US-Fernsehen (inklusive Season- und Pilot-Reviews), britisches Fernsehen etc.
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von little_big_man
#1550035
str1keteam hat geschrieben: Mo 28. Sep 2020, 22:47Dass du Schitt's Creek besser als Brockmire findest, hätte ich z.B. im Leben nicht gedacht. :upside_down_face:
Da hast du dann wohl etwas falsch verstanden, jedenfalls liegt bei mir Brockmire (229) wenn ich auf meine Liste schaue aktuell noch ein paar Ränge vor Schitt's Creek (246) nach je 2 Staffeln, aber generell beide bisher relativ weit hinten. Beide aber auch sicher mit Potential da noch etwas gut zu machen und zumindest in die Top 200 vorzustossen. Dafür müssten beide aber ihren Charakteren noch etwas mehr Tiefe geben und da könnte es dann durchaus sein, dass Schitt's Creek mit der Zeit noch an Brockmire vorbei ziehen könnte, wenn die vielen Emmys ein Indiz sind.
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von str1keteam
#1550036
little_big_man hat geschrieben: Mo 28. Sep 2020, 23:25 Da hast du dann wohl etwas falsch verstanden, jedenfalls liegt bei mir Brockmire (229) wenn ich auf meine Liste schaue aktuell noch ein paar Ränge vor Schitt's Creek (246) nach je 2 Staffeln, aber generell beide bisher relativ weit hinten.
Bei mir liegen Welten dazwischen. Brockmire war gerade in den ersten Staffeln eine der besten Comedys der letzten Jahre und der Titelcharakter eine stimmige Mischung aus Sketchcharakter (Hank Azaria hat Brockmire ursprünglich für einen Funny or Die Sketch geboren) und klassischem Pay TV Antihelden.

Die letzte Staffel könnte bei dir eher noch einen Hang zum Negativen geben. Die war ganz sicher kein Reinfall (8/10), aber selbst ich hatte Probleme mit dem riesigen Zeitsprung, der es zwar ermöglicht den Charakter in gewisser Weise wachsen zu lassen und den Kreis zu schließen, aber es fühlt sich nicht organisch an (fast ein bisschen wie die Finalstaffel von Todd Margaret, die mehr Spin-Off als Fortsetzung war) und die Show hat natürlich nicht das Budget, um die Zukunftswelt stimmig darzustellen und zu mehr als ein paar guten Gags zu nutzen.
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von Sarge
#1550045
Baghdad Central - Season 1 (Channel 4)

Kurz nach der amerikanischen Besetzung des Irak muss ein ehemaliger irakischer Inspektor mit den Koalitionsmächten zusammenarbeiten, um für eine kranke Tochter Dialyse zu bekommen. Während der Ermittlungen zu einem Mordfall an westlichen Opfern stellt sich heraus, dass dabei seine andere Tochter involviert ist. Von nun an muss der Inspector ein riskantes Pokerspiel betrieben, um die verschiedenen Parteien, die seine Familie bedrohen, in Schach zu halten.

Nach vielen Filmen und Serien über die Besetzung des Irak war es mal erfrischend eine Serie aus der Sicht eines Irakers zu sehen. Der eigentliche Kriminalfall bleibt eher Randerscheinung. Vielmehr stand für mich die einmalige Atmosphäre im Vordergrund.
Die Balance zwischen Kollaboration mit den Besatzern und dem immer schwierigeren Umgang mit Nachbarsburschen, die sich für eine Schachtel Zigaretten ein AK-47 eingetauscht haben und nun Miliz spielen bzw. Gangster sein wollen, ist gut umgesetzt. Zugleich interessieren sich die Besatzer nur vordergründig für das Schicksal der Iraker.
Das vermutlich nicht üppige Budget wurde gut genutzt um glaubwürdige Sets und Darsteller bieten zu können.
Mit sechs Episoden bleibt die Serie knackig kurz und spannend. Die Handlung ist danach abgeschlossen - eine Fortsetzung wäre aber denkbar.
Achtung: Aufgrund der Thematik sind ca. 40% der Dialoge in Arabisch mit Untertiteln.
7,5/10
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von redlock
#1550141
In the Dark -- Staffel 2 (The CW)

13 Folgen.

Die zweite Staffel setzt kurz nach dem Ende von S1 an. Weiterhin ist das Hauptthema ''Der Weg zur Hölle ist gepflastert mit guten Vorsetzen.''
Der Versuch unsere ''Heldin'' den Mord an ihrem Freund Tyson aufzuklären war am Ende von S1 erfolgreich. Nun müssen sie und ihre Freunde mit den Konsequenzen fertig werden. Dabei geraten sie immer tiefer in den Sumpf von Kriminalität und sehr fragwürdigen Entscheidungen. Wer wirklich ''gut'' und wer wirklich ''böse'' ist wird immer schwammiger.
Der Start in die zweite Staffel war sehr holperig. Da hab ich mich echt gefragt, ob ich mir das weiter antun soll. Aber die Serie bzw. Staffel bekommt am Ende des ersten Drittels die Kurve. Dann ist es eine überraschend spannende und fesselnde Krimisiserie.
Die (Haupt-)Geschichten der zweiten Staffel werden am Ende aufgelöst. Dann gibt’s zum Schluß aber noch eine Szene, die eine mögliche dritte Staffel einleitet bzw. einleiten könnte. Trotzdem, sollte das Staffelende das Serienende sein, kann ich gut damit leben, wie es ist.


Für S2: 7/10


The Salisbury Poisonings (BBC)

Britische Miniserie. Bei der BBC in drei Teilen à knapp 60 Minuten, International gibt’s auch eine Version mit vier Teilen à knapp 45 Minuten.

Erzählt wird hier die Geschichte der Aufklärung der Vergiftung des Doppelagenten Skripal und seiner Tochter im englischen Salisbury mittels des Giftes Nowitschok durch russische Agenten. Im Mittelpunkt steht, neben einem Kriminalbeamten, der ebenfalls vergiftet wird, eine Mitarbeiterin der regionalen Gesundheitsbehörde und wie sie die Sache aufklärt.
Zwei Sachen haben mich überrascht. Erstens, wie kompetent die Briten die Sache aufklären und handhaben (sehr im Gegensatz zur SARS-CoV-2 Pandemie; aber die Serie liefert auch eine Antwort dazu). Zweitens, wie wenig mitreißend und packend diese Miniserie ist. Sicher, sie ist nicht schlecht, aber dennoch weiter davon entfernt ein zweites ''Chernobyl'' zu sein.
Hübsch fand ich das Ende, als die echten Protagonisten der Handlung gezeigt wurden.



---->7/10
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von Theologe
#1550154
Big Little Lies: S2
Als wären Reese Witherspoon, Nicole Kidman, Laura Dern und Co. noch nicht genug gewesen. In der zweiten Staffel wird mit dem größten Kaliber geschossen. Meryl Streep ergänzt den Cast und wenig überraschend dominiert sie ihre Szenen.
Zu Beginn der Staffel macht es den Eindruck, dass sie nur ihre Schwiegertochter und ihre Enkel unterstützen will, aber schnell wird klar, dass sie Zweifel an den Geschehnissen der ersten Staffel hat und mit mal mehr oder weniger subtilen Nadelstichen versucht sie die anderen Frauen zu provozieren, um mehr zu erfahren. Dabei erinnert ihre Rolle in an die in Doubt, wo sie auch vermeintlich gute Absichten verfolgte, aber eine verachtenswerte Person war.
7,5/10

Mrs. America [FX] - Limited Series (Drama)
Auch hier kann sich der primär weibliche Cast sehen lassen. Cate Blanchett, Rose Byrne, Sarah Paulson, Margo Martindale, Elizabeth Banks und andere, kämpfen hier auf zwei Seiten um die Gleichstellung von Mann und Frau in der amerikanischen Verfassung. Die Serie spielt primär in den 70er Jahren und konzentriert sich in jeder Folge auf eine Frau, die sich für Equal Rights oder dagegen einsetzt, wobei Cate Blanchett und Rose Byrne schon in den meisten Folgen am prominensten besetzt sind.
Anhand des Themas ERA/Stop ERA wird ca. ein Jahrzehnt der amerikanischen Geschichte beleuchtet und man sieht, dass man auch damals schon viel mit Fake News erreichen konnte.
Die Serie bezieht allerdings auch sehr deutlich Stellung, was die gute und was die böse Seite ist, ohne dabei die "Bösen" zu verteufeln, sondern gleichermaßen als Opfer einer männerdominierten Welt zu zeigen.
7,5/10
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von Wolfsgesicht
#1550187
Ted Lasso (Apple TV+)

Also Comedy kann Apple.
Hab erst einen Bogen rum gemacht, mich durch den Trailer schnell überzeugen lassen und dann jede Sekunde geliebt. Also wirklich geliebt. Für mich die beste Comedy Serie (mit Scrubs) die ich bisher gesehen habe. Herzlich gelacht, geweint (bin nah am Wasser), geschmunzelt, mitgelitten mit den grandiosen Charakteren und mich dabei wohlig warm gefühlt.
Tolles Ding. Würde nichts ändern.

Die Serie ist übrigens von Bill Lawrence (Scrubs) und die Regie der zweiten Folge ist von Zach Braff (ebenfalls Scrubs).

9,5/10
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von redlock
#1550485
Kidnapping -- Staffel 1 (Arte)

Dänische Serie; 8 Folgen, Laufzeit jeweils ~41 Minuten

Auf einer Fähre zwischen Dänemark und Polen verschwindet die wenige Monate alte Tochter eines dänischen Kriminalbeamten, als der einen Augenblick nicht aufpasst. Ein weiteres Baby verschwindet und durch einen DNA Test findet man eine Verbindung zwischen diesem Fall und einem Mord in Frankreich.
Eine französisch/dänische Sondereinheit ermittelt. Die Geschichte spielt allerdings vor allem in Dänemark und Polen und ein bisschen in Frankreich.
Im Teil der in Polen spielt wird auch fast ausschließlich Polnisch gesprochen. (In Frankreich Französisch und Englisch). Wem also Untertitel stören, der ist hier fehl am Platz.
Überrascht war ich von dem abrupten Zeitsprung zw. 101 und 102. Ansonsten war das jedoch eine spannende und fesselnde Angelegenheit.
Ein alter ''Erzähltrick'' findet auch Verwendung, was man nach ein paar Folgen erst merkt. (Spoiler:
versteckter Inhalt:
Die Handlung spielt auf zwei Zeitebenen).

Die Staffel bzw. Serie ist in sich abgeschlossen. Ich fand das Ende passend und gelungen (eine Mitseherin hat sich darüber jedoch sehr verwundert geäußert).
Mein Fazit: Gute Krimiserie im Stil von nordic-noir.


---->7,5/10


Missing Lisa -- Staffel 1 (ZDFNeo)

Flämische Serie in acht Teilen; Laufzeit jeweils knapp 50 Minuten

2014 verschwindet die junge Belgierin (Flämin) Lisa auf dem Fernwanderweg GR5, der von Hoek van Holland (NL) nach Nizza (Frankreich) führt in den frz. Bergen. Fünf Jahre später machen sich ihre drei besten Freunde auf den selben Weg um vielleicht herauszufinden, was Lisa passiert ist.
Nebenbei, Teile des GR5 (den gibt es wirklich) in den frz. Bergen sind, meiner Meinung nach, absolut nichts für Wanderanfänger. Wie die drei das geschafft haben sollen... Aber tolle Bilder aus den Bergen hat's geliefert.
Ich fand die Geschichte sehr spannend und packend. Auf dem Weg finden wir mehr über die Personen heraus (die tragen alle ihr Päckchen, und damit sind nicht nur die riesigen Rucksäcke gemeint) und was mit Lisa passiert ist bzw. passiert sein könnte.
Die Geschichte ist in sich abgeschlossen und eine S2 würde ich nicht gucken, da das Ende einfach zu passend ist (Spoiler:
versteckter Inhalt:
Eine Person aus der Gruppe findet heraus was mit Lisa wirklich passiert ist.)

Die Mischung aus Charakterdrama und Krimi ist wirklich gelungen (auch wenn's in einer Folge etwas weit hergeholt hergeht, was zu einem halben Punkt Abzug in der Staffelwertung führt). Klare Empfehlung.


---->8/10



My Life is Murder -- Staffel 1 (Ten Network, Australien)

Zehn Teile, Laufzeit jeweils ~43 Minuten

Klassisches Krimiprocedural mit Xena, Entschuldigung, Lucy Lawless in der Hauptrolle. Die Serie ist ein Starvehikel für Ms Lawless und sie trägt die Serie mühelos. Sie spielt eine ehemalige Polizeibeamtin, die sich für einen Freund in der Staatsanwaltschaft in Melbourne nochmals ''abgeschlossene'' Fälle genauer an sieht.
Wenn man mal was anderes als ein Serial sehen möchte, und es nicht zu schwer verdaulich sein soll, dann ist das hier genau das Richtige. Außerdem, gibt es schöne Aufnahmen von Melbourne (vor der Pandemie) und ein Wiedersehen mit dem einen oder anderen bekannten australischen Darsteller (m/w).


Für S1: 6,5/10
von Johnny
#1550486
Wolfsgesicht hat geschrieben: So 4. Okt 2020, 02:31 Ted Lasso (Apple TV+)

Also Comedy kann Apple.
Hab erst einen Bogen rum gemacht, mich durch den Trailer schnell überzeugen lassen und dann jede Sekunde geliebt. Also wirklich geliebt. Für mich die beste Comedy Serie (mit Scrubs) die ich bisher gesehen habe. Herzlich gelacht, geweint (bin nah am Wasser), geschmunzelt, mitgelitten mit den grandiosen Charakteren und mich dabei wohlig warm gefühlt.
Tolles Ding. Würde nichts ändern.

Die Serie ist übrigens von Bill Lawrence (Scrubs) und die Regie der zweiten Folge ist von Zach Braff (ebenfalls Scrubs).

9,5/10

Habe am Wochenende auch reingeschaut und fand es auch wirklich gut. Sudeikis war wirklich perfekt als der naive, optimistische Trainer mit dem Herz am rechten Fleck. Nicht jeder Gag ist gelungen, aber insgesamt hat es definitiv Spaß gemacht, jeder Charakter hat viel Persönlichkeit abbekommen und es war größtenteils wirklich herzlich. "Dad what is a wanker?" "Someone who enjoys being alone with his thoughts". :')

8,5/10

-----

Dann habe ich mir jetzt noch Emily in Paris (S1) gegeben. Deutlich weniger originell. Die neue Serie von Sex-and-the-City-Schöpfer Darren Star und genau in die Richtung geht es dann auch. Man kann es super einfach ansehen, die Folgen sind kurz und unterhaltsam, aber gleichzeitig ist es so unglaublich dated, realitätsfremd und klischeeüberladen. In bester Carrie Bradshaw-Manier schlendert Emily also pausenlos in den extravagantesten Outfits durch Paris und wird in jeder Folge von einem neuen Mann umworben. Als Bonus gibt es jetzt noch ganz viel Influencing und Social Media obendrauf. Nett, aber auch sehr RINGAAARDE!

6/10.
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von little_big_man
#1550487
Johnny hat geschrieben: Mi 14. Okt 2020, 22:28Nett, aber auch sehr RINGAAARDE!
Sehr was? Ich stehe irgendwie auf dem Schlauch...oder ist das französisch? :thinking:

Ted Lasso wäre definitiv komplett an mir vorbei gegangen, aber der Hinweis auf Bill Lawrence und zwei gute Reviews hier im Forum wecken mein Interesse dann doch...
Zuletzt geändert von little_big_man am Do 15. Okt 2020, 20:10, insgesamt 1-mal geändert.
von Johnny
#1550523
little_big_man hat geschrieben: Mi 14. Okt 2020, 22:39
Johnny hat geschrieben: Mi 14. Okt 2020, 22:28Nett, aber auch sehr RINGAAARDE!
Sehr was? Ich stehe irgendwie auf dem Schlauch...oder ist das französisch? :thinking:
Genau, ist französisch. In der Serie wird die Hauptdarstellerin von einem Designer als "ringarde" bezeichnet, was scheinbar "basic" heißen sollte. In der Szene musste ich sofort daran denken, dass das auch sehr gut die Serie beschreibt...
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von Theologe
#1550700
Dérapages (Inhuman Ressources/Aus der Spur) [Arte] Drama
Eric Cantona spielt in dieser Miniserie einen ehemaligen Personaler, der inzwischen nur noch Aushilfsjobs hat und irgendwie versucht die gemeinsame Wohung mit seiner Frau zu halten.
Von einem skrupellosen Personaldienstleister bekommt er das Angebot an einem Development Center der besonderen Art teilzunehmen. Die Führungsetage eines Konzerns soll "entführt" werden, um so herauszufinden, wer am widerstandsfähigsten ist.
Cantona erinnert dabei ein wenig als Walter White. Ein geprügelter Könner, der allen und vor allem sich selbst beweisen will, dass er kein Versager ist und dabei zu extremen Mitteln greift.
Mit 6 Episoden ist die Story schnell durch, hier und da nicht immer ganz glaubwürdig, aber doch durchaus unterhaltsam.
7/10

The Punisher: S2
Hier ist das Ende relativ rund, auch wenn es in den letzten Minuten ein wenig gehetzt wirkt. Neben Daredevil war The Punisher die einzige Serie aus dem Marvel Universum, die etwas taugt. Die anderen Shows sind da eher mittelmäßig bis schlecht und ich habe mich noch nicht entschieden, ob ich Jessica Jones zu Ende sehen werden.
Beim Punisher ist der Name auch in der 2. Staffel Progamm. Er wird durch Zufall zum Beschützer einer jungen Frau und muss sich vortan durch Horden von Gegnern kämpfen und auch ordentlich einstecken.
Die Jugendschutz-PIN muss da nicht nur 1x eingetippt werden.
Jon Bernthal ist einfach eine Wucht und nach The Walking Dead und Mob City hatte er hier seit wahres Zuhause gefunden.
Ich bin gespannt, ob Disney überhaupt nochmal einen Punisher realisieren wird, auf Disney+ sicher nicht. Im Kino wahrscheinlich nicht, aber vermutlich auch nicht bei Hulu. Von diesem Punisher hätte ich gern mehr gesehen, wobei das auch für die beiden Filme mit Thomas Jane und Ray Stevenson galt.

Rückblickend hätte ich den Punisher aber anders eingeführt und zwar klassisch als Polizist in einer der anderen Marvel-Shows, da gern als Nebenfigur und eben nicht gleich als fertigen Punisher in Daredevil. Aber so hatte man zumindest 2 1/2 Staffeln mit ihm.
8/10

The Comey Rule [Showtime]
Kurz vor der Wahl zeigte Showtime diesen Zweiteiler mit Jeff Daniels als James Comey und Brendan Gleeson als Donald Trump und zeigt wie sehr Trump Einfluss auf das FBI genommen hat. Comey ist dabei der tragische Held, der erst aus Pflichtbewusstsein kurz vor der Wahl 2016 Clintons Chancen schmälerte und dann von Trump abserviert wurde, weil dieses Pflichtbewusstsein sich nicht mit der geforderten Loyalität vertrug.
Auch wenn man grob weiß was passiert ist, muss man dennoch die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wenn man sieht, wie die USA zur Bananenrepublik verkommen.
8/10
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von str1keteam
#1550835
Theologe hat geschrieben: Di 20. Okt 2020, 22:10 The Punisher: S2
Ich bin gespannt, ob Disney überhaupt nochmal einen Punisher realisieren wird, auf Disney+ sicher nicht. Im Kino wahrscheinlich nicht, aber vermutlich auch nicht bei Hulu.
Sieht aktuell leider wirklich unwahrscheinlich aus. Zumindest bei bekannten Titeln wie Punisher und Daredevil, wenn die auch nur eine theoretische Nähe zum MCU haben. Wenn man sieht, dass die "edgy" Marvelserien um Ghost Rider, Howard the Duck und co. mit dem Regimewechsel fast komplett eingestampft worden, bräuchte es einen R-Rated Titel, der finanziell unwiderstehlich einschlägt, um dort ein Umdenken einzuleiten. Aber woher soll der kommen, wenn selbst ein extrem lukratives Franchise wie Deadpool brach liegt? So lange Feige auch im TV-Bereich die Federführung innehat, wird man sich wohl selbst bei den Marvel-Serien auf Hulu auf familienfreundliche PG-13-Ware beschränken.

Derapages fand ich auch ziemlich gelungen. Insbesondere, dass sie Cantonas Hauptcharakter nicht als idealistischen und tadellosen Helden der Straße sondern ungeschönt als manipulierendes Arschloch gezeichnet haben, das zur Not selbst die eigene Familie über die Klinge springen lässt, wenn es dem eigenen Ziel dient. 7,5/10
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