US-Fernsehen (inklusive Season- und Pilot-Reviews), britisches Fernsehen etc.
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von redlock
#1562583
Girls5Eva -- Staffel 2 (Peacock)

8 Folgen; Laufzeit jeweils knapp 30 Minuten

Auch die zweite Staffel hat ein paar gute Momente um die Girl Group aus den 1990zigern, die nun ein Comeback versucht. Dazu einen hübschen running gag (Goldsberry's Perücken), einen tollen visuellen und einen netten Insidergag (die erste Zeile des Refrains von Bareilles' Hitsingle). Insgesamt fand ich die Staffel aber unausgeglichen, und das Thema ''starke Frauen'' nervt zuweilen, weil sie mit dem Holzhammer vorgehen.
Leidlich unterhaltsam. Kann man sich an tun, muss man aber nicht. Für S2: 6,5/10


Miss Fisher's Modern Murder Mysteries -- Staffel 2 (Acorn, Australien)

8 Folgen, Laufzeit jeweils etwa 45 Minuten

Man hat das Konzept etwas geändert. Statt 4 Fälle in 8 Folgen (bzw. 4 Fälle in TV-Filmlänge) ist es nun ein Fall pro Folge. Dazu die persönlichen Verwicklungen und der Beziehungsstress der Kernmannschaft.
Ist ein solides crime procedural. Allerdings fehlt auch in Staffel 2 der Charme, den die Mutterserie hat.

Für S2: 6/10
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von AlphaOrange
#1562605
The Wilds S2
Mir war schon klar, dass es nach S1, die ich vor allem für ihr filigranes Story-Puzzle bewunderte, schwierig werden wird, auf gleichem Level fortzusetzen und leider hat sich das auch bewahrheitet. Wenn auch etwas anders als erwartet.
Punkt 1: die Jungs. Hier treffen meine Erwartungen ziemlich gut zu. Die Jungs bringen wenig Neues in die Story. Es sind viele Stereotypen, von denen sich für mich mit Kirin gerade mal ein einziger ein Profil erarbeiten konnte. Es wird bis auf ein zentrales Ereignis aber auch nicht viel Zeit verwendet, Flashbacks sind eher Mangelware und warum man mit Raf ausgerechnet die farbloseste Figur so featured, dann aber so gar nichts mit ihm anzufangen weiß, verstehe ich überhaupt nicht.
Punkt 2: Story-Puzzle war einmal. Bis auf das "Day-15-Event", das dann erzählerisch überhaupt nicht vorbereitet wird, gibt es keine interessanten Rätsel. Bei den Mädels ist völlig die Luft raus. Leah legt völlig grundlos ihre Skeptiker-Rolle ab, stattdessen gibts ne Geburtstagsparty und Toni und Shelby beim Rummachen. Die Zukunftsszenen haben genau dasselbe Problem: man kann die Leah-Story kaum weitertreiben ohne den Plot zu sprengen, daher passiert einfach ziemlich wenig.
Punkt 3, mit dem ich eher nicht gerechnet hatte: Am Ende fühle ich mich regelrecht getrollt. Spätestens in der letzten Folge macht The Wilds einfach einen Tableflip seiner Mythologie und wirft dem Zuschauer irre kichernd irgendwelchen Evil Plan Unfug ins Gesicht und schert sich nicht mehr um seine eigenen Andeutungen und Hinweise*. Ich war schon überzeugt, dass gleich alles als Fiebertraum eines der Mädchen entlarvt wird, weil es auch zunehmend artifiziell aussah, aber das war dann doch bloß miese CGI und schlechtes Keying.
Immer noch schön gemachtes Teenie-Adventure-Mystery-TV, hübsch gefilmt, nah dran an der Zielgruppe, in seinen frühen und späten Episoden sehr unterhaltsam, aber erzählerisch weird af.
6 / 10

An eine dritte Staffel glaub ich nicht. Prime hat das damals als absolute Prestige-Serie mit riesiger Werbekampagne begleitet und frühzeitig verlängert, aber dann hat das Ding einfach null Buzz gehabt. Denke eher, man hat sich die Pfoten verbrannt und kehrt die Serie nun still und heimlich unter den Teppich.
versteckter Inhalt:
* Bin ich blöd, oder hat man im Verlauf einfach mehrere Mythologie-Elemente über den Haufen geschmissen?
Über Shelby wird in S1 bei ihrem ersten Interview doch gesagt, sie habe eine dissoziative Persönlichkeitsstörung und man wisse nie, welche Shelby man bekommt, wenn man mit ihr redet. Okay, Zukunfts-Shelby ist etwas creepy, aber wann soll sich das bitte entwickelt haben? Auf der Insel jedenfalls nicht. Und der verbrannten Haut nach zu urteilen sind seitdem kaum mehr als drei Tage vergangen.
In S1 lässt Gretchen nach Beweismitteln fahnden, um sich rechtlich gegen die Verantwortung für Marthas Zustand abzusichern. Ja, sie hat offenbar einen heftigen Nervenzusammenbruch (einen wenig nachvollziehbaren, der der Folge offenbar ein noch weniger nachvollziehbares FSK18 einbrachte), aber im Finale scheint's ihr ganz gut zu gehen. Im Gegensatz zu Rachel, die ihren fucking Arm verloren hat!
Die ganze Staffel lang geht es Gretchen darum, den Grund für das Scheitern der Jungs an Tag 34 zu finden. Mal davon abgesehen, dass der Umgang mit dem Day-15-Event im Sinne von Gretchens Society-Building-Approaches doch recht zivilisiert verläuft, scheitern die Jungs doch gar nicht. Sondern ihr Maulwurf ist ein psychopathischer Vergewaltiger, der ein Boot stiehlt und damit das Projekt sprengt. Warum man ihn bis dahin gewähren lässt obwohl er offensichtlich die Mikros zerstört ist ein weiteres Rätsel.
Was will Gretchen überhaupt?! Dieses ganze Gerede von der Zukunft der Frau als Leader der Gesellschaft, Dawn of Eve, Twilight of Adam, ... nichts davon ergibt am Ende irgendeinen Sinn. Nichts Sinnvolles ergibt sich aus den ganzen Interviews. Die ganze Sozialexperiment-Atmsophäre wird in den Wind geschossen und Gretchen mutiert einfach zum totalen Bond-Bösewicht-Klischee mit unbegrenzter Macht und völlig durchgeknallten Plänen. Und was soll am Ende das Gerede von der neuen Kontrollgruppe? Die gemischte Gruppe ist ja wohl kaum als Kontrollgruppe tauglich. Und der nicht minder durchgeknallte Seth darf jetzt den Puppet Master spielen?
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von LittleQ
#1562643
The Umbrella Academy - Season 3 (Netflix)

Oh man, wie lange habe ich darauf gewartet und es hat sich sehr gelohnt. Zusammen mit der Doom Patrol und den Titans hatten sich in den letzten 3 Jahren auch neue Superhelden-Combos abseits der Mainstream Chars eingefunden. Während ich bei den Titans und der DP nur Season 1 wirklich umwerfend gut fand, begeistert die Umbrella Academy auch heute noch.

Die dritte Staffel lebt wieder von den tollen Figuren, viel Humor und teils undurchdringlicher Story, die aber einfach charmant und interessant wirkt. Die Umbrella Academy trifft auf die Sparrow Academy. Hat mir mega mega Spaß gemacht.
Es ist aber, gebe ich zu, ein bisschen komisch Elliot Page das erste Mal nach der Geschlechtsumwandlung zu sehen. Aus Vanya wurde Victor. Gefiel mir aber wirklich mega gut!

Hätte vllt ein oder zwei Folgen kürzer sein dürfen und zwischendurch gibt es auch einen kleinen Durchhänger, aber das ist okay. Bitte bitte bitte mehr davon!

8,5/10
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von LittleQ
#1562647
Obi Wan Kenobi - Season 1 Disney+

Mit kleinen spoilern.

Huch huch. Gewartet, bis die ganze Staffel draußen war und dann geschaut. Mir hat's gut gefallen. Obi Wan ist wahrlich eine sehenswerte Serie und, gemessen an den absoluten Totalausfällen im Star Wars Universum, auch absolut nicht schlecht. Ewan McGregor verkörpert die Figur immer noch hervorragend und dürfte dies für mich auch gerne weiter tun.
Generell krankt Obi Wan Kenobi allerdings an Kleinigkeiten, die man aus den letzten Jahren schon kennt. Die eigentliche Hauptfigur steht gar nicht so sehr im Mittelpunkt. Dabei gefällt mir die Prämisse von Obi Wan als einfacher Mann, der sich von der Macht entfern hat, ganz gut. Anstatt aber Obi Wans Heldenreise zu beleuchten, fokussiert sich die Serie stark auf Reva und natürlich Leia. Revas Motivation und Handlungen werden gerade ab Folge 4 deutlich besser erklärt als die von Obi Wan. Das finde ich schade.
Dazu kommt, dass die Serie wirklich hart unter plot hole Befall leidet und dabei drücke ich da gerade im sci fi Bereich viele Augen zu. Obi Wan setzt in der Hinsicht aber doch ein paar pointless Moment-Highlights, die einen nicht zufriedenstellend zurücklassen.

On top frage ich mich folgendes:
versteckter Inhalt:
Wieso war es Obi Wan eigentlich so wichtig nochmal gegen Darth Vader zu kämpfen? Umbringen wollte er ihn offensichtlich SCHON WIEDER nicht, obwohl... ne, ganz nachvollziehen kann (oder will?!) ich es nicht. Und nachdem Darth Vader so lange Rache an seinem Meister üben wollte, wieso schaut dieser nicht nach, ob Obi Wan wirklich gestorben ist, anstatt einfach zu gehen?! Ich meine: Das war sein fucking Moment, auf den er schon 10 Jahre gewartet hat.... ohh boi

Teilweise ein bisschen absurd und teilweise ein bisschen zu wenig, um wirklich eine top Serie zu sein, aber ich habs gerne geschaut und würde es auch gerne weitersehen.

7/10
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von Theologe
#1562656
The Premise - Comedy [FX]
Eine nette Anthologie-Serie mit ein paar verrückten Ideen. Mehr Satire als reine Comedy. Nicht jede der 5 Episoden hat gezündet, aber 3 haben mir gut gefallen.
7/10

Moon Knight - Drama [Disney+]
Oscar Isaac spielt die beiden Figuren richtig gut, was der Serie fehlt ist Moon Knight. Den gibt es in der ganzen Staffel vielleicht eine Viertelstunde zu sehen, was etwas arg dünn ist. Dazu ist das CGI für eine Marvel-Serie doch überraschend schwach und bei Ethan Hawke hat man das Gefühl, dass der nach der Tour de Force "The Good Lord Bird" keine Kraft mehr für eine engagierte Performance hatte.
Alles in allem sehr unterhaltsam, aber auch nicht der ganz große Wurf.
7,5/10

The Staircase - Drama [HBOMax] - Drama
Die Netflix-Doku hab ich nicht gesehen, ich spiele allerdings mit dem Gedanken, das nachzuholen. Colin Firth spielt den Autor Michael Peterson und eines Abends wird seine, von Toni Collette gespielte, Ehefrau am Fuß der Treppe von ihm aufgefunden. War es ein Unfall oder Mord?
Colin Firth ist fantastisch in der Hauptrolle und auch der Rest des Casts weiß zu gefallen. Der Fall entfalltet sich langsam, allerdings sind die Zeitsprünge oft doch sehr verwirrend, weil sich das ganze doch über einen sehr langen Zeitraum abspielt.
Im Finale habe ich dann bei den Zeitsprüngen den Überblick verloren, das war nicht gut gelöst.
7,5/10

Obi-Wan Kenobi - Drama [Disney+]
Das war ziemlich genau das was ich mir von einer Star Wars Serie erwarte. Hier und da nicht ganz sauber im Storytelling, aber das konnte ich verschmerzen. Ewan McGregor war das beste an den Prequels und das konnte er hier nochmal beeindruckend unter Beweis stellen.
8/10

Shining Girls - Drama [Apple TV+]
Elisabeth Moss in der Hauptrolle, da kann nicht viel schief gehen. Die ist fantastisch wie immer und diese verworrene Serienkiller-Story ist unglaublich spannend. Ich hatte richtig Spaß. Jamie Bell als geheimnisvoller Killer hat dazu seinen Teil beigetragen. Im Vergleich zum Buch hat man da auch ein paar Dinge verbessert, vor allem die Figur des Killers und den Fokus auf eine Hauptfigur.
8/10
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von Nataku
#1562688
Hacks – Season 1+2 (HBO Max)
HBO versendet seine guten halbstündigen Comedys wohl anscheinend nur noch auf HBO Max, nachdem mir dort Minx auch schon ziemlich gut gefallen hatte, konnte ich vor kurzem endlich Hacks nachholen. Und ich muss wirklich sagen, dass Jean Smart den Emmy für ihre Leistung absolut verdient hat. Die Rolle der Deborah Vance scheint wie für sie geschrieben. Auch Hannah Einbinder macht einen guten Job als Ava, auch wenn ich ihre Figur häufig nicht leiden konnte (ich denke aber, dass dies auch so gewollt ist). Sie wirkt halt wie eine verzogene Generation Z Göre und bringt das super rüber.

Staffel 1 fand ich vom Fokus her (Vegas) etwas gelungener als Staffel 2 (Roadtrip), auch wenn das Klagen auf hohem Niveau ist. Auch die meisten Nebenfiguren sind gut gelungen, vor allem das Duo Jimmy und Kayla fand ich spitze aber auch die Szenen mit der Mutter von Marcus waren immer kleine extra Highlights in den Episoden. Ein kleiner Kritikpunkt: Kaitlin Olson als DJ hätte ich gerne häufiger gesehen, aber leider kam sie in der zweiten Staffel fast gar nicht mehr vor.

Wie redlock schon sagte, funktioniert das Finale der zweiten Staffel sehr gut als Serienende – es kommen auch nochmal fast alle wichtigen Figuren der Serie in der Folge vor, was darauf schließen lässt, dass auch die Macher die Folge als Ende der Serie geplant hatten. Vor kurzem gab es nun aber die News, dass es doch eine dritte Staffel geben wird. Nachdem die eigentliche Geschichte mit dem Ende von Staffel 2 auserzählt ist, bin ich mal gespannt, was man sich nun für die dritte Staffel einfallen lassen wird.

Allen die gerne Comedys schauen und bestenfalls auch noch was mit Stand Up anfangen können, würde ich die Serie wirklich sehr ans Herz legen. Es lohnt sich.
Season 1: 9/10
Season 2: 8.5/10


Love, Victor – Season 3 (Hulu)
Nachdem ich nach Staffel 2 noch ziemlich begeistert war, hat sich die Serie leider mit Staffel 3 wieder eher zurück bewegt in Richtung Staffel 1 (= nett, aber sehr konventionell und vorhersehbar).

Staffel 3 von Love, Victor fühlt sich an vielen Stellen für mich an wie ein Epilog. Es gibt auch nur noch 8 Episoden für diese Finalstaffel statt 10 wie in den anderen Staffeln. Mein größter Kritikpunkt ist die Vorhersehbarkeit. Die Geschichten aller Pärchen sind schon extrem vorhersehbar. Es gibt jeweils 1-2 Probleme, aber wer jemals irgendeine andere Teenie Serie gesehen hat wird sofort wissen, wie die letzte Episode der Staffel ausgeht (vor allem, da es ja auch die letzte Staffel ist).

Ansonsten sind fast alle Figuren einfach sehr nett, jegliches Problem wird fast immer umgehend gelöst und alle mögen sich. Das ist schon sehr illusorisch, da hat sich Staffel 2 mit den Stories deutlich mehr Mühe gegeben.

Abschließend war es schön die Figuren nochmal wieder zu sehen, man hätte sich aber doch nach der starken zweiten Staffel ruhig auch in der dritten nochmal was trauen können. So bleibt ein netter Abschluss zu einer Serie, die zwischen 2 konventionellen/durchschnittlichen Staffeln eine starke Staffel in der Mitte hatte.
6/10

Fear the Walking Dead – Season 7 (AMC)
Nachdem Staffel 6 von Fear endlich mal wieder eine starke Staffel war und eine vielversprechende Grundlage für Staffel 7 geboten hat, war meine Hoffnung groß, dass man nahtlos mit dem Tempo weitermacht und eine spannende siebte Staffel bekommt.

Tja, leider weit gefehlt. Rückblickend wirkt Staffel 6 so, als ob dort andere Autoren am Werk waren als in Staffel 5 und nun auch wieder 7. Die ganze siebte Staffel ist einfach eine pure Enttäuschung. Die erste Hälfte der Staffel beschäftigt sich vorrangig damit, wie die verbliebenden Figuren mit den Konsequenzen des Finales der sechsten Staffel umgehen. Das zieht sich dann wieder wie Kaugummi und Spannung kommt dabei kaum auf.
Das größte Problem der Staffel ist aber die schlechte Umsetzung des Staffelkonflikts. Es wird im Grunde ein Konflikt und ein großer Showdown versprochen, der dann aber komplett ausfällt. Die Autoren trauen sich auch nicht, den eigentlich vorgesehenen Bösewicht vollständig zur dunklen Seite zu bringen. Das war einfach lächerlich, und das Ende der Staffel dadurch auch komplett unbefriedigend (auch wenn ich es positiv finde, den guten Schauspieler auch in der kommenden Staffel wieder zu sehen).

Da die Produktion nach dieser Staffel nach Georgia umziehen wird, gab es auch einige Exits in der Staffel. Leider waren diese größtenteils lieblos gelöst. Einzig eine Figur bekommt da etwas mehr Futter, aber auch der Abschied hinterlässt aufgrund eines anderen Ereignisses einen bitteren Nachgeschmack.

Am Ende blicke ich leider nur mit niedrigen Erwartungen Richtung Staffel 8. So lange man hier nicht die Showrunner endlich feuert und jemand anderen mit der Verantwortung betraut, wird es wohl auch keine wirklich guten Storys in der Serie mehr geben. In der Fan-Community gehen teilweise sogar die Gerüchte rum, dass Staffel 6 unter Umständen ghost writer hatte. Nach den Qualitätssprüngen von 5 zu 6 und nun wieder zu 7 würde es mich nicht wundern.
4.5/10
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von Wolfsgesicht
#1562698
Dickinson - Staffel 3 (Serienfinale) - Apple TV+

Ich muss ja sagen von Serienfinals lasse ich gerne sehr lang die Finger, da ich größte Sorgen habe man bekommt das nicht sauber zu Ende. Hier hatte ich erst das Gefühl mit der Befürchtung absolut richtig zu liegen, wurde zum Ende hin aber versöhnt.

Die Staffel beginnt mit einer sehr unnötigen Lovestory zwischen Emily und Sue. Die wird zwar schon 2 Staffeln lang erzählt, erreicht aber hier ihren Höhepunkt. Für mich hat das in dieser Deutlichkeit einfach nicht gepasst. Man hat sowieso in den ersten Folgen das Gefühl die Serie vergisst was sie ausmacht und verirrt sich dabei auf der Suche nach sich selbst.
Zur Mitte hin fängt sich das glücklicherweise und wird zeitweise extrem stark um zum Ende hin (ab Folge 8 ) zur Höchstform aufzulaufen. Folge 7 war dabei mein Lowlight, diese Zukunftsreise hatte keinerlei Charme oder Notwendigkeit und war extrem enttäuschend.
Die letzten 3 Folgen haben mich aber definitiv vollends bekommen und haben mich ganz vergessen lassen dass ich die ersten 4 Folgen ziemlich schwach fand.

Alles in allem eine schöne holprige Staffel mit einem würdigen Ende.

8/10

Serien-Bewertung
Die Serie war für mich ein fantastischer Ritt in die Vergangenheit und war einfach ein kreativer Erguss der Schöpfer den man seitens Apple auch überhaupt nicht eingrenzte. Es war alles wahnsinnig herzlich und schräg übertrieben und bin anschließend immer noch begeistert wie man eine Serie über eine Poetin so toll umsetzen konnte. Dazu eine wahnsinnig tolle Playlist, die meine Mediathek zuverlässig mit besten Tracks aus Rap, Hip-Hop und Elektro füllte. Dass sie vorbei ist finde ich nicht Schade, ich glaube 3 Staffeln passen sehr gut.
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von Theologe
#1562712
Bosch: Legacy
Das ist weniger ein Spinoff als eine Fortsetzung. Bosch Darsteller Titus Welliver nennt es eine Evolution des Charakters. Nur wenige Charaktere schaffen den Sprung von Season 8 zu Legacy bzw. die meisten haben nur einen kurzen Gastauftritt. Das ist schade, weil auch die Nebencharaktere gut waren, aber es wirkt auch nicht erzwungen, dass man man jeden Charakter in die neue Ausrichtung zwängt.
Letztlich bleibt Bosch bei seinen Leisten und wer genau aufpasst, entdeckt sogar ein "Crossover" zum Lincoln Lawyer, wirklich schade, dass Amazon hier nicht zuschlug, um die beiden Romanhelden kombinieren zu können.
Überrascht war ich, ob des fetten Cliffhangers, der war in dieser Form sehr untypisch für Bosch.
8/10

Shameless: S11
Die Serie wird zwar zu einem runden und würdigen Ende gebracht, aber man muss schon sagen, dass man die Serie mit 11 Staffeln schon sehr ausgedehnt hat. Da war dann schon irgendwie die Luft raus. Alle Figuren bekommen ihre eigene kleine Reise in der Abschlussstaffel und wie immer sind einige davon unterhaltsam und andere eher nervig, aber unterm Strich passt das schon.
Gelungen fand ich, dass man da kein super-duper Happy End rauspresste, sondern das ganze durchaus natürlich verlief. Man weiß, dass es für die Figuren weitergeht, aber es bleiben keine Fragen offen.
Schade fand ich, dass
versteckter Inhalt:
Fiona keinen Auftritt mehr hatte, es gab nur eine Archivaufnahme
. Dann wäre es wirklich ein schöner Abschluss einer langen Reise gewesen.
7,5
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von little_big_man
#1562728
Maid
Eine Netflix-Miniserie, die ich sicher nie gefunden hätte unter all den Neuveröffentlichungen, da die Prämisse absolut langweilig klingt, aber irgendwo habe ich dann mal gelesen, wie gut die Serie sein soll und habe mir die 10 Episoden nun angeschaut. Der Grund warum ich ausgerechnet für diese Serie hier mal wieder ein Review hinterlasse ist, dass sie definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient hat als dass man mit einer solchen Prämisse bekommt: "Alex leaves her abusive boyfriend, moves herself and their toddler daughter into a shelter, and gets a job cleaning houses for Value Maids."
Wenn ich vergleichbare Serien suchen müsste, dann würden mir am ehesten "Normal People" und "The Queen's Gambit" einfallen, nicht weil es inhaltlich irgendwelche Gemeinsamkeiten gibt, sondern weil auch das Serien mit langweiliger Prämisse sind, die sich dann aber als starke Charakterdramen entpuppen und eben auch funktionieren, ohne wirklich viel Story zu haben nur aufgrund der starken Charaktere. Bei Maid ist das natürlich die gut gschriebene und gespielte Hauptfigur, aber vor allem konnte mich die Serie so packen, weil auch die "Widersacher" der "Heldin" so unglaublich gut geschrieben sind und nicht einfach nur stereotype Bösewichte. Vor allem der "abusive boyfriend" hätte so einfach ein Widerling sein können, den man hasst, stattdessen ist es der wohl am besten geschriebene Abuser, den ich so je in einer Serie gesehen habe. Dazu noch die spezielle Mutter/Tochter-Beziehung, welche durch ein echtes Mutter/Tochter-Gespann gespielt wird (Hauptdarstellerin Margaret Qualley ist die Tochter von Andie MacDowell).
Also mein Fazit ist, dass hier jeder mit einem Netflix-Abo und einer Vorliebe für Charakterdramen unbedingt reinschauen sollte. Mein einziger wirklicher Negativpunkt ist, dass man die Story in der Mitte etwas hätte straffen können und daher auch 9 statt 10 Episoden ausgereicht hätten, aber das ist nun wirklich eine Kleinigkeit.
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von AlphaOrange
#1562738
Snowpiercer S3

Hat mich leider nicht begeistern können. Nach der ziemlich starken zweiten Staffel ist hier alles irgendwo furchtbar zerfasert. Worum geht's in der Staffel eigentlich? Irgendwie um Andres New-Eden-Vision, aber irgendwie geht da nie was vorwärts und in der letzten Folge alles auf einen Schlag. Wobei ich da allerdings auch überhaupt nicht nachvollziehbar finde, dass Andre sich einfach so von Snowpiercer vertreiben lässt und sich mit Big Alice zufrieden gibt.
Asha - die für das Thema ja eigentlich zentral ist - gammelt auch nur in ihrer Kammer rum, um dann wieder rausgeschrieben zu werden. Wer ist eigentlich der Antagonist? Wilford ist fast die ganze Zeit komatös oder eingesperrt, LJ ist eine Nervensäge wie eh und je und viel mehr ist da nicht. Es wirkt eher, als schinde die Serie acht Folgen lang Zeit, um dann endlich Jennifer Connelly an Bord zu haben.

5.5 / 10
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