Wahl zum SPD-Vorsitz 2019 (Stichwahl)

Olaf Scholz & Klara Geywitz (kein Motto)
1
10%
Norbert Walter-Borjans & Saskia Esken (Standhaft Sozial Demokratisch)
6
60%
Egal, denn auf dem Parteitag am 6. Dezember wird eh ein windiger Satiriker die Wahl torpedieren und den Vorsitz erhaschen
3
30%
Enthaltung
Keine Stimmen
0%
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von Neo
#1533864
Halli-Hallo-Hallöle (26.10.2019)

Stichwahl:
Klara Geywitz &Olaf Scholz
Saskia Esken &Norbert Walter-Borjans

Die zweite Abstimmung läuft vom 19. bis 29. November. Im Thread ab jetzt. Am 6. Dezember soll das Gewinnerduo auf dem Parteitag offiziell als Parteivorsitzende gewählt werden.

Erste Umfrage:
versteckter Inhalt:
Die Umfrage lief bis Sa Okt 26, 2019 19:32.
Insgesamt abgegebene Stimmen : 7

Je 1 Stimme / 14%
  • *Olaf Scholz & Klara Geywitz (kein Motto)
    *Gesine Schwan & Ralf Stegner (Leidenschaftlich – echt sozialdemokratisch.)
    *Nina Scheer & Karl Lauterbach (Sozial.Ökologisch.Klar.)
    *Boris Pistorius & Petra Köpping (kein Motto)
    *Michael Roth & Christina Kampmann (Mit Herz und Haltung. Gemeinsam den Aufbruch wagen.)
    *Norbert Walter-Borjans & Saskia Esken (Standhaft Sozial Demokratisch)
    *Das pfiffigste Motto entscheidet! Warte also bis Olaf und Co. nachgezogen haben
Keine Stimmen / 0%
  • *Hilde Mattheis & Dierk Hirschel (#MachtVeränderungMöglich)
    *Karl-Heinz Brunner (kein Motto)
    *Um Gottes Willen, natürlich keiner!


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Neuigkeiten (05. September 2019) zur Umfrage:

Hallo liebe Genossinnen und Genossen!
Habe jetzt ne Umfrage erstellt. Ihr könnt abstimmen (und ändern) wie ihr gerade lustig seid. Manche Teams treten mit einem Motto an, um 1. zusammenzufassen, was ihnen wichtig ist und 2. schlicht hip zu sein, auch wenn die meisten klingen wie der Arbeitstitel einer schlechten Sat.1 Soap (über Sozen).

Zum Ablauf:
4. September 2019 – 12. Oktober 2019: Vorstellung der Kandidatinnen und Kandidaten auf 23 Regionalkonferenzen
14. – 25. Oktober 2019: Erste Mitgliederbefragung
26. Oktober 2019: Veröffentlichung des Ergebnisses der ersten Mitgliederbefragung
19. – 29. November 2019: Ggf. Zweite Mitgliederbefragung mit Stichwahl zwischen Erstem und Zweitem aus der ersten Mitgliederbefragung
30. November 2019: Ggf. Veröffentlichung des Ergebnisses der zweiten Mitgliederbefragung
6. – 8. Dezember 2019: Parteitag in Berlin mit formeller Wahl des Parteivorsitzes und ggf. formelle Implementierung einer Doppelspitze
Für Leute die es ein bisschen heiterer, knapper und verständlicher haben wollen :point_right_tone1: Markus Feldenkirchen (SPIEGEL), der sich alle Konfis ansehen wird/muss ':)

Mehr zu den Kandidaten und dem Ablauf: Wahl zum SPD-Vorsitz 2019
Lange/Ahrens sind übrigens raus, weil sie zugunsten von Esken/Walter-Borjans zurückgezogen haben.

Für irre Leute: die erste Regionalkonferenz(Saarland)
Für komplett irre Leute: Ein Stream der SPD, indem geschlagene 2 Stunden nichts passiert!!!


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Gleich vorweg: Ja, der Threadtitel ist natürlich leicht ironisch gemeint...
(24. Juli 2019)

Hallo Leute,
ab Juli bzw. September gehts wieder so richtig rund. Heute wurde bekanntgegeben, wie man bis dato und darüber hinaus weiterverfahren wird:

- eine Doppelspitze wird nicht mehr ausgeschlossen, ist sogar erwünscht, wenn nicht sogar schon festgelegt
- es können sich sowohl Teams (zwei Personen), als auch Einzelkandidaten bewerben (in den Teams muss mindestens eine Frau dabei sein)
Qualifikation dafür :point_right_tone2: Unterstützung von fünf Unterbezirken, einem Bezirk oder einem Landesverband haben
- Bewerbungsfrist ist von Anfang Juli bis 1. September
:point_right_tone2: ab dann sollen 20-30 Regionalkonferenzen stattfinden, bei denen sich die Bewerber vorstellen
:point_right_tone2: danach Mitgliederentscheid (heißt, dass jedes SPD-Mitglied mitstimmen kann) und am 26. Oktober wird das Ergebnis bekanntgegeben // Regel dazu: Team/Einzelbewerber muss mind. 50% der Stimmen erhalten und falls nicht, wird in einem zweiten Durchgang (Stichwahl) entschieden. Finito.

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Jo, Berichterstattung ist schon mal gesichert. Mal schauen, wie sich das auf die Umfragen auswirkt.
Bin mal auf die Teams gespannt. Man spricht ja immer von Giffey, Klingbeil und Kühnert - die Kombi scheint mir auch die besten Chancen zu haben, weil unbefleckt. Allerdings sind Kühnert (safe) und Klingbeil (mimimi) für einen Austritt aus der GroKo und Giffey hat sich immer dagegen ausgesprochen. Die muss auch schließlich noch arbeiten und ein paar Gesetze durchpeitschen. Frage mich da, wie man das als Kombi zusammenbekommen will. Es braucht ja ne klare Richtung.
Auch Gesine Schwan hat sich empfohlen und Stephan Weil zumindest keine klare Absage erteilt. Rest ist mir entfallen, weil zu unpräsent.

Umfrage zu den Teams/Einzelkandidaten folgt dann ab 1. September im Thread.
Zuletzt geändert von Neo am Sa 26. Okt 2019, 19:50, insgesamt 6-mal geändert.
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von vicaddict
#1533867
Ich mag die Trennlinie.

An Giffey glaube ich nicht. Die windet sich zwar und würde offensichtlich gern, aber die Plagiatsvorwürfe schweben über ihr. An Schwesig führt sicher kein Weg vorbei. Wobei, Schwan und Kühnert hätte was. Linker ginge es kaum.
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von Neo
#1533873
Schwesig hats in der PK ausgeschlossen, wäre also ein Martin Schulz-Move. Da melde ich also mal leise Zweifel an. ;)

Und Giffey hat sich in den letzten Wochen mehr als empfohlen. Anfangs schien das mit den Plagiaten noch offensichtlich, aber nun, sie hat wohl eine amerikanische Quell- und Zitierweise (was auch immer das bedeuten mag) angewandt und was weiß ich alles an Unterlagen übergeben, geht da vielleicht doch noch was. :information_desk_person_tone1:
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von Kaffeesachse
#1533876
Das ist mir ja alles viel zu kompliziert. :grin:

Die muddeln jetzt bis Dezember dahin, bis sie mal jemanden gefunden haben. Ist es dann eigentlich noch relevant, ob man aus der GroKo raus will oder nicht? MAl ehrlich, regiert wird dann ja eh noch bis zur nächsten Sommerpause und dann ist wieder Wahlkampf. Für mich ist das ganze Geschiss dann überflüssig. Sollen sie es ordentlich zu Ende bringen und gut. Ich sehe da nicht, welch großartige Vorteile ein Ausstieg da noch bringen sollte.
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von vicaddict
#1533877
Dass vor den Ostwahlen nüscht passiert, war ja klar. Zumal sie ja dann auch noch irgendwann dieses Ausstiegsszenario vorlegen müssen. Da weiß ja auch noch niemand wie das ablaufen soll. Durch die Wahl zum Parteivorsitz und damit zum Kanzlerkandidaten wird doch aber eh über das Ende der Groko abgestimmt. Wenn die da zwei Gegner wählen, können sie die auch gleich beenden und IMHO werden sie das auch.

Denen fehlt doch nur der offizielle Aufhänger. Das Klimagesetz böte sich da an.
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von Fernsehfohlen
#1533878
Team Rea ist echt stark in diesem Jahr mit Kühni, Klingbeil und der Giffey. Hab ja auch für alle Drei gebuzzert vorm Fernseher, deren Performances waren echt bombe - auch wenn ich mir bei der Giffey nicht so ganz sicher bin, wie real die ist.
Ja, sowas in der Art habe ich mir gerade gedacht, als ich von dem Konzept gelesen hab. Hat schon was von TV-Castingshow. ^^

Tjoar, weiß nicht, was ich davon halten soll. Ist schon ambitioniert, aber liest sich auch erstmal ein wenig aufgeblasen. Und wenn es wirklich das besagte Spitzentrio werden sollte, frage ich mich, was die SPD eigentlich macht, wenn die auch diese wenigen verbliebenen Resthoffnungsträger in altbekannter Manier verschlissen haben. Dann können die doch den Laden endgültig zumachen. :grinning:



Fohlen
von BungaBunga
#1533879
Hm, man kann die SPD ein bisschen Vergleichen mit dem linearen Fernsehen, dass sich einem komplett veränderten Konsumverhalten stellen muss.

Ich selbst bin politisch interessiert, mir geht es aber immer um Konzepte, Ideen und Argumente, dass kann man völlig lösgelöst von Parteikonstrukten betrachten. Das heißt eine gute Idee oder sinnvolle Politik ist nicht auf einzelne Parteien beschränkt. Das heißt ich betrachte Politik eher sachlich und praktisch und weniger dogmatisch.

Man kann nicht leugnen, dass die SPD mal eine sehr bedeutsame Partei war, die auch viel gutes für die Bürger und dieses Land erreicht hat, mittlerweile scheitert diese Partei aber primär an innerparteilichen Angelegenheiten, ineffizienten Verfahren, und an ihren Strukturen. Bezogen auf die allgemeine Entwicklung in der Arbeitswelt, der Gesellschaft, und vielen daraus resultierenden Fragen, hat die SPD scheinbar den Anschluss verloren. Die SPD wirkt so als wäre Sie in einer anderen Epoche gefangen.

Damit wir das gleich mal festhalten, die Entwicklung, die sich heute, in markanter Form, zu hohen Anteilen auch durch Selbstverschulden zeigt, wird irgendwann auch die CDU erfassen, da braucht man sich gar keine Illusionen machen. Außer man stellt sich neu auf und schafft es mehr eine zeitgemäßge Politik zu machen.

Es ist ja eher eine theoretische Debatte unter Wissenschaftlern und Journalisten, ob generell das Konzept von Volksparteien vorbei ist, ich denke das lässt sich so pauschal nicht beantworten, letztlich kommt es ja eben darauf an, ob Parteien den Bezug zu realen Entwicklung halten und passende politische Ansätze und Lösungen anbieten.

Neben der Tatsache, dass die großen Parteien heute Probleme in der öffentlichen Kommunikation haben und sich mit dem allgemeinen Wandel in vielen Bereichen offensichtlich schwer tun, so vernachlässigen Sie gewisse gesellschaftliche Gruppen oder setzen bei der Themenwahl die falschen Prioritäten.

Ich sehe ein enormes Potenzial für andere oder neue Parteien, welche das Ausmaß und die Tragweite der Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt oder den Wandel der Arbeitswelt allgemein erkennen, und dann entsprechend gute Konzepte entwickeln.

Die SPD war eine Partei die vorrangig die Bedürfnisse der Arbeiter bedient hatte, diese Klasse gibt es aber immer weniger. Weiterhin haben im politischen Wettstreit andere Parteien auch die klassischen Felder der SPD übernommen und decken diese auch scheinbar effizient ab.

Das Problem was wir haben, wir schauen heute auch angetrieben durch einen Hype sehr auf die Klimaveränderungen usw. was aber untergeht, ist der gravierende Wandel in der Arbeitswelt. Bedingt durch technologischen Fortschritt der sich ja noch verstärken dürfte, wird die Arbeitswelt völlig neu formiert. Heute spricht man immer von dem Ziel einer möglichst hohen Beschäftigung usw. Das ist soweit auch erstrebenswert, aber kein Modell das man generell einfach in die Zukunft übertragen kann. Und besonders wichtig, das ganze Sozialsystem ist gekoppelt an das heutige System der Arbeitswelt.

Ja es werden immer auch neue Arbeitsplätze entstehen, aber insgesamt wird irgendwann das Maß erreicht, bei dem massenhaft viel mehr Arbeitsplätze verschwinden als neue entstehen werden. Verbunden sein mit diesem gravierenden Wandel, wird die Frage nach dem neuen politischen und gesellschaftlichem Leitkonzept.

Denn die Frage wird sein, wo entsteht dann zukünftig eine Wertschöpfung und wie kann diese dann innerhalb der Gesellschaft je nach Bedarf umverteilt werden. Wie gesagt, das Sozialsystem, wie wir es heute kennen ist davon abhängig, das Personen Arbeit verrichten, dadurch Einkommen erzielen und Steuern zahlen, die Unternehmer stellen Leistungen und Güter bereit, und führen dann entsprechend auch Steuern ab.

Wenn in der Masse aber kein Arbeitsbedarf mehr besteht, wie soll man dieses System dann zukünftig unterhalten. Und mit einer solchen Neuordnung stellt sich eben dann auch die Frage, was passiert eigentlich mit dem Kapitalismus. Ich selbst bin ein Befürworter des Kapitalismus auch wenn der nach klaren Regeln laufen und vorallem im Optimalfall auch eine soziale Prägung aufweist und der Gesellschaft einen Mehrwert bieten sollte.

Es gibt ja heute viele vorrangig linke, sehr linke und linksextreme die vorallem im Kapitalismus immer den Ausgang für sämtliche Fehlentwicklungen sehen und den gerne abschaffen würden, tja eventuell braucht es da gar kein politisches Arbeiten sondern es könnte ganz nativ die Folge der allgemeinen Entwicklung sein.

Nur dann muss man eben sich auch die Fragen stellen, wie man dann die Politik bei diesen völlig veränderten Verhältnissen gestaltet.

Um es nochmal knapp darzustellen, die etablierten Volksparteien müssen sich inhaltlich und strukturell neu aufbauen, viele etablierte und gelernte Konzepte überdenken. Sie müssen zudem dynamischer und flexibler werden und vorallem müssen Sie angemessene und ausichtsreiche politische Angebote für die Gegenwart und die Zukunft anbieten. Deren Relevanz und Legitimation hängt von diesen zentralen Aspekten ab.

Die SPD beschäftigt sich erneut wieder nur mit sich, natürlich ist da jetzt ein Anlass gegeben, dennoch muss man sich davon dann so schnell wie möglich mal lösen und wirklich anfangen politisch Arbeit zu leisten.
Die Debatten darüber welches interne Abstimmungsverfahren wie wann wo gemacht wird und ob man jetzt ein Führungs Duo oder ein Trio aufstellt ist erstmal für die Perspektive der Partei nicht so entscheidend.

Entweder gelingt es den großen etablierten Parteien sich zu wandeln und sich zukunftsfähig aufzustellen und zu positionieren oder aber wir werden eine zunehmende Aufteilung der Wählerschaften sehen und relativ sicher auch einige Partei Neugründungen mit realem Potenzial.
von TorianKel77
#1533882
Am Ende wird es irgendein Luftikus ala Kühnert, das liegt einfach in der aktuellen DNA der Partei. Von zehn Äpfeln würde die SPD immer den faulen erwischen..
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von LittleQ
#1533885
TorianKel77 hat geschrieben: Mo 24. Jun 2019, 23:34 Am Ende wird es irgendein Luftikus ala Kühnert, das liegt einfach in der aktuellen DNA der Partei. Von zehn Äpfeln würde die SPD immer den faulen erwischen..
Wer sollte es denn deiner Meinung nach sonst machen? Klar kann man Kühnert Scheiße finden und eben wieder ein weiter so mit Ex-Sozis ala Gabriel, Steinmeier, Nahles und Co. heranziehen. Und dann?
von TorianKel77
#1533886
Es wird sicherlich irgendeinen Kandidaten geben, der die mMn richtigen Ansätze verfolgt und sich womöglich zur Wahl stellt. Kurz gefasst beinhaltet das u.a. keinen weiteren Links-Schwenk oder weiteres Anbiedern an Grüne als deren Erfüllungsgehilfe in der Regierung. Aber damit wird einfach keiner gewählt werden ;) . Eigentlich wird vielfach das Gegenteil propagiert, was für mich der Weg in den weiteren Verfall ist.
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von LittleQ
#1533887
TorianKel77 hat geschrieben: Di 25. Jun 2019, 00:35 Es wird sicherlich irgendeinen Kandidaten geben, der die mMn richtigen Ansätze verfolgt
Was wären denn die richtigen Ansätze?
keinen weiteren Links-Schwenk oder weiteres Anbiedern an Grüne als deren Erfüllungsgehilfe in der Regierung.
Welchen Links-Schwenk und was wäre an einer grün-roten Regierung denn so schlimm? Welche Alternative sollte die SPD denn ansteuern?
Aber damit wird einfach keiner gewählt werden
Weil es für alles andere ja CDU und FDP gibt. Was sollte die SPD denn noch abdecken und wieso sollte man diese dann wählen?
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von Wolfsgesicht
#1533893
Hab gestern die Beliebtheitswerte gesehen....Scholz führt, kühnert ist der dritt-unsympathischste, nur noch vor Weidel und Gauland. Gar nicht erwartet dass der so unbeliebt ist.
Schade dass ich 2015 nicht in die spd bin, dann hätte ich mich bewerben können :D
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von vicaddict
#1533897
Scholz hat in Fraktions-/Bundesvorstangsabstimmungen aber wohl immer die miesesten Werte eingefahren. Zudem ist er doch dicke mit Nahles und steht wie sie für die Agenda-Politik. Man kann dazu stehen wie man will, aber dass sie auf diese Art abgesägt wurde, deutet doch "dezent" darauf hin, dass die GroKo-Befürworter am Ende sind. Es geht doch nur noch darum wann und wie man diese beendet und nicht ob.

Dementsprechend wird doch am Ende auch das neue Führungsduo gewählt werden. Nebenbei gesagt, empfinde ich Giffey als hochgradig unsympatisch und aufgesetzt.

Am Ende muss die SPD aber ja in der Tat erst einmal klären, was sie inhaltlich sein will. Ihre Rolle als SPD, die für Arbeiterrechte, etc eintritt, hat sie doch erfüllt. Historisch gesehen ist sie doch inzwischen gar nicht mehr nötig, da bis auf die FDP jede andere Partei eine sozialverträgliche Politik in petto hat. Und wem das nicht ausreicht, der wählt ohnehin links, oder rechts.

Die SPD hat einfach keinerlei Daseinsberechtigung mehr. Lafontaine hat von daher nicht ganz unrecht, wenn er davon spricht, dass SPD und Linke auf lange Sicht fusionieren müssen. Etwas, was ich gerade im Osten schon seit Jahren gesagt habe. Wenn sich die Grünen auf Dauer als ökologisch-liberale Wirtschaftspartei der Mitte etablieren, wird die SPD doch sonst zwischen denen und der Linken zerrieben. Von daher bleibt denen doch nur der Weg nach links, denn alles andere wirkt nicht glaubhaft. Man hat eben in den letzten 20 Jahren alles dafür getan, kein Profil mehr zu haben, insofern haben die Wähler halt keinen Grund die Kopie einer anderen Partei zu wählen, sondern wählen das Original. Also Grün, Links oder Union.
von TorianKel77
#1533899
@LittleQ: Die Ansätze habe ich im Satz danach kurz erwähnt !?!? :upside_down_face:

Beim Rest scheinst du nicht zu kapieren was ich meine. Es geht nicht darum die CDU oder sonstwen programmatisch zu überholen, sondern die eigene politische Agenda wieder mit gesellschaftlich bodenständigen, sinnvoll finanzierten und arbeitnehmerfreundlichen (nicht nur für Tarif-Arbeiter oder Gewerkschaftsmitglieder!) Konzepten zu verfolgen. Außerdem die Abkehr vom Gießkannenprinzip, das immer Gewinner und Verlierer produziert. Den Traumtänzern von der Linken oder den Fundis hinterherzuhecheln bringt nix, außer vielleicht den Weg in die Bedeutungslosigkeit.
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von Neo
#1533905
vicaddict hat geschrieben: Di 25. Jun 2019, 07:30 Nebenbei gesagt, empfinde ich Giffey als hochgradig unsympatisch und aufgesetzt.
:'(
Wie findest du dann erst Klingbeil? Sie ist wenigstens nicht so ein pseudo-flyer Dude, der versucht die freshen Kids von heute zu grabben. Finde den Social Media und vor allem YT-Auftritt schon sehr...befremdlich, wenn nicht sogar whack.

Und Nahles-Scholz war ja eh ne Zwecksgemeinschaft. Das passte politisch ja auch nicht wirklich zusammen, von daher war ihm das mit dem Mobbing auch egal. Mit der GroKo hat das gar nicht mal so viel zu tun, sondern einfach mit ihrem Auftreten und den Umfragewerten. Sie hat auch einfach zu hoch gepokert, was gut war, denn jetzt hat man den ganzen Bumms wenigstens vorgezogen.

Glaube auch, dass diese Art von Wahlverfahren der Partei nur gut tun kann und denke, dass sich da einige melden werden. Auch brauchbares, muss man ja dazu schreiben. Obs was hilft, wird sich dann zeigen.


vicaddict hat geschrieben: Mo 24. Jun 2019, 19:22 Wobei, Schwan und Kühnert hätte was. Linker ginge es kaum.
Here they go. :point_right_tone2: https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... 74169.html
von thunder49
#1533912
Ich hätte den Parteitag und die Wahlen für den Parteivorsitz deutlich vorgezogen. Ein Problem der SPD ist leider das die Partei fast nur noch aus Personaldebatten besteht. Wo bleiben die Ideen wie man die Zukunft gestaltet, welche Programmatik hat die SPD?? Welche Lösungen hat sie für die Probleme in Deutschland??

Jetzt wird ein halbes Jahr wieder nur über Personen und nicht über Inhalte gesprochen, dabei ist mir es eigentlich schnurzpieps egal wer der Resterampe namens SPD vorsteht, bzw. sich dann für etwa 1 Jahr SPD Vorsitzender nennen darf bevor seine politische Karriere dann zu Ende ist. Meine Stimme bekommt die SPD bei Wahlen sowieso nicht mehr
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von Neo
#1533913
Naja, aber mit dem Verfahren bekommst du doch gleich die Ausrichtung mitserviert. Diese Hinterzimmerklüngelein und die augenscheinliche Intransparenz sind doch Hauptprobleme. Jetzt kann jeder mitmachen, der mag (und eben die nötigen Bedingungen erfüllt) und dann gibts ne klare Linie. So zumindest die Vorstellung.
Was wäre die Alternative?
von thunder49
#1533915
Die Alternative wäre das man sich mal Gedanken machen würde in welche Richtung sich die SPD hinbewegt. Ich habe die SPD nie gewählt weil der oder die Vorsitzende/r war, ich habe die SPD wegen ihrer politischen Ausrichtung gewählt. Diese ist für mich bei der SPD derzeit nicht erkennbar.

Das man jetzt den Vorsitzenden nicht in irgendeinem Hinterzimmer ausküngelt ist natürlich grundsätzlich erstmal begrüßenswert und auch zeitgemäß. Zu den Kandidaten kann ich sagen das ich denke das es sich zwischen Kühnert, Giffey und Klingbeil entscheiden wird, aber nicht weil ich sie für fähig halte, nein weil alle Anderen ja schon zur Seite gesprungen sind :grin: :grin: .

Auch die viel diskutierte Doppelspitze muß es in meinen Augen nicht unbedingt sein, denn der oder die Vorsitzenden müssen für Inhalte und eine Programmatik stehen und diese dann auch vorleben, ob das jetzt Einer, Zwei oder mehr sind ist völlig egal. Warum das bei uns in Deutschland so modern ist mit der Doppelspitze verstehe ich eh nicht, das gibt's in kaum einem anderen Land
von TorianKel77
#1533918
Primär wohl um mehrere Parteiflügel ruhig zu stellen. Sekundär häufig um zwangsverordnet eine Frau an die Spitze zu bringen. Denn diese sind ja in Deutschland grundsätzlich benachteiligt und könnten nie bei irgendeiner Partei allein an die Spitze gewählt werden.
Deshalb bekommen Frauen bei einigen Parteien auch generell den ersten Listenplatz, weil sonst ja immer das gleiche Geschlecht dort landen würde. So wird hingegen die Vielfalt gefördert.
von thunder49
#1533923
TorianKel77 hat geschrieben:Sekundär häufig um zwangsverordnet eine Frau an die Spitze zu bringen. Denn diese sind ja in Deutschland grundsätzlich benachteiligt und könnten nie bei irgendeiner Partei allein an die Spitze gewählt werden.
Ähh und was war mit Angela Merkel und ist jetzt mit AKK in der Union?? Oder Andrea Nahles in der SPD?? Das sind meines Wissens auch Frauen ;) ;) die alleine den Vorsitz inne hatten oder haben aktuell
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von vicaddict
#1533926
Ich glaube, da kam die Ironie nicht so ganz deutlich durch :D

Ansonsten wäre die SPD doch schlecht beraten gewesen, diese Richtungsentscheidung vorzuziehen. Man stelle sich vor, man wählt jetzt diese neue Spitze, kassiert dann aber im Osten eine Klatsche nach der andern. Das wäre ein schweres Laster. So umgeht man das nicht nur, sondern hat damit sogar die Chance Momentum zu generieren. Nach den Niederlagen im Osten wird die neue Führung gewählt, die dann eben direkt die neue Richtung vorgibt. Auferstanden aus Ruinen quasi.

Und ich stimme Neo da zu. Diese Wahl wird eine programmatische, denn je nachdem, wer gewählt wird, gibt es die Richtung von ganz allein vor und das sollte vor allem dem Koalitionspartner zu denken geben.

Im Übrigen stelle ich gerade fest, dass Gesine Schwan seit Jahrzehnten immer wieder als einflussreicher Name durch die Medien geistert, aber wirklich aktiv Politik hat sie gefühlt nie gemacht. Das kann durchaus ein interessanter Gedanke sein, um die Partei so vom alten Filz zu befreien, auf der anderen Seite ist sie aber eben auch schon 76. Geistig sicher jünger als viele andere, aber 76 ist und bleibt 76. Naja, bleiben nicht, denn irgendwann wird sie 77, aber der Punkt steht :D Eine langfristige Lösung wäre auch das nicht.

Zu Klingbeil kann ich gar nicht so viel sagen, da ich den noch nicht so oft wahrgenommen habe. Giffey hingegen finde ich einfach künstlich. Mein Fall ist die gute Frau nicht.

Was macht eigentlich Heide Simonis? :D
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von Wolfsgesicht
#1533927
Hab heute irgendwo einen interessanten Artikel gelesen. Meinung: Die SPD ist heutzutage überflüssig.
Jede Partei böte eine gewisse Sozialpolitik und alles wofür die SPD gekämpft habe wurde mittlerweile umgesetzt. Ist ja eine Arbeiterpartei, und eigentlich braucht es da keine SPD mehr für. Es gibt genug zur Auswahlund die SPD sei schlussendlich nur eine cdu ohne Wirtschaft und die grünen ohne Klima. Die SPD hat ihre Bestimmung erfüllt, und ist damit überflüssig.

Diese Meinung fand ich gar nicht mal so falsch. Das klassische Thema der SPD, Arbeiterrechte etc., wird halt durch Gewerkschaften heutzutage bespielt, und zwar ausreichend. Mehr braucht es kaum. Von der Seite hat man sich wohl damit anzufreunden, dass die Wähler sich für die Grünen, linke und auch die cdu entscheiden. Je nachdem welchen Schwerpunkt man mag. Die spd ist da halt der minimal mögliche Konsens aus Klima und Wirtschaft.

Chancen würde ich da in einer „radikalen“ Erneuerung des Themenschwerpunkts sehen. Also Industrie 4.0., Digitalisierung, brandneue Konzepte. Mit Klima täte man sich wohl weniger einen Gefallen, da dann die Grenze zu den Grünen weiter verschwimmt. Irgendwie sozial mit piratenpartei. Mehr Familie, mehr Bildung....wenn man da Konzepte vorstellt (also nicht einfach nur mehr Geld) und damit dem markenkern von der arbeiterpartei etwas löst, dann kann man sich was neues suchen und damit eine Zielgruppe gewinnen die man gar nicht kannte: Junge Menschen.

Wird aber nicht passieren, trotzdem finde ich (meine Autokorrektur hat gerade aus „findeich“ Rindenschälmesser gemacht...was ist das???) die Art wie es gemacht wird deutlich besser. Es wird wahrscheinlich so gemacht weil keiner will, aber trotzdem ist es damit sehr transparent.
von Familie Tschiep
#1533939
Die SPD gehört eigentlich in die Opposition. Wir brauchen eine Neuwahl.
Ich glaube, sie wird noch gebraucht, vielleicht nicht als Volkspartei, derzeit ist Klimapolitik wichtiger. Es würde der Partei schaden, wenn sie die Grünen in Klimapolitik überbieten würden. Wahrscheinlich würde es helfen, wenn mehr Arbeiter führend in der Arbeiterpartei wären. Die Lehrer können ja alle zu den Grünen rübermachen.
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von vicaddict
#1533940
Welche Arbeiter sollen denn dort den Ton angeben? Die SPD wird von Arbeitern doch nicht mal mehr gewählt, da werden die auch kein Mitglied sein. Das ist doch das Dilemma der SPD.
von Familie Tschiep
#1533950
Vielleicht fehlt der SPD die Arbeiter oder Nichtakademiker in der Führungsspitze, möglicherweise kann man so mehr Arbeiter zu sich holen.