Benutzeravatar
von Neo
#1549038
Hach ja. -_-
Einen "Lockdown" wirds so nicht mehr geben, denn das kann man sich schlicht nicht leisten und die meisten würden sich daran wohl auch nicht mehr halten. Strengere Regelungen und härtere Strafen wären mir aber sehr recht. Bei uns laufen auch ständig Leute ohne Maske durch den Laden und werden dennoch abkassiert. Liegt dann natürlich an der Inkonsequenz der Kassiererin und der Ignoranz anderer.
Benutzeravatar
von Wolfsgesicht
#1549041
Ist dem Lebensmitteleinzelhandel wohl egal, der bleibt ja offen. Leiden tut wenn der komplette andere Einzelhandel, wenn da mal wieder ein Lockdown kommt. Dann haben es viele aber auch selber verbockt, da sie nicht auf die Masken achten.
Vielleicht würde es mal helfen wenn die Städte Detektive hätten (oder halt das Ordnungsamt in Zivil) die immer mal das handeln der Läden kontrollieren, und bei nichtachtung der Maskenpflicht wird der Laden, egal ob normaler Einzelhandel oder Lebensmittel, halt mal für 24 Stunden amtlich geschlossen.
Benutzeravatar
von Kaffeesachse
#1549045
Aber die Maskenpflicht gibt es doch, um die Läden kaputtzumachen. Steht im Facebook! :')
Also hier habe ich im Laden tatsächlich bisher nur Einzelfälle gesehen. Mich mit eingschlossen, als ich tatsächlich mal in den Laden gestürmt bin und es völlig vergessen hatte. In Bus und Bahn sieht man es schon öfter.
Benutzeravatar
von vicaddict
#1549046
Wolfsgesicht hat geschrieben: Mo 24. Aug 2020, 16:43 (oder halt das Ordnungsamt in Zivil) die immer mal das handeln der Läden kontrollieren, und bei nichtachtung der Maskenpflicht wird der Laden, egal ob normaler Einzelhandel oder Lebensmittel, halt mal für 24 Stunden amtlich geschlossen.
Das Ordnungsamt hält sich hier selbst nicht an die Masken- oder Abstandspflicht :D
von Sentinel2003
#1550317
The Art of "Stoßlüften"
Geöffnete Schulfenster



Angela Merkel hält Lüften für die möglicherweise "billigste und effektivste Maßnahme", um die Corona-Pandemie abzubremsen. Die deutsche Begeisterung fürs Fensteraufreißen nennt der britische "Guardian" nun eine "nationale Obsession". Zu Recht?




Wer gedacht hat, beim Thema Lüften ginge es einfach nur darum, Fenster aufzureißen und überhaupt sei dazu in Pandemie-Zeiten alles schon gesagt worden, der irrt. Erst in der vergangenen Woche ist die AHA-Corona-Formel (Abstand halten, Hygiene beachten, Alltagsmaske tragen) von Bund und Ländern um ein "L" wie "lüften" verlängert worden, was der Abkürzung etwas von ihrer Griffigkeit genommen hat. Etwa zeitgleich gab Kanzlerin Merkel ihren Bürgerinnen und Bürgern das Wissen weiter, Lüften sei die möglicherweise "billigste und effektivste Maßnahme", um sich vor dem Coronavirus zu schützen. Und nun ist auch noch im britischen Guardian ein ausführlicher Text erschienen, der die deutsche Luft-Leidenschaft im Wandel der Zeit beschreibt und sie eine "nationale Obsession" nennt. Man schwankt beim Lesen zwischen "Indeed!" und: "Really?"

An der Nordsee wie am Bodensee gleichermaßen wäre es absolut Standard, heißt es darin, "selbst im Winter" zweimal am Tag gewohnheitsmäßig die Fenster aufzureißen, der Deutsche unterscheide zwischen "Stoßlüften" ("impact ventilation") und "Querlüften" ("cross ventilation"). Überhaupt gäbe es hierzulande eine "sophisticated hinge technology", mit der man steuern könne, wie viel Luft man hineinlasse - we call it Kippfenster. An Schulen wie an Arbeitsplätzen sei regelmäßige Luftzufuhr Standard. Der Guardian steht mit seiner Beobachtung nicht alleine da: Schon vor einem Jahr widmete sich eine Folge von "Meet the Germans" der Deutschen Welle dem Phänomen, so sei ein klassischer Satz, wenn jemand einen Raum betrete: "Woah ist das stickig hier", ein Zustand, dem immer und sofort abgeholfen werde. Weil nach innen so viel Luft von außen ströme, würden Deutsche "gerne Schals" tragen.
Wohnung mieten Zweimal morgens, zweimal abends
Richtig Lüften
Zweimal morgens, zweimal abends

Bildet sich in der Wohnung Schimmel, kommt es oft zum Streit zwischen Vermietern und Mietern. Wie Gerichte in solchen Fällen entscheiden.   Von Andrea Nasemann

Nun ist das ja immer so bei der Beschreibung nationaler Eigenarten: Sie sind so überzeichnet, dass sie eigentlich nie ganz stimmen können. Wer regelmäßig das Zimmer eines germanischen Teenagers betritt, weiß um die Begrenztheit länderspezifischer Vorlieben. Das Odeur darin erinnert meist eher an einen Pumakäfig als an einen Alpengipfel. Andererseits: Während es im Englischen offenbar noch nicht einmal adäquate Worte fürs Stoß- wie fürs Querlüften zu geben scheint, zeigt sich hierzulande auf einschlägigen Seiten ausgeprägtes Fachwissen. So empfiehlt die "Innenraumlufthygiene-Kommission" des Umweltbundesamtes, bei Sport fünfmal pro Stunde zu lüften, und grundsätzlich nach Husten und Niesen "unmittelbar", und so steht auf einer Plattform für Hausbesitzer eine Tabelle mit jahreszeitlichen "Richtwerten" für den "Lüftungsvorgang" ("Während der Heizperiode reichen fünf Minuten pro Lüftungsvorgang aus").

Was aber ist mit den gar nicht so wenigen Menschen, die der deutschen Liebe zur Luft misstrauisch gegenüberstehen, weil sie nicht im Zug sitzen wollen? Die, laut Guardian, gerne das Bonmot bemühten, "Erfroren sind schon viele, erstunken ist noch keiner"? Geöffnete Fenster bei kalten Temperaturen könnten durchaus einen steifen Nacken begünstigen, lässt sich Bernd Kladny von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie in der Wirtschaftswoche zitieren. Andererseits könne man sich ja auch schon aus Sorge vor kalter Luft verspannen. Das wiederum sind Aspekte des Lüftens, bei denen man in diesem Pandemie-Winter vielleicht auch einfach mal auf Durchzug schalten kann.
© SZ

--------------------------------------


äääähm ja, ob tatsächlich noch nie jemand "Erstunken" ist??? ;) >:) O:-)
von Sentinel2003
#1551103
Mist, ab Sonnabend kommt in den meissten Bundesländern wieder ein Lockdown! Der anscheinend Einizige , der sich dagegen wehrt, Bodo Ramelow! Das ist decht mutig!

Und, WER mir am meissten leid tut, sind wieder mal die Kino's!!!


Es soll ja zum Glück erstmal nur 4 Wochen dauern....aber, 4 Wochen können sehr lang sein! :relieved: :grimacing:


@Neo: nun, anscheinend hat es Corona aber wohk geschafft, die Deutsche Grenze zu überwinden....zumindest auf den Karten...
Benutzeravatar
von TorianKel77
#1551110
Hoffentlich spielen da nicht alle mit. Strengere Regeln und mehr Kontrollen - ja. Aber wieder Gastro etc. komplett dicht zu machen halte ich für Irrsinn :thinking:
von Familie Tschiep
#1551111
Sentinel2003 hat geschrieben: Mi 28. Okt 2020, 15:03 Mist, ab Sonnabend kommt in den meissten Bundesländern wieder ein Lockdown! Der anscheinend Einizige , der sich dagegen wehrt, Bodo Ramelow! Das ist decht mutig!

Und, WER mir am meissten leid tut, sind wieder mal die Kino's!!!


Es soll ja zum Glück erstmal nur 4 Wochen dauern....aber, 4 Wochen können sehr lang sein! :relieved: :grimacing:


@Neo: nun, anscheinend hat es Corona aber wohk geschafft, die Deutsche Grenze zu überwinden....zumindest auf den Karten...
Sie sollten es auf 2 Wochen beschränken.
Und vielleicht auf den Ausschank von Alkohol verzichten.
von Sentinel2003
#1551113
Tja, das blöde dabei ist, das sich innerhalb von 2 Wochen wohl nicht's drastisch ändern würde...deshalb ja erstmal diese 4 Wochen!

DAS vor allem die Kino's wieder drunter leiden müßen, ist echt fast schon eine riesige Sauerei!! :-. :pensive: :slight_frown: :( :thinking:

Vor allem, alle möglichen Kino's hatten drum gebeten, als die Infektions Zahlen noch nicht so weit oben waren, die Abstände von 1,5 metern reduzieren zu dürfen.....nicht's, keine Antwort...ich habe über viele Medien nicht eine Reaktion dazu gelesen, das seiteens der Politik da Intersse zu Verhandlungen bestehen würde...! :relieved:
von Familie Tschiep
#1551115
Sentinel2003 hat geschrieben: Mi 28. Okt 2020, 16:35 Tja, das blöde dabei ist, das sich innerhalb von 2 Wochen wohl nicht's drastisch ändern würde...deshalb ja erstmal diese 4 Wochen!

DAS vor allem die Kino's wieder drunter leiden müßen, ist echt fast schon eine riesige Sauerei!! :-. :pensive: :slight_frown: :( :thinking:
Ich glaube, in den 2 Wochen könnte schon der Trendumkehr stattfinden, er wird nur nicht gleich sichtbar. Ein gesittetes Mittagessen in einem Restaurant ist wahrscheinlich besser als wilde Partys im Privatzimmern.

Ich frage mich, wer jetzt umbedingt ein neues Tattoo braucht.
Benutzeravatar
von AlphaOrange
#1551116
Familie Tschiep hat geschrieben: Mi 28. Okt 2020, 16:07Sie sollten es auf 2 Wochen beschränken.
Und vielleicht auf den Ausschank von Alkohol verzichten.
In zwei Wochen bekommst du kaum Inkubations- plus Infektionszeit durch, deshalb ja auch immer der 14-Tage-Verzug bei den Auswirkungen. Dann siehst du nach 14 Tagen noch nix, musst aber entweder die Maßnahmen wieder zurücknehmen oder ohne handfeste Begründung beibehalten. Das ist Käse. Ein Monat ist als Zeitraum schon vernünftig.

So sehr ich die ganzen Einschränkungen unterstütze und im Kern für sinnvoll halte, so sehr fehlen mir einfach mal handfeste Begründungen, warum welche Maßnahme sinnvoll ist. Wenn die Aussage ist, das der Großteil der Infektionen im privaten Kreis und geschlossenen Räumen stattfindet, warum setze ich dann zB strengere Regeln für öffentliche Zusammenkünfte an als für welche im privaten Raum? Warum mache ich Sportvereine dicht und lasse Kirchen offen (wo das doch damals in Südkorea eines der ersten Superspreading Events war)? Wieso halte ich daran fest, 30 Kinder in kleine Klassenräume zu pferchen, verbiete aber, dass die nach der Schule mit zwei Freunden im Park spielen?
Das ist doch mittlerweile das größte Problem an der Sache. Weder die Variation in den Situation noch über die Bundesländer ist in irgendeiner Weise nachvollziehbar.
von Familie Tschiep
#1551119
AlphaOrange hat geschrieben: Mi 28. Okt 2020, 16:45
Familie Tschiep hat geschrieben: Mi 28. Okt 2020, 16:07Sie sollten es auf 2 Wochen beschränken.
Und vielleicht auf den Ausschank von Alkohol verzichten.
In zwei Wochen bekommst du kaum Inkubations- plus Infektionszeit durch, deshalb ja auch immer der 14-Tage-Verzug bei den Auswirkungen. Dann siehst du nach 14 Tagen noch nix, musst aber entweder die Maßnahmen wieder zurücknehmen oder ohne handfeste Begründung beibehalten. Das ist Käse. Ein Monat ist als Zeitraum schon vernünftig.
Ich muss die Wirkung nicht in den Zahlen sehen, es reicht, wenn sie stattfindet. Ich glaube, wir werden ab da schon erste Tendenzen sehen, viele Leute schränken sich schon jetzt ein.

Es kommt auf die Verhältnismäßigkeit an. Ich glaube, die Gerichte werden es sowieso aufheben, weil diese lange Dauer nicht begründet werden kann. Es ist auch nicht gezielt genug. Man kann nicht die ganze Gesellschaft lahmlegen, damit 10 Prozent der Unvernünftigen nicht so viel Schaden anrichten.
Benutzeravatar
von AlphaOrange
#1551120
Familie Tschiep hat geschrieben: Mi 28. Okt 2020, 16:57Ich muss die Wirkung nicht in den Zahlen sehen, es reicht, wenn sie stattfindet. Ich glaube, wir werden ab da schon erste Tendenzen sehen, viele Leute schränken sich schon jetzt ein.
Klar musst du sie in Zahlen sehen. Wie denn sonst? Soll die Kanzlerin sich in 14 Tagen hinstellen und sagen, da die Straßen so schön leer waren, ist jetzt alles wieder gut?
Familie Tschiep hat geschrieben: Mi 28. Okt 2020, 16:57Es kommt auf die Verhältnismäßigkeit an. Ich glaube, die Gerichte werden es sowieso aufheben, weil diese lange Dauer nicht begründet werden kann.
Die Maßnahmen würden schon das ganze Jahr über häufig in Monatsschritten verabschiedet, da ist wenig Neues dran.
Und die Begründung hab ich dir geliefert. Aber hier nochmal mit Zahlen:
Inkubationszeit Covid-19: im Mittel 5 bis 6 Tage, in der 95%-Konfidenz bis 14 Tage
Dauer Krankheitsverlauf: im milden Verlauf bis 14 Tage (über welchen Zeitraum davon infektiös, dazu kann ich gerade nichts sagen)
Das sind in Summe 28 Tage, die du schon abdecken solltest, um die Kontaktketten zu brechen und den Maßnahmeneffekt zu evaluieren.
Benutzeravatar
von Kaffeesachse
#1551121
Immer wenn ich Urlaub habe, ist Lockdown. Dann kostet der wenigstens nichts. :')

Hoffentlich kriegt man die Zahlen in den 4 Wochen runter. Nützt halt dann auch nur wieder eine gewisse Zeit etwa. Am besten, es bleibt ein ganzer Kontinent mal 3-4 Wochen daheim, eigentlich so einfach.
von Familie Tschiep
#1551130
AlphaOrange hat geschrieben: Mi 28. Okt 2020, 17:10
Familie Tschiep hat geschrieben: Mi 28. Okt 2020, 16:57Ich muss die Wirkung nicht in den Zahlen sehen, es reicht, wenn sie stattfindet. Ich glaube, wir werden ab da schon erste Tendenzen sehen, viele Leute schränken sich schon jetzt ein.
Klar musst du sie in Zahlen sehen. Wie denn sonst? Soll die Kanzlerin sich in 14 Tagen hinstellen und sagen, da die Straßen so schön leer waren, ist jetzt alles wieder gut?
Familie Tschiep hat geschrieben: Mi 28. Okt 2020, 16:57Es kommt auf die Verhältnismäßigkeit an. Ich glaube, die Gerichte werden es sowieso aufheben, weil diese lange Dauer nicht begründet werden kann.
Die Maßnahmen würden schon das ganze Jahr über häufig in Monatsschritten verabschiedet, da ist wenig Neues dran.
Und die Begründung hab ich dir geliefert. Aber hier nochmal mit Zahlen:
Inkubationszeit Covid-19: im Mittel 5 bis 6 Tage, in der 95%-Konfidenz bis 14 Tage
Dauer Krankheitsverlauf: im milden Verlauf bis 14 Tage (über welchen Zeitraum davon infektiös, dazu kann ich gerade nichts sagen)
Das sind in Summe 28 Tage, die du schon abdecken solltest, um die Kontaktketten zu brechen und den Maßnahmeneffekt zu evaluieren.
Am höchsten ist man infektiös, wenn man die ersten Symtome erkennt. Ansteckend ist man dann die nächsten sieben Tage, da ist man hoffentlich schon in Quarantäne, so dass es nicht zu Kontaktketten kommen kann.
Die Leute haben sich schon jetzt eingeschränkt.
Benutzeravatar
von AlphaOrange
#1551133
Familie Tschiep hat geschrieben: Mi 28. Okt 2020, 20:31Am höchsten ist man infektiös, wenn man die ersten Symtome erkennt. Ansteckend ist man dann die nächsten sieben Tage, da ist man hoffentlich schon in Quarantäne, so dass es nicht zu Kontaktketten kommen kann.
Das ist ein Nonsens-Argument nach dem Motto "Es gibt keinen Rassismus bei der Polizei, weil Rassismus ja verboten ist".
Wenn jeder, der infektiös ist, ja eh in Quarantäne ist und niemand anstecken kann, dann können wir uns jegliche Maßnahmen klemmen, denn dann löst sich das Problem ja von ganz alleine.
Familie Tschiep hat geschrieben: Mi 28. Okt 2020, 20:31Die Leute haben sich schon jetzt eingeschränkt.
Offensichtlich nicht. Zumindest nicht ausreichend.
von Familie Tschiep
#1551134
Die letzten fünfstelligen Zahlen haben schon einige aufgeweckt, die Verhaltensänderung kann noch nicht sichtbar sein.
Es geht ja erst einmal die Welle zu brechen, das kann schon in 2 Wochen geschehen. In Wales beschränken sie sich auf 2 Wochen.
Benutzeravatar
von Neo
#1551135
Ich finds für die Gastro, den Kulturbereich und alle andere, die ein gutes Hygienekonzept haben, schade. Leider muss ich aber auch sagen, dass viele das nicht so ernst nehmen und man extrem schludrig ist. Wenn ich in letzter Zeit unterwegs war, dann musste ich seltenst einen Zettel ausfüllen, die Leute halten sich zwar an die Maskenpflicht, aber mit dem Abstand hat mans nicht mehr so, im Kino, das mittlerweile wieder gut besucht war, setzen sich viele nicht auf die von ihnen zugeteilten Plätze und diskutieren, wenn man sie drauf anspricht. Maske hatte da übrigens auch kaum jemand auf, obwohl das mittlerweile Anordnung ist. Gefühlt fahren auch alle wieder lustig durch die Gegend und treffen sich mit zig Menschen, es wird umarmt, dicht beieinander gestanden. Sehe nicht, dass sich die Leute selbst einschränken wollen, sondern knallhart ausmerzen, was erlaubt ist.

Ich würde mir mehr Kontrollen und härtere Strafen wünschen plus die Kontaktbeschränkungen. Dafür dann eben Gastro und Co. offen lassen.
Und zwei Wochen, was sollen schon zwei Wochen bringen? In Europa explodieren die Zahlen und das ist auch etwas, was Länder, die bisher gut durchgekommen sind, auffangen müssen. Je mehr Kapazität, desto besser.
Benutzeravatar
von Kaffeesachse
#1551140
Ich lese bei der Gastro immer von Investitionen und Plexiglasscheiben. Also hier nicht. Und hier musste auch nie jemand Zettel ausfüllen. Im September war ich ausnahmsweise mal in einer Gaststätte drin, weil es regnete, da war alles wie immer. Tische komplett besetzt, nebenan eine Feiertafel. Wären die Zahlen damals schon so hoch gewesen, wär ich wohl wieder gegangen.

Aber wir haben ja auch eine Landesregierung, deren Gesundheitsministerin vor 2-3 Wochen noch unumwunden zugab, dass, wenn wir mal ehrlich sind, viele nicht mit einer 2. Welle gerechnet hätte, sie auch nicht (und die Virologen auch nicht - welche befragen die eigentlich?). Und der Ministerpräsident wollte noch mal über die Grenzwerte überhaupt reden. Ja, ja ...
Benutzeravatar
von AlphaOrange
#1551141
Kann Neo und Kaffeesachse leider nur bestätigen. Beim ersten Café-Besuch nach Einführung der Listen bekam ich eine solche vorgelegt. Danach nie wieder. Manchmal lag sie auf dem Tresen herum, hätte nur einen Satz bedurft, darauf hinzuweisen. Tust du's selber kommt ein muffeliges "achja, eh, klar, die Liste ..."
Plexiglas habe ich auch nur einmal erlebt, meistens ist da nix.
Also so leid mir das für die Lokale tut, die sich vorbildlich verhalten: in der Branche strotzt es nur so vor Verweigerern. Da kann ich noch so sehr auf mein Hygienekonzept pochen, wenn das halt fast niemand umsetzt.
Und da das Gesundheitsamt jetzt mit Nachverfolgung überlastet ist, kann man sich verstärkte Kontrollen sowieso in die Haare schmieren. Hätten die Gastro-Verbände sich aber auch mal selbst drum kümmern können.

Für viele Bürger gilt halt dass gleiche: alles, was erlaubt ist, wird ausgereizt. Befolgt wird nur, was Pflicht ist und das auch nur, wenn gerade jemand hinguckt. Hier ist die Mentalität definitiv eine andere als in Frühjahr. Da war das noch nicht so. Da hatten die Leute Angst um sich selbst und haben Rücksicht genommen. Mittlerweile ist die scheißegal-Mentalität wieder da. Mit Appellen und Gottvertrauen auf das Verantwortungsbewusstsein der Leute kommst du da nicht weiter.
von Sentinel2003
#1551155
AlphaOrange hat geschrieben: Mi 28. Okt 2020, 16:45
Familie Tschiep hat geschrieben: Mi 28. Okt 2020, 16:07Sie sollten es auf 2 Wochen beschränken.
Und vielleicht auf den Ausschank von Alkohol verzichten.
In zwei Wochen bekommst du kaum Inkubations- plus Infektionszeit durch, deshalb ja auch immer der 14-Tage-Verzug bei den Auswirkungen. Dann siehst du nach 14 Tagen noch nix, musst aber entweder die Maßnahmen wieder zurücknehmen oder ohne handfeste Begründung beibehalten. Das ist Käse. Ein Monat ist als Zeitraum schon vernünftig.

So sehr ich die ganzen Einschränkungen unterstütze und im Kern für sinnvoll halte, so sehr fehlen mir einfach mal handfeste Begründungen, warum welche Maßnahme sinnvoll ist. Wenn die Aussage ist, das der Großteil der Infektionen im privaten Kreis und geschlossenen Räumen stattfindet, warum setze ich dann zB strengere Regeln für öffentliche Zusammenkünfte an als für welche im privaten Raum? Warum mache ich Sportvereine dicht und lasse Kirchen offen (wo das doch damals in Südkorea eines der ersten Superspreading Events war)? Wieso halte ich daran fest, 30 Kinder in kleine Klassenräume zu pferchen, verbiete aber, dass die nach der Schule mit zwei Freunden im Park spielen?
Das ist doch mittlerweile das größte Problem an der Sache. Weder die Variation in den Situation noch über die Bundesländer ist in irgendeiner Weise nachvollziehbar.

Tja, DAS ist ja gerade die absolute Krux dabei, warum die Kultur wieder mal vollständig abgeschaltet werden muß!! :relieved: :grimacing: Unglaublich!!


@Neo:
nein, das kann so keinesfalls stimmen, dass viele das angeblich nicht Ernst nehmen! In meinem Stamm Kino wurde penibelst (!!!) darauf geachtet, dass JEDER seine Daten auf Papier aufschreibt und ab gibt!! In dem Krankenhaus Cafe, gegenüber dem Friedhof wo meine Großeltern, mein Vater und meine Schwester liegen ist es genauso "streng": bevor nicht JEDER, der da rein gehen möchte, dieses Blatt ausgefüllt hat, gibt es kein Rein kommen!



-------------------------------------------------------------------


Hier noch ein Video von Til Brönner, reingestellt auf facebook von Silke Bodenbender: ein Appell zu Rettung der Kultur Branche!


https://www.facebook.com/Silke-Bodenben ... 686563748/
Benutzeravatar
von Neo
#1551156
Sentinel2003 hat geschrieben: Do 29. Okt 2020, 12:45@Neo:
nein, das kann so keinesfalls stimmen, dass viele das angeblich nicht Ernst nehmen! In meinem Stamm Kino wurde penibelst (!!!) darauf geachtet, dass JEDER seine Daten auf Papier aufschreibt und ab gibt!! In dem Krankenhaus Cafe, gegenüber dem Friedhof wo meine Großeltern, mein Vater und meine Schwester liegen ist es genauso "streng": bevor nicht JEDER, der da rein gehen möchte, dieses Blatt ausgefüllt hat, gibt es kein Rein kommen!
Bei den meisten Kinos musst dus sogar online eintragen, heißt aber nicht, dass sich die Leute an die Regeln halten und wahrheitsgemäß die Zettel ausfüllen oder die Sitzordnung einhalten.
Und im Krankenhauscafe wäre es ja noch schöner, wenn man da nicht penibel drauf achten würde. Bei uns wurde sogar Fieber gemessen und man darf nicht länger als eine Stunde dort verweilen.

Teile der Gesellschaft arbeiten eben nicht wirklich mit. Z.B. Leute, die sich weigern die App zu installieren, sich dann aber beschweren, wenn Kinos und Co. schließen. :thinking:
  • 1
  • 9
  • 10
  • 11
  • 12
  • 13
  • 14