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Re: Season-Reviews 2015 -- 2020

Verfasst: So 8. Nov 2020, 19:52
von redlock
Theologe hat geschrieben: So 8. Nov 2020, 11:14
redlock hat geschrieben: So 8. Nov 2020, 10:39 Trackers -- Staffel 1 (Showtime/ZDF)
Der Sender heißt Showmax. Die Serie ist neben dem ZDF auch von HBO produziert, da wäre Showtime eine komische Senderwahl.
Geändert :grin:

Re: Season-Reviews 2015 -- 2020

Verfasst: Di 10. Nov 2020, 16:48
von Theologe
Mr. Mercedes: S2
Die zweite Staffel kann mit der ersten leider nicht ganz mithalten. Das ist immer noch eine gute Serie, aber das Katz- und Mausspiel der ersten Staffel funktioniert nicht mehr so gut und die leicht übernatürlich Komponente, wird zwar sehr dezent eingebaut, aber passt trotzdem nicht so richtig zu dem, was in der ersten Staffel etabliert wurde.
Unverändert gut ist Bill Hodges als Polizist im Ruhestand, dem könnte ich den ganzen Tag zuschauen.
7,5/10

Re: Season-Reviews 2015 -- 2020

Verfasst: Do 12. Nov 2020, 22:31
von Sentinel2003
redlock hat geschrieben: So 8. Nov 2020, 19:52
Theologe hat geschrieben: So 8. Nov 2020, 11:14
redlock hat geschrieben: So 8. Nov 2020, 10:39 Trackers -- Staffel 1 (Showtime/ZDF)
Der Sender heißt Showmax. Die Serie ist neben dem ZDF auch von HBO produziert, da wäre Showtime eine komische Senderwahl.
Geändert :grin:

Ich hatte bei den "Trackers" schon mitte der 1.Folge keinen Bock mehr...keine ahnung, warum. aber es war so eine sehr komische Atmosphäre....zudem mag ich es nicht sonderlich, wenn Serien fast NUR in Südafrika spielen....

Re: Season-Reviews 2015 -- 2020

Verfasst: Mo 16. Nov 2020, 12:58
von redlock
Sentinel2003 hat geschrieben: Do 12. Nov 2020, 22:31 Ich hatte bei den "Trackers" schon mitte der 1.Folge keinen Bock mehr...keine ahnung, warum. aber es war so eine sehr komische Atmosphäre...zudem mag ich es nicht sonderlich, wenn Serien fast NUR in Südafrika spielen....

Gerade dies fand ich mal eine nette Abwechslung.



Darkness -- Schatten der Vergangenheit (OT: Den som dræber – Fanget af mørket); Staffel 1 (Arte)

Achteilige dänische Serie, Laufzeit pro Folge ~45 Minuten

Eine typische Serie aus dem Genre ''nordic noir.'' Die Handlung dreht sich um Entführungen, Vergewaltigungen und Mord, und wie aus Opfern Täter werden. Als Zugabe die persönlichen Probleme des Chefermittlers.
Die Geschichte war spannend und packend. Ich fand sie allerdings stellenweise auch ziemlich brutal. Da wurden einige Opfer, hauptsächlich Frauen und Mädchen so richtig ''durch den Wolf gedreht.'' Phasenweise keine leichte Kost.
Die Handlung ist in sich abgeschlossen. Mit dem Personal (dem Ermittler und der Profilerin) lässt sich aber leicht eine neue Geschichte erzählen.


Für S1: 7,5/10

Re: Season-Reviews 2015 -- 2020

Verfasst: Mo 16. Nov 2020, 15:45
von Sentinel2003
Wow, da gibst du für "Darkness - Schatten der Vergangenheit" nur eine 7,5?? Nun, ist ja zum Glück alles Geschmackssache! ;)

Re: Season-Reviews 2015 -- 2020

Verfasst: Sa 21. Nov 2020, 17:52
von LittleQ
Supernatural Season 15 (The CW)

15 Jahre...spannende Zeit...viele Höhen, fast noch mehr Tiefen, aber ein solider Abschluss :)

7/10

Re: Season-Reviews 2015 -- 2020

Verfasst: Di 24. Nov 2020, 18:27
von Theologe
Space Force [Netflix]
Das ist ein absoluter Volltreffer und das schon in der ersten Staffel. Der Humor ist unverkennbar der aus The Office und Parks And Recreation, man verzichtet nur auf den Mockumentary Stil. Das Ensemble, angeführt von Steve Carell und John Malkovich, ist fantastisch und funktioniert bereits mit der ersten Episode. Das wird nur besser und besser.
Space Force füllt das Vakuum (see what I did there?), das Silicon Valley und Veep hinterlassen haben.
9/10

The Crown: S4
Aus irgendeinem Grund gehe ich voll auf diese Serie ab, obwohl ich für die Adelswelt rein gar nichts übrig habe. Die 4. Staffel war zwar wieder etwas schwächer als die 3. bzw. der Fokus auf Charles und Diana war nicht so nach meinem Geschmack. Dennoch gab es wieder viele Geschichten aus dem Leben der Windsors, die mich gefesselt haben. Gillian Anderson als Maggie Thatcher war eine tolle Ergänzung zum Cast.
8/10

Re: Season-Reviews 2015 -- 2020

Verfasst: Di 24. Nov 2020, 18:34
von little_big_man
Theologe hat geschrieben: Di 24. Nov 2020, 18:27 Space Force [Netflix]
Das ist ein absoluter Volltreffer und das schon in der ersten Staffel. Der Humor ist unverkennbar der aus The Office und Parks And Recreation, man verzichtet nur auf den Mockumentary Stil. Das Ensemble, angeführt von Steve Carell und John Malkovich, ist fantastisch und funktioniert bereits mit der ersten Episode. Das wird nur besser und besser.
Space Force füllt das Vakuum (see what I did there?), das Silicon Valley und Veep hinterlassen haben.
9/10
Interessant, bisher habe ich dazu eigentlich nur sehr durchzogene bis negative Meinungen gelesen (Metacritic Score steht bei lausigen 49), da geht dein Review jetzt ja gerade diametral in die andere Richtung. Muss ich also vielleicht doch zumindest mal im Hinterkopf behalten und schauen, wie sich die Reviews in S2 entwickeln...

Re: Season-Reviews 2015 -- 2020

Verfasst: Di 24. Nov 2020, 20:12
von Johnny
Theologe hat geschrieben: Di 24. Nov 2020, 18:27 The Crown: S4
Aus irgendeinem Grund gehe ich voll auf diese Serie ab, obwohl ich für die Adelswelt rein gar nichts übrig habe. Die 4. Staffel war zwar wieder etwas schwächer als die 3. bzw. der Fokus auf Charles und Diana war nicht so nach meinem Geschmack. Dennoch gab es wieder viele Geschichten aus dem Leben der Windsors, die mich gefesselt haben. Gillian Anderson als Maggie Thatcher war eine tolle Ergänzung zum Cast.
8/10
Bei mir ist es genau umgekehrt. Für mich war Staffel 4 wieder auf dem Niveau der ersten beiden Staffeln und damit eine Steigerung zu Staffel 3, bei der ich das Material doch etwas dünn fand. Die Serie ist durchgehend hochwertig produziert mit tollen Kulissen und Kostümen, aber die Royals hatten einfach in den 70ern nicht so viel spannendes zu erzählen, sodass sich einiges doch sehr gezogen hat. Staffel 4 hatte jetzt wieder viel zu bieten, Diana und Margaret Thatcher (wobei mir Gillian Anderson hier fast zu satire-mäßig rangegangen ist) haben viel frischen Wind gebracht und man konnte die Staffel in einem Rutsch weggucken. Muss aber auch sagen, dass ich mich von Beginn an auf die Diana/Charles-Geschichte gefreut habe.

Von mir gibt es 8,5/10 Punkten.


Außerdem habe ich noch I May Destroy You geschaut. Hochgelobte Serie, aber mich hat sie nicht ganz erreicht. Michaela Coel hat ein wirklich starkes und originelles Drehbuch geschrieben und behandelt ein zeitgemäßes und wichtiges Thema mit tiefgehenden Figuren und vielen Tabubrüchen. Ich persönlich konnte mich aber nicht ganz mit diesen urbanen Millenials identifizieren und mich die meiste Zeit eher distanziert gefühlt. Die letzte Folge hat mir aber sehr gut gefallen, da hat man ein sehr unkonventionelles Ende geschrieben.
7,5/10

Re: Season-Reviews 2015 -- 2020

Verfasst: Di 24. Nov 2020, 23:52
von Neo
The Handmaid's Tale - Staffel 3 (Hulu)
Die Serie ist echt eine Freude und konstant auf einem hohen Level.
9/10 Punkten


#martyisdead (MALL. TV)
Eine tschechische Miniserie, die bei den international Emmys ausgezeichnet wurde. Die acht Episoden gehen zwischen 12-15 Minuten und sind somit schnell weggebingt.

Marty ist tot. Der Jugendliche wurde von einem LKW überfahren, vor den er sich in scheinbar selbstmörderischer Absicht geworfen hat. Sein trauernder Vater will die Freunde seines Sohnes über die sozialen Medien vom Unglücksfall in Kenntnis setzen, macht aber auf dem Account seines Sohnes eine schreckliche Entdeckung: Marty war offenbar ein höchst aktiver Cyberbully gewesen, was die Umstände seines Todes in einem völlig neuen Licht erscheinen lässt.

Vor ein paar Jahren gab es mal diesen Hype um Horror-Chatprotokolle und Handyspiele wie bspw. Sara is missing und daran lehnt die Serie offensichtlich* an. Das gelingt auch sehr gut und ist spannend anzuschauen. Man muss wohl ein bisschen ausblenden, dass Facebook nicht mehr ganz die große Nummer bei den jungen Leuten ist (glaube ich zumindest), aber sonst ist da vieles stimmig.
Nächstes Jahr gehts mit #annaismissing* und wenn ichs nicht komplett verpeilen sollte, werde ichs mir auch anschauen.
8/10 Punkte

Re: Season-Reviews 2015 -- 2020

Verfasst: Fr 27. Nov 2020, 20:05
von str1keteam
Theologe hat geschrieben: Di 10. Nov 2020, 16:48 Mr. Mercedes: S2
Die zweite Staffel kann mit der ersten leider nicht ganz mithalten. Das ist immer noch eine gute Serie, aber das Katz- und Mausspiel der ersten Staffel funktioniert nicht mehr so gut und die leicht übernatürlich Komponente, wird zwar sehr dezent eingebaut, aber passt trotzdem nicht so richtig zu dem, was in der ersten Staffel etabliert wurde.
Unverändert gut ist Bill Hodges als Polizist im Ruhestand, dem könnte ich den ganzen Tag zuschauen.
7,5/10
Staffel 2 beruht auf der schwächsten Vorlage (Buch 3) und war für mich auch die schwächste Staffel. bzw. "auch" wird für dich nur zutreffen, wenn du mit Kate Mulgrews Charakter in Staffel 3 leben kannst.

Die meisten Änderungen und neuen Charaktere, die Kelley eingebracht hat, waren klar zum Vorteil der Geschichte (wie z.B. Bill von Beginn eine Gesprächspartnerin in Ida zu geben oder Mr. Mercedes etwas menschlicher zu zeichnen), aber dieser neu erfundene Charakter sticht schon ziemlich aus der vorher etablierten Welt heraus und erinnert mehr an Fargo oder eine R-Rated Version einer kauzigen Picket Fences Figur als an Stephen King Weirdos. Mir hat das schwarze Humor gefallen, aber das wird sicherlich auch einigen Fans die Staffel versaut haben.

Ich hoffe immer noch, dass das völlig überraschend abgesetzte The Outsider (gute Kritiken, Buzz für Cynthia Erivo und Ben Mendelsohn und immerhin 1 Emmy-Nominierung für Jason Bateman + ständig steigende Quoten, die zum Ende der Staffel Live-SD besser waren als bei allen anderen ersten HBO Staffeln seit Westworld. King hatte schon über die neuen Drehbücher von Richard Price geschrieben und die Verlängerung als reine Formalie bezeichnet.) eine neue Heimat findet, aber könnte vielleicht sogar noch besser damit leben, wenn das Bill Hodges/Holly Gibney Universum in der David E. Kelley Variante weitergeführt wird. Die HBO Version war ebenfalls großartig besetzt, spannender und hochwertiger inszeniert und hat die düstere Seite der Welt atmosphärischer eingefangen, aber Mr. Mercedes konnte durch die humorvollen Momente und die Freundschaften rund um Bill Hodges mit einer größeren emotionalen Bandbreite punkten.

Re: Season-Reviews 2015 -- 2020

Verfasst: Sa 28. Nov 2020, 19:44
von Johnny
Als großer The Good Wife-Fan habe ich mich jetzt mal nach langer Wartezeit an The Good Fight herangetraut. Es ist ja immer so eine Sache mit Spinoffs, aber das hier funktioniert ganz gut.

Ich wusste, dass hier vor allem Diane Lockhart im Fokus stehen soll, hätte aber erwartet, dass man sich doch mehr aus dem TGW-Universum entfernt und sie zum Beispiel in Kalifornien oder so ein neues Leben beginnt. So gibt es doch wirklich eine Menge alter Charaktere die zurückkehren und ihre Gast- und Nebenrollen wieder aufnehmen. Das ist aus Fansicht einerseits schön, wenn man etwas in Erinnerungen schwelgen kann. Andererseits wäre etwas Abwechslung von den traditionellen Chumhum -Geschichten sicher auch ganz nett gewesen. Insgesamt kommt die Serie deutlich moderner daher als TGW, obwohl zwischen S7 und S1 ja nur ein Jahr lag. Mir gefällt auch, dass man hier noch mehr auf zeitaktuelle und relevante Themen setzt, als das schon bei TGW passiert ist. Die neuen Charaktere gefallen mir bis auf Rose Leslie (das ständige Overacting...) alle sehr gut. Bleibe auf jeden Fall dran und würde Staffel 1 jetzt mal 7,5/10 Punkten geben.

Re: Season-Reviews 2015 -- 2020

Verfasst: Sa 28. Nov 2020, 22:16
von AlphaOrange
The Rain S3
Hätte man damals vielleicht doch nach der 1. Staffel beenden sollen. Die war noch angenehm schräg, die weiteren beiden Staffeln brauchen in ihrer absurden Melange aus Wissenschaft, SciFi und Fantasy aber jeweils einen Jahresvorrat Suspension of Disbelief. Staffel 3 beginnt mit zwei optisch richtig starken Folgen, um dann noch schlimmer in der Langeweile zu versinken als zuvor. Die Story ist so oder so banane. Wenn man sie dann eine Staffel lang in einem kargen Bau ohne Set Deko erzählt wird das nicht besser. Der Schluss ist wie zu erwarten war völlig wirr, aber .. wie gesagt .. das war zu erwarten.
4.5 / 10

Utopia US
Ohne Staffelangabe, weil Amazon ja in Rekordgeschwindigkeit bereits den Stecker gezogen hat. War irgendwie abzusehen.
Utopia hat ein paar wirklich gute Elemente. Das Intro gibt genau den Ton vor, den die Serie hätte haben sollen. Die Darstellerin von Jessica Hyde finde ich top. Das war's eigentlich schon.
Ansonsten weiß die Serie selbst nicht, was sie sein will. Eine Kopie der UK-Version, außerdem verstörend, aber dann doch irgendwie handzahmer. Offenbar will man die Antagonistenseite deutlich ausbauen, geht dann aber doch sklavisch die exakten Beats der Vorlage ab. Abgesehen vom Ende, das mich aber auch eher verwirrt zurücklässt.
Optisch und akustisch dem Original meilenweit unterlegen. Und außerdem ist Arby ist als Figur so verhunzt worden, dass sich alles andere sowieso nicht mehr zu diskutieren lohnt.
Da es losgelöst von der Vorlage streckenweise durchaus fesseln kann:
6 / 10

Disenchantment S2
Habe ich lange, lange vor mir hergeschoben, weil ich mit Staffel 1 große Probleme hatte. Das Setting klickte nicht und den roten Faden habe ich weder verstanden noch fand ich ihn interessant (das hat sich vermutlich auch gegenseitig bedingt). Staffel 2 macht nach zähem Auftakt das einzig richtige: Es schmeißt den mythischen Ballast nahezu komplett von Bord, führt mehr wiederkehrende Schauplätze ein und erzählt abgeschlossene Geschichten. Eigentlich ging ich davon aus, dass die beiden Staffeln in einem Rutsch produziert wurden, aber es fühlt sich wirklich nach Lernkurve an. Dafür finde ich das Staffelfinale, das wieder an die Rahmenhandlung anknüpft, wieder recht unbefriedigend.
7.5 / 10

Re: Season-Reviews 2015 -- 2020

Verfasst: So 29. Nov 2020, 20:12
von redlock
The Pleasure Principle -- Geometrie des Todes (Arte)

Internationale Co-Produktion (PL,CZ,UK) von 2019; zehn Teile; Laufzeit jeweils 52-55 Minuten
(So wie die Serie auf Arte lief, könnte sie in den USA ungeschnitten nur im pay tv laufen)

In Warschau, Prag und Odesa werden insgesamt drei Frauenleichen bzw. deren Körperteile gefunden. Zunächst ermitteln die örtlichen Mordkommissionen alleine. Doch schnell finden die aus Prag und Warschau heraus, dass ihre Fälle zusammenhängen. Später dann auch der aus der Ukraine.
Die Serie nimmt sich Zeit, die einzelnen (Chef-)Ermittler im Rahmen der Gesamthandlung vorzustellen. Natürlich haben die alle, vor allem die Dame aus Warschau und der Kerl aus Odesa, so ihre persönlichen Probleme.
Die Handlung ist spannend und packend und etwas verwickelt. Es im ''binge Modus'' zusehen, ist empfehlenswert.
Die Handlung ist in sich abgeschlossen. Von der Ermittlerin aus Warschau und dem aus Prag würde ich gerne mehr sehen.

Eine wirklich gute Krimiserie, an Schauplätzen, die man im dt. TV nicht oft sieht.


---->8/10


Wasteland -- Verlorenes Land (Pustina) (MDR)

Tschechische Dramaserie aus 2016 für HBO Europe; acht Teile; Laufzeit jeweils ~55 Minuten

Die 14 jährige Tochter der (nebenberuflichen) Bürgermeisterin des Dorfes Pustina, in Grenznähe zu Polen liegend, und, ganz wichtig, am Rand eines tschechischen Braunkohle Tagebaus*, verschwindet spurlos. Hat es was damit zu tun, dass die Bürgermeisterin gegen den Verkauf der Häuser und Grundstücke ist, die der Tagebau zur Erweiterung benötigt? Sie ist damit im Dorf in der Minderheit. Oder haben die Insassen eines Erziehungsheims für Jungen in der Nähe mit dem Verschwinden zu tun? Oder die lokalen Meth Köche und Dealer?
Ich fand den Krimifall stark. Packend, spannend, fesselnd. (8/10 bis 8,5/10). Was mir aber ab der vierten Folge richtig auf die Nerven ging, waren diese typischen Dinge, die ''HBO Serie(nstoffe)'' schreien. Sachen, die typisch für die Dramaserien des Senders sind, die auf Awards aus sind. Nebenbei, die Handlung könnte genauso in einem der Trumpwählenden Bundesstaaten im mittleren Westen spielen. Außerdem, eine Kürzung der Episodenzahl um ein, zwei Eps hätte nicht geschadet.
Nichtsdestoweniger, wer die Premiumprodukte von HBO mag, kann hier unbesorgt reinschauen. Der Fall um die vermisste Tochter wird übrigens aufgeklärt.


---->7/10


Disclosure: Ich lebe selbst in der Nähe eines vorrückenden Braunkohle Tagebaus. Deshalb wurde meine Neugier auf diese Serie geweckt. Gleiches dürfte für den MDR gelten, in dessen Sendegebiet es die ja auch gibt. Für den Krimifall selbst spielt der Tagebau allerdings keine Rolle. Es geht eher um die wirtschaftliche Macht der Firma, die ihn betreibt.

Re: Season-Reviews 2015 -- 2020

Verfasst: Do 3. Dez 2020, 20:33
von redlock
The Queen's Gambit -- Staffel 1 (Netflix)

7 Folgen; unterschiedliche Laufzeiten; von ~46 Minuten bis ~66 Minuten

Ganz, ganz starkes, spannendes und packendes (Sportler-)Drama um unsere Heldin, Schachgenie Beth Harmon, und ihren Weg vom Erlernen des Schachspiels im Keller eines ''christlichen Waisenhauses'' bis in die Weltspitze über einen Zeitraum von etwa 10 Jahren bis Ende der 1960ziger. Neben ihren kometenhaften Aufstieg kämpft Beth mit Alk, Drogen und ihrem Kindheitstrauma (vor dem Waisenhaus passiert).
Anya Taylor-Joy spielt Beth grandios. Im Gegensatz zu Kollege Johnny (siehe Seite 61) fand ich aber nicht, dass man in der Mitte hätte kürzen können. Auch bin ich mit dem Ende zufrieden bzw. fand es gelungen. Wenn ich was kritisieren müsste, dann, dass die Schachspiele fast immer Gewinner/Verlierer hatten. Das Partien zwischen absoluten Topspielern oft in einem Remis enden, wurde etwas unterschlagen. Und die CGI in Moskau waren billig. Aber das ist Kritik auf hohem Niveau und eigentlich auch Nebensache.
Unterm Strich ist ''The Queen's Gambit'' nämlich eine der besten Serien der letzten Jahre.


Für S1: 9/10