US-Fernsehen (inklusive Season- und Pilot-Reviews), britisches Fernsehen etc.
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von Burpie
#1559954
Arcane (Netflix)
Obwohl ich keine Ahnung habe, was -League of Legends- ist, empfand ich diese Serie als sehr gut. Interessante Charaktere und tolle Animationen bieten klasse Unterhaltung.
9/10
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von Sarge
#1560034
Foundation [Apple TV+] - Season 1
Vorweg: Ich kenne die Romanvorlagen nicht.
Das Negativste war für mich der Einstieg in die Serie. Man tut sich am Anfang schwer, die unterschiedlichen Stränge bzw. das Universum von Foundation zu erfassen. Allerdings legt sich das recht schnell und es gelingt in der ersten Staffel wunderbare SciFi-Unterhaltung mit Spannung und auch etwas Tiefgang abzuliefern. Visuell fand ich das wirklich extrem stark, aber auch der Abwechslungsreichtum bei den Figuren und Schauplätzen ist sehr gelungen.
Zudem möchte ich mal erwähnen, dass ich hier das Thema Diversity als voll untergebracht empfand, ohne dass es nervte, oder erzwungen wirkte.

Hardcore-SciFi-Fans könnten sich evtl. an einigen mystischen Elementen stören - aber bekanntlich ist Star Wars damit auch sehr erfolgreich gewesen. Insofern empfand ich das als Plus, weil es m.E. eine breitere Zielgruppe ermöglicht.
Die Episoden sind nach dem holprigen Einstieg durchweg spannend und am Ende der Staffel hat man tatsächlich das Gefühl, dass man erst den Auftakt zu einem richtigen Epos gesehen hat. 80 Episoden sind ja insgesamt geplant, aber es wäre nicht die erste ambitionierte SciFi-Serie, die früher zu Ende gehen muss.
9/10
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von AlphaOrange
#1560060
La Casa de Papel / Haus des Geldes 5.1 + 5.2

Part 5.1
Niemals derart unterschiedliche Staffelhälften erlebt. 5.1 ist einfach nur furchtbar, die ganze Finesse, die die Serie einst hatte stundenlangen Ballerorgien gewichen, alle paar Sekunden explodiert irgendwas. Der Professor, Dreh- und Angelpunkt, genialer Kopf der Bande, ausgespielt und mehrere Folgen quasi aus der Handlung raus. Es setzt sich das fort, was in Staffel 4 leider schon überdeutlich wurde: der Plot trägt die lange Laufzeit nicht und wird aufgebläht mit unnötigen Nebenplots und ganz viel Action. Der eigentliche Heist, der ganze Plan, der vor allem in Staffel 3 noch ausgelegt wurde, kommt quasi gar nicht mehr vor. Stattdessen weiterhin ganz viel Flashbacks mit Berlin. Völlig enttäuschend und absoluter Tiefpunkt.
2 / 10

Part 5.2
Dementsprechend niedrig die Erwartungen an die fünf Finalfolgen. Vielleicht hat das die Überraschung nochmal gepusht. Das Finale ist ein epischer Rausch, der es locker mit Staffel 1/2 aufnehmen kann. Wendungsreiche Plots mit einigen echt überraschenden Twists, der Professor hat endlich wieder einen völlig verrückten Plan nach dem anderen im Ärmel, von denen eigentlich keiner funktionieren dürfte. Unnötige Actionszenen werden nahezu auf Null runtergefahren und man hat endlich wieder das Gefühl, etwas wirklich großem beizuwohnen und fiebert mit den Figuren mit. Dazu trägt in der finalen Runde vor allem auch Alicia Sierra bei, die sich auf der Seite der "guten" viel angenehmer schlägt denn als gefühllose Folteragentin. Lediglich die Rafael/Tatiana-Storyline finde ich nach wie vor total unnötig. Hätte man komplett streichen können ohne dass sich irgendwas geändert hätte. Da macht es mir eher Sorgen, dass man darin das einzige ungelöste Rätsel verbaut hat*
Das Finale, auf das ich nicht mehr zu hoffen gewagt hatte.
8.5 / 10

Staffel als gesamtes eigentlich nicht bewertbar.

* ein Berlin-Spinoff soll ja kommen, was ich für so ziemlich die dümmste Spinoff-Idee halte, auf die man hier kommen konnte. Die Figur ist a) längst tot, b) ein Psychopath und Vergewaltiger, dessen Tod im Gegensatz zu den anderen "guten" Räubern in Staffel 2 dramaturgisch konsequent war und c) durch 3 Staffeln Rückblenden so auserzählt wie keine andere der Originalserie. Ich weiß nicht einmal, wie das funktionieren soll. Weder in der Haus-des-Geldes-Gegenwart (kollidiert total mit der Mutterserie) noch Zukunft (Berlin tot) noch Vergangenheit (Geschichte um Rafael und Tatiana ist erzählt und die großen Heists stehen erst bevor). Offenbar hat man S5 ja genutzt, um Rafael schon für's Spinoff vorzubereiten, aber die haben überhaupt keine Timeline zusammen. Hoffe bloß, auf dem Zettel stand nicht, dass Berlin noch lebt, das wäre in so vieler Hinsicht lächerlich.
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von Burpie
#1560130
Hellbound (Netflix)
Eine Serie, die aufgrund ihrer teilweise verstörenden Brutalität zu Recht FSK 18 ist.
Menschen bekommen von einer todesengelähnlichen Erscheinung den genauen Zeitpunkt ihres Sterbens mitgeteilt. Der Anführer der Sekte "Neue Wahrheit" nutzt dies, um zu erklären, dass Gott so die Sünder dieser Welt bestraft. Im genannten Moment erscheinen drei Wesen aus einer anderen Dimension, die ihr Opfer zunächst massakrieren, danach bis zur Unkenntlichkeit verbrennen und wieder verschwinden. Die Sekte versucht, jeden "Sünder" zu finden, um dessen Tod medial auszuschlachten. Es gibt aber auch Widerstand ...
Spannend und relativ dicht erzählt, mit einem interessanten Twist in der zweiten Hälfte kann diese koreanischen Serie gut unterhalten. Sehr gut fand ich, wie "normal" die Charaktere geschrieben waren und wie kompromisslos stellenweise die Geschichte fortgeführt wird. Auf zu viel Drama und Overacting, wie in "Squid Game" verzichtete man hier zum Glück.
9/10
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von LittleQ
#1560133
Titans - Season 3 (Netflix)

War in Season 1 super interessant, in Season 2 schon ein bisschen komisch (wenn auch immer noch gut), aber mittlerweile doch ein bisschen ermüdend. Dabei ist die Serie nicht mal schlechter geworden und mit Scarecrow ist auch ein toller Gegenspieler dazugekommen. Allerdings nerven mich die neu dazu gekommenen Figuren ein wenig. Allen voran Superboy, der zwar gut eingearbeitet wurde, aber für mich nicht in die Serie passt. Auch verstehe ich nicht, wieso man Rachel in der Serie lässt, da sie nur sporadische Auftritte hat und für die Story nur an einer Stelle relevant wird.
Eine Staffel könnte die Serie noch vertragen, aber ich glaube, mehr bräuchte man dann auch schon nicht mehr.

7/10
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von redlock
#1560142
Legacies -- Staffel 3 (The CW)

Irgendwelche Probleme mit Monstern gibt es immer. Genau wie Beziehungsstress unter den Teenagern, aber auch zwischen den Erwachsenen.
Was soll ich sagen? Die Serie unterhält mich weiterhin leidlich gut.


Für S3: 6,5/10


Jetzt geht es auf die Südhalbkugel:

The Gulf -- Staffel 2 (ZDF/tv3 NZ)

Acht Folgen (ca. 43 Minuten Nettolaufzeit) bei den Kiwis, vier Doppelfolgen im ZDF -- was die bessere Art der Ausstrahlung ist, da es sich um vier Mordfälle handelt. Co-Produktion u.a. zw. den Kiwis und ZDF

Die Auswirkungen von Staffel 1 hängen nach. Man sollte also besser wissen, was da passiert war. Unsere Ermittlerin hat weiterhin ein dunkles Geheimnis und es belastet. Die Beziehung zur gerade erwachsenen Tochter bleibt schwierig. Das sind fortlaufende Handlungen. Und die Insel vor der Küste von Auckland, wo die Serie hauptsächlich spielt, ist weiterhin ein gefährliches Pflaster.
Staffel 2 hat mir deutlich besser gefallen als S1. Die Staffel bietet solide bis gute (Krimi-)Unterhaltung und am Ende gibt es eine nette, kleine Überraschung, die ich hier, auch als Spoiler, nicht verrate.


Für S2: 7/10


My Life is Murder -- Staffel 2 (Acorn, Neuseeland)

10 Folgen, Nettolaufzeit jeweils ca. 43 Minuten

Alexa Crowe (Lucy Lawless) ist von Melbourne (Australien) in ihre alte Heimat nach Auckland (Neuseeland) umgezogen. Ihr folgt ihre Freundin/Mitarbeiterin Madison. Eine Katze ist ebenfalls wieder Mitbewohnerin bei Alexa, die weiterhin Brot für ein örtliches Cafe backen tut.
Auch sonsten ist alles wie in S1. Ein lokaler Ermittler bittet Alex um Hilfe bei Todesfällen, die seiner Meinung nach mal genauer untersucht werden sollten.
Die Serie ist weiterhin ein klassisches Prodecural. Da man in Auckland gedreht hat, sind in S2 eine ganze Reihe von neuseeländischen Darstellern in Gastrollen zu sehen. Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit Ms Lawless' Kollegin aus ''Xena,'' Renee O'Connor.


Für S2: 6/10


The Sounds -- Staffel 1 (Acorn, Neuseeland)

Neuseeländisch/kanadische Co-Produktion; 8 Folgen, Nettolaufzeit jeweils knapp 44 Minuten

Kanadisches Unternehmer Ehepaar will in der neuseeländischen Provinz eine Lachsfarm aufbauen. Plötzlich verschwindet der Ehemann spurlos. Ein lokaler Bulle ermittelt. Stellt sich heraus, dass das Ehepaar Probleme mit dem Vater des Ehemanns hat (der lebt in Vancouver), und in dem kleinen Kaff, wo die Farm entstehen soll, gibt es jede Menge Geheimnisse.
Nach der ersten Folge war ich was skeptisch. Aber die Staffel bietet insgesamt sehr solide (Krimi-)Unterhaltung in malerischer Kulisse. Auch wenn vieles auf- und erklärt wird, endet die Staffel doch recht offen bzw. Futter für eine zweite Staffel ist vorhanden.


Für S1: 7/10
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von AlphaOrange
#1560174
Locke and Key S2 (Netflix)
Joar, bleibt in meinen Augen eine nette Fantasy-Serie mit ein paar schönen Ideen, nicht mehr, nicht weniger. Das Ensemble wirkt etwas reifer, dafür finde ich die Story ziemlich uninspiriert.
7 / 10

Superstore S1-3 (NBC)
Keine Ahnung, warum ich so lange einen Bogen darum gemacht habe. Irgendwie hab ich immer gedacht, das würde nichts taugen, aber das Gegenteil ist der Fall. Wunderbares Ensemble, bis in die hintere Figurenriege liebevoll ausgestaltet. Ich liebe diese stets eskalierenden Pausenraum-Sessions :D
Kam für mich an Season 1 später nicht mehr dran, leicht weichgespült worden (Glenn war in S1 noch deutlich politisch unkorrekter) und das unvermeidliche Shipping.
S1: 8 / 10
S2: 7 / 10
S3: 7.5 / 10


Brand New Cherry Flavour (Netflix)
Hollywood, Horrorfilm, Hexenflüche, Untote, Rachefeldzug; ne Frau, die Katzenjunge kotzt ...
Hab für die 8 Folgen bestimmt 3 Monate gebraucht. Irgendwie find ich die Serie ja total faszinierend, weil stilistisch einzigartig und total bizarr. Für mich aber auch total unzugänglich. Ab Folge 2 einfach nur noch wirr, irgendwie gibts auch keinen Spannungsbogen oder so, der mich in irgendeiner Form fesseln würde. Nix für mich.
4 / 10

Life's a Glitch with Julien Bam (Netflix)
Mal wieder meine Hoffnung in den deutschen YT-Nachwuchs gesetzt und ... Bruchlandung. Absolut stümperhafte und uninspirierte Produktion.
Und gerade wenn ich im Vergleich mal Bams aktuelle "Märchen in Asozial"-Videos anschaue: Wo ist hier der Witz, der Flow, die Spielfreude, der Biss, wo sind die Songs?! Über den Geschmack mag man wahrlich streiten, aber Fakt ist: "Life's a glitch" wirkt komplett kastriert und macht mit Netflix-Money absolut nix besser als es Bams Youtube-Truppe nicht auch konnte.
2.5 / 10
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von LittleQ
#1560180
The Witcher Season 2 (Netflix)

Eine weitere echt gute Season, die ich unterhaltsam fand. Mit der zweiten Staffel hab ich mich besser an die Charaktere gewöhnt. Yen und Rittersporn gehen mittlerweile voll in Ordnung und Ciri mochte ich auch sehr.
Abseits von Ciria und Geralt empfinde ich vieles von der Story aber als nicht ganz so interessant.

8/10
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von Burpie
#1560279
LittleQ hat geschrieben: Sa 18. Dez 2021, 19:57 The Witcher Season 2 (Netflix)

Abseits von Ciria und Geralt empfinde ich vieles von der Story aber als nicht ganz so interessant.

8/10
Empfand ich ähnlich. Die Handlung schleppt sich manchmal. Dazu kommt, dass viele Szenen in der Dämmerung oder im Dunkeln spielen.
7/10

Luther (Netflix)
Mal von ganz hinten aus der BBC-Kiste gekramt, lebt diese Krimi/Psychopathen -Serie durch Idris Elba. Wenn man die Folgen bingt, wird es im letzten Drittel allerdings eher amüsant als schrecklich. Denn irgendwann hat man sich an das, die Wände hochgespritzte Blut und die Kaltblütigkeit der Mörder gewöhnt.
Elba als Polizist wühlt sich als Faust durch ausschließlich extreme Fälle von Menschenschlächterei und spielt seine Kollegen an die Wand.
8/10

Sweet Home (Netflix)
Durch ein unbekanntes Ereignis verwandeln sich Menschen nach Symptomen wie Nasenbluten und Ohnmacht in Monster und massakrieren ihr Umfeld. Schauplatz ist ein Hochhaus mitten in Südkorea, indem eine Anzahl von Bewohnern mit dieser Katastrophe, aber auch mit sich selbst umgehen müssen.
Auf der Plusseite: Kaum Overacting, Drama in Dosen, sehr kreative Monster, teilweise spannend, Jumpscares.
Leider schafft man es nicht, das irgendein Charakter sich wirklich zum Favoriten entwickelt. Am schlimmsten war diese nervigen und dauerheulenden Kinder. Auch ist die Verquickung von Religion, Schuld und Sühne (ähnlich wie bei Hellbound) für westliche Zuschauer gewöhnungsbedürftig. Denn "bei uns" würde es wohl eine eher rationale Auflösung geben, während man in der Serie eher von einem Fluch spricht.
6,5/10

Merz gegen Merz (ZDF)
Völlig unnötige und zu Recht letzte Staffel.
Während man in der ersten Runde die Ehetherapie noch als Klammer hatte, wandelt sich die Serie mit Staffel 2 in eine gewöhnliche ZDF-Serie, ohne den Wunsch nach einer Wiederholung. In der aktuellen Staffel dreht man sich permanent nur noch im Kreis zwischen Streit ums Haus und Streit bei der Arbeit. Der demente Schwiegervater war vorher noch ein gutes, weil halbwegs ernst genommenes Element, aber das hat sich ebenfalls sehr schnell verbraucht. Frier und Herbst gewohnt gut.
2/10
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von Theologe
#1560291
Suits: S8
Im Grunde hat die Serie nicht wirklich an Qualität verloren, aber nach 8 Staffeln und dem Abgang so vieler Hauptfiguren ist die Luft dann doch ein wenig raus. Dule Hill und Katherine Heigl machen ihre Sache auch nicht schlecht, aber es ist einfach nicht mehr dasselbe und so habe ich zwar immer mal wieder einer Folge gesehen und zuletzt dann auch etwas im Tempo angezogen, aber die Staffel ist jetzt auch fast 3 Jahre alt, so ganz eilig hatte ich es also nicht.
Die finale Staffel werde ich natürlich auch noch sehen, bin aber ganz froh, dass die nur 10 Episoden hat. Am kurzlebigen Spin Off Pearson habe ich kein gesteigertes Interesse.
7/10

American Rust [Showtime] - Drama
Jeff Daniels lohnt sich immer, das ist hier nicht anders, aber seit Brotherhood habe ich wohl keine so demprimierende Serie mehr gesehen. Hier gibt es wirklich keine Sekunde der Aufhellung. Da gibt es wirklich in jeder Szene einen Schlag in die Magengrube. Im Kern geht es um eine von Armut gepägte Kleinstadt und einen Mordfall, in dem der Polizeichef immer tiefer in den Abrgund schlingert.
7,5/10

Squid Game
Ich war recht spät zum Hype. Von niemandem hatte ich wirklich etwas überzeugendes gehört, so dass ich mich schon darauf eingestellt hatte, das genauso an mir vorbei ziehen zu lassen wie den Tiger King Hype.
Aber letzte Woche hatte meine Frau gerade die erste Folge gestartet als ich von der Arbeit kam und dann war ich mehr als positiv überrascht. Ich fand die Serie richtig stark, sicherlich ist das hier und da vorhersehbar, aber die Mischung aus den Spielen und den dramatischen Momenten dazwischen haben mich durchweg gefesselt und so waren wir nach 2 Abenden durch.
8/10

Killing Eve: S2
Das Katz- und Mausspiel der beiden Protagonistinnen ist zwar weiterhin amüsant, aber die Serie bewegt sich leider in keine Richtung, nur im Kreis. Alles was man da zusehen bekommt ist ein Aufguss der der ersten Staffel, bis hin zum fast deckungsgleichen Finale. Das war etwas dünn für eine zweite Staffel, nachdem die erste so gut war.
7/10
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von Burpie
#1560370
In 80 Tage um die Welt (ZDF)
Die Chemie zwischen den drei Protas ist sehr gut. Jules Vernes Buch dient aber nur als Namensgeber, denn es gibt politische Unruhen in Paris zu erleben, Sozial- und Rassismuskritik trifft man überall, dafür aber keine indische Prinzessin. Auf der Zielgraden muss es noch ein schwarzer Sheriff sein, der ein Clans-Mitglied im Schlepptau hat. Zwischendurch wird man in der Wüste ausgesetzt oder hockt auf einer Südseeinsel herum. Naja, die Liebesgeschichte war okay, das Ende auch, aber leider z.B. die erste Folge war ein völliger Schuss in den Ofen. Kann man sich anschauen, aber für mich kommt diese Serie noch nicht mal an Pierce Brosnan vorbei, geschweige denn an David Niven.
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von redlock
#1560388
Emily in Paris -- Staffel 2 (Netflix)

10 Folgen; 9x (Netto-)Laufzeit zw. 25 und 30 Minuten, Staffelfinale 38 Min.

Auch die zweite Staffel ist charmant, amüsant, manchmal witzig, durchgehend unterhaltsam und einfach perfekt für diese Zeit in der Pandemie. Aber, ich gebe es zu, Emily -- immer noch hapert es gewaltig mit ihren Französischkenntnissen -- und ihre privaten und beruflichen Abenteuer in Paris (das hier sehr idyllisch und romantisch dargestellt ist) sind nichts für jeden. Die Dame kann schon anstrengend sein. Nebenbei, Emily trägt weiter Klamotten, wo man sich einfach fragen muss ''WTF.''
Mir hat diese Staffel wieder gut gefallen. Wie ich aber schon bei Staffel 1 sagte, mich erinnert die Serie mehr als einmal an Darren Star's ''Younger.''
Zwei Sachen sind mir in dieser Staffel besonders aufgefallen. Da wären einmal die öfter bzw. häufiger vorkommenden Passagen ''en français.'' Desweiteren, die Gelegenheiten die Ashley Park bekommt, um ihre Gesangstalente zu zeigen. Ihr Cover von BTS' Dynamite gefiel mir richtig gut. Neben Ashley Park's Mindy bekommt auch Emily's Chefin Sylvie recht viel Screentime. Gut so.
Die Staffel endet übrigens mit einem Cliffhanger.


Für S2: 7,5/10


The Sex Lives of College Girls -- Staffel 1 (HBO Max)

10 Folgen, Pilotfolge knapp 52 Minuten (Netto-)Laufzeit, der Rest zwischen 25 und 30 Min.

Der Titel ist natürlich, wie erwartet, wesentlich reißerischer als die Serie tatsächlich ist. Für mich war das ''Greek'' (ABCFamily) mit ein paar sehr sparsam und dezent eingesetzten freien weiblichen (und männlichen) Oberkörpern.
Die Serie ist vor und hinter der Kamera politisch korrekt bis zum Anschlag. Das führt natürlich zu fortlaufender Wokeness. Nervig (und lächerlich) wurde es aber erst zum Ende der Staffel. Jedenfalls, für meinen Geschmack. Ich muss aber auch erwähnen, meine Schmerz- und Toleranzgrenze für diesen Unsinn ist relativ niedrig.
Wie dem auch sei, dennoch war die Staffel ziemlich unterhaltsam. Durch die längere erste Folge bekommt man einen besseren Eindruck über die vier weiblichen Hauptfiguren als wenn's nur ein Halbstünder gewesen wäre. Die Figuren sind sympathisch und ihre Abenteuer, wie schon gesagt, unterhaltsam. Ich musste ein paar mal tatsächlich nicht nur schmunzeln sondern lachen.
Die Staffel endet übrigens ebenfalls mit einem Cliffhanger.


Für S1: 7/10


Reyka -- Staffel 1

Südafrikanische Produktion; 8 Folgen, (Netto-)Laufzeit jeweils knapp 53 Minuten

Eins vorne weg: Die Geschichte ist sehr konstruiert.
Die 12 jährige Reyka wird am Tag der ersten freien Wahlen in Südafrika ( das war im Jahr 1994) von einem Pedo entführt. Sie verbringt dreieinhalb Jahre in dessen Gewalt. Nach ihrer Befreiung kommt der Typ in den Knast, und Reyka wird später Polizistin, zunächt in England, dann in Südafrika.
Jede Folge beginnt mit einem Ereignis während Reyka's Zeit bei dem Pedo. Dann kommt jedes mal ein Zeitsprung von 20 Jahren. In der ''Jetzt Zeit'' jagen Reyka und ihre Kollegen einen Serienmörder. Gleichzeitig möchte der Pedo nach 20 Jahren auf Bewährung raus. Als Opfer hat Reyka da ein Mitspracherecht. Und sie hat, wie man sich denken kann, noch einiges aus der Zeit ihrer Gefangenschaft aufzuarbeiten.
Es gibt also zwei Handlungsstränge. Beide sind, wie gesagt, sehr konstruiert. Dennoch ist es insgesamt leidlich spannend und fesselnd. Die Darsteller machen ihren Job gut. Daneben gefiel mir der Einblick in die südafrikanische Gesellschaft. Keine Ahnung wie treffend der gezeigt wurde. Aber ich nehme mit, das bei der schwarzen Bevölkerung die Stammeszugehörigkeit und die jeweilgen Chiefs (also ''Häuptlinge'') eine große Rolle spielen.
Die Krimifälle werden aufgelöst, keine Cliffhanger.


Für S1: 6,5/10
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von Wolfsgesicht
#1560397
Emily in Paris - Staffel 1 & 2 (Netflix)
Da beide nahtlos ineinander übergehen und qualitativ identisch sind pack ich beide in eine Rezension.

Fand die Serie zuckersüß. Wer romantische Komödien mag, wird diese Serie lieben. Leider sind mir die Entscheidungen von Emily (Thema Liebschaften) und später auch von Camille (Thema Gabriel) nicht 100%-ig nachvollziehbar, aber auch nicht unsagbar unlogisch.
Die Serie ist auch wahnsinnig klischeehaft, allein dieser furchtbare französische Akzent, von sowas bin ich überhaupt kein Freund. Stadt der Liebe wird auch wortwörtlich so interpretiert und alle Typen von Emily haben das gleiche geleckte Gesicht.

Vom handwerklichen und der Story an sich ist diese Serie für mich im Genre aber gut. Sie funktioniert für das was sie sein will sehr gut, ist locker-fröhlich und bietet humorvolle Stunden. Alle Charaktere funktionieren für mich und sind sympathisch.
Einzig das Thema Liebeskummer wird völlig übergangen, obwohl es durchaus (mehrfach) angebracht gewesen wäre.
Im Genre für mich eine 8/10.
Allgemein:
6,5/10

Brooklyn Nine Nine - Staffel 3, 4, 5
Für mich qualitativ alles gleiches Niveau, für mich eine fantastische Serie die wahnsinnigen Spaß macht.
Würde sogar so weit gehen, dass es für mich die beste Comedy-Serie überhaupt ist.
8/10

Chernobyl (HBO)
Gerade gesehen dass ich es anscheinend noch nicht bewertet habe - obwohl ich es schon 3-mal gesehen habe. Also kurz.
Die Serie war definitiv mein Highlight 2019. Die erste Hälfte ist so unfassbar spannend, die zweite verliert dann etwas an Spannung, ist aber auch der Geschichte „geschuldet“ und hat dafür dann andere Stärken. Finde die Story grandios umgesetzt, vor allem die Ermordung der Haustiere, da dreht es sich mir immer um. Der Score ist ebenfalls das beste was eine Serie 2019 zu bieten hatte.
10/10

Altered Carbon - Staffel 2 (Netflix)
Fand ich dann doch uninteressant, hab’s nicht zu Ende gesehen.
3/10

American Gods - Staffel 1
Auch schon länger her, hat mir aber gut gefallen.
7/10

Black Mirror - Staffel 4 (Netflix)
Staffel 5 hab ich bewertet, die 4 nicht. Daher kurz nachgeschoben:
Die Staffel hat ein paar Highlights (USS Callister ist definitiv eine der besten Episoden überhaupt) und auch die direkt nachfolgenden sind von guter Qualität. Die letzten 2 gefielen Emir weniger, Folge 4 war ok.
7/10

Bojack Horseman - Staffel 3, 4, 5, 6 (Netflix)
Hab ich tatsächlich nicht bewertet. Fand alles sehr solide und wirklich unterhaltsam. Überraschend fand ich die für eine Zeichentrickserie ernsten Themen.
7,5/10 alle

Flesh and Bones
Für mich ein kleines Juwel. Ich mag Ballett und Klassik, daher eine Serie von der ich direkt wusste sie würde mir gefallen. Sie hat zeitweise ihre Längen und ihre Irrungen und Wirrungen, am Ende ergibt sich aber ein emotionales Gesamtbild.
8/10

The Handmaids Tale - Staffel 1
Letztens nochmal gesehen, finde sie immer noch grandios. Schauspielerisch 1A, absolut gesellschaftsfelevant, bin wieder gefesselt gewesen, würde trotzdem minimal abwerten.
9/10

Hinweis für redlock: „La Casa de papel“ und „Haus des Geldes“ sind die gleichen Serien, hast du unter beiden Namen drin ;)

James May in Japan (Amazon Prime)
Ich liebe alles daran. Es ist wunderschön, unterhaltsam und nicht zu sehr drüber.
9/10

Love, Death and Robots - Staffel 1 (Netflix)
Bisher nicht bewertet, aber überall geschrieben wie sehr ich die Serie liebe. Verrückt.
Noch so ein 2019er Highlight und es ist in seiner Gesamtheit grandios. Leider sind nicht alle Geschichten interessant oder gut. Dennoch sind hier wahre Perlen dabei. Die Idee jeder Geschichte ein neues Zeichenstudio zuzuweisen find ich toll. Und obwohl überall jemand anders hintersteht ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild dieser Anthologie.

Lucifer - Staffel 1
Fand diese Staffel sehr unterhaltsam, bestimmt schon 3 mal gesehen. Tom ist die perfekte Besetzung, Lauren geht so. Auf ihre Synchro komm ich nicht ganz klar. Aber mal ein schön anderer Detective-Streifen abseits der CSI-Norm.
8/10

Die anderen Lucifer Staffeln kenne ich auch, muss gleich nochmal die groben Storylines suchen um zu sehen wo der Bruch ist…

Orphan Black - Staffel 4, 5
7,5/10 beide

The Orville - Staffel 1
Das Vorbild Star Trek ist unübersehbar und irgendwie ist die Serie hier nicht Fisch und nicht Fleisch. Sie verrennt sich zu häufig und weiß nicht ob sie ernst oder witzig sein will und wählt dabei häufig einen Weg der nichts davon wirklich gut macht. Dennoch hat sie ihre Momente und kleine Highlights und man spürt die Liebe die da reingesteckt wurde. Für eine Berieselung gut, für mehr nicht.
6/10

The Orville - Staffel 2
Bewertet im „The Orville“-Thread:

Ich liebe sie. Natürlich nix großartiges und tiefsinniges/überraschendes (wie GoT oder handmaids tale)aber sie unterhält mich wahnsinnig gut. Ich hab mich wirklich wirklich gut unterhalten gefühlt und ich habe deutlich mehr gelacht als bei der ersten Staffel. Für mich hat sich die Serie gut gemacht. Ein roter Faden fehlt mir nicht weiter. Ich hab mich immer auf die nächste Folge gefreut und das ist wirklich schön. Ist jetzt per se nix fürs binge watching, da könnte es langweilig werden, aber jede Woche mal ne folge - schön!
Mag’s wirklich.
7,5/10

TED Lasso - Staffel 2
Hat da weiter gemacht wo die andere aufgehört hat. Liebe alles an dieser Serie. Sagte ich gerade noch BNN ist die beste Comedy Serie vergaß ich doch glatt TED Lasso.
10/10

The Umbrella Academy - Staffel 1
Hab schon alles vergessen, weiß trotzdem noch wie es mir gefallen hat. Verrückt.
7/10

Westworld - Staffel 1
Definitiv eine meiner Lieblingsserien, der Stil, die Twists, die Musik, die Geschichte, hier stimmt alles.
10/10

Liebe und Anarchie - Staffel 1 (Netflix)
Ein kleines fast unbekanntes Juwel aus Schweden.
Es geht um eine verheiratete Frau, Sofie, Mitte 30, die in einem Verlag anfängt zu arbeiten. Dort trifft sie auf Max, einen IT-Techniker Anfang 20. Zwischen den beiden knistert es.
Während die meisten Serien hier direkt die Affäre starten würden, wählt diese hier einen anderen Ansatz. Die beiden beginnen nämlich ein Spiel um einen Lippenstift. Der der den Lippenstift hat, stellt dem anderen eine Aufgabe die er zu bewältigen hat. Schafft er dies, bekommt er den Lippenstift und kann wiederum dem anderen eine Aufgabe stellen. Es ist ein kleines Machtspiel, ein Grund sich nahe zu sein, ohne dass sich jemand traut den ersten Schritt zu machen. Und so wäre es wohl auch in Realität. Zuerst dieses umeinander tänzeln - und dann…
Ich liebe es den Figuren bei diesen unangenehmen Aufgaben zuzusehen und die Chemie zwischen beiden zu spüren.

Die Geschichte um diese Geschichte herum ist relativ einfach gehalten, funktioniert hier aber gut. Die Figuren sind gut gewählt, nur der Opa wirkt etwas unnötig und hätte vermutlich auch komplett wegfallen können ohne groß aufzufallen. Hier wurde nur versucht die Familiendynamik etwas besser darzustellen, ist so semi gelungen.
Schlussendlich gibt man diversen Figuren etwas Raum um sich zu entfalten und konzentriert sich nicht nur auf die beiden. Im Verlag ist dies gut, in der Familie meist gar nicht gelungen. Der Mann kommt immer unsympathisch rüber, obwohl ich in der ersten Hälfte nicht weiß warum - das ist gelungen, denn es soll wohl so sein. Die Chemie zwischen Mann und Frau hingegen funktioniert nicht, die Familie wirkt Nicht wie eine Familie, Sofie schläft mit ihrem Mann, befriedigt sich dann doch steht’s selbst, ist dann hungrig auf Max, mal spielen die Kinder eine Rolle, mal existieren sie gefühlt nicht…der ganze Familienkram ist für mich nicht rund. Auch sie (Sofie) wird für mich zum Ende hin immer schwieriger zu verstehen, und eigentlich sollte es in einer Serie andersrum laufen. Die Beweggründe sollten klarer werden.

Schlussendlich ist es etwas zweigeteilt. Der Familenpart hätte mehr Zuwendung gebraucht, der berufliche Teil und die Geschichte von Max und Max und Sofie ist wie sie ist gut bis sehr gut. Ich hatte eine riesige Freude an dieser Serie, sie ist mit 4 Stunden auch sehr kurz. Ich hätte mir gewünscht man hätte entweder noch 2 Folgen drangehangen und wäre privater geworden, oder man hätte es auf Filmlänge gekürzt und einen Film drauf gemacht. Dies hätte auch funktioniert.
Es überwiegt aber bei mir das positive. Die Figuren im Verlag sind gut geworden, die beiden Hauptdarsteller funktionieren super, der Ansatz war nicht so plump wie meistens in solchen Affären und ich kann es problemlos ein zweites Mal sehen. Auch jetzt sofort. Trotz aller Schwächen gebe ich:
8/10
Die zweite Staffel macht es hoffentlich trotzdem besser.
Zuletzt geändert von Wolfsgesicht am Fr 31. Dez 2021, 19:30, insgesamt 4-mal geändert.
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von little_big_man
#1560399
Vielen Dank an redlock fürs Nachführen dieses Threads über die Jahre :+1: ....und tick tock Wolfsgesicht, so viele Stunden hat das Jahr nicht mehr... ;)

EDIT: Da hat doch das freche Wölfchen gerade den Beitrag mit der Ankündigung von noch viel mehr Reviews in diesem Jahr wieder gelöscht, so dass mein obiger Kommentar jetzt sehr kontextfrei dasteht...
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von Wolfsgesicht
#1560400
little_big_man hat geschrieben: Fr 31. Dez 2021, 17:33 Vielen Dank an redlock fürs Nachführen dieses Threads über die Jahre :+1: ....und tick tock Wolfsgesicht, so viele Stunden hat das Jahr nicht mehr... ;)

EDIT: Da hat doch das freche Wölfchen gerade den Beitrag mit der Ankündigung von noch viel mehr Reviews in diesem Jahr wieder gelöscht, so dass mein obiger Kommentar jetzt sehr kontextfrei dasteht...
Ja ich wollte meine Änderungen noch heimlich in den Beitrag schmuggeln, das geht ja jetzt nicht mehr ^^

Edit:
Ich hoffe ich habe zur Zufriedenheit geliefert.

Dankeschön redlock ;)
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von little_big_man
#1560408
Wolfsgesicht hat geschrieben: Fr 31. Dez 2021, 17:37Edit:
Ich hoffe ich habe zur Zufriedenheit geliefert.
Ja, gut habe ich nochmals reingeschaut, denn editierte Postings erscheinen nicht mehr als "neu" in der Übersicht, wenn man das Original-Posting schon gelesen hatte.

Wolfsgesicht hat geschrieben: Fr 31. Dez 2021, 15:40TED Lasso - Staffel 2
Hat da weiter gemacht wo die andere aufgehört hat. Liebe alles an dieser Serie. Sagte ich gerade noch BNN ist die beste Comedy Serie vergaß ich doch glatt TED Lasso.
10/10
Ted Lasso hat aber nichts mit TED Talks zu tun, oder? Habe das "TED" jedenfalls noch nie gross geschrieben gesehen wie jetzt bei dir...
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von Wolfsgesicht
#1560411
little_big_man hat geschrieben: Fr 31. Dez 2021, 20:19
Wolfsgesicht hat geschrieben: Fr 31. Dez 2021, 15:40TED Lasso - Staffel 2
Hat da weiter gemacht wo die andere aufgehört hat. Liebe alles an dieser Serie. Sagte ich gerade noch BNN ist die beste Comedy Serie vergaß ich doch glatt TED Lasso.
10/10
Ted Lasso hat aber nichts mit TED Talks zu tun, oder? Habe das "TED" jedenfalls noch nie gross geschrieben gesehen wie jetzt bei dir...
Ne, ist die Apple Autokorrektur die daraus jedes Mal einen TED Talk machen will. 😅
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von Wolfsgesicht
#1560452
The Expanse (Amazon Prime) - Staffel 5
Kleine Spoiler sind nicht zu vermeiden, sind aber nicht relevant.

Diese Staffel lässt mich mit diversen Fragezeichen zurück, sie ist doch anders als die 4 zuvor.
Das Protomolekül spielt eine absolut untergeordnete Rolle, viel mehr geht es um die Charakterentwicklung, die politische Lage und zwischenmenschliche Beziehungen und Probleme.
Fokussiert sich die erste Hälfte der Staffel noch auf den Aufbau des Plots (und die ersten 4 Folgen sind ein Genuss), geht es in der zweiten Hälfte um die Beziehungen. Dies fände ich grundsätzlich nicht verkehrt, habe hier aber zwei Probleme damit.
Erstes Problem ist die Menge der Teilgeschichten. Es gibt zu viele, denn es wird eine eigene um 1. Holt, 2. Amos, 3. Naomi, 4. Marco+Philipp, 5. Drummer, 6. Alex und Bobby und 7. Avasarala gesponnen. Und 7 Geschichten sind einfach 2-3 zu viel. Jede dieser Geschichten bekommt maximal 8 Minuten Screen-Time in einer Episode, dafür in der nächsten dann keine Minute. Man hat durch die Vielzahl das Gefühl es passiert extrem viel, aber hat irgendwann in der Staffel auch das Gefühl es geht nicht voran. Hier ist klar: Entweder weniger Geschichten oder mehr Episoden. In der ersten Hälfte funktioniert es aber gut, da wird der Fokus auch mal länger auf einer Story gelassen und die kann dann wirken. Die zweite Hälfte hüpft nur noch hin und her.
Das zweite Problem: Die nächste Staffel ist die letzte. Und diese letzte hat stolze 6 Episoden spendiert bekommen. Ich war wirklich gefrustet als ich das gelesen habe und Staffel 5 hat’s nur verschlimmert. Die Geschichte ist kaum vorangetrieben worden, im Grunde steht man am Ende da wo man bei Episode 4 schon nahezu war. Jetzt habe ich einen riesigen Bammel dass Staffel 6 das ganze im Affenzahn zu Ende bringen wird.
Und jetzt bin ich im Dilemma.

Die Produktion ist weiterhin das beste was eine Sci-Fi Serie bieten kann. Bei weitem. Für mich ist jede Minute dieser Bilder auf meiner Wand ein Hochgenuss.
Die Geschichten die erzählt werden sind schön und machen Spaß. Ausnehmen kann man hier die zweite Hälfte der Alex-Geschichte und eigentlich den ganzen Drummer Teil. Sonst ist alles echt toll, ich mag was erzählt wird und ich mag wie es erzählt wird. Die Charakterzeichnung ist die Stärke dieser Staffel, und das ist mal super.
Die Gesamt-Geschichte, also der übergeordnete Plot, gibt viel her, wird aber links liegen gelassen. Auch frage ich mich wofür Staffel 4 jetzt eigentlich benötigt wurde, es wirkt nämlich eher wie ein Einschub nachdem man Staffel 5 gesehen hat. Im Grunde baut nahezu nichts in Staffel 5 darauf auf.
Ich denke, in Staffel 5 kann man sich eine solch persönliche Staffel erlauben. Daher kann ich abschließend über den mauen Gesamt-Plot hinwegsehen, da die Figuren für mich toll funktionieren und mir die Geschichten mit ihnen gefallen haben.
Action vermisst man hier, Spannung vermisst man hier, aber manchmal braucht es auch mal sowas. Ich bete jetzt einfach das mein Gefühl zur Staffel 6 trügt und man das noch gut rumbiegt.

8/10
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von AlphaOrange
#1560523
Kitz (Netflix)
Rache-Drama im schneebedeckten Kitzbühl, dem Feriendomizil der Reichen und Schönen.
Wird in der Presse ziemlich verrissen, aber irgendwie aus den falschen Gründen. Leider hab ich das Gefühl, da wurde das Urteil immer schon nach einer Viertelstunde gefällt und dann abgeschaltet. Denn der häufigste Kritikpunkt ist, dass Kitz vor allem das klischeehafte Leben der High-Society-Sprösslinge zeige und das auch noch zelebriere (das SJ dann noch Mangel an Nachhaltigkeitsdiskussion und so wokes Zeug rein bringt, versteht sich von selbst...). Dabei ist genau das meiner Meinung nach die Stärke der Miniserie: die Figuren. Wo gerade ein Rachethriller eigentlich klare Antagonisten braucht, um seinen Protagonisten auf der Seite der Guten zu halten, zeichnet Kitz seine Figuren schnell sehr ambivalent. Protagonistin Lisi ist mitnichten die Gute und die reichen Schnösel Vanessa, Dominik und Kosh sind unglücklich, gefangen und gebrochen*. Das ist die Stärke der Serie und das lässt einen bis zum Ende gucken.
Trotzdem hat die Show einige Probleme. Nummer 1: das ist alles fucking unplausibel! Allein der Plot von Episode 1 ist so absurd, das ich nachvollziehen kann, wenn da jemand bereits abschaltet**. Nummer 2: Die Serie eskaliert überraschend bereits in Episode 5, bezahlt dann aber mit einem eher lahmen Serienfinale***.
6.5 / 10
versteckter Inhalt:
* Die Figur des Kosh fand ich richtig stark. Als der überhebliche Hedonist eingeführt, zeigt sich ein echt deeper Charakter, völlig allein gelassen und in Selbstzerstörung versunken. Es ist dem nihilistischen Grundton der Serie nur folgerichtig, dass er am Ende derjenige ist, der weil er endlich mal Glück im Leben erfahren hat und es nicht verlieren wollte, im Knast landen wird.
Dominik ist ein Fremdkörper in dieser Welt, ein Punching Ball, der selbst keinen Schritt vorwärts kommt. Und Vanessa entpuppt sich schnell als Getriebene, die sich eine perfekte Starlet-Schale geschaffen hat, im Inneren aber todunglücklich ist. Mutig, das so früh durchscheinen zu lassen, wo sie doch bis zum Schluss als die "Böse" gelten soll.
** C'mon ... Hans begeht einen fingierten bewaffneten Raubüberall in einem Hotel mit hunderten von Leuten, nur damit Lisi sich als Retterin profilieren kann? Was da alles hätte schief gehen können. Oder müssen. Glücklicherweise scheint sich niemand dafür zu interessieren, dass ein bewaffneter Einbrecher umgeht.
Dafür, dass Lisi angeblich seit einem Jahr in Rachefantasien versunken ist scheint sie auch ganz schön planlos zu sein und ständig improvisieren zu müssen und hat dabei verdammt viel Glück.
*** Mit Vanessas Tod in Folge 5 hab ich überhaupt nicht gerechnet, das war schon strong. Leider macht die Serie nix draus. Das halbe Serienfinale besteht daraus, dass Lisi sich irgendwo entschuldigt und rumschnüffelt. Dass Kosh auffliegt war klar, dass Dominik derjenige ist, der Lisis Bruder auf dem Gewissen hat, war mir auch längst klar. Dementsprechend hat die Serie hier leider einfach nichts mehr zu bieten.
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von Theologe
#1560525
Yellowstone: S4
Nachdem sich die Serie in S2 und S3 zu einer meiner Lieblingsserien gesteigert hat, ist S4 leider wieder etwas schwächer, aber ich fieberte dennoch Woche für Woche auf die neue Episode hin.
Die Show ist ein Western und eine Soap, leider überwog der Soapanteil zu sehr. Bei Kelly Reilly habe ich oft das Gefühl, dass sie in einer anderen Serie mitspielt. Beth ist viel zu häufig over the top.
Die Tatsache, dass die Figuren sich im 21. Jahrhundert aufführen wie im 19. und damit durchkommen, muss man zwar akzeptieren, aber ab und an ist das dann doch haarsträubend.
Was ebenfalls etwas störte, ist dass Taylor Sheridan Yellowstone zur Eigenwerbung nutzt. So werden nicht nur gleich zwei Spin Offs angeteasert, von denen 1883 schon startete, sondern auch noch heftig Werbung für Sheridans 6666 Ranch in Texas, die er zusammen mit anderen Investoren für mehrere Hundertmillionen kaufte. So sehen wir dann auch sehr viele Monatgen von Showpferden. Man muss allerdings sagen, dass die Nebenstory auf der 6666 Ranch nicht so schlecht war, weil sie geerdet daher kam. Nebenbei hat er dann auch seine Gastauftritte als Schauspieler ausgebaut, wobei er hier zumindest besser rüberkommt als damals bei Sons of Anarchy.
7,5/10

Mayor Of Kingstown [Paramount+)] - Drama
Taylor Sheridan zum zweiten. Düster, brutal und voller Action und Spannung. Jeremy Renner ist perfekt für die Rolle. In düsteren Stoffen wie The Hurt Locker, The Town oder Wind River überzeugt er mich deutlich mehr als als Hawkeye oder Mission: Impossible Sidekick.
Zusammen mit Hugh Dillon, der auch gleich eine Rolle bekommen hat, hat Sheridan hier eine Serie entwickelt, in der sich alles um Verbrechen in und um Gefängnisse dreht. Im Mittelpunkt der Story stehen die McCluskys. Die Matriachin, gespielt von Diane Wiest, ist Lehrerin im Frauengefängnis, ihr jüngster Sohn ist Polizist und ihre beiden älteren Söhne sind Vermittler/Fixer zwischen Polizei, Wärtern, Insassen und Gangs. Dazwischen geht es so rau und gewaltätig daher, dass sogar Vic Mackey zur Zurückhaltung aufrufen wurde.
8,5/10

Dexter: New Blood
Ich fand die Schlussszene von Dexter nie so schlimm, wie die meisten, ich mochte nur die gesamte Abschlussstaffel nicht, das war die einzige der Serie, die ich gar nicht mochte. Hier will man vieles besser machen, aber bis zum Ende lassen sich die Macher nicht in die Karten schauen ob es nun wirklich das Finale oder ein neuer Auftakt ist.
versteckter Inhalt:
Ich hätte nie damit gerechnet, dass Dexter stirbt und ich fand es auch etwas übertrieben, wie schnell seine Freundin ihn als Bay Harbor Butcher ausmachte, das war alles zu einfach, vor allem wenn man bedenkt, dass die Ereignisse sich in 2 oder 3 Wochen abspielen.
Die Höhen der ersten vier Staffeln werden hier nicht erreicht, aber New Blood ist durchweg unterhaltsam.
8/10

Die Wespe [Sky] - Comedy
Jetzt noch etwas aus deutschen Landen. Florian Lukas spielt einen abgeranzten Dart-Profi aus Berlin, der sich mit Turnieren in Autobahnrastäten über Wasser hält bzw. sich von seiner Frau aushalten lässt, bis ihm alles um die Ohren fliegt.
Die Serie ist witzig, charmant und durchweg gelungen. Ulrich Noethen als sein Buddy ist genial und ich war wirklich traurig, als nach 6 Episoden die Staffel schon zu Ende war.
8/10
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von Sarge
#1560552
Invasion (2021) [Apple TV+] - Season 1
Staffel 1 zeigt mehrere Tage eines Alien-Angriffs auf die Erde aus der Sicht verschiedener Charaktere weltweit. Das klingt zunächst mal gar nicht uninteressant und die Show wirkt hochwertig produziert und mit einem unbekannten, aber guten Cast ausgestattet. Leider ist der große Haken das Writing, denn zum Einen wird das Ganze überaus gemächlich inszeniert, dafür aber gerne mit übertrieben rührseligen Szenen. Viel schlimmer zum Anderen sind aber die extrem nervigen Charaktere. Als Zuschauer kann man praktisch für niemanden Sympathie aufbringen und wünscht ihnen bald schon den Serientod, was wirklich ein ganz schlechtes Zeichen ist.

Da wäre zum Einen eine Schulklasse, die sich die längste Zeit von einem dämlichen Bully anführen lässt. Highlight seiner Screentime: Als man nach Tagen der Isolation endlich ein Funkgerät findet, zerstört er es bei der ersten Gelegenheit, weil es unangenehme Geräusche machte.
Dann gibts da noch eine amerikanische Familie (mit arabischem Integrationshintergrund). Da will der Vater die Familie während der Katastrophe sitzen lassen und zu seiner Geliebten durchbrennen. Zwei kleine Kinder sind nur am rumnölen, finden aber immerhin das EINE wichtige Artefakt.

Was mich dann zum nächsten Punkt bringt, dass dies eine SciFi-Serie ist, die auch einiges an "Mystery"-Komponenten enthält. Entweder akzeptiert man das im Sinne von „Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Zauberei nicht zu unterscheiden. (Arthur C. Clarke)“ oder man hat einiges zu kritisieren. Z.B. wenn man eine Atombombenexplosion in der Atmosphäre vom Boden aus sowohl in Japan, Amerika und Europa gleichzeitig sehen kann, um nur ein eher harmloses Beispiel zu nennen.

Ich machs kurz: Wieso diese Serie mit 200 Mio. Budget und solch unzugänglichem Konzept bzw. dämlichen Drehbüchern durchgewunken wurde, ist mir ein totales Rätsel. B-Movie-Dramatik: Inkl. einer Episode, die praktisch komplett im Dunkeln spielt, damit man die Aliens nicht zu früh zeigen muss, bzw. dachte man sich wohl, dass wäre gruselig.
Furchtbare Charaktere und ein Plot mit extrem vielen Logiklöchern laden zum Hate-Watchen ein.
3/10

All Creatures Great and Small (2020) (deutsch: Der Doktor und das liebe Vieh) [Channel 5] - Season 1
Über die Feiertage zusammen mit der Familie gebinged. Wer das Original nicht kennt: Es geht um eine Tierarztpraxis auf dem britischen Land, kurz vor dem zweiten Weltkrieg.
Die Neuauflage der Serie ist wieder mal ein Paradebeispiel, wie solide die britische Fernsehunterhaltung ist. Die Zeit vor dem zweiten Weltkrieg setzt man perfekt in Szene und dank der netten Charaktere und wohldosiertem Drama bzw. Romantik ist das klassisches Wohlfühl-TV. Eines der Highlights ist Diana Rigg in einer ihrer letzten Rolle, als Adelige, die ihr Schoßhündchen mit exquisiten Leckerlis überfüttert.
7/10
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von LittleQ
#1560557
Cobra Kai - Season 3 und 4 (Netflix)

Gute Seasons und mir macht es immer noch großen Spaß. Season 3 war ein bisschen schwächer aber ich liebe es, wie sie in Season 4 anfangen alte Figuren wieder zurückzubringen. Gerade der Schluss war ja mega genial :') .

Cobra Kai ist wirklich kein Meisterwerk an Serienkunst, aber einfach unterhaltsam.

7,5/10
8/10
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von Burpie
#1560615
Vigil (Arte)
Zu Recht die erfolgreichste Miniserie 2021 in GB.
Auf einem Atom-U-Boot der Royal Navy wird ein Matrose getötet. Zur Aufklärung des Sachverhaltes wird eine Polizeibeamtin auf das Schiff gebracht, während ihre Partnerin an Land versucht, Licht ins Dunkel zu bringen.
Vielschichtig und packend von Anfang bis Ende.
10/10
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