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BeitragMi 20. Mai 2015, 21:49 
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Ich zieh mal den April bis heute zusammen. Heißt ja nur die aktuelle Top 10 und so muss ich nicht die bereits gesehenen Staffelfinale aus meinem Ranking ausblenden

1. Penny Dreadful
Staffel 2 zieht das Tempo spürbar an. Und doch bleibt immer noch viel Zeit für grandiose Charaktermomente, die gar nicht so eng mit dem Plot zu tun haben. Die Dialoge sind ein Hochgenuss und treffen den Ton der Gothic Novel genauso gut wie die schwarzromantischen Storylines. Soundtrack, Ausstattung und Kostüme sind einfach exquisit und der Cast ist wohl einer der stärksten der aktuellen TV Landschaft.

2. The Flash
Besser hätte ich mir eine erste Staffel eines traditionellen Superhelden-Formats kaum wünschen können. Diese Show ist in jeder Episode spürbar ein love child ihrer Macher und des tollen Casts. Und das Finale... wow!

3. Veep
Einfach ein Powerhouse an Dialog- und Situationskomik. Was die da immer in eine Folge reinquetschen ist erstaunlich. Wie sie das ohne eine wirkliche schwache Episode am Stück weg immer wieder hinkriegen... amazing.

4. Powers
Auch an dieser Stelle schiebe ich wieder voraus, dass man der Show das kleine Budget ansieht. Aber der Plot ist dafür einfach zu gut. Hochgradig charaktergetrieben wird hier eine großartige Eskalation aufgebaut, die scheibchenweise eine faszinierende Superheldenwelt enthüllt, wie ich sie noch nirgendwo sonst gesehen habe. Vergleichen mit den ganzen Marvel- und DC-Umsetzungen der letzten Jahre ist das ein frischer Wind voll origineller und wirklich kluger Ideen, die auch mal richtig zu Ende gedacht wurden. Konzeptuell die interessanteste Superhelden-Serie auf dem Markt.

5. Community
Na geht doch! Mit den letzten paar Folgen hat Community endlich wieder zu alter Form zurückgefunden. Meta-Humor in korrekter Dosierung, herrlich absurde Plots mit Drive und auch die Cast-Neuzugänge funktionieren inzwischen richtig gut. Vor allem Paget Brewster ist eine absolute Bereicherung. Wenn ich mich heute zwischen ihr und Shirley entscheiden müsste, würde sie haushoch gewinnen. Und dann ist da natürlich noch: Paintball

6. New Girl
Überraschender Wiedereinsteiger. Season 4 hatte zwar auch ihre schlappen Episoden ist aber weit besser als die späteren Staffel 2 Folgen, bei denen ich damals ausgestiegen war.

7. The Originals
Im letzten Staffeldrittel ist der Vampirsage etwas die Luft ausgegangen. Aber auch nur etwas. Immer noch hohes Tempo, straffe Inszenierung und viel Intrigen und Backstabbing

8. Agents of Shield
Hier reißt vor allem das Finale viel raus. Trotz teils lausiger CGI und Make Up Effekte und schrecklichen Casting Entscheidungen (Dichen Lachman ist ein Totalausfall) und einigen Zwischenplots, die nicht sein mussten, war das ein verdammt spannender Staffelendspurt, der exzellent aufgelöst wurde.

9. Game of Thrones
Die Story kriecht voran. Aber es ist immer noch verdammt hübsch anzuschauen

10. Daredevil / Arrow
Hier kann ich mich schwer entscheiden. Daredevil ist besser produziert und hat den etwas interessanteren Schurken. Dafür ist der Held unglaublich langweilig und die Grundstory ist völlig unimaginativ. Arrow hat den stärkeren main plot und das bessere Team hinter einem gut ausgebauten Helden, krankt aber an teils schwachen Darstellern mit öfter mal wackeligen bis kitschigen Dialogen und in dieser Staffel eher störenden Flashbacks.

Ehrenvolle Erwähnungen:
Brooklyn Nine Nine (grundsolide, aber in Staffel 2 schon etwas zu routiniert) und Silicon Valley (meist nur mildly amusing mit dafür feinen Highlights)

Special Award: Sick of it!
Louie
Bin gerade so over it. LCK hat sich in meinen Augen darin verrannt, nur noch Kritikerliebling sein zu wollen. Und seitdem ist jede Folge nur noch ein strukturloser Haufen von unangenehmen Momenten. Yeah, I get it. Life is a meaningless mess of uncomfortable moments you have to share with obnoxious people who are awkward and force you into doing more stuff you don't like untill all joy is sucked out of you and you die drepessed and lonely. Now please, please make it funny again. Sich selbst als der einzig halbwegs normale Mensch unter lauter weirdos zu inszenieren ist auch etwas egozentrisch. Wo bleibt der Ausbruch? Wo bleibt irgendeine Narration, die auf Entwicklung und Änderung hoffen lässt. Einfach im beobachtenden non-story mode zu bleiben ist doch schwach. Da hatte er vor Jahren schon viel klügere und weitsichtigere Einsichten über die Menschen, auf die er mit seiner Figur aufbauen könnte. Ich finde es gerade ein Jammer, dass FX ihn weiter finanziert und Charlie Kaufmann, der ihm in dieser Hinsicht Jahrzehnte voraus ist (allein Synecdoche ist in zwei Stunden Louie in a nutshell und gleichzeitig noch weise bis zum umfallen), nach einem Pilot abgewiesen wurde.

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BeitragDo 21. Mai 2015, 12:54 
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RickyFitts hat geschrieben:
Ich zieh mal den April bis heute zusammen. Heißt ja nur die aktuelle Top 10 und so muss ich nicht die bereits gesehenen Staffelfinale aus meinem Ranking ausblenden
Fair enough:
Top April til End of Season:

1. Game of Thrones
Es ist eine Hassliebe. Auf der einen Seite geht mir einiges an der Staffel bis jetzt massiv auf die Eier (Dorne blows) aber auf der anderen Seite ist jede Folge ein Event. Ich lade Freunde ein zum Schauen, wir reden danach ne Stunde drüber, ich höre Podcasts zur Serie, les in Foren mit... So obsessiv behandle ich keine andere Serie. Also gehört's einfach auf Platz 1.
2. Marvels Agent's of SHIELD
Damnit, wer hätte das gedacht. Es war knapp und könnte je nach Tagesverfassung wahrscheinlich variieren, aber die letzten AoS Folgen haben mich doch deutlich mehr gefesselt als Justified, obwohl zweiteres eine insgesamt deutlich stimmigere Serie ist.
3. Justified
Wie gesagt, stimmige Serie, stimmige Staffel, aber ich bin definitiv keiner der Leute die hier von einer der besten Serienstaffeln ever reden würden.
4. Silicon Valley
Wirklich starke zweite Season. Die ersten paar Folgen waren waren solide, aber ab der Mitte geht es echt in erstklassiges Territorium. Super originell, immer wieder sehr witzig und teilweise auch richtig spannend erzählt.
5. The Good Wife
Bisschen ein ähnlicher Fall wie Game of Thrones, eine echte Hassliebe und am Ende wieder eindeutig mit einer nach oben zeigenden Kurve. Aber da war leider auch sehr viel ungewohnt Schwaches dabei. Ich hoffe echt so sehr dass die Serie in S7 die Kurve kratzt und dann mit Würde in Rente geht.
6. Daredevil
Mann die Serie verschwindet schnell aus meinem Gedächtnis. Mit einigen Wochen Abstand kann ich sagen, dass ich Bloodline inzwischen um einiges besser finde.
7. New Girl
Das Staffelfinale war echt total gelungen. Der Rest solide, aber in der zweiten Hälfte dann wieder eher auf der meh-Seite.
8. Brooklyn 99
Konstant aber unbeeindruckend.
9. Modern Family
Mir fällt buchstäblich nichts ein. Serie macht Spaß wie immer, hat sich aber seit Folge 1 nicht verändert.

Sonderplatz für The Daily Show und Last Week Tonight , die beide konstant großartige Variety Shows sind.

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Alle von ultimateslayer getroffenen Aussagen geben die aktuelle Meinung des Verfassers bzw. der Verfasser wieder und stellen nicht notwendigerweise die empirische Wahrheit - sofern existent - dar.


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BeitragSo 31. Mai 2015, 18:38 
Inventar
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Top 5 Mai 2015

Mai war ein Übergangsmonat. Die meisten Networkserien gingen Anfang des Monat in die Sommerpause und von den laufenden Kabelserien guck ich keine mehr bzw. sind auf die Nachholliste gelandet --- GoT weil ich erst die Bücher lesen will, Orphan Black und Penny Dreadful, weil mir mal wieder klar wurde, das Serials oder Halbserials besser ''kompakt'' oder gebinged funktionieren. Die frei gewordene Zeit wurde mit Nachholaktionen gefüllt. Somit bleiben für Mai aktuell nur erwähnenswert:

1.: The Flash

2.: iZombie
erinnert mich stellenweise an Buffy und Veronica Mars mit einem sehr sympathischen (und nicht übel aussehenden :mrgreen: ) weiblichen Lead, und einer interessanten und packenden Mythologie

3.: Younger
sehr sympathischer, unterhaltsamer und amüsanter Halbstünder, irgendwo zwischen Dramedy und single-cam Sitcom angesiedelt

4.: American Odyssey
Hat die schwachen US-Quoten echt nicht verdient. Sicher, Sgt. Ballard hat sich am Anfang der Geschichte selten dämlich verhalten, die Aktivisten in New York sind nicht immer die hellsten und Facinelli mag ich nicht, aber recht schnell hat mich dieser Verschwörungsthriller trotz allem gepackt, so dass er sich seinen Platz hier mittlerweile verdient hat

5.: Finding Carter
Treibt mich manchmal echt in den Wahnsinn wegen der bescheuerten Handlungen/Taten vor allem von Carter, und der Teil um Crash war totaler Murks (trotz der Erklärung die später kam), aber die Serie ist und bleibt ein ausgezeichnetes Familiendrama


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BeitragDi 30. Jun 2015, 20:00 
Inventar
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Top Juni 2015 oder besser
''Erwähnenswertes aus dem Juni 2015''


---Aquarius
---American Odyssey
---UnReal
---Wayward Pines


---Dark Matter
5 schwere Knackis, 1 junge Frau und 1 Android in einem Raumschiff durch die Galaxie: Ich find's aktuell sehr unterhaltsam und viel versprechend. Für mich z.Z. #1 der Syfy Serien.

---Defiance
guter Start in die dritte Staffel. Man merkt, die Autoren hatten während der Pause vernünftige Ideen und die Serie auf guten Kurs gebracht. Knapp hinter Dark Matter.

---Killjoys
Potential ist zweifellos da. Der Schwerpunkt liegt (noch?) auf FdW, aber sich auf die fortlaufenden Teile zu konzentrieren wäre interessanter und besser. Wird aber auf jeden Fall weiter verfolgt, da ich neugierig bin wie es weiter geht und da die Serie kurzweilige Unterhaltung bietet

Herrausragendes von der Nachholliste:
---Bosch
---Orange is the new Black
---Sense 8


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BeitragMi 1. Jul 2015, 09:59 
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1. Penny Dreadful
Ein bild- und gefühlsstarker Hochgenuss

2. Veep
Herrliches Staffelfinale. Erst der große Opferlamm-Poker vor dem Ausschuss und dann die irrwitzige Wahlnacht. Beste Staffel!

3. Hannibal
Der Einstieg in die dritte Staffel ist sperrig. Die Ereignisse des letzten Staffelfinales lasten immer noch schwer auf den Charakteren. Das ist gut, weil Verrat und Verlust in dieser Show mal nicht nach 2 Folgen vergessen sind, aber auch schwierig, weil es der Staffel bisher an eigenständigen Plotpunkten mangelt, die ihre Figuren aus Schockstasis und Aufarbeitungsphase holt und wieder stärker in Aktion versetzt. Abgesehen davon aber weiterhin ein mächtiges, erdrückendes Kunstwerk

4. Sense8
Eine wirklich einzigartige Show, deren Mysteryelement weniger auf eine spektakuläre Auflösung fokussiert ist sondern im besten Sinne des klassischen Sci-fi-Begriffes danach fragt, welchen Einfluss es auf die Menschlichkeit hat.

5. Teen Wolf
rasanter Staffelstart. Macht immer noch Riesenspaß

6. Happyish
Gott sei Dank noch entdeckt. Was für ein Juwel! Selten eine laugh out loud Comedy, aber voller kluger Gedanken und der wütenden Frage, warum sich die ganze Gottverdammte Welt bei allem, was man hat, immer noch nicht besser anfühlt. Wo Lahmarsch Louie inzwischen völlig in seiner öden Routine stecken geblieben ist, in der er ständig nur andere nervig-dumme Menschen ertragen muss und daraus nie mehr zieht als ein "that's how it is: life is shitty" steckt in Happyish wenigstens noch Leidenschaft, Zorn und das Ringen um einen Ausbruch aus solchem Fatalismus. Außerdem ist Katherine Hahn ist einfach fabelhaft.

7. Game of Thrones
Etwas unausgewogene Staffel mit ein paar großen Momenten, viel Redundanz (Wer könnte denn diese Woche mal fast oder so richtig vergewaltigt werden?), guten aber nicht mehr herausragenden Dialogen und einigem Leerlauf. Insgesamt wurde auf vielen Handlungssträngen aber wieder erschreckend wenig voran bewegt.

8. Wayward Pines
Holla. Denkt man in den ersten zwei Folgen noch, dass die komische Mystery-Kleinstadt, in der sich alle seltsam verhalten und irgendwie unter Beobachtung zu stehen scheinen, doch eigentlich nur auf eine letztlich viel zu lange hinausgezögerte und dann grenzdämliche Auflösung hinsteuern kann, wird man aber sehr schnell eines besseren belehrt. Spannend und temporeich.

9. Community
Beste Season seit Staffel 2!

10. Silicon Valley
Ich bleibe zwar dabei, dass ein Haufen awkward moments noch keine gute Comedy machen und SV zu stark auf dieses Element setzt, aber insgesamt ist es doch sehr amüsant und die Plotbögen sind dafür meist witziger als die Dialoge selbst.

Sonstige:

UnReal
Ich glaube einige, die sich zur Staffelmitte jetzt so enttäuscht zeigen, sollten den Piloten nochmal sehen. Wer da irgendwas anderes erwartet hat als das, was in den aktuellen Folgen läuft, hat sich in meinen Augen definitiv Luftschlösser gebaut, die da nie versprochen wurden. Ohne derartige Wunschprojektion ist UnReal eine recht unterhaltsame Reality-TV Farce. Halt so 6 - 8/10 Material ohne viel Spielraum nach oben.

Orphan Black
Bis Staffelende halte ich noch durch, aber dann ist echt Schluss. Uninspirierte Story, keine Charakterentwicklung, keine echte Spannung. Nur ein McGuffin nach dem anderen. Tedious!

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BeitragMi 1. Jul 2015, 10:44 
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RickyFitts hat geschrieben:
UnReal
Ich glaube einige, die sich zur Staffelmitte jetzt so enttäuscht zeigen, sollten den Piloten nochmal sehen. Wer da irgendwas anderes erwartet hat als das, was in den aktuellen Folgen läuft, hat sich in meinen Augen definitiv Luftschlösser gebaut, die da nie versprochen wurden. Ohne derartige Wunschprojektion ist UnReal eine recht unterhaltsame Reality-TV Farce. Halt so 6 - 8/10 Material ohne viel Spielraum nach oben.

Ich wusste so sehr, dass diese Argumentation von dir kommen würde. Ich warte jetzt noch auf redlocks "wer eine Serie auf Lifetime schaut, sollte sich nichts anderes erwarten" und dann melde ich meine neue Hellseher-Firma an. :wink:
Ich würde dir definitiv auch empfehlen, den Piloten nochmal zu schauen. Der Soapteil war in Relation zu dem was besonders in Folge 5 kam, extrem runtergeschraubt - und um Welten subtiler und besser gehandled - und das Augenmerk lag um einiges stärker beim Procedural-Aspekt der Reality Inszenierung.
Hätte ich meine Erwartungen runterschrauben sollen, weil es Lifetime ist? Möglicherweise. Aber ich habe mich dazu entschlossen, der Serie trotz aller Vorurteile bezüglich des Senders eine Chance zu geben, die nach dem Piloten auch absolut verdient war.
Und grad du, der jedes mal einen Heulkrampf kriegt, wenn jemand einen Witz über CW macht, sollte bei der Diskussion sowieso schweigend in der Ecke sitzen und beschämt an seinem Getränk nippen. Aber du machst es dir lieber super-einfach, denn in retrospektive lässt sich nichts angenehmer spielen als die "uhhh was hast du erwartet, wäh, wäh"- Karte. Wenn man Hinsight und Sender-Vorurteile außer Acht lässt: Nach dem Piloten hätte es definitiv auch in eine andre Richtung gehen können. Dass da in den letzten Folgen nicht extrem stark in die Soaprichtung justiert wurde, lass ich mir wirklich nicht einreden. Naivität, weil ich den Ruf des Senders außer Acht gelassen habe, meinetwegen, aber dass der Pilot für sich großartig ist und zu einer großartigen Serie hätte führen können, dazu steh ich.

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BeitragMi 1. Jul 2015, 11:31 
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ultimateslayer hat geschrieben:
RickyFitts hat geschrieben:
UnReal
Ich glaube einige, die sich zur Staffelmitte jetzt so enttäuscht zeigen, sollten den Piloten nochmal sehen. Wer da irgendwas anderes erwartet hat als das, was in den aktuellen Folgen läuft, hat sich in meinen Augen definitiv Luftschlösser gebaut, die da nie versprochen wurden. Ohne derartige Wunschprojektion ist UnReal eine recht unterhaltsame Reality-TV Farce. Halt so 6 - 8/10 Material ohne viel Spielraum nach oben.

Ich wusste so sehr, dass diese Argumentation von dir kommen würde. Ich warte jetzt noch auf redlocks "wer eine Serie auf Lifetime schaut, sollte sich nichts anderes erwarten" und dann melde ich meine neue Hellseher-Firma an. :wink:
Ich würde dir definitiv auch empfehlen, den Piloten nochmal zu schauen. Der Soapteil war in Relation zu dem was besonders in Folge 5 kam, extrem runtergeschraubt - und um Welten subtiler und besser gehandled - und das Augenmerk lag um einiges stärker beim Procedural-Aspekt der Reality Inszenierung.
Hätte ich meine Erwartungen runterschrauben sollen, weil es Lifetime ist? Möglicherweise. Aber ich habe mich dazu entschlossen, der Serie trotz aller Vorurteile bezüglich des Senders eine Chance zu geben, die nach dem Piloten auch absolut verdient war.
Und grad du, der jedes mal einen Heulkrampf kriegt, wenn jemand einen Witz über CW macht, sollte bei der Diskussion sowieso schweigend in der Ecke sitzen und beschämt an seinem Getränk nippen. Aber du machst es dir lieber super-einfach, denn in retrospektive lässt sich nichts angenehmer spielen als die "uhhh was hast du erwartet, wäh, wäh"- Karte. Wenn man Hinsight und Sender-Vorurteile außer Acht lässt: Nach dem Piloten hätte es definitiv auch in eine andre Richtung gehen können. Dass da in den letzten Folgen nicht extrem stark in die Soaprichtung justiert wurde, lass ich mir wirklich nicht einreden. Naivität, weil ich den Ruf des Senders außer Acht gelassen habe, meinetwegen, aber dass der Pilot für sich großartig ist und zu einer großartigen Serie hätte führen können, dazu steh ich.


Alter, krieg mal deinen Östrogen-Spiegel wieder runter!
Ich habe kein Wort zum Sender-Image gesagt, sondern bloß, dass der Pilot die überzüchteten Vorstellungen einiger hier in meinen Augen nicht gerechtfertigt hat. Warum du da jetzt gleich so eine Szene draus machen musst, verstehe ich echt nicht. Langsam nervt es aber wirklich, dass sich hier jeder nur noch von allem provoziert fühlt und sofort den anderen persönlich anmacht.
Langsam glaube ich, ist es an der Zeit meine Foren-Aktivität noch weiter einzuschränken. Dann kannst du dich mit dem Rest der Leute weiter zerfleischen wie du lustig bist.

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BeitragMi 1. Jul 2015, 15:04 
Inventar
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ultimateslayer hat geschrieben:
Ich warte jetzt noch auf redlocks "wer eine Serie auf Lifetime schaut, sollte sich nichts anderes erwarten"


Nee, nee. :mrgreen:
Mit ''The Lottery'' hat der Sender schon letzten Sommer versucht sich aus seiner ''comfort zone'' herauszuwagen. War aber nur teilweise gelungen. Auch bei ''The Lottery'' gab's wie hier bei ''UnReal'' jetzt Rückfälle in alte Gewohnheiten. Aber sie versuchen es zumindest. Und das rechne ich ihnen positiv an. Noch mehr Mut wäre aber echt nicht verkehrt. Den habe ich in den letzten ''UnReal'' Folgen vermisst.


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BeitragMi 1. Jul 2015, 15:10 
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@ricky
Wow, die Reaktion hab ich jetzt wirklich nicht erwartet. Nach all den Jahren dachte ich, dass der rabiatere Umgangston hier allgemein als freundschaftlich wahrgenommen wird. Zumal ich finde, dass mein Post, bis auf ein, zwei (literally) augenzwinkernde Spitzen auch wirklich nicht sonderlich offensiv im Ton war.
Da du dich anscheinend trotzdem sehr angegriffen hast, tut's mir leid. Ich hab deinen Post nicht als persönlichen Angriff wahrgenommen und meinen definitiv nicht als solchen geschrieben.
Nur die Kommentare mit dem Östrogen Spiegel und "der Szene" die ich angeblich gemacht habe, finde ich etwas gar hart. Falls du meinen Kommentar ähnlich zornig gelesen hast, sorry, er war definitiv nicht so geschrieben, aber vielleicht hätte ich mir mit weiteren Smileys helfen sollen, um das klar zu machen.

@redlock
Ja, der Unterschied zwischen "mutig tun" und tatsächlich "mutig sein", wird in Folge 5 ziemlich gut gezeigt. Die Masturbationsszene und der Kram mit den Lesben, wollte edgy sein, aber was wirklich "edgy" war, war die Figurenzeichnung der ersten Folge, die ja leider doch ein wenig verwässert wurde.

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BeitragMi 1. Jul 2015, 15:17 
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ultimateslayer hat geschrieben:
Ja, der Unterschied zwischen "mutig tun" und tatsächlich "mutig sein", wird in Folge 5 ziemlich gut gezeigt. Die Masturbationsszene und der Kram mit den Lesben, wollte edgy sein, aber was wirklich "edgy" war, war die Figurenzeichnung der ersten Folge, die ja leider doch ein wenig verwässert wurde.

Jetzt entscheide dich mal. Erst liest sich das, als ob du deine Empfehlung zurückziehst und z.B. mir klar abraten würdest und dann schmeißt du mit masturbierenden Locklesben um dich. :lol:

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BeitragMi 1. Jul 2015, 15:24 
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redlock hat geschrieben:
ultimateslayer hat geschrieben:
Ich warte jetzt noch auf redlocks "wer eine Serie auf Lifetime schaut, sollte sich nichts anderes erwarten"


Nee, nee. :mrgreen:
Mit ''The Lottery'' hat der Sender schon letzten Sommer versucht sich aus seiner ''comfort zone'' herauszuwagen. War aber nur teilweise gelungen. Auch bei ''The Lottery'' gab's wie hier bei ''UnReal'' jetzt Rückfälle in alte Gewohnheiten. Aber sie versuchen es zumindest. Und das rechne ich ihnen positiv an. Noch mehr Mut wäre aber echt nicht verkehrt. Den habe ich in den letzten ''UnReal'' Folgen vermisst.

Das liest sich aber eher so, als würde man bei Lifetime halbe Sachen machen und das funktioniert noch seltener als komplett gegen den Strich zu arbeiten.

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Bild? Ich sehe keines.


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BeitragMi 1. Jul 2015, 15:36 
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Theologe hat geschrieben:
Das liest sich aber eher so, als würde man bei Lifetime halbe Sachen machen und das funktioniert noch seltener als komplett gegen den Strich zu arbeiten.

Es ist sicherlich unfair die Serie jetzt schon auf halbem Weg abzuschreiben, aber auf mich wirkt es schon so, als wäre zwischen Pilot- und Serienproduktion ein leichtes retooling von statten gegangen. Lifetime wollte definitiv etwas was auf dem Level von AMC und FX usw mitspielen kann, das haben sie auch klar gesagt. Das spiegelt die aktuelle und die Folge davor bis zu einem gewissen Grad, nicht mehr wieder.

Zitat:
Jetzt entscheide dich mal. Erst liest sich das, als ob du deine Empfehlung zurückziehst und z.B. mir klar abraten würdest und dann schmeißt du mit masturbierenden Locklesben um dich. :lol:

Und Shiri Appleby in Unterwäsche gab's auch schon (wobei die ist vermutlich eher Theos Ding :lol: ). In deiner Altersklasse wäre dann wohl eher Ashley Scott, die auch ordentlich Haut zeigen durfte. :lol:

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BeitragMi 1. Jul 2015, 15:49 
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ultimateslayer hat geschrieben:
Und Shiri Appleby in Unterwäsche gab's auch schon (wobei die ist vermutlich eher Theos Ding :lol: ). In deiner Altersklasse wäre dann wohl eher Ashley Scott, die auch ordentlich Haut zeigen durfte. :lol:

Shiri Appleby passt schon, aber die hat ja in Girls schon mehr gezeigt als sie auf Lifetime je dürfte. :lol:

btw, Alter einzuschätzen, ist nicht deine größte Gabe. Mrs. Appleby ist gerade mal ein halbes Jahr jünger als A. Scott. :P

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BeitragMi 1. Jul 2015, 16:51 
Inventar
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ultimateslayer hat geschrieben:
Theologe hat geschrieben:
Das liest sich aber eher so, als würde man bei Lifetime halbe Sachen machen und das funktioniert noch seltener als komplett gegen den Strich zu arbeiten.

Es ist sicherlich unfair die Serie jetzt schon auf halbem Weg abzuschreiben, aber auf mich wirkt es schon so, als wäre zwischen Pilot- und Serienproduktion ein leichtes retooling von statten gegangen. Lifetime wollte definitiv etwas was auf dem Level von AMC und FX usw mitspielen kann, das haben sie auch klar gesagt. Das spiegelt die aktuelle und die Folge davor bis zu einem gewissen Grad, nicht mehr wieder.

Wie schon angedeutet habe ich schon die Begeisterung für den Pilot nicht teilen können und ja, man wollte auf FX-Level mitspielen, dummerweise nur auf dem Niveau von Dirt. Für eine Satire war das nicht überspitzt genug und für edgy viel zu zahnlos.

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BeitragMi 1. Jul 2015, 18:16 
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str1keteam hat geschrieben:
btw, Alter einzuschätzen, ist nicht deine größte Gabe. Mrs. Appleby ist gerade mal ein halbes Jahr jünger als A. Scott. :P


Echt :?: :shock: :shock:


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BeitragMi 1. Jul 2015, 19:19 
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redlock hat geschrieben:
str1keteam hat geschrieben:
btw, Alter einzuschätzen, ist nicht deine größte Gabe. Mrs. Appleby ist gerade mal ein halbes Jahr jünger als A. Scott. :P


Echt :?: :shock: :shock:

Zumindest einer passt auf. :lol:
Wegen des Schockeffekts leicht übertrieben, aber sie liegen trotzdem sehr dicht beieinander:

Ashley Scott, 13 July 1977
http://www.imdb.com/name/nm1008709/reference

Shiri Appleby, 7 December 1978,
http://www.imdb.com/name/nm0032375/reference

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BeitragFr 31. Jul 2015, 09:55 
Inventar
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Top 10 Juli 2015

1. Dark Matter
Die Serie, auf die Sci-fi Fans seit Jahren bei Syfy gewartet haben. Aktuell meine Lieblingsserie.

2. Rogue
Knapp hinter Dark Matter. Die Serie hatte zu Beginn von S3 praktisch einen Neustart. Der ist gelungen. Zur Zeit eine spannende und packende Thrillerserie.

3. Mr. Robot
Die bis jetzt ungewöhnlichste und interessanteste Serie des Sommer 2015. Keine leichte Kost, aber packend. Ich kann allerdings auch diejenigen verstehen, die mit der Serie überhaupt nichts anfangen können und z.T. schnell abgesprungen sind.

4. Humans
Der Pilot gefiel mir nicht sonderlich. Aber schon mit Folge #102 änderte sich das. Mit der Grundidee kann ich nichts anfangen. Gefühle hin oder her, die Dinger sind Maschinen. Basta. (Was auch ein Problem für micht bei ''Extant'' mit Ethan ist). Aber es macht einfach Spass Chan und Berrington als Synths zu sehen. Und es ist auch ziemlich spannend und fesselnd.

5. Last Ship
Hat sich in S2 drauf besonnen was es kann und was nicht. Und deswegen ist es z.Z. sehr unterhaltsam.

6. Zoo
Ist das TV Äquivalent eines guten Popcorn Movies. Unterhält mich ausgezeichnet. Wer was anspruchsvolles Sucht ist hier aber völlig falsch. Nebenbei, Burke spielt mMn hier die gleiche Rolle wie in ''Revolution'' :lol:

7. Stitchers
Na, eine ABCF Serie muss ja hier drin stehen :lol:
PLL und Chasing Life hätten es aber auch getan. Alle drei haben z.Z. einen ziemlich guten Lauf.

8. UnReal
Beißender und zynischer Blick auf's ''Reality TV''

9. The Strain
Hier gilt das Gleiche wie für Last Ship: Hat sich in S2 drauf besonnen was es kann und was nicht. Die ''Aussetzer/Stuss/Schwachsinn/ectr. sind deutlich zurück gegangen. Jetzt müssen sie nur noch Ephs Balg los werden.

10. Proof
Bescheuerte Prämisse, aber Beals macht das Ganze tatsächlich sehenswert.


Ehrenvolle Erwähnung:
Defiance
Killjoys
The Astronauts Wives Club
-- wegen der ganzen Darstellerinnen einfach sehenswert

Sehr vielversprechender Start: SDRR

Unzufrieden mit: Teen Wolf (mehr dazu demnächst mal)

Enttäuschung des Monats: HBO's Ballers

Wirklich gut, dass bald Schluss ist (es ist nur noch hate-watching): Falling Skies


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BeitragFr 31. Jul 2015, 12:48 
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Na ein Glück lag das Season Finale von Penny Dreadful noch in diesem Monat. Sonst wäre es mir echt schwer gefallen, eine Nummer 1 zu bestimmen. Mr. Robot ist ein Spitzenneustart, muss sich aber noch etwas länger bei mir beweisen, Teen Wolf stagniert diese Season, Hannibal is waaay down the rabbit hole und kaum noch einzuordnen... Und sonst sind die großen Qualitätsbrecher letzten Monat in die Staffelpause gegangen und ließen ein Feld aus mehr oder minder unterhaltsamer B-Ware zurück. Wenn ich sehe, was hier auf die Liste kommt, um die 10 vollzukriegen, weiß ich jedenfalls: jetzt ist genau die Zeit, für die ich mir Sachen wie Bloodlines und Better Call Saul aufgespart habe.


1. Penny Dreadful
Superber, erst triumphaler, dann süß-schmerzlicher Staffelabschluss

2. Mr Robot
Bester Neustart der letzten Monate. Writing, Regie, Darsteller - alles top notch. Und ich mag die oft konsequent durchgehaltene anti-soziale Denkweise der Charaktere, die dann plötzlich doch wieder mit echten Gefühlen und Verlusten kollidiert.

3. Teen Wolf
Weiterhin gute Spannungskost, aber diese Staffel zündet es noch nicht so richtig. Es leistet sich keine nennenswerten Fehler, überrascht mich aber auch nicht. Vielleicht ein Zeichen dafür, dass gerade etwas zu wenig riskiert wird, was das Storytelling angeht.

4. Hannibal
Riskiert eindeutig zu viel in Sachen Storytelling und verliert sich in einer ebenso überbordenden wie ausfasernden Vision einer zerbrochenen hyper-selfaware Bromance, die zu voll mit Retrospektive ist und zu leer an frischem Blut.

5. Deutschland 83
Nicht wirklich eine US-Serie, aber ich schaue sie gerade auf Sundance und sie hält qualitativ in diesem Feld locker mit. Gelungene Drehbücher mit dichten Stories und starkem pacing, 80er Look gut getroffen, Dialoge und Charaktere wirken organisch und lebensnah. Bin heute auf aktuellem Ausstrahlungsstand (fehlt nur noch das Finale) angekommen und sehr angetan. Ich war jetzt zwar nie so richtig begeistert von The Americans, hätte aber nicht gedacht, dass mir eine deutsche Produktion besser gefallen könnte. D83 schafft das zu meiner Verblüffung. Privates und Mission sind hier enger und griffiger verknüpft, die Gefahr entdeckt zu werden wirkt realer und die Auswirkungen der Einsätze haben mehr impact. Zudem hat man hier mit Jonas Nay einen echt starken Hauptdarsteller gefunden. Beeindruckend.

6. Scream
Oh, Gott, ist das wirklich schon Platz 6? Es macht ja Spaß und es macht sogar einiges richtig, was man gar nicht so wahrnimmt (widersteht zB dem Drang, jede Folge irgendwen abzumurksen), aber dann verlässt es sich bei den Teenies wieder auf derartige Typencharaktere, dass ich einfach die Augen rollen muss. Die arschig-untreuen Highschool-Jocks fallen da besonders auf. Einer klischeehafter als der andere. Trotzdem bleibt die Spannung da, trotzdem geht das Konzept als Serie wirklich auf. Und zwar aus genau dem Grund, der in der ersten Folge als Prämisse vorausgeschickt wurde: das emotionale Band zu den Charakteren wächst mit der erheblich größen Screen Time im Vergleich zu einem Slasher im Filmformat.

7. Dark Matter
Ist schon ganz schön viel Trash drin und weit von dem entfernt, was ich mir als neue, große Space Opera wünschen würde. Aber die greifenden mystery hooks und der Android reißen einiges von dem raus, was die sonst mäßigen Darsteller, holprigen Dialoge und stellenweise billiger Look nicht leisten können.

8. UnREAL
Edelsoap mit Reality-Satire-Elementen - inzwischen auch ganz deutlich in der Reihenfolge. Die typischen Soap Figuren (queen bitch in charge und ihre moralisch noch ambivalente Schülerin, der lüsterne Patriarch, der kernige Hunk von einem Stallbur... äh Kameramann, der ölige Prinz Charming... etc) sind hinter der Kamera viel stärker vertreten als davor.

9. Last Ship
"Besinnt sich auf das, was es kann" klingt ja erstmal gut. Wenn das aber wirklich nur stumpfes Geballer in simpel Plots ohne jeden Rest erzählerischer Ambition sind, dann reicht mir das irgendwann nicht mehr. Noch fühle ich mich einigermaßen unterhalten.

10. Rick & Morty
Krude amüsant, bringt mich aber selten wirklich zum Lachen. Ein bisschen mehr Futurama-Vibe könnte die Show für mich wesentlich genießbarer machen.


Unter ferner liefen:

Wayward Pines
Maue zweite Staffelhälfte, maues Finale

Orphan Black

Großer Gott, was für ein aberwitziger jump the shark Moment im Staffelfinale. Die Show war für mich ja schon abgesetzt, aber ich muss nächste Season zumindest nochmal reinschauen, um zu sehen, wo dieser grandiose Schwachsinn hinführt.

Falling Skies
THE WORST. Ja, das ist hate watching. Die Beschissenheit dieser Show ist inzwischen kaum mehr in Worte zu fassen. Die Dialoge sind zum Haare raufen und wie man nun in der plattesten und offensichtlichsten Weise den Konflikt zweier Hauptcharaktere eskaliert, lässt aber wirklich gar kein Klischee aus - bis hin zum diabolischen Lachen beim Schädelrasieren. Mit den immer brachialeren Logik-Lücken und krassen Widersprüchen hinter der Logistik und Funktionsweise der feindlichen Alien-Streitkräfte braucht man so mieserablem Character developement schon gar nicht mehr anfangen.
Drinkspiel: jedes Mal einen Schnaps, wenn ein Charakter ungefragt eine Anekdote aus der amerikanischen Militärgeschichte zu erzählen beginnt, die zur aktuellen Situation passt. Auf die Budget-Kürzungen sind unübersehbar. Wie da mieserabel beleuchtete copy&paste Mechs eingefügt werden, die völlig synchron die gleiche Animation abspulen, hat schon etwas von den wackeligen CGI-Gehversuchen in 90er Jahre Musikvideos. Aber ich bleibe dran. Das Serienende ist nicht mehr fern und ich will doch wenigstens wissen, wie das lustloseste Liebesdreieck der jüngeren TV Geschichte ausgeht... :lol:

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BeitragSa 1. Aug 2015, 05:53 
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RickyFitts hat geschrieben:
Falling Skies
THE WORST. Ja, das ist hate watching. Die Beschissenheit dieser Show ist inzwischen kaum mehr in Worte zu fassen. Die Dialoge sind zum Haare raufen und wie man nun in der plattesten und offensichtlichsten Weise den Konflikt zweier Hauptcharaktere eskaliert, lässt aber wirklich gar kein Klischee aus - bis hin zum diabolischen Lachen beim Schädelrasieren. Mit den immer brachialeren Logik-Lücken und krassen Widersprüchen hinter der Logistik und Funktionsweise der feindlichen Alien-Streitkräfte braucht man so mieserablem Character developement schon gar nicht mehr anfangen.
Drinkspiel: jedes Mal einen Schnaps, wenn ein Charakter ungefragt eine Anekdote aus der amerikanischen Militärgeschichte zu erzählen beginnt, die zur aktuellen Situation passt. Auf die Budget-Kürzungen sind unübersehbar. Wie da mieserabel beleuchtete copy&paste Mechs eingefügt werden, die völlig synchron die gleiche Animation abspulen, hat schon etwas von den wackeligen CGI-Gehversuchen in 90er Jahre Musikvideos. Aber ich bleibe dran. Das Serienende ist nicht mehr fern und ich will doch wenigstens wissen, wie das lustloseste Liebesdreieck der jüngeren TV Geschichte ausgeht... :lol:

Du sprichst mir aus der Seele. Ich glaube, dass selbst die Autoren sich gesagt haben, dass es bis zum Finale nicht mehr lang ist und jetzt einfach drauf geschissen haben.

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Bild? Ich sehe keines.


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BeitragSa 1. Aug 2015, 10:09 
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Gut war ich schon seit Jahren skeptisch gegenüber Falling Skies und habe immer abgewartet. Jetzt habe ich es (gleich zusammen mit The Last Ship) definitiv gestrichen von meiner Nachholliste.


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BeitragSa 1. Aug 2015, 14:51 
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In den ersten 2,5 Staffeln hatte es so seine Momente, und eine Show, die wirklich einen Guerilla-Krieg gegen eine Alien-Besatzungsmacht in Szene setzt, gab und gibt es ja sonst auch nicht wirklich. Aber die Serie ist einfach das Gegenteil von subtil und ich frage mich immer wieder wie sich ein professioneller Autor nicht zu dumm vorkommen kann, so etwas plattes in Produktion zu geben. Charaktere lassen sich mit maximal zwei Attributen vollumfänglich charakterisieren und die Konfliktsituationen werden dir oft so erklärt, als wärst du ein Sechsjähriger. Die ganze Alientechnologie und Logistik hinter deren Feldzug sieht oberflächlich faszinierend aus, was aber eine gemeine Falle ist, weil du durch diese Faszination anfangen könntest genauer hinzuschauen und - jetzt vorsicht! - darüber nachzudenken. Ganz wackeliges Kartenhaus...
Ab Season 4 wird es dann wirklich nur noch ein gewaltiges shitfest. In diesem Fall leider auch nicht durch binge watching zu retten, indem man sich einfach 3-5 Folgen pro Tag reinzieht. Die Fehler fallen dir trotzdem noch zur Genüge auf und durch die hohe Dosis wirst du von den regelmäßigen Stirnklatschern nur tagelang mit dicken, roten Flecken über den Augen rumlaufen.

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"And in that moment, I swear we were infinite."


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BeitragDo 3. Sep 2015, 09:48 
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Top 10 August 2015

---Dark Matter
War im August schlicht und ergreifend die Serie, auf die ich mich jede Woche am meisten gefreut habe, und die mich ausgezeichnet unterhalten hat.

Off topic:
Zum Gemecker hier (und anders wo) über die ''production values:'' Mich hat's nicht gestört. Das Gemecker und die Nörgelei kamen mir oftmals auch wie typisches Nerd Verhalten vor. Was erwartet ihr eigentlich? Produktion values auf Kino-Blockbuster-Niveau, oder zumindest HBO Niveau (wobei, bei GoT ist auch nicht alles Gold :lol: ). Ist doch völlig unrealistisch, dass ein mittlerer Kabelsender wie Syfy sich so was in der aktuellen Lage leisten kann, oder will. Es gibt viel schlimmeres, auch bei ''reichen'' Sendern. Es ist halt die Realität des Jahres 2015, das bei allgemein sinkenden Quoten und damit Einnahmen irgendwo gespart werden muss (wenn man nicht nur zwei Serien pro Jahr und Sender haben will). Und leider kann man ein kleines Budget nicht immer oder auf Dauer überdecken. Wenn's einem soooo stört, ja, dann muss man halt abschalten.

---Mr Robot
Finale noch nicht gesehen, aber die Serie ist auch so eines der TV Ereignisse des Jahres 2015. Must-see tv!

---Narcos
6 Folgen gesehen, und auch hier: Eines der TV Ereignisse des Jahres 2015. Must-see tv!


Mit etwas Abstand hinter den Top 3:
---Chasing Life
Gehöre zwar nicht zur Zielgruppe, aber mich unterhält es gut

---Defiance
gute S3 mit wunderbarem Finale

---Killjoys
die zweite Staffelhäfte war spannend und packend und serialisiert

---The Last Ship
Hat sich in S2 drauf besonnen was es kann und was nicht. Und deswegen ist es z.Z. sehr unterhaltsam.

---Scream
Popcorn TV, aber gutes

---Sex&Drugs&Rock&Roll
im Grunde eine Familiendramedy, die in der Musikbranche spielt. Aber offenbar nichts für eine jüngere Zielgruppe (trotz Gigi)

---The Strain
in der letzten Folge hat FX ganz offensichtlich getestet wie weit man mit ''side boob'' gehen kann :mrgreen: . Alleine dafür muss die Serie in die Monatsauswertung :lol: Bis auf den Knirps deutliche Steigerung zu S1

Ehrenvolle Erwähnung:
---Zoo

Popcorn TV, aber recht gutes


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BeitragDo 3. Sep 2015, 10:04 
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redlock hat geschrieben:
Off topic:
Zum Gemecker hier (und anders wo) über die ''production values:'' Mich hat's nicht gestört. Das Gemecker und die Nörgelei kamen mir oftmals auch wie typisches Nerd Verhalten vor. Was erwartet ihr eigentlich? Produktion values auf Kino-Blockbuster-Niveau, oder zumindest HBO Niveau (wobei, bei GoT ist auch nicht alles Gold :lol: ). Ist doch völlig unrealistisch, dass ein mittlerer Kabelsender wie Syfy sich so was in der aktuellen Lage leisten kann, oder will. Es gibt viel schlimmeres, auch bei ''reichen'' Sendern. Es ist halt die Realität des Jahres 2015, das bei allgemein sinkenden Quoten und damit Einnahmen irgendwo gespart werden muss (wenn man nicht nur zwei Serien pro Jahr und Sender haben will). Und leider kann man ein kleines Budget nicht immer oder auf Dauer überdecken. Wenn's einem soooo stört, ja, dann muss man halt abschalten.

Wenn eine Serie im Jahr 2015 aussieht wie aus 1990 kann man das nicht nur damit erklären, dass der Sender klein ist. Dann fehlt es auch an Kreativität im Production Design.
Ex Machina hat mit 15 Mio. ein sehr überschaubares Budget, sieht aber auch nicht aus wie Virtuosity aus 1995.

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Bild? Ich sehe keines.


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BeitragDo 3. Sep 2015, 11:05 
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Bei Dark Matter ist es aber einfach sehr extrem.
Die CGI-Außenansichten des Schiffes und sonstige Space Effekte sehen so billig aus, dass man sie kaum mehr als Arbeit eines Profis abnehmen kann. Sowas kann man heute in Spieleengines in Echtzeit rendern und es sieht nicht schlechter aus - tendenziell eher besser (wenn man sich mal Star Citizen ansieht). Dann ist da das Set-Design, das auch ausgesprochen flach, texturlos und einfallsarm ist. Kostüme? Ebenfalls nichts, was das Auge erfreuen könnte. Musik? Praktisch nicht vorhanden. Masken und Make Up Effekte? Nüscht nennenswertes. Und dann ist da eben noch ein sehr unscheinbarer Cast, der auch nicht wirklich teuer sein kann. Nimmt das alles zusammen, dann muss Dark Matter einfach rotzebillig sein.


1. Mr. Robot
Keine Serie spielt derzeit geschickter mit meinen Erwartungshaltungen. Plots, Dialoge, Schauspiel, Look: alles Spitzenklasse. Kann ich Staffel 2 bitte jetzt sofort haben?

2. Hannibal
Eines der besten Serienfinale überhaupt hat die etwas problematische Staffel doch noch enorm rausgerissen. Perfekter Abschluss für Will und Hannibal und davor noch eine ganze Bandbreite an hervorragender send of momente und knisternder Dialoge mit den wichtigsten Nebenrollen.

3. Deutschland 83
Brenzlig dramatischer Staffelabschluss, der sehr gelungen war. Klasse Serie.

4. Masters of Sex
Gerade erst den Staffelstart nachgeholt, aber mir gefällt der Zeitsprung und die Einführung des neuen patchwork family status quo schon sehr.

5. Teen Wolf
Kam in der ersten Halbstaffel nicht in die Gänge. Wenn Scotts Pack nur auf die Fresse kriegt und so gar nichts erreicht, fehlt irgendwie das sense of accomplishment, das für die emotionale Achterbahnfahrt so einer Teen-Mystery-Thriller-Serie wichtig ist.

6. The Last Ship
Das Duell mit dem Antagonisten der Staffel zieht an und Dr. Scott übertritt ethische Grenzen. Beides tat der Show die letzten paar Folgen merklich gut und hat mein Interesse wieder etwas erhöht.

7. Unreal
Solider Abschluss einer soliden Auftaktstaffel. Aber so richtig viel Gesprächsstoff gibt die Show auch nicht her.

8. Scream
Der Begriff "proof of concept", den ich in meinem Season Review verwendet habe, trifft es glaube ich wirklich ganz gut. Diese 10 Folgen haben gezeigt, dass Slasher-Horror auch als TV Serie funktionieren kann. Nun darf gerne bewiesen werden, dass es auch mit weniger klischeehaften Figuren geht und man die Spannungsschraube durch mehr Wendungen und besser ausinszenierte Gefahrensituationen noch kräftig hochdrehen kann.

9. Dark Matter
Abgesehen vom Billiglook trotz oft eher rudimentärem Storytelling ganz unterhaltsam. Ohne den Bonus, die einzige Space TV Show on air zu sein, wäre das aber wirklich kein Top 10 Kandidat

10. Rick & Morty
gleichbleibend amüsant und krude



Sonderaward:
Wenn man sich mehr freut, dass die Show tot ist, als der big bad ihrer Story...
...hat man gerade das Finale von Falling Skies gesehen.

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BeitragSa 3. Okt 2015, 15:47 
Inventar
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Es war ein sehr bescheidener Monat September (mindestens 2 Eps liefen):

Top:
---Bastard Executioner
---Chasing Life


Ehrenvolle Erwähnung:
---Limitless:
die beiden ersten Folgen waren einfach sehr gute und amüsante Unterhaltung. Vielversprechender Einstieg in die Staffel. (Mal sehen ob's so bleibt)

---The Strain:
nicht perfekt, aber sie haben die schlimmsten Fehler aus S1 abgestellt und die Serie gefällt mir aktuell gut

---Zoo:
gutes Popcorn TV

Erwähnens- und sehr empfehlenswertes von der Nachholliste:
---Bomb Girls S1+2
---Suits S5.1


auch noch erwähnenswert, aber nur bedingt zu empfehlen:
---Orphan Black S3
---Remedy S2


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