Benutzeravatar
von Neo
#1551544
Glaube eher, dass manch ein Amerikaner sich eine zweite Einschränkung rein wirtschaftlich einfach nicht mehr leisten konnte und deshalb Trump die attraktivere Wahl war. Economy hängt eben unweigerlich am Virus. Dazu dann noch die Ängste von denen, die sich etwas aufgebaut haben. Die sehen das ja durch BLM und Co. bedroht und Biden/Harris konnten dahingehend keine klare Kante zeigen, sondern tummelten irgendwo dazwischen, um ja niemanden abzuschrecken.
Corona und die Aufstände waren halt so Punkte, bei denen man dachte, dass das jetzt so klar für Biden spricht, aber das birgt eben auch viele Reizpunkte bzw. Ängste und damit konnte Trump dann auch wieder massig Leute mobilisieren. Hatte ich so auch nicht erwartet.
von thunder49
#1551548
Familie Tschiep hat geschrieben:Jetzt kann man Joe Biden und Kamala nur bitten: Make America great again!
Da würde ich erhebliche Zweifel anmelden, vorallem wenn der Senat in republikanischer Hand bleiben sollte. Das entscheidet sich ja erst im Januar bei den Beiden Stichwahlen in Georgia, ist aber sehr wahrscheinlich
Benutzeravatar
von vicaddict
#1551551
Klar, nach außen wird das einen ganz anderen Ton geben. Die ganze Welt atmet auf.
Aber bringt es das Land voran? Wohl kaum. Mit einen Senat unter McConnell passiert gleich gar nichts. Auch den Supreme Court kann man so nicht verändern. Außenpolitisch hatte Biden bisher auch keine sonderlich gute Vita vorzuweisen.

Die Prognosen kommen nicht von ungefähr, dass es 2024 das böse Erwachsen geben könnte. Wenn Biden jetzt noch über Monate die Folgen von Corona auf die Fahnen geschrieben bekommt und der Senat alles blockiert, dann geht es 2022 in die Senatswahlen, bei denen die Republikaner auf einen Zahn- und tatenlosen Biden hinweisen werden und 2024 könnten Biden/Harris dann die Quittung bekommen. Und dann müssen die Demokraten erst einmal wieder den Turnout vorweisen, den sie jetzt erzielt haben. Das wird bei den Republikanern deutlich einfacher aussehen.

Es wird interessant sein, zu sehen welche Lehren die Demokraten aus dieser Wahl ziehen. Zumindest gibt es schon einmal Kritik von AOC am Auswahlverfahren der Partei, wenn es darum geht, welche Kandidaten mit wie viel Geld unterstützt werden. Da sind die Corporate-Shills von Pelosi und co abgesackt, während AOC klar in den Raum wirft, dass es Gründe hat, dass sie und ihre Kollegen vom linken Flügel teils mit unglaublichen Vorsprung ihre Big-Money-Konkurrenten geschlagen haben.

Gut möglich also, dass es bei den Demokraten da in den nächsten Jahren einen Grabenkampf gibt. Bernie Sanders hat ja auch schon einen Plan vorgelegt wie er sich in den ersten 100 Tagen der Biden-Amtszeit die Politik vorstellt.
von Sentinel2003
#1551564
Mensch @vica, lass doch Biden/Harris erstmal anfangen....du sagst schon jetzt, da Sie nicht mal einen Tag im Antsind, dass Sie nix ändern werden oder kaum.... :relieved:
Benutzeravatar
von AlphaOrange
#1551570
Sentinel2003 hat geschrieben: So 8. Nov 2020, 22:21Mensch @vica, lass doch Biden/Harris erstmal anfangen....du sagst schon jetzt, da Sie nicht mal einen Tag im Antsind, dass Sie nix ändern werden oder kaum.... :relieved:
Naja, Recht hat er, das ist ja - vorausgesetzt die Dems zaubern doch nicht noch ein 50:50 in den Senat - durchaus faktenbasiert, dass das schon mit dem "anfangen" nicht so einfach wird.

Das ganze Politsystem der Amis funktioniert doch in der politischen Realität überhaupt nicht mehr. Das Wahlmännersystem verzerrt systematisch den Wählerwillen, die Parteistrukturen sind extrem anfällig für Populismus und das Drei-Instanzen-System über Präsident-Kongress-Senat ist vom vielgelobten Checks & Balance zu einem totalen Blockadesystem mutiert. Das System ist überhaupt nicht darauf ausgerichtet, dass die Parteien grundsätzlich gegeneinander arbeiten. Gefühlt stecken die USA drei Viertel der Zeit in einem kompletten legislativen Deadlock, um den der Präsident dann mit irgendwelchen Verordnungen herumregieren muss, die bei der nächsten Gelegenheit wieder revidiert werden.
Und beheben lässt sich von dem ganzen Schlamassel auch grundsätzlich nichts, weil du ohne überparteilichen Konsens keine Verfassungsänderung durchbringen kannst, was in einer Politlandschaft, die sich nur noch um Machterhalt statt politischen Fortschritt dreht, völlig unmöglich ist (außer hier in Deutschland, wo der Union der Magic Trick mit den gekappten Überhangsmandaten zu eigenen Gunsten kürzlich gelungen ist).
von Sentinel2003
#1551572
Wenn BIDEN/HARRIS gar nix verändern könnten, vielleicht sollten die dann gar nicht erst antreten und Trump im weißen Haus lassen....
Benutzeravatar
von Neo
#1551580
Den großen Change erwartet glaube ich keiner, aber Ruhe ist doch auch mal schön. Eine gewisse Staatsmännischkeit kann man Biden nun nicht absprechen und der nimmt wenigstens das Klima und Corona ernst und kennt seine "Freunde" in der Welt.
Benutzeravatar
von vicaddict
#1551582
Sentinel2003 hat geschrieben: Mo 9. Nov 2020, 01:29 Wenn BIDEN/HARRIS gar nix verändern könnten, vielleicht sollten die dann gar nicht erst antreten und Trump im weißen Haus lassen....
Das Weiße Haus ist am Ende halt nur die goldene Ananas. Gesetze werden im Senat verabschiedet und der mächtigste Mann dort war, ist und bleibt Mitch McConnell und der denkt im Traum nicht daran, mit den Demokraten zusammen zu arbeiten. Ihm geht auch Trump am Hintern vorbei. Ihm geht es darum und das konnte man zuletzt gut setzen, den Supreme Court zu dominieren und im Senat republikanische Politik zu machen. Er tut das, was Newt Gingrich in den 90ern bereits gemacht hat. Langfristig denken. Wenn er keine Zugeständnisse von den Demokraten bekommt, dann wird blockiert. Den interessiert nicht, ob darunter 300 Millionen Amerikaner leiden. Der denkt an die Partei und seine Klientel.

Trump war am Ende halt das laute Zirkusäffchen, dass alle Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Biden und Harris werden jetzt diejenigen sein, die entweder ihm Zugeständnisse machen müssen, oder die mit Exekutivverordnungen regieren müssen. Damit hat man schon Obamas zweite Amtszeit torpediert und diese Verordnungen werden dann früher oder später wo kassiert? Am Supreme Court.

Wie schon gesagt: der Ton wird ruhiger, aber wer glaubt, dass sich dadurch etwas an der Spaltung des Landes ändert, der irrt. Gerade auch, weil die GOP gesehen hat, dass man mit Trump und seinen Methoden die Basis wunderbar ansprechen kann. Es würde mich nicht wundern, wenn die 2024 mit einem ähnlichen Stil antreten. Eloquenter und nicht so streitbar wie Trump, aber mit selben Message. Und ob die Demokraten ihre Wähler noch einmal so mobilisieren können, bezweifle ich. Ohne die Reizfigur Trump geht deren Politik doch an der Masse der Bevölkerung vorbei.
von Sentinel2003
#1551585
Dann sollte wohl ab sofort dieser Typ der Macht Mensch in den USA sein, wenn der Präsident eh nichts ohne ihn machen kann!

Dann sollte die USA ab sofort OHNE einen sogenannten Präsidenten im weißen Haus regieren, dann ist dieser ja eh sinnlos!

In der Filmbranche ist die Goldene Annanas die A***** Karte! Ich gehe doch nicht mit dem größten Wunsch meines Leben's in weiße Haus, wenn ich schon vorher weiß, dass ich NUR die Marionette dieses Typen bin, dem die Amerikaner am A vorbei gehen!
Benutzeravatar
von AlphaOrange
#1551586
Vorsicht, Sentinel, mit deinen Forderungen und Ansprüchen!
Die USA sind doch - noch - keine Autokratie. Da hat weder ein Präsident Trump noch ein Präsident Biden unbeschränkte Machtbefugnisse und das ist auch gut so. Wäre das nicht so, dann hätten die jetzt vermutlich auch keinen Joe Biden gewählt, sondern einen Imperator Trump. Ob das Volk will oder nicht.
Benutzeravatar
von vicaddict
#1551588
Ich weiß nicht, was dich so aufregt. der US Präsident hat deutlich mehr Befugnisse als das der Bundespräsident bei uns hat, aber er ist wie auch unsere Kanzlerin darauf angewiesen, dass das Parlament Gesetze verabschiedet. Er gibt die Richtung vor, ja. Wenn du aber keine Mehrheit hast, dann hast du ein Problem.

Stell es dir wie ne Minderheitsregierung vor. Du musst dir deine Mehrheit dann halt suchen. Das hat früher immer funktioniert, tut es aber seit 20 Jahren kaum noch, weil einfach beide Seiten nur noch im Blockade-Modus sind. Das wurde hier ja schon beschrieben. Das System funktioniert bei denen aktuell nicht mehr.

Bei uns droht doch eine ähnliche Situation, wenn in ein paar Monaten die Bundestagswahl ansteht bzw erleben wir durch die Dauer-GroKo auch schon den ewigen Stillstand. Bei uns ist man noch lange nicht an dem Punkt, dass man gar nichts macht und am Ende sind hier alle doch darauf bedacht, ein Ergebnis zu präsentieren, aber ohne Mehrheit kann niemand regieren. Kein Joe Biden, keine Angela Merkel, kein Boris Johnson.

Wie man diese Situation in Amerika auflösen kann, weiß keiner. Vermutlich wird es darauf hinaus laufen, dass die beiden Parteien auseinander brechen und sich eine dritte oder vierte Partei bildet. Man muss schauen, was bei der GOP passiert, ob man die Tea-Party/Trump-Fraktion weiter behält, ob der "normale" Flügel wieder die Oberhand gewinnt, oder ob sie sich spalten. Gleiches bei den Demokraten mit Bernie Sanders, AOC und co. Trump und Sanders sind nicht ohne Grund so erfolgreich.

Gerade mit Blick auf die GOP gibt es ja durchaus Stimmen, die erwarten, dass Trump 2024 erneut antritt, oder eines seiner Kinder. Gerade Eric oder Ivanka muss man das durchaus zutrauen.
Benutzeravatar
von AlphaOrange
#1551589
vicaddict hat geschrieben: Mo 9. Nov 2020, 12:59Wie man diese Situation in Amerika auflösen kann, weiß keiner. Vermutlich wird es darauf hinaus laufen, dass die beiden Parteien auseinander brechen und sich eine dritte oder vierte Partei bildet.
Wieso sollte das passieren? Ja, es gibt die Grabenkämpfe, aber wenn eine der beiden Parteien in zwei Teile zerfällt hat das im bestehenden Mehrheitswahlreicht schlicht die totale Dominanz der anderen Partei zufolge. Vielleicht kannst du noch ein paar Kongressabgeordnete und im besten Fall noch ein paar Senatoren retten, aber die Mehrheiten und vor allem die Präsidentschaft wären augenblicklich verloren. Es hat ja Gründe, warum sich das Zwei-Parteien-System dort zementiert hat, während Verhältniswahlrechte viel stärker zur Zersplitterung neigen.
Benutzeravatar
von vicaddict
#1551596
Sicher. Die Frage ist halt, was passiert, wenn das bei beiden relativ gleichzeitig passiert. Was sich da aktuell alles unter dem Deckmantel von zwei Parteien versammelt, ist schon absurd. Und keine einzige vertritt die unteren 80%. Das Schlimme ist ja, dass es im Grunde eine große Einheitspartei ist, denn beide machen nur Politik für die weiße Elite. Die GOP ist wenigstens so ehrlich und macht keinen Hehl draus, während die Demokraten das nicht wahr haben wollen.
von Sentinel2003
#1551601
AlphaOrange hat geschrieben: Mo 9. Nov 2020, 10:04 Vorsicht, Sentinel, mit deinen Forderungen und Ansprüchen!
Die USA sind doch - noch - keine Autokratie. Da hat weder ein Präsident Trump noch ein Präsident Biden unbeschränkte Machtbefugnisse und das ist auch gut so. Wäre das nicht so, dann hätten die jetzt vermutlich auch keinen Joe Biden gewählt, sondern einen Imperator Trump. Ob das Volk will oder nicht.

WAS für Forderungen und Ansprüche bitte?? "Vorsicht"?? :relieved: :worried:

Ich selbst habe null Forderungen und Ansprüche!!
Benutzeravatar
von Neo
#1551612
-_-
Sentinel2003 hat geschrieben: Di 10. Nov 2020, 08:26 [...]
Also erstmal:
Fernsehfohlen hat geschrieben: So 1. Nov 2020, 12:03 Öhm Sentinel, könntest du es bitte lassen, hier komplette Artikel reinzukopieren - ohne Quellenangabe (in diesem Fall übrigens https://www.dw.com/de/die-wall-street-l ... a-55417964 ) und ohne jede eigene inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Reinkopierten?
Ausschnitte aus Artikeln sind okay, aber dann eigentlich auch mit Kommentierung und Quellenangabe.

Fohlen

Sentinel2003 hat geschrieben: Di 10. Nov 2020, 08:26Tja, wenn man all die Wahlssendungen im nachhinein kommentieren würde, wie oft ich gehört habe, dass die Wahl ein absoluter Zittersieg sein würde....dann war es also wohl doch nicht so knapp, wie angenommen....
Sieben Tage nach der Wahl sind noch immer nicht alle Stimmen ausgezählt und in einigen Staaten liegen Biden und Trump nur ein paar zehntausend Stimmen auseinander (also 0,X%). Laut der Umfragen hätte der Drops eigentlich schon am 3.11. zu Gunsten Bidens gelutscht sein müssen. Dem war aber offensichtlich nicht so.
2016 war das schon anders. Da gabs kaum Staaten, in denen es knapp wurde und Trump war schnell durch.
von Johnny
#1551613
Neo hat geschrieben: Di 10. Nov 2020, 09:57 Sieben Tage nach der Wahl sind noch immer nicht alle Stimmen ausgezählt und in einigen Staaten liegen Biden und Trump nur ein paar zehntausend Stimmen auseinander (also 0,X%). Laut der Umfragen hätte der Drops eigentlich schon am 3.11. zu Gunsten Bidens gelutscht sein müssen. Dem war aber offensichtlich nicht so.
2016 war das schon anders. Da gabs kaum Staaten, in denen es knapp wurde und Trump war schnell durch.
2016 war das eigentlich gar nicht so viel anders. Bidens Sieg ist mMn ähnlich knapp oder unknapp wie der von Trump 2016. So wie es aktuell aussieht wird er ja genau wie Trump auf die 306 Wahlmänner rauslaufen. Nur stand 2016 das Ergebnis einfach wesentlich eher fest als in diesem Jahr, weil die Wahlmethode nicht so extrem unterschiedlich war. Deutlich weniger Briefwahlstimmen (teilweise um den Faktor 10 habe ich gelesen), dementsprechend ließen sich auch die knappen Ergebnisse viel eher ablesen. Zudem hat Clinton dann eben auch direkt aufgegeben, im Gegensatz zu The Donald. Die Schlüsselstaaten für Trump in 2016 war ja die Blue Wall.

Wisconsin: Trump +0,77% (~23.000 Stimmen mehr als Clinton)
Michigan: Trump +0,23% (~10.000 Stimmen mehr als Clinton)
Pennsylvania: Trump +0,72% (~45.000 Stimmen mehr als Clinton)

Pennsylvania und Wisconsin sehen in diesem Jahr identisch aus zu 2016 (wobei der Abstand in PA auch noch leicht größer werden könnte), Georgia ist das diesjährige Michigan.

Nevada wurde ja auch erst sehr spät Biden zugeschrieben und da führt er mittlerweile mit fast 3% (also deutlicher als Clinton in 2016). Den Staat hätte man unter normalen Umständen locker am Wahlabend ausgerufen.
Benutzeravatar
von AlphaOrange
#1551614
Natürlich war's knapp, arschknapp.
Das liegt nicht daran, dass noch gezählt wird. Das wird es sowieso und die Staaten haben dafür bis in den Dezember hinein Zeit.
Aber gerade die viereinhalb Millionen Stimmen, die Biden am Ende mehr hat sind doch überhaupt nichts wert. Es sind ein paar zehntausend, die ausschlaggebend sind - von knapp 150 Millionen abgegebenen. Wir sind da vielleicht im Bereich von 0.1% entscheidender Stimmen. Es hätte nur ein einzelnes zusätzliches Ereignis gebraucht, um alles ins Kippen zu bringen. Ein rechtzeitig vorgestellter Impfstoff, einen minderen außenpolitischen Zwischenfall, eine einflussreiche prominente Stimme - und Trump wäre wiedergewählt worden.
Ich halte es für gefährlich, dass knappe Wahlergebnisse gegen populistische Stimmen im Nachhinein häufig zum "klaren Votum gegen den Populismus/Rechts/whatever" uminterpretiert und die offensichtlichen Anfälligkeiten im Volk für solche Strömungen marginalisiert werden. Das ist in den vergangenen Jahren schon häufiger passiert. Das ist nichts, worauf man sich ausruhen kann, weil ja alles gut ist.
Benutzeravatar
von Neo
#1551622
Johnny hat geschrieben: Di 10. Nov 2020, 10:16
Neo hat geschrieben: Di 10. Nov 2020, 09:57 Sieben Tage nach der Wahl sind noch immer nicht alle Stimmen ausgezählt und in einigen Staaten liegen Biden und Trump nur ein paar zehntausend Stimmen auseinander (also 0,X%). Laut der Umfragen hätte der Drops eigentlich schon am 3.11. zu Gunsten Bidens gelutscht sein müssen. Dem war aber offensichtlich nicht so.
2016 war das schon anders. Da gabs kaum Staaten, in denen es knapp wurde und Trump war schnell durch.
2016 war das eigentlich gar nicht so viel anders. Bidens Sieg ist mMn ähnlich knapp oder unknapp wie der von Trump 2016. So wie es aktuell aussieht wird er ja genau wie Trump auf die 306 Wahlmänner rauslaufen. Nur stand 2016 das Ergebnis einfach wesentlich eher fest als in diesem Jahr, weil die Wahlmethode nicht so extrem unterschiedlich war. Deutlich weniger Briefwahlstimmen (teilweise um den Faktor 10 habe ich gelesen), dementsprechend ließen sich auch die knappen Ergebnisse viel eher ablesen. Zudem hat Clinton dann eben auch direkt aufgegeben, im Gegensatz zu The Donald. Die Schlüsselstaaten für Trump in 2016 war ja die Blue Wall.

Wisconsin: Trump +0,77% (~23.000 Stimmen mehr als Clinton)
Michigan: Trump +0,23% (~10.000 Stimmen mehr als Clinton)
Pennsylvania: Trump +0,72% (~45.000 Stimmen mehr als Clinton)

Pennsylvania und Wisconsin sehen in diesem Jahr identisch aus zu 2016 (wobei der Abstand in PA auch noch leicht größer werden könnte), Georgia ist das diesjährige Michigan.

Nevada wurde ja auch erst sehr spät Biden zugeschrieben und da führt er mittlerweile mit fast 3% (also deutlicher als Clinton in 2016). Den Staat hätte man unter normalen Umständen locker am Wahlabend ausgerufen.
Dennoch hattest du kaum Staaten, die noch hätten flippen können. Was die Dauer betrifft: Da hast mit den Briefwahlen natürlich recht und trotzdem hätte das laut Umfragen schon früh beendet sein müssen. Biden lag da und vor allem auch in Staaten wie Florida vorne (49:47 und jetzt doch 49:51) und es war plötzlich sogar möglich Texas zu gewinnen (Prognose: 47:49 und nun mit 6% Vorsprung 46:52). In Ohio war nur ein Prozent dazwischen und Pennsylvania hätte deutlich an Biden gehen müssen (50:46 laut Umfragen). Auch in North Carolina und Georga lag er vorne. Man konnte sich auf der Basis also gut und gerne Hoffnung machen, dass das in manchen Staaten deutlicher wird.
Die Umfragen bei Hillary waren noch haarsträubender. Das haben sich in diesem Jahr viele Journalisten zu Herzen genommen und sind deshalb mit der Berichterstattung besser gefahren.
von Sentinel2003
#1551703
Tja, WAS für ein Unterschied!! Vor 4 Jahren trafen sich wohl schon 2 Tage nach der Wahl Trump's sein Vorgänger Obama und er auf ein erstes Gespräch! Und heute?? Da hat Trump noch immer nicht Biden graturliert.... :grimacing:
von Andelko
#1551704
CNN und NBC haben Arizona soeben Biden zugesprochen. Fox News und AP schon in der Wahlnacht
von Andelko
#1551721
Und jetzt sind auch die letzten beiden Staaten entschieden. Georgia geht an Biden und NC an Trump.

Endstand 306 : 232 für Biden

Das gleiche Ergebnis wie vor 4 Jahren. Nur mit Trump als Sieger
Benutzeravatar
von Fernsehfohlen
#1551723
Fernsehfohlen hat geschrieben: Mi 4. Nov 2020, 01:00 Ich tippe jetzt einfach mal, dass Biden 300-310 Wahlmänner gewinnt. Mal schauen.
Manchmal kann ich selbst kaum glauben, wie gut ich bin. :grin:
  • 1
  • 14
  • 15
  • 16
  • 17
  • 18