US-Fernsehen (inklusive Season- und Pilot-Reviews), britisches Fernsehen etc.
Benutzeravatar
von redlock
#1562583
Girls5Eva -- Staffel 2 (Peacock)

8 Folgen; Laufzeit jeweils knapp 30 Minuten

Auch die zweite Staffel hat ein paar gute Momente um die Girl Group aus den 1990zigern, die nun ein Comeback versucht. Dazu einen hübschen running gag (Goldsberry's Perücken), einen tollen visuellen und einen netten Insidergag (die erste Zeile des Refrains von Bareilles' Hitsingle). Insgesamt fand ich die Staffel aber unausgeglichen, und das Thema ''starke Frauen'' nervt zuweilen, weil sie mit dem Holzhammer vorgehen.
Leidlich unterhaltsam. Kann man sich an tun, muss man aber nicht. Für S2: 6,5/10


Miss Fisher's Modern Murder Mysteries -- Staffel 2 (Acorn, Australien)

8 Folgen, Laufzeit jeweils etwa 45 Minuten

Man hat das Konzept etwas geändert. Statt 4 Fälle in 8 Folgen (bzw. 4 Fälle in TV-Filmlänge) ist es nun ein Fall pro Folge. Dazu die persönlichen Verwicklungen und der Beziehungsstress der Kernmannschaft.
Ist ein solides crime procedural. Allerdings fehlt auch in Staffel 2 der Charme, den die Mutterserie hat.

Für S2: 6/10
Benutzeravatar
von AlphaOrange
#1562605
The Wilds S2
Mir war schon klar, dass es nach S1, die ich vor allem für ihr filigranes Story-Puzzle bewunderte, schwierig werden wird, auf gleichem Level fortzusetzen und leider hat sich das auch bewahrheitet. Wenn auch etwas anders als erwartet.
Punkt 1: die Jungs. Hier treffen meine Erwartungen ziemlich gut zu. Die Jungs bringen wenig Neues in die Story. Es sind viele Stereotypen, von denen sich für mich mit Kirin gerade mal ein einziger ein Profil erarbeiten konnte. Es wird bis auf ein zentrales Ereignis aber auch nicht viel Zeit verwendet, Flashbacks sind eher Mangelware und warum man mit Raf ausgerechnet die farbloseste Figur so featured, dann aber so gar nichts mit ihm anzufangen weiß, verstehe ich überhaupt nicht.
Punkt 2: Story-Puzzle war einmal. Bis auf das "Day-15-Event", das dann erzählerisch überhaupt nicht vorbereitet wird, gibt es keine interessanten Rätsel. Bei den Mädels ist völlig die Luft raus. Leah legt völlig grundlos ihre Skeptiker-Rolle ab, stattdessen gibts ne Geburtstagsparty und Toni und Shelby beim Rummachen. Die Zukunftsszenen haben genau dasselbe Problem: man kann die Leah-Story kaum weitertreiben ohne den Plot zu sprengen, daher passiert einfach ziemlich wenig.
Punkt 3, mit dem ich eher nicht gerechnet hatte: Am Ende fühle ich mich regelrecht getrollt. Spätestens in der letzten Folge macht The Wilds einfach einen Tableflip seiner Mythologie und wirft dem Zuschauer irre kichernd irgendwelchen Evil Plan Unfug ins Gesicht und schert sich nicht mehr um seine eigenen Andeutungen und Hinweise*. Ich war schon überzeugt, dass gleich alles als Fiebertraum eines der Mädchen entlarvt wird, weil es auch zunehmend artifiziell aussah, aber das war dann doch bloß miese CGI und schlechtes Keying.
Immer noch schön gemachtes Teenie-Adventure-Mystery-TV, hübsch gefilmt, nah dran an der Zielgruppe, in seinen frühen und späten Episoden sehr unterhaltsam, aber erzählerisch weird af.
6 / 10

An eine dritte Staffel glaub ich nicht. Prime hat das damals als absolute Prestige-Serie mit riesiger Werbekampagne begleitet und frühzeitig verlängert, aber dann hat das Ding einfach null Buzz gehabt. Denke eher, man hat sich die Pfoten verbrannt und kehrt die Serie nun still und heimlich unter den Teppich.
versteckter Inhalt:
* Bin ich blöd, oder hat man im Verlauf einfach mehrere Mythologie-Elemente über den Haufen geschmissen?
Über Shelby wird in S1 bei ihrem ersten Interview doch gesagt, sie habe eine dissoziative Persönlichkeitsstörung und man wisse nie, welche Shelby man bekommt, wenn man mit ihr redet. Okay, Zukunfts-Shelby ist etwas creepy, aber wann soll sich das bitte entwickelt haben? Auf der Insel jedenfalls nicht. Und der verbrannten Haut nach zu urteilen sind seitdem kaum mehr als drei Tage vergangen.
In S1 lässt Gretchen nach Beweismitteln fahnden, um sich rechtlich gegen die Verantwortung für Marthas Zustand abzusichern. Ja, sie hat offenbar einen heftigen Nervenzusammenbruch (einen wenig nachvollziehbaren, der der Folge offenbar ein noch weniger nachvollziehbares FSK18 einbrachte), aber im Finale scheint's ihr ganz gut zu gehen. Im Gegensatz zu Rachel, die ihren fucking Arm verloren hat!
Die ganze Staffel lang geht es Gretchen darum, den Grund für das Scheitern der Jungs an Tag 34 zu finden. Mal davon abgesehen, dass der Umgang mit dem Day-15-Event im Sinne von Gretchens Society-Building-Approaches doch recht zivilisiert verläuft, scheitern die Jungs doch gar nicht. Sondern ihr Maulwurf ist ein psychopathischer Vergewaltiger, der ein Boot stiehlt und damit das Projekt sprengt. Warum man ihn bis dahin gewähren lässt obwohl er offensichtlich die Mikros zerstört ist ein weiteres Rätsel.
Was will Gretchen überhaupt?! Dieses ganze Gerede von der Zukunft der Frau als Leader der Gesellschaft, Dawn of Eve, Twilight of Adam, ... nichts davon ergibt am Ende irgendeinen Sinn. Nichts Sinnvolles ergibt sich aus den ganzen Interviews. Die ganze Sozialexperiment-Atmsophäre wird in den Wind geschossen und Gretchen mutiert einfach zum totalen Bond-Bösewicht-Klischee mit unbegrenzter Macht und völlig durchgeknallten Plänen. Und was soll am Ende das Gerede von der neuen Kontrollgruppe? Die gemischte Gruppe ist ja wohl kaum als Kontrollgruppe tauglich. Und der nicht minder durchgeknallte Seth darf jetzt den Puppet Master spielen?
Benutzeravatar
von LittleQ
#1562643
The Umbrella Academy - Season 3 (Netflix)

Oh man, wie lange habe ich darauf gewartet und es hat sich sehr gelohnt. Zusammen mit der Doom Patrol und den Titans hatten sich in den letzten 3 Jahren auch neue Superhelden-Combos abseits der Mainstream Chars eingefunden. Während ich bei den Titans und der DP nur Season 1 wirklich umwerfend gut fand, begeistert die Umbrella Academy auch heute noch.

Die dritte Staffel lebt wieder von den tollen Figuren, viel Humor und teils undurchdringlicher Story, die aber einfach charmant und interessant wirkt. Die Umbrella Academy trifft auf die Sparrow Academy. Hat mir mega mega Spaß gemacht.
Es ist aber, gebe ich zu, ein bisschen komisch Elliot Page das erste Mal nach der Geschlechtsumwandlung zu sehen. Aus Vanya wurde Victor. Gefiel mir aber wirklich mega gut!

Hätte vllt ein oder zwei Folgen kürzer sein dürfen und zwischendurch gibt es auch einen kleinen Durchhänger, aber das ist okay. Bitte bitte bitte mehr davon!

8,5/10
Benutzeravatar
von LittleQ
#1562647
Obi Wan Kenobi - Season 1 Disney+

Mit kleinen spoilern.

Huch huch. Gewartet, bis die ganze Staffel draußen war und dann geschaut. Mir hat's gut gefallen. Obi Wan ist wahrlich eine sehenswerte Serie und, gemessen an den absoluten Totalausfällen im Star Wars Universum, auch absolut nicht schlecht. Ewan McGregor verkörpert die Figur immer noch hervorragend und dürfte dies für mich auch gerne weiter tun.
Generell krankt Obi Wan Kenobi allerdings an Kleinigkeiten, die man aus den letzten Jahren schon kennt. Die eigentliche Hauptfigur steht gar nicht so sehr im Mittelpunkt. Dabei gefällt mir die Prämisse von Obi Wan als einfacher Mann, der sich von der Macht entfern hat, ganz gut. Anstatt aber Obi Wans Heldenreise zu beleuchten, fokussiert sich die Serie stark auf Reva und natürlich Leia. Revas Motivation und Handlungen werden gerade ab Folge 4 deutlich besser erklärt als die von Obi Wan. Das finde ich schade.
Dazu kommt, dass die Serie wirklich hart unter plot hole Befall leidet und dabei drücke ich da gerade im sci fi Bereich viele Augen zu. Obi Wan setzt in der Hinsicht aber doch ein paar pointless Moment-Highlights, die einen nicht zufriedenstellend zurücklassen.

On top frage ich mich folgendes:
versteckter Inhalt:
Wieso war es Obi Wan eigentlich so wichtig nochmal gegen Darth Vader zu kämpfen? Umbringen wollte er ihn offensichtlich SCHON WIEDER nicht, obwohl... ne, ganz nachvollziehen kann (oder will?!) ich es nicht. Und nachdem Darth Vader so lange Rache an seinem Meister üben wollte, wieso schaut dieser nicht nach, ob Obi Wan wirklich gestorben ist, anstatt einfach zu gehen?! Ich meine: Das war sein fucking Moment, auf den er schon 10 Jahre gewartet hat.... ohh boi

Teilweise ein bisschen absurd und teilweise ein bisschen zu wenig, um wirklich eine top Serie zu sein, aber ich habs gerne geschaut und würde es auch gerne weitersehen.

7/10
Benutzeravatar
von Theologe
#1562656
The Premise - Comedy [FX]
Eine nette Anthologie-Serie mit ein paar verrückten Ideen. Mehr Satire als reine Comedy. Nicht jede der 5 Episoden hat gezündet, aber 3 haben mir gut gefallen.
7/10

Moon Knight - Drama [Disney+]
Oscar Isaac spielt die beiden Figuren richtig gut, was der Serie fehlt ist Moon Knight. Den gibt es in der ganzen Staffel vielleicht eine Viertelstunde zu sehen, was etwas arg dünn ist. Dazu ist das CGI für eine Marvel-Serie doch überraschend schwach und bei Ethan Hawke hat man das Gefühl, dass der nach der Tour de Force "The Good Lord Bird" keine Kraft mehr für eine engagierte Performance hatte.
Alles in allem sehr unterhaltsam, aber auch nicht der ganz große Wurf.
7,5/10

The Staircase - Drama [HBOMax] - Drama
Die Netflix-Doku hab ich nicht gesehen, ich spiele allerdings mit dem Gedanken, das nachzuholen. Colin Firth spielt den Autor Michael Peterson und eines Abends wird seine, von Toni Collette gespielte, Ehefrau am Fuß der Treppe von ihm aufgefunden. War es ein Unfall oder Mord?
Colin Firth ist fantastisch in der Hauptrolle und auch der Rest des Casts weiß zu gefallen. Der Fall entfalltet sich langsam, allerdings sind die Zeitsprünge oft doch sehr verwirrend, weil sich das ganze doch über einen sehr langen Zeitraum abspielt.
Im Finale habe ich dann bei den Zeitsprüngen den Überblick verloren, das war nicht gut gelöst.
7,5/10

Obi-Wan Kenobi - Drama [Disney+]
Das war ziemlich genau das was ich mir von einer Star Wars Serie erwarte. Hier und da nicht ganz sauber im Storytelling, aber das konnte ich verschmerzen. Ewan McGregor war das beste an den Prequels und das konnte er hier nochmal beeindruckend unter Beweis stellen.
8/10

Shining Girls - Drama [Apple TV+]
Elisabeth Moss in der Hauptrolle, da kann nicht viel schief gehen. Die ist fantastisch wie immer und diese verworrene Serienkiller-Story ist unglaublich spannend. Ich hatte richtig Spaß. Jamie Bell als geheimnisvoller Killer hat dazu seinen Teil beigetragen. Im Vergleich zum Buch hat man da auch ein paar Dinge verbessert, vor allem die Figur des Killers und den Fokus auf eine Hauptfigur.
8/10
Benutzeravatar
von Nataku
#1562688
Hacks – Season 1+2 (HBO Max)
HBO versendet seine guten halbstündigen Comedys wohl anscheinend nur noch auf HBO Max, nachdem mir dort Minx auch schon ziemlich gut gefallen hatte, konnte ich vor kurzem endlich Hacks nachholen. Und ich muss wirklich sagen, dass Jean Smart den Emmy für ihre Leistung absolut verdient hat. Die Rolle der Deborah Vance scheint wie für sie geschrieben. Auch Hannah Einbinder macht einen guten Job als Ava, auch wenn ich ihre Figur häufig nicht leiden konnte (ich denke aber, dass dies auch so gewollt ist). Sie wirkt halt wie eine verzogene Generation Z Göre und bringt das super rüber.

Staffel 1 fand ich vom Fokus her (Vegas) etwas gelungener als Staffel 2 (Roadtrip), auch wenn das Klagen auf hohem Niveau ist. Auch die meisten Nebenfiguren sind gut gelungen, vor allem das Duo Jimmy und Kayla fand ich spitze aber auch die Szenen mit der Mutter von Marcus waren immer kleine extra Highlights in den Episoden. Ein kleiner Kritikpunkt: Kaitlin Olson als DJ hätte ich gerne häufiger gesehen, aber leider kam sie in der zweiten Staffel fast gar nicht mehr vor.

Wie redlock schon sagte, funktioniert das Finale der zweiten Staffel sehr gut als Serienende – es kommen auch nochmal fast alle wichtigen Figuren der Serie in der Folge vor, was darauf schließen lässt, dass auch die Macher die Folge als Ende der Serie geplant hatten. Vor kurzem gab es nun aber die News, dass es doch eine dritte Staffel geben wird. Nachdem die eigentliche Geschichte mit dem Ende von Staffel 2 auserzählt ist, bin ich mal gespannt, was man sich nun für die dritte Staffel einfallen lassen wird.

Allen die gerne Comedys schauen und bestenfalls auch noch was mit Stand Up anfangen können, würde ich die Serie wirklich sehr ans Herz legen. Es lohnt sich.
Season 1: 9/10
Season 2: 8.5/10


Love, Victor – Season 3 (Hulu)
Nachdem ich nach Staffel 2 noch ziemlich begeistert war, hat sich die Serie leider mit Staffel 3 wieder eher zurück bewegt in Richtung Staffel 1 (= nett, aber sehr konventionell und vorhersehbar).

Staffel 3 von Love, Victor fühlt sich an vielen Stellen für mich an wie ein Epilog. Es gibt auch nur noch 8 Episoden für diese Finalstaffel statt 10 wie in den anderen Staffeln. Mein größter Kritikpunkt ist die Vorhersehbarkeit. Die Geschichten aller Pärchen sind schon extrem vorhersehbar. Es gibt jeweils 1-2 Probleme, aber wer jemals irgendeine andere Teenie Serie gesehen hat wird sofort wissen, wie die letzte Episode der Staffel ausgeht (vor allem, da es ja auch die letzte Staffel ist).

Ansonsten sind fast alle Figuren einfach sehr nett, jegliches Problem wird fast immer umgehend gelöst und alle mögen sich. Das ist schon sehr illusorisch, da hat sich Staffel 2 mit den Stories deutlich mehr Mühe gegeben.

Abschließend war es schön die Figuren nochmal wieder zu sehen, man hätte sich aber doch nach der starken zweiten Staffel ruhig auch in der dritten nochmal was trauen können. So bleibt ein netter Abschluss zu einer Serie, die zwischen 2 konventionellen/durchschnittlichen Staffeln eine starke Staffel in der Mitte hatte.
6/10

Fear the Walking Dead – Season 7 (AMC)
Nachdem Staffel 6 von Fear endlich mal wieder eine starke Staffel war und eine vielversprechende Grundlage für Staffel 7 geboten hat, war meine Hoffnung groß, dass man nahtlos mit dem Tempo weitermacht und eine spannende siebte Staffel bekommt.

Tja, leider weit gefehlt. Rückblickend wirkt Staffel 6 so, als ob dort andere Autoren am Werk waren als in Staffel 5 und nun auch wieder 7. Die ganze siebte Staffel ist einfach eine pure Enttäuschung. Die erste Hälfte der Staffel beschäftigt sich vorrangig damit, wie die verbliebenden Figuren mit den Konsequenzen des Finales der sechsten Staffel umgehen. Das zieht sich dann wieder wie Kaugummi und Spannung kommt dabei kaum auf.
Das größte Problem der Staffel ist aber die schlechte Umsetzung des Staffelkonflikts. Es wird im Grunde ein Konflikt und ein großer Showdown versprochen, der dann aber komplett ausfällt. Die Autoren trauen sich auch nicht, den eigentlich vorgesehenen Bösewicht vollständig zur dunklen Seite zu bringen. Das war einfach lächerlich, und das Ende der Staffel dadurch auch komplett unbefriedigend (auch wenn ich es positiv finde, den guten Schauspieler auch in der kommenden Staffel wieder zu sehen).

Da die Produktion nach dieser Staffel nach Georgia umziehen wird, gab es auch einige Exits in der Staffel. Leider waren diese größtenteils lieblos gelöst. Einzig eine Figur bekommt da etwas mehr Futter, aber auch der Abschied hinterlässt aufgrund eines anderen Ereignisses einen bitteren Nachgeschmack.

Am Ende blicke ich leider nur mit niedrigen Erwartungen Richtung Staffel 8. So lange man hier nicht die Showrunner endlich feuert und jemand anderen mit der Verantwortung betraut, wird es wohl auch keine wirklich guten Storys in der Serie mehr geben. In der Fan-Community gehen teilweise sogar die Gerüchte rum, dass Staffel 6 unter Umständen ghost writer hatte. Nach den Qualitätssprüngen von 5 zu 6 und nun wieder zu 7 würde es mich nicht wundern.
4.5/10
Benutzeravatar
von Wolfsgesicht
#1562698
Dickinson - Staffel 3 (Serienfinale) - Apple TV+

Ich muss ja sagen von Serienfinals lasse ich gerne sehr lang die Finger, da ich größte Sorgen habe man bekommt das nicht sauber zu Ende. Hier hatte ich erst das Gefühl mit der Befürchtung absolut richtig zu liegen, wurde zum Ende hin aber versöhnt.

Die Staffel beginnt mit einer sehr unnötigen Lovestory zwischen Emily und Sue. Die wird zwar schon 2 Staffeln lang erzählt, erreicht aber hier ihren Höhepunkt. Für mich hat das in dieser Deutlichkeit einfach nicht gepasst. Man hat sowieso in den ersten Folgen das Gefühl die Serie vergisst was sie ausmacht und verirrt sich dabei auf der Suche nach sich selbst.
Zur Mitte hin fängt sich das glücklicherweise und wird zeitweise extrem stark um zum Ende hin (ab Folge 8 ) zur Höchstform aufzulaufen. Folge 7 war dabei mein Lowlight, diese Zukunftsreise hatte keinerlei Charme oder Notwendigkeit und war extrem enttäuschend.
Die letzten 3 Folgen haben mich aber definitiv vollends bekommen und haben mich ganz vergessen lassen dass ich die ersten 4 Folgen ziemlich schwach fand.

Alles in allem eine schöne holprige Staffel mit einem würdigen Ende.

8/10

Serien-Bewertung
Die Serie war für mich ein fantastischer Ritt in die Vergangenheit und war einfach ein kreativer Erguss der Schöpfer den man seitens Apple auch überhaupt nicht eingrenzte. Es war alles wahnsinnig herzlich und schräg übertrieben und bin anschließend immer noch begeistert wie man eine Serie über eine Poetin so toll umsetzen konnte. Dazu eine wahnsinnig tolle Playlist, die meine Mediathek zuverlässig mit besten Tracks aus Rap, Hip-Hop und Elektro füllte. Dass sie vorbei ist finde ich nicht Schade, ich glaube 3 Staffeln passen sehr gut.
Benutzeravatar
von Theologe
#1562712
Bosch: Legacy
Das ist weniger ein Spinoff als eine Fortsetzung. Bosch Darsteller Titus Welliver nennt es eine Evolution des Charakters. Nur wenige Charaktere schaffen den Sprung von Season 8 zu Legacy bzw. die meisten haben nur einen kurzen Gastauftritt. Das ist schade, weil auch die Nebencharaktere gut waren, aber es wirkt auch nicht erzwungen, dass man man jeden Charakter in die neue Ausrichtung zwängt.
Letztlich bleibt Bosch bei seinen Leisten und wer genau aufpasst, entdeckt sogar ein "Crossover" zum Lincoln Lawyer, wirklich schade, dass Amazon hier nicht zuschlug, um die beiden Romanhelden kombinieren zu können.
Überrascht war ich, ob des fetten Cliffhangers, der war in dieser Form sehr untypisch für Bosch.
8/10

Shameless: S11
Die Serie wird zwar zu einem runden und würdigen Ende gebracht, aber man muss schon sagen, dass man die Serie mit 11 Staffeln schon sehr ausgedehnt hat. Da war dann schon irgendwie die Luft raus. Alle Figuren bekommen ihre eigene kleine Reise in der Abschlussstaffel und wie immer sind einige davon unterhaltsam und andere eher nervig, aber unterm Strich passt das schon.
Gelungen fand ich, dass man da kein super-duper Happy End rauspresste, sondern das ganze durchaus natürlich verlief. Man weiß, dass es für die Figuren weitergeht, aber es bleiben keine Fragen offen.
Schade fand ich, dass
versteckter Inhalt:
Fiona keinen Auftritt mehr hatte, es gab nur eine Archivaufnahme
. Dann wäre es wirklich ein schöner Abschluss einer langen Reise gewesen.
7,5
Benutzeravatar
von little_big_man
#1562728
Maid
Eine Netflix-Miniserie, die ich sicher nie gefunden hätte unter all den Neuveröffentlichungen, da die Prämisse absolut langweilig klingt, aber irgendwo habe ich dann mal gelesen, wie gut die Serie sein soll und habe mir die 10 Episoden nun angeschaut. Der Grund warum ich ausgerechnet für diese Serie hier mal wieder ein Review hinterlasse ist, dass sie definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient hat als dass man mit einer solchen Prämisse bekommt: "Alex leaves her abusive boyfriend, moves herself and their toddler daughter into a shelter, and gets a job cleaning houses for Value Maids."
Wenn ich vergleichbare Serien suchen müsste, dann würden mir am ehesten "Normal People" und "The Queen's Gambit" einfallen, nicht weil es inhaltlich irgendwelche Gemeinsamkeiten gibt, sondern weil auch das Serien mit langweiliger Prämisse sind, die sich dann aber als starke Charakterdramen entpuppen und eben auch funktionieren, ohne wirklich viel Story zu haben nur aufgrund der starken Charaktere. Bei Maid ist das natürlich die gut gschriebene und gespielte Hauptfigur, aber vor allem konnte mich die Serie so packen, weil auch die "Widersacher" der "Heldin" so unglaublich gut geschrieben sind und nicht einfach nur stereotype Bösewichte. Vor allem der "abusive boyfriend" hätte so einfach ein Widerling sein können, den man hasst, stattdessen ist es der wohl am besten geschriebene Abuser, den ich so je in einer Serie gesehen habe. Dazu noch die spezielle Mutter/Tochter-Beziehung, welche durch ein echtes Mutter/Tochter-Gespann gespielt wird (Hauptdarstellerin Margaret Qualley ist die Tochter von Andie MacDowell).
Also mein Fazit ist, dass hier jeder mit einem Netflix-Abo und einer Vorliebe für Charakterdramen unbedingt reinschauen sollte. Mein einziger wirklicher Negativpunkt ist, dass man die Story in der Mitte etwas hätte straffen können und daher auch 9 statt 10 Episoden ausgereicht hätten, aber das ist nun wirklich eine Kleinigkeit.
Benutzeravatar
von AlphaOrange
#1562738
Snowpiercer S3

Hat mich leider nicht begeistern können. Nach der ziemlich starken zweiten Staffel ist hier alles irgendwo furchtbar zerfasert. Worum geht's in der Staffel eigentlich? Irgendwie um Andres New-Eden-Vision, aber irgendwie geht da nie was vorwärts und in der letzten Folge alles auf einen Schlag. Wobei ich da allerdings auch überhaupt nicht nachvollziehbar finde, dass Andre sich einfach so von Snowpiercer vertreiben lässt und sich mit Big Alice zufrieden gibt.
Asha - die für das Thema ja eigentlich zentral ist - gammelt auch nur in ihrer Kammer rum, um dann wieder rausgeschrieben zu werden. Wer ist eigentlich der Antagonist? Wilford ist fast die ganze Zeit komatös oder eingesperrt, LJ ist eine Nervensäge wie eh und je und viel mehr ist da nicht. Es wirkt eher, als schinde die Serie acht Folgen lang Zeit, um dann endlich Jennifer Connelly an Bord zu haben.

5.5 / 10
Benutzeravatar
von redlock
#1562817
In den letzten Wochen oft kein glückliches Händchen gehabt, was meine Serienauswahl angeht.

The Flight Attendant -- Staffel 2 (HBO Max)

8 Episoden; Laufzeit zw. 37 und 46 Minuten

Ich fand Staffel 1 zwar nicht schlecht. Aber ich fand auch, sie war überbewertet. In Staffel 2 haben wir wieder einen Spionagefall in dem unsere Flugbegleiterin verwickelt ist. Diesmal als Teilzeitmitarbeiterin der CIA. Hauptsächlich geht es in der Staffel aber um Cassie's Alkoholismus. Mir kam es so vor, als ob einige der Autoren da aus ihrem eigenem, reichen Erfahrungsschatz geschöpft haben.
Das war mir einfach zu nervös, hibbelig, ja fast manisch. Nicht mein Ding. Leider war dazu der Spionagefall nicht sonderlich spannend. Mir war recht schnell klar wer der Bösewicht war.
Ich hätte mir besser ein andere serialisierte Serie zum gucken aussuchen sollen. Hinterher ist man natürlich immer schlauer. Auf eine mögliche dritte Staffel werde ich jedoch definitiv verzichten.
Nebenbei, war Penny, Entschuldigung, Cassie, Entschuldigung, Ms Cuoco wirklich in Berlin? Oder hat eine andere Stadt für unsere ehemalige Reichshauptsadt herhalten müssen und der Rest waren kreative Schnitte?

Für S2: 5,5/10


Jack Irish: The Series -- Staffel 2 (ABC Australien)

6 Episoden; (Netto-)Laufzeit jeweils 55 Minuten

Nach drei TV Filmen von 2012 und 2014 und der ersten Staffel der Serie, die 2016 lief, ist dies die zweite Serienstaffel. Lief 2018 in Australien. 2021 lief dort übrigens Staffel 3.
Staffel 2 ist ziemlich vollgepackt. Da wären die Todesfälle von indischen und chinesischen Studenten eines etwas zwielichtigen privaten Colleges; Ärger im ''Prince of Prussia'' (Jack's Stammkneipe); eine rebellische Teenagerin, die bei Jack landet und schließlich Jack's Stress mit den Frauen in seinem Leben.
Leider war der Krimifall um die toten Studenten nur mittelmäßig, weil recht klar war, was da abgeht. Der Ärger in der Stammkneipe war nervend. Die Seitenhiebe auf die australische Einwanderungspolitik saßen aber. Das um die Teenagerin war recht klischeehaft.
Es war kein totaler Reinfall, aber ich war dennoch etwas enttäuscht.

Für S2: 6/10


Star Trek: Picard -- Staffel 2 (Paramount)

10 Folgen

Ich hab mich durch die Staffel kämpfen müssen. Nein, ich hab mich durch die Staffel gequält. Das war einfach nix, obwohl mir ein, zwei Folgen gefallen hatten.
Ich werde diesen Murks dennoch nicht auch noch würdigen, in dem ich genauer werde, was da alles nicht gestimmt hat. (Wer mehr wissen möchte sollte AlphaOranges Kommentare zu Folgen der zweiten Staffel im Thread zur Serie lesen).

Für S2: 5/10
Benutzeravatar
von AlphaOrange
#1562834
Man vs. Bee (Netflix)

Wie sehr kann man ein so einfaches Thema in die Grütze fahren? Wie zäh kann man 9 mal 12 Minuten gestalten - mit Physical Comedy? "Man vs. Bee" gibt erstaunliche Antworten auf diese Fragen!
Housesitter Rowan Atkinson (Rollenname Trevor ist eigentlich egal, er spielt halt seine Standardfigur) wird von einer Biene terrorisiert und richtet bei seinen Revanche-Akten das fremde Eigenheim zugrunde. Klingt nach einem simplen Plot, den man wunderbar eskalieren lassen kann*. Tut man aber nicht. "Man vs. Bee" ist eine mäandernde Fernsehmasse, die alle paar Minuten wieder von vorne anfängt, wenn Trevor erneut die Biene einfängt und diese dann wieder entkommt. Aber auch nicht, weil sie besonders clever wäre oder er sich besonders ungeschickt anstellt. Sondern einfach so. Wird sie mit Wasser abgespritzt, dann tappst sie in einem unbedachten Moment davon. Wird sie vergiftet, dann erwacht sie doch einfach wieder. Wird sie eingesaugt, landete sie doch nicht im Beutel sondern fliegt aus dem Staubsaugerrohr wieder davon.
Das Pacing ist eine Katastrophe. Ständig nimmt "Man vs. Bee" das Tempo raus, die Dramatik. Die ganze Serie hat keine Struktur, keinen Spannungsbogen. Nach acht Folgen hat Trevor kaum mehr Schaden angerichtet als nach der ersten Folge. Nichts hat sich geändert im Verhältnis zur Biene. Nichts ist eskaliert im Kontakt mit den Besitzern. Dann kommt in Folge 9 das furiose Finale ... für vielleicht zwei Minuten. Dann gibts zehn Minuten völlig überflüssigen Epilog.

3 / 10

weil man sich schlimmer langweilen kann als mit Physical Comedy und die Location ja chic ausschaut. Und natürlich die süße Biene!

* hier wie man es richtig macht:
https://www.shortoftheweek.com/2015/09/21/the-fly/
Benutzeravatar
von Nataku
#1562865
Severance – Season 1 (Apple TV+)
In Severance geht es um den gleichnamigen medizinischen Eingriff der Firma Lumon Industries, bei dem die menschlichen Erinnerungen zwischen Arbeits- und Privatleben voneinander getrennt werden. Sobald die Charaktere also ihren Arbeitsplatz betreten, werden ihre sonstigen Erinnerungen abgeschaltet und ein neues Arbeits-Ich entsteht.

Die Prämisse hatte mich sehr neugierig gemacht und nachdem ich auch in mehreren Podcasts nur Gutes zu Severance gehört hatte, habe ich die erste Staffel vor kurzem nachgeholt. Und was soll ich sagen, ich bin ziemlich begeistert. Die Serie schafft es relativ schnell ein eigenes kleines Universum aufzubauen und wir sehen vor allem von Mark (Adam Scott) beide Seiten seines Lebens. Dabei bleibt vieles rund um den Job und Lumon Industries unklar und mysteriös wodurch ein ähnliches Gefühl wie in den frühen Staffeln von Lost entsteht. Severance liefert aber auch schon in der ersten Staffel viele Antworten, sodass ich aktuell noch guter Dinge bin, dass sich die Autoren hier in den kommenden Staffeln hoffentlich nicht verrennen.

Viel mehr möchte ich inhaltlich gar nicht zur Serie verraten. Sie wirft aber viele interessante Fragen auf und ist insgesamt einfach extrem gut gemacht (sowohl von der Inszenierung als auch von den Darstellerleistungen), sodass man sich schwertut, nicht die ganze Staffel am Stück durchzusuchten. Das Staffelfinale hat was von Perfektion und schafft es, dass man 40 Minuten angespannt vor dem Fernseher sitzt, bevor die Staffel dann mit mehreren Cliffhangern fulminant endet.

Ich kann die zweite Staffel kaum erwarten, und würde die Serie jedem Serien-Fan ans Herz legen.
9.5/10

Chucky – Season 1 (Syfy / USA Network)
Chucky die Serie ist die Fortsetzung der Chucky Film-Reiche. Ich habe bisher keinen einzigen Chucky Film gesehen und kenne die Figur quasi nur aus der Popkultur. Als Einstieg in die Chucky-Reihe ist die Serie semi-gut geeignet würde ich sagen. In der ersten Hälfte der 8-teiligen ersten Staffel spielt das Vorwissen noch keine große Rolle, da hier eine neue Geschichte rund um eine Gruppe von Teenagern und deren Eltern erzählt wird.

In der zweiten Hälfte der Staffel wird es dann aber wirr. Plötzlich tauchen viele Figuren aus früheren Filmen auf (was man über den Kontext einigermaßen versteht) und alles wird irgendwie abstruser. An der Stelle hat mich die Serie dann auch etwas verloren, da mir die Figuren und vor allem die Regeln der Chucky-Franchise nicht wirklich bekannt waren.

Insgesamt ist Chucky die Serie aber eine unterhaltsame Horror-Comedy. Die Darstellerleistungen sind eher mittelmäßig (wobei sich die Jungdarsteller im Laufe der Serie zum Glück etwas verbessern), aber die Serie macht trotzdem viel Spaß. Man muss aber bereit sein, hier nicht allzu viel Realismus zu erwarten (als Beispiel: es sterben quasi konstant viele emotional nahe Personen der Hauptfiguren, eine wirkliche Trauer ist bei den betroffenen Figuren aber kaum zu spüren und spielt keine wirkliche Rolle).

Die Staffel endet mit mehreren Cliffhangern, die Serie wurde aber auch bereits für eine zweite Staffel verlängert. Da mir die zweite Hälfte schon etwas weniger gefallen hat, bin ich noch etwas skeptisch hinsichtlich der nächsten Staffel. Ich hoffe man verliert sich nicht zu sehr in den wirren Geschichten der alten Figuren und findet einen sinnvollen Weg, das junge Trio vernünftig in die Geschichte einzubinden.
7/10

Man vs. Bee – Season 1 (Netflix)
Ich fand den neuen quasi Mr. Bean Nachfolger nicht so schlecht wie AlphaOrange. Die Serie ist kurzweilig, die Episoden aber mit knapp 10m schon fast zu kurz. Es wirkt teilweise so, als ob man hier einfach einen Film in 9 kurze Episoden zerstückelt hat.

Zur Geschichte gibt es nicht viel zu sagen, die Serie lebt von der Absurdität der Situation, dass ein Mann in einem fremden Haus versucht eine Biene zu töten und dabei konstant scheitert und für Chaos sorgt. Das ist die Prämisse und mehr passiert in der Staffel auch nicht. Die Familiengeschichte rund um Trevor hätte man sich meiner Meinung nach sparen können, die trägt wenig zur Serie bei und nimmt meist nur unnötig Tempo raus.

Insgesamt kann man Man vs. Bee aber schauen. Ich glaube Leute, die damals Spaß an Mr. Bean hatten, werden auch hier ein paar Lacher mitnehmen (auch wenn die Serie qualitativ nicht mit Mr. Bean mithalten kann). Ich würde übrigens empfehlen, in Folge 1 die Gerichtsszene zu überspringen, sofern man die Serie noch nicht gesehen hat. Die Szene ist zwar gut gemacht, spoilert aber schon einen Großteil der größeren Absurditäten der dann folgenden Episoden.
7/10
Benutzeravatar
von redlock
#1562866
Big Sky -- Staffel 2 (ABC)

18 Folgen; (Netto-)Laufteit jeweils knapp 43 Minuten

Zweite Runde für die dümmsten Feministinnen und feministischen Personen der westlichen Hemisphäre. Klar, jeder trifft mal dumme oder dämliche Entscheidungen. Ist halt menschlich. Aber, genau wie in Staffel 1, machen die (wichtigen) Protagonisten einfach zu viele davon. Das war hier vor allem in den ersten Zweidritteln der Staffel der Fall. So tut man der ''feministischen Sache'' und dem Thema ''starke Frauen'' überhaupt keinen Gefallen.
Das zweite große Problem dieser Staffel war, dass man viel zu lange an Figuren und Handlungssträngen drangeblieben ist, die man eigentlich schon am Ende von Staffel 1 hätte beenden müssen. Ich sag nur Ronald und dann der Zwillingsbruder des Cops. Ganz offensichtlich hatten die Schreiberlinge zuviel Gefallen an den Figuren und/oder ihren Darstellern gefunden.
So war diese Staffel streckenweise einfach nur repetitiv und ermüdend. Erst mit eintritt der Familie Bhullar wurde es wieder recht interessant.
Trotz der Schwächen bin ich bis zum Ende der Staffel drangeblieben. Warum? Naja, es war phasenweise schon leidlich unterhaltsam und die beiden Leads sind hübsches eyecandy. Außerdem, passt so ein ''semi-serial'' gut ins Programm, wenn man für echte Serials keine Zeit oder Nerven hat. Aber für eine dritte Staffel reicht das jetzt nicht mehr. Da hilft es auch nicht das ''Dean Winchester'' jetzt mitspielt.
Diese Staffel endet ohne Cliffhanger, aber mit einer Reihe offener Handlungsstränge, die man in S3 fortführen kann (oder auch nicht).

Für S2: 6/10


Supernatural -- Staffel 15 (The CW)

20 Folgen; (Netto-)Laufzeit jeweils knapp 43 Minuten

Genau wie ''Big Sky S2'' habe ich auch diese Staffel immer ''blockweise'' gesehen. (Also jeweils vier, fünf Folgen über Wochen/Monate verteilt).
Ich war nie ein Fan des Handlungsstrangs um Chuck. Ich fand den sogar ziemlich nervig. Natürlich spielt er in dieser finalen Staffel eine wichtige Rolle. Immerhin, es gibt einen befriedigen Abschluss. Außerdem, das ein oder andere Wiedersehen mit Figuren aus der langen Geschichte der Serie.
Folge 15.19 war bzw. wäre ein tolles Serienfinale gewesen. Den ''Epilog,'' Folge 15.20, hätte ich nicht gebraucht. Aber, jetzt ist er halt da, und so endet die Serie dann.

Es waren 15 Jahre/Staffeln. Sehr beachtlich. Die letzten drei, vier Staffeln war es allerdings schon was anstrengend. Das ich dennoch dran geblieben bin, spricht für die Serie.

Für S15: 6,5/10


Star Trek: Strange New Worlds -- Staffel 1 (Paramount+)

10 Folgen; unterschiedliche Länge

Die erste Staffel ist noch etwas ''ruckelig.'' Aber schon in der ersten Staffel eine deutliche Verbesserung gegen über den beiden anderen New Trek Serien. Hier war es unterhaltsam und das Zusehen hat durchgehend Spaß gemacht.
Wie schon anderswo hier erwähnt, leidet die Serie bzw. Staffel daran, dass es nur 10 Folgen gab. Es gibt viel Potential bei den Figuren. Was hätte man nur bei 20 oder 26 Folgen draus machen können. Seufz. Klar, es gibt eine zweite Staffel, aber einiges kam jetzt einfach zu kurz z.B. Una.
''Stefan Salvatore'' (konnte ich mir nicht verkneifen) als James T. Kirk ist gewöhnungsbedürftig. War aber gar nicht so übel.
Freue mich auf S2.

Für S1: 7,5/10
Benutzeravatar
von LittleQ
#1562904
Stranger Things - Season 4 ( Netflix)

Der erste Teil war okay, die letzten beiden Folgen in Filmlänge dann eher solala. Netflix cancelt doch sonst jede coole Idee schon nach einer Staffel weg. Hier scheint man aber so bock drauf zu haben, dass man irgendwie nicht genug bekommt. Meiner Meinung nach hätte das schon nach Staffel 3 ein gutes Ende gefunden. Season 4 führt zwar auch die Mythologie weiter, was ich ziemlich cool finde, da das Ganze ein bisschen Hintergrundstory bekommt, aber ein bisschen verliert die Serie schon an Reiz.
Die ganze Russland-Story hat mich gar nicht angekeckt und auch vieles, was die ursprüngliche Gruppe betrifft, war nicht so mein Fall. Ich kann aber verstehen, dass Leute das noch feiern, da ST immer noch gute Unterhaltung bietet, aber mein Geschmack trifft das dennoch nicht mehr zu 100%.

6,5/10

Resident Evil - Season 1 (Netflix)

Ich kenne die Videospiele nicht, fand auch die Filme nicht so toll und die Season habe ich auch nicht gebraucht. Erstaunlicherweise fand ich die Staffel nach all dem shitstorm aber gar nicht so schlecht. Die wokeness hält sich in Grenzen und mir gefallen die SchauspielerInnen auch echt gut.
Die zweigeteilte Story war aber trotz allem doch sehr lame und auch hatte die Staffel null Horror feeling. Da ich aber nicht vorbelastet war, waren meine Erwartungen wohl nicht so fehl justiert, sodass ich das in einem Rutsch wegschauen konnte. Eine zweite Staffel tue ich mir aber nicht an.

5/10
Zuletzt geändert von LittleQ am Sa 16. Jul 2022, 20:07, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
von AlphaOrange
#1562908
Star Trek - Strange New Worlds

Eine angenehme Überraschung nach Disco, das auch nach vier Staffeln noch dilettantisch versucht, das totale Mess aufzuräumen, mit dem es gestartet ist, und Picard, das ich leider nur als absolutes Trainwreck bezeichnen kann. SNW trägt den Spirit von Star Trek in sich, den Entdeckergeist, den Humor, den Fokus auf seine Figuren und den spürbaren Respekt vor der Welt und dem, was die frühen Serien aufgebaut haben. Kann man in die Klassik-Ära gehen, den distinkten Look von Star Trek erhalten, die quietschigen Uniformen, das grelle Rot der Sets, die klobige Requisite - und trotzdem modern wirken? Bei Disco war damals die Antwort "das probieren wir gar nicht erst". SNW zeigt: funktioniert prächtig. SNW sieht weder genauso aus wie die Klassikserie, noch würde man eine gänzlich neue SciFi-Serie jemals so designen. Stattdessen bewegt es sich in einer bizarren gestalterischen Zwischenwelt pendelnd zwischen hundert Jahren alten Visuals und postmodernem Materialdesign. Aber alles passt zusammen und sieht vertraut aus. Meinen höchsten Respekt vor Set, Requisite und Kostüm!
Auch inhaltlich verbeugt man sich lieber einmal mehr vor den alten Serien als dem Zwang zu verfallen, alles neu zu machen. Manchmal ist das Hit & Miss. Wo man mit den Romulanern den sweet Spot zwischen Klassik, TNG und modernem Design findet, sind die Gorn völlig missraten.
Die Stärke von SNW ist sind sein Cast und seine Figuren. Anson Mount hat Spielfreude für drei und katapultiert Captain Pike direkt in die Topriege der besten Trek-Captains. Ethan Peck mimt Spock dermaßen stilsicher wie niemand anders seit Leonard Nimoy (und das obwohl Pecks Spock in Disco S2 richtig übel war). Chapel ist eine sehr lose Neuinterpretation der klassischen Rolle nun als female power Energiebündel, aber Jess Bush füllt die Rolle so mit Leben, dass das völlig egal ist. Einzig Una und Ortegas gehen völlig unter.
Denn das Problem von SNW ist: Es wirkt, als habe man eine der klassischen 26-Folgen-Staffeln genommen und dann auf die 10 Highlight-Folgen reduziert. Es fehlt einfach Zeit. Für das Grundsätzliche, für die Etablierung all dieser Figuren. Das Schicksal des einen oder anderen Charakters lässt einen dann doch eher kalt, weil die Serie es versäumt, ihn dem Publikum wirklich näher zu bringen. Anson Mount bügelt mit Talent weg, dass wir seinen Captain Pike unterwegs als absurden Verhandler in einer Comedy-Folge, als Pirat und als Hofnarr kennenlernen, aber bei den anderen Figuren hinterlässt es Leerstellen, dass die Serie zu oft Richtung "special episodes" geht statt sauber zu etablieren, wie das alles denn "unspecial" aussieht.
Wenn ich mir hier eines wünschen dürfte: 16 Episoden pro Staffel. Sieht leider nicht danach aus, die Strategie von P+ scheint 4x10 Folgen Star Trek im Jahr zu sein.

8 / 10
#1562919
Ich hatte es schon im Episodenthread geschrieben: Fing erstaunlich stark an, ließ nach Folge 3 wieder stark nach, zwischendurch gab es ein, zwei Episoden, die so lächerlich waren, dass ich sie nicht zuende gucken konnte und die mich teils an die Rumpelstilzchenfolge aus DS9 erinnerten (fast die ganze Crew hält sich plötzlich für Märchenfiguren). Gegen Ende wurde es dann wieder besser und das Finale war sogar ziemlich interessant, wenn auch mit Logiklöchern. Im Vergleich zu den anderen aktuellen Trekserien gut anguckbar, aber insgesamt eher auf dem Niveau der ersten Staffeln von TGN oder DS9, die jeweils auch noch nicht so dolle waren. Wenn sie deren Entwicklungen folgt, könnte die Serie ab Staffel 3 aber richtig gut werden. ;)

Gebe mal 6,5/10
#1562920
Medienjunkie hat geschrieben: Sa 16. Jul 2022, 21:16aber insgesamt eher auf dem Niveau der ersten Staffeln von TGN oder DS9, die jeweils auch noch nicht so dolle waren.
Never ever. Ich hab die erste TNG-Staffel dieses Jahr nochmal gesehen, das ist einfach nur ganz fürchterliches Fernsehen.
Benutzeravatar
von redlock
#1562921
Es wurde mal Zeit zwei schon etwas ältere Staffeln endlich anzuschauen (und ein paar weitere Serien endgültig von der Nachhohlliste zu streichen).
Hab mich beim Nachhohlen für zwei Agenten-/Spionage-/Verschwörungsthriller entschieden, deren Staffeln nicht all zuviele Episoden haben.
Zwei Serien, gleiches Genre, aber völlig anders im Stil.

Jack Ryan -- Staffel 2 (Amazon)

8 Folgen; Laufzeit zwischen 41 und 58 Minuten

Das hier ist klassischer ''US Stil'' einer Agenten-/Spionage-/Verschwörungsthriller Serie. Rasant und spannend. Atemlos geht es durch die Handlung. Raketenstarts von einem Schiff im Südchinesischen Meer, seltsame Schiffsbewegungen, die in Venezuela enden, Privatarmeen, schmierige Geschäftsleute, eiskalte Killer, korrupte und skrupellose Politiker und unser Held mittendrin. Das war wirklich sehr unterhaltsam. Dass Jacks Freundin aus Staffel 1 sang- und klanglos weg ist, hat mich nicht gestört. Eher schon, dass eine deutsche BND Agentin von einer Schwedin gespielt wird, die kein Deutsch kann. Die go-to-girls für eine solche Rolle in einer englischsprachigen Serie -- Nina Hoss und Christiane Paul -- waren wohl anderweitig beschäftigt.
Wie Theologe in seiner Review damals schon (sinngemäß) sagte, das Ende der Geschichte ist jedoch total gaga. Dennoch für S2: 7,5/10 und bei S3 bin ich wieder dabei.


Secret City -- Staffel 2 (Foxtel, Australien; International Netflix)

6 Folgen; Laufzeit zwischen 47 und 53 Minuten

Das hier ist klassischer ''britischer Stil'' einer Agenten-/Spionage-/Verschwörungsthriller Serie.
Die Staffel ist mit bekannten Schauspielern aus Australien besetzt.
Die Handlung setzt etwas mehr als zwei Jahre nach dem Ende von Staffel 1 an (und spielt ca. 2018). Unsere Heldin (Anna Torv) versucht nach ihrem Gefängnisaufenthalt wieder im ''normalen'' Leben Fuss zu fassen. Landet aber ziemlich schnell wieder in einer dicken fetten Verschwörung, nachdem eine Familie in einem Vorort durch eine ''Gasexplosion'' ums Leben kommt.
Natürlich kann unsere Heldin das Rumschnüffeln nicht sein lassen und ist schnell mittendrin. Afghanistan, Pakistan, Drohnenkrieg, australische Soldaten in Gefangenschaft bei Terrororganisationen, CIA, US Techkonzerne, Sensationsjournalisten, Politiker und Politikerinnen, die ihre eigene Agenda haben, dazu die australischen Geheimdienste und das Militär.
Wem kann man trauen? Wer verbirgt und/oder vertuscht was? Wie viel kann man an die Öffentlichkeit bringen ohne im Knast zu landen? Wie schon gesagt, die Staffel (Serie) steht in der Tradition britischer Serien des Genres. Ich fand es spannend und fesselnd. Die Auflösung ''passt.'' Die Staffel ist in sich abgeschlossen. (Eine S3 gibt es nicht). Unterm Strich nicht ganz so gut wie Staffel 1. Aber 7,5/10 für S2 sind allemal drin.
Benutzeravatar
von AlphaOrange
#1562932
Zur Abwechslung mal was von etwas länger her:

Manifest S1
Zu Beginn zwei, drei Case of the Week (oder "Calling of the Week") Folgen, dann zieht die Serie schnell stark an und lässt sich von seinen Serial Plots ziehen. Gefiel mir eigentlich ziemlich gut. Im letzten Staffeldrittel dann stark nachlassend, als hätte da nachträglich jemand Dinge reingeflanscht. Gab's da eine Back-3-Order?
Die spät eingeführte Antagonistin finde ich unglaublich stereotyp und außerdem driftet die Serie plötzlich sehr massiv in die Fantasy-Region ab, nachdem man sich zuvor immer noch recht ernst im Fringe Science Bereich verortet hatte.
Und war das nicht die Serie, die versprach, kein zweites Lost zu werden, sondern ihre größten Fragen nach S1 geklärt zu haben? Das kann ich jetzt so nicht unterschreiben. Vielleicht verwechsel ich's aber auch.
7 / 10
Benutzeravatar
von redlock
#1562976
The Old Man -- Staffel 1 (FX)

7 Folgen; (Netto-)Laufzeit zwischen 48 und 65 Minuten

Sehr dialoglastiger, aber dennoch spannender, fesselnder und packender Agententhriller mit kurzen, aber heftigen Gewaltausbrüchen. Drei Figuren stehen im Zentrum der ''Jetzt'' Handlung. Zwei alte, weiße Männer(!) gespielt von Jeff Bridges und John Lithgow. Beide spielen alte Haudegen der CIA. Dazu eine junge FBI Agentin, die beide als ihre Tochter betrachten. Eine zweite Handlungsebene spielt Mitte der 1980ziger im von den Sowjets besetzen Afghanistan. Da spielt eine junge Afghanin eine zentrale Rolle.
Die Darstellerleistungen von Bridges und Lithgow sind erstklassig. Die vielen, langen Dialoge geben ihnen viel ''Futter und Material'' und sie machen was draus. Alia Shawkat (die Tochter) und Amy Brenneman (wichtige Nebenrolle) halten mit.
Die Staffel, die sehr ''binge tauglich'' ist, hat mich sehr gut unterhalten. Es hat Spaß gemacht zu sehen, was da wieso und warum abgeht, und wer welche Geheimnisse hat.
Was mich aber furchtbar aufgeregt und geärgert hat: Ja, es gibt eine Erklärung für die Geschehnisse. Aber die Staffel endet dennoch sehr offen, fast abrupt. Als wäre eine ursprünglich acht- oder zehnteilige Staffel plötzlich nach sieben Folgen zu Ende. Am Schluss von #107 hätte stehen müssen: ''Fortsetzung folgt.'' Gut, eine zweite Staffel ist bestellt. Hätte ich aber vorher gewußt, wie S1 endet, hätte ich nicht damit angefangen, sondern auf S2 gewartet und es dann in einem Rutsch gesehen. Ich bin echt sauer.

Für S1: 8/10
Benutzeravatar
von AlphaOrange
#1563025
AlphaOrange hat geschrieben: Mo 20. Jun 2022, 22:16 The Wilds S2
...
An eine dritte Staffel glaub ich nicht. Prime hat das damals als absolute Prestige-Serie mit riesiger Werbekampagne begleitet und frühzeitig verlängert, aber dann hat das Ding einfach null Buzz gehabt. Denke eher, man hat sich die Pfoten verbrannt und kehrt die Serie nun still und heimlich unter den Teppich.
Damit lag ich offenbar sehr richtig.
Spektakulär vergeigt.
Benutzeravatar
von Wolfsgesicht
#1563033
AlphaOrange hat geschrieben: Sa 30. Jul 2022, 01:26
AlphaOrange hat geschrieben: Mo 20. Jun 2022, 22:16 The Wilds S2
...
An eine dritte Staffel glaub ich nicht. Prime hat das damals als absolute Prestige-Serie mit riesiger Werbekampagne begleitet und frühzeitig verlängert, aber dann hat das Ding einfach null Buzz gehabt. Denke eher, man hat sich die Pfoten verbrannt und kehrt die Serie nun still und heimlich unter den Teppich.
Damit lag ich offenbar sehr richtig.
Spektakulär vergeigt.
Muss auch sagen hab Staffel 1 durchaus gemocht, aber fühle mich durch den Stoff quasi gezwungen vor Staffel 2 die Erste nochmal zu sehen - und da fehlt mir für 16 oder 20 Folgen einfach der Elan. 😅
  • 1
  • 73
  • 74
  • 75
  • 76
  • 77