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von LittleQ
#1500872
Pretty Little Liars

Lohnt die Serie? Also ich weiß, dass die Serie als Mädchenserie verschrieben ist. Ich hab aber gerade die Beschreibung zu Staffel 1 auf Wikipedia gelesen und irgendwas mit einem verschwundenen Mädchen und geheimnisvollen Nachrichten, klang schon interessant. :)
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von redlock
#1500889
LittleQ hat geschrieben:Pretty Little Liars

Lohnt die Serie?
Oh, ganz schwierig zu beantworten. Ich denke, die Antwort ist ein ganz klares Jein. :mrgreen:

Die Serie ist hochgradig unterhaltsam, vor allem in den ersten Staffeln. Da ist sie mehr als eine typische ''Mädchen Serie.''
Die production values sind bestenfalls mäßig (dürfte eine der billigsten Serien im Disney TV Bereich sein). Es gibt teilweise riesige Logiklücken. Die Serie ist eindeutig zu lang geworden. Aktuell Folge 150, es werden insg. 160.
Aber verdammt, mir hat's lange viel Spaß gemacht. Eben tolle Popcorn Unterhaltung. Und jetzt wird auch noch der Rest geguckt. Würde ich aber noch mal Anfangen mit dem Wissen von heute? Hm...eher nicht. Dennoch, lieber PLL als die x-te (Comic-)Superhelden Serie von Marvel oder DC.
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von LittleQ
#1500905
redlock hat geschrieben:
LittleQ hat geschrieben:Pretty Little Liars

Lohnt die Serie?
Oh, ganz schwierig zu beantworten. Ich denke, die Antwort ist ein ganz klares Jein. :mrgreen:

Die Serie ist hochgradig unterhaltsam, vor allem in den ersten Staffeln. Da ist sie mehr als eine typische ''Mädchen Serie.''
Die production values sind bestenfalls mäßig (dürfte eine der billigsten Serien im Disney TV Bereich sein). Es gibt teilweise riesige Logiklücken. Die Serie ist eindeutig zu lang geworden. Aktuell Folge 150, es werden insg. 160.
Aber verdammt, mir hat's lange viel Spaß gemacht. Eben tolle Popcorn Unterhaltung. Und jetzt wird auch noch der Rest geguckt. Würde ich aber noch mal Anfangen mit dem Wissen von heute? Hm...eher nicht. Dennoch, lieber PLL als die x-te (Comic-)Superhelden Serie von Marvel oder DC.
Vielleicht schau ich einfach mal bei Gelegenheit die ersten Folgen und geb mal Bescheid. Wie gesagt. Irgendwie hat mich die Staffelbeschreibung einfach angemacht. Hab aber schon gesehen, dass das Produktionsniveau nicht unbedingt der Shit ist, aber von sowas lasse ich mich mittlerweile nicht mehr abhalten.
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von Viktor
#1500950
An alle Scream Schauer: Wie würdet ihr die Serie im Vergleich zu Harpers Island einstufen?

Als die letztere vor ein paar Jahren raus kam, wurde sie hier größtenteils zerpflückt. Ich dagegen fand sie recht ansprechend.
#1500955
Viktor hat geschrieben:An alle Scream Schauer: Wie würdet ihr die Serie im Vergleich zu Harpers Island einstufen?
Ich hab nicht viel von Harper's Island gesehen, aber von dem was ich mich erinnern kann, war's gefühlt eine Mischung aus ABC Soap und Horror Mystery und hatte doch ein paar kreative Momente. Scream ist halt die Beverly Hills 90210 Variante davon. Aber ich kann mir nicht wirklich ein Urteil zu Harpers Island machen. Dazu hab ich zu wenig vor zu langer Zeit gesehen.
#1501751
Viktor hat geschrieben:An alle Scream Schauer: Wie würdet ihr die Serie im Vergleich zu Harpers Island einstufen?

Als die letztere vor ein paar Jahren raus kam, wurde sie hier größtenteils zerpflückt. Ich dagegen fand sie recht ansprechend.
Also Harpers Island war mit einem tollen Setting ausgestattet, langweilte aber mit den Charakteren vor sich hin und es passierte bis kurz vor dem Ende gefühlt nichts. Die Morde selbst haben mich auch kalt gelassen. Es war ein toller Versuch, der inhaltlich nicht funktionierte. Scream hingegen hat den Bonus der Filme, da man so im Groben weiß, worauf man sich dort einlässt. Die Charaktere entwickelt sich in gewissen Zügen und manche Morde sind mitfühlend. Gerade ist es auch hier, dass die eigentliche Hauptperson die "flachste" Figur macht. Aber mit Ende von Staffel 1 bis Ende Staffel 2 war eine deutliche Steigerung. Scream - Die Serie ist im Prinzip "Pretty Little Liars" mit mehr Blut. Vor kurzem sah ich auch die Serie "Slasher" und fand sie eigentlich auch vom Setting und den Morden ganz gut gemacht (mit seinen Möglichkeiten), aber auch hier ist es ähnlich wie mit Harpers Island. Die Auflösung riecht man 10 Meilen gegen den Wind und die Charaktere sind einem fast egal. Die Morde dafür aber durchaus brutal und die Maske des Mörders fand ich auch sehr spooky.
#1501813
Zum Anlass der Meldung, dass Kingdom mit S3 beendet wird, wollte ich mal nachfragen, ob sich die Serie zum Schauen lohnt. Ich meine mich zu erinnern, dass einige hier im Forum nach S1 relativ positiv darüber geschrieben haben, glaube aber nicht seither wieder einmal etwas von der Serie (bzw. ihrer Qualität) gelesen zu haben, zumal es mit S2.1 und S2.2 ja eigentlich schon insgesamt drei Staffeln gibt.
#1501826
little_big_man hat geschrieben:Zum Anlass der Meldung, dass Kingdom mit S3 beendet wird, wollte ich mal nachfragen, ob sich die Serie zum Schauen lohnt.
Ja, lohnt sich. Ist ein gutes Familiendrama -- ohne den überdrehten Mist der ''Prestige Familiendramen'' der Streaming-/PayTv Anbieter -- die vor/in der Kulisse der MMA Szene spielt. Ist das was ich als eine Serie ''für Männer'' bezeichnen würde.
#1501842
little_big_man hat geschrieben:Zum Anlass der Meldung, dass Kingdom mit S3 beendet wird, wollte ich mal nachfragen, ob sich die Serie zum Schauen lohnt. Ich meine mich zu erinnern, dass einige hier im Forum nach S1 relativ positiv darüber geschrieben haben, glaube aber nicht seither wieder einmal etwas von der Serie (bzw. ihrer Qualität) gelesen zu haben, zumal es mit S2.1 und S2.2 ja eigentlich schon insgesamt drei Staffeln gibt.
Lohnt sich. Hat es mit Staffel 1 direkt in den Kreis meiner Lieblingsserien unter dem noch laufenden Material geschafft. Geht in die Ecke der Dramen als FX noch Männersender war. (The Shield, Rescue Me, Sons, Over There ... ). Adrenalingetriebenes Drama um taffe Kerle mit weichem Kern. Danach habe ich schlicht nichts mehr dazu geschrieben, weil ich Staffel 2 noch nicht begonnen habe. :lol:

btw. Dem Klischee nach, ist es zwar eine klassische Männerserie, aber Kiddow z.B. würde es höchstwahrscheinlich auch gefallen.
#1503144
LittleQ hat geschrieben:Pretty Little Liars

Lohnt die Serie? Also ich weiß, dass die Serie als Mädchenserie verschrieben ist. Ich hab aber gerade die Beschreibung zu Staffel 1 auf Wikipedia gelesen und irgendwas mit einem verschwundenen Mädchen und geheimnisvollen Nachrichten, klang schon interessant. :)

Ein definitives JA.
Diese Serie hat es wirklich in sich. Sie ist spannend gemacht,hat zwar ihr Logiklücken aber man will immer wissen wie es weiter geht.
Ich persönlich bin jetzt bei 6x14 und bin traurig das es dem Ende entgegen geht.
Man muss dem Genre Teeniedrama schon was abgewinnen können.
#1505494
Ich habe gerade zufällig gelesen, dass "Shots Fired", welche diesen Frühling von mir völlig unbeachtet bei FOX lief, eine Limited Series war (was wohl der moderen Begriff für "eigentlich eine Miniserie, die wir aber natürlich verlängern wenn sie gute Quoten holt à la 13 Reasons Why" ist). Da sie in einem Satz mit American Crime genannt wurde, dachte ich muss ich jetzt mal hier nachfragen, ob jemand die Serie gesehen hat und etwas dazu sagen kann. Die Foren-Suche hat jedenfalls keine Reviews gefunden...
#1505500
little_big_man hat geschrieben:Ich habe gerade zufällig gelesen, dass "Shots Fired", welche diesen Frühling von mir völlig unbeachtet bei FOX lief, eine Limited Series war (was wohl der moderen Begriff für "eigentlich eine Miniserie, die wir aber natürlich verlängern wenn sie gute Quoten holt à la 13 Reasons Why" ist). Da sie in einem Satz mit American Crime genannt wurde, dachte ich muss ich jetzt mal hier nachfragen, ob jemand die Serie gesehen hat und etwas dazu sagen kann. Die Foren-Suche hat jedenfalls keine Reviews gefunden...
Ist auch an mir vorbei gegangen, aber liest sich ganz interessant. Ich werde es mal testen.
#1505501
little_big_man hat geschrieben:Ich habe gerade zufällig gelesen, dass "Shots Fired", welche diesen Frühling von mir völlig unbeachtet bei FOX lief, eine Limited Series war ..
Hast du den originalen "15 Years Later, 2017 Needs Its Own ‘The Wire" Kommentar auf variety oder die wieder mal kackdreist als Originalkommentar von serienjunkies verkaufte Übersetzung "The Wire wird 15: All the pieces matter" gelesen? :mrgreen:
http://variety.com/2017/tv/columns/the- ... 0469_link2
“The Wire” transformed from a niche show that few were watching to a symbol of intellectual superiority.
...
http://www.serienjunkies.de/news/wire-a ... 83687.html

The Wire“ verwandelte sich von einem Nischenformat (zu Ausstrahlungszeiten) zu einem Symbol intellektueller Überlegenheit.
And the people who were likely to learn the most from “The Wire” were viewers with enough privilege to have avoided the pitfalls of endemic crime, inner city life, and/or addiction.
...
Dabei sind diejenigen, die von ihr am meisten lernen können, ebenjene, die mit ihren Themen am wenigsten zu tun haben: Kriminalität, Armut, Abhängigkeit, institutionelles Versagen.
“The Wire,” which debuted June 2, 2002, took pains to stay current with Baltimore’s evolution —including the redevelopment of the city’s waterfront and the frustrations of newspapers approaching the digital era. But it has been a tumultuous 15 years since then. There’s plenty more story about the American city left to tell.
...
Da die Serie nun bereits ihren 15. Geburtstag feiert und sich die darin porträtierten Institutionen natürlich auch verändern, stellt sich die Frage, wieso es bislang keine Serienmacher gab, die sich dieses komplexen Themas abermals annehmen.
There are more television shows than ever before, but none are as wide-ranging, honest, revolutionary, and educational as “The Wire.”
..
Besonders verwunderlich ist dies angesichts der Serienschwemme, die uns seit einigen Jahren dank Peak TV überrollt. Darunter findet sich allerdings kein Format, das in seiner Brillanz an dieses große Epos herankommt. Es gibt mehr Serien als jemals zuvor, aber es gibt keine Anzeichen auf ein neues „The Wire“.
In contemporary television, there are a few standouts that come close. John Ridley’s “American Crime,” which ended in May after three seasons, was an attempt to tell a story of American institutions through the lens of an anthology series. It didn’t quite have the earthy vulgarity of “The Wire,” and certainly lacked the older show’s cutting sense of humor. But it certainly tried to tackle big issues, and in its third season especially, admirably succeeded. Similarly, Fox’s “Shots Fired” attempted to take on police brutality through the miniseries lens.
...
Hier und da wird das versucht, zum Beispiel in „American Crime“, „Shots Fired“ oder „Orange Is the New Black“. Zwei davon sind Anthologie- beziehungsweise Miniserien, letztgenannte dürfte bald dem Netflix-Mantra „mehr ist mehr“ zum Opfer fallen.
Of course, television shows don’t all have to be about the big issues — they can be about single characters or unstable relationships or a particularly odd time and place or a dystopian future. But looking back at “The Wire” from here, it feels like too many television shows are not even trying to cut more deeply into the heart of American life.
...
Natürlich muss nicht jede neue Serie die ganz großen Themen aufgreifen, natürlich darf der Fokus auch viel kleiner sein. Aber es wäre doch schön, würde wenigstens mal der Versuch gemacht, das Leben in Amerika - oder Deutschland, oder sonstwo - so umfassend abzubilden wie in dem grandiosen, weitverzweigten, unvergleichlichen „The Wire“.
The Wire” took one of the most basic forms of television drama — the cop show — and turned that lens into an atmospheric, broad-ranging examination of how institutional bias and systemic power structures affect the individuals within them.
...
Es geht nicht um das Katz-und-Maus-Spiel von Polizisten und Kriminellen in Baltimore, sondern um die Institutionen der Stadt und ihre Effekte auf die Individuen, die Einwohner. Es geht um die amerikanische Stadt und wie ihre Bewohner miteinander leben. Aus einer der gewöhnlichsten Genres, der Kriminalserie, machten Simon und Burns eine atmosphärisch dichte Analyse über das Zusammenleben in Baltimore, über die dort herrschenden Machtstrukturen, in den städtischen Bürotürmen wie auf der Straße.
Because of creator David Simon’s background in journalism, “The Wire’s” details and complexity carried with it the ring of tough-minded truth — one that offered a completely different lens on inner city life than what you might catch on the evening news. Considering that the show managed to balance all of this with a wicked sense of humor and dozens of heartfelt performances, it is no wonder that the show became a modern masterpiece.
...
Die Genialität des Formats besteht jedoch darin, dass sie diese soziologische Herangehensweise mit bedachter Charakterzeichnung, schmutzigem Humor und unzähligen hinreißenden schauspielerischen Leistungen zu kombinieren wusste. Simon ist von Beruf Journalist, aber er ist auch ein begnadeter Dialogautor. .. Diese Kombination aus Unterhaltung und Realitätssinn sorgte schließlich dafür, dass aus „The Wire“ eine der besten Dramaserien aller Zeiten wurde.
...
#1505503
str1keteam hat geschrieben:
little_big_man hat geschrieben:Ich habe gerade zufällig gelesen, dass "Shots Fired", welche diesen Frühling von mir völlig unbeachtet bei FOX lief, eine Limited Series war ..
Hast du den originalen "15 Years Later, 2017 Needs Its Own ‘The Wire" Kommentar auf variety oder die wieder mal kackdreist als Originalkommentar von serienjunkies verkaufte Übersetzung "The Wire wird 15: All the pieces matter" gelesen? :mrgreen:
Gelesen ist übertrieben, aber ja, ich habe den Artikel bei SJ überflogen....und mir war nicht bewusst, dass die einfach nur andere Artikel übersetzen. Ist das überhaupt erlaubt?
Theologe hat geschrieben:Ist auch an mir vorbei gegangen, aber liest sich ganz interessant. Ich werde es mal testen.
Direkt nachdem du dich für den SSC#51 angemeldet hast sagst du? Das finde ich eine gute Idee... :wink:
#1505505
little_big_man hat geschrieben:
str1keteam hat geschrieben:
little_big_man hat geschrieben:Ich habe gerade zufällig gelesen, dass "Shots Fired", welche diesen Frühling von mir völlig unbeachtet bei FOX lief, eine Limited Series war ..
Hast du den originalen "15 Years Later, 2017 Needs Its Own ‘The Wire" Kommentar auf variety oder die wieder mal kackdreist als Originalkommentar von serienjunkies verkaufte Übersetzung "The Wire wird 15: All the pieces matter" gelesen? :mrgreen:
Gelesen ist übertrieben, aber ja, ich habe den Artikel bei SJ überflogen....und mir war nicht bewusst, dass die einfach nur andere Artikel übersetzen. Ist das überhaupt erlaubt?
Meine Online-Recht Professorin würde darauf wohl sagen "Es kommt drauf an." :lol: Aber das ist meines Erachtens nach eigentlich schon ziemlich eindeutig ein Fall von Plagiat und könnte THEORETISCH geahndet werden.
#1505507
little_big_man hat geschrieben:....und mir war nicht bewusst, dass die einfach nur andere Artikel übersetzen.
Ich lese die Seite selbst nur ab und zu, weil sie immerhin als Überblick für News über europäische Serien taugt, aber ich würde sagen, dass die meisten Artikel schon eigenverfasst sind oder korrekt auf die Quelle hinweisen. Diese dreisten Kommentar-Kopien ohne Verweis auf die Quelle scheint sich nur dieser spezielle "Autor" zu leisten.
Ist das überhaupt erlaubt?
Mit dieser Masse an offensichtlich geklauten Zitaten und ohne Verweis auf die Quellen dürfte eine kommerzielle Verwertung sicherlich nicht rechtens sein. Aber: Wo kein Kläger ...

Neo hat geschrieben:
little_big_man hat geschrieben:
Theologe hat geschrieben:Ist auch an mir vorbei gegangen, aber liest sich ganz interessant. Ich werde es mal testen.
Direkt nachdem du dich für den SSC#51 angemeldet hast sagst du? Das finde ich eine gute Idee... :wink:
Das klingt in der Tat nicht übel. :idea:
Alles andere wäre ein lupenreiner Skandal. 8)
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von Nerdus
#1507268
American Horror Story schwankt stark von Season zu Season, aber die sind ja jeweils in sich abgeschlossen. Die erste kann man sich auf jeden Fall gut reinziehen, wenn man noch nichts davon gesehen hat. Bei Gefallen kann man dann weiter überlegen. Bei Nichtgefallen kann man sich die übrigen auch sparen.
#1507271
eXtreme hat geschrieben:Kann mir einer sagen, ob ... "Falling Skies" sich lohnen?


''Falling Skies'' kann ich keinem empfehlen. Lass lieber die Finger davon -- selbst wenn du ein Fan von Trash TV sein solltest.
#1507441
redlock hat geschrieben:
eXtreme hat geschrieben:Kann mir einer sagen, ob ... "Falling Skies" sich lohnen?


''Falling Skies'' kann ich keinem empfehlen. Lass lieber die Finger davon -- selbst wenn du ein Fan von Trash TV sein solltest.
Falling Skies hat in den ersten beiden Staffeln durchaus Potential angedeutet und war unterhaltsam. Aber danach ging es qualitativ inhaltlich und visuell deutlich nach unten. Da kann man rückblickend wirklich keine Empfehlung aussprechen.
#1508091
Ich habe mich in letzter Zeit eigentlich immer mehr von Network-Comedies abgewandt, weil da kaum mehr eine über purem Durchschnittsniveau war. Selbst viele die ich aktuelle noch schaue/nachhole (wie z.B. Happy Endings, The Mindy Project oder New Girl) finde ich nur teilweise gut und kaum mehr eine ist auf wirklich hohem Modern Family, Parks & Rec oder Community Niveau.

Auch black-ish hatte ich eigentlich nie auf dem Radar, da ich die immer in den Topf der 1001 durchschnitts Familycomedies à la The Middle geworfen habe. In letzter Zeit taucht black-ish aber immer wieder auf Jahresbestenlisten oder bei Preisverleihungen auf. Deshalb muss ich jetzt doch mal die Threadtitel-Frage stellen: Lohnt sich black-ish vielleicht doch? Sprich gehört die Serie eher auf Modern Family statt auf The Middle Niveau?

PS: The Middle ist hier nur als Stellvertreter für die ganzen Durchschnitts-Network-Comedies gemeint, weil ich davon zumindest 2-3 Episoden gesehen habe.
#1508095
little_big_man hat geschrieben:Ich habe mich in letzter Zeit eigentlich immer mehr von Network-Comedies abgewandt, weil da kaum mehr eine über purem Durchschnittsniveau war. Selbst viele die ich aktuelle noch schaue/nachhole (wie z.B. Happy Endings, The Mindy Project oder New Girl) finde ich nur teilweise gut und kaum mehr eine ist auf wirklich hohem Modern Family, Parks & Rec oder Community Niveau.

Auch black-ish hatte ich eigentlich nie auf dem Radar, da ich die immer in den Topf der 1001 durchschnitts Familycomedies à la The Middle geworfen habe. In letzter Zeit taucht black-ish aber immer wieder auf Jahresbestenlisten oder bei Preisverleihungen auf. Deshalb muss ich jetzt doch mal die Threadtitel-Frage stellen: Lohnt sich black-ish vielleicht doch? Sprich gehört die Serie eher auf Modern Family statt auf The Middle Niveau?

PS: The Middle ist hier nur als Stellvertreter für die ganzen Durchschnitts-Network-Comedies gemeint, weil ich davon zumindest 2-3 Episoden gesehen habe.
The Middle wurde in späteren Staffeln deutlich besser nachdem sie den lahmen Part um den Job der Mutter gestrichen, sich mehr auf die Kinder konzentriert und den Kitsch zurückgefahren haben. In den ersten Staffeln wirkte es wie ein Malcolm Klon, der aber deutlich zahmer und altbackener als sein Vorgänger daher kam. Der Sprung ist da fast so stark wie bei Cougar Town nachdem es inhaltlich nicht mehr Cougar Town war. Hat bei TM nur leider ein paar Jahre anstatt ein paar Folgen gebraucht. :lol:

Black-ish ist besser als die ersten Staffeln von The Middle, aber bestenfalls auf dem Level der späteren Staffeln. Auch "nur" eine solide Familiencomedy mit gutem Cast, die in der heutigen Medienlandschaft gerne überhypt wird, weil sie alle paar Wochen Very Special Episodes zu schwarzen Themen bringt (Survivor's Remorse oder selbst The Carmichael Show haben allerdings eine deutlich bissigere und ausgewogenere Herangehensweise an solche Diskussionen). Sie versuchen zwar dabei immer noch humorvoll ans Thema zu gehen und den gröbsten Schmalz zu vermeiden, aber für mich waren diese Emmy-Bewerbungsvideos dennoch meist die schwächeren Folgen der Serie.

Da Modern Family in den letzten Jahren auch nur noch sehr wenige herausragende Episoden pro Staffel fabriziert, nehmen sich Black-Ish, The Middle, The Goldbergs und Modern Family für mich alle nicht viel. Alle haben mal gute und mal weniger gute Tage. Alle gipfeln in den letzten Minuten vorhersehbar in Wohlfühlkitsch. Modern Family lebt hauptsächlich vom Vorteil, dass es am stärksten auf Lacher abzielt und durch die Inszenierung und das hohe Tempo weniger unter den ausgelutschten Standardplots des Subgenres leidet.

Du machst sicher nichts falsch, wenn du Black-ish testest, aber bei deiner Geringschätzung für Familiencomedys wird auch das sicher kein Must See. Auf dem Gebiet wäre Survivor's Remorse mit seinem Mix aus Entourage im Sportmilieu und schwarzer Familiencomedy die bessere Wahl. F is For Family, wenn du mit offenem Visier herangehst und akzeptierst, dass es (wie der dringendste Comedytipp BoJack) etwas braucht, um seinen Groove zu finden.

Superstore kommt den großen Workplace Comedies von Parks bis The Office am nächsten. Händelt sogar das zentrale Will They - Won't They über mehrere Staffeln zurückhaltend und charmant. Gesellschaftlich relevante Themen werden ohne erhobenen Zeigefinger ganz natürlich und mit Witz in die Handlung einbezogen. Zwar weicher und mainstreamiger als The Office in seiner Glanzzeit, aber wenn NBC noch vernünftige Comedy-Lead-Ins hätte, wäre das verdientermaßen ein Hit geworden. (Kam schon recht gut aus den Startlöchern, aber auch hier braucht es bis sie die Charaktere und die Beziehungen optimal einsetzen.)
Brooklyn 9-9 wirst du ja mittlerweile schon begonnen haben. Da du bei Archer schon Probleme hattest, wenn die Actionsequenzen unrealistisch abliefen, könnte das auch bei der Polizeiarbeit passieren. Wenn sie mal was zeigen, endet das fast immer in lahmen Verfolgungsjagden oder Showdowns in Lagerhallen, die Monk wie einen realistischen Thriller aussehen lassen.



Oder eine der High Concept Serien wie Trial & Error oder The Good Place. Evtl. The Mick, falls du My Name is Earl mochtest. Last Man on Earth sollte natürlich auch auf dem Plan stehen, aber da hast du ja von Beginn an eine ablehnende Haltung und würdest es wahrscheinlich nicht durch die durchwachsene erste Staffel mit dem damals noch zu extrem fremdschämigen Hauptcharakter schaffen, bevor es dann später mehr deinen Nerv treffen sollte.
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