von logan99
#1474090
AlphaOrange hat geschrieben: Das halte ich für Quatsch.
Wenn du aus der Schulzeit wenig bis nichts an Fremdsprachenkenntnissen mitgebracht hast und eventuell auch nicht gerade talentiert in Sprachen bist, dürfte es gerade im zunehmenden Alter für viele mächtig schwer sein, auf ein TV-taugliches Hörverständnis zu kommen - erst recht nicht im Eigenstudium. Da ist nichts mit "ziemlich schnell reinfinden".
Gut, ich war natürlich nicht im fortgeschrittenem Alter, als ich angefangen habe, aber mein Schul-Englisch war damals auf recht beschaulichem Niveau, da mich das einfach nicht interessierte und ich wirklich nur umgeschwenkt bin, weil ich Lost schauen wollte. Der Umstieg damals von Deutsche Synchro -> Englisch mit deutschem Untertitel -> Englisch mit englischem Untertitel hat ca. eine Season gedauert. Und ich bin wahrlich nicht sprachtalentiert - ganz im Gegenteil^^. Das denke ich kann jeder bis ins mittlere Alter problemlos schaffen, so dass man zumindest inhaltlich den Großteil der Zusammenhänge versteht und folgen kann. Man muss halt nur motiviert sein, es zu tun (woran es denke ich mal größtenteils scheitern wird, das hat aber nichts mit dem Alter zu tun).

Und wenn ich sehe, dass meine Mutter vor einigen Jahren angefangen hat, bisschen Englisch zu lernen, damit sie sich im Urlaub besser verständigen kann und eigentlich auch recht schnell zumindest vieles "Verstehen" konnte, dann zeigt auch das mir, dass wenn man will sowas jederzeit recht schnell (verhältnismäßig betrachtet) möglich ist.
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von AlphaOrange
#1474113
Ich kann deine Sprachhistorie gut nachvollziehen. Meine ist identisch. Also wirklich absolut identisch mit schulischen Leistungen, Lost mit Synchro, deutsche, dann englisch UT (habs ab S2 als OV geguckt). Und trotz meiner durchwachsenen Noten glaube ich, dass mir die Schule eine enorme Basis mitgegeben hat. Und ich war gerade mal 20 als Lost startete.
logan99 hat geschrieben:Und wenn ich sehe, dass meine Mutter vor einigen Jahren angefangen hat, bisschen Englisch zu lernen, damit sie sich im Urlaub besser verständigen kann und eigentlich auch recht schnell zumindest vieles "Verstehen" konnte, dann zeigt auch das mir, dass wenn man will sowas jederzeit recht schnell (verhältnismäßig betrachtet) möglich ist.
Meine Mutter lernt bestimmt seit 15 Jahren Französisch und könnte sich in Frankreich immer noch kaum verständigen geschweige denn französische Filme gucken.
von logan99
#1474114
Französisch hatte ich 3 Jahre in der Schule und kann bis auf eine handvoll Vokabeln und die 2-3 Standardsätze absolut nichts mehr. Die Sprache ist natürlich auch um ein vielfaches schwerer zu erlernen, als Englisch - die allgemein hin als eine der "einfachsten" Sprachen gilt. Von daher kann ich schon verstehen, wenn deine Mutter damit auch nach Jahren Probleme hat. Englisch hingegen ist ja zum Teil schon bei uns im Alttag angekommen und überall wird man mit konfrontiert, so dass man schon irgendwo eine Grundbasis hat, ohne das es einem womöglich bewusst ist, wodurch ein Einstieg ins Intensivieren der Sprache natürlich enorm vereinfacht wird.

Ist jetzt nur meine Meinung und ich sage auch nicht, dass man innerhalb von einem Jahr alles verstehen wird, geschweige sich zu unterhalten, aber dass man einer 0815 Serie ohne komplexere Themen durchaus halbwegs problemlos mit englischen Untertiteln wird folgen können, davon bin dann doch überzeugt, wenn man die Motivation und den Willen hat.
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von Theologe
#1474123
AlphaOrange hat geschrieben: Meine Mutter lernt bestimmt seit 15 Jahren Französisch und könnte sich in Frankreich immer noch kaum verständigen geschweige denn französische Filme gucken.
Es kommt auch darauf an wie man lernt. Ich glaube, dass man bei intensiver Schulung auch noch im "gehobenen" Alter eine Sprache erfolgreich erlernen kann.
Aber mit einmal pro Woche Volkshochschule und Vokaltrainingslektüre ist es nicht getan.
Ich habe während des Studiums Türkisch und Spanisch begonnen, hatte beides aber nur einmal die Woche. Davon bleibt natürlich nichts hängen.
Man muss die Sprache sprechen und hören. So wie man Englisch in der Schule auch gelernt hat. Ob man dafür Babbel oder so etwas nutzt oder einen Intensivkurs besucht, ist da nicht so wichtig.
Filme können dann sogar helfen. Ich habe seit meiner Schulzeit kein Französisch genutzt und hatte da auch nur eine 4. Aber als ich kürzlich einen Film mit spanischen Passagen sah, der aber nur französische UT hatte, half mir das enorm, so dass ich in Verbindung mit der Handlung den Kern der Gespräche ausmachen konnte.

Ich würde aber auch nicht zum besseren Filmverständnis eine neue Sprache lernen wollen, dafür ist der Aufwand dann doch zu groß.
#1474174
Ich finde es absolut verständlich, dass Sentinel Sachen auf deutsch schaut, ich finde es nur ein bisschen merkwürdig, dass er nicht verstehen (möchte) warum es besser ist die Serie im O-Ton zu sehen. Es geht einfach enorm viel bei Übersetzungen verloren. Das hat auch nichts mit Hype zutun. Es ist einfach eine Tatsache dass Synchros und andere Übersetzungsarbeiten, immer das Originalwerk verzerren. Und wenn man die Möglichkeit hat, das Originalwerk zu lesen/sehen/hören sollte man das auch tun. Wenn nicht, bleibt einem nichts anderes übrig, als mit der Übersetzung vorlieb zu nehmen und zu akzeptieren, dass man eine veränderte Variante des Werkes rezipiert. So geht's mir auch, mit allen nicht-englischen fremdsprachlichen Medien.
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von Theologe
#1474644
Outcast
Stimmungsvoll und atmosphärisch dicht inszenierter Horror der psychologischen Natur. Es gibt zwar auch ein paar Shocker, aber die Faszination zieht die Serie auf emotionaler Schiene.
Fugit gefällt mir in der Hauptrolle sehr gut, Glenister ist solide, aber hatte auch noch nicht das Material sein ganzes Können auszuspielen.
Ich bin mehr als gespannt, wie es hier weitergeht.
8/10
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von redlock
#1474676
Roadies (Showtime)

Ich bin ohne Erwartungen aber mit Neugier an den Piloten ran gegangen. Es war enttäuschend. Was als Liebeserklärung an die Roadies, also die guten Geister, die dafür Sorgen das Eure Lieblingssänger und -bands tolle Konzerte abgeben spielen, gedacht war, entpuppt sich als Langeweiler und Resterampe für Sachen die im Cameron Crowe Film mit Kate Hudson in der Hauptrolle (Name des Films fällt mir zum verrecken nicht ein, wird gleich via imdb nachgeliefert*) nicht oder nur kurz vorkamen.
Sicher, der Pilot hatte ein, zwei hübsche Momente -- die Stalkerin war sehr amüsant; die ''Laufszenen'' aus Kinofilmen -- und Kelly Ann kam super sympathisch rüber, aber das war einfach zu wenig. Da war nichts was mich gepackt hat. Der Pilot wirkte auf mich zudem wie ein etwas zu kurz geratener Kinofilm. Am Ende der Pilotfolge frag ich mich außerdem, was soll jetzt kommen. Die nächste Stadt, die nächste Krise vor Konzertbeginn? Ah, das war arg dünn.

---->5/10

*: Ja, ''Almost Famous'' ist's natürlich :oops: . Man, das Ding ist auch schon 16 Jahre alt. Holy Shit :shock:





Seite 1 bis hier aktuell
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von redlock
#1474808
BrainDead (CBS)

Sympathische Hauptdarstellerin trägt die Pilotfolge eines leichten Sommerdrama mit komödiantischem Einschlag. Ein, zwei mal wird man an ''The Good Wife'' erinnert -- Einstellungen, Einsatz von Musik. Das ist aber auch ein Problem. Man weiß von wem die Serie ist und zu was die Macher im Stande sind. Hier im Piloten kommt man aber nicht über nette, kurzweilige Unterhaltung ohne rechten Biss hinaus.
Mal sehen was die nächste Folge bringt und in welche Richtung (Genre) sich die Serie dann bewegt -- letzteres ist mir nämlich auch noch nicht klar.

---->6/10
von logan99
#1474928
Wrecked (TBS)

Keine Ahnung ob das gezielt eine Lost-Parodie sein soll, aber zumindest wird man teils mit dem Holzhammer daran erinnert^^ Insgesamt sicherlich nichts weltbewegendes und mitunter recht flach, aber gibt durchaus 1-2 lustige Charaktere und paar Gags zünden bei mir auch, dazu halt die Lost-Anspielungen - von daher werde ich mir die 10 Episoden der Season wohl mal geben.

6.5/10
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von redlock
#1475240
logan99 hat geschrieben:Wrecked (TBS)

Keine Ahnung ob das gezielt eine Lost-Parodie sein soll,
Ja, soll's.

Guilt (Freeform)

Dick Wolf's Law & Order Franchise ist berühmt-berüchtigt für's Verwursten von echten Kriminalfällen/Skandalen. Nun wagt sich ausgerechnet Freeform (aka ABCFamily) daran. Aus Amanda Knox wird Grace Atwood und statt in Perugia sind wir in London.
Natürlich ist der Pilot nicht wirklich gut. Aber so schlecht wie ihn manche Profi-Reviewer gemacht haben ist er nun auch wieder nicht. Das Ganze ist als guilty-pleasure für's Sommerprogramm inszeniert -- kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass die Macher sich das als ernsthaftes Krimidrama vorgestellt haben. Die Geschichte ist flott erzählt, es gibt eine Reihe von Verdächtigen, die den Mord an der Studentin verübt haben können. Da wir bei Freeform sind, sind die jungen Darsteller im Cast alle attraktiv (Hey, wer hätte gedacht, dass die Tochter von Buffy's Giles als Schwester von Faith durchgehen kann :lol: ).
Was mir besonders auffiel: Der Pilot sah für ABCF/Freeform Verhältnisse ziemlich gut (=nicht billig) aus. Das London gut aussieht (bzw. wie es sich US Touristen vorstellen) war für mich kein Nachteil.
Extra erwähnt werden muss noch Billy Zane. Seit Titanic hat er das schmierige Schwein richtig gut drauf. Hier ist er ein schmierig, schleimiger Anwalt, der für seine Klienten aber positive Resultate erzielt. Zane in der Rolle zu sehen hat Spaß gemacht. Da könnte glatt ein Spin-off drin sein.

---->5,5/10
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von redlock
#1476040
Queen of the South (USA)

Der nächste Versuch vom USA Network sich von den ''blue sky'' Programmen zu lösen.
Originell war's nun nicht gerade. Die Pilotfolge erinnerte mich an ''Narcos'' von Netflix, natürlich auf basic cable getrimmt und mit zwei deutlichen Unterschieden:
---die Hauptfigur ist hier eine Frau
---während Pablo zu Beginn von Narcos schon eine große Nummer im Geschäft war, fängt Teresa ganz unten an
Aber sonst gibt es die üblichen Sachen, die zu einer solchen Aufstiegsgeschichte gehören. Es wird gesoffen, gekokst, gevögelt und gemordet. Das Ende vom Lied steht auch schon fest. Die Geschichte wird als Flashback erzählt.
Das ist alles bestenfalls mittelmäßig. Einzig herausragend ist die Darstellerin der Teresa. Die ist hier richtig gut.
Letztes Jahr gefiel mir die Pilotfolge von ''Gang Related'' gar nicht. Bin aber dran geblieben und dann mit einer doch ziemlichen starken Serie belohnt worden. Dieser Pilot war besser. Aber Lust auf mehr hab ich eigentlich keine.

----->5/10



Noch was zu ''BrainDead:''
Die Serie kann bei CBS einfach nicht erfolgreich laufen. Bringen sie das Episoden Recap am Anfang von #102 doch glatt als Lied (bzw. ''Musikvideo'') :lol:
Zuletzt geändert von redlock am Fr 24. Jun 2016, 19:36, insgesamt 1-mal geändert.
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von redlock
#1476820
Dead of Summer (Freeform)

In der Tat. In der Pilotfolge wird jedes Klischee des ''Sommer-Camp-Teenage-Horror'' Genres bedient. Wäre ja noch okay, wenn der Pilot nicht so langweilig gewesen wäre. Neben der Geschichte um die Teenies im Camp gab's auch noch ein paar FB. Die sollen zwar Erklärungen vor allem zu einer der Figuren liefern. Hat aber Tempo aus der Geschichte raus genommen und zu diesem Zeitpunkt (Pilotfolge) war's schlicht überflüssig.
Leider bringt auch die Anwesenheit von Elizabeth Mitchell nichts. Die ist hier völlig verschwendet. Im Sommerprogramm sind die Ansprüche nicht all zu hoch. Aber das hier war wirklich schwach. Selbst für den Sommer: 3/10
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von LittleQ
#1476907
American Gothic

Papi kommt ins Krankenhaus und die Kinder entdecken, dass dieser möglicherweise ein Serien-Killer ist. Schlimmer noch, er war vielleicht sogar nicht allein.
Was auf den ersten Blick langweilig klingt...ist auch langweilig. :mrgreen:

Auf metacritic habe ich einen Satz gelesen, der es ganz gut trifft: "Feels like I'm watching an old episode of Dallas. With that whole rich family and "Who Shot JR" sort of theme."

Die Atmosphäre ist ganz okay, aber es animiert mich einfach nichts das weiter zu schauen. Die Dialoge sind teils einfach so uninteressant und unter den bisher gezeigten Figuren gibt es keine, die mich auch nur im Ansatz interessiert. Wirkt alles sehr aufgesetzt und austauschbar, wie bei einer Daily Soap...


3/10
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von redlock
#1477116
American Gothic (CBS)

CBS' Versuch einer Primetime Soap/Murder Mystery. Ist grundsätzlich nichts schlechtes, schon gar nicht im Sommerprogramm. Leider ist CBS hier jedoch total gescheitert. Es wirkt altbacken und ist langweilig. Der Pilot schafft es nicht mich für die Murder Mystery zu interessieren. Schade um die guten Darsteller, die in anderen Serien bewiesen haben, dass sie was können.

---->3/10


Nach der zweiten Folge von ''Queen of the South'' bin ich zum Schluß gekommen, dass diese Serie nicht mein Ding ist, und sie defintiv abgesetzt. Das sie relativ gute Quoten bei USA hat, überrascht mich.
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von Bobby
#1477139
American Gothic

Dann muss ich mal gegen den Strom schwimmen, denn mir hat der Pilot ganz gut gefallen. Diese Family Soap/Murder Mystery Geschichte lebt (noch) nicht von ihrer Originalität, aber in diesem Fall ganz klar vom tollen Cast aus unzähligen bekannten TV-Gesichtern. Der Verdacht wird im Laufe des Piloten in viele Richtungen gelenkt und man kann nur hoffen, dass es zum Staffelende eine vernünftige Auflösung geben wird.

7/10

BrainDead

Hier war meine Vorfreude so groß, immerhin ist das die nächste King-Serie! Das Endprodukt war dann leider nichts halbes und nichts ganzes. :? Der Mix aus SciFi und Politsatire klingt schon verrückt und der Pilot ist auch ziemlich crazy. Doch leider ist die Satire weder besonders böse, noch ist der SciFi-Teil besonders gut - die Body Snatcher Geschichte hat man nun oft genug gesehen. Evtl. ist am Ende doch noch mehr in der King-Serie als der Pilot zeigen konnte.

6/10

Feed the Beast

Ich weiß gar nicht, was ich da groß schreiben soll. Der Pilot war jetzt nicht sonderlich scheiße, sodass da schon Punkte drin sind und der Cast besitzt Potential, aber wirklich packend war da leider nichts. Einzig die Inszenierung der Kochszene(n?) war echt cool.

6/10
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von LittleQ
#1477244
Bobby hat geschrieben:American Gothic

Dann muss ich mal gegen den Strom schwimmen, denn mir hat der Pilot ganz gut gefallen. Diese Family Soap/Murder Mystery Geschichte lebt (noch) nicht von ihrer Originalität, aber in diesem Fall ganz klar vom tollen Cast aus unzähligen bekannten TV-Gesichtern. Der Verdacht wird im Laufe des Piloten in viele Richtungen gelenkt und man kann nur hoffen, dass es zum Staffelende eine vernünftige Auflösung geben wird.

7/10
Du kannst ja dran bleiben. Wenn jemand die Season durchschaut und findet, dass die noch besser wird, dann steige ich vielleicht nochmal ein. 8)
#1477599
Preacher
Die erste Hälfte hat mich echt umgehauen. Unglaublich stylisch und originell abgefilmt, mit scheinbar endlos vielen schrägen Ideen. Danach hat die Entwicklung von Figuren und Plot ein bisschen das mindfuck-Feeling abgebremst. Und trotzdem hab ich immer noch keine Ahnung um was es in der Serie längerfristig gehen soll, was bei einem mehr als einstündigen Piloten schon ein wenig ein Problem darstellt. Aber alles andere war einfach zu geil gemacht um nicht zu begeisterten.
Es ist fühlbar, dass die Show Zeit brauchen wird, um sich zu entfalten. Und ich werde auf jeden Fall dabei sein.
8.5/10

The Night Manager
8/10
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von redlock
#1477673
The Kettering Incident (Foxtel, Australien)

Von der Kritik hochgelobte australische Miniserie (8 Folgen) aus dem Genre ''Mystery.'' Produziert im Jahr 2014 hat sie einige Zeit bei Foxtel im Archiv gelegen und wird, nach Premiere bei einem Filmfestival (oder war's eine Filmmesse?), jetzt ausgestrahlt.
Worum geht’s? Im August 2000 fahren zwei Mädchen (eine Teenagerin und eine etwa 10jährige) mit ihren Fahrrädern durch einen Wald auf der Insel Tasmanien*. Plötzlich sehen sie Lichter, die Kleine rennt darauf zu und verschwindet plötzlich. Knapp 15 Jahre später ist die Teenagerin nun eine Kinderärztin in London. Sie leidet unter Blackouts, die auch schon mal ein paar Tage dauern können. Nach einem solchen Blackout findet sie sich plötzlich auf einer einsamen Straße in Tasmanien wieder (Reisepass und Flugticket im Auto legen nahe, es war keine Alienentführung).
Das vermisste Kind ist auf der Insel immer noch allgegenwärtig und die Rückkehr der Ärztin kommt bei den Alteingessenen nicht gut an. Mit der Rückkehr kommt es zu weiteren seltsamen Vorgängen auf der Insel.

Atmosphärisch ist das sehr dicht. ''Scandinavian noir'' ist eine gute Beschreibung dafür. Es hat mich ebenfalls an ''Top of the Lake'' erinnert. Die Natur ist ein praktisch ein eigener Charakter. Leider fand ich die Geschichte aber ziemlich zäh erzählt. Auch die Vorfälle und das Rätsel um das verschwundene Kind haben mich nicht gepackt oder gefesselt. Die guten Kritiken kann ich nicht nachvollziehen (konnte ich bei ''Top of the Lake'' aber auch nicht :lol: ).
Elizabeth Debicki (die aus ''The Night Manager,'' was nach Kettering gefilmt wurde) überzeugt in der Hauptrolle. Auch wenn ich mich wiederhole, sie hat eine große Karriere vor sich.

Von mir für den Pilotfilm (das waren zwei Eps zs. gepackt) nur :4/10
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von Zach
#1478265
The Night Of (HBO)

Der 75-minütige Pilot hat mir sehr gut gefallen. Obwohl der Plot der ersten Folge im Grunde nach schon bekannt ist, packt einen die Folge sofort, es herrscht die ganze Zeit eine gewisse Grundspannung, was auch daran liegt, dass die Serie sehr toll inszeniert ist, v.a. wie sie gefilmt ist und wie die Musik eingesetzt wird (tolle Opening Credits btw).
Für eine HBO-Serie auch erfreulich zurückhaltend bzgl. Schimpfwörtern, Gewalt etc.
Die überragenden Kritiken sind aber (wohl) etwas übertrieben, v.a. die ganze Taxi-Situation ist doch ein bisschen weit hergeholt. Damit kann man aber leben, ich denke das wird (mal wieder) ein Volltreffer für HBO werden (ob auch quotentechnisch, wird man sehen)!

8,5/10
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von redlock
#1478437
Night Of (The Beach) (HBO)

Das erste Drittel der extralangen Pilotfolge kam rüber wie eines jener berühmt berüchtigten ''After School Specials'' (Für alle nach 1990 geborenen siehe: https://en.wikipedia.org/wiki/ABC_Afterschool_Special ) mit der Warnung: ''Drogen sind gefährlich!''
Nach ein paar dummen Entscheidungen trifft die Hauptfigur dann noch die aller, aller, aller dümmste, die man in seiner Situation machen kann: Er quatscht ohne Anwalt mit den Cops (die ihm die Miranda Rechte auch noch erteilt haben). Drittens ist das Tempo des Piloten gemächlich.
Diese Dinge reichen oft schon aus, dass bei mir eine Serie(nfolge) schnell unten durch ist. Überraschenderweise ist dies hier nicht der Fall. Die Folge war nämlich durchgängig interessant und fesselnd. Man sieht entsetzt dem sich abspielenden Drama hilflos zu. Und am Ende der Folge möchte ich außerdem wissen wie es für die Beteiligten aus geht -- hoffentlich gehört dazu die Enthüllung des Täters. Würde mich jedoch nicht wundern wenn Zweifel bleiben werden.
Guter, aber kein überragender Einstand: 7,5/10
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von Theologe
#1478595
The Night Of
Es ist zwar schon ein paar Jahre her, dass ich das britische Original "Criminal Justice" sah, aber in meiner Erinnerung war der Auftakt mit den amourösen Abenteuer deutlich länger und nervte mich sehr. Mag aber auch sein, dass es mir jetzt kürzer vorkam, weil ich wusste woran ich bin.
Meine Erinnerung an Criminal Justice sind nicht so genau, dass ich sagen kann wie viel übernommen wurde, aber die zentralen Plotpoints werden aufgegriffen und abgearbeitet.
Unterm Strich hat mir das Remake etwas besser gefallen. Die Figuren sind interessant, die Production Values deutlich höher als bei der BBC. Ich musste allerdings beim Vorspann eine Träne verdrücken als Executive Producer James Gandolfini eingeblendet wurde.
7,5/10
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von redlock
#1478857
Stranger Things (Netflix)

Ich beschreib's mal so: Ein starker Fall aus den ''X-Akten'' der im Jahr 1983 spielt. Eingebettet darin eine Hommage an Filmen aus der Zeit (E.T., Stand By Me, Goonies, Breakfast Club, ectr.) und die Musik. Okay, die elektronische Musikuntermalung a la ''The Knick'' ist ein besonderes und eigenständiges Extra.
Das Casting der Miniserie ist perfekt. Winona Ryder ist passend. Das gilt noch mehr für die Kiddies, die so leicht nervig hätten sein können, es aber nicht sind. Ebenfalls ziemlich perfekt sind die Ausstattung, die Klamotten und die Frisuren. Die frühen 1980ziger haben sie insgesamt hervorragend getroffen. Ich hatte das Gefühl, der Pilot wäre von damals.
Das war aber nicht nur was für Nostalgiker sondern auch für Freunde des Mystery/Horror Genres. Diese Teile sind ebenfalls gelungen.
Starke Einführung, die zudem das gemacht hat, was ein Pilot soll: Neugierig auf mehr. Damit steht fest, was dieses Wochenende gebinged wird.

---->8,5/10
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