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Ein neues Thema erstellen  Auf das Thema antworten  [ 16 Beiträge ] 
BeitragMi 27. Mär 2019, 15:32 
Inventar
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Mich würde einfach mal eure Meinung interessieren.
Das läuft ja jetzt schon einige Wochen und die Politik und Medien sind geradezu berauscht von den Protesten. Romantisierung der 68er Bewegung lässt grüßen.

Samstag bekommt Greta Thunberg die Goldene Kamera für ihr Engagement und im Dezember wohl den Bambi (oder ist sie dann gar nicht mehr lit?). Das ist ja schon sehr...naja... ich schäme mich jetzt schon zu Tode, wenn ich mir das alles bildlich vorstelle.

Friedensnobelpreis könnte auch noch drin sein.
- Ich spare mir jetzt die Liste zu posten, wer sonst noch alles dafür nominiert ist. Hitler-Gags verbieten sich ohnehin. -
Symbolisch hätte der direkt noch Sinn.

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BeitragMi 27. Mär 2019, 18:11 
Inventar
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Ich finde es gut. Ob die Politik mal reagiert oder die Schüler irgendwann mit Polizeigewalt in die Schule drängt, wird man sehen. Generell finde ich es aber spannend, dass sich die jüngere Generation derzeit Gehör verschafft. Ob Gretas Bewegung, Artikel 13/17 oder die Jugend in Murica, die gegen Waffengewalt marschiert.

Durch Social Media solidarisieren sich ja auch Millionen von Menschen aus allen Ländern. Das wird in den kommenden Jahren spannend. Vielleicht aber auch genau der Grund, warum man das Internet einschränken möchte oder hierzulande erst gar keine Glasfaser verlegt :D

Viva la revolución!

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BeitragMi 27. Mär 2019, 22:26 
Inventar
 
 
Ich hoffe, die Welle schwappt in die USA.


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BeitragDo 28. Mär 2019, 08:49 
Newcomer 2011
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Goldene Kamera, Bambi, nimmt das denn überhaupt noch jemand ernst?

Was FFF angeht bin ich aber hin-und hergerissen. Einerseits finde ich es gut wie sich die Jugend engagiert, u.a. weil ihr auch immer vorgeworfen wird, dass sich sich für nichts interessiert.
Andererseits glaube ich aber auch, dass gerade bei FFF die Zahl derer die dort nur mitlaufen weil es zur Schulzeit stattfindet größer ist als sie sich eingestehen wollen.


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BeitragDo 28. Mär 2019, 09:59 
Chefposter/in
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Dieses Anbiedern mithilfe irgendwelcher sinnlosen Preise ist einfach armselig. Wenn Frau Thunberg die Plattform nutzt und den Preis danach in den Müll haut oder nicht annimmt, hätte sie bei mir an Sympathie und Glaubwürdigkeit gewonnen.

Bezüglich des Ganzen bin ich ansonsten zwiegespalten. Der Hype ist übertrieben und es steckt natürlich purer Idealismus dahinter, der nicht eins zu eins in Aktionen und Politik umzusetzen ist. Politiker die anderes suggerieren sind unseriös und wollen nur auf den Zug aufspringen.
Andererseits fehlt wirklich vielfach die Weitsicht in der Politik und wenn das hier aufrüttelt und irgendwie mehr Bewusstsein für künftige Generationen bei den Politikern schafft, wäre viel gewonnen. Leider bin ich dahingehend aber äußerst pessimistisch eingestellt bzw. schon lange desillusioniert..

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BeitragDo 28. Mär 2019, 10:16 
Journalist/in
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würde es eher toll finden, wenn 10% der demonstrierenden Schüler auch auf ihren Urlaubsflug verzichten :lol:


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BeitragDo 28. Mär 2019, 15:23 
Fernsehboss
 
 
Goldene Kamera? Warum nicht auch einen Oscar? Achja....es ist ein Filmpreis. Für Filmschaffende. Die Filme machen. Mit Bild und Ton und so.
Ernsthaft???

Einfach albern.

Und bei diesen Menschen die immer sagen „sollen die Kinder doch auf nahezu alles verzichten, wie Smartphones etc.“...das sind dieselben die sich über Veganer witzig machen und das nicht ernst nehmen.

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BeitragDo 28. Mär 2019, 20:49 
Inventar
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Ich finds auch nicht ganz so einfach. Die Proteste sind erstmal gut, auch wenn ich natürlich auch sicher bin, dass ein Großteil kein Plan hat und da einfach nur so als Happening mitläuft, aber wenns was nützt, dann solls einem doch echt recht sein. Dass das von weiten Teilen der Medien und Politik einfach nur toll gefunden wird, finde ich super kurios, wobei es mich bei den Medien nun nicht unbedingt wundert.

Was mich aber am meisten stört: Es ist alles wieder schwarz-weiß gehalten. Auf der einen Seite stehen die absoluten Idealisten und das teilweise in der dümmsten Form (ist ja nicht selten so) und auf der anderen Seite dann Leute, die einen richtigen Hass gegen Thunberg und die Bewegung hegen, bis hin zu Klimaleugnern. Dazwischen darf es nichts geben und wer (auch berechtigte) Kritik übt, der gehört gleich zu letzterer Gruppe.

eis-fuchsi hat mit dem Post auch einen Punkt getroffen. Ich könnte zumindest nicht so auf der Straße mitlaufen, mit dem Bewusstsein, was ich alles mache, obwohl es wahrscheinlich verzichtbar wäre. Aber da laufen ja Leute mit, die das mit dem Klima ganz schlimm finden, aber trotzdem auf nichts verzichten wollen. Luisa Neubauer ist doch das Beispiel schlechthin, auch wenn sie sagt, dass sie nun "bewusster" fliegen wird. Und ja, okay. Sie ernährt sich vegetarisch. Aber alleine schon die ständige Verteidigung und das Aufzählen, was man nicht alles macht und was andere ganz dringend machen müssen (!), ist doch furchtbar. Wenn Katharina Schulze von den Grünen bei Demos mitläuft, die symbolisch ein Flugzeug an den Galgen hängen und sie sich schrecklich über alles echauffiert, dann aber ein paar Monate später lustige Bilder aus den USA postet, kann man das doch schlecht ernst nehmen.

Wolfsgesicht hat geschrieben:
Und bei diesen Menschen die immer sagen „sollen die Kinder doch auf nahezu alles verzichten, wie Smartphones etc.“...das sind dieselben die sich über Veganer witzig machen und das nicht ernst nehmen.
Das hätte ich jetzt nicht zwangsläufig zusammengebracht. ^^
Das eine ist eben zynisch und das andere meistens einfach nur durch Dämlichkeit geprägt, meist um billigen Applaus abzugreifen. Gerne noch mit einem Satz wie "ich esse halt meinen Schweibebraten und lasse mir das auch nicht verbieten!" garniert. Funktioniert fast immer.

TorianKel77 hat geschrieben:
Dieses Anbiedern mithilfe irgendwelcher sinnlosen Preise ist einfach armselig. Wenn Frau Thunberg die Plattform nutzt und den Preis danach in den Müll haut oder nicht annimmt, hätte sie bei mir an Sympathie und Glaubwürdigkeit gewonnen.
Ich glaube ja, dass sie das gar nicht wertet, sondern einfach nur Aufmerksamkeit generieren möchte. Sympathie muss auch nicht zwingend sein, aber Glaubwürdiger, als dieses Mädchen, gehts wohl kaum.
Mir tut das unfassbar leid, wie sehr sie von manch einem wieder fertig gemacht wird. Und immer dieses ganze Marionetten-Gelaber und blöde Kommentare wegen des Autismus etc.

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BeitragFr 29. Mär 2019, 03:46 
Fernsehboss
 
 
Ich hab bei Menschen wie Luisa Neubauer immer direkt im Kopf „die will bekannt werden“.
Daher nervt mich das eher die überall zu sehen. Bei Greta hat man (sicherlich bedingt durch den Autismus) dieses Gefühl nicht.
Aber inwiefern das bei Luisa stimmt, keine Ahnung,

Gleichwohl bin ich da nicht so kritisch wie andere. Man wirft ihr ja vor sie ist früher um die ganze Welt geflogen und macht jetzt einen auf Klimaschutz.
Da stellt sich mir die Frage: Ändern sich Menschen nicht? Darf ich wenn ich als Jugendlicher geflogen bin automatisch nicht mehr für Klimaschutz demonstrieren? Darf ich wenn ich als Jugendlicher billliges Fleisch gegessen habe, mich etwa später nicht mehr für den Tierschutz einsetzen? Darf ich wenn ich eine Frau misshandelt habe mich später nicht mehr für den Schutz für Frauen engagieren? Kein Feminist mehr werden? Ist es nicht geradezu vorbildlich, wenn jemand der früher ein entsprechendes Leben geführt hat, sich jetzt für das Gegenteil einsetzt und sich selbst als gutes Beispiel darstellt, dass das durchaus möglich ist?
Sollte in jeder Situation immer mein Ich aus der Vergangenheit herangezogen werden und mir etwas unterstellt werden, weil ich früher so war?
Daher finde ich den allgemeinen Diksurs über Luisas frühere Fliegerei nicht so bedeutungsvoll, wie ihn viele gerne machen.
Sicherlich ändert man sich nicht von heute auf morgen, aber irgendwo muss man ja anfangen.

Das Problem an dieser Geschichte ist einfach: Man will anderen Leuten etwas vorschreiben.
Man will ihren aktuellen Lebensstandard, Dinge die selbstverständlich sind, senken.
Das sind einfach Dinge, die kriegt man nicht durch. Menschen sind so bequem und streben nach immer bequemeren Sachen.
Letztens hat einer auf Twitter dargelegt warum er dem ÖPNV nicht nutzt. Er braucht mit dem Auto 35 Minuten zur Arbeit, mit dem ÖPNV wären es ganze 50 Minuten. Dafür zahle er gerne 200€ mehr im Monat für sein Auto. Grundsätzlich finde ich 15 Minuten mehr völlig ok, aber wenn man hierzulande bereit ist dafür so viel Geld auf den Tisch zu legen für das Auto, wie will man da durchsetzen dass man weniger Auto fährt?
Auch da stehen Städte vor einem Problem.
In Dortmund hat man 2017 mal Bürger zu einer Diskussionsrunde eingeladen, weil man wissen wollte wie man die Mobilität gestalten solle. Dort sind mehrere Fromten aufeinander geprallt.
Die einen, die mehr ÖPNV wollten. Die anderen, die wütend waren weil ihre Steuern nicht in Straßen für ihre Autos, sondern in den ÖPNV fließen würden.
Die einen, die gerne mehr Fahrradwege wollten, die anderen, die Angst hatten man würde Ihnen Ihre Parkplätze dafür nehmen.
Die einen, die das komplette Innenstadtgebiet gerne Autofrei hätten, die anderen, die mit ihrem Auto gerne bis ins Geschäft fahren und auch die Einzelhändler die befürchten, eine nicht Auto-freundliche Innenstadt würde Käufer abschrecken und die würden dann zu Einkaufzentren außerhalb fahren.
Es ist eine politische Gratwanderung alle glücklich zu machen.
Und mit dieser „wir wollen alles verbieten“ Mentalität und der Wahrnehmung eben dieser, erreicht man das nicht.
In „der Anstalt“ fiel letztens der Satz „Es wollen ja alle Klimaschutz, nur wenn der Flug nach Mallorca für 12,99€ im Angebot ist, dann ist der Klimaschutz vergessen.“
Genauso beim Fleisch. Es ist selbstverständlich billiges Fleisch täglich zu bekommen, das zu verbieten wird unmöglich sein.
Da kommt man dann mit Freiheit.

Freiheit ist in Deutschland ein hohes Gut, und man fasst dort einfach alles ein.
Auto fahren, Tempolimit,, Fleisch, die 17,50€ über die nicht frei entschieden werden darf, impfpflicht....
Selbst wenn man geblitzt wird regt man sich über die Polizei auf, obwohl es die eigene Schuld war.
Dass es ein Gemeininteresse an manchen Sachen gibt, wie beim Tempolimit wo es eben oft nicht die trifft, die zu schnell sind, sondern irgendeinen der unschuldig war, will einfach niemand sehen.
Ich meine wenn man einen Nachbarn hat der gerne um 3 Uhr nachts Heavy Metal aufdreht, da beschwert man sich auch. Wenn der da mit „Freiheit“ kommt schlägt man den zu Boden. Da ist einfach selbstverständlich dass man keine laute Musik hört, im Bus nicht furzt, dem Nachbarn nicht auf die Fußmatte kotzt oder nackt in den Supermarkt geht. Mit „Freiheit“ kommt da niemand.
Beim Thema Tempolimit wo man andere unbeteiligte totfährt und beim Thema Fleisch, wo es mittlerweile gute Ersatzprodukte gibt, da dann schon. Beim Fleisch werden Regenwälder geholzt, Tiere gequält, Unmengen Wasser verbraucht (15.000 Liter/Kg) aber die eigene Freiheit ist bedroht.
Selbst beim E-Auto kommt man mit Freiheit, da man alle 300 km anhalten muss und 15 Minuten laden muss. Völlig inakzeptabel für weniger Schadstoffe (man könnte es auch Gift nennen) in den Städten und unabhängigerem Leben von den Ölstaaten und dem verhindern des verbrennens eines sehr wichtigen Rohstoffes für den Fall, dass man wenn man mal 300 km am Tag fährt, was etwa 4-mal im Jahr der Fall ist, 15 Minuten halten muss.
Ich antworte auf sowas immer: Bedenklich, dass Sie, wenn Sie mit Ihrer Familie in den Urlaub fahren, augenscheinlich die Strecke bis nach Kroatien ohne Pause durchfahren. Nicht gerade sehr verantwortungsvoll und geradezu fahrlässig.
Ich finde es toll, wenn man zukünftig gezwungen wird alle 3 Stunden 15 Minuten halten zu müssen. Leider wird die Technik voranschreiten und die LadeZeit damit senken und die Strecke erhöhen.
Alles was eine Einschränkung ist, wird einfach konsequent abgelehnt.

Das mit dem E-Auto ist für mich immer das ALLERBESTE Beispiel.
Es ist eine kleine Einschränkung für den Familienurlaub statt einer oder 2 Pausen jetzt 4 zu haben. Es dauert damit 30 Minuten länger. Den Rest der Zeit ist es in der Stadt einem Verbrenner deutlich überlegen, wenn die Ladeinfrastruktur stimmt und das bezahlen vereinfacht wird. Es macht in jeglicher Hinsicht Sinn.
Aber der Umstand dass man alle 300 km halten muss ist für die paar Fahrten über diese Strecke für einen Deutschen schon inakzeptabel. Da teilt man dann Studien das e-Auto sei viel schlechter als der verbrenner.
Und eben dieser Umstand, dass selbst diese kleine Einschränkung für viele anscheinend inakzeptabel ist, lässt mich glauben dass man mit dem aktuellen Ansatz der Klimadebatte nicht weit kommt.

Sind wir mal ehrlich. Wir nehmen mal das Beispiel mit künstlichem Fleisch.
Zuerst ist es wirklich bedenklich, dass es in Deutschland anscheinend teurer ist aus Weizen, Kartoffeln, Hefe, Soja etc. Fleischimitate herzustellen, also eine vielfache Menge Soja aus Brasilien zu importieren, es an ein Tier zu verfüttern und es dann zu schlachten.
Und dann denke ich mir: Was passiert, wenn man in Deutschland sagt: Wer Fleisch will, soll einen richtigen Preis dafür bezahlen, bei dem sowohl ein Wert des Lebens einberechnet wird, als auch die Haltung des Tieres wirklich gut ist. Wer nicht bereit ist diesen Preis zu zahlen, der soll ein (mittlerweile täuschend echtes) Fleischimitat essen.
Was passiert? Man hätte sämtliche Wähler gegen sich aufgebracht, weil es hier selbstverständlich ist, dass billiges Fleisch ein Menschenrecht ist. Es ist für deutsche ein verdammtes Menschenrecht.
Es wäre quasi keine Einschränkung, da diese Fleischimitate (Beyond Meat, Impossible Meat,...) in verarbeiteter Form wie Fleisch schmecken. Man schmeckt das Fleisch in einem Burger oder in seinem Geschnetzeltem nicht gut genug, um den Unterschied zu schmecken. Bratwurst schmeckt ja heute schon nicht mehr wie Fleisch. Lediglich bei etwas wie Steak würde man das bemerken.
Trotzdem ist es eine Einschränkung und wäre damit wohl inakzeptabel.

Wie will man da nur etwas durchsetzen?

Nicht mal auf Veränderungen steht man. Erneuerbare Energien sind Studien zu Folge vergleichbar teuer wie Strom aus Kohle. Und selbst da prügelt man sich, ob man das jetzt machen soll weil dies und das.
Wahrscheinlich streiken die Schüler noch, wenn die nächste Wahl ist.

Allen eine Veränderung aufzwingen zu wollen, ist einfach schwer.
Es gibt ja Alternativen. Besagtes Fleisch, E-Autos, erneuerbare Energien, Elektrische Flugzeuge gibts bald auch...und trotzdem will man es im Grundsatz einfach verbieten. Schlauer wäre die Alternativen aufzuzeigen. Die will zwar auch niemand, aber dann gäbe es kaum gute Gründe dagegen zu sein, da die Einschränkungen gering ausfallen.

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BeitragFr 29. Mär 2019, 11:28 
Chefposter/in
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Es kommt auf die Zwischentöne an, man hangelt zu sehr an den Extremen entlang. Viele Dinge plakativ von heute auf morgen umsetzen zu wollen oder zu 100% ist illusorisch und nicht zielführend. Da gibt es komplexe Aspekte und Beziehungen die ausgeblendet werden. Deswegen einfach komplett auf Ablehnung, Leugnung und Durchzug zu schalten ist die schwachsinnige andere Seite.

Viele Beweggründe sind auch Lug und Trug. Ich sehe das aus erster Hand bei Erneuerbaren Energien. Da werden sich mitunter rücksichtslos die Taschen voll gemacht unter Vorspiegelung edler Motive. Und was man heute predigt, wird ohne viel Federlesen weggewischt sobald es um den Zaster geht.

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BeitragFr 29. Mär 2019, 17:20 
Inventar
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Finde es ja immer interessant, dass das so elitär diskutiert wird. Mir ist das komplett schleierhaft, wie man an gewissen Dingen Geld sparen kann, wenn Geld vorhanden ist. Ich mache mir da eher Gedanken um die Menschen, die dieses Geld eben nicht zur Verfügung haben und die durch die ganze Zwangs-Verzichts-Kultur immens eingeschränkt werden. Die Mittelschicht und alles was drüber ist, macht mich auch dementsprechend wütend. Der Ausbau von öffentlichen Verkehsmitteln und Radwegen darf kein Diskussionspunkt mehr sein. Wer dagegen ist, hat doch einen an der Waffel.
Heißt ja nicht, dass man komplett auf das Auto verzichten muss. Ich kann das nicht wirklich nachvollziehen, wenn das für manche ein Hobby ist, aber Verständnis habe ich sehr wohl dafür. Und wenn Ulf Poschardt in einer Talkshow vom Auto (mit Seele) als Kulturgut redet und andere die Augen verdrehen, finde ich diejenigen einfach nur schlicht dumm. Man versucht es nicht mal zu verstehen. Und da kann man dann noch so viel aufzählen, was man sonst alles für die Umwelt macht und wie bewusst man lebt... den Satan-Stempel hat man ohnehin. Bewusst fliegen geht also, bewusst Autofahren nicht. Schon gar nicht mit hohem Tempo. Bzw. man darf das machen, sich aber nicht dafür offen aussprechen.

Fleisch finde ich auch immer schwierig. Ich kenne kein vegetarisches/veganes Produkt, das einen überzeugten Fleischesser dauerhaft catchen könnte. Allein schon die Konsistenz ist schwer nachzustellen. Mal ganz davon abgesehen, dass sie sogenannten Ersatzprodukte auch einen ziemlich hohen Preis haben, gerade wenn es dann noch in den Biosektor geht. Mit frischem, regionalen Gemüse will ich gar nicht anfangen.
Ich weiß ja nicht, wie viel Geld die meisten hier zur Verfügung haben, aber ich war und bin da immer extrem am strugglen (trotz 20% im Biomarkt). Und wenn ich bei uns in den Brennpunktgebieten durch den Aldi oder Lidl laufe und sehe, was die Familien da einkaufen (teilweise müssen), dann finde ich das schon sehr traurig. Zumal es auch schwierig ist sich mit Ernährungsfragen auseinanderzusetzen, wenn man ohnehin noch ganz andere Probleme hat und zudem kein gesondertes Interesse. Nicht umsonst mag man doch dieses Ampelsystem einführen und das sagt ja leider auch nicht alles aus.

Aber gut. Man hats die letzten Jahre einfach versaut das auf einem liberalen Wege zu lösen und jetzt isses zu spät dafür.

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BeitragFr 29. Mär 2019, 18:18 
Journalist/in
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ist es nicht auch ne verpflichtung der Politiker was zu ändern?!
Wir 'normalen' Bürger können doch bestenfalls Willen zeigen, aber daß wir die Welt dadurch 'retten' schaffen wir nie alleine.
Da müssten doch eher Gesetze her, daß umweltschädliche Produkte eben teurer werden


oder auch mal ein anderer Gesichtspunkt... ist das größte Problem nicht die Anzahl der Menschen?!?! wir werden ja immer mehr, und damit auch der ganze Müll und Abfall
man soll jetzt natürlich nicht tausende Menschen in den Weltraum schiessen (wie The100 :lol: )
aber man könnte ja gesetzlich regeln, daß jedes dritte Kind einfach keine Unterstützung vom Staat mehr bekommt... ähnlich wie in China
und dann würde sich das doch bestimmt einpegeln.... hmm, ach keine Ahnung 8)


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BeitragFr 29. Mär 2019, 18:47 
Inventar
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Der Staat sollte da absolut eingreifen. Er bestimmt ja auch über die Verteilung der Steuergelder. Hätte man ab den 70ern/80ern mehr in Bildung investiert, hätten wir einen wesentlich geringeren Konsum von Fleisch, weniger Plastikmüll, eine bessere Infrastruktur und was sich sonst noch alles durch gute Aufklärung selbst steuern kann.
Das Verbot von Plastiktüten etwa oder jetzt mit den Strohhalmen und dem Einwegzeug war doch längst überfällig. Fände auch den Eingriff bei er Zuckerreduktion notwendig.
Kann man ja alles endlos weiterführen. Aber strikte Verbotspolitik ist eben gefährlich. Und gerade bei zusätzlicher Besteuerung trifft es eben diejenigen, die allgemein nicht viel zur Verfügung haben.

eis-fuchsi hat geschrieben:
oder auch mal ein anderer Gesichtspunkt... ist das größte Problem nicht die Anzahl der Menschen?!?! [...]
aber man könnte ja gesetzlich regeln, daß jedes dritte Kind einfach keine Unterstützung vom Staat mehr bekommt... ähnlich wie in China
und dann würde sich das doch bestimmt einpegeln.... hmm, ach keine Ahnung 8)

Schlechte Idee. In Deutschland haben wir ja zu wenig Kinder und wenn du dir anschaust, was für Auswirkungen die Politik in China hat - Kinder bzw. v.a. Mädchen werden in der Schwangerschaft oder nach der Geburt abgetrieben und umgebracht, weil sie nichts wert sind -, dann kann man das nicht ernsthaft wollen...

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BeitragFr 29. Mär 2019, 22:52 
Journalist/in
 
 
Die Geburtenraten in Europa allgemein sind nicht hoch und gehen eher zurück. Ich sehe Europa nicht verantwortlich für die Bevölkerungsexplosion.


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BeitragSa 30. Mär 2019, 21:32 
Fernsehboss
 
 
Die Rede von Greta war schön.
Auch wenn ich mich über den Preis bei einer Filmpreisverleihung etwas aufrege, weil er unpassend ist.
Und es ein bisschen merkwürdig anmutet, wenn Promis da so applaudieren wenn sie kritisiert dass man viel durch die Welt fliegt um mal hier und dort zu sein für dies und das. Wo sie (die Promis) selber 5-mal die Woche durch Europa fliegen. So ein Promi hat einfach einen ganz anderen ökologischen Fußabdruck...mutet daher merkwürdig an da so frenetisch zu applaudieren. Ist dann eher höflich als „oh ja, das mach ich jetzt“.

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BeitragMi 10. Apr 2019, 17:52 
Inventar
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War damals auch gar nicht so schlimm, wie ich es befürchtet hatte. Trotzdem war das Bild extrem schief. Gerade die Leute im Publikum, die mit Tränen in den Augen aufstanden und appaudierten. ^^

Und irgendwie ist es doch schön zu sehen, wie sich FFF weiterentwickelt. Vorgestern gabs im Berliner Naturkundemuseum ja eine PK, um ein paar konkrete Forderungen zu droppen. Viele sind nicht unrealistisch. Bin mal gespannt, inwiefern man nun drauf eingehen mag. Die Kritik haben sie nun schon mal weggewischt.
PK :arrow: https://www.youtube.com/watch?v=JnnPzDJ2GNw

Da hat man jetzt nicht die heitersten Gesellen genommen, ist aber natürlich auch ein ernstes Thema. Nun ja. :mrgreen:

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