US-Fernsehen (inklusive Season- und Pilot-Reviews), britisches Fernsehen etc.
von Medienjunkie
#1563371
The Handmaid's Tale -- Staffel 4 (Hulu)

Puh, weiß nicht recht, was ich von diesen unerwarteten Story- und vor allem Charakterentwicklungen halten soll. Einerseits war es sehr spannend und düster und teilweise in den ersten Folgen so brutal, dass es manchmal fast wehtat zuzusehen. Andererseits habe ich schon den starken Eindurck, dass die Serie in der zweiten Staffelhälfte ziemlich den Shark Jump gemacht hat. Wie sich June in Folge 8 und insbesondere 10 verhält, ist in meinen Augen völlig out of character - von allen Unwahrscheinlichkeiten der Handlung mal ganz abgesehen - und ich verstehe auch nicht, welche Botschaft hier vermittelt werden soll. Für eine religionsfundamentalismuskritische Serie ist das erstaunlich viel "Auge um Auge", was hier rüberkommt.
versteckter Inhalt:
Die Darstellung der fanatischen Racheaktion gleitet im Staffelfinale zudem schon fast in Trash ab. Vielleicht wäre es besser gewesen, die Serie einfach mit Junes Ankunft in Kanada zu beenden, mit Andeutung ihrer Traumatisierung, die nach allem, was sie durchmachen musste, natürlich völlig einleuchtend ist.
Ich geb mal 7,5/10.
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von Theologe
#1563399
Black Bird [Apple TV+] - Drama
Diese True Crime Miniserie widmet sich einem charismatischen Drogendealer, der nach seiner Verurteilung, im Gefängnis einem mutmaßlichen Serienkiller ein Geständnis entlocken soll.
Mit Taron Egerton, Paul Walter Hauser, Greg Kinnear und Ray Liotta ist die Serie erstklassig besetzt. Vor allem Hauser ist fantastisch und so creepy wie es nur irgendwie geht. Ray Liotta ist in einer seiner letzten Rollen zu sehen und spielt hier den Vater des Protagonisten. Es war schön zu sehen, dass er hier nochmal richtig glänzen konnte.
Wie eigentlich immer bei Apple Serien passt hier im Grunde alles.
8,5/10

I'm Dying Up Here [Showtime] - Drama
Die Serie ist vor 5 Jahren komplett an mir vorbei gegangen. Es geht um eine Gruppe von Comedians in einem Comedy Club Ende der 70er Jahre. Die Mischung aus Drama und Comedy hat mir gut gefallen und die Schicksale der einzelnen Figuren waren alle auf ihre Art interessant und so abwechslungsreich, dass man jeder Figur etwas abgewinnen konnte.
8/10
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von Wolfsgesicht
#1563415
Mal wieder zeitlich im falschen Thread, aber egal:

House of Cards - Staffel 1
Mal wieder gesehen und erneut restlos begeistert. Die Kniffs und Twists der Staffel, die langfristig angelegten Plots gefielen mir sehr gut
Spacey ist ein absolut grandioser Schauspieler - leider. Ich halte ihn gar für den Besten überhaupt - leider.
Aber die Spannung die sich durch die ganze Staffel zieht ist meisterliches Writing und Folge 11 ließ mich erneut sprachlos zurück (obwohl ich wusste was kam, aber sie ist einfach perfekt).

Ich kann eigentlich nicht anders.

10/10
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von Fernsehfohlen
#1563441
The Crown (S1)

Nach längerer Zeit bin ich auch mal wieder dazu gekommen, mir eine Serie (bzw. zumindest eine Staffel) anzuschauen - und dass es gerade diese Serie geworden ist, hängt natürlich auch ein wenig mit dem kürzlichen Tod der Queen und meinem Empfinden zusammen, dass ich gar nicht mal so gebildet bin, was das britische oder irgendein anderes Königshaus anbelangt. Peter Morgan macht es mir aber relativ leicht, mich jetzt doch einmal für die konstitutionelle Monarchie zu interessieren.

Für mich ist neben dem sehr hohen Produktionsniveau die größte Stärke dieser Serie, dass sie in den meisten ihrer Episoden keine royale Verklärung betreibt, sondern als ziemlich schonungsloses Charakterdrama durchgeht - und das nicht nur bei Lisbeth, sondern u.a. auch bei ihrer Schwester Margaret, ihrem Mann, ihrer Mutter, ihrem Vater, ihrem Onkel und sogar bei politischen Figuren wie Winston Churchill oder seinem Nachfolger Anthony Eden. Insbesondere die Verstrickungen zwischen Regierung und Königshaus sind auch für mich interessant - und die Bürden einer jungen Königin und ihrer Familie kaum minder.
Wenn ich mir meine Folgenbewertungen anschaue, möchte ich als weitere große Stärke die Qualitätskonstanz in der ersten Staffel betonen: Sieben Folgen habe ich direkt danach mit 8/10 bewertet, drei weitere (F2, F9 und F10) mit 9/10 - da ist bisher noch kein Füllmaterial dabei.

Mit Blick auf die weiteren Staffeln schaue ich aber etwas sorgenvoll auf den Umstand, dass John Lithgow als Churchill künftig quasi nicht mehr auftreten wird, denn ihm habe ich bisher am liebsten zugeschaut, gefolgt von der Queen selbst.
Mir persönlich wurden die Jahre 1952-1956 eine Spur zu ausführlich erzählt, denn bis auf die ersten anderthalb Folgen spielt die erzählte Zeit (von ein paar Rückblenden abgesehen) fast ausschließlich in diesen fünf Jahren. Angesichts einer sieben Jahrzehnte umfassenden Regentschaft ist mir das - so stimmig die einzelnen Folgen auch für sich sind - ein wenig zu fußlahm.

Ansonsten ist das ein hochwertiges, gut bis sehr gut gespieltes und tiefsinniges Historien- und Charakterdrama, das man sich auch (und vielleicht gerade dann) anschauen kann, wenn man mit dem royalen Firlefanz nichts am Hut hat.

8/10


Fohlen
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von Burpie
#1563450
Wir sind gerade bei S3 und es kostet mich jedes Mal Überwindung, weiterzuschauen. Sicherlich ist es interessant und auch gut gespielt und ich bin irgendwie neugierig. Aber viele Folgen sind teilweise sehr, sehr träge inszeniert.
Ein anderer Aspekt ist, dass die Serie sich (lt. Internet) mit jeder Staffel weiter von der Realität entfernen soll.
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von little_big_man
#1563451
Ich habe bisher S1+2 von The Crown gesehen und war auch sehr positiv überrascht von der Serie, da ich mich eigentlich absolut 0 für diese Monarchen-Familie interessiere. Aber wie Fohlen auch schreibt, ist das ein wirklich starkes Charakterdrama mit Fokus auch immer wieder auf ganz unterschiedliche Charaktere und weltgeschichtlichen Events.

Da der gesamte Cast für S3 jetzt aber ausgetauscht wird, mache ich da jetzt auch eine etwas längere Pause, damit sich das dann hoffentlich etwas weniger abrupt anfühlt, als wenn ich direkt nach S2 weitergeschaut hätte. Vor allem finde ich seltsam, dass es zeitlich überhaupt keinen Sprung zu geben scheint zwischen S2+3 trotz komplettem Cast-Austausch.
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von redlock
#1563473
''The Crown'' gehört zu einer (kleinen) Gruppe von Serien, wo ich die erste und manchmal auch die zweite Staffel gut oder sehr gut bewertet habe, ich mich dann aber einfach nicht aufraffen kann oder konnte weiter zu schauen. Hier war schon nach S1 Schluß und ich kann noch nicht einmal genau sagen, woran es liegt. Irgendwie einfach kein Interesse mehr.
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von Theologe
#1563474
little_big_man hat geschrieben: Mi 5. Okt 2022, 18:31 Ich habe bisher S1+2 von The Crown gesehen und war auch sehr positiv überrascht von der Serie, da ich mich eigentlich absolut 0 für diese Monarchen-Familie interessiere. Aber wie Fohlen auch schreibt, ist das ein wirklich starkes Charakterdrama mit Fokus auch immer wieder auf ganz unterschiedliche Charaktere und weltgeschichtlichen Events.

Da der gesamte Cast für S3 jetzt aber ausgetauscht wird, mache ich da jetzt auch eine etwas längere Pause, damit sich das dann hoffentlich etwas weniger abrupt anfühlt, als wenn ich direkt nach S2 weitergeschaut hätte. Vor allem finde ich seltsam, dass es zeitlich überhaupt keinen Sprung zu geben scheint zwischen S2+3 trotz komplettem Cast-Austausch.
Es gibt keinen Zeitsprung, aber irgendwo wollte man wohl einen Cut machen, weil man eben Claire Foy schon für die Altersspanne 20-40 herhalten musste. Sie haben das aber wirklich sehr gut gelöst. Ich war anfangs auch skeptisch, aber es funktioniert überraschend gut und man gewöhnt sich sofort an die neuen Darsteller.
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von LittleQ
#1563477
Star Trek: Lower Decks - Season 1, 2

Beim ersten Durchlauf von Lower Decks, war ich kaum davon angetan. Mittlerweile schaue ich das nochmal mit meiner Freundin und mag es auch gerne. Zwar ist es immer noch keine absolute Überserie, aber doch ganz witzig und mit Season 3 hat sich die Serie für mich nochmal ein Stück gesteigert, auch wenn es ja noch ein paar Folgen bis zum Staffelfinale sind. Absolutes highlight war für mich bisher die DS9 Folge. Sogar mit Kiras Orginalstimme. Hach, ich hab es geliebt und hoffe, die machen noch ein paar Staffeln davon.

Season 1: 7/10
Season 2: 6,5/10
Zuletzt geändert von LittleQ am Fr 14. Okt 2022, 10:55, insgesamt 1-mal geändert.
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von redlock
#1563490
Blood & Treasure -- Staffel 2 (Paramount+)

13 Folgen; Nettolaufzeit zw. 38 und 44 Minuten

Nach einer längeren Pause, und von Network TV zum Streaming verschoben, war die Serie diesen Sommer zurück.
Die Staffel spielt hauptsächlich in Südost Asien (gedreht wurde wohl in Thailand) und Rom. Ich muss mal nachschauen, ob ich herausfinde, wo die Szenen im Schnee (bzw. Winter) gedreht wurden (Quebec vielleicht?).
Diesmal sind unsere Helden hinter einem Artefakt her, und, selbstverständlich, in einem Wettlauf mit den bösen Buben, wobei man nie ganz sicher sein kann, wer zu den Guten zählt und wer zu den Bösen.
Natürlich kann man so einiges kritisieren, z.B.: Wie schnell man von A nach B kommt, irgendjemand kennt immer irgendjemanden, den man für Infos (oder sonstiges) plötzlich braucht, Verletzungen heilen verdammt schnell, und einige sind echte Überlebenskünstler.
Das macht aber alles nichts. Mich hat die Staffel gut unterhalten. Die handlung ist flott und recht wendungsreich. Nostalgie (neben dem eye candy) spielt wahrscheinlich auch eine Rolle. Die Staffel (bzw. Serie) erinnert mich an die ''gute alte Zeit'' in den 1990igern als solche Abenteurserien im sams- und sonntäglichen Nachmittagsprogramm bei den Privaten liefen.
Die Staffel ist in sich abgeschlossen. Das Staffelfinale passt ebenfalls als Serienfinale, auch wenn man eine dritte Staffel problemslos machen könnte. Die dürfte allerdings sehr unwahrscheinlich sein, da der männliche Hauptdarsteller aktuell die Hauptrolle in einer neuen Serie beim CW hat.

Für S2: 7/10


Cardinal -- Staffel 4 (CTV, Kanada)

6 Folgen; Laufzeit jeweils ca. 43 Minuten

Die vierte Staffel hat mir wieder besser gefallen, als die ziemlich deprimierende S3. In dieser Staffel geht es nicht darum, wer der Täter ist, dies ist nämlich recht schnell klar, sonderen warum er es macht. Das ist ein guter und packender Krimifall. Dazu gibt es noch den ''persönlichen Kram'' zwischen Delorme und Cardinal. Dieser endet im Staffelfinale, das auch das Serienfinale ist, offen. Der Krimifall ist in sich abgeschlossen. Natürlich spielt die Staffel wieder im kanadischen Winter.
Auch wenn es in Kanada spielt, dürfen sich Freunde des nordic-noir Genres hier wohl und heimisch fühlen.

Für S4: 7,5/10
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von Theologe
#1563507
Ich finde es weiterhin beeindruckend, dass in der unendlichen Auswahl an Serien, bei der man richtig viele Sachen gute Serien gar nicht gucken kann, redlocks Fokus auf Serien liegt, die vor 20 Jahren auf CTV oder im Sommer bei den Networks gelaufen wären, also schon da nicht zu den Highlights gezählt hätten. :')
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von Fernsehfohlen
#1563527
The Crown (S2)

Ich hatte ja zu Staffel 1 von der großen Qualitätskonstanz jeder einzelnen Folge geschrieben, was sich auf die zweite Staffel nicht mehr 1:1 übertragen lässt. Auf der einen Seite habe ich nämlich vier Episoden als richtig stark empfunden: "Marionetten" (F. 5), "Vergangenheit" (F. 6), "Dear Mrs. Kennedy" (F. 8, was eigentlich auch mein erster 10/10er gewesen wäre, hätten sie einen John-F.-Kennedy-Darsteller gefunden, der optisch und vom Acting her ein wenig näher am Original gewesen wäre - Michael C. Hall war für diese Rolle aber meines Erachtens ein schwer nachvollziehbarer Fehlgriff) und "Paterfamilias" (F. 9, die mir insbesondere deshalb gefallen hat, weil Charles Tiefgang bekommen hat und hier auch endlich mal mehr war als ein im Hintergrund umherlaufendes Kind, das hin und wieder mal seine Eltern begrüßen darf).

Auf der anderen Seite gab es aber auch die eine oder andere Folge, die ich diesmal als etwas zähflüssig empfunden habe (die Folgen 3, 4 7 und 10 bekamen jeweils "nur" 7/10 und vor allem bei "Matrimonium" ist mir aufgefallen, dass mich das ewige Hin und Her rund um Margaret und ihren Männern zu langweilen begonnen hat).

Ansonsten müsste ich mich aber größtenteils in meiner Einschätzung wiederholen und kann die allermeisten meiner Beobachtungen aus der 1. Staffel nur replizieren. Das mache ich nicht und erwähne stattdessen noch, dass mir Winston Churchill als "weltlicher" Konterpart zu Elizabeth leider sehr gefehlt hat. Nichts gegen die Darsteller von Eden und Macmillan, aber als Charaktere kommen sie einfach nicht an den großen Winston heran. Die Darstellerin von Jackie Kennedy (Jodi Balfour) konnte das zumindest für eine sehr, sehr, sehr starke Episode aufwiegen, aber nicht für die gesamte Staffel.

7,5/10

Ich bin jetzt wirklich gespannt, ob ich mit dem runderneuerten Cast in S3 klarkommen werde. Ich hasse es eigentlich meistens, wenn ich wichtige Figuren nicht sofort an ihrem Aussehen erkenne...


Fohlen
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von LittleQ
#1563530
Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht - Staffel 1 (Amazon Prime)

Zwischen "House of the Dragon" und DrDM gibt es für mich einen eindeutigen Gewinner und dieser kommt nicht aus dem "Der Herr der Ringe"-Universum ':) . Die erste Staffel setzt für mich keine neuen Akzente und leider auch keinen großen Reiz, es wirklich zu suchten. Die Serie fühlt sich irgendwie so gar nicht nach DHdR an und auch tut dieses high definition der Atmosphäre einfach nicht gut. Das Bild wirkt teilweise sehr soapig und auch wenn die Zwergenstadt für mich ein echtes highlight war, frage ich mich manchmal schon, wohin das ganze Geld hingeflossen ist. Gut, es ist nicht ganz so schlimm wie bei "Westworld", aber "Die Ringe der Macht" wirkt für mich stellenweise nicht wie das Nonplusultra der neuen Seriengeneration.

Die Staffel war weit weg von wirklich gut, aber auch nicht so unglaublich schlecht, wie viele Bewertungen vermuten lassen. Die größte Schwäche, die auch HotD besitzt, ist wohl, dass es da keine Figur gibt, mit der man auf Anhieb connected. Zwar werden mir Elrond und Durin schnell sympathisch, weil beide auch stark an Gimli und Legolas erinnern, aber der Rest ist für mich kaum interessant. Galadriel wird mit Abstand zu den ersten Folgen etwas besser, ist für mich als Protagonistin dennoch irgendwie zu eintönig.
Es mag auch an meiner Abneigung an Prequels liegen, aber die Story vor DHdR spielen zu lassen, kickt mich nicht, wenn ich schon weiß, was grob in der Zukunft passiert, zumal ich die einzelnen Handlungsstränge einfach nicht sehr anziehend finde.
Die ganze Hobbit-Storyline habe ich eigentlich geskippt. Das hat mich so gar nicht angemacht und auch kommen die Halblinge in keinster Weise an die sympathischen Hobbits aus DHdR heran.

Wie schon geschrieben, ist Elrond bisher mein Favorit. In der ersten Folge hatte ich noch Schwierigkeiten, mich an den Schauspieler zu gewöhnen. Mittlerweile wirkt dieser aber super sympathisch und ich hoffe, dass man von Elrond und Durin in den kommenden Staffeln noch viel sieht. Mit etwas mehr Emotionen und Tiefe würde mich auch Galadriel sicherlich überzeugen können und auch lässt mich das Schicksal der Elben auf etwas hoffen, dass mich zum Weiterschauen bewegt. Auch die Zwerge haben für mich durchaus Potential, weshalb ich mir wünschen würde, dass man noch ein oder zwei schrullige Zwerge in der Serie hat, die die Geschichte bereichern.
Natürlich ist auch
versteckter Inhalt:
die Enthüllung von Gandalf und die Demaskierung von Sauron nicht völlig uninteressant
, in der Summe aber trotzdem ein bisschen wenig. Ich meine, wäre es keine Serie aus dem DHdR-Universum, würde ich es bestimmt ein bisschen positiver bewerten (wirklich nur ein bisschen), aber die Last wiegt doch schwer auf den Schultern dieses Elbs :grin: .

Zum Thema Diversity: Da muss ich gestehen, dass mich das so gar nicht gestört hat. Man kann sich natürlich die Frage stellen, wieso es bei einem unter der Erde lebenden Volk wie den Zwergen, schwarze Zwerge gibt und ob es das braucht. Aber ein Beinbruch war das für mich wirklich nicht und dahingehend finde ich die Kritik daran wirklich übertrieben, da das mangelnde DHdR-Feeling da doch an anderer Stelle entsteht. Hoffen wir also auf eine Steigerung in Season 2.

5,5/10
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von redlock
#1563581
Theologe hat geschrieben: Di 11. Okt 2022, 20:50 Ich finde es weiterhin beeindruckend, dass in der unendlichen Auswahl an Serien, bei der man richtig viele Sachen gute Serien gar nicht gucken kann, redlocks Fokus auf Serien liegt, die vor 20 Jahren auf CTV oder im Sommer bei den Networks gelaufen wären, also schon da nicht zu den Highlights gezählt hätten. :')
Ich schreibe hier im Forum seit 2005. Viel hat sich seit dem im Laufe all der Jahre ge- und verändert. Zwei Sachen sind aber konstant geblieben. Erstens, Horror ist nicht mein Genre. Zweitens, mein Beuteschema beschränkt sich eben nicht nur auf echtem oder vermeindlichem awardporn amerikanischer PayTv (früher auch basic cable) und Streaminganbietern. Und nur ''Highlights'' gucken? Langweilig. :')
In diesem Sinne:

Bloodlands -- Staffel 1 (BBC)

4 Folgen; Nettolaufzeit jeweils ~55 Minuten; im ZDF zu 2 Folgen in Spielfilmlänge zusammen gepappt

Die Serie spielt in Nordirland. Trotz des Karfreitagsabkommen von 1998 (praktisch ein Friedensvertrag) ist die Lage dort auch 2020 noch ziemlich heikel, bzw. kann es ganz schnell werden.
Ein reicher nordirischer Unternehmer wird entführt. Der Fall weckt Erinnerungen an Ereignisse und Morde kurz vor Abschluß des Karfreitagsabkommen. Die Polizeiführung sieht es gar nicht gerne, dass der Ermittler auch in den alten Sachen rumwühlt.
Ich fand die ersten drei Teile wirklich gut. Der letzte Teil, als es um die Auflösung geht...naja, da wird ganz schon ''rumgebogen'' um es passend zu machen. Manches ist echt weit hergeholt. Dennoch, alles in allem, eine ziemlich packende und fesselnde Angelegenheit auch wenn das Ende abfällt.
Die Staffel ist in sich abgeschlossen. Staffel 2 läuft aktuell im UK.

Für S1: 7,5/10


Trom (dt.: Trom: Tödliche Klippen) -- Staffel 1(Arte)

6 Folgen; Nettolaufzeit jeweils knapp 45 Minuten

Dänisch/färöische Krimiserie, prodziert mit deutscher Finanzhilfe, aus dem Genre ''nordic-noir.''
Färöische Umweltaktivistin bittet einen dänischen Investigativjournalisten (gespielt von dem big bad aus ''Banshee'') um Hilfe. Kurz darauf ist die Umweltaktivistin tot. Der Journalist begibt sich auf die Suche nach dem/den Tätern.
Die Serie liefert beeindruckende Landschaftsaufnahmen von den Inseln. Die Geschichte kann da leider nicht ganz mithalten, da sie ziemlich viele Klischees hat. Aus Spoilergünden will ich jetzt nicht ins Detail gehen. Nur soviel: Journalist und Chefermittlerin sind persönlich ziemlich tief involviert. Fand das etwas arg weit hergeholt.
Habe die Serie dennoch gerne und sehr zügig gesehen. Lies sich auch wirklich gut ''bingen.''
Während der Todesfall am Ende aufgeklärt wird, endet die Staffel mit einem fetten Cliffhanger. Ärgerlich und überflüssig. Keine Ahnung ob es Staffel 2 geben wird. Falls ja, werde ich wohl wieder dabei sein.

Für S1: 7/10
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von LittleQ
#1563616
The Watcher Netflix

Eine Familie kauft das absolute Traumhaus, auf dessen Kauf irgendwie jeder neidisch ist. Die Familie entdeckt jedoch schnell, dass an dem Haus was merkwürdig ist, die Nachbarschaft unheimlich und zu allem Überfluss erhält sie auch noch Drohbriefe. Was an der Serie Horror sein soll, weiß ich zwar nicht, spannend ist sie aber schon, auch wenns jetzt keine Offenbarung war und das Ende ein bisschen komisch. Hat sich trotzdem gelohnt.

7/10
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von Wolfsgesicht
#1563619
Es ist nicht international, aber den Netflix Thread liest ja eh niemand.

Rezension enthält keine direkten Spoiler, könnte aber beim schauen gewisse Dinge vorgreifen.

Die Kaiserin - Staffel 1 (Netflix)
Die Serie hat gewissermaßen 5 Storylines:
1. Sissi die Kaiserin
2. Franz & die Politik
3. Der Bruder vom Franz
4. Der Hofstadel
5. Das Volk

Das überschneidet sich gezwungenermaßen gerne, so hat man eine bunte Mischung, aber am Ende ist immer nur eine Komponente davon tonangebend.

Es handelt sich um eine deutsche Produktion für Netflix (das war zuletzt nicht zwingend ein gutes Omen) die hauptsächlich Frauen „geschuldet“ ist. So sind Regie, Konzept und Drehbuch vor allem in weiblicher Hand. Konsequenterweise hätte man natürlich auch noch eine Kamerafrau auftreiben können, aber man freut sich ja schon über diese Menge Frau in einer Produktion.
So sind’s im übrigen auch die Darstellerinnen die mich in der Serie überzeugen konnten, das war schon ein gutes (kein perfektes) Niveau bei Devrim, Almila und Melika. Beweist abermals dass Schauspiel in Deutschland doch funktioniert wenn man will. Die Darsteller hingegen waren Klassen schlechter. Philip als Franz funktionierte noch sehr gut, aber gerade die Väter waren ein Graus. Bei Johannes Nussbaum als Maximilian bin ich mir unsicher ob der Charakter so mies geschrieben ist oder ob das ernsthaft seine Interpretation davon war, die Figur funktionierte für mich überhaupt nicht - und das war ein Problem.

Die Anteile der Storylines wirken durch die zahlreichen Überschneidungen sehr ähnlich verteilt. Dennoch würde ich sagen am meisten Zeit verbringt man mit Sissi und am zweitmeisten mit Maximilian und letzteres ging mir massivst auf den Keks. Es wäre ja schön wenn die Geschichte die über ihn erzählt wird stimmen würde - aber tut sie nicht! Also hat man einen schlechten Charakter, der über weite Teile einer historischen Romanze Screentime bekommt, für eine Geschichte die am Ende Blödsinn ist.
Sissi bekommt für mich noch den größten Raum und handelt eher vom Leben im goldenen Käfig. Sie ist vor allem der Kleber zwischen den Plots. Dennoch fand ich sie ganz interessant.
Franz & Politik und der Hofstadel nehmen kurz danach auch etwa gleich viel Zeit ein, wobei man hier für den Hofstadel erneut Dinge erfunden hat die es am Ende überhaupt nicht gebraucht hätte. Weder hat mir das einen Mehrwert noch Spannung gegeben, am Ende löst sich das völlig auf.
Das Volk ging als Komponente quasi unter. Hier gab’s auch ne Geschichte die am Ende verpuffte und hier war in Kombi mit Sissi auch mein größter Aufreger. Diese Komponente wurde gerne mal angeschnitten, aber wirklich Kontakt mit dem Volk hat man erst in Folge 5 für einen kurzen Zeitraum, ehe dann bis zum Ende wieder alles weggesperrt wird. Da dachte ich mir - muss das sein? Man inszeniert Sissi durchaus als Normalo, als nah am Volk, aber bringt dann nichts damit zustande? Lieber hat man eine Sissi gezeigt die mit ihrer Situation unzufrieden ist mit schönen Aufnahmen in Palast und Hofgarten. Das hat mich sehr enttäuscht, vielleicht waren hier meine Erwartungen falsch. Umso mehr habe ich mich natürlich gefreut als es zum Kontakt zwischen Sissi und Volk kam, das sind auch die wohl einzigen Szenen die mir - wenn Staffel 2 kommt - noch im Gedächtnis sind.

Die Erzherzogin ist übrigens die herausstechendste Figur. Sie funktioniert auch eher als Kleber, ist der Unsympath des Zuschauers und funktioniert perfekt. Ich finde sie nervig und das soll wohl so.

Ich denke aber es handelt sich bei meinem Frust um eine Momentaufnahme. Die Staffel hat nur 6 Folgen und wäre bei einem 10-Teiler jetzt genau da wo ich die Staffel erwarten würde. Das Staffelfinale hat auch ein bisschen was gut gemacht, nur trotzdem hätten der Staffel 4 Folgen mehr gut getan. So wirkt die Geschichte einfach zu kurz.

Was die Serie aber gut kann sind die Charaktere. Die meisten funktionieren und man bekommt von jedem ein Par Häppchen mit und interessiert sich auch für die. Hauptfiguren spielen nicht zwingend die dominierende Rolle. Ich habe alle (außer der Erzherzogin) sehr gerne begleitet.

Ich will mehr sehen, aber hoffentlich hat dieser goldene Käfig in Staffel 2 (sofern es sie gibt) ein Ende. Mehr Sissi im Schloss Szenen brauche ich nicht.

6/10
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von redlock
#1563626
The Good Fight -- Staffel 4 (CBSAA)

7 Folgen, die sehr variable Laufzeiten von 42 bis 58 Minuten haben

Ich habe recht lange gebraucht um mich durch zuringen, diese, wegen der SARS-COV-2 Pandemie gekürzten, Staffel anzuschauen.
Die erste Folge (''alternative Realität'' mit Hillary als Präsidentin) und die letzte um den Tod von Epstein waren Murks, wobei letztere wegen des Dramas um die Firma noch was ansehbarer war.
Zwischen drin war die Staffel gewohnt gut mit aktuellen Themen, die 2019/2020 Schlagzeilen gemacht haben. Dazu das übliche Drama um die Rechtsanwaltsfirma und ein bißchen persönliches Drama. Diente wohl vor allem dazu, den Abgang einiger Darsteller vorzubereiten.
Natürlich neigt die Serie zum Übertreiben. Ehrlich gesagt, es fängt etwas an mich zu nerven. Hielt sich hier aber gerade noch so im Rahmen (allerdings bleibt S5 erstmal auf der Reservebank).

Für S4: 7/10. Mehr ist diesmal einfach nicht drin.


Lea The Fighter -- Staffel 1 (ZDFNeo)

6 Episoden; Nettolaufzeit jeweils knapp 42 Minuten; schwedisches Sportlerdrama co-finanziert von ZDFNeo

Im Zentrum der Serie steht die schwedische Boxerin (Leichtgewicht) Lea, die nach einer Sperre wegen Dopingvergehen ein Comback versucht. Auch in Schweden ist die Boxwelt ein halbseidenes Geschäft. Krumme Sachen laufen überall und ''sauber'' zu bleiben ist nicht einfach, vor allem, wenn man selbst gerne eine Abkürzung nimmt.
Der Teil in der Boxwelt mit dem Comebackversuch von Lea ist gelungen. Ich fand es realistisch und gut herausgearbeitet, warum und wie Lea ihre Gesundheit auf's Spiel setzt.
Was ich überhaupt nicht gut fand war die B-Story um die Korruptionsermittlerin und ihr Liebesdrama. Das war eine völlig überflüssige Storyline, die außerdem wirkte wie aus einer anderen Serie. War wohl nötig um ein paar Fördermittel abzugreifen. Führt aber zur Abwertung.
Höchst ärgerlich ist, dass die Staffel mit einem fetten Cliffhanger endet. Da hatte ich das Gefühl, selbst einen linken Hacken verpasst bekommen zu haben. Keine Ahnung ob es eine S2 gibt. Wenn nicht, ja, dann endet die Geschichte von Lea eben so. Uff. So ist das Leben.

Für S1: 7/10
von Sentinel2003
#1563635
Da hat der Kollege "Wolfsgesicht" allerdings recht....in den Streaming Threads ist ja fast tote Hose.... :relieved: ;)


@redlock: bei "Bloodlands" war ich schon nach der Hälfte des ersten Films raus....ich habe null durch gesehen dann mehr... :relieved:



Ich mag es null, wenn Fälle aus der Gegenwart mit alten Fällen vermischt werden und es dann auch noch viel zu viele Namen von Opfern und vermutlichen Tätern gibt.... :relieved:
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von Theologe
#1563650
Law & Order: S21
Als angekündigt wurde, dass die Serie wiederbelebt wir, war ich durchaus gespannt, weil ich L&O immer gerne gesehen habe und von Zeit zu Zeit auch mal eine ältere Episode gucke. Mit Sam Waterston und Anthony Anderson waren dann sogar zwei Schauspieler dabei, die in Staffel 20 zu Cast gehörten. Mit Hugh Dancy und Jeffrey Donovan kamen zwei Schauspieler, die ich gern sehe, dazu.
Die Umsetzung war aber sehr enttäuschend. Für eine Serie, die sich sicherlich eher an ältere Zuschauer richtet, die einfach nur Ermittlungen und Gerichtsverfahren sehen wollen, hat man die woke Keule rausgeholt. Jeffrey Donovans Charakter ist ein weißer cis Mann, mit der Attitüde "das wird man doch wohl noch sagen dürfen" und sein schwarzer Partner ist aber so woke, dass er ihm jede Woche etwas beibringt.
Wenn dann der Staatsanwalt eine schwarze Polizistenmörderin nicht wegen Mordes anklagt, weil die schwarze Bevölkerung unter systemischer Diskriminierung durch die Polizei zu leiden hat, vergisst die Serie ihren eigenen Namen.
5/10

The Patient [Hulu]
Steve Carell und Domhnall Gleeson sind in diesem Kammerspiel einfach herausragend gut. Die Episoden dauern meist nur eine halbe Stunde, damit man die Spannung hochhalten kann und da die Folgen dann gerne mit einem Cliffhanger enden, habe ich die ersten 6 Folgen am Stück gesehen.
Auch wenn ich den beiden Schauspielern auch noch 100 Episoden hätte folgen können, finde ich es gut, dass sie nach 10 beendet ist.
9/10
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von LittleQ
#1563660
The Bastard Son & the Devil himself Staffel 1 (Netflix)

Wieder was für woke teens, aber eben unterhaltsam. 8 Folgen waren mir aber ein bisschen zu viel und irgendwo wäre wohl auch mehr drin gewesen. Der plottwist war dann nur einfach viel zu vorhersehbar und die Auflösung nicht super spannend, aber gab schon schlimmeres.

5/10
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von Wolfsgesicht
#1563661
Bridgerton - Staffel 2 (Netflix)

Diese Serie serviert was man erwartet, versteht sich aber hervorragend im Timing,
Schon in Staffel 1 rechnete man mit dem Kuss der zwei Liebenden ab Folge 2, doch die Serie ließ und ließ drauf warten, verstand sich den Spannungsbogen dahingehend weiter und weiter zu spannen. Staffel 2 tut sich da keinen Abbruch, das ab Folge 2 erwartete ließ auch hier „unerträglich“ auf sich warten.
Der ganze übergreifende Plot ist absolut überraschungsfrei, man weiß ab Folge 1 wie die Nummer ausgeht, der Weg dahin ist das Ziel der Serie.
Und hier bereitet mir die Serie eine innere diebische Freude, die manchmal eher der eines Kindes ähnelt und schmiert mir fröhlich mit jeder Folge Honig ums Herz.
Für letzteres war in dieser Staffel aber Eloise verantwortlich als der Hauptplot um Anthony und Kate.

Das ist einfach klassisches Netflix-Anspruchslos-Wohlfühlstreaming.

Die Serie hat’s durch sein Casting ja auch zu etwas Berühmtheit geschafft, man hat sich ja entschieden weiße Figuren schwarz zu besetzen. Ich finde die Welt die es erschafft ganz interessant, da es hier niemanden (aus ethnischer Sicht, aus gesellschaftlicher und sexueller Sicht schon) zu stören scheint wen man liebt. Es wirkt aber auch etwas absurd, da der Reichtum solcher Familien zumeist auf Kolonialismus basierte. Aber alles außerhalb Londons spart man aus, es ist offensichtlich erfunden, also hab ich damit vorrangig auch kein Problem.

8/10
Staffel 1 gebe ich übrigens die gleiche Wertung, hab die damals wohl nicht bewertet.
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von Burpie
#1563664
Wolfsgesicht hat geschrieben: Sa 29. Okt 2022, 03:39 Bridgerton - Staffel 2 (Netflix)
Die Serie hat’s durch sein Casting ja auch zu etwas Berühmtheit geschafft, man hat sich ja entschieden weiße Figuren schwarz zu besetzen. Ich finde die Welt die es erschafft ganz interessant, da es hier niemanden (aus ethnischer Sicht, aus gesellschaftlicher und sexueller Sicht schon) zu stören scheint wen man liebt. Es wirkt aber auch etwas absurd, da der Reichtum solcher Familien zumeist auf Kolonialismus basierte. Aber alles außerhalb Londons spart man aus, es ist offensichtlich erfunden, also hab ich damit vorrangig auch kein Problem.
Das Prinzip nennt sich Color Blindness und verdeutlicht, dass es sich in dieser Serie um eine Parallelwelt handelt, was den Inhalt verstärkt in Richtung des reinen Amusements lenkt. Der Begriff des Kolonialismus wird komplett ausgeblendet, was auch wiederum Kritiker auf den Plan gerufen hat.
Bedenklich empfand ich in meinem Umkreis die Frage eines jüngeren Familienmitglieds : War das damals wirklich so?
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von redlock
#1563689
Zu nächst einmal Dank an Kollege Theologe für die Review zu ''Law & Order'' S21. Nach deren Lesen ist sie sofort von meiner Nachholliste geflogen. So was tue ich mir nicht (mehr) an, und dies, obwohl ich nur vier oder fünf Folgen der ersten 20 Staffeln verpasst habe. Tja, das waren noch Zeiten.


You Shall Not Lie [OT: Todos Mienten (''Alle Lügen'')] -- Staffel 1 (ARD)

6 Folgen; Laufzeit jeweils um die 50 Minuten
Produziert für einen spanischen PayTV Anbieter

Wir befinden uns in einem spanischen Dorf (oder Stadtviertel) am Meer, wo die obere Mittelschicht wohnt. Mit der Beschaulichkeit ist es vorbei, als am Strand die Leiche eines 18 jährigen Schülers gefunden wird. Das ist eine Zeitlinie der Geschichte. Ich nenne sie mal die ''Jetzt'' Linie, die dann linear weiter erzählt wird und nur wenige Tage geht.
Die andere fängt drei Tage vor dem Leichenfund an, als durch ein Sexvideo herauskommt, dass der Schüler eine Affäre mit einer seiner Lehrerinnen (Anfang 40) hatte. Sie ist ebenfalls linear und endet mit dem Tod des Schülers, also kurz bevor die ''Jetzt'' Linie beginnt.
Ich muss gestehen, in Folge 1 und auch in Folge 6 muss man sehr aufpassen, in welcher Zeitlinie man sich nun befindet. Damit hatte ich zu Beginn tatsächlich etwas Schwierigkeiten. Tipp: In der ''Jetzt'' Linie trägt die Lehrerin lange Zeit nur die Klamotten, die sie bei der Tanzveranstaltung an hatte (mit der die Jetzt-Linie beginnt).
Die Serie wechselt bis zum Ende beständig die Zeitlinien.

Die Serie ist eine Mischung aus Krimi und Familiendrama. Alle Beteiligten haben was zu verbergen und/oder Lügen, dass sich die Balken biegen. Der spanische Originaltitel passt perfekt.
Natürlich kommt am Ende alles Heraus (vor allem für uns Zuschauer). Ich fand es eine ziemlich spannende und packende Angelegenheit. Die Staffel hat mich durchgehend gut unterhalten, auch wenn es zum Ende etwas ''schnell'' geht. Ich habe die sechs Episoden so schnell hintereinander gesehen, wie es mir aktuell möglich war. Das spricht für sich.
Die Staffel ist in sich abgeschlossen.

Für S1: 7,5/10
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