mann/die Frau zu bringen.

Das sind auch die Gründe, weshalb ich eine Unabhängigkeit Bayerns begrüßen würden :)
Deutschlandweit hat es halt auch histrorische Gründe, dass man das Volk nicht zu viel mitbestimmen lassen möchte. Wobei ich zugeben muss, dass ich auch kein allzugroßer Fan von Volksentscheiden bin, wo langristige Entscheidungen öfters durch kurzfristige Stimmungsschwankungen entschieden werden. Ich fände es aber gut, wenn man nach technischen Möglichkeiten schauen würde um den Basen der Parteien ein Mitabstimmen bei Parlamentsentscheidungen (natürlich gewichtet nach den erhaltenen Stimmen bei der Wahl) zu ermöglichen. Für die politische Bildung/Informationsversorgung ihrer Mitglieder wären dann die jeweiligen Parteien zuständig.

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BeitragSo 21. Jan 2018, 23:54 
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So, jetzt wo die GroKo mehr als weniger eingetütet ist:
Ich finds einfach nur schrecklich, verstehe die Entscheidung von Lindner trotzdem mehr dennje, vermisse die Konsequenz von Schulz (let's face it: die SPD hat sich damit wirklich selbst zerstört und die AfD ist damit nun die stärkste Oppositionspartei), mal davon abgesehen, dass mir der Mann einfach nur wahnsinnig leid tut - Fohlen empfahl vor einigen Wochen oder auch Monaten die wirklich hervorragende Reportage im Spiegel, die genau das aufzeigte, was ich befürchtet hatte :arrow: der ganze schreckliche Wahlkampf hatte aber auch so gar nichts mit dem Europapräsi-Schulz zu tun, die Partei ist allgemein schrecklich und viel zu festgefahren, kaum junge Leute, die etwas zu sagen haben (immerhin konnte sich jetzt der Juso-Kevin ein wenig ins Spiel bringen) und ja, da kommt jetzt eben nicht so schnell Ordnung rein. Aber das hat man auch schon seit gut 12 Jahren.

Mir persönlich wäre eine Minderheitsregierung mit den Grünen am liebsten gewesen. Würde Merkel natürlich nicht machen, dann hätte es eben Neuwahlen gegeben, die FDP wäre eventuell vor der AfD gelandet oder auch nicht, aber Merkel wäre Lindner schon eher entgegengekommen und er ließe sich eben doch zu Jamaika oder eben seinem geliebten Kleeblatt überreden oder auch nicht. Jetzt halt wieder vier Jahre lang das ganze Gedöns. Immerhin vier Jahre in denen Lindner und Spahn sich überlegen können, wie sie nun das Ruder rumreißen wollen (Merkel ist ja ohnehin dann Geschichte, vielleicht auch eher früher als später), vier Jahre, die zumindest im Bundestag wirklich launig sein werden und das dank der AfD, den wilden Grünen und vor allem auch der FDP (da gings zumindest in NRW schon immer ziemlich unterhaltsam zur Sache und jetzt wo Lindner auch noch in der Opposition ist, wirds nochmal einen zacken schärfer und damit meine ich nicht die Optik...).

Aber genug des Wirrwarrs aus elendigen Kommata, Klammern und Gedankenstrichen.

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BeitragMo 22. Jan 2018, 08:25 
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Noch hat die Basis nicht zugestimmt. Da werden sie schon ordentlich was in den Koalitionsvertrag schreiben müssen, damit das passiert. Bisher hat man sich ja nur darauf verständigt, dass man über gewisse Dinge reden kann. Nur die SPD hat das als Ergebnisse verkauft.

Davon abgesehen geht keiner auf den wichtigsten Punkt im Sonderierungspapier ein. Nach 2 Jahren will man Bilanz ziehen. Anders formuliert: Nach 2 Jahren gibt es eine Ausstiegsklausel und die wird allen drei Parteien entgegen kommen. So haben alle 2 Jahre Zeit ihr Personal zu sortieren und die Neuwahlen finden dann eben 2020 statt. Bis dahin hat auch die CSU ihre Landtagswahl hinter sich.

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Zuletzt geändert von vicaddict am Mo 22. Jan 2018, 08:27, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragMo 22. Jan 2018, 08:27 
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Zwei Jahre ... Dann ist Ostern 2020, dann lohnt sich das ja auch nicht mehr wirklich.


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BeitragMo 22. Jan 2018, 14:43 
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Schulzzug, tschu-tschu :cry:

Für die SPD ist’s doch jetzt eigentlich auch schon egal, ob die Basis zustimmt. Da kann man doch jetzt gar nichts mehr ernstnehmen.

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Nicht weinen, kleiner Mann …


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BeitragMo 22. Jan 2018, 15:04 
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War gestern immerhin knapper, als ich erwartet hätte - und bei der Basis kann man ja noch ernsthafte Hoffnungen haben, dass in letzter Instanz nicht doch das Klammern an Pöstchen und Karriere handlungsleitend ist. Von daher macht mir diese lausige 56%-Mehrheit von gestern wirklich noch eher Hoffnung auf
a) einen aus sozialemokratischer Sicht ansatzweise ernstzunehmenden Koalitionsvertrag, den ich im Sondierungspapier nicht sehe
b) Eier...
...bei der letzten und wie ich von vornherein annahm einzig ernsthaften Hürde.

Ansonsten finde ich es einfach jammerschade, wie sich die SPD in den vergangenen Wochen und inzwischen ja schon fast wieder Monaten zum politischen Boxsack und zur Lachnummer hat machen lassen, nachdem ich nach der Wahl mal temporär Hoffnung hatte. Ich mein, der Parteitag gestern war nun wirklich spannend und ein kleines "Fest der Demokratie" (mir ist das selbst zu pathetisch, aber mir fällt keine andere Formulierung ein ^^), aber ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass am Ende dieser laaaaaangen Prozesse und Debatten doch immer und immer und immer und immer und immer und immer und immer wieder dieselben Fehler gemacht werden und dasselbe Elend herauskommt. :lol:

Neo hat geschrieben:
Fohlen empfahl vor einigen Wochen oder auch Monaten die wirklich hervorragende Reportage im Spiegel, die genau das aufzeigte, was ich befürchtet hatte :arrow: der ganze schreckliche Wahlkampf hatte aber auch so gar nichts mit dem Europapräsi-Schulz zu tun


Ach schön, dass die Empfehlung doch nicht komplett ins Leere ging. ^^


Fohlen

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BeitragDi 23. Jan 2018, 04:54 
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Bis gestern fand ich übrigens die Haltung Kühnerts noch ganz löblich, aber heute nervt er mich schon. Mir ist das eine Spur too much, auch etwas respektlos und ja, ein bisschen Stuttgart21-Oma-like (weil der Drops für mein Dafürhalten schon mehr oder weniger gelutscht ist), nur dass er nach Höherem strebt und jetzt auch schnell gecheckt hat, dass er mit seiner offensiven Anti-GroKo-Kampagne gut in der Presse (und auch bei den restlichen Menschen) ankommt. Gefühlsmäßig gehts da nicht mehr um die Sache, sondern darum sich weiter zu profilieren.

Fernsehfohlen hat geschrieben:
Neo hat geschrieben:
Fohlen empfahl vor einigen Wochen oder auch Monaten die wirklich hervorragende Reportage im Spiegel, die genau das aufzeigte, was ich befürchtet hatte :arrow: der ganze schreckliche Wahlkampf hatte aber auch so gar nichts mit dem Europapräsi-Schulz zu tun


Ach schön, dass die Empfehlung doch nicht komplett ins Leere ging. ^^
Ich hatte es ja auch schon gelesen und wollte dazu eigentlich auch was schreiben, aber irgendwie hat sichs jetzt erst ergeben. :wink:

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