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Wie werden sich die SPD-Mitglieder bei der GroKo-Wahl entscheiden?
Umfrage endete am Mi 28. Feb 2018, 15:17
Große Mehrheit für Ja 19%  19%  [ 3 ]
Knappe Mehrheit für Ja 63%  63%  [ 10 ]
Knappe Mehrheit für Nein 13%  13%  [ 2 ]
Große Mehrheit für Nein 6%  6%  [ 1 ]
Abstimmungen insgesamt: 16
BeitragSo 4. Mär 2018, 19:08 
Inventar
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P-Joker hat geschrieben:
Das Pro-Ergebnis deckt sich also tatsächlich ungefähr mit den letzten Ergebnissen der Umfragen
unter SPD-Sympathisanten bzw Wählern.
Und das sind ja immerhin noch ein paar mehr als es Mitglieder gibt ...

Viele Parteimitglieder werden bei der Abstimmung wohl den Lindner-Satz etwas abgewandelt haben.
Etwa so: Lieber mitregieren, als zuzusehen wie falsch regiert wird!
Denn in der Opposition hat in der Geschichte noch nie eine Partei etwas bewegen können!

Kerouac hat geschrieben:
Wie soll die SPD personell aufgestellt werden? Sollen dort solche Leute wie Stegner, Lauterbach oder Kühnert an der Spitze stehen, die noch nie eine Wahl gewonnen haben,


Stegner hat es dir irgendwie angetan, oder? :D
Dabei will der Mann gar nichts größeres werden. Man kann ihn irgendwie vergleichen mit damals Herbert Wehner.
Ohne ihn ging nichts in der SPD, aber wusste selbst genau, dass er nie die Nr. 1 werden konnte!

Außerdem: Wie bitte hätten die drei von dir genannten überhaupt eine Wahl gewinnen können?
Die sind noch nie irgendwo als Spitzenkandidaten angetreten!

Jetzt masl zur Zukunft der SPD:
Man hat eine kleine Chance, bei der nächten Wahl gegenüber von CSU/CDU besser abzuschneiden.
Sie müssen nur sehen, dass sie das stärkere Personal als Minister aufstellt.
Damit meine ich jetzt nicht die ohnehin schon bekannten Ämter.
Ich meine die Personen!
Und das dürfte dieses mal ja wohl so leicht sein wie nie zuvor in einer Groko!
Wenn ich das Gruselkabinett von CSU/CDU sehe schüttelt es mich vor Grauen!
Die einzige seroöse Person in dieser Riege ist noich Peter Altmaier, und das soll was heißen!

Es war bisher in Deutschland doch tatsächlich so, dass die Wähler zwar auf Inhalte schauen,
in erster Linie aber Köpfe wählen.

Beispiel 1969:
Warum konnte die SPD aus der ersten GroKo denn verstärkt hervorgehen und die dann die Regierung stellen?
Ganz einfach, weil sie in der GroKo die besseren Köpfe zur Verfügung hatten.
Siehe hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Kabinett_Kiesinger
Ganzu schweigen vom besseren Kanzlerkandidaten (Brandt gegen Alt-Nazi Kiesinger)!

Und letztendlich muss die SPD rechtzeitig eine Person aufbauen, die charimatisch oder zumindest vertrauenswürdig erscheint,
die man als Kanzlerkandidat stellen kann!


Ich finde so Vergleiche zu früher immer schwierig. Die Parteienlandschaft, aber auch Politik an sich, das alles hat sich sehr gewandelt.
Als Impuls stimmt das natürlich, gar keine Frage. Aber so eine Rückschau ist irgendwie auch immer vereinfacht bzw. verleitet dazu zu vereinfachen.


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BeitragSo 4. Mär 2018, 22:04 
Chefposter/in
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Zumal die Regierungen zu der Zeit nun auch nicht die wahnsinnige Sympathien in der Bevölkerung hatten. :wink:

Um mich mal zu zitieren, was unfassbar sympathisch ist, wie ich finde:
Was die SPD aber grundlegend braucht und das war eigentlich auch das, was ich mir so sehr von Schulz erhofft hatte: Ein Back to Basic Gedanke. Eine starke Rede, was das überhaupt bedeutet Sozialdemokrat zu sein (die Frage stelle ich mir die letzten Jahre nämlich häufiger) und was ein Sozialdemokrat vor allem von anderen unterscheidet, welches Menschenbild dahintersteckt, wozu überhaupt Sozialdemokratie usw.
Auch habe ich das Gefühl, dass man sich eben nach einer Konstante sehnt, die allerdings, anders als Merkel, klar und deutlich artikuliert, wo es lang geht, an welchem Punkt man steht und wo unsere Grenzen sind (wie geht man mit Person XY um und nicht dieses unbeholfene rumlavieren). Leute vom Schlag Brandt, Schmidt, Genscher. Die Zeiten sind so unruhig und labil, da wäre es einfach beruhigend zu wissen, was die Regierung oder meinetwegen auch die Opposition möchte.

Ich sehe leider auch niemanden bei der SPD, der das so reißen kann. Ich habe zwar so ein paar Lieblinge, wie eben den Lauterbach und Barley, aber so ne klassische harte Führungspersönlichkeit, die einfach mal klipp und klar eine Linie fährt und sich auch gegen Widerstände durchsetzen kann, sehe ich nicht. Und Kühnert ist zwar schön und gut und es war sicher auch wichtig, dass er durch den Diskurs den ein oder anderen Impuls lieferte, aber so als großer Politiker? Nee, dass das überhaupt immer wieder in Erwägung gezogen wird...

Was ich übrigens auch ganz bemerkenswert finde: Damals, als die FDP in die APO geschickt wurde, war Nahles unfassbar gehässig und respektlos, hat noch Wochen danach zigfach draufgehauen. Karma is a bitch und das Traurige (zumindest für sie) ist, dass sie als Person die SPD niemals retten wird.

_________________
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BeitragSo 4. Mär 2018, 22:07 
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Zitat:
Bleibt abzuwarten, wie sich das Ganze in den Ländern niederschlägt, direkt steht ja erstmal nix vor der Tür, bis Herbst ist ja ne Weile Zeit. Aber falls die Stimmung doch so bleibt und sich weitere Katastrophenergebnisse auf Länderebene anhäufen, könnte es vielleicht doch nochmal vorzeitig platzen.

Wobei es ja auch ein paar Umfragen gibt, die zu beobachten sicher ganz interessant ist. Derzeit hätte die "Große Koalition" in 5 Bundesländern keine Mehrheit. Bin mal gespannt, ob das so bleibt.
In Hessen erwarte ich wenig Gegenwind. Interessant könnte es für die SPD in Bayern werden. Bei der letzten Umfrage lag man gleichauf mit den Grünen und die AfD hat auch noch Chancen die SPD zu überholen. Ich weiß nicht, ob die Berliner GroKo einen Platz 4 in Bayern überstehen würde. Aber warten wir mal ab, vlt. haben sich bis dahin ja die Wogen geglättet.

Zitat:
Warum konnte die SPD aus der ersten GroKo denn verstärkt hervorgehen und die dann die Regierung stellen?
Ganz einfach, weil sie in der GroKo die besseren Köpfe zur Verfügung hatten.
Siehe hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Kabinett_Kiesinger

Ob man das so vergleichen kann? Die GroKo war damals die Ersatzregierung, weil die FDP Schwarz-gelb scheitern ließ. Dementsprechend verlor dann die FDP bei der nächsten Wahl, wovon andere Parteien (SPD und NPD) profitieren konnten. Außerdem war weder 1965 noch 1969 das Abschneiden von SPD und Union entscheidend, sondern mit wem die FDP koalieren wollte. Die SPD war auch 1969 nur zweitstärkste Kraft. Man kann also nicht sagen, dass hier ein erkennbarer Wählerwillen zum Ausdruck kam.

Meine Vermutung ist, dass bei der nächsten Bundestagswahl vielleicht wieder ein Bündnis aus CDU/CSU und SPD herauskommen wird, man dann aber nicht mehr von GroKo, sondern von Schwarz-rot wird sprechen müssen. Leuchtturmprojekte, mit denen sie inhaltlich im Wahlkampf auftrumpfen können, sehe ich jedenfalls nicht. Die einzige Chance sehe ich noch darin, dass sie mit Köpfen (v.a. im Finanzministerium) was rausholen.

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BeitragDo 8. Mär 2018, 15:22 
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Puh, Maas als Außenminister hätte ich jetzt nicht erwartet. Denke Barley oder eine andere Dame wäre die interessantere Wahl gewesen.
Giffey fände ich ganz nett, aber wenn dann für Arbeit & Soziales und nicht "nur" Familie. Leider klebt ihr sofort der Quotenstempel drauf mit Frau und Ossi - die Medien sind da ja fleißig am streuen dieses Eindrucks :roll: .

_________________
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BeitragDo 8. Mär 2018, 16:15 
Administrator
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Ich bedauere ja am meisten den Abgang von Barbara Hendricks als Umweltministerin. War jetzt vielleicht nicht die charismatischste und "mediennuttigste" Ministerin, aber ich empfand sie als sehr engagiert, kompetent, konstruktiv und offen zu ihrer Meinung stehend. War vor allem auch in dem ganzen Diesel-/ VW-Thema für mich ein angenehmer Gegenpol zum wiederum in allen Belangen unsäglichen Dobrindt. :(

Ja, wollte ich einfach mal gesagt haben - auch weils mir im Gegenzug relativ egal ist, was aus Gabriel und dessen Ego wird.


Fohlen

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BeitragDo 8. Mär 2018, 22:01 
Journalist/in
 
 
Also die SPD sollte unbedingt mal etwas an ihrer Medienpolitik ändern. :roll: Wie kommt es, dass immer Informationen vor dem eigentlichen Termin durchsickern? Die anderen Parteien schaffen das ja auch.


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