Wahl zum SPD-Vorsitz 2019 (Stichwahl)

Olaf Scholz & Klara Geywitz (kein Motto)
1
10%
Norbert Walter-Borjans & Saskia Esken (Standhaft Sozial Demokratisch)
6
60%
Egal, denn auf dem Parteitag am 6. Dezember wird eh ein windiger Satiriker die Wahl torpedieren und den Vorsitz erhaschen
3
30%
Enthaltung
Keine Stimmen
0%
von Kerouac
#1538275
vicaddict hat geschrieben: Fr 8. Nov 2019, 15:36
Kerouac hat geschrieben: Fr 8. Nov 2019, 10:14 Nicht nur die FDP konnte nichts dazu gewinnen, sondern auch die Linke. Abgesehen von der Thüringen-Wahl wurden alle Wahlen krachend verloren, in Ostdeutschland mit sehr starken Verlusten. Die Wähler strömen zu Grünen und AfD. Die Linke hat zwar im Westen leicht hinzugewonnen, sich aber im Osten seit 2009 quasi halbiert. Auf Bundesebene sind die Umfragewerte statistisch nicht signifikant höher als das Ergebnis bei der letzten Wahl. Und dazu kommt noch das gleiche Problem, das die ehemaligen Volksparteien auch haben: Die Wähler der Linken sind steinalt und die Zugewinne durch junge Wähler im Westen können nicht die Verluste im Osten ausgleichen.
Gehört zwar nicht zwingend in diesen Thread, aber die Linke ist im Osten dennoch eine "Volkspartei". Hier stärker, da schwächer, aber sie ist etabliert und relevant. Das kann man von der FDP in keinem Bundesland behaupten. Sie agiert überall auf einem niedrigen Level von unter oder über 5%. Selbst unzufriedene CDU Wähler wechseln ja scheinbar lieber zur AfD als zur FDP. Das spricht auch Bände.
Nichtsdestotrotz ist deine Aussage, die FDP sei die einzige Oppositionpartei , die nicht hinzugewinnen konnte, falsch. Das trifft eben auch auf die Linke zu. Stagnierende Umfragen auf Bundesebene (die übrigens statistisch nicht signifikant höher sind als die der FDP) und bis auf eine Ausnahme nur Wahlniederlagen mit deutlichen Verlusten, sprechen eine deutliche Sprache. Zu den Gewinnern dieser Legislaturperiode gehört die Linke sicherlich nicht.
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von vicaddict
#1538283
Ich habe auch nicht gesagt, dass sie zu den Gewinnern zählt, aber während man im Bund bei 8-9% liegt, liegt man im Osten immerhin auf ordentlichem Niveau, stellt sogar einen MP. Die FDP hat eben nicht einmal das und ist selbst in den Ländern nur eine 5% Partei. Zumal man bei den Verlusten der Linken sicherlich viele Abwanderer zur AfD zählen muss. Das macht es nicht besser, aber das heißt ja nicht, dass diese Protestwähler nicht zurückfinden könnten.

Bei der FDP ist aber überhaupt keine Bewegung drin. Es geht mir ja nicht darum, die Linke als sehr viel erfolgreicher darzustellen, aber die FDP steht halt im Bund wie in den Ländern für absolut nichts.

Deshalb bin ich gespannt, um den Bogen mal wieder zu spannen, ob sie eventuell für eine Ampel mit der SPD und den Grünen bereit stünden. Von schwarz-rot-gelb oder Jamaika reden wir gar nicht erst. Das eine wird die SPD nicht tun, das andere haben die Grünen nicht nötig.
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von Neo
#1538285
vicaddict hat geschrieben: Fr 8. Nov 2019, 23:30Deshalb bin ich gespannt, um den Bogen mal wieder zu spannen, ob sie eventuell für eine Ampel mit der SPD und den Grünen bereit stünden. Von schwarz-rot-gelb oder Jamaika reden wir gar nicht erst. Das eine wird die SPD nicht tun, das andere haben die Grünen nicht nötig.
Hm, ich würde eher sagen, dass schwarz-grün und Jamaika relativ safe sind. Allein schon, weil man Stabilität möchte und auch endlich mal ein paar Großprojekte durchbekommen mag. Egal, wer bei der CDU der nächste Kanzlerkandidat wird, man rückt weg vom christlich-sozialen Zweig und wird konservativer/liberaler. Heißt, dass es mehr Schnittpunkte mit der FDP gibt und Lindner da sicher nicht ablehnen wird/kann. Dn Grünen müsste man ohnehin entgegenkommen, allein schon, weil es große Teile der Bevölkerung so wollen.
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von vicaddict
#1538293
Jamaika hatte ich ausgeschlossen, weil ich nicht sehe, dass es die FDP als dritten Partner überhaupt braucht. Auf der anderen Seite will ich aber mal eine CDU mit Merz als Kanzlerkandidaten sehen, der klar auf dem althergebrachten schwarz-gelb Zug fährt, und der dann noch die Grünen dazu gewinnen muss.

Daher würde ich eine Ampel nicht kategorisch ausschließen. Die Grünen bei 22-25%, SPD bei 15-18 und eine FDP mit 7-8% könnten da durchaus eine Mehrheit haben. RRG allerdings auch. Wird lustig.
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von Neo
#1538316
Wenn dann eher GRR. Die SPD kann sich ja nicht gegen die Linkspartei sträuben, weil sie dann keinen Regierungsauftrag haben. Grün verbindet aktuell ja beides.
Und wenn es Kurz schaffen sollte mit den Grünen anzubendeln, dann würde ich das auch Merz (an den ich eigentlich nicht glauben will) zutrauen, auch wenn er das ostentativ ablehnt.
von Sentinel2003
#1538329
Ich konnte den Scholz noch nie leiden, deshalb hoffe ich, dass er die Wahl mit seiner Co Partnerin nicht gewinnt....aber. leider sieht es wohl sehr gut für ihn aus.