US-Fernsehen (inklusive Season- und Pilot-Reviews), britisches Fernsehen etc.
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von Theologe
#1560629
Hanna: S1
Den Film fand ich zwar OK, aber nie so berauschend. Die Serie fand ich schwächer. Ich habe ihr wegen der Besetzung mit Mireille Enos und Joel Kinnaman eine Chance gegeben, aber an die Qualität von The Killing kommt das hier nicht ansatzweise heran. Dazu kommt, dass die Production Values nicht sonderlich hoch sind. Das schreit nach Osteuropa aus allen Poren.
5/10

Temple: S1
Mark Strong spielt hier einen Chirurg, der eine Untergrund-Klinik führt, eigentlich das Herz am rechten Fleck trägt, aber durchaus skrupellos seine Ziele durchsetzt. Mark Strong brilliert hier, wie eigentlich immer. Der Plot setzt sich auch mehreren Handlungssträngen zusammen, so dass die Nebenfiguren alle ihre eigenen Geschichten haben, die aber gut zum großen ganzen passen.
7,5/10

The Expanse: S4
Bei den vielen Verstrebungen und Schauplätzen muss man zwar irgendwie aufpassen, dass man nicht durcheinander geht. Aber wenn man auf der Höhe bleibt, kann man einfach nur genießen wie ausgefleischt die Welt ist, die für die Serie erschaffen wurde. Das macht letztlich die Serie aus. Dazu stimmt die Mischung aus Mystery, Action und politischer Intrige.
8/10
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von LittleQ
#1560633
Burpie hat geschrieben: Sa 15. Jan 2022, 07:58 Vigil (Arte)
Zu Recht die erfolgreichste Miniserie 2021 in GB.
Auf einem Atom-U-Boot der Royal Navy wird ein Matrose getötet. Zur Aufklärung des Sachverhaltes wird eine Polizeibeamtin auf das Schiff gebracht, während ihre Partnerin an Land versucht, Licht ins Dunkel zu bringen.
Vielschichtig und packend von Anfang bis Ende.
10/10
Also ne 10 wars bei mir nicht, aber war wirklich ne nette Kurzserie. Als alter Klaustrophobiker stehe ich doch sehr auf U-Boot-Stories.

7,5/10
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von str1keteam
#1560635
Theologe hat geschrieben: Sa 15. Jan 2022, 23:33 Temple: S1
Mark Strong spielt hier einen Chirurg, der eine Untergrund-Klinik führt, eigentlich das Herz am rechten Fleck trägt, aber durchaus skrupellos seine Ziele durchsetzt. Mark Strong brilliert hier, wie eigentlich immer. Der Plot setzt sich auch mehreren Handlungssträngen zusammen, so dass die Nebenfiguren alle ihre eigenen Geschichten haben, die aber gut zum großen ganzen passen.
7,5/10
Das norwegische Original Valkyrien https://www.youtube.com/watch?v=c6aXvtK9neE ist einer meiner Favoriten aus dem hohen Norden. Hatte heftige Breaking Bad Vibes mit der "mittelalter Intellektueller/junger, psychisch angeschlagener Hitzkopf"-Kombination und den vielen "wie manövrieren sie sich aus dieser Sackgasse" Momenten. Normalerweise hätte ich deshalb auch die nächsten 3 Jahrzehnte kein Interesse an einem werktreuen Remake, aber das Original war eine abgeschlossene Miniserie. Wie Temple das Thema auf 3 Staffeln ausgeweitet hat, würde mich dann doch interessieren. Mark Strong in einer Hauptrolle ist natürlich auch immer ein großer Pluspunkt.

Mit deiner Yellowstone Staffel 4 Kritik hast du mich hingegen eher wieder von der Serie abgeschreckt, die sich langsam in realistische Startnähe gekämpft hatte. Ich würde zwar sehr gerne Costner in einer Neo-Western-Serie sehen, aber ich fange wohl besser direkt mit 1883 an und schaue dann, ob ich Hunger nach mehr habe. In dem Setting sollten Sheridans Stärken besser zur Geltung kommen, weil die Gewalt ein organischer Begleiter ist, während es in einer Jetztzeit-Show den Dallas-Eindruck nur noch verstärken dürfte, wenn da in reichen Zirkeln nicht nur intrigiert, sondern auch konsequenzlos geballert und gemordet wird wie in Justified meets Sons of Anarchy.
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von Theologe
#1560636
str1keteam hat geschrieben: So 16. Jan 2022, 01:53 Mit deiner Yellowstone Staffel 4 Kritik hast du mich hingegen eher wieder von der Serie abgeschreckt, die sich langsam in realistische Startnähe gekämpft hatte. Ich würde zwar sehr gerne Costner in einer Neo-Western-Serie sehen, aber ich fange wohl besser direkt mit 1883 an und schaue dann, ob ich Hunger nach mehr habe. In dem Setting sollten Sheridans Stärken besser zur Geltung kommen, weil die Gewalt ein organischer Begleiter ist, während es in einer Jetztzeit-Show den Dallas-Eindruck nur noch verstärken dürfte, wenn da in reichen Zirkeln nicht nur intrigiert, sondern auch konsequenzlos geballert und gemordet wird wie in Justified meets Sons of Anarchy.
Guck die auf jeden Fall. Die erste Season war zwar nicht ganz was ich wollte und die vierte auch nicht. Aber S2 und 3 waren top und süchtig machend. Das ist eine von ganz wenigen Serien, die ich nicht binge, sondern direkt gucke. Mayor of Kingstown ist ebenfalls eine fette Empfehlung.
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von Theologe
#1560646
Ray Donovan: S7
Ich war gerade mit der 6. Staffel durch als bekannt wurde, dass die Serie ohne Ende abgesetzt wurde und die 7. Staffel sogar eine 8. vorbereitet hatte. Obwohl die 6. wieder besser war, nachdem die Serie ein Zwischentief durchlief, hatte ich dann irgendwie keine Lust auf die letzte Staffel, auch wenn ich sie irgendwann sicher gesehen hätte.
Als dann zu lesen war, dass es einen Abschlussfilm geben sollte, wollte ich solange warten, bis der raus ist, damit ich nicht in die Deadwood-Falle laufe und 10 Jahre auf ein Ende warte.
Die 7. Staffel habe ich an diesem Wochenende durchgebingt und es war eine gute. Die Staffel hat zwei Haupthandlungsstränge. Der eine setzt die Ereignisse der 6. Staffel fort und der andere hat Verbindung zu Rays Jugend, so sieht man auch sehr viele Rückblicke. Die beiden Handlungsstränge münden, leicht verwoben in einem blutigen Finale, an dessen Ende zwar kein klassischer Cliffhanger steht, aber eben doch vieles offen.
8/10

Ray Donovan: The Movie
Der Film setzt kurz nach der 7. Staffel an und bringt die Serie zu einem ordentlichen und vor allem richtigen Ende, leider hat man aber nicht die Zeit beide offenen Handlungsstränge zu beleuchten und so fällt der laufende Handlungsstrang aus Staffel 6 und 7 unter den Tisch und man konzentriert sich auf den, der für die Figuren der wichtigere ist und das bessere Serienende ermöglicht.
In 90 Minuten kann man natürlich nicht abarbeiten, was eigentlich 8-10 Stunden hätte dauern sollen, aber so ist es mir lieber als 7 Jahre in eine Serie zu stecken, die dann gar kein Ende hat.
7/10

Succession: S3
Amerikas unsympathischste Familie ist zurück und die Intrigen gehen munter weiter. Der Großteil der Staffel bewegt sich in dem Handlungsrahmen, den auch schon die letzte Staffel ausmachte, mündet hier aber in einem furiosen Finale, bei dem erstmal sprachlos Revue passieren lassen muss, was da eigentlich passiert ist.
9/10
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von Nataku
#1560658
The Good Fight – Season 3 (CBS All Access)
Nach langer Zeit hatte ich mal wieder Lust auf das The Good Wife Universum und hab mich dann dazu durchgerungen, der dritten Staffel von The Good Fight nochmal eine Chance zu geben statt mit einer zweiten Runde The Good Wife anzufangen.

The Good Fight hatte ich vor knapp 3 Jahren nach der zweiten Folge der dritten Staffel abgebrochen und seitdem nicht mehr angefasst, weil mir der Politik/Trump Anteil einfach zu groß geworden war und die Serie keinen Spaß mehr machte. Ein bewusstes Absetzen ist mir bis dahin noch bei keiner anderen Serie passiert (in der Regel setze ich Serien nach 1-2 Folgen ab, wenn sie mir nicht gefallen oder ich bleibe dann dran bzw. bei manchen passiert es eher unbewusst, dass man mal einen Rückstand aufbaut, manchmal auch über mehrere Staffeln). Ich hatte dann auch eigentlich keine Absicht mehr, nochmal mit der Serie weiterzumachen aber nach der langen Zeit juckte es mich dann doch in den Fingern.

Nach wenigen Minuten der dritten Folge wusste ich dann auch sofort wieder, warum ich die Staffel abgebrochen hatte. Es geht fast in jeder Folge größtenteils um Trump (und das sage ich als jemand, der selbst Trump verachtet hat). Während The Good Wife zwar eine eher liberale Show war, hatte man doch auch oft das Gefühl, dass dennoch auch die konservative Seite mit eingebracht wurde. Die dritte Staffel von The Good Fight fühlt sich dagegen wie ein Wahn von liberalen Leuten an, die mit der politischen Lage in Amerika nicht mehr klarkommen und ihre Fantasien und Ängste in der Serie einbauen. Leider leidet darunter vor allem die Story massiv. Obwohl ich den Rest der Staffel in wenigen Tagen durchgeschaut habe, könnte ich mit Ausnahme der Dianne Widerstands-Story keine Geschichte benennen, die durchgehend verfolgt wurde (+ vielleicht noch die Mini Story rund um Julius, die aber eher in Staffel 4 dann relevant wird). Dazu kommen dann auch noch Brüche der 4. Wand durch mehrere Charaktere und ein abstruser Michael Sheen als Roland Blum, der sehr weit out there ist selbst für das TGW/TGF Universum. Die The Good Fight Shorts fand ich ganz nett, gebraucht hätte es die aber auch nicht.

Staffel 3 ist leider auch der Abschied von Maia (Rose Leslie), die nur in den ersten Folgen und dann zum Schluss der Staffel überhaupt auftaucht (ca. die Hälfte der Staffel). Der Charakter bekommt ein mehr oder weniger rundes Ende, wobei ich es insgesamt nicht wirklich als in-charakter bezeichnen würde.

Insgesamt wirkt die ganze Staffel wie ein schlechter Fiebertraum und sehr surreal. Man merkt immer noch, dass hier grundsätzlich talentierte Leute am Werk sind und die Serie lässt sich dann auch gut wegbingen wenn man erstmal wieder drin ist, auch wenn die Staffel insgesamt deutlich schlechter und planloser als die vorherigen Staffeln ist. Das Grundgerüst ist auf jeden Fall noch vorhanden, auch wenn die Kreativen hinter der Kamera hier eher schlechte Arbeit abgeliefert haben.
5/10

The Good Fight – Season 4 (CBS All Access)
Nach der eher mauen dritten Staffel bin ich zum einem wegen dem Cliffhanger und zum anderen wegen den positiveren Stimmen online weiter drangeblieben.

Der Auftakt macht leider erstmal da weiter, wo Staffel 3 aufgehört hat, auch wenn ich das Konzept der Folge interessant fand und es auch zum Denken anregt (immerhin zeigt die Folge, dass nicht alles unbedingt besser sein muss, wenn die Geschichte anders verlaufen wäre, als wir sie erlebt haben). Mit Folge 2 startet die Staffel dann eigentlich erst richtig. Im Gegensatz zu Staffel 3 wird hier wieder eine durchgehende Geschichte aufgebaut. Memo 618 ist ein netter Plottreiber und auch die Veränderungen rund um die Firma sind interessant. Hugh Dancy fand ich deutlich erträglicher als Michael Sheen in der Staffel zuvor. Außerdem fand ich die Rückkehr von einigen The Good Wife Charakteren in der Staffel sehr gelungen.
Staffel 4 kehrt außerdem wieder vermehrt ins Gericht zurück. Nachdem Staffel 3 gefühlt komplett außerhalb der Gerichte stattfand, gibt es in Staffel 4 auch endlich wieder vernünftige Gerichtsszenen.

Leider musste die Staffel aufgrund von Corona mit Folge 7 enden. Dadurch werden leider alle Handlungsstränge der Staffel etwas in der Luft zurückgelassen. Dazu kommt, dass die letzte Folge auch wieder sehr abstrus ist und leider voll auf dem Niveau von Staffel 3 rumdümpelt. Zwar hat auch das Finale 2-3 gute Szenen, aber der Großteil der Folge wird mit der Jeffrey Epstein Geschichte verschwendet. Wenn man dann noch bedenkt, dass auch nach dieser Staffel (bzw. den Auftakt von Staffel 5) wieder 2 zentrale Figuren die Serie verlassen, wirkt das leider etwas ungeschickt (auch wenn mir bewusst ist, dass die Folge nicht als Finale geplant war).

Zusammenfassend ist Staffel 4 also wieder deutlich interessanter und sehenswerter als Staffel 3, auch wenn das eher grausige Finale die Wertung etwas drückt. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es nun in Staffel 5 weitergehen wird, nachdem man einen Großteil des Casts der Serie mittlerweile verloren hat.
7.5/10

The Good Fight – Season 5 (Paramount+)
Staffel 5 startet mit einer „Previously On“-Folge, in der quasi die Geschichten von Staffel 4 sehr zügig aufgelöst werden gemixt mit dem Thema Corona und was in der Zwischenzeit vorgefallen ist. Das alles war interessant gemacht, auch wenn eigentlich nur die Story von Luca gut aufgelöst wurde (hier war aber wohl auch schon die meiste Vorarbeit in Staffel 4 erledigt). Der Abschied vom Charakter Adrian Boseman kommt dann doch eher spontan und wirkte auf mich weniger überzeugend. Die Memo 618 Story wird leider nicht wirklich aufgelöst, sondern fallen gelassen und die Story rund um Julius sehr schnell beendet. Gelungen fand ich bei der Folge, dass dann auch erst am Ende der Vorspann der Folge lief.

Ähnlich wie in Staffel 4 startet die eigentliche Staffelstory erst mit Folge 2. Hier wird dann auch gleich ein Großteil der neuen Charaktere eingeführt, wobei die meisten wohl eher auch nur für diese Staffel vorgesehen sind/waren. Einzig Charmaine Bingwa als Carmen Moyo wird wohl länger dabei sein. Sie ist quasi der Luca Ersatz. Leider vergisst man den Charakter Tiefe zu verleihen. In der Mitte der Staffel verschwindet sie quasi komplett bis sie zum Ende wieder auftaucht. Luca ersetzt sie bisher nicht wirklich gut, dafür wirkt die Figur einfach zu profillos und kalt.

Generell liegt da auch das Problem der Staffel. Man führt etliche neue Charaktere ein, gibt ihnen aber kaum Gelegenheit, wirklich tiefe oder einen gewissen Hintergrund zu geben. Bestes Beispiel ist der neue Freund von Liz, dessen Namen ich mir nicht mal merken konnte, obwohl er in einigen Folgen auftaucht bevor auch er wieder verschwindet. Weniger wäre hier definitiv mehr gewesen. Man hätte sicher locker ein paar Figuren streichen können und sich lieber auf die Wesentlichen konzentriert. Einen guten Job macht Mandy Patinkin und auch Wanda Sykes als Allegra fand ich ganz gut, auch wenn sie erst in den letzten 3 Folgen auftaucht. Hugh Dancy kommt leider nur für eine Szene zur Serie zurück und ist damit ebenfalls wieder raus aus der Serie.

Die Staffel Story mit den Fake Courts fand ich anfangs ganz interessant, nutzt sich aber schnell ab, weil man bereits früh kommen sieht, wo die Staffel mit der Geschichte hinwill. Leider liegt der Fokus ganz klar auf der Geschichte ohne, dass hier viel mit ihr getan wird (es schaukelt sich eben vorhersehbar hoch, bekommt aber insgesamt zu viel Screentime). Die Story zwischen Liz und Diane dreht sich auch eher im Kreis und lässt beide Figuren nicht wirklich sympathisch wirken. Diane wird abermals sehr surreal dargestellt, während Liz durchgehend die Race-Karte zieht, die in meinen Augen an der Stelle nicht gerade passend eingesetzt wurde. Das Ende der Story fand ich dann auch eher weniger gelungen. Da hätte man wirklich einen anderen Schritt gehen können
versteckter Inhalt:
z.B. zusammen mit Julius und dann in der kommenden Staffel die Firmen gegeneinander antreten lassen (wobei das natürlich so ähnlich bereits bei TGW gemacht wurde).
Und dann gabs noch die surreale Story rund um Jay und den COVID-Folgen, auf die ich gerne komplett verzichtet hätte.
Auch Staffel 5 greift wieder auf einige bekannte TGW Gesichter zurück, um einige der Geschichten mit Figuren zu füllen, was ich immer als willkommenen kleinen Nod an die alten Fans empfinde.

Insgesamt würde ich die Staffel besser als Staffel 3 einstufen, aber doch schlechter als Staffel 4. Aus den Geschichten hätte man einfach mehr machen können/müssen und viele der neuen Figuren haben leider viel zu wenig Storypolster bekommen, als das ich mich am Ende für sie groß interessiert hätte. Leider scheint die Serie auch im Hintergrund ein großes Vertragsproblem zu haben, anders kann man sich kaum erklären, dass etliche Schauspieler gefühlt kommen und genau so schnell wieder aus der Serie verschwinden.

Nun ja. Schauen wir mal, wie dann Staffel 6 wird. Mit den surrealen Elementen und den over the top Stories werde ich mich wohl nie ganz anfreunden können, aber die Serie an sich entwickelt dennoch immer eine gewisse Sogwirkung und unterhält mich. Viel mehr kann man von The Good Fight wohl einfach nicht mehr erwarten (vielleicht sollte ich also doch lieber nochmal einen Rewatch von The Good Wife angehen).
6.5/10 (mit Tendenz zur 7)

P.S.: Der Vorspann von The Good Fight ist einfach immer sehenswert. Langsam explodierende Gegenstände + die Musik dazu catcht mich bei fast jeder Folge trotz bingen.
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von Sarge
#1560671
Wolf Like Me [STAN/Peacock] - Season 1
Ohne groß zu spoilern (wegen dem Titel) ist es eine Mischung aus Familiendrama und Urban Fantasy.
Ein Witwer, der sich um seine einzige Tochter kümmert wird vom Schicksal scheinbar zufällig mit einer mysteriösen Einzelgängerin zusammengebracht. Die Chemie zwischen den beiden stimmt und man wünscht Ihnen als Zuschauer, dass es hinhaut. Das Problem ist nur, dass sie ein Werwolf ist und sich an Vollmondnächten einkerkern muss.

Die 6 Episoden á ca. 26 Minuten sind ein kurzer Happen, der die o.g. Ausgangslage letztlich nur minimal erweitern kann. Was für die Serie spricht sind die sympathischen Hauptfiguren und ihre Darsteller. Die Geschichte an sich wirkt dagegen etwas flach. Der Werwolf-Mythos an sich ist zeitlos, aber dieses Feld wurde in den letzten Jahren immer wieder abgegrast.
Insofern bleibt abzuwarten, ob die Serie verlängert wird und wie es sich dann entwickelt.
6,5/10

The Chair [Netflix] - Season 1
Ein ähnlich kurzes Vergnügen ist diese Serie mit Sandra Oh als Professorin an einer US-Uni, die private Probleme mit ihrer Adoptivtochter und den beruflichen Karrieresprung unter einen Hut bringen muss.
Die Dramedy nimmt dabei das empfindliche Klima an US-Unis aber auch die speziellen Marotten der Geisteswissenschaften auf die Schippe.
Dank sympathischer Hauptfiguren ist dem sehr angenehm zuzusehen und wer subtile Comedy mit etwas älteren Figuren mag, der ist hier genau richtig.
8/10

Curb Your Enthusiasm [HBO] - Season 11
Die 11. Season von Curb bietet natürlich keine grandiosen Überraschungen. Vieles ist vorhersehbar, aber das Konzept wird mit sehr eleganten Drehbücher umgesetzt. Über die lange Laufzeit hat sich hier ein eine Formel etabliert, die einfach perfekt durchgezogen wird. Die Themen sind sowohl zeitgemäß als auch zeitlos und man merkt allen Beteiligten an, wie viel Spaß Ihnen die Serie macht.
Die Rahmenhandlung ist diesmal etwas glaubwürdiger als noch zuletzt und letztlich gibt es so viele clevere Plots und witzige Momente, dass es wieder mal eine Freude ist, zuzusehen.
9/10
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von Wolfsgesicht
#1560691
Lupin Teil 1 & 2 (Netflix)
Da beides zusammen eher eine Staffel ist und beide in Summe eine gleiche Qualität haben gibts eine Rezension zu beidem.
Hat mich lange nicht gereizt diese Serie zu starten, da mich das Thema nicht so wirklich interessierte. Die Geschichte eines Meisterdiebs, ich dachte mich erwarte hier die Aneinanderreihung kleiner Geschichten wie ein kleiner Gauner alle überlistet und so völlig falsch lag ich nicht - aber auch nicht wirklich richtig. Denn so billig wie das für mich klang, so konsequent gut wurde es umgesetzt.

Für mich unterteilt sich diese Serie in 3 (qualitative) Blöcke.
In Block 1 (Folge 1 bis 3) wird die Motivation von Lupin erklärt, für mich der unspektakulärste Teil, der zudem auch zu lang geraten ist. Man hätte sicherlich die Hälfte problemlos wegkürzen können. Weder die Figuren wären dadurch sonderlich „flacher“ geworden noch wäre die Motivation unverständlicher. In einem Film hätte man das locker in (unter) 60 Minuten erledigt, weshalb es hier 3 Folgen braucht - naja.
Die Geschichte nimmt hier keine sonderlich spannenden Züge an, ist aber „nice to Watch“.
Block 2 (Folge 4 bis 8 ) ist da schon deutlich zügiger und spannender, hier kommt mal Dynamik auf, es gibt ein hübsches Katz und Maus Spiel. Hier habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt.
Gerade die letzten beiden Folgen (Block 3) flachen für mich wieder ab, hier ist mir der Showdown etwas zu unspektakulär für diese Art Serie und die Motivation wird wieder stärker begründet - als hätten die ersten 3 Folgen nicht ausgereicht.
Charaktere sind ok, trotz dieser vielen Zeit die die Charakterzeichnung zu Beginn einnimmt sind sie mir nicht so vertraut geworden. Gerade der Freund von „Lupin“ ist wirklich mies gelungen.

Für mich in Summe klassische Streaming Unterhaltung. Keine schwere Kost, wer mal wegschaut bekommt das gleiche kurz darauf nochmal erklärt, zielt eher auf die Unterhaltung nebenbei. Aber das ist auch mal schön, muss ja nicht alles anspruchsvoll sein.

6/10
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von Burpie
#1560694
Die erste Hälfte hatten einen guten Unterhaltungswert. Allerdings ging mit der zweiten Staffel (eigentlich ab dem "enthüllenden Fernsehauftritt") jede Logik und Plausibilität den Bach runter. Sehr schade.
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von LittleQ
#1560700
Archive 81 - Staffel 1 (Netflix)

Puh, war das ein Abend. Hab mir gestern zusammen mit Neo Archive 81 angesehen und gleich alle 8 Folgen durchgezogen. In der Serie geht es um einen jungen Archivar, der durch ein Feuer beschädigte Videobänder aus den 90er Jahren restaurieren soll. Natürlich geht das nur in einem unheimlichen Haus mit dunklen Kellern und NATÜRLICH liegt dieses Haus abgeschieden im Wald. Die Staffel erzählt parallel die Geschichte des Archivars Dan und der Dokumentarfilmerin Melody, die vor 25 Jahren die auf den Videos enthaltene Doku über ein Mehrfamilienhaus drehte, in dem ein Dämonenkult sein Unwesen treibt.

Die Serie hat eine unglaublich drückende Atmosphäre, einen düsteren Soundtrack und manchmal ein bisschen blair witch feeling, was Neo dazu veranlasste, mir ständig ins Ohr zu schreien. :')
Während ich weite Teile der Staffel echt gut fand, schwächelte das Ende dann doch ein wenig. Gefühlt wurde die Auflösung in die letzten 15 Minuten gepackt und leider war diese auch ein bisschen verwirrend.

Dazu kommt, dass die Staffel im Laufe der Folgen ein bisschen an Gruselfaktor verliert. Gar nicht so sehr deshalb, weil die Staffel schlechter wird, sondern weil alles so packend beginnt und die fortschreitende Story die angsteinflößenden Faktoren so langsam aus der Staffel nimmt. Am Ende wirkt die stark begonnene Staffel so wenig nach Horror, dass sogar Neo nicht immer wegschauen musste. :grin: .
War dennoch super unterhaltsam, gut gemacht und ich hoffe da auch tatsächlich auf mehr.

8/10
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von redlock
#1560720
Wolfsgesicht hat geschrieben: Fr 31. Dez 2021, 15:40 Hinweis für redlock: „La Casa de papel“ und „Haus des Geldes“ sind die gleichen Serien, hast du unter beiden Namen drin ;)
Wußte, es ist die gleiche Serie. Wußte nicht, dass ich sie unter dem Original Titel und dem deutschen drin hatte. Hab es geändert. Alle Wertungen nun unter ''Casa de Papel.''
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von LittleQ
#1560762
The Sinner - Season 4- Netflix

S4 war einen Tick besser als Season 3, aber es hat sich für mich ausgesündigt. Eigentlich ist die Quali ganz gut, aber nach 4 Jahren verbraucht sich die Idee dann schon. Der Mystery-Faktor ist zurückgegangen und leider geht The Sinner auch in der ganzen Netflix-Flut an Crime-Thriller-Serien irgendwie unter. Vor 15 Jahren hätte mich das wohl total begeistert, aber man merkt, dass man irgendwie satt wird.
Bill Pullman finde ich aber immer noch klasse <3.

6,5/10
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von Sarge
#1560832
The Sex Lives of College Girls [HBO Max] - Season 1
Die Serie um vier Zimmergenossinnen am College erfindet das Rad nicht neu, macht aber ansonsten alles richtig. Die Hauptfiguren sind schön unterschiedlich und ihre Handlungsstränge abwechslungsreich. Sex ist hier der gemeinsame Nenner, aber es geht natürlich auch um die unterschiedlichen sozialen Schichten und ganz allgemein um ein "Frauen-Feeling".
Im Gegensatz zu redlock fand ich das nicht zu woke (vgl. mal speziell mit dem College-Setting 'Dear White People' oder auch 'The Chair'), obwohl ich das sonst durchaus kritisch sehe.
Die entsprechenden Themen sind nun mal aktuell, grade auch an US-Colleges, und so wurden sie auch in die Handlung integriert. Das Ganze aber oft mit einem Schmunzeln. Grade der MeToo-Handlungsteil regt sicher wieder zum Nachdenken an, wo denn nun eigentlich die Grenzen liegen. Allerdings würde ich kritisieren, dass das zu schnell und einfach aufgelöst wird. Überhaupt hätte die Season ruhig mehr Laufzeit haben können, denn man kann das wunderbar bingen.
8/10

The Underground Railroad [Prime] - Season 1
Prime's Vorzeigeprojekt ist eine Roman-Verfilmung über die Flucht einer Sklavin durch die US-Südstaaten via der sogenannten Underground Railroad.
Mich störten daran zwei Dinge maßgeblich, wobei Punkt 1 schon auf die Vorlage zurückzuführen ist. Der Stoff wird als Fantasy bzw. Alternative History deklariert, denn es gibt einige Elemente, die ganz anders dargestellt werden, als sie historisch passiert sind. Ich nenne da nur einen Punkt, nämlich dass die Underground Railroad tatsächlich als unterirdischer Zug dargestellt wird, obwohl es nur die umgangsprachliche Bezeichnung für die Fluchtroute war. Dazu kommen noch andere Dinge, die letztlich fast jede weisse Figur extrem schlecht aussehen lassen, auch wenn sie eigentlich den Sklaven helfen. Durch diese historischen Abweichungen hatte ich dann schnell Schwierigkeiten die Handlung noch richtig ernst zu nehmen.
Heutzutage greift man ja gerne zu Warntafeln und hier hätte ein Hinweis auf die Abweichungen zur Historie sicher nicht geschadet. Aber es gibt nur eine Warntafel bei einer Episode in punkto Gewalt, obwohl die Gewaltdarstellung durchwegs recht heftig ist.

Der zweite Kritikpunkt ist die extrem langsame und inhaltsarme Verfilmung. In den 10 Episoden (meistens ca. 1 Stunde) werden gerne mal minutenlang nur leidende Gesichtsausdrücke gezeigt. Ich habe wahrlich nichts gegen Slowburn, aber hier hätte man wahrscheinlich 40% kürzen können und immer noch jede Menge Melancholie untergebracht.
Positiv fand ich die opulente Umsetzung und die Darsteller.
6/10
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von Burpie
#1560896
Disenchanted (Netflix)
Nette Animationsserie, die die Simpsons und Futurama ins Fantasysetting bringt. Wirkt anfangs recht frisch und flott, verliert aber ab der Mitte den Drive. Viele Gags wirken wie schon x-mal gesehen und ist am Ende kein wirklicher Verlust.
6/10

The woman in the House across the street from the Girl in the window (Netflix)
Wird als schwarzhumorige Thrillerserie angepriesen und ist im Grunde keines von beidem. Ich suche den Schwarzen Humor, wenn eine Frau den Tod der kleinen Tochter mittels literweise Rotwein und Medis versucht, zu bewältigen. Die Todesursache des Kindes ist aber dermaßen abstrus, dass es mir auch keine positiven Gefühle entlockt. Dazu kommt, dass man nie so richtig weiß, was ist Wahn und was ist Realität. Es braucht drei Folgen bis wenigstens etwas Dampf in die Handlung kommt, wird dann auch leidlich spannend, aber für mich bleibt "Only Murders in the Building" der Maßstab. Das bedeutet, obige Serie stinkt dagegen gewaltig ab.
5/10
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von Nataku
#1560898
And Just Like That... – Season 1 (HBO Max)
Die Fortsetzung von Sex and the City ohne den berühmten Namen und ohne Samantha Jones. Die Entscheidung, für die Fortsetzung auf einen neuen Titel zu setzen, finde ich ehrlich gesagt ziemlich passend, da die Serie nur noch wenig mit dem Original vereint. Es gibt kaum noch Voice Over und AJLT hat deutlich weniger Sex und ist auch bei weitem nicht mehr so lustig wie noch das Original. Beides ist sicher auch dem Umstand zuzuschreiben, dass Kim Cattrall/Samantha nicht mehr (direkt) dabei ist. Andererseits kann man dies natürlich auch dem Alter der Darsteller/Figuren zuschreiben. Mit Anfang/Mitte 50 sieht das Leben eben anders aus, als mit Anfang/Mitte 30.

Zuerst vielleicht mal die positiven Dinge: bei der Staffelgeschichte von Carrie haben sich die Macher wirklich Mühe gegeben. Ohne hier großartig Plot-Details zu verraten kann ich sagen, dass sich die Story über die gesamte Staffel hinweg gut entwickelt und zufriedenstellend beendet wird. Der Fokus der Staffel liegt ganz klar auf Carrie und ihrer Geschichte.

Außerdem fand ich Anthony (Mario Cantone) als tollen Ersatz für den leider während der Dreharbeiten verstorbenen Willie Garson (Stanford verschwindet nach ca. Folge 3). Man merkt zwar, dass hier die Stories von Stanford mehr oder weniger auf Anthony übertragen werden, aber es passt dennoch sehr gut.

Die Chemie der Mädels untereinander passt glücklicherweise auch immer noch, auch wenn wir deutlich seltener die bekannten Tischszenen bekommen (die Gründe dafür stehen weiter unten im Text).

Die Geschichten von Miranda und Charlotte fand ich dagegen weniger gelungen. Gerade Miranda bekommt gefühlt drei größere Stories aufgedrückt, von denen eigentlich nur eine wirklich Fokus bekommt. Hier wäre weniger mehr gewesen, da zwei der Geschichten doch deutlich zu wenig beleuchtet werden und der Fokus auf der (in meinen Augen schlechtesten) der drei Geschichten liegt. Charlotte ist deutlich die Randfigur in der Staffel und sie darf sich vorrangig um familiäre Probleme kümmern.

Kommen wir damit auch zu den eher misslungenen Aspekten. Die Serie ertrinkt teilweise in ihrer wokeness. Bereits in Folge 1 wird alles geboten und auch in einer Penetranz, dass ich nach der Hälfte der Folge am liebsten wieder abgeschaltet hätte. Natürlich kann man in 2022 nicht mehr eine Serie erwarten, die sich dieser aktuellen Themen nicht annimmt, aber man kann es mit Sicherheit behutsamer und sehenswerter umsetzen. Die Themen wirken teils sehr platt und fehlplatziert (als ob man ganz groß sagen wollte „Schaut wie Hip und Woke wir hier sind!“). Zum Glück wird das in den weiteren Folgen weniger, auch wenn es durchgehend Teil der Staffel bleibt.

Und dann wären da noch die neuen Figuren. Es wirkt so, als ob man unbedingt auf die Kritik reagieren wollte, dass SatC damals zu weiß war. Ja, war es. Aber dann sollte man auch den Mut haben, neue Figuren vernünftig in die Serie einzubinden. Jede Dame bekommt quasi für sich jeweils eine neue PoC Bekanntschaft. Die Folge daraus ist, dass die uns bekannten Mädels untereinander seltener miteinander zu tun haben, und jeweils mit ihrer neuen Bekanntschaft mehr interagieren. Auch hier wäre weniger mehr gewesen. Warum man gleich 4 neue größere Charaktere einführen muss, dann aber den Fehler begeht, diesen Figuren nicht genug eigene Geschichten und Sendezeit zu geben, kann ich nicht nachvollziehen. Die Figuren verkommen so zu Token-PoC Charakteren, was ja im Grunde genau das ist, was man eigentlich vermeiden wollte. Ich hätte mich vermutlich auf Seema und Lisa konzentriert, die beide am ehesten Chemie mit den 3 Mädels haben und die Lücke von Samantha schließen könnten.

Abschließend bleibt also ein gemischter Eindruck zurück. Die erwachseneren und ernsteren Geschichten passen sehr gut zu der zeitlichen Entwicklung der Charaktere, auch wenn es gerne doch auch etwas lustiger hätte zugehen können. Der Woke Faktor ist auf 120 % und kann gerne in einer etwaigen zweiten Staffel runtergedreht und weniger platt in die Geschichten eingebaut werden. Und die neuen Figuren sind größtenteils grundlegend sympathisch (bis auf Che), haben bisher aber so gut wie kein Profil. Am sinnvollsten ist es hier vermutlich, wenn man 1-2 Figuren wieder streicht, um den anderen mehr Raum zur Entfaltung zu geben. Dann schaue ich auch gerne noch eine zweite Staffel von „And Just Like That...“.
6.5/10

P.S.: Die abschließende Doku (ca. 1h15m) fand ich eher mau und wenig aufschlussreich. Ist ein bisschen wie ein Haute Couture Porno und hinterlässt den Eindruck, dass Sarah Jessica Parker das Projekt nur so gepusht hat, um mal wieder tolle neue Kleidungsstücke und Schuhe für ihre eh schon enorme Sammlung bekommen zu können.
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von Theologe
#1560906
Prison Break: S5
So richtig hatte ich keine Lust auf eine weitere Staffel, einfach weil alles nach S2 nicht mehr sonderlich gut war, aber ein Kollege hatte die Serie jetzt zum ersten Mal gesehen und hat täglich geschwärmt und dann habe ich mich mal drangemacht.
Insgesamt war das durchaus unterhaltsam und die Episodenanzahl war überschaubar, aber es hätte die Serie wirklich nicht gebraucht. Die Figurenzeichnung war sehr oberflächlich und der Einbau einiger alter Figuren komplett konstruiert.
Die Auflösung war allerding ziemlich cool.
6,5/10

Hawkeye [Disney+]
Ähnlich wie bei Falcon and the Winter Soldier ist das hier nicht sonderlich innovativ, aber durchweg unterhaltsam. Jeremy Renner ist zwar in Mayor of Kingstown viel cooler und in so düsteren Rollen besser aufgehoben, aber es ist trotzdem schön, dass jetzt auch der letzte der originalen Avengers mehr Aufmerksamkeit bekam. Hier hat man etwas mehr auf die Comedy gesetzt, das hat mit dem Duo Steinfeld und Renner aber gut funktioniert.
8/10

Foundation [Apple TV+]
Eine richtig starke SciFi Serie. Man muss zwar aufpassen wie ein Luchs, damit man bei den verschiedenen Zeitebenen nicht abgehängt wird, aber world building, Charakterentwicklung, production values und Story passen hier durch die Bank. Ich kenne die Vorlage nicht, aber ich kann mir vorstellen, dass da noch richtig viel spannendes Material schlummert.
9/10

Archive 81
Hier wurde man sofort von der Atmosphäre gepackt und auch wenn die nicht durchgehend so dicht bleibt, wie zu Beginn, will man immer wissen wie es weitergeht.
8/10

Midnight Mass [Netflix]
Auch hier passt die Atmosphäre, aber leider verliert sich die Serie regelmäßig in viel zu langen Dialogen, die nichts beitragen, da sind Episoden 60-65 Minuten lang, aber 45 hätten immer gereicht. Außerdem macht die Serie aus meiner SIcht, den strategischen Fehler, dass man sich die wahre Identität der Engelerscheinung nicht als Twist aufhebt, sondern den Zuschauer immer im klaren darüber lässt, während die Charaktere im Dunkeln tappen.
Außerdem hätte der Serie eine Figur geholfen, die etwas Lockerheit mitbringt.
7/10

The Morning Show: S2
Die 2. Staffel setzt ein paar Monate nach dem Ende der ersten an und alle Figuren versuchen noch mit den Auswirkungen der Ereignisse zurecht zu kommen. Dazu wird Covid inhaltlich aufgegriffen und thematisch sogar sehr gut eingebaut. Mit Julianna Margulies stößt ein weiterer Hochkaräter zum Cast und auch wenn ich immer The Newsroom bevorzugen würde, ist dies schon ein sehr guter Ersatz.
8/10
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von LittleQ
#1560915
Theologe hat geschrieben: So 6. Feb 2022, 16:52

Foundation [Apple TV+]
Eine richtig starke SciFi Serie. Man muss zwar aufpassen wie ein Luchs, damit man bei den verschiedenen Zeitebenen nicht abgehängt wird, aber world building, Charakterentwicklung, production values und Story passen hier durch die Bank. Ich kenne die Vorlage nicht, aber ich kann mir vorstellen, dass da noch richtig viel spannendes Material schlummert.
9/10
Der Trailer sieht gut aus. Da muss ich mal reinschauen
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von AlphaOrange
#1560931
Lost in Space S3

Auch in der letzten Staffel gilt dasselbe wie in den ersten beiden: Visuell ist das großartig, auch wenn der Sense of Wonder ein wenig verflogen ist, aber die Serie hat es nie geschafft, mich wirklich zu packen, mitzufiebern, süchtig zu machen.
Ich glaube, das liegt daran, dass der Mix au Familienabenteuer und SciFi-Action nie wirklich aufgeht. Die Figuren bleiben diffus, weil sie weder im einen noch anderen Genre perfekt funktionieren. Der Abenteuerteil geht nie All-In (der Aufstieg im Gebirge samt wilder Flugeinlage sei als Ausnahme genannt), der Action-Teil ist zu soft und wenn da Roboter in apokalyptischem Setting aufeinander ballern wirkt das nach wie vor wie ein Fremdkörper.
Es bleibt: hübsch anzusehen, unterhaltsam, aber harmlos.

7 / 10
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von LittleQ
#1560933
AlphaOrange hat geschrieben: Mo 7. Feb 2022, 16:43 Lost in Space S3

Auch in der letzten Staffel gilt dasselbe wie in den ersten beiden: Visuell ist das großartig, auch wenn der Sense of Wonder ein wenig verflogen ist, aber die Serie hat es nie geschafft, mich wirklich zu packen, mitzufiebern, süchtig zu machen.
7 / 10
Ging mir leider auch so. Es sieht alles so toll aus und das Setting finde ich toll, aber es hat mich nie gepackt. Deshalb bin ich auch nie über Staffel 1 hinausgekommen.
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von AlphaOrange
#1561019
Archive 81

Durchaus packende Okkult-Thriller-Miniserie, die sehr gekonnt mit Horror-Elementen arbeitet, aber irgendwie auch nie so richtig zu überraschen weiß.
Man merkt sehr deutlich, dass da keine Anfänger hinter der Kamera sind. In Sachen Setup, in Sachen Inszenierung, im Aufbau der Story über und ihre Erzählung aus verschiedenen Perspektiven und Zeitebenen ist das extrem routiniert und sorgt dafür, dass die Serie über die kompletten 8 Folgen nie einen richtigen Durchhänger hat. Die Macher wissen genau, welche Erzähldevices sie wann einsetzen können und wann diese sich erschöpfen. Wann man den Zuschauer im Dunkeln tappen lässt und wann man ihm Antworten gibt. Und wie man ihm die Illusion verschafft, mehr zu wissen als die Protagonisten, obwohl an keiner Stelle der Fall ist.
Ein bisschen Kehrseite des Ganzen: Archive 81 hat nie diesen "sudden reveal", den Twist, den Mindfuck. Alles fügt sich organisch ineinander ohne groß zu überraschen. Es wird durchaus mit den Erwartungen der Zuschauer gespielt, aber dann konventionell geliefert. Vor allem was die vereinzelten Horrorelemente in der ersten Hälfte angeht*, die nun wirklich alle aus altbekannt sind und niemanden von der Couch werfen.
Schauspieler sind toll, die Geschichte einigermaßen schlüssig, Inszenierung vorbildlich, nur für die Spitzenklasse reicht es eben nicht.

8/10
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von redlock
#1561111
Furia -- Staffel 1 (ZDF)

Norwegisch-deutsche Co-Produktion; 8 Kapitel (=Teile); (Netto-)Laufzeit jeweils knapp 45 Minuten

Der norwegische Geheimdienst infiltriert eine rechtsradikale Gruppe in der norwegischen Provinz. Die norwegische Polizei schickt bzw. ''versteckt'' einen ihrer Beamten in die Provinz, um ihn vor der Rache eines russischen Oligarchen zu schützen. Dieser ''Zeugenschutz'' ist natürlich was weit hergeholt, aber was soll's. Der Polizist stolpert in die Ermittlung des Geheimdienstes, der natürlich nicht begeistert ist, und wird Teil der Ermittlungen. Die führen dann nach Deutschland.
Die ersten sechs Kapitel boten solide aber unspektakuläre Krimikost. Die letzten beiden drehen dann aber so richtig auf. Das hat mir richtig gut gefallen.
Die Staffel klärt am Ende den Haupthandlungsfaden einigermaßen auf. ABER, am Ende des letzten Kapitels hätte stehen müssen ''Fortsetzung folgt,'' denn sie eröffnen einen neuen Handlungsbogen. Das hat mich dann doch etwas geärgert. So wirkt das Ganze etwas unfertig. Ich weiß nicht ob es eine zweite Staffel gibt bzw. ob diese bestellt wurde. Falls ja, bin ich sicherlich dabei.


Für S1: 7/10


Reacher -- Staffel 1 (Amazon)

8 Folgen; Laufzeit der Folgen sehr unterschiedlich, zw. 41 und 55 Minuten

Ich habe das Buch, auf dem diese Staffel beruht, vor ungefähr 20 Jahren gelesen. Den Plot* habe ich (im groben) tatsächlich nicht vergessen. Große Überraschungen gab es in der Handlung, die sich im wesentlichen an die Romanvorlage hält, darum für mich nicht. Dennoch war es eine fesselnde, packende und sehr unterhaltsame Staffel. Die ''Reacher'' Romane sind eine no-nonsens Veranstaltung, bei der es richtig zur Sache geht und Reacher (endlich mit jemandem gecastet, der der Romanvorlage nahe kommt) für Gerechtigkeit sorgt. Wer moralisch tiefschürfendes sucht, der ist hier völlig fehl am Platz. Das hier ist ein harter Actionkrimi in guter, alter Tradition.

*: Die Buchvorlage entstand ungefähr Mitte der 1990ziger. Nur so viel: Da hat sie mehr Sinn ergeben als heutzutage, da es durch den ''Fortschritt'' schwieriger ist, das Ganze heutzutage im großen Stil umzusetzen.


Für S1: 8/10


Thin Ice -- Staffel 1 (SWR)

Dänisch/Schwedische Serie, 8 Teile; Laufzeit jeweils knapp 45 Minuten

Auf einer Konferenz der Anreihnerstaaten der Arktis auf Grönland versucht die schwedische Außenministerin die Welt bzw. das Weltklima durch ein Verbot der Ölförderung in der Arktis zu retten. Hehre Ziele. Aber, als ein schwedisches Forschungsschiff im Meer vor Grönland entführt wird, fängt es an ziemlich unrund für die Schwedin zu laufen. Ein weiterer Handlungsstrang handelt von einem grönländischen Polizisten (die dänische Polizei ist in Grönland zuständig), seiner Familie und den Problemen der Ureinwohnern von Grönland.
Die Geschichte um den Vertrag hatte ziemlich ''message'' war aber insgesamt sehr solide. Allerdings kommt die schwedische Ermittlerin mit ziemlich viel Mist durch. Am besten fand ich den grönländischen Polizisten, der neben den anstrengenden Ermittlungen auch ziemlich viel Stress mit seiner Frau hat. Alkoholismus und Arbeitslosigkeit unter den Ureinwohnern ist ein großes Problem.
Wer eine Mischung aus Krimidrama und Thriller mit einer Portion Beziehungs/Sozialdrama in einer beeindruckenden Kulisse mag, wird hier fündig. Die Staffel ist in sich abgeschlossen.


Für S1: 7/10
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von LittleQ
#1561123
The Book of Boba Fett - Season 1 (Disney+) (Mit spoilern)

"The Book of Boba Fett" oder "how to kill the character Boba Fett in 7 episodes", wie man die Serie noch nennen könnte. :') .
Ich war jetzt nie ein Überfan von Boba Fett und hab den hype um ihn nie ganz verstanden. Dennoch hatte Boba als mysteriöser Kopfgeldjäger bei mir ein gewisses standing.
Eigentlich hätte ich mir eine Story um den grandiosen und besten Kopfgeldjäger der Galaxie gewünscht. Das Problem ist nur: Die Serie spielt in der Zeit nach Episode 6, in der Boba gar kein Kopfgeldjäger mehr sein will und es gibt ja schon die "the Mandalorian" Serie, welche eigentlich die Art von bounty-hunter-Story erzählt, die man von Boba erwartet hätte.

Was bleibt also noch? Eine Interpretation eines Bobas, die man nicht schlecht finden muss, aber die einfach so unerwartet anders ist. Viel schlimmer ist, dass Boba als Namensgeber in seiner eigenen Serie erstaunlich wenig Relevanz besitzt. Die zwei oder drei besten Folgen sind 5, 6 und 7 und die sind eigentlich deshalb so genial, weil sie mehrheitlich von Baby Yoda und dem Mandalorian handeln. The Mandalorian lernt, mit seinem Schwert umzugehen, er bekommt seinen Naboo starfighter und Grogu kommt zurück. Das sind eigentlich krasse Entwicklungen um Din Djarin, die nicht in die Boba Fett Serie gehören, aber (man muss es so sagen) definitiv das highlight der Staffel waren.

Leider geben auch die Nebenfiguren nicht viel her. Ausnahmen sind der grandiose Cad Bane und ich auch mochte den Wookie ganz gerne. Fennec Shand war als zweite Hauptdarstellerin auch ganz okay, aber irgendwie ist mir einfach niemand im Gedächtnis geblieben, was wohl auch daran lag, dass man in ein paar Episoden wohl kaum Zeit hatte, andere Figuren großartig aufzubauen.

Ich fands dennoch nicht grottig oder so. Morrison als Boba fand ich irgendwie sympathisch (sollte Boba sympathisch wirken? :D) und mit Tatooine bekommt mich Star Wars einfach immer wieder, auch wenn ich die Relevanz des Planeten nie verstanden habe. Die Zeit bei den Sandleuten war unterhaltsam und Cobb Vanth in dem Westernduell mit Cad Bane, war eine grandiose Szene. Dennoch: Sollte man eine Staffel 2 planen, muss da wirklich einiges besser werden.

6/10
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von Theologe
#1561162
The Book of Boba Fett
Boba Fett war zwar nur ein cool aussehender Statist, aber irgendwie war er immer gehyped als toller Charakter. Dumm nur, wenn nicht mal die Macher von Star Wars wissen, wie sie aus einer coolen Rüstung, eine coole Figur machen, zumindest nicht, wenn sie das schon in The Mandalorian getan haben.
Die ersten Episoden sehen zwar sehr gut aus, ziehen sich inhaltlich aber ganz schön hin. Es gibt viel Fanservice, aber nicht immer im Sinne der Handlung. Gegen Ende zieht der Unterhaltungswert zwar an, aber die Story ist nie ausgereift.
6/10

The North Water [AMC+/BBC]
Jack O'Connell spielt einen jungen Chirurgen, der auf einem Walfänger anheuert und dort Schiffsarzt wird und mit seiner Drogensucht kämpft. Es entwickelt sich ein Konflikt mit einem amoralischen Harpunisten, gespielt von Colin Farrell. Die Geschichte kommt nur sehr schwer in Gang, aber durch die karge Kulisse eines Segelschiffs in der Arktis, wird zumindest eine passende Atmosphäre aufgebaut.
7/10

Reacher
Mich hat es zwar nicht gestört, dass Tom Cruise in den beiden Filmen nicht ansatzweise der Beschreibung aus dem Buch entsprach, aber es ändert sich schon einiges, wenn da jetzt mit Alan Ritchson ein Kühlschrank unterwegs ist.
Die ersten Episoden gehen richtig ab und machen Lust auf mehr. Ich habe die Serie dann auch in 2 Tagen durchgesehen, aber man muss schon sagen, dass der Bodycount dann doch deutlich übertrieben wird.
Die Serie macht durchweg Spaß, man muss aber auch sagen, dass es gar keine Überraschungen gibt. Obwohl Jack Reacher ein begnadeter Ermittler ist, spielt das nie eine wirkliche Rolle. Alle Bösewichte sind mehr oder weniger von Beginn an als solche erkennbar und so läuft das ganze zumindest alles sehr vorhersehbar ab.
7,5/10
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von Burpie
#1561172
Daredevil 1-3 (Netflix)
Bis Folge 10 der dritten Staffel eine sehr unterhaltsame Serie, getragen durch Charlie Cox und Vincent D'Onofio, wobei letzterer irgendwann keine neuen oder frischen Facetten mehr hinzufügen konnte.
Die drei Storylines sind gut, hätten aber auch in jeweils zehn Episoden erzählt werden können. Gerade in der ersten Staffel fand ich die Kämpfe sehr gut choreographiert und aufgenommen.
Wie gesagt, am Ende der dritten Staffel (ab der Karen-Folge) kann ich nur vermuten, dass bereits klar war, dass es keine Fortsetzung geben wird. Da fand ich, bis auf den Showdown ging der Serie völlig die Luft aus.
Nichtsdestotrotz, dem Punisher und Bullseye habe ich sehr gern zugeschaut.
7/10

Arrested Development (Netflix)
So wie bei "Community" kann ich den Hype und die Begeisterung nicht verstehen. Nette Comedy, bei der der Off-Sprecher am Anfang noch okay ist, aber mit Fortschreiten der Serie verstehe ich nicht, warum man die offensichtlichen, gezeigten und gesagte Dinge noch extra wiederholen muss. Oder ist das Inklusions-TV? Für diese Art der Familien-Comedy ist "Modern Family" die Messlatte und da kommt AD nicht annähernd ran.
4/10

Community (Netflix)
Nett, manchmal amüsant, aber schon mit Ende der zweiten Staffel beginnt man sich im Kreis zu drehen.
5/10
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