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BeitragDi 2. Jan 2018, 13:29 
Inventar
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USS Callister
Jesse Plemons ist klasse, aber insgesamt hat mich die Premiere etwas kalt gelassen. Das Ende will nicht wirklich funktionieren, wieder endet es auf einer positiven Note, im Gegensatz zu San Junipero aber ohne jedwede Tiefe.

Arkangel

Auf der einen Seite eine sehr gute Episode, auf der anderen aber auch ein Anzeichen dafür, dass Black Mirror hier die Puste ausgehen könnte. Zwar wurde die Technologie in einen neuen Kontext gesetzt und deswegen einen interessanten Mehrwert geboten, aber nichtsdestotrotz hat es sich wie erneut durchgekautes Material angefühlt.

Crocodile
Hat mir nicht wirklich gefallen. Und mehr weiß ich auch kaum zu sagen. Ziemlich vergessenswerte Geschichte mit einem leidlich interessanten Twist, die alleine durch ihr einigermaßen schockierendes Ende ein Lebenszeichen von sich gibt.

Uhm, ich hoffe die zweite Staffelhälft holt auf.


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BeitragMi 3. Jan 2018, 18:42 
Fernsehboss
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Ich kann die negative Stimmung hier noch ganz nachvollziehen. Mich haben die erste 3 Folgen der neuen Staffel sehr gut unterhalten, was erst einmal das wichtigste ist. Da gab es in früheren Staffel dagegen manch Folge, wo ich gegen den Schlaf ankämpfen musste.

Das in der ersten Folge etwas arg mit Unlogiken gespielte wurde, habe ich beim direkten Schauen überhaupt nicht bewusst wahrgenommen, denn wenn mich eine Folge fesselt, sitze ich nicht permanent analysierend vor dem Fernsehr und mache mir die Folge damit kaputt, alles auseinander zu nehmen.

Folge 2 und 3 hatten durchaus Elemente die man schon einmal in ähnlicher Form in der Serie gesehen hatte, aber die Geschichte war jeweils neu und in meinen Augen auch spannend und gerade in Folge 2 auch sehr nachdenklich erzählt.

Die restlichen 3 Folgen werde ich kommendes Wochenende schauen.


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BeitragDo 4. Jan 2018, 10:01 
Chefposter/in
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USS Callister
Eine gut gemachte Folge, mit einer leider sehr löchrigen Prämisse. Black Mirror spielt normalerweise gerne mit Technologien, die ein oder zwei Schritte in der Zukunft liegen, aber so nah sind, dass sie sich schockierend glaubwürdig anfühlen. Das ist hier leider gar nicht der Fall. Die "sentient digital clones" als hackaware sind einfach so, so weit weg, dass es für mich manchmal schwer war ganz mit zu laufen.
Gut gefallen hat mir Ted's future wife's performance, die hier mit ihrem likeable dork Archetyp begann, aber schnell einiges mehr zeigen durfte. Jesse Plemmons ist sowieso ein phänomenaler Bösewicht. Alles in allem eine gute Episode, die aber nicht ganz so sattelfest war, wie viele andere Folgen.

Arkangel
Vermutlich eine der schlechtesten Episoden der Serie. Definitiv unterstes Drittel. Da wurde aus der ohnehin schon müden Prämisse wenig rausgeholt und das Ende machte sich auf einem, für BM Verhältnisse sehr billigen, "Schockende" fest.

Crocodile
Leider ähnlich wie Arkangel ein relativ müder Aufguss bekannter BM Elemente. Die Folge war um einiges spannender und interessanter, aber letztlich in ihren Themen und Zukunftsvisionen gleich dünn.

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Alle von ultimateslayer getroffenen Aussagen geben die aktuelle Meinung des Verfassers bzw. der Verfasser wieder und stellen nicht notwendigerweise die empirische Wahrheit - sofern existent - dar.


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BeitragDo 4. Jan 2018, 16:02 
Fernsehboss
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Auf der einen Seite kritisierst du, dass die Zukunftsvision in USS Callister nicht wirklich greifbar ist und dann im Gegenzug bemängelst du beiden anderen Folgen würden nicht weit genug gehen? Was wäre denn für dich das Mittelmaß?

Es gab doch auch schon frühere Folgen, wo Seelen transportiert wurden oder ganz simple Technologie-Visonen aufgegriffen wurden, die man dann aber in einem interessanten Kontext thematisiert hatte. So ähnlich fand ich es auch diesmal. Gerade die Arkangel Episode fand ich thematisch ziemlich stark, da die Überwachung durchaus ein aktuelles Thema ist. Hier hat man gut gezeigt wie das außer Kontrolle geraten kann, wie in dem Fall das Kind in der Entwicklung stark beeinflußt und schlussendlich die Beziehung zu der Mutter dadurch zu Nicht gemacht wird. Ganz starkes Thema, wo ich mich eigentlich zu keiner Zeit gelangweilt habe. Da hatte ich schon andere Episoden, die deutlich mühevoller waren bis zum Ende durchzuhalten.

Ich habe gestern übrigens doch noch die letzten 3 Folgen gesehen. Das Finale war hier nochmal ein absolutes Highlight, Folge 5 dagen die deutlich schlechteste Folge der Staffel und auch Overall auf einem sehr niedirgen Niveau. Folge 4 fand ich bis zum Finale hin sehr interessant, aber dann hat man den Twist nicht wirklich sauber zu Ende gebracht. Hier hätte ich mir etwas anderes erhofft.

Aber 4-5 von den 6 Episoden haben mir durchaus gefallen. Guter Schnitt.


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BeitragDo 4. Jan 2018, 18:05 
Chefposter/in
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Florence hat geschrieben:
Auf der einen Seite kritisierst du, dass die Zukunftsvision in USS Callister nicht wirklich greifbar ist und dann im Gegenzug bemängelst du beiden anderen Folgen würden nicht weit genug gehen? Was wäre denn für dich das Mittelmaß?

Ich habe doch gar nicht bemängelt, dass Ep.2 und 3 nicht weit genug gehen. :|
Arkangel hat eine relativ öde Prämisse, mit einem total billigen Finale. Dass die Tochter plötzlich im Affekt ihre Mutter niederschlägt, fand ich total unglaubwürdig. Ähnlich wie das kaltblütige Abschlachten einer ganzen Familie in Crocodile auch nicht wirklich aus glaubwürdiger Charaktermotivation heraus entstand, sondern hauptsächlich wie ein billiger Versuch wirkte, die Zuseher zu schocken.
Und auch thematisch fand ich die beiden Folgen eher schwach. Ich finde nicht, dass Arkangel etwas besonders interessantes zum Thema gesagt hat. Helicopter Parenting kann schief gehen ist jetzt nicht gerade eine weltbewegend neue These. Und Crocodile hat meiner Ansicht nach tatsächlich gar nichts über Technologie ausgesagt. Außer dass es schwerer wird ein Serienkiller zu werden und damit davon zu kommen :lol: :lol: .

Allem Gemecker zum Trotz:
Hang the DJ
Eine der Top 3 oder 5 Episoden der Serie. Auf jeden Fall auf einer Stufe mit San Junipero und The Entire History of You, für mich persönlich tendenziell sogar besser. Einzig Be Right Back würde ich definitiv noch drüber einordnen. Die Prämisse war für mich schon bei den Trailern die Interessanteste und ich bin froh, dass sie auch in der Umsetzung so gut funktionierter. Die Liebesgeschichte war sehr glaubwürdig und das Ende ein wunderschöner WTF-Moment, der gleichzeitig sehr überraschend, aber total verdient war. Großartig.

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BeitragDo 4. Jan 2018, 18:49 
Fernsehboss
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Du hattest davon gesprochen, dass die Zukunftsvisionen dünn waren, das habe ich dann so gedeutet, dass dir das in den beiden Fällen nicht weit genug ging.

Ob die Folgen bei Arkangel nun übertrieben waren oder nicht, kann man sehen wie man will. Ich fand es sehr passend, gerade im Bezug darauf, dass die Mutter ihrer Tochter durch den Parental Filter den Bezug zu Gefahren, Gewalt, usw. in der Entwicklungsphase völlig genommen hat und die Tochter dann auf einmal mit Reizüberflutungen konfrontiert wurde. Für mich hat das durchaus gepasst, besonders als dann der Filter in der Situation wieder eingeschatet war.

Ähnlich bei Crocodile, wo die Geschichte einfach konsequent erzählt wurde. Natürlich war das ein Megaschocker am Ende, aber es passte zur Story und der Entwicklung des Charakters.

Ich mein, Black Mirror startete damit dass ein Mann ein Schwein fickt, also irgendwo sollte man vielleicht mal die Relationen überdenken, mit der kritisiert wird.

Mich wundert aber dass du den Twist von Hang the DJ so bejubelst, den ich hingegen als äußerst langweilig empfand. Hier hätte ich mir eine andere Auflösung gewünscht. Die letzten Minuten ab dem Zeitpunkt wo beide ihren finalen Partner bekommen sollten, passte für mich von der Atmosphäre überhaupt nicht zum Rest, hat mich teilweise arg rausgerissen.


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BeitragDo 4. Jan 2018, 18:53 
Chefposter/in
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Zitat:
Ich mein, Black Mirror startete damit dass ein Mann ein Schwein fickt, also irgendwo sollte man vielleicht mal die Relationen überdenken, mit der kritisiert wird.

Die Aussage verstehe ich leider überhaupt nicht. Wo ist da für dich der Zusammenhang mit meiner Kritik an Arkangel und Crocodile? Kannst du das vielleicht ein bisschen konkretisieren?

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BeitragFr 5. Jan 2018, 16:17 
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Bisher fand ich die Staffel okay. Wirklich gut hat mir aber nur Folge 1 gesehen. 2 und 3 fand ich dann nur solala. Bei Arkangel kann ich mich da weitestgehend dem anschließen, was der ultimative Jäger geschrieben hat.

Edit:

So hab die letzten zwei Folgen durch. Folge 4 und 5 fand ich dann wieder relativ gut. Die Vorstellung irgendwie im Geist von jemandem zu sitzen und alles mitzuerleben, finde ich mega gruslig :mrgreen: .

Dennoch gefiel mir die Staffel davor besser. Die Episoden in Season 4 haben nicht ganz so meinen Geschmack getroffen und waren mir dann doch etwas zu nahe beieinander.
Folge 1 und 5, mit dieser digitialen, empfindenen Mind-Copy und auch Arkangel/Crocodile mit dieser "alles was man sieht, sieht auch jemand anders"-Geschichte (zumal das Aufnehmen und Zurückspulen der Erinnerungen schon mal in einer Episode in Staffel 1 vorkam), ist mir einfach too much in dieselbe Richtung.

Dennoch liebe ich diese Dystopiegeschichten einfach so sehr und freue mich, dass die Staffel dieses Mal auch wieder 6 Folgen zu bieten hat.

7/10

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There's a reason you separate military and the police. One fights the enemies of the state, the other serves and protects the people. When the military becomes both, then the enemies of the state tend to become the people. -William Adama-


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BeitragFr 5. Jan 2018, 21:56 
Inventar
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4x02 - Arkangel
Von der Prämisse her 1A Black-Mirror-Material: Überwachungsstaat trifft Helikopter-Eltern. Leider verrennt sich die Folge beim letzten Zeitsprung völlig. Ich fand den psychologischen Aspekt viel interessanter: Was wird aus einem Menschen, dem man wesentliche Teile des Alltags wegblendet? Wie entwickelt jemand ein emotionales Verständnis, wenn man ihn den unangenehmen Emotionen schützt - und dann auch noch so, dass er's klar mitbekommt? Das war für mich der interessante Teil der Folge und der fällt mit dem Abschalten des Implantats leider auseinander und es gibt stattdessen eine müde Überwachungsstory. Der Wahrnehmungsfilter spielt ja sogar gar keine Rolle mehr. Als er ganz am Ende nochmal aktiviert wird ist das kaum mehr als ein müder Gimmick.
Schade drum, da hätte man echt mehr draus machen können.

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BeitragSo 7. Jan 2018, 00:14 
Inventar
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4x03 - Crocodile
Hach. Als jemand, der letzten Sommer zwei wunderbare Wochen in Island verbracht hat, bringt die Episode einige Erinnerungen hoch. So viel Schnee lag im Juni allerdings nicht.
Macht die Episode leider nicht besser. Das war einfach ein 08/15-Krimi, den man genauso auch einfach mit klassischer Ermittlungsarbeit statt Zukunfts-Tech hätte erzählen können. Die trägt nämlich genau gar nichts zur Folge bei außer einem albernen Schlusstwist, der dem völlig widerspricht, was die 50 Minuten zuvor etabliert wurde. Dazu zieht sich die Episode enorm bis die Ermittlerin bei Mia landet, was ja schon in dem Moment absehbar ist, als das erste Mal das Gerät ausgepackt wird.
Für BM-Verhältnisse leider ziemlich enttäuschend.

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BeitragSo 7. Jan 2018, 12:14 
Chefposter/in
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Metalhead
Gut gemachte Genre-Übung allá Terminator Salvation, aber leider auch nicht viel mehr. Spannend zum anschauen und ausgezeichnet umgesetzt, aber es hat mir jetzt auch keine neuen Einsichten in Technologie und Zukunftsdenken gegeben.

Black Museum
White Christmas 2.0. Nicht ganz so genial wie die Jon Hamm geführte Kurzfilmsammlung, aber ein ebenfalls extrem gelungenes Sammelsurium an spannenden Einzelideen, die wohl nicht ganz für eine eigene Folge gereicht haben. Neben Hang the DJ das Highlight der Staffel.

Gesamtfazit:
Alles in allem würde ich diese Staffel vor der ersten Netflix-Runde ansiedeln. Die Tiefen waren zwar etwas tiefer als im letzten Jahr (besonders Arkangel, aber auch Crocodile waren nicht sonderlich gut), aber mit Hang the DJ und Black Museum gab es für mich auch zwei instant classics, die ich definitiv zu den Topfolgen der Serie zähle.

Mein Einzelfazit:
USS Callister 8/10
Arkangel 6.5/10
Crocodile 7/10
Hang the DJ 9.5/10
Metalhead 8/10
Black Museum 9/10

Ergibt eine Gesamtwertung von 8/10

Mein komplettes Serienranking ist damit wie folgt:

versteckter Inhalt:
S02 E01 · Be Right Back
S02 E04 · White Christmas
S04 E04 · Hang the DJ
S04 E06 · Black Museum
S03 E04 · San Junipero
S01 E03 · The Entire History of You
S01 E01 · The National Anthem

Danach kommt eine größere Pause und:

S03 E01 · Nosedive
S03 E02 · Playtest
S04 E01 · USS Callister
S03 E03 · Shut Up and Dance
S03 E06 · Hated in the Nation
S02 E02 · White Bear
S02 E03 · The Waldo Moment
S01 E02 · Fifteen Million Merits
S04 E05 · Metalhead
S03 E05 · Men Against Fire
S04 E03 · Crocodile
S04 E02 · Arkangel


Wobei die untere Hälfte großteils je nach Tagesverfassung durchgemischt werden kann. Aber die letzten 3 sind definitiv die schlechtesten 3.

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BeitragMo 8. Jan 2018, 00:13 
Inventar
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4x04 - Hang The DJ
Herausragende Folge. Schneidet eine ganze Menge interessanter Themen aus Sozialkritik bis Technologie an ohne in irgendeiner Art und Weise wertend zu sein (Diktat der Algorithmen, Banalisierung von Beziehung und Sexualität, Simulationshypothese), hat sympathische Charaktere, denen man ein Happy End gönnt, stellt vom Beginn an in Form der großen Mauer ein Mysterium in den Hintergrund und endet mit einem starken und durchaus sinnigen Twist.
Lässt für mich auch USS Callister im Rückblick nochmal mieser dastehen, weil das Thema Simulation hier einfach viel, viel besser umgesetzt ist.

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BeitragMi 10. Jan 2018, 10:20 
Volontär/in
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Also ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Serie durch die "Amerikanisierung" leidet. Ich habe immer stärker so ein "Outer Limits" Feeling.
Diese Staffel fand ich auf jeden Fall schwächer, als die vorhergehenden... was natürlich auch an der hohen Erwartungshaltung liegen kann.

Episode 1 - Callister
Wenn man mal darüber hinwegkommt, dass in einer Genprobe scheinbar auch die Erinnerungen gespeichert sind, dann war die Episode gut gemacht, vor allem Plemons und Mili...äh Teds Frau waren klasse. Aber vom Verlauf ziemlich vorhersehbar. 7/10

Episode 2 - Arkangel
Die Prämisse war nicht uninteressant, aber die Umsetzung fand ich schwach. Diese Episode hätte mit dem schlechten Schlusstwist problemlos auch bei Outer Limits dabeisein können. 5/10

Episode 3 - Crocodile
Der Ausflug ins Krimigenre war gut gelungen und umgesetzt. Die tragische Eskalation passte toll in die eisige Landschaft. 7/10

Episode 4 - Hang the DJ
Fand ich jetzt lediglich durchschnittlich. Weder die Lovestory, noch die (vorhersehbare) Auflösung konnte mich so richtig packen. 5/10

Episode 5 - Metalhead
Ebenso war die Horrorepisode auch nur durschnittlich. Uns wurde ja nichts erklärt, aber auch die Figuren wirkten etwas planlos angesichts der postapokalyptischen Welt. Aber vor allem die Auflösung um das Paket fand ich sehr unbefriedigend. 5/10

Episode 6 - Black Museum
Der totale Tiefpunkt dieser Staffel und der ganzen Reihe. Weder die "übriggebliebenen" Stories noch die Rahmenhandlung um den Museumsbesitzer waren auf Black Mirror Niveau. Das hätte eher zum Cryptkeeper gepasst. 3/10


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BeitragFr 12. Jan 2018, 23:48 
Inventar
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4x05 - Metalhead

Ich war gerade drüber bei Serienjunkies schon etwas erschrocken über die Kommentare zur Folge und hier nun ehrlich gesagt wieder, dass sie als so substanzlos angesehen wird. Für mich ich Metalhead die brutalste und drängendste Technologie-Kritik, die Brooker bislang abgeliefert hat. Waren die vorherigen Folgen hauptsächlich zu abgedreht (wie in USS Callister), harmlos (Hang the DJ) oder weit weg von der Gegenwart (Arkangel), so ist er hier beim Thema Autonome Waffen beängstigend eng am Puls der Zeit. Wir sind sehr nah dran, so etwas zu bauen und Black Mirror zeigt, wie das Kräfteverhältnis zwischen Mensch und Maschine dann aussehen wird: nicht gut für den Menschen.
Von der Botschaft abgesehen ist Metalhead einfach toll inszeniert, das Schwarz-Weiß ist effektiv und der Robodog ist makellose Effektarbeit.
Zu Beginn der Folge hatte ich ein paar Probleme, da ich den Eindruck hatte, dass mir einfach ein bisschen Filmwissen fehlt, um zu verstehen, welcher Stil hier referenziert wird (hinzu kamen da nämlich noch die furchtbar künstlichen Greenscreen-Autoszenen), letztendlich für mich dann aber doch die bis dato stärkste Folge der Staffel.

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BeitragSa 13. Jan 2018, 00:04 
Chefposter/in
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Metalhead hat mir am Anfang überhaupt nicht gefallen und zum Ende der Episode hin fand ich es dann richtig stark :oops: Für mich funktioniert das also gut. Ein bisschen das Gegenteil von Hang the DJ, das ich am Anfang sehr spannend fand, sich dann aber schnell abgenutzt hat/zu oberflächlich geblieben ist.

Black Museum ist aber mein Favorit, ich mag diesen «Geschichten aus der Gruf»-Charme :mrgreen: USS Callister hingegen fand ich nur albern, insgesamt nicht gut durchdacht und zum Ende raus dann auch viel zu weichgespült :|

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Nicht weinen, kleiner Mann …


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BeitragSa 13. Jan 2018, 08:07 
Fernsehboss
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AlphaOrange hat geschrieben:
Ich war gerade drüber bei Serienjunkies schon etwas erschrocken über die Kommentare zur Folge und hier nun ehrlich gesagt wieder, dass sie als so substanzlos angesehen wird. Für mich ich Metalhead die brutalste und drängendste Technologie-Kritik, die Brooker bislang abgeliefert hat.

Eine ernsthafte Kritik konnte ich aus der Folge nicht herausziehen. Ich kann die negativen Reaktionen durchaus verstehen, da wie beschrieben auch für mich das die schlechteste Folge der Staffel war. Der Zuschauer wird hier in eine Szene geworfen, die über die gesamte Folge keinerlei Aufarbeitung bietet. So kann man sich auch nur wenig mit den Charakteren und deren Situation auseinandersetzen. Mir war es völlig egal ob Robo-Dog die Frau am Ende nun killt oder nicht. Es war ein nettes Katz- und Mausspiel, die wie du richtig sagst eine durchaus greifbare technologishe Zukunftsvision aufzeigt (zumindest was die reine Technik, jedoch wohl kaum die KI betrifft), aber die darum gestrickte Story war völlig substanzlos und löste bei mir kein nachdenkliches Empfinden darüber aus, mich gegen diese Art der Entwicklung zur Wehr zu setzen. Mich hat beim schauen der Folge mehr der postapolalyptische Zustand interessiert und was die Ursache dafür war. Wenn hier wirklich lediglich die Roboter sich gegen die Menscheit gerichtet haben, wäre es am Ende halt auch nur ein Terminator-Abklatsch, der praktsich 1:1 schon vor Jahren auf großer Leinwand thematisiert wurde. Aber da die Folge sich eben auf die Jagd versteift, bleibt auf der Metaebene nich viel übrig, womit der Zuschauer arbeiten könnte, um sich mit einer angsteinflößenden Zukunftsvision kritisch auseinandersetzen zu können. Da reißen es auch nicht die Teddybären am Ende raus, die die ganze Folge eher noch subtiler erscheinen lassen.

Hinzu kamen noch ein paar wirkliche Facepalm-Momente, die so offensichtlich waren, dass man nicht darüber hinwegsehen konnte und mich doch stark aus der Welt rausgerissen haben. Allein die Szene wo sie auf dem Baum lungert und darauf wartet dass die Energie vom Robo-Dog zu Ende geht. Mag sein dass ich zwischenzeitlich weggenickt bin und daher etwas nicht mitbekommen habe, aber wieso beschäftigte sie den Robo-Dog nicht permanent, um die Energie zu leeren, anstatt ständig zu warten bis er wieder in den Standby-Modus gefahren ist? Zum anderen warum hat sie nicht einfach den Robo-Dog, als dieser keine Energie mehr hatte, mit irgendwas abgedeckt, damit er sich nach Sonnenaufgang nicht wieder durch Solarenergie aufladen kann? Das machte eben alles den Eindruck, dass man hier künstlich Spannung erzeugen wollte, damit die Folge weitergehen konnte.


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BeitragSa 13. Jan 2018, 12:22 
Inventar
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Florence hat geschrieben:
Mir war es völlig egal ob Robo-Dog die Frau am Ende nun killt oder nicht.

Ist es auch. Und es war von vornherein klar, dass das passieren wird.

Florence hat geschrieben:
Es war ein nettes Katz- und Mausspiel, die wie du richtig sagst eine durchaus greifbare technologishe Zukunftsvision aufzeigt (zumindest was die reine Technik, jedoch wohl kaum die KI betrifft)

Die KI war eigentlich schon relativ realistisch.
Der Dog läuft Trackern, Spuren, ner Art Radar und Geräuschen hinterher (hört aber offenbar eher schlecht), das hat erstmal wenig mit Intelligenz zu tun. Die Steuerungstechnik, die so einen Vierbeiner durch unwegsames Gelände führt, gibt es bereits (entwickelt vom Militär). Intelligente Waffensysteme und Zielerkennung: kein Problem. Es bleiben Kleinigkeiten wie die Autoverfolgung oder dass der Robodog seine kaputte Gliedmaße mit dem Messer aufrüstet.
Nachdem er durch die Farbe geblendet wurde verhält sich der Dog hingegen ja schon eher dumm.

Florence hat geschrieben:
Mich hat beim schauen der Folge mehr der postapolalyptische Zustand interessiert und was die Ursache dafür war.

Finde ich für das, was man erzählen wollte ziemlich irrelevant. Ein außer Kontrolle geratenes Militärexperiment? Angriff einer feindlichen Macht? Waffen, die von der Regierung gegen die eigene Bevölkerung gerichtet werden?
All das ändert nichts an der Kritik. Es geht nicht darum, vor Experimenten zu warnen oder vor ausländischen Invasoren, sondern vor der Technik selbst.

Zitat:
Da reißen es auch nicht die Teddybären am Ende raus, die die ganze Folge eher noch subtiler erscheinen lassen.

Die hätte man in der Tat auch einfach weglassen können. Da brach wohl der Zwang nach einem BM-typischen Twist durch.

Zitat:
Hinzu kamen noch ein paar wirkliche Facepalm-Momente, die so offensichtlich waren, dass man nicht darüber hinwegsehen konnte und mich doch stark aus der Welt rausgerissen haben. Allein die Szene wo sie auf dem Baum lungert und darauf wartet dass die Energie vom Robo-Dog zu Ende geht. Mag sein dass ich zwischenzeitlich weggenickt bin und daher etwas nicht mitbekommen habe, aber wieso beschäftigte sie den Robo-Dog nicht permanent, um die Energie zu leeren, anstatt ständig zu warten bis er wieder in den Standby-Modus gefahren ist?

Hab das etwas anders interpretiert. Die Menschen dort scheinen die Dogs ja gut zu kennen. Bella weiß, dass der Dog irgendwann in den Schlafmodus wechseln muss. Sie prüft lediglich (mit dem spärlichen Wurfgut, das sie hat) in regelmäßigen Abständen, wann es soweit ist.
Und ja, es wäre äußerst clever gewesen, den Hund abzudecken, einzubuddeln oder zu ertränken. Aber vielleicht hat der auch Notroutinen, die anspringen, wenn er sabotiert wird.
Auch etwas seltsam: Wenn der merkt, dass ihm der Saft ausgeht, wieso ruft er keinen seiner Kollegen herbei? Das Ende zeigt ja, dass die offenbar alle vernetzt sind.

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BeitragSa 13. Jan 2018, 13:25 
Fernsehboss
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AlphaOrange hat geschrieben:
Finde ich für das, was man erzählen wollte ziemlich irrelevant. Ein außer Kontrolle geratenes Militärexperiment? Angriff einer feindlichen Macht? Waffen, die von der Regierung gegen die eigene Bevölkerung gerichtet werden?
All das ändert nichts an der Kritik. Es geht nicht darum, vor Experimenten zu warnen oder vor ausländischen Invasoren, sondern vor der Technik selbst.

Aber was wollte man denn erzählen? Eine Story gab es doch nicht wirklich. Die Warnung als solches vor der Technik ist schön und gut, aber gerade in diesem Bezug ist doch eben seit spätestens Terminator für viele dieses Thema durchaus geläufig und wurde in so unzähligen anderen Filmen und Serien schon aufgegriffen, dass ich hier nun wirklich nichts interessantes mehr für mich herausziehen konnte. Die Technik selbst mag nicht weit entfernt sein, diese apokalypische Welt jedoch, umso mehr. Deswegen stellten sich mir eher Fragen zu der Welt an sich, als Angst vor der Technik zu bekommen.


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BeitragSo 14. Jan 2018, 16:10 
Inventar
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4x06 - Black Museum

Fühlte mich an die 90er Twilight Zone oder die Anthologie-Folgen von Futurama erinnert. Nicht nur wegen der Episodenstruktur, sondern insbesondere auch weil es extrem cheesy war - inbesondere das erste Segment, das von geradezu absurdem Overacting gezeichnet war. Und der Twist des zweiten Segments hatte halt wirklich eher Twilight-Zone-Niveau statt Black Mirror. Insgesamt eine nette Ansammlung an Schauermärchen und vielen schönen Verweisen auf frühere Episoden, getragen von einer Handvoll toller Darsteller.

Insgesamt eine relativ schwache Staffel, wobei es die ersten drei Folgen waren, die den Gesamteindruck runterzogen, während der Rest auf ordentlichem Niveau war.

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BeitragMi 17. Jan 2018, 22:50 
ehemals DarkGiant
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Ich habe vor wenigen Tagen zum ersten Mal eine Black Mirror-Folge gesehen - und bin nun mit allen durch :mrgreen:

Keine Ahnung, warum ich so lange gewartet habe. Wahrscheinlich hat es mich abgeschreckt, dass es nicht um eine fortlaufende Story geht, normalerweise mag ich das nicht. Aber BM ist natürlich in weiten Teilen großartig, faszinierend und auch erschreckend.

Möchte mich auch mal an einem Folgenranking probieren, auch wenn das sicher alles andere als einfach ist.

3x04 San Junipero (Ich bin da beim Mainstream. Die Folge war einfach ein Gesamtkunstwerk. Ich brauche beileibe nicht ständig versöhnliche Enden, aber hier tat es einfach gut. Groß.)
2x01 Be Right Back
2x04 White Christmas
3x03 Shut up and Dance
1x03 The Entire History of You (ich fand die ersten 20 Minuten wirklich schleppend, aber danach war es überragend)
3x06 Hated in the Nation
4x04 Hang the DJ
1x02 15 Million Merits
4x01 USS Callister (ich kann die Kritik an der Folge nachvollziehen. Für mich wars auch nicht wirklich Black Mirror-Like, aber es war mir in dem Fall egal, weil ich mich super unterhalten fühlte)
1x01 The National Anthem
4x06 Black Museum
3x01 Nosedive
2x02 White Bear
3x05 Men Against Fire
4x02 Arkangel (Find die Prämisse der Folge eigentlich echt interessant, aber hier wurde viel liegen gelassen. Und ich konnte das Ende nicht wirklich abkaufen).
4x05 Metalhead (Ich kann Alphas Argumentation, wieso die Folge so wichtig und gut war, absolut verstehen und bin da komplett bei ihm. Es hat mich aber trotzdem während der 40 Minuten nicht wirklich gecatcht).
2x03 The Waldo Movement
3x02 Playtest
4x03 Crocodile (mit riesigem, riesigem, riesigem Abstand)

Teilweise ist eine Einreihung wirklich sehr schwer, ich würde mal sagen, dass ich alles bis 15 Million Merits überragend fand. Von USS Callister bis White Bear hat mich weiterhin jede Folge hervorragend unterhalten. Wirklich schwach fand ich nur die letzten drei Folgen mit einem unschlagbaren Spitzenreiter.

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„90 Prozent des Lebens eines Fußballfans bestehen aus Demut, Leiden und Verzweiflung. Aber für die anderen zehn Prozent lohnt es sich, immer wieder zu kommen!“ (Nick Hornby)


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