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von Neo
#1535570
vicaddict hat geschrieben: Mi 31. Jul 2019, 13:52 Das kann man ja ansprechen, aber einer Regierung Drogenkonsum, Handel und staatlich geförderten Cannabisvertrieb an Kinder zu unterstellen ist schon unter aller Sau.
Ansich würde ich dir zustimmen, aber die Regierung in Berlin ist so unfassbar irre und wischi-waschi, dass man das echt mit Fug und Recht behaupten kann. Schau dir mal die Statistik bei den jungen Leuten an und da wird sich halt auch nichts ändern, wenn man jetzt ein Modellprojekt zur kontrollierte Abgabe von Cannabis ins Leben gerufen wird, man aber lustig weiterdealen lässt. Dann verkauft mans an die Kiddies günstig und/oder noch gleich härtere Drogen mit. Vom Dealer knallts eh mehr, weil der THC-Gehalt höher ist und anders kommt man ohnehin nicht ran.
von thunder49
#1535630
Ich stell mir nur vor es muß doch bei den Grünen derzeit auch große Frustration herrschen das sie die sehr guten Umfrageergebnisse nicht in Zählbares ummünzen können. Klar die Europawahl war super, aber nichts geht über die BTW, und da müssen die Grünen wenn's blöd läuft noch 2 Jahre warten und können nur darauf hoffen dass das Thema Klima weiter ganz oben auf der Tagesordnung bleibt. Aber wehe es kommt wieder ein Flüchtlingsstrom in unsere Richtung und das Thema Migration ist wieder im Mittelpunkt, dann kann es mit der grünen Herrlichkeit auch schnell vorbei sein :slightly_smiling_face: :slightly_smiling_face:
von Roman
#1535635
Naja bei Forsa und Emnid geht es für die Grünen aber runter bzw. ist man bei 23 Prozent. Die SPD würde ich auch noch nicht abschreiben mit einem guten Spitzenduo kann die SPD auch in der Nähe von 20 oder über 20 Prozent kommen.

Im Moment ist es da recht ruhig, gehe aber davon aus, dass Klingbeil und oder Kühnert sich mit jeweils einen Duo bewerben werden.
von Kerouac
#1535645
Vor den Wahlen im Herbst ist die politische Stimmung sowieso wie eingefroren. Sommerpause und so. Im Herbst wird es dann beben.

Roman hat geschrieben: Sa 3. Aug 2019, 23:59 Im Moment ist es da recht ruhig, gehe aber davon aus, dass Klingbeil und oder Kühnert sich mit jeweils einen Duo bewerben werden.
Bei einem Duo Klingbeil/Kühnert brauchen sich die anderen Parteien keine Sorgen machen, dass die SPD ihnen die Wähler abspenstig machen wird.
von P-Joker
#1535650
Kerouac hat geschrieben: So 4. Aug 2019, 14:06 Bei einem Duo Klingbeil/Kühnert brauchen sich die anderen Parteien keine Sorgen machen, dass die SPD ihnen die Wähler abspenstig machen wird.
Diese Paarung kann es ja gar nicht geben, da laut Ausschreibung ja bei einem Paar immer eine Frau dabei sein muss.
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von Wolfsgesicht
#1535652
Wieso sollte das den Grünen Schaden, wenn Habeck die Bundeswehr einsetzen will.
Meines Wissens war mit FDP und CDU an der Macht die Bundeswehr schon im Ausland, gerade regiert die SPD mit und die Bundeswehr ist in Mali, die AFD sind die ersten die sich an allem beteiligen....also bleibt eigentlich nur die Linke die gegen Einsätze der Bundeswehr ist. Der Rest versucht sie zumindest nicht zu kürzen...

(Auch wenn der Einsatz im speziellen jetzt auch nix wäre was ich unterstützen wollen würde)
von Roman
#1535656
Eben, die Kombination zwei Männer darf es nicht geben, deswegen schrieb ich, dass die beiden jeweils mit einem eigenen Duo antreten.

Wobei ich mir auch vorstellen kann, dass Kühnert alleine antreten möchte.
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von Neo
#1535699
Denke mal, dass sich bei den Wahlen am 01.09. nicht viel ändern wird, außer, dass da eben noch Grün dazukommt. Ob sich das für die Grünen in den nächsten Jahren (brauchts wahrscheinlich nicht) nochmal dreht, ist halt so ne Frage. Man kommt ja immer mit 2011, weil man da auch in dem Prozentrahmen lag und dann bei der BuTa 2013 zwischen 8-9% rumdümpelte, aber sowohl das Klimathema, als auch das Zerschlagen der anderen Parteien geht ja weiter. Wen oder was wollen denn die anderen Parteien aus dem Hut zaubern, wenn jetzt nicht doch noch ein krasser Klimaplan kommt? Und der dürfte auch nicht genug sein. Mehr Flüchtlinge oder Straftaten-Hypes oder am besten noch beides in Kombi helfen ja eher der AfD.
von Kerouac
#1535702
Neo hat geschrieben: Di 6. Aug 2019, 12:10 Denke mal, dass sich bei den Wahlen am 01.09. nicht viel ändern wird, außer, dass da eben noch Grün dazukommt. Ob sich das für die Grünen in den nächsten Jahren (brauchts wahrscheinlich nicht) nochmal dreht, ist halt so ne Frage. Man kommt ja immer mit 2011, weil man da auch in dem Prozentrahmen lag und dann bei der BuTa 2013 zwischen 8-9% rumdümpelte, aber sowohl das Klimathema, als auch das Zerschlagen der anderen Parteien geht ja weiter. Wen oder was wollen denn die anderen Parteien aus dem Hut zaubern, wenn jetzt nicht doch noch ein krasser Klimaplan kommt? Und der dürfte auch nicht genug sein. Mehr Flüchtlinge oder Straftaten-Hypes oder am besten noch beides in Kombi helfen ja eher der AfD.
Ich denke auch nicht, dass die Grünen so abstürzen werden wie 2013. Die CDU nach rechts und die SPD nach links, was dazu führt, dass in der Mitte ein Vakuum entsteht, das von den Grünen gerade gefüllt wird.

Das bedeutet allerdings nicht, dass die Grünen nicht schwächer werden können. Die Grünen sind gerade so erfolgreich, weil sie Projektionsfläche sind. Sobald sie sich aber auf ein Lager festlegt, kann ein Teil der bürgerlichen bzw. linksalternativen Wähler wieder abwandern.

Wenn ich heute wieder den Spiegel lese, dann hoffe ich wirklich, dass sich die Grünen nicht für eine Koalition mit der Linken entscheiden werden, sondern eher schwarz-grün anstrebten. Mit den Linken ist weiterhin keine vernünftige Außenpolitik möglich, was der aktuelle Fall rund um dem Besuch der Vize-Fraktionschefin bei Maduro und deren Huldigung für ihn wieder beispielhaft zeigt.
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von Neo
#1535734
Naja, die war in Sachsen ja eh nie gut dabei.

Kerouac hat geschrieben: Di 6. Aug 2019, 13:53Wenn ich heute wieder den Spiegel lese, dann hoffe ich wirklich, dass sich die Grünen nicht für eine Koalition mit der Linken entscheiden werden, sondern eher schwarz-grün anstrebten. Mit den Linken ist weiterhin keine vernünftige Außenpolitik möglich, was der aktuelle Fall rund um dem Besuch der Vize-Fraktionschefin bei Maduro und deren Huldigung für ihn wieder beispielhaft zeigt.
Tja, einer von vielen Gründen, weshalb man die Partei nicht wählen sollte. Dazu kommt ja auch noch, wie bei vielen Grünen, dass vieles einfach bewusst missverstanden wird und man über die sozialen Medien versucht die Stimmung aufzuheizen. Sah man ja jüngst auch wieder bei der Linnemann-Aussage.
von thunder49
#1535786
Obwohl ich im ZDF Videotext gelesen habe das dort z.B. Malu Dreyer gesagt hat das die SPD zukünftig Gesprächen mit der Linkspartei nicht mehr abgeneigt ist. Ist aber auch klar, wenn die SPD nicht mehr mit der Union zusammenregieren kann bleibt für die SPD nur noch Grün Rot Rot
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von Neo
#1535850
Bin mir gar nicht sicher, ob die überhaupt noch regieren wollen. Da müssen sie ja als die Gemäßigten auftreten und das können die nicht mit den paar Prozentpunkten. Also, nur für den Fall, dass es nach der Vorsitz-Wahl keine Kühnert-SPD geben sollte. Und auf den Landesebenen ist das bei vielen schon lange kein Tabuthema mehr. Kommt ja auch immer auf die Kandidaten an.
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von vicaddict
#1535854
Mit Kühnert SPD hat das doch eher weniger zu tun. Die haben schlichtweg keine andere Machtoption mehr. Die GroKo dürfte sich ja auch langfristig erst einmal erledigt haben und egal, wer den Vorsitz übernimmt, man kann doch davon ausgehen, dass der Ausstieg aus der GroKo bei jedem auf der Agenda stehen wird und wenn nicht, liegt es an den Mitgliedern. Wählen die einen Vorsitz, der gegen die GroKo ist, ist das doch ein eindeutiges Votum. Das ist für die SPD das Ausstiegsszenario.
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von Neo
#1535855
Naja, im Bund läufts ja eh erstmal auf Jamaika hinaus.
Aktuell für die FDP nicht attraktiver als die letzten Verhandlungen, aber nochmal kann mans nicht ablehnen oder Lindner bekommt Probleme in der Partei. Wahrscheinlich kann er aber eh ein Digitalministerium raushauen und das dann bei seinen Wählern schön anpreisen.
Aber so richtig kniffelig wirds ja, wenn irgendwie doch noch Merz an die Spitze kommen sollte. Er und die Grünen geht ja wirklich nicht, aber dann wählen vielleicht auch so viele links, dass da tatsächlich eine Mehrheit für GRR rausspringen könnte. >:)
von Kerouac
#1535875
Dass die Abneigung gegenüber der GroKo innerhalb der SPD so groß ist, ist die logische Konsequenz aus der politischen Kommunikation und Strategie von SPD-Politikern aus den vergangenen 10 Jahren. Innerhalb der SPD wird jetzt bereits seit 10 Jahren an einem bestimmten Narrativ gearbeitet, das aus zwei Teilen besteht:

1.) Es gibt es eine große Frustration darüber, dass die Wähler "so dumm" sind und nicht verstehen, dass die SPD Politik in ihrem Interesse mache und alle guten Regierungsprojekte von ihnen ausgeht.

2.) Merkel sitzt laut diesem Narrativ im Kanzleramt und beschäftigt sich hauptsächlich damit, wie sie die SPD durch die asymmetrische Demobilisierung kleinhalten kann.

Dieses Narrativ ist natürlich für alle Beteiligten in der SPD ziemlich bequem, da man die Verantwortung für die Wahldesaster auf andere schieben kann. Das sind dann wahlweise Merkel, die CDU, die politische Stimmung, die Medien etc. Das ist insofern auch bequem, indem man sich selbst nicht uangenehme Fragen stellen muss. Das ist also so eine Art Verdrängungsmechanismus, dass nach innerparteilich stabilisierend wirkt. Nach außen machen die Schulzes, Stegners, Lauterbachs und Kühnerts aber keine gute Performance, die SPD wirkt viel mehr als eine Partei voller Jammerlappen.

Dieses Muster gibt es schon bereits seit 10 Jahren, aber der Realitätsverlust der SPD war noch nie so stark wie jetzt. Ich denke, dass vor allem Martin Schulz eine große Mitverantwortung für diese Entwicklung hat. Dass er direkt nach der Wahlprognose das Narrativ gesetzt hat, dass die GroKo, Merkel und ihr Wahlkampf schuld am SPD-Ergebnis sei, plus sein ziemlich peinlicher Auftritt in der Berliner Runde hat die eigenen Leute und die Parteijugend auf die Barikaden gebracht. Und das ganze war ja damals nicht aus inhaltlichen Gründen, sondern nur aus machtpolitischen Gründen, um sich den Parteivorsitzt am Wahlabend zu sichern. Da braucht man sich nicht zu wundern, dass die Stimmung zur GroKo so miserabel wird.

Dass also die GroKo-Gegner rund um Kühnert, Stegner und Lauterbach zunehmend das Machtzentrum der SPD werden, ist die logische Konsequenz aus 10 Jahren gescheiterter Strategienfindung und politischer Kommunikation. Was bleibt ist eine selbstradikalisierte Partei, die sich immer weiter minimalisiert. Für diese ehrenwerte Partei ist das natürlich schade, aber die Sozialdemokratie kommt auch ohne die SPD aus. Andere Parteien werden diesen politischen Raum füllen, voraussichtlich die Grünen. Oder es gründet sich eine neue pragmatische sozialdemokratische Partei mit sozialliberalen Profil, die sich nicht scheut, Antworten auf die Fragen des 21. Jahrhunderts zu finden.
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von Neo
#1535899
Denke eher, dass Schulz es mit seiner Partei in erster Linie vergeigte, weil er dann doch einknickte und diese in die GroKo führte und nicht die Elefantenrunde (und alles andere davor) der Auslöser war. Er hätte das auch noch gut drehen können, aber dann war da eben dieser lasche Wahlkampf, die vielen falschen Entscheidungen und halt alles andere, was man ja so schön ungeschönt nachlesen konnte. Ist ja echt ein Träumchen, dass man das hautnah dokumentiert hat und das nicht irgendwelcher Analysen, Vermutungen und Aussagen Dritter entsprungen ist. :grin:
Hätte der zuvor mal so aufgedreht und keine Scheu vor der Konfrontation mit Merkel gehabt, wäre das wahrscheinlich doch nochmal ein bisschen anders gelaufen.
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von vicaddict
#1536064
In 14 Tagen wird gewählt und es wird nicht besser.

In Brandenburg ist die AfD inzwischen mit 21% auf 1, SPD, Grüne und CDU mit 17-18 dahinter, Linke bei 15. Alles außer RGR wäre dort überraschend. Wenngleich der Wahlsieger auch hier blau sein dürfte.

In Thüringen dürfte Ramelow im Amt bleiben, der so geschätzte Herr Möhring droht nur auf Platz 3 einzulaufen. Auch nicht gerade ein Erfolg, nachdem er sehr tief gefallen ist.

In Sachsen wird es zudem noch komplizierter, da das Verfassungsgericht nun 12 weitere AfD Listenkandidaten zugelassen hat, die man zuvor wegen Formfehlern ausgeschlossen hat. Die müssen aber wohl alle ihre Direktmandate gewinnen. Etwas was der Ministerpräsident selbst zum Beispiel nicht schaffen dürfte, da Kretschmer in Görlitz wohl hinter den Braunen landen wird. Im Grunde ist er damit als MP schon untragbar und wird es auch aufgrund seiner Kampagne. Der hat ja inzwischen jeden Koalitionspartner ausgeschlossen. Was da die Strategie sein soll, weiß er wohl selbst nicht.

Betrachtet man nur das Umfrageergebnis, kann es in Sachsen eigentlich nur noch darum gehen, wen sich CDU und Linke als dritten Partner ins Boot holen, da alles andere keine Mehrheit findet.

Alarmierend aber auch für die SPD, im Bund landet sie sowohl bei Emnid als auch bei Forsa inzwischen nur noch auf Platz 4, gleichauf mit der AfD. Grüne weitestgehend leicht hinter der Union.
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von Kaffeesachse
#1536067
Da wird auch nix besser. Erst die Tage wieder gehört, dass man AfD aus Prinzip wählt, "damit die anderen mal aufwachen". Fragst du dann, was man denn meint, davon zu haben, hört's auch gleich wieder auf.
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von vicaddict
#1536084
Es ist Fatalismus. Man weiß, dass die AfD nichts besser macht, aber man wählt sie, weil die anderen Parteien in den letzten 30 Jahren nur enttäuscht haben. Die anderen kassieren eben die Rechnung dafür, dass sie gerade den Osten nie ernst genommen haben. Man hat eben immer registriert, dass was schief läuft, aber hat nicht reagiert. In gewisser Weise emanzipiert sich der Osten dadurch. Man zeigt den etablierten Parteien, dass man den Osten ernst nehmen muss, sonst zerschießen wir die Parteienlandschaft.
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