Wer wird neuer CDU Vorsitzender beim Parteitag im Dezember??

- Friedrich Merz
4
80%
- Armin Laschet/Jens Spahn
Keine Stimmen
0%
- Norbert Röttgen
1
20%
- Jens Spahn wird sich von Armin Laschet abspalten, und es selbst machen
Keine Stimmen
0%
- Ein Überraschungskandidat, den jetzt noch Niemand auf dem Zettel hat
Keine Stimmen
0%
#1547669
Stand jetzt mag ich echt keine Prognose abgeben. Ich vermute, dass Merz gewinnt, weil Laschet aktuell unvermittelbar ist und Spahn trotz allem kein Momentum hat. Merz wird für die CDU dann aber der zweite Martin Schulz.
#1547674
Das wäre dann die Chance für einen Olaf Scholz bei den Sozen, denn der könnte noch am ehesten die CDU'ler abfangen. Und für die FDP könnte es dann wirklich brenzlig werden, wenn sie nicht auf sozial-liberal (oder zumindest mal mittig) umsteigen.
Bei Merz habe ich echt Bammel und deshalb wünsche ich mir echt Spahn, auch wenn er in seiner Partei bzw. den Landesverbänden schlechtere Chancen hat, aber er und Laschet wären wohl auch die einzigen Optionen, um Söder zum Kandidaten zu machen und ja, mich macht es auch fertig, dass ich selbst den lieber hätte.
#1547678
Das Ding ist halt, dass es absehbar ist, dass jeder der Kandidaten im Moment seiner Kür an Stimmen verlieren wird. Die 37% bröckeln ja jetzt schon. Wirklich positiv besetzt ist da keiner, wobei Merz wenigstens noch in der Partei eine gewisse Nostalgie bedienen kann. Das gäbe allerdings ein sehr schnelles und böses Erwachen.

In meinen Augen könnte Merz noch derjenige sein, der das beste Ergebnis holen könnte, allerdings auf Kosten der FDP, die ich dann definitiv nicht mehr im Bundestag sehe. Der würde wohl wirklich bei AfD und FDP die Stimmen holen, die er in der Mitte an die Sozen und die Grünen verliert. Am Ende also vielleicht 33% mit einer geschrumpften AfD bei 7, 8%, aber ohne Koalitionspartner, denn Merz ist keiner, der eine Regierung mit den Grünen zustande brächte. Bei der Konstellation würde es wohl eher auf Grün-Rot-Rot rauslaufen, die dann vermutlich irgendwo bei 22/20/9 landen würden.
#1547700
Wobei ich auch echt keine Idee habe, wie die SPD wieder hochkommen soll. Okay, jetzt der Scholz Vorschlag (NoWaBo hat ja eine Kandidatur abgelehnt und Esken hat einen schweren Stand, würd ich mal behaupten), aber da sind dann wieder ein paar Linke in der Partei beleidgt. Würde da fast schon 15-17% festsetzen.
Die Grünen werden sicher wieder über die 20 kommen, weil eben alles so ist, wie es aktuell ist und nicht weil die so herausragende Ideen und Personen haben. Insgesamt find ich die politische Landschaft echt mau, aber die meisten würden sich eben nicht ausserhalb der fünf Hauptparteien umschauen. Und die ganz kleinen haben ja vielleicht ein paar gute Ideen, aber eben auch ein strukturelles Problem und kein Know How im politischen Feld.
#1547715
Ich mache das bei der SPD auch weniger an einem Kandidaten fest als an der Tatsache, dass sie der CDU am nächsten sind und für Abtrünnige demnach die erste Anlaufstelle. Man kann es auch anders formulieren Ich glaube, SPD und Grüne werden zusammen auf 40% kommen und dann dürfte die Linke der Königsmacher sein. Selbst 38 dürften da vermutlich schon reichen, wenn die FDP denn wirklich das tut, was sie am Besten kann, nämlich Nichts, und aus dem Bundestag fliegt.

So wäre vor allem die SPD in der komfortablen Position aus der ungeliebten GroKo aussteigen, gleichzeitig aber in der Regierung bleiben zu können. Wenn die da tatsächlich mit einem "rechten" wie Scholz der CDU Stimmen abjagen können, würde die es am Ende sicher auch schlucken, dass sie um RRG nicht mehr herum kommen. Das dürfte dort ja ohnehin inzwischen der Letzte begriffen haben, dass das die einzige Machtoption ist, die sie auf Jahre haben. Scholz kann so am Ende auch Finanzminister bleiben.

Ich sehe für die CDU derzeit auch wenig Auswege. Laschet demontiert sich gerade dermaßen selbst, den kannst du nicht zum Vorsitzenden machen. Spahn ist einer, der das in 10 Jahren machen kann. Röttgen? Gibt es den überhaupt noch? Den nimmt gar niemand wahr. Da bleibt ja nur Merz, der das Ding am Ende per Default gewinnen wird. Eine Kampfabstimmung gegen Laschet wäre vor Monaten ne knappe Kiste geworden, aber inzwischen ist der so beschädigt, dass Merz Vorteile haben dürfte. Zumal er doch gerade derjenige ist, der die Nostalgie in der Partei bedienen kann und der nach dem Corona-Gedöns die Wirtschaft wieder ans Laufen bekommen will. Nur bekommst du mit Merz garantiert keine SPD und schon gar keine Grünen in eine Koalition.

Das dürfte innerhalb der Partei schon den Ausschlag geben. Spätestens wenn es dann aber in den Wahlkampf 21 geht, werden all seine Ideen von gestern wieder zerfleddert werden. Der Mann ist doch dünnhäutig und zu keiner echten Diskussion fähig. Der würde im Wahlkampf wie einst Martin Schulz zerrieben und würde permanent über die eigenen Aussagen stolpern.
#1547726
Man muß natürlich abwarten wie es sich entwickelt, aber wenn Merz Vorsitzender wird, dann wird die FDP schwere Probleme bekommen über 5% zu springen.
Mein Wunschergebnis, was ich auch für ganz realistisch finde, wäre ja dieses:
CDU/CSU 33,0%, SPD 16,0%, AFD 10,0% (gerne auch weniger), FDP 4,5%, Grüne 22,0%, Linke 8,5%, andere 5,0%, und zack Grün Rot Rot wäre perfekt :* :* . Bin ja auch kein Fan von der Konstellation, aber allein das doofe Gesicht vom Merz wäre es mir wert :grin: :grin:

Wenn Söder doch noch für die Union als Kanzlerkandidat antritt, ja dann könnte sie durchaus auch Richtung 40% gehen, und dann wird's natürlich schwierig eine Regierung gegen die Union zu bilden
#1547731
Söder wird es nicht machen. Schon gar nicht mit einer so labilen CDU. Der genießt die Sonne in Bayern und profiliert sich nicht zuletzt auf Kosten der CDU. Er kann doch so ständig zeigen wie man Parteichef macht. Der hat es gar nicht nötig, nach Berlin zu gehen, wo gar nicht klar ist, wie lange das dann halten soll. Zumal auch in Bayern keine Nachfolge geklärt ist. Wie auch? Der ist ja selbst erst seit kurzem am Ruder. Wenn er sich nicht dumm anstellt, kann er jetzt 30 Jahre in Bayern regieren. Da wird es genug Gelegenheiten geben, nach Berlin zu gehen, wenn er denn will. Aber jetzt? Never.

Merz wird es machen, einen harten neo-liberalen Wahlkampf fahren und sich dann wundern, dass er keine Mehrheit finden kann. Er selbst zeigt ja auch durchaus klare Kante gegen die AfD, aber beraubt sich so eben jeder Option und die Grünen haben gar keinen Grund, unter ihm den Junior zu geben, wenn sie gleichzeitig den Kanzler stellen können. Der wird dann die beleidigte Leberwurst spielen und direkt wieder von allen Ämtern zurücktreten, wenn er nicht bekommt, was er will.