US-Fernsehen (inklusive Season- und Pilot-Reviews), britisches Fernsehen etc.
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von Neo
#1548077
str1keteam hat geschrieben: So 26. Jul 2020, 23:55
Neo hat geschrieben: So 26. Jul 2020, 01:38 Sløborn (ZDFneo) 5/10 Punkten
Nach diesem oberflächlichen Ersteindruck schien mir aber Arctic Circle als der interessantere nordeuropäische Virenthriller mit Öffi-Kohle und deutschem Hauptdarsteller. (Auf der Young Adult Genre-Schiene haben Dark, Tales From the Loop, The Rain und Walking Dead: World Beyond die Nase auf der Liste vorn. )
Hm, interessant dass ich da keinen Vergleich zu The Rain zog. Mal davon abgesehen, dass die Serien in verschiedenen Phasen spielen, finde ich die ähnlich gut und einige Parallelen ließen sich da auch ziehen. Keine Ahnung, ob Sløborn abgeschlossen ist - ich wills mal hoffen, denn das Ende passt so ganz gut und weiterschauen würde ich wohl eher nicht -, aber das wäre im Vergleich zumindest für mich der große Pluspunkt. Bei The Rain kam ich nicht über die erste Staffel hinaus, obwohl ich die Serie einen Tick besser finde.

str1ke hat geschrieben:Das ein Outbreak-Thriller hier und da Spannung über Logik stellt, würde mich nicht großartig stören (zumal man für Maskenverweigerer ja nicht mal bis Trump oder Bolsonaro schauen muss :grin: ), aber beim reinzappen in die ersten Folgen, sah mir das mehr nach Teeniesoap mit Outbreak als Aufhänger als einem Pandemiethriller mit ein paar Teenprotagonisten im Ensemble aus. Hab aber wirklich nur extrem kurz und stummgeschaltet an ein paar Stellen gelinst.
Wenn die Serie sich nur ausführlich Zeit nimmt, um erst die Charaktere vorzustellen und die Ordnung als Slow Burn zusammenfallen zu lassen, wäre das sogar positiv, denn die meisten Serien des Genres überspringen diese Phase ja und sind schon bei Folge 2 in apokalyptisch anmutendem Terrain.
Glaub mir, diese Art von Logikverweigerung kann man nicht verknusen. Das waren schon krasse Schnitzer und ich lasse auch gerne vieles unter den Tisch fallen. Aber da stehen dann bspw. alle auf ner Beerdigung rum und ein einziger ohne Mundschutz (die wurden zuvor in der Szene aber an jeden einzelnen verteilt), der weder Verschwörungsideologe noch irgendwie geistig beeinträchtigt ist, und es sagt auch nicht eine Person auch nur irgendwas. Später beim Leichenschmaus dann das gleiche Spiel. War nun auch nicht so, dass die Figur in den Szenen große Sprechrollen hatte (zumal die, die welche hatten, dann auch immer den Mundschutz runterzogen) oder das Mimenspiel von großer Bedeutung war.
Zeit hat man sich beim Erzählen und Einleiten der Protagonisten definitiv genommen. Erst zur Hälfte gehts dann richtig los.
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von str1keteam
#1548097
Neo hat geschrieben: Mo 27. Jul 2020, 07:24 Keine Ahnung, ob Sløborn abgeschlossen ist - ich wills mal hoffen, denn das Ende passt so ganz gut und weiterschauen würde ich wohl eher nicht -, aber das wäre im Vergleich zumindest für mich der große Pluspunkt. Bei The Rain kam ich nicht über die erste Staffel hinaus, obwohl ich die Serie einen Tick besser finde.
The Rain habe ich wie gesagt auch noch nicht begonnen, aber wenn du überhaupt eine der beiden Serien bis zum Finale sehen willst, dürfte der Weg bei The Rain kürzer sein. Während das ja übernächste Woche mit der dritten Staffel nach insgesamt nur 20 Episoden beendet wird, ist Sloborn laut Wikipedia auf 4 Staffeln (a 8 Folgen) ausgelegt. Entweder läuft es also deutlich länger oder endet nicht wie von Til Schweigers Lieblingsregisseur geplant. >:)


Defending Jacob (Apple +)
Rundum gelungene Miniserie, die stilistisch und inhaltlich durchwegs auf bekannten Pfaden des serialisierten Prestige-Crimedramas wandelt und nur durch den jungen Hauptverdächtigen über ein kleines Alleinstellungsmerkmal verfügt, aber es hat seinen Grund, dass diese Welle weltweit nicht abebbt. Wenn es handwerklich so hochwertig umgesetzt und mit einem starken Cast bestückt ist, funktioniert es im Gegensatz zu spezielleren Genres immer wieder. Vor allem in den Varianten, in denen der Fokus darauf liegt, welche Auswirkungen der Fall auf den Mikrokosmos hat. In diesem Fall der langsame Zusammenbruch der heilen Welt einer Upperclass US-Familie. Im Gegensatz zu vielen anderen Genrevettern dieser Bauart kann Defending Jacob aber auch mit den klassischen Whodunnit und Whydunnit Aspekten überzeugen. Ob die komplette Landung sauber war, lässt Raum für Diskussionen, aber mich konnte sie bis zum letzten Moment überzeugen und ich hoffe sehr, dass man sich keine unnötige zweite Staffel aus dem Arsch zaubert. Chris Evans liefert eine der besten Leistungen seiner Karriere ab und beweist, dass er auch ohne rot-weiß-blaues Schild den Leading Man geben kann, wird imho aber von Michelle Dockery und Jaeden "Stotter-Bill" Martell sogar noch übertroffen. 8/10


The Outsider (HBO) Staffel 1
Wie schon David E. Kelley bei der kriminell unterschätzten Serienumsetzung der inhaltlich verwandten Mr. Mercedes-Trilogie gelingt es auch Richard Price die besten Elemente aus einer Vorlage, die ich im unteren Drittel in Stephen Kings Gesamtwerk einordnen würde, herauszufiltern und mit sinnvollen und tonal passenden Ergänzungen zu einem Premiumdrama aufzuwerten.
The Outsider ist somit auch ein gutes Beispiel, warum King in Hollywood nie aus der Mode kommt, auch wenn die genreprägenden Kracher nicht mehr mit der Regelmäßigkeit der koksseligen 80-er aus der Feder gleiten. Selbst die schwächeren Werke haben nicht nur eine interessantere Prämisse, sondern auch eine Reihe von einprägsamen Charakteren und Szenen, die schon auf dem Papier so lebendig sind, dass sie nur noch darauf warten, abgefilmt zu werden. Die stärksten Momente der HBO-Serie stammen dann auch fast 1:1 aus der Vorlage (insbesondere Folge 1-2 zählen zu den getreuesten King-Umsetzungen) und während beide Holly Gibneys der Serienwelt das Kunststück schaffen, die auf dem Papier nervige Mary Sue zu einem Charakter zu formen, der mehr ist als eine Ansammlung von Ticks, ist ihre Existenz letztlich doch Kings Schöpfungskraft zu verdanken.

Cynthia Erivo, die hier Holly gibt, hat wohl als einziges Castmitglied eine reelle Chance auf eine Emmy-Nominierung, weil die Rolle dankbarer ist und sie zur Zeit auf einer Welle schwimmt, aber die schauspielerisch stärksten Momente gehören Ben Mendelsohn, der hier endlich mal den zentralen Good Guy spielen darf. Eine zweite Staffel der "Miniserie" ist zwar noch nicht offiziell bestellt, aber angesichts der starken Quoten dürfte das nur an Formalitäten liegen. Wie z.B., ob man die Holly Gibney Geschichte aus Kings diesjähriger Novellensammlung "If it Bleeds" als Basis verwendet oder mit einer komplett eigenen Story fortfährt. 8,5/10

Watchmen (HBO)
Der rare Fall, in dem der Hype verdient ist. Das Watchmen den Emmy als beste Miniserie gewinnen wird und bei Kritikern aus dem Kultghetto ausgebrochen ist, liegt zu einem guten Teil an der Verknüpfung zum weitgehend vergessenen Massaker von Tulsa und der Aktualität des Rassismus-Themas. Watchmen ist aber keiner dieser didaktischen Zeitgeist-Profiteure, der schon nach wenigen Jahren angestaubt wirkt, sondern eine Serie, die qualitativ auf allen Zylindern zündet.

Das ich Alan Moores Graphic Novel als besten Comic aller Zeiten verehre und Zack Snyders Kinoverfilmung meine Rangliste der Superheldenfilme anführt, war hierbei kein Vorteil für die Serie, sondern hat es ihr sogar noch erschwert, bei mir zu punkten. Damon Lindelofs Watchmen ist inhaltlich schließlich alles andere als werkgetreu und lässt die meisten klassischen Charaktere zu Gunsten von Eigenkreationen links liegen und schreckt auch nicht vorm Umschreiben von Kanon zurück. Letztlich strotzt diese Quasi-Fortsetzung aber genau so unwiderstehlich vor Ambition und Ideen und mixt seinen eigenen faszinierenden Cocktail aus Genre-Dekonstruktion und alternativer Historie, der durch vielschichtige Charaktere (auch wenn keine der Originalfiguren mit Moores Schöpfungen mithalten kann) und die Echos realer Tragödie auch emotionale Tiefschläge landen kann. Der Gesamteindruck wird evtl. etwas dadurch nach oben verfälscht, dass sich unter den 9 Folgen 2-3 der besten Episoden der gesamten TV-Geschichte befinden. Allesamt im Kern abgeschlossene Charakterepisoden, die vielen anderen Showrunnern als Musterbeispiel dafür dienen sollten, dass sich hohe Serialisierung und Einzelepisoden mit klaren Charakterreisen und Spannungsbögen nicht ausschließen. 9,5/10 (mit Tendenz zur 10/10, weil sie mir auch nach Monaten noch im Hinterkopf rumschwirrt.)
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von little_big_man
#1548098
str1keteam hat geschrieben: Mo 27. Jul 2020, 21:37Watchmen (HBO)
Der rare Fall, in dem der Hype verdient ist. Das Watchmen den Emmy als beste Miniserie gewinnen wird und bei Kritikern aus dem Kultghetto ausgebrochen ist, liegt zu einem guten Teil an der Verknüpfung zum weitgehend vergessenen Massaker von Tulsa und der Aktualität des Rassismus-Themas. Watchmen ist aber keiner dieser didaktischen Zeitgeist-Profiteure, der schon nach wenigen Jahren angestaubt wirkt, sondern eine Serie, die qualitativ auf allen Zylindern zündet.

Das ich Alan Moores Graphic Novel als besten Comic aller Zeiten verehre und Zack Snyders Kinoverfilmung meine Rangliste der Superheldenfilme anführt, war hierbei kein Vorteil für die Serie, sondern hat es ihr sogar noch erschwert, bei mir zu punkten. Damon Lindelofs Watchmen ist inhaltlich schließlich alles andere als werkgetreu und lässt die meisten klassischen Charaktere zu Gunsten von Eigenkreationen links liegen und schreckt auch nicht vorm Umschreiben von Kanon zurück. Letztlich strotzt diese Quasi-Fortsetzung aber genau so unwiderstehlich vor Ambition und Ideen und mixt seinen eigenen faszinierenden Cocktail aus Genre-Dekonstruktion und alternativer Historie, der durch vielschichtige Charaktere (auch wenn keine der Originalfiguren mit Moores Schöpfungen mithalten kann) und die Echos realer Tragödie auch emotionale Tiefschläge landen kann. Der Gesamteindruck wird evtl. etwas dadurch nach oben verfälscht, dass sich unter den 9 Folgen 2-3 der besten Episoden der gesamten TV-Geschichte befinden. Allesamt im Kern abgeschlossene Charakterepisoden, die vielen anderen Showrunnern als Musterbeispiel dafür dienen sollten, dass sich hohe Serialisierung und Einzelepisoden mit klaren Charakterreisen und Spannungsbögen nicht ausschließen. 9,5/10 (mit Tendenz zur 10/10, weil sie mir auch nach Monaten noch im Hinterkopf rumschwirrt.)
Das klingt ja sehr vielversprechend. Ich hatte Watchmen zwar sowieso schon auf meiner Liste, aber eher weiter unten und nicht als Must-See. Das muss ich dann also mental etwas nach oben korrigieren... ;)

Wie ist das jetzt eigentlich mit Serie vs. Miniserie? Wie ich das verstanden habe, dachte HBO sie hätten eine fortlaufende Serie bestellt aber Lindelof hat es als Miniserie gesehen? Oder wie genau ging diese Diskussion über Fortsetzung oder nicht? Um Spoiler zu verhindern habe ich das jeweils nur etwas überflogen...
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von str1keteam
#1548100
little_big_man hat geschrieben: Mo 27. Jul 2020, 22:32
Das klingt ja sehr vielversprechend. Ich hatte Watchmen zwar sowieso schon auf meiner Liste, aber eher weiter unten und nicht als Must-See. Das muss ich dann also mental etwas nach oben korrigieren... ;)
Auf der Liste gehört es natürlich nach weit oben, aber bei der Erwartungshaltung ist weniger immer besser. :')

Auf jeden Fall solltest du (nicht allzu lange) vorher entweder die Graphic Novel gelesen oder wenigstens den Ultimate Cut des Kinofilmes gesehen haben. Ich habe letzteren nach der ersten Folge erneut gesichtet, weil es doch schon ein paar Jahre her war und ich gemerkt habe, dass mir ein paar Details fehlen, um alle Anspielungen der Serie in Gänze würdigen zu können.

Der Ultimate Cut ist so werkgetreu, dass das als Auffrischung für Watchmen-Veteranen reicht, aber es gibt am Ende eine große Abweichung, deren Auswirkungen in der Serie eine zentrale Rolle spielen. Die Graphic Novel ist Pflichtlektüre und hat insgesamt noch sehr viel mehr als der kongeniale Film zu bieten, so dass ich nicht dazu raten kann, im Notfall einfach im Internet über die Unterschiede nachzulesen, aber es sei erwähnt, dass die Serie sich ausschließlich auf den Comic bezieht. Der Film bringt dir die Charaktere und die Welt ausreichend nahe und lässt dich selbst die meisten wichtigen Easter Eggs verstehen, aber durch das andere Ende bist du nicht auf Stand 1 Minute vor dem Serienpiloten.
Wie ist das jetzt eigentlich mit Serie vs. Miniserie? Wie ich das verstanden habe, dachte HBO sie hätten eine fortlaufende Serie bestellt aber Lindelof hat es als Miniserie gesehen? Oder wie genau ging diese Diskussion über Fortsetzung oder nicht? Um Spoiler zu verhindern habe ich das jeweils nur etwas überflogen...
Passt im Prinzip schon so. Lindelof lässt sich auch bis heute noch ein Hintertürchen offen, indem er sagt, dass er eine Rückkehr ins Watchmen-Universum nicht kategorisch ausschließt, aber eben nur mit einer ebenbürtigen Idee, die aktuell nicht absehbar ist.

Eine Fortsetzung oder wahrscheinlicher eine Umwandlung in eine Anthologie mit abgeschlossenen Staffeln im selben Universum (a la Castle Rock) von anderen Showrunnern ist hingegen weiterhin möglich. Dagegen spricht nur die Erwartungshaltung, die so enorm ist, dass ein Nachfolger fast nur verlieren kann, denn wenn man da nicht wieder einen ähnlich starken Unterbau findet, kannst du darauf wetten, dass das von Kritikern eine ähnliche Reaktion erhält wie einst True Detective Staffel 2.
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von AlphaOrange
#1548127
How to Sell Drugs Online (Fast) S2 (Netflix)
Kann mich leider nur in den Reigen der kritischen Kritiker der zweiten Staffel einreihen. Das war leider keine würdige Fortsetzung der ersten Staffel. Nur bei der Kritik an mangelnden Cameos stimme ich nicht zu. Fand Jonathan Frakes in Staffel 1 einen viel zu starken Bruch.
Staffel 2 scheitert an mangelnder Konsequenz und am Hauptcharakter. Moritz ist kein von äußeren Umständen auf die schiefe Bahn getriebener mehr. Er ist gierig, egoistisch, feige, verlogen und herablassend. Er hat die Möglichkeit, auszusteigen und entscheidet sich aus reinem Eigennutz für die dicke Kohle. Im Kontrast dazu weiter der Moritz aus der Zukunft, der die Geschichte mit einer Verve und ohne Schuldbewusstsein kommentiert, als fände er das alles eigentlich auch rückblickend noch ziemlich geil. Ein fieses Gemisch, was ihn weder zu einem tauglichen Pro- noch Antagonisten macht und die Sympathien klar auf die anderen Figuren rückt.
Zum anderen Punkt: die Ereignisse aus dem S1-Finale werden nebenher rückabgewickelt und damit die Handlung leider massiv ausgebremst. Das "same again"-Problem, das so einige erfolgreiche Netflix-Serien haben (i look at you, Stranger Things!).
Ansonsten weiterhin gut und frisch produziert, definitiv ein vorzeigbares deutsche Produkt. Verschenktes Potential halt.
6 / 10
von Johnny
#1548180
Normal People (Hulu/BBC): 10/10
Ganz dicke Empfehlung für alle, die ruhige, intime Liebesgeschichten mögen. Diese irische Serie begeistert mit unglaublich intensiven und authentischen Dialogen, herausragenden Darstellern und einer unfassbar ästhetischen Regie. Fand die erste Hälfte schon enorm stark und in der zweiten Hälfte wird es dann noch emotionaler und berührender. Besonders Edgar-Jones und Mescal haben mich absolut umgehauen.
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von redlock
#1548443
The Magicians -- Staffel 5 (Syfy)

Qualitätsmäßig schließt die fünfte Staffel nahtlos an Staffel 4 an. Die Handlungsstänge sind jedoch neu, aber ohne die Vorgeschichte und (Neben-)Figuren zu vergessen. In S5 treffen wir somit ein paar Figuren aus früheren Staffeln wieder.
Die Staffel gliedert sich in zwei Teile. Die erste Hälfte dreht sich um ''Probleme'' die unsere Helden und Heldinnen auf der Erde lösen müssen; die zweite Hälfte um Probleme in Fillory.
Es war spanned, packend, fantasievoll, mit hübschen Drehs und hin und wieder echt amüsant. Kaum zu glauben, dass die Serie bei Syfy lief.
Die letzte Folge funktioniert wunderbar als Staffelfinale. Die Haupthandlungsstänge von S5 werden aufgelöst. Mit dem Ende als Serienfinale habe ich allerdings so meine Probleme. Für meinen Geschmack hat man am Schluß drei neue Handlungsstränge zu deutlich eröffnet, die nun nicht mehr weiterverfolgt werden können. Haben die Macher tatsächlich damit gerechnet, dass es doch eine S6 geben wird? Dennoch sollte dies niemanden davon abhalten, diese Fantasyserie zu sehen. Dafür sind S2 bis S5 einfach zu gut.


Für S5: 8,5/10


Miss Fisher's Modern Murder Mysteries -- Staffel 1 (One, Deutschland; Seven Network, Australien)

4 Mordfälle, erzählt in acht Folgen à 42 Minuten Nettolaufzeit; also jeder Fall als Dopplefolge (oder 84 minütiger TV Film, wenn zusammengepappt).

Solide Krimiserie die in Melbourne des Jahres 1964 spielt. Die Serie hat aber einfach nicht den Charme, den die ''Mutterserie'' (die in Melbourne Ende der 1920ziger spielt) und Essie Davis haben. Der weiblichen Hauptdarstellerin kann man aber keinen Vorwurf machen. Es ''klickt'' einfach nicht so gut.


Für S1: 6/10

Staffel 2 wurde übrigens vor ein paar Tagen in Auftrag gegeben. Acht Fälle in acht Folgen (also keine Doppelfolgen mehr).


Normal People -- Staffel 1 (BBC Three/Hulu)

Als die Serie (12 Folgen, ca. 22 bis 30 Min. Nettolaufzeit) im April raus kam, hatte ich das zwar mitbekommen, aber eigentlich nicht wirklich auf dem Radar. Erst als Johnny der ersten Staffel neulich eine 10/10 gab wurde ich wieder darauf aufmerksam. Als dann auch noch kurz danach meine lokale Postille einen hochlobenden ausführlichen Bericht über die Serie hatte, kam ''Normal People'' ganz nach vorne auf meine Sehliste. (Ich bin ehrlich, auch die Laufzeit der Eps hat dabei sehr geholfen).

Tja, was soll ich sagen. Die Geschcihte von Marianne und Connell hat auch mich voll gepackt und eingefangen. Die ersten drei Eps spielen im letzen Jahr an der High School, die restlichen neun Folgen die nächsten etwa 2 (oder 3) Jahre an einer irischen Elite Uni in Dublin.
Im Grunde ist das ein Teenager-Melodrama um ein Pärchen, das zusammengehört, es sich aber verdammt schwer macht. Das Mädel ist halt ''high maintance.''
Ich will nicht mehr verraten. Drei Sachen sollten jedoch erwähnt werden. --Die beiden Hauptdarsteller sind wirklich, wirklich gut. Vor allem Daisy Edger-Jones liefert eine sehr starke Leistung ab (von der wird man wohl noch sehr viel hören).
--Zweitens, die Serie setzt so oft (extreme) Nahaufnahmen als Stilmittel ein, dass es selbst mir aufgefallen ist.
--Drittens, für eine Serie aus 2019/2020 ist sie überraschend freizügig.

Alles in allem, eine der Serien des Jahres 2020, die man gesehen haben sollte. (Laut dem Autor des Zeitungsartikels gehört das Buch, auf dem die Serie beruht, ebenfalls in die Kategorie ''sollte man gelesen haben,'' selbst wenn man die Serie schon kennt, da man Film und Buch als eigenständig sehen sollte).


Für S1: 8,5/10 (wegen einer Episode, die mir einfach nicht gefallen hat gibt’s keine 9/10, die lange drin waren)
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von LittleQ
#1548547
Warrior Nun Season 1 - (Netflix)

Handelt von einem jungen Mädchen (Ava), welcher in einem Kloster notgedrungen ein Heiligenschein eingepflanzt wird, damit sie als neue Auserwählte gegen das Böse kämpft.
Das Ganze ist ein bisschen weniger Buffy als es sich anhört, da zwar auch Gegen Dämonen gekämpft wird, Ava jedoch vernehmlich versucht sich selbst zu finden und dabei zwischen der Kirche, Freund und Feind hin und her pendelt.

Einige Stellen wirken ein bisschen langweilig, aber ich fands unterhaltsam. Mir sind die Nonnen super sympathisch geworden und einige Figuren entpuppen sich als tiefgründer als zu Anfang gedacht.
Ist jetzt bestimmt keine Ultra-Superserie, aber auf jeden Fall lohnen sich die 10 Folgen ungemein.

7/10
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von LittleQ
#1548568
Umbrella Academy - Netflix Season 2

Umbrella ist zusammen mit Titans und der Doom Patrol so ziemlich meine lieblings Superheldenserie. Ich mag dieses Unkonventionelle sehr gerne. Auch in Staffel 2 funktioniert das (noch) sehr gut, auch wenn die Serie schon erste Ermüdungserscheinungen gezeigt hat. So wirkte das Wiedersehen mit der Kommission wie ein warmer Aufguss. Nr. 5 nahm mir dahingehend ein bisschen zu viel Zeit ein. In Season 1 hat man diese ganze Weltuntergangsgeschichte mit Nr.5 auch untergebracht und hatte gefühlt mehr Zeit für alle anderen Figuren.

Dennoch war es wieder gut gemacht. Die 10 Folgen kann man sich in einem Rutsch ansehen. Der Humor ein bisschen skuril, die Stories schräg und sicherlich auch mal makaber. Aber so mag ich es und freue mich auf noch eine Staffel. Ich denke, dass man mit Season 3 auch so weit wäre, dass man das Ganze ruhen lässt.

7,5/10
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