von Roman
#1533210
Ja die Wahlen werden denke ich noch abgewartet in Ostdeutschland und dann wird die Groko wohl Geschichte sein. Die Umfragen sind für die SPD mittlerweile mehr wie verheerend. Denke auch, dass Kevin Kühnert und Lars Klingbeil gemeinsame Sache machen werden und die SPD zusammen in die Zukunft führen werden. Ich weiß nicht wie es euch geht aber der Grünenhype geht mir wirklich langsam auf dem Senkel. Ja Klima ist ein wichtiges Thema und ich selbst mache dafür auch einiges, aber es gibt noch andere Themen. Spätestens wenn Arbeitsplätze wieder abgebaut werden, sich die Konjunktur abkühlt dann wird das Klimathema wieder nach hinten rücken.

Ich selber finde Habeck und die Baerbock sind zu oft in den Medien, ich kann die nicht mehr sehen. Genauso wie das rumgedruckse mit Posten und Kanzler stellen. Nicht umsonst hat KGE gesagt, dass es Neuwahlen geben muss und nicht einfach Jamaika so kann man schön die Mandate verdreifachen, ggf. Kanzler stellen und auch nen eigenen Bundespräsidentenkandidaten aufstellen der mit Sicherheit gute Chancen hätte gewählt zu werden.
von P-Joker
#1533212
thunder49 hat geschrieben: Do 6. Jun 2019, 22:58 Sehe ich genauso, wenn ich gerade die Illner im ZDF schaue, da ist schon wieder die Baerbock von den Grünen, sie scheint derzeit keinen Polittalk auszulassen. Ich habe das Gefühl das es da bei den Grünen schon die klare Absprache gibt das sich Habeck medial schon jetzt ein bißchen zurückhält um nachher nicht als zu verbrannt zu gelten oder in solchen Talks was falsches zu sagen was man ihm nachher vorhalten könnte.
Ich finde, die beiden machen da eine schlaue Aufgabenteilung.
Er ist praktisch die Lichtgestalt und der wohl wahrscheinliche Kanzlerkandidat.
Sie ist momentan die eigentliche Parteichefin die den Laden zusammen hält.
Das käme schon dem Umstand zugute, da Habeck als Kanzler ja nach gängiger Grünen-Arithmetik den Parteivorsitz abgeben müsste.

thunder49 hat geschrieben: Do 6. Jun 2019, 22:58 Hab übrigens heute ne Umfrage gesehen das bei einer Direktwahl bzgl. der Kanzlerfrage 44% Habeck wählen würden, und nur 19% AKK.
Gegen Anne Klein-Kariert vorne zu liegen dürfte ja kein Kunststück sein.
Nach letzten Umfragen zufolge dürfte das sogar Olaf Scholz schaffen, nur nicht so klar.

Übrigens mein Tipp zur zukünftigen SPD-Führung:
Lars Klingbeil wird Vorsitzender, Kevin Kühnert Generalsekretär.
von Roman
#1533214
Na der eine bedient den linken, der andere den eher rechten Flügel.

Mir fehlt da aber auch ehrlich gesagt noch eine Frau.

Nur welche?
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von vicaddict
#1533216
Seehofer liefert direkt den nächsten Grund für einen Sturm der Entrüstung, gibt er mehr oder minder offen zu, dass man Gesetze bewusst kompliziert gestalte, damit es keinen medialen Aufschrei gibt.

Der ganze Laden kann direkt einpacken :D

Bei der SPD wage ich keine Prognose was die Führung angeht. An Kühnert wird allerdings nicht wirklich viel vorbei führen. Parteivorsitz vielleicht nicht, aber Generalsekretär muss er mindestens werden. Bei einer Doppelspitze auf die es hinauslaufen dürfte, wird auch Malu Dreyer ganz vorn dabei sein, denn viele Frauen gibt es nicht. Schwesig sehe ich in der Rolle dann doch nicht.
von Johnny
#1533217
Was mich bei den Grünen aktuell stört ist diese extreme Einseitigkeit. Ich bin der Partei oder Mitte-Links-Politik gar nicht abgeneigt, aber die bespielen das Klimathema aktuell wie die AfD das Asylthema und das finde ich ehrlich gesagt super nervig. Ja, es ist wichtig und natürlich ist es das grüne Steckenpferd. Aber wie da momentan drauf rumgeritten wird, auch in Situationen in denen es gar nicht ums Klima geht... naja. Sie hätten es meiner Meinung nach gar nicht so nötig, da sie ja im Gegensatz zur AfD durchaus auch in anderen Themen etwas anzubieten haben. Aber sie wollen natürlich diese Welle jetzt zum Erbrechen reiten. Ich weiß nur nicht, ob das langfristig wirklich die ideale Strategie ist, denn irgendwann wird das mit dem Klima auch wieder abebben.
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von Wolfsgesicht
#1533224
Man kann das ehrlich gesagt so machen. Sie bespielen ja auch durchaus Themen wie Miete und Bildung und beim Klimathema gehört ja durchaus mehr dazu als Klimaschutz. Beispielsweise der Ausbau der Schieneninfrastruktur, der Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene (die die CDU/CSU ja dauerhaft predigt, und dann nach der Wahl die Trassengebühren anhebt und die LKW-Steuern senkt) und Verbesserung des ÖPNV und ehrlich gesagt sind das die Themen die man ständig überall zu hören kriegt.
Wenn was bemängelt wird dann sind das die Mieten, die Bildung und der ÖPNV. Und die Straßen, da frag ich mich aber wieso. Man hört immer nur die Straßen seien so furchtbar, aber ich fahre meine Oma durch die Gegend und ehrlich gesagt kenn ich in ganz Dortmund nur eine Straße die mal zu machen wäre. Das klingt dann teilweise wie "jedes Schlagloch muss sofort ausgebessert werden" was ja geradezu utopisch ist. Ich streite aber nicht ab, dass es manche Straßen gibt die das nötig hätten, nur mein Gefühl sagt mir die Bewertung der Autofahrer ist geradezu päpstlich.

Beim Thema Flüchtlinge ist es ja ehrlich gesagt wirklich nur auf die Verwendung von Geldern in einem Bereich beschränkt. Themen wie Miete oder ÖPNV werden damit wohl kaum bespielt, so wie die AfD um den Diesel kämpft wird da nix mit Bus und Bahn kommen.

Ich bin da zwar gespannt was bei CDU/CSU/SPD noch so kommt, aber bin da nicht sehr optimistisch. In NRW hat man seitens der CDU und FDP jetzt die Untergrenze an Stockwerken für die verpflichtende Installation eines Aufzugs erhöht. Früher war der ab 5 Stockwerken Pflicht, jetzt ab 6. Nützt der Bauwirtschaft, da man sich jetzt ein Stockwerk mehr gönnen kann zum vergleichsweise niedrigen Preis, in Zeiten einer alternden Gesellschaft aber durchaus alles andere als schlau. Den eingebrachten Gesetzesentwurf zum Thema barrierefreien Wohnen der Vorgängerregierung (rot-grün) hat man gekippt. SPD und grüne hatten pro 8 Wohnungen eine barrierefreie Wohnung vorgeschrieben, CDU und FDP sind ja kein Freund von Vorschriften sondern mehr vom freien Markt, als weg damit. Dank gehbehinderter Mutter bekommt man sowas mit und findet es dementsprechend...gibt ja so schon nix für alte Menschen auf dem Markt.

Aber ich denk mal für eine grüne Regierung gäbe es innerhalb der 4 Jahre mehr als genug zu tun. Die aktuelle Regierung verschläft ja gefühlt alles, können also ruhig mal andere machen. Kann ja kaum schlimmer werden.

Laschet betonte übrigens gestern dass man Industrieland bleiben wolle. Heißt wohl auf gut deutsch: Umweltschutz fällt aus, Kohle ahoi.
Sieht man ja an der unfassbaren zahl der installierten Windräder in Deutschland. Im letzten Monat wurden ganze 6 (sechs) in Deutschland gebaut, da die Förderung weg ist. Keine Ahnung wie die CDU da ihren groß angekündigten Klimaschutz bewahrheiten will. Wenn das so weiter geht und die mir 2021 was von der Wichtigkeit von Klimaschutz erzählen...jau. Glaub ich denen aufs Wort.

Aber wie gesagt, mit Schiene und Verkehr, erneuerbare Energien, Glasfaser, Bildung, Mieten und neuen Verpackungen hat man ja genug zu tun für 4 Jahre. Da hinken wir ja ordentlich hinterher...
Was anderes haben die anderen auch nicht im Programm, nur halt anders.
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von Neo
#1533225
Fernsehfohlen hat geschrieben: Do 6. Jun 2019, 22:37
Neo hat geschrieben:Und bei den Grünen ist es natürlich interessant, weil ich glaube, dass es für die echt auch eine Art worst case Szenario wäre, wenn sie auf einmal den Kanzler stellen müssten. Weder Robert noch Anna-Lena hätten doch ernsthaft Bock darauf. Und ich will eh erstmal dran glauben, dass die "Vernünftigen" zur CDU zurückkehren.
Was genau veranlasst dich zur Behauptung? Also würde jetzt auch nicht mit Gewissheit das Gegenteil behaupten, aber grad bei Habeck kann ich mir schon vorstellen, dass der auf das Kanzleramt durchaus Bock hat.
Na, wenn du eine Oppositionspartei bist, dann rechnest du nie im Leben damit, dass du Regierungsverantwortung trägst. Die meisten sind nicht drauf ausgerichtet und Habeck ging es in seiner Zeit in Schleswieg-Holstein meist nur darum, das größere Übel zu vermeiden, wie eben auch der ganzen Partei ansich, was natürlich nicht heißt, dass sie nicht regieren und auch bestimmte Posten besetzen wollen. Habeck ist ja nicht blöd, der weiß doch, dass das auf internationaler Ebene mehr als knackig ist und man eben auch über ein gewisses Know-how verfügen muss, die Interessen anderer berücksichtigen usw. Das eine hat er nicht und das andere kann er nicht. Ich frage mich bei manchen Kommentaren echt, was manche denken, was ein Kanzler so macht und dass das alles Pillepalle ist, was Merkel auf der Welt veranstaltet und das irgendwie ja jeder könnte (da ist die Mitte halt einfach der beste Weg, wenn man sich nicht ganz abkapseln möchte und einem das Leid anderer Menschen nicht vollkommen bumms ist). Jetzt mal völlig von der ganzen Reiserei und dem Fliegen abgesehen - und das ist nicht nur ein billiger polemischer Grünen-Gag, sondern einfach auch das, was Habeck so gar nicht mag. Geschweige denn mit irgendwelchen verhaltensgestörten Menschen zu verhandeln. Wenn man den in Diskussionen erlebt, wie er schon an Lindner und anderen verzweifelt und auch derbe emotional und beleidigt reagiert, dann will ich das nicht mit Trump und den anderen Wahsinnigen erleben. Er selbst hofft ja noch immer darauf, dass die Regierung bis 21 hält. (Gestern in der ZEIT gelesen). Die Aussage kann man natürlich so oder so interpretieren, aber mir scheint das aktuell zu viel zu sein.
Das Klügste für eine solche Partei ist es doch immer, dass man möglichst stark wird, aber bitte nicht stärker als die Partei der Mitte. So kann man in den Verhandlungen möglichst gute Deals rausschlagen, die zur Politik passenden Ämter gut besetzen und durch Neu-Gestaltung glänzen, ohne die riesengroße Verantwortung für alles zu haben, der sie, so meine Behauptung, nicht gerecht werden können.
Ich könnte mir jemand wie Winfried Kretschmann noch als Kanzler vorstellen. Der ist bei so vielen Themen, so gut im Stoff und hat auch einfach ein gutes Maß für Dinge. Anmk. am Rande: Selbst Cem Özdemir halte ich für geeigneter, weil nicht so links, aber den wünsche ich mir eher als Außenminister oder Bundespräsident.

Was die Aufteilung von Baerbock und Habeck betrifft: Ja, der reist halt aktuell durch Deutschland und war nicht in Berlin, deshalb saß sie wohl auch in letzter Zeit in den Talkshows. Sie hat ja noch jüngere Kinder, kann eben schneller zwischen Brandenburg und Berlin pendeln und macht das wohl auch wesentlich lieber, als irgendwo in Hintertupfingen an einer Veranstaltung teilnehmen. Und bei den Grünen herrscht ja Parität, also müssen die Auftritte auch relativ ausgeglichen sein. demnach, und danach wo sich die beiden gerade aufhalten, wird auch der Terminkalender von der Bundesgeschäftsstelle gestaltet.

Dass Habeck den Hype nicht gut findet und dem nicht gerecht werden kann, hat er schon von Beginn an gesagt. Das kannste aber auch nicht so wirklich steuern. Fernab davon, dass die meisten Journalisten große Sympathien für die Grünen hegen, hat das mittlerweile Dimensionen angenommen, die auch nicht mehr normal sind. Sowas hatte man zuletzt bei Martin Schulz (davor hatte Habeck ja Angst) und selbst da habe ichs nicht so extrem wahrgenommen. Glaube, die ganzen verliebten Medienleute tun dem auch wirklich keinen Gefallen damit.
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von vicaddict
#1533264
Wenn die Grünen den Kanzler stellen, stellen sie nicht auch noch den Außenminister. Das Amt gebührt traditionell dem Juniorpartner. Man darf auch nicht vergessen, dass der Außenminister früher mal deutlich mehr Gewicht hatte. Erst Merkel hat das Kanzleramt doch so auf Außenpolitik ausgerichtet. Man kann daher nicht ausschließen, dass sich ein grüner Kanzler mehr aufs Innere konzentriert und ein Außenminister der CDU auf Reisen geht.

Die Grünen haben sich bis dato aber auch noch gar nicht geäußert, wer denn Kanzlerkandidat werden könnte. Warum auch? Das kann man machen, wenn es soweit ist. Gibt ja nicht wenige, die glauben, dass sie auch bei einem Bundestagswahlkampf weiter auf das Duo setzen und die Frage erst klären, wenn es tatsächlich dazu kommen sollte.

Btw Amthor findet die CO2 Steuer jetzt plötzlich auch ganz spannend :D Ein Schelm, wer Böses dabei denkt :D
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von Neo
#1533265
vicaddict hat geschrieben: Fr 7. Jun 2019, 22:13Gibt ja nicht wenige, die glauben, dass sie auch bei einem Bundestagswahlkampf weiter auf das Duo setzen und die Frage erst klären, wenn es tatsächlich dazu kommen sollte.
Wer schreibt denn sowas? Katze im Sack-Prinzip kann man nicht bringen. Man muss ja auch eine Person ins Kanzlerduell schicken, wenn sowas denn noch 1:1 stattfinden sollte.
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von vicaddict
#1533266
Das Kanzler-Duell ist ja kein Muss. Sicherlich werden die sich auch vorher einigen, aber dass es automatisch Habeck wird, sehe ich so noch nicht. Ich wäre ja für Trittin :D
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von Neo
#1533275
Trittin ist so ein harter, kaltschnäuziger Hund, dass es fast schon wieder eine wahre Freude wäre ':)
Zumindest hätte man dann so ne richtig klare Kante!

Und das Kanzlerduell ist nicht mehr optional. Wenn schon Merkel, die ja wirklich nie Bock drauf hatte, das aufbereiten lässt, dann können die anderen das nicht ablehnen. Würde dann nur wieder negativ für die Union ausfallen.
Da fällt mir gerade ein, dass ich mir Ilse Aigner auch als Kanzlerkandidatin wünschen würde. Die ist mir zumindest lieber, als alle anderen Namen, die gerade so im Raum stehen. Natürlich total unrealistisch. Ist ja schließlich viel zu sympathisch und medientauglich. Mal davon abgesehen, dass sie es auch nicht wollen würde. -_-
von thunder49
#1533286
Habe gerade in der Bild gelesen das eine Gruppe bayrischer SPD Mitglieder den Partei-Rechtsausleger Thilo Sarrazin (74) als neuen Vorsitzenden ins Gespräch bringen will. Sigmar Gabriel gibt demnach einen ähnlichen Hinweis und verweist auf Dänemark: Dort hätten die Sozialdemokraten gerade die Parlamentswahl gewonnen - mit einem Mix aus linken Sozialgesetzen und "robuster" Ausländer- und Asylpolitik. Daran sollte sich die SPD orientieren, so Gabriel. Von den Genossen aus Schleswig-Holstein kommt mit Kevin Kühnert dagegen der komplette Gegenentwurf als Vorschlag
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von Fernsehfohlen
#1533290
Tja, das ist tatsächlich eine schwierige Frage, ob man sich aus dem dänischen Wahlerfolg "ein Beispiel nehmen" sollte. Meiner persönlichen Haltung käme ein solcher Kurs sehr zupass, denn simplifiziert formuliert ticke ich so (stark umverteilungsorientiert im Inneren, eher abschottungsorientiert nach außen, wenngleich ich mir des Zynismus' und der latenten Doppelzüngigkeit dieser Ambivalenz bewusst bin) - und glaube auch, dass sich damit durchaus Wählerstimmen generieren ließen. Aber ob das jetzt das Richtige für die SPD ist oder die Partei nur noch verzweifelter wirken ließe, weiß ich nicht. Dagegen spricht aus meiner Sicht ferner:
1. Das Flüchtlingsthema flaut eher ab und große Schreckensszenarien in Hinblick auf Fluten von Armutsmigranten genießen momentan eher den Ruf der Rechtsaußen-Panikmache.
2. In der SPD-Führungsriege sehe ich zu wenige Personen, die einen solchen Kurs authentisch verkörpern könnten. Und in der verbliebenen Restbasis gäbe es sehr viele Menschen, die das kategorisch ablehnen würden.
3. Halte ich generell nicht so viel davon, Erfolgsmodelle aus anderen Ländern einfach 1:1 auf deutsche Schwesterparteien zu übertragen.
4. Ist die Personalie Thilo Sarrazin ein schlechter Witz. Der hat sich in den vergangenen Jahren einfach zu nachhaltig als polemischer Brandstifter und notorischer Egomane präsentiert, dass er fernab des Stammtisches doch komplett verbrannt ist. Zudem sehe ich nicht, wo er für "linke Sozialgesetze" oder überhaupt für irgendeine Form der Philanthropie stehen sollte. Progressivität oder Jugendlichkeit verkörpert er auch nicht. Im Grunde die SPD-Variante von Friedrich Merz - ähnlich selbstsüchtig und unsympathisch, nicht ganz so neoliberal, dafür umso stammtischfreundlicher. Also... bitte, nein.


Fohlen
von Familie Tschiep
#1533293
Dank der Demographie braucht Deutschland, um noch etwas zu verteilen zu haben, eine geregelte Zuwanderung. Wir können uns nicht abschotten. Wir sollten stattdessen bestimmen, wie es geschieht . Ich wäre immer noch für die Abschaffung vom Dublin und eine europaweite Verteilungsquote.
Und ob es wieder vermehrt Flüchtlinge gibt, entscheidet Trump beim Thema Iran.
Ich hielt die Wagenknecht-Strategie für die Linken für richtig. Es muss eine linke Partei geben, die mit den migrationsskeptische Teil der Bevölkerung an sich binden vermag.

Wenn man die Zahlen in den Umfragen schon eine Zeit lang verfolgt, fragt man sich, ob die Grünen jetzt ihre wahre Größe haben.
von thunder49
#1533296
In der neuesten Forsa Umfrage hat sich der Umfragetrend übrigens bestätigt, die Grünen bleiben konstant bei 27%, die Union hingegen verliert 2% Punkte und kommt auf ihr Allzeittief von nur noch 24%. Ich warte ja nur darauf das bei der Union die Ersten bei Merkel angekrochen kommen und sie anflehen das sie doch weitermacht :') :') . Personaldebatten in der Union werden aufgrund solcher Werte aber wohl auch so nicht mehr lange auf sich warten lassen
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von Fernsehfohlen
#1533311
Familie Tschiep hat geschrieben: Sa 8. Jun 2019, 16:58 Dank der Demographie braucht Deutschland, um noch etwas zu verteilen zu haben, eine geregelte Zuwanderung. Wir können uns nicht abschotten. Wir sollten stattdessen bestimmen, wie es geschieht . Ich wäre immer noch für die Abschaffung vom Dublin und eine europaweite Verteilungsquote.
Achso, nein, so war "Abschottung" meinerseits auch nicht gemeint. Natürlich brauchen wir Zuwanderung. Ich will auch Zuwanderung und bin auch strikt dagegen, Migranten und/oder Flüchtlinge, die hierhin kommen, mies zu behandeln. Nur... nunja, müssen die ja erstmal hierhin kommen. Und da folge ich (bei den Flüchtlingen und der Armutsmigration) so ein wenig der perversen "halte die Probleme fern von dir, dann sind es nicht deine"-Logik.
Auch, weil ich kaum Hoffnungen habe, dass es eine Verteilungsquote in nennenswertem Umfang geben wird. Und weil ich nicht glaube, dass wir allzu viele Menschen aus Afrika und dem Nahen Osten allzu schnell wieder "loswerden". Wenn die erstmal hier sind, ist es aus meiner Sicht viel zielführender, sie hier möglichst schnell möglichst umfassend Fuß fassen zu lassen. Dürfen halt nur nicht zu viele werden - und da bin ich dann eben bei dem, was ich unter Abschottung verstehe. ;)

Öh ja, der neueste Umfragewert der Union ist schon... spannend. Die könnte nun auch in den GroKo-Abwärtsstrudel geraten, der bisher vornehmlich die SPD getroffen hat.
Schade finde ich, dass "Sonstige" bei keinem Umfrageinstitut konkretisiert wird, obwohl zumindest Infratest Dimap und Forsa derzeit knackige 9% für die ausweisen. Da wüsste ich schon gerne, ob da 1-2 Parteien herausragen und Chancen auf die 5% hätten.


Fohlen
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von vicaddict
#1533334
Gucken die blau-braunen wirklich in die Röhre? So wie die Grünen im Westen an Fahrt gewinnen, gewinnt die AfD im Osten. Für Sachsen gibt es leider keine Umfrage seit der Europawahl, aber ich würde stark vermuten, dass die hier inzwischen auch deutlich vor der CDU liegen anstatt nur gleichauf. Ich würde hier nicht einmal ausschließen, dass die SPD am Ende sogar um den Einzug in den Landtag zittern muss. Die standen Ende April schon nur bei 9%. Lass da mal nach dem ganzen Chaos 4% zu den anderen wandern. In Brandenburg waren laut der letzten Umfrage gleich vier Parteien bei 18-20%, die FDP muss um den Einzug in den Landtag zittern. Thüringen schießt gar den Vogel ab. Im Grunde erwarte ich da nur eine Wanderung von rot nach grün und von schwarz nach blau.

Gerade da könnte das richtig spannend werden. Vor ein paar Wochen noch spekulierte man dort, mit wem die CDU als stärkste Partei koalieren müsse, aber inzwischen dürfte sich das erledigt haben. Vermutlich wird hier Bodo Ramelow weiterhin den Regierungsauftrag bekommen. Das stellt zwar die Linke vor Probleme, aber angesichts der derzeitigen Krise der CDU wird es wohl darauf hinauslaufen. Das würde aber tatsächlich zu einer Situation führen, in der das Land unregierbar wäre. Es gäbe vermutlich keinerlei Mehrheit. Auf der einen Seite CDU, FDP, AfD, die nicht miteinander können/dürfen, zumal es hier ja auch noch die Höcke-AfD ist. Auf der anderen Seite RGR, die keine Mehrheit haben. Kann sich jemand vorstellen, dass RGR von den anderen geduldet wird? Gegen AfD und Linke können alle anderen auch nicht regieren. Oder gibt die CDU den Juniorpartner unter Ramelow?

Die Auswirkungen im Bund muss man auch in Betracht zieht. Spricht die CDU hier mit der Höcke-AfD, dann sackt die Partei doch im Bund komplett unter 20% und die Grünen gehen steil auf 35% zu.

Und dass die Union erneut verliert, war nach dem Aussetzer von Seehofer ja zu erwarten. Die Medien stürzen sich ja nicht mehr nur auf die SPD, sondern wittern jetzt auch bei der Union Zündstoff. Die GroKo ist unter Dauerfeuer. An Merkel prallt das alles zwar ab, aber eben nicht am Rest.

Falls die CDU sich die Kandidatur von AKK noch einmal überlegt, was ja durchaus legitim wäre, gäbe es da ja auch noch jemanden aus Bayern. Söder hat das zwar kategorisch ausgeschlossen, aber dort hat man immerhin Ruhe, seit der Bayernwahl und er öffnet sich auch durchaus moderneren Themen. Außer ihm gibt es aber aus Bayern auch niemanden, der den Spitzenkandidaten geben könnte.

Btw bei den Sonstigen würde ich tatsächlich die Partei und die FW sehr stark erwarten, wobei ich bei den FW gar nicht weiß, wo die überhaupt überall antreten. Bei der Europawahl waren beide bei ca 2,5%. Die Piraten waren unter 1%, also selbst hinter einer der Tierschutzparteien und hinter ÖDP.
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von Kaffeesachse
#1533337
Bei uns in Sachsen bin ich mir da nach wie vor nicht sicher, aber Mohring und die Höcke-AfD kann ich mir nicht vorstellen. Da wär ich arg enttäuscht. Und Kretschmer versucht ja alles, kuschelt sogar mit Putin. :grin: Wobei es bei vielen OStdeutschen ja eine etwas andere Haltung zu Russland gibt. Zudem hat man mit den Sanktionen ostdeutschen Unternehmen einen der wenigen noch funktionierenden Märkte kaputtgemacht hat.

Und können wir mal Regelungen für Umfragen finden? Ist ja furchtbar, kein Wunder, dass die alle keine Zeit für Politik haben.
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von Neo
#1533338
Das Gefälle zwischen Ost und West finde ich auch problematisch. Da sieht man dann eben, dass die beiden "Extreme" mit einfachen Antworten auf komplexe Themen wahnsinnig viel holen können (floskelig, ich weiß, aber so stellt es sich eben dar). Oder einfach nur im Osten mit der Linken und der AfD.

Thüringen sehe ich gar nicht mal als so großes Problem. Mohring traue ich es zu, dass er noch ein paar Prozent drauf packt und weshalb da die Konservativen abwandern sollten, wüsste ich auch nicht. Vieleicht wenn er das Grüne jetzt zu offensiv bespielt, aber es können doch echt nicht so viele sein, die nicht schnallen, was die AfD da für ein Haufen ist, denkt man zumindest immer.
Er schließt ein Bündnis mit der AfD ( definitiv) aus und bei den Linken wars zuletzt ähnlich. Müssen sich eben die SPD und die Grünen entscheiden. Je nachdem wie es denn jetzt auch mit der SPD weitergeht...

Kaffeesachse hat geschrieben:Und können wir mal Regelungen für Umfragen finden? Ist ja furchtbar, kein Wunder, dass die alle keine Zeit für Politik haben.
Glaube, dass das auch eher ein Problem der Medien ist. Gefühlt gehts doch um gar nichts anderes mehr und dann schreibt man auch nur über die Parteien, die gerade gut dabei sind und analysiert auf dieser Basis.
von Johnny
#1533342
Thüringen ist ja zeitlich auch erst nach Sachsen und Brandenburg, je nachdem was da für Ergebnisse und Sondierungen bei rumkommen könnte das bestimmt auch noch mal gewisse Auswirkungen haben.
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von vicaddict
#1533343
Neo hat geschrieben: So 9. Jun 2019, 15:57 Thüringen sehe ich gar nicht mal als so großes Problem. Mohring traue ich es zu, dass er noch ein paar Prozent drauf packt und weshalb da die Konservativen abwandern sollten, wüsste ich auch nicht. Vieleicht wenn er das Grüne jetzt zu offensiv bespielt, aber es können doch echt nicht so viele sein, die nicht schnallen, was die AfD da für ein Haufen ist, denkt man zumindest immer.
Er schließt ein Bündnis mit der AfD ( definitiv) aus und bei den Linken wars zuletzt ähnlich. Müssen sich eben die SPD und die Grünen entscheiden. Je nachdem wie es denn jetzt auch mit der SPD weitergeht...
Die CDU verliert gerade bundesweit, da wird es auch in Thüringen keine Ausnahme geben. Zumal sich am Ende am Problem nichts ändert. CDU, vor allem aber Linke und AfD sind so stark, dass du nicht gegen zwei von diesen Parteien in der Opposition regieren kannst. Was sollen denn SPD, Grüne oder FDP da machen?

Stand 30.05. sieht es so aus, dass die CDU mit 26%, Linke mit 25%, AfD mit 20% ins Parlament einziehen. SPD 11, Grüne 8, FDP 5, Sonstige 5%.

Wo soll da eine Mehrheit herkommen, die nicht zwei der drei stärkeren Parteien beinhaltet? Diese chaotische Woche, in der die Union im Bund hinter die Grünen gefallen ist, ist dabei ja auch noch nicht einmal mit drin. Der Trend wird also auch vor Thüringen nicht halt machen. Für eine Dreierkonstellation reicht es doch hier auch nur dann hauchdünn, wenn die FDP unter die 5% rutscht.

Das wird lustig.
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von Neo
#1533348
Kommt ganz drauf an, wie dumm jetzt noch der Sommer verläuft. Letztes Jahr hat den ja Horst mit seinem Abschiebezeugs und Maaßen, und damit auch das blöde Verhalten der SPD, also GroKo insgesamt, dominiert. Die Temperaturen taten dann auch noch ihr übriges für die Grünen und so spiegelte sich dann eben auch vieles in den Wahlen wider.

Hätte bei den Wahlen im Osten jetzt doch eher die Hoffnung, dass man sich auf die jeweilige Politik und die Köpfe dort fokusiert. Da haben manche ja eine geradezu fragwürdige Präsenz.
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