US-Fernsehen (inklusive Season- und Pilot-Reviews), britisches Fernsehen etc.
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von LittleQ
#1528839
2.02 Ich fand die Folge fantastisch. Tilly ist absolut genial und ich finde es gut, dass man endlich auch beginnt andere Figuren mit einzubeziehen!
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von redlock
#1528876
Als ''fantastisch'' würde ich Folge 202 jetzt nicht bezeichnen. Aber wenn man in betracht zieht, was in S1 teilwise lief, dann war #202 eine richtig schöne Star Trek Folge -- 7,5/10 -- die mir Hoffnung für den Rest der Staffel gibt.
von Amtranik
#1528909
Also nach zwei Folgen Staffel zwei kann man schon sehen das die Serie einen großen Sprung gemacht hat. Bitte weiter so macht mir jedenfalls großen Spaß.

Tilly finde ich toll, das ist für mich der erste richtige "normale" Mensch überhaupt in StarTrek. Von mir aus könnte man den Fokus noch weiter von Burnham weg Richtung Crew bewegen (wobei ich die Figur gar nicht schlecht finde)

Captain Pike funktioniert besser als Captain Lorca (obwohl dieser in Staffel 1 eigentlich ein Silberstreifen am Horizont für mich war)

Schade finde ich das man den Sporenantrieb nicht mit Staffel 1 begraben hat. Der ist mir weiterhin viel zu overpowert (über 50.000 Lichtjahre in Sekunden, so größenwahnsinnig ist man nicht mal bei Perry Rhodan) und passt nicht wirklich zu StarTrek und in die Kontinuität. Man stelle sich vor die Borg hätten das Wissen über diese Antriebsart assimiliert aber ignorieren es? Solch ein Antrieb im Dominionkrieg? Oder bei Voyager? Passt einfach nicht so recht ins Bild.
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von AlphaOrange
#1529937
2x01 - Brother
Hat mir sehr gut gefallen. Die handwerkliche Qualität der Serie ist atemberaubend und ich habe das Gefühl, man hat ein bisschen daran gefeilt, dass es nicht mehr so bonbonbunt wirkt. Das Weltall ist gedeckter und beim Sporensprung sieht das Schiff nicht mehr aus wie eine explodierende Discokugel.
Gut, der Wissenschaftsoffizier war ein Vollidiot wie er im Buche steht, der Flug in gläsernen Shuttles (vielleicht auch transparentes Aluminium) durch das Asteroidenfeld spätestens ab manueller Steuerung absurd und das grundlegende Setup, dass Signale von überall in der Galaxis auftauchen und gleichzeitig (!) und offenbar unverzögert bei Enterprise und Disco eintreffen komplett unsinnig (man bedenke, dass selbst die VOyager anderthalb Jahrhunderte später aus dem Deltaquadranten heraus nicht kommunizieren konnte). Aber da bin ich von Discovery größeren Bullshit gewohnt.
Captain Pike finde ich super. Der bringt den fehlenden Humor und die fehlende Leichtigkeit herein. Überhaupt wirkt die Crew jetzt nicht mehr wie ein paranoider Haufen Individuen, wo niemand seinen Kollegen über den Weg traut. Insgesamt tut der Shift hin zu einem strukturierterem Ensemble gut. Dass da nun ein White Male kommt, sich an die Spitze setzt und dann auch noch die Sympathien auf sich zieht, wird dem ein oder anderen vielleicht nicht schmecken, macht die Serie aktuell aber deutlich besser. Meinetwegen kann Pike für den Rest der Serie an Bord bleiben - man muss ja nicht jede Staffel den Captain austauschen.

2x02 - New Eden
Sicherlich die bisher klassischste Trek-Folge von Discovery. Das Thema der rückständigen Zivilisation wurde sicherlich schon in einem dutzend Folgen durchgenudelt und man fügt nicht gar so viel hinzu. Außer dass Pike die bislang wohl radikalste Auslegung der obersten Direktive fährt. Da ist ein Dorf entführter Menschen und selbst als denen klar wird, dass ihre Nachkommen sie gerade per Raumschiff besuchen heißt es "nope, entwickelt doch erstmal den Warpantrieb, hier habt ihr ne Batterie". Fand ich sehr skurril. Es ist ja nun nicht so, dass man hier in die Entwicklung einer "Kultur" eingreifen würde oder eine, die dafür nicht bereit ist. Anscheinend ist denen ja allen ziemlich klar, dass sie von Aliens gerettet wurden.
Trotz der Kritikpunkte fand ich auch diese Folge gut.

2x03 - Point of Light
Seufz. Da ist sie wieder, die geballte Ladung Disco-Bullshit.
Klingonen, die jetzt Haare in allen Formen und Längen haben (nach dem Krieg wieder wachsen lassen) und wer genug Haare hat, darf sich nach dem Krieg offenbar auch den Hinterkopf absägen. Immerhin, die Klingonen sehen wieder deutlich mehr nach Klingonen aus, sie tragen keine bekloppten Stachelrüstungen mehr und sie begeistern sich nun für das banale D7-Design nachdem ihre Schiffe vorher wie zusammengeklumptes Altmetall aussahen.
L'Rell, die nicht nur Haare bekommen hat, sondern offenbar auch einen Schönheitschirurgen konsultiert.
Tyler, der mir grundsätzlich auf den Senkel geht und nun offenbar seine Rückkehr auf die Discovery vorbereitet wird.
Sinnloser Gore. Muss man wirklich einen abgetrennten Babykopf zeigen?!
Georgiou als Deus-Ex Elitekillerin und hochrangiges Mitglied von Section 31, kotz.
Section 31, die supergeheime Organisation, die ein eigenes Abzeichen hat, das offenbar selbst Tyler erkennt und das in Staffel 1 die gesamte Crew der Discovery getragen hat. Waren die allte Section 31 und man hat es ihnen nicht gesagt, ihnen aber alle die black batch an die Brust gepinnt? Das ergibt doch überhaupt keinen Sinn!
Und die Pilze sind wieder da, herrlich.
Ich hoffe einfach mal, dass das erstmal ein nachgeschobener Abschluss für den Klingonen-Arc war und auch auf Georgiou kann ich in Zukunft gerne verzichten. An Tyler wird wohl kein Weg vorbeiführen.
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von AlphaOrange
#1530019
2x04 - An Obol For Charon

Etwas chaotisch die Episode, aber mit interessanten Ideen. Das Chaos im Universalübersetzer war köstlich. Leider hat man dann nach dem eher humorigen Einstieg das Potential nicht ausgeschöpft. Hätte man doch die Abhängigkeit von der Technologie demonstrieren können, wenn es Crewmitgliedern unterschiedlicher Spezies dann nahezu unmöglich wird, untereinander zu kommunizieren. Das wurde ja sogar erwähnt, aber auf der Brücke und im Maschinenraum funktionierte dann ja alles.
Doug Jones' Darstellung des geschwächten Saru war brillant, muss man echt mal herausheben - gerade dafür, dass Jones aufgrund seiner Maske fast ausschließlich über Gestik arbeitet. Dass die "Ernte" nicht mit dem natürlichen Tod zusammenfällt, sondern einfach nur die Instrumente versagen, die diese Zuchtsklaven unter Kontrolle halten, dürfte bald zu einem Aufstand der Kelpianer führen.
Nun zu den Pilzen. Zwei Daumen rauf für Jett Reno, der Charakter bringt mal ordentlich Pfeffer rein. Ohne einen solchen Gegenpart würde Stamets wohl einfach in esoterische Sphären entschweben, denn es war durchaus schade, wie er nach gutem Start in die Staffel schnell wieder zum Pilzspinner degradiert wurde. Wenn man jetzt noch den Sporenantrieb abschafft müssen die Autoren sich endlich mal eine vernünftige Aufgabe für Stamets überlegen. Überhaupt gräbt Discovery einfach sehr viele Logiklöcher dadurch, dass man solch spezielle Charaktere ausgewählt hat. Wie erzähle ich auf Dauer Geschichten von einem Mykologen, seiner Assistentin, von einem Science Specialist ohne Rang und einem heimatlosen Mensch-Klingonen? Das führt dann zu solchen Seltsamkeiten wie einem Maschinenraum, in dem nie der Chefingenieur vorbeischaut.
Man versucht sich mal wieder an Canon-Korrekturen, das ist immerhin lobenswert, auch wenn es ein paar eigenartige Blüten treibt. In der Pilzwelt leben nun Kreaturen, die sich bedroht fühlen, Pike lässt Hologrammemitter ausbauen, weil sie ihm zu sehr nach Geistern aussehen (wtf?) und Number One bringt Infos auf einem klobigen Pad vorbei (ähnlich denen aus TOS) während nebenan auf Holoschirmen gearbeitet wird.
Fazit: bisschen chaotisch, aber die Richtung stimmt. Es fühlt sich nach Trek an, das ist schon mal gut.
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von AlphaOrange
#1530078
2x05 - Saints of Imperfection

Uuuund... wir sind wieder zurück in Season 1. Wortwörtlich. Nun wurden endgültig mit den absurdesten Verrenkungen Tyler, Georgiou und auf ganz abenteuerliche Weise auch Culbert wieder zurückgeholt. Warum?!? Die Staffel hat ein gutes Setup gehabt, starke neue Figuren eingeführt, die Nebenfiguren etwas nach vorne gerückt und einen interessanten Arc aufgebaut. Und seit Folge 3 stottert nun der Motor, der Arc hängt in der Luft und stattdessen bekommen wir wieder die identitätsverwirrte Klingonenwurst, Comic Hitler in Space und so unnötig sein Tod in S1 auch gewesen sein mag wäre auch eine Rückkehr von Culbert nicht vonnöten gewesen.
Vor allem nicht so. Das war mit Abstand die absurdeste Wiederbelebungsaktion in der Geschichte Star Treks, zum Fremdschämen albern. Die wollen uns ernsthaft erzählen, dass Stamets Culberts "Seele" (?) mit einem Kuss (wtf?) in die parallele Pilzwelt (WTF?) geschickt hat kurz bevor er von Voq ermordet wurde, wo ihn Pilzmaterie neu zusammengebaut hat, derer er sich mit Rinde erwehrt hat, die er dort fand und dadurch als unbesiegbares Monster galt (WTFFF?) und am Ende zurückmaterialisiert werden konnte, weil er DNA hat (in seiner Seele offenbar ...). Hääää?!?
Ich würde ja sagen "Schwamm drüber, sah immerhin richtig geil aus." Aber früher hätten sich alle Beteiligten dafür geschämt und es als Ausrutscher angesehen (ich stelle mal die Höllenplanet-Folge aus VOY in den Raum), während Disco das zu kultivieren scheint. Was ein Schmarrn.
Section 31 profiliert sich derweil als die ungeheimste Geheimorganisation der Galaxis. Kennt jeder, das Erkennungszeichen hat auch jeder schon gesehen (bzw. ja von der Discovery-Crew auch jeder schon mal getragen) und besetzt ist sie mit irgendwelchen Schwerkriminellen - untersteht aber Admiral Cornwell. Ich hoffe so sehr, dass sich die Section-31-Serie im Sande verläuft. Das kann man einfach nicht ernstnehmen. Tut Michelle Yeoh ja auch nicht, so grotesk comichaft überzeichnet sich Georgiou spielt - das dafür aber richtig gut.
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von redlock
#1530104
Ich bin auf Stand 207. Ich muss leider sagen, dass die Hoffnung, die ich zu Beginn der Staffel noch hatte, das es in S2 besser wird, mittlerweile komplett weg ist. ST:D ist einfach Murks.
Ich muss mich aktuell wirklich überwinden, eine neue Folge zu schauen.
Ganz im Gegensatz dazu ''The Orville.'' Die hat zwar auch Macken und Schwächen. Aber dort freue ich mich tatsächlich auf jede neue Folge und schaue auch zeitnah.
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von LittleQ
#1530108
Also mir gefällts ganz gut. Ich finde Discovery durchaus unterhaltsam, aber es stimmt. Die Serie ist, ohne jetzt irgendwelche old school vs new school Vergleiche anzustellen, einfach nicht auf einem Top-Niveau.

Ist halt auf ihre Weise ganz unterhaltsam, aber es ist weit weg von einer Top-Serie. Schade eigentlich, aber für mich auch nicht so tragisch. Hauptsache bisschen Star Trek am Start und immer noch wesentlich besser als dieses 0815 Trek-Kino...
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von AlphaOrange
#1530399
2x06 - The Sounds of Thunder

Nach den Ereignissen um Saru in der letzten Folge eine konsequente Fortsetzung. Konsequent hingegen nicht gerade Captain Pikes Umgang mit der General Order One. In "New Eden" noch brutal kompromisslis durchgesetzt und die Abkömmlinge des eigenen Volkes in ihrem Dorf vergammeln lassen, wird nun alle Achtung vor fremden Kulturen über Bord geworfen und der große Umsturz auf Kaminar forciert. Genau betrachtet ballert die Discovery hier mit schwer kalkulierbaren Auswirkungen ein ganzes Volk mit harter Sonden-Strahlung zu, auf dass diese schnellst möglich mutieren und ... einen blutigen Krieg gegen die Ba'ul anzetteln?! So wie es früher schon mal war?
Apropos Ba'ul: So sehr mich die Optik von Disco mittlerweile begeistert - und da ist diese Episode im Ganzen betrachtet keine Ausnahme - war das Design der Ba'ul vollkommen daneben. Wie einem Horrorfilm entfleucht mit ihren Freddy-Krüger-Klauen, den Haaren des "The Ring"-Mädchens, komplett mit Teer besudelt und einen seltsamen Tanz aufführend sah das nicht nur albern aus, sondern im Kontext auch unfassbar unlogisch. Was bauen die Ba'ul sich bitteschön Raumschiffe, auf denen sie sich gar nicht fortbewegen können? Und wie kam es zum Konflikt zwischen den beiden Völkern, wenn die sich nicht einmal dasselbe Medium teilen?!

2x07 - Light and Shadows

Wirkte leider ziemlich fillerhaft. Zwar taucht Spock endlich zum ersten Mal auf, allerdings mit dem Verstand einer Kartoffel. Große Erkenntnisse gibts nicht bis wir nach einem Hin und Her von Amanda über Sarek bis Section 31 - deren Rolle in der ganzen Geschichte mir nach wie vor nicht klar ist - mit Michael und Spock im Shuttle mit Kurs auf Talos IV landen und genauso schlau sind wie vorher.
Unterdessen gibts auf der Discovery ein bisschen das Phänomen der Woche und ein Airiam fängt sich einen Zukunftsvirus ein. Gemessen an den bisherigen Erfahrungen mit Nebendarsteller-B-Plots werden wir Airiam jetzt erstmal zwei Folgen gar nicht sehen bis da wieder was kommt. Wo war eigentlich Culbert? Vegetiert der auf dem Krankenbett vor sich hin? Stamets scheint ja lieber zu arbeiten als sich um ihn zu kümmern. Apropos Stamets: Was macht der eigentlich so, wenn er sich nicht gerade in der Sporenkammer grillen lässt oder jemand mit zeitverwirrtem Verstand gebraucht wird. Was ist eigentlich sein Job? Pilze züchten? Wenn man schon einen Mykologen mitnimmt hätte man dem zumindest mal ein Biolabor spendieren können, um zu zeigen, dass der Kerl auch einen "normalen" Arbeitsplatz hat und "normale" Forschungsarbeit durchführt.

2x08 - If Memory Serves

Um Himmels Willen, wer hat denn diesen Rückblick verhunzt? Ist ja eine wunderbare Idee, Szenen aus TOS dafür zu verwenden, aber muss das so aussehen als hätte man einem Kleinkind Powerpoint in die Hand gedrückt? Wirkte mehr nach Veralberung als nach Hommage...
Die Talosianer waren leider völlig verschenkt. Hauptsächlich als billiges Device ein paar Rückblicke aus Spock und Michael herauszuquetschen dürfen sie ansonsten bloß ein paar ihrer Magic Mind Tricks spielen und das war's auch schon. Und ihr neues Aussehen ist im Gegensatz zu den bisherigen Völkern auch visuell kein Upgrade. Wirkten nun eher wie ein Voyager-Alien der Woche. Schön jedoch, dass man auch Vina aus The Cage zurückkehren und den Kontakt zu Pike spielen ließ.
Section 31 geht mir hart auf die Eier. Ich kann weder Leland noch Georgiou noch Tyler leiden, das comichafte Machtgerangel der ersten beiden nervt massiv und mir ist nur noch schleierhafter, was die da überhaupt suchen. Irgendein Vulkanier sagt ein paar Signale vorher und schon läuft die S31 Amok? Haben die nichts besseres zu tun. Zumal immer deutlicher wird, dass vom Red Angel selbst nun wahrlich keine Gefahr ausgeht.
Lustigste Szene: Pike nimmt Tyler seine Section-31-Badge weg und der guckt einfach nur bedröppelt drein. Hammer.
Culbert kommt mit seiner Wiederbelebung nicht klar, das ist eine ganz interessante Entwicklung, ist man so doch nicht den einfachen Weg gegangen, das beliebte Pärchen Stamets/Culbert im Handumdrehen wieder zusammen zu bringen. Auch wenn ich davon ausgehe, dass das noch früh genug geschehen wird.

Alles in allem: Ich mag den Red-Angel-Plot, aber gerade die letzten zwei Folgen liefen erzählerisch eher auf Sparflamme. Section 31 ist dazu einfach überflüssig wie ein Kropf. Mittlerweile wünsche ich mir fast ganz schnell die S31-Serie, damit ich mir das nicht weiter bei Disco antun muss.
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von LittleQ
#1530540
Was ich mich frage
versteckter Inhalt:
1. Wieso sind Vulkanier der Überzeugung, dass Zeitreisen nicht funktionieren, obwohl Zeitreisen jetzt schon vor ihren Augen statt finden? Und
2. In Enterprise wurde doch erklärt, dass die Föderation der Zukunft die Zeitlinie überwacht, damit niemand darin herumpfuscht. Verstehe also nicht, wieso Michaels Mom einfach so durch die Zeit springen und scheinbar Veränderungen vornehmen kann, wie es ihr beliebt?! :|
von Amtranik
#1530642
LittleQ hat geschrieben:Was ich mich frage
versteckter Inhalt:
1. Wieso sind Vulkanier der Überzeugung, dass Zeitreisen nicht funktionieren, obwohl Zeitreisen jetzt schon vor ihren Augen statt finden? Und
2. In Enterprise wurde doch erklärt, dass die Föderation der Zukunft die Zeitlinie überwacht, damit niemand darin herumpfuscht. Verstehe also nicht, wieso Michaels Mom einfach so durch die Zeit springen und scheinbar Veränderungen vornehmen kann, wie es ihr beliebt?! :|
Das ist ja die Crux an Zeitreisen, da in der Zukunft und der Discovery Zeitline alles Leben von der KI ausgelöscht wurde (sonst könnte der Engel ja nicht in dieser Zeitlinie springen) gibt es auch niemanden der die Zeitline überwachen könnte.

Ich könnte mir vorstellen das das ganze in einer Zeitschleife endet und alles was nach dem Überfall der Klingonen auf die Forschungseinrichtung ausgelöscht bzw. neu geordnet wird. Burnham wächst nicht auf Vulcan auf, kein von Burnham ausgelöster erster Klingonenkrieg etc.... Quasi wird die ursprüngliche StarTrek Zeitline wiederhergestellt. Das verbindet man dann noch mit dem Sporenantrieb wodurch die Disco geschützt wird aber gleichzeitig für alles Zeiten der Zugang zur Sporenenergie verhindert wird. So kann man sich des ganzen ungeliebten Durcheinanders der ersten Staffel entledigen


Wobei bei StarTrek das Problem ja eher daran liegt das der "Canon" von jeder Serie wieder neu zurecht gebogen wurde, es fehlt da halt die übergeordnete Instanz die so etwas verhindert
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von AlphaOrange
#1530758
2x09 - Project Daedalus

Hat mir von der Storyführung her ganz gut gefallen und in der starken Einbindung von Airiam, aber im Detail oft echt viel Bullshit gebracht.
Starfleets Ablehnung von (Weltraum-)Minen ist ein so schiefes Gleichnis auf die Minen unserer Zeit, das hätte ich eher in The Orville erwartet, dort gibts das am laufenden Band. Die Gefahr, dass ein Unschuldiger in diese weithin sichtbaren Minen läuft und dabei die Beine weggesprengt bekommt ist .. null. Überhaupt ist alles an diesen Minen und daran, wie Pike mit ihnen umgeht fürchterlich unlogisch.
Nach dem Schicksal sämtlicher Galaxien in der letzten Staffel steht nun des Schicksal allen Lebens im Universum auf dem Spiel. Kleiner geht wohl doch nicht.
Der Kampf am Ende ist völlig verkorkst worden. Mir unverständlich wieso man das nicht spätestens noch im Schnitt gerettet hat. Wieso zeigt man die röchelnd-sterbende Nhan, um sie dann minutenlang zu ignorieren und zu zeigen, dass sich weder Michael noch irgendwer der Disco-Crew um sie schert? Wieso beamt man nicht Airiam und/oder Michael einfach aus der Station heraus, wenn Pike doch zu Beginn des Einsatzes sagt, dass sie bei Schwierigkeiten sofort raustransportiert würden? Warum lässt man Airiam im Weltall leise sterben, wenn man in Staffel 1 in einer identischen Situation Tyler hat retten lassen? Das Finale war ja durchaus packend und intensiv, aber das sind grobe handwerkliche Schnitzer, die einem die Szene verderben.
Äußerst schade um Airiam, die erstmals eine tragisch-interessante Hintergrundstory bekommt. Da wäre jede Menge Erzählpotential noch drin gewesen. Bin mir übrigens sicher, dass das nicht die originale Backstory von Airiam war. Genau wie Fuller der Disco die 1031 als Hinweis auf ihre angedachte Tätigkeit für Section 31 gab dürfte das AI in Airiam (und seine Aussage die Serie hätte viel mehr Roboter) nicht zufällig gewesen sein. Nur genau das war sie ja nun nicht.
Am Ende hat also alles mit Michael zu tun - Surprise, surprise!

2x10 - The Red Angel

Tragischerweise fühlt man sich in der Abschiedszeremonie für Airiam dem Charakter näher als jemals zuvor in der Serie. Das war echt schön gemacht, zeigt aber auch, wieviel vorher bereits drin gewesen wäre.
Ansonsten: au backe, zum Augenrollen mit Überschlag.
Erstens ist es ein beschissener Plan, das Leben der einzigen Person aktiv aufs Spiel zu setzen, die die Welt retten kann und selbst wenn es klappt, genau die Person festzusetzen, die offenbar an der Rettung der Welt arbeitet. Vor allem, wenn man sich auf so dünnen Spekulationen bewegt, denn dieses angebliche Muster des Red Angels, der immer kommt, um Michael zu retten, passt beispielsweise zu New Eden nun mal gar nicht.
Zweitens: Wenn Michael der Red Angel wäre, den man einfangen will - dann ist es absolut hirnrissig, ihre von diesem Plan zu erzählen oder sie auch noch selbst daran mitplanen zu lassen. Das weiß der Red Angel dann doch alles bereits!
Drittens: Hätte es da nicht ein einfachere Methode gegeben? Einfach mit einer zeitgeschalteten Bombe in einen Raum sperren? Dann könnte sich Michael jetzt den Gang in den Schönheitssalon sparen.
Viertens: Wenn der Red Angel ja doch weiß, was passiert - warum kommt sie erst als es augenscheinlich zu spät ist? Das ist eine Zeitreisende, die ihr Erscheinen offenbar präzise steuern kann. Wieso nicht zwei Minuten früher kommen und allen Beteiligten die Tortur ersparen?
Einiges davon löst sich logisch dadurch auf, dass gar nicht Michael der Red Angel ist. Aber das wusste ja keiner von der Crew, die sich die ganze Folge einfach unfassbar dämlich angestellt hat (mit Ausnahme von Spock, der als einziger gepeilt hat, dass die Bedrohung für Michael real sein muss, damit das funktioniert).
Der Red Angel kommt außerdem aus einem unübersehbaren, gigantischen Zeitwirbel. Wo war der in Folge 1? Wo war der in der Kelpianer-Folge? Hätte doch auffallen müssen. Und sie hat die Signale gesendet, um auf sich aufmerksam zu machen? Wozu überhaupt? Die einzige wirkliche Konsequenz dieser Signale war bislang, dass Michael im Staffelauftakt fast draufgegangen ist und vom Red Angel gerettet werden musste (wobei genau genommen nicht mal eine Rettung zu sehen war).
Dazu kommt, dass sowohl der Zeitanzug selbst als auch die wundersame Wiederbelebung Michaels viel, viel zu advanced sind für Technologie dieser Zeit. Die Wiederbelebungstechnologie könnte aus der Zukunft geklaut sein, aber der Anzug wurde ja offensichtlich von Section 31 entwickelt. Wird wohl genau wie der Sporenantrieb etwas sein, was demnächst verboten wird. Als in ST IV die Erde nur durch eine Zeitreise gerettet werden kann, hat jedenfall noch niemand davon gehört. Und im 24. Jahrhundert existiert ja gar eine Strafbehörde für Zeitreise-Vergehen.
Nachdem ich vor einer Woche das Vergnügen hatte, mit das TNG-Finale nochmal im Kino anzusehen, hab ich mich über den augenzwinkernden Kommentar über das Auslöschen der Menschheit noch in ihrer Ursuppe, sehr gefreut.

Mittlerweile geht's wieder mehr darum, in den einzelnen Folgen ordentlich auf den Putz zu hauen und dabei Logik und Kohärenz links liegen zu lassen.
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von redlock
#1530796
Nachdem sich eine Reihe von Folgen bei mir angesammelt hatte, wollte ich am Wochenende mit dem Nachholen von Folge 208 beginnen. Ich hab dann Mitten drin aufgehört. Das war mir einfach zu dämlich. Für mich ist ST:D Geschichte. Ich bin engültig raus.
Der Picard Serie werde ich eine Chance geben. Aber große Erwartungen habe ich nach dem Murks hier, nicht.
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von LittleQ
#1530929
Puhhh...also kurz vor dem Ende. Ich finds schade, dass die Season schon aus sein wird. Folge 13 jedenfalls mit viel Emotionen und schönen Momenten. Ich hoffe ja, dass man Season 3 endlich dazu nutzen wird, einige der Figuren weiter auszubauen. Commander Reno und Stamets waren immer sehr witzig zusammen. Es konzentriert sich, meiner Meinung nach, alles zu viel auf Michael und ihre Familiengeschichte.

Auch schön zu sehen, dass in Folge 13 wieder ein Short Trek aufgegriffen wird. Tilly trifft ihre alte Freundin wieder. Schöne Folge und ich hoffe, dass das Staffelende noch eines drauf setzt.
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von AlphaOrange
#1531005
2x11 - Perpetual Infinity
Die Episode hat vor allem zweiterlei zu bieten: ein eifriges Zusammenflechten der Erzählstränge und un-end-lich viel Technobabble.
Ersteres klärt immerhin vieles auf: wer der Red Angel ist, warum sie der Red Angel ist, was das Ganze mit Burnham zu tun hat und mit Spock und mit der Section-31-AI. So hat man mit Ausnahme der sieben Signale eigentlich alles hübsch zusammengeflochten und wenn man über kleinere Plausibilitätslücken hinweg sieht (Zeitreise-Logik; AI, die durch außerirdische Daten Bewusstsein entwickelt; Daten, die fest mit dem Schiff verschmelzen), die aber alle auch typisch Star Trek sind, eigentlich eine ganz runde Sache. Nur wirklich spannend erzählt war das diese Woche halt nicht. Und apropos unplausibel: Wenn Gabrielle in einer Felswüste in der Zukunft gestrandet ist, woher wusste sie dann eigentlich immer, wo sie hinreisen muss, z. B. um Michael zu retten? Und woher hat sie diesen fancy Wiederbelebungsstrahl?
Interessante Beobachtung: Leland verhält sich ausgerechnet unter Einfluss der Control-Naniten endlich mal so dominant und kompromisslos, wie ich mir einen Section-31-Commander vorstelle. Bislang war das ja eher ein intriganter Sauhaufen.

2x12 - Through the Valley of Shadows
Das Zeitkristallkloster der Klingonen - tiefstes Sci-Fantasy-Gebiet. Aber ich denke, da brauchen wir nicht so tun, als hätte es das bei Star Trek früher nie gegeben. Gerade DS9 hatte es da mit seinen Orbs und dem Prophetenkult faustdick hinter den Ohren, das wird bloß gerne nostalgisch verklärt. Dass sich Pike nach der Ansage "wir sind die Bewahrer der Kristalle und werden niemals einen hergeben" lediglich eine finstere Zukunftsvision ansehen muss und dann (dieses Schicksal akzeptierend) den Kristall einfach mitnehmen darf, war schon an der Grenze zur Lächerlichkeit. Immerhin hat man so nochmal die Brücke zu Pikes düsterem Schicksal geschlagen und die Rollstuhl-Szene war kurz und visions-schummerig genug, um nicht lächerlich zu wirken.
Der Ausflug zum Section-31-Schiff... wieder viel Technobabble dabei und die übliche Problematik, dass AI und ihre Nanotechnologie immer genau so stark sind wie es das Drehbuch benötigt. Dass die AI letztlich sowohl Gant als auch das gesamte Schiff durchdrungen hat, sich aber trotzdem überrumpeln und besiegen lässt, gibt ein eher schwaches Bild ab. Dass sie Leland und Gant zerstört und dann rekonstruiert habe ist eine seltsame Aussage und passt gar nicht zu dem, was letzte Woche zu sehen war... vielleicht passierte das ja erst durch die Injektion der Naniten.
Warum flieht die Discovery am Ende nicht vor den Section-31-Schiffen? Warum wird sogar gesagt, dass diese sie ja einholen würden? Discovery hat einen gottverdammten Spore Drive, die kann ans Ende des Universums springen!!! Immerhin kommt Pike auf die Idee, das ganze Schiff zu zerstören - hatte mich schon seit Beginn der Folge gefragt, warum das niemandem einfällt.
Ich hab bei den sieben Signalen irgendwie den Eindruck, dass man sich die so on the fly überlegt hat. Stammten die zu Beginn nicht noch aus allen Ecken der Galaxis? Dass ist nun schon das vierte, das in Ausflugsreichweite liegt (okay, bei New Eden weiß man's nicht so genau). Und wenn das wirklich von Boreth kam, wieso hat das beim ersten Auftauchen niemand orten können?

2x13 - Such Sweet Sorrow
Das fünfte Signal taucht auf und - oh Wunder - es ist mal wieder in Tagesausflugsreichweite (die Enterprise kommt ja gegen Ende der Episode mit konventionellem Warpantrieb an).
Einige richtig tolle Szenen im ersten Drittel der Episode. Die Crew evakuiert auf die Enterprise (die Evakuierungsbrücken lösche ich mir mal aus dem Gedächtnis), wir bekommen das Schiffsinnere samt Brücke zu sehen ("keine Hologramme, nie mehr!") und das sieht für mich eigentlich ganz chic aus. Okay, die Brücke scheint man während der Reparaturphase vielleicht ein paar mal zu oft poliert haben so wie die glänzt, aber da kann sich bis zur Kirk-Äre ja noch ein bisschen Staub setzen. Dann wäre da das Meeting darüber, wie man an die Energie einer Supernova kommt und dass Georgiou endlich mal für ihre massenmörderischen Ideen abgekanzelt wird. Die Ankunft der Königin im Transporterraum. Und vor allem die Szene im Maschinenraum mit Reno, Stamets, Po etc., bei der man merkt, zu was für sprühenden Dialogen die Serie mit diesen Figuren fähig ist, wenn man sich einfach mal die Zeit dafür nimmt.
Nachdem sowohl "Runaway" als auch "The Brightest Star" nun in die Staffel eingewoben wurden, hatte ich fast einen Hoffnungsschimmer, man würde auch nun auch "Calypso" wahr werden lassen und die Discovery in die ferne Zukunft entsorgen. Mit dem Verbleib Michaels und spätestens mit dem Spocks auf dem Schiff hat sich das fürs Erste erledigt. Wäre auf jeden Fall ein respektabel mutiger Schritt gewesen, das titelgebende Schiff nach zwei Staffeln zu entsorgen (da die Serie immerhin jede Staffel den Captain wechselt ist Veränderung eh Programm)
Der Rest der Folge dann leider sehr, sehr viel Abschiedstränendrüse und Tempoverschleppung. Und was zur Hölle war das für ein seltsamer Planet? Das war definitiv der absurdeste Planet der Star-Trek-Geschichte - hat man dem Künstler vielleicht ein weeenig zu viel Freiheit gelassen.
Mit zwei ausstehenden Signalen, dem Mysterium über die Zeitsprünge von Michael, dem bevorstehenden Kampf und Sprung in die Zukunft hab ich ein bisschen Angst, dass im Staffelfinale genau wie in Season 1 die Zeit fehlt, es ordentlich zu erzählen. Mal schauen.
Statt Section 31 bitte eine Captain-Pike-Serie drehen! Die Enterprise ist gut designt, Anson Mount ist großartig (und Pike hat als "Walking Dead" nun eine weitere interessante Facette) und an Spock werde ich mich schon irgendwie gewöhnen (zumindest mit Augen zu, stimmlich ist Ethan Peck eine super Besetzung - oder Spock geht endlich mal zum Friseur, denn Peck hat eigentlich erstaunliche Ähnlichkeit zumindest mit Zachary Quinto). Section 31 hingegen...
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von LittleQ
#1531128
Die letzte Folge gefiel mir ziemlich gut. Auch wenn wieder viele über fehlende Logik meckern, fand ich so ne "Star Wars" Folge echt unterhaltsam.
Insgesamt hat mir Staffel 2 doch recht gut gefallen. "Das Problem", welches ich ja schon vorher festgestellt habe ist, dass Discovery einfach nur eine durchschnittliche Serie ist. Weder besonders gut, noch besonders schlecht.

Ich finde, dass die Serie echt potential hat. Schauspieler, Charaktäre, Atomsphäre...alles da. Allerdings schwächelt die Serie an so viel verschiedenen Enden.
Beispw. die Charaktäre. Discovery lässt sich viel zu wenig Zeit dafür, dass man mit den Charas warm wird. Selbst nach 2 Staffeln fühlen sich viele Figuren noch total fremd an. So kommt es, dass der Tod von Airiam (Diese Roboterfrau) total toll insziniert wurde, dieser mich allerdings total kalt lässt, weil ich einfach null Bezug zu dieser Person habe. Wenn ich da an Serien wie Lost oder Game Of Thrones denke...da fiebert man mit den einzelnen Figuren jeden Schritt mit. Bei Discovery ist das leider nicht so.

Diese ganze Sektion 31 war ganz okay. Gerade weil ich in DS9 ein großer Fan von der Story um diese Geheimorganisation war. Allerdings müsste ich lügen, wenn ich sagen würde, dass mich das total mitgerissen hat. In Enterprise sah man Sektion 31 ja auch schon, welche damals doch auch schon eher so eine verdeckte Organisation war. Wie diese es von da geschafft haben soll so offen zu werden, nur um dann wieder zur Geheimorganisation zu werden, erschließt sich mir nicht ganz :| :?:
Im Zusammenhang mit Control hätte ich mir gewünscht, dass man Sektion 31 irgendwie sehr viel hinterlistiger und auch verschwörerischer darstellt. Ein bisschen Akte X like, um dann am Ende festzustellen, dass Sektion 31 eine so große Bedrohng darstellt, dass man die Sektion verbietet, diese dann aber doch im Geheimen weitergeführt wird, weil sie einfach schon zu tief verwurzelt ist.

Auch wenn es ja mehr oder weniger so gekommen ist, fühlte sich das alles nicht ganz so rund an. Aber okay...in dem Fall spinnt man als Fan wohl einfach gerne weiter, wie man es hätte.
Hab mich auch die ganze Zeit gefragt, wieso man den Geheimdienst der Sternenflotte nicht ebenfalls mit involviert. Wäre ganz cool gewesen auf die Institution einen Blick zu erhaschen, aus der sich Sektion 31 dann auch irgendwie herauslöst.

Dies ganze "Red Angel" Geschichte war im Gesamten nicht ganz meines. Auch hier wieder: Nicht schlecht, aber eben auch nicht gut. Würde mir wieder ein bisschen mehr Science, anstatt Fiction wünschen, auch wenn am Ende durchs Spocks Aussage und den Ereignissen ganz gut erklärt wurde, wieso man keine Holograme verwendet, wieso diese Form von Zeitreisen und wohl auch der Sporenantrieb später geheim sind (wobei ich nicht verstanden habe, wieso der Sporenantrieb geheim bleiben soll?!) und wieso später nicht alles von der KI gesteuert wird.

In den Shorttrecks wurde ja auch bekannt, dass das Schiff irgendwo in der Zukunft festhängt. Bin also gespannt, wie man die Discovery wieder zurückbringen will.

Für die Staffel gibts 7/10
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von AlphaOrange
#1531146
Ich bin Admiral No-Face, höret meine Botschaft: Nie, nie, niemals im Leben - und auch nicht danach - dürft ihr mehr ein Wort über dieses Schiff sprechen, das uns allen den Arsch gerettet hat! Oder den Sporenantrieb, der uns im Klingonenkrieg den Arsch gerettet hat! Oder, bei Strafe! - den Zeitreiseanzug, den wir binnen zehn Minuten replizieren können! Überhaupt sind Zeitreisen erstmal gestrichen! Sagt auch den Kelpianern Bescheid, dass es den Saru nie gegeben hat! Und den Klingonen! Und den Vulkaniern! Ach, schickt die Botschaft gleich an die ganze Galaxis!
Achja, und Mr Spock: noch einmal unrasiert zum Dienst, dann gibts ne Abmahnung!

Wat'n Quatsch. :lol:
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von Wolfsgesicht
#1531148
LittleQ hat geschrieben:Charaktäre
Ahhhhhhhh mein Herz....bitte tu mir dieses Wort NIE WIEDER an!!!
Ist ja fürchterlich...
Ich korrigiere selbst in echt fast nie (auch wenn’s mir oft schwer fällt) aber das.....NEIN!!! Pfui! Aus!
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von AlphaOrange
#1531149
Sorry für den unqualifizierten Kommentar da oben. Aber wir sind ja hier zum Glück nicht bei Serienjunkies, wo man für sowas direkt vom Mob gelyncht wird... DANN GUCK ES DOCH EINFACH NICHT!!! NIE WIEDER!!! DU HATER!11. Ich fand die Szene mit dem halbgesichtigen Admiral (?) einfach dermaßen cringeworthy - wir haben uns auf dem Sofa gekugelt vor Lachen. Die gute Absicht (oder zumindest der kräftige Druck) ist ja wohlwollend registriert, aber es zeigt sich doch nochmal deutlich: einen Plan gab es für all dieses vom Start weg gefahrene Kanon-Geschwafel nicht. Genug damit:

2x14 - Such Sweet Sorrow, Part II

Ich habs schon mehrfach geschrieben und komme nicht umher, mich hier noch einmal zu wiederholen: Optisch ist Discovery eine Wucht! Das ist technisch erste Liga im TV, das kannst du ins Kino packen und selbst da bräuchte es sich kaum verstecken. Zumal man hier 60 Minuten durchballert (im wahrsten Sinne des Wortes). Wie kann das sein, dass CBS davon in einem Jahr 14 Folgen dreht (und das obwohl man zwischendurch immer die Showrunner feuert) während Netflix, HBO, etc. Zuschauer mittlerweile häufig zwei Jahre für halb so lange Staffeln dürsten lassen, weil alles so zeitaufwändig zu produzieren?!
Andere Seite der Medaille: Alles in Allem war die Raumschlacht eher so meh. Auf der einen Seite drei Dutzend unbemannte Schiffe, die uns nicht interessieren. Auf der anderen Seite zwei Schiffe, von denen wir genau wissen, das ihnen nichts passieren wird, weil wir von beiden bereits die Zukunft kennen. Dat is nicht spannend, Leute! Es wird auch nicht spannender, wenn man gefühlte hunderttausend Phasersalven und doch wieder nur ein paar Konsolen explodieren und der Beton von der Decke bröckelt (hach, echtes Star-Trek-Feeling!). Es wird auch nicht spannender, wenn man so viele Jäger, Drohnen und sonstiges Kleingewirr mit reinwirft, dass man nicht mehr erkennen kann, wer da nun eigentlich gerade auf wen feuert. Aber hey, endlich wieder echte Phaserstrahlen bei Enterprise und Klingonen (hier eigentlich Disruptoren)! Hatten wir nicht mehr, seitdem JJ das Impulsgeballer importiert hatte.
Inhaltlich gibts gar nicht mal so viel zu erzählen. Leland wird besiegt (oder so), Michael wird zum Red Angel (ich hab das mit den Signalen nun aufgegeben zu verstehen - wenn mir das jemand erklären kann, nur zu) und die Discovery düst ab in die Zukunft. Also nichts, womit man nach Teil 1 nicht hätte rechnen können.
Disco-typisch natürlich wieder garniert mit unfassbaren Plotholes. Warum überhaupt die Zeitreise, wenn Control doch besiegt ist? Wieso lädt Control ihre ganze KI in Leland, wenn sie 34 ferngesteuerte Schiffe zur Hand hat? Wie können Kelpianer, deren technisches Verständnis dem von Höhlenmenschen entspricht, eine Raumflotte steuern? Was macht Tyler auf der Brücke der klingonischen Arche der Gigantomanie, wenn er doch zum Schutz von L'Rell und seinem Sohn seinen Tod vorgetäuscht hat? Guckt sich Captain Pike wirklich durch eine Glasscheibe eine Torpedo-Explosion an, die die Untertassensektion in das Apple-Logo verwandelt? Warum verbietet Starfleet den Sporenantrieb? Und diese Signale, die im Staffelauftakt auftauchten ... Und das sind nur die richtig fetten Schnitzer.
Kurzum: Optisch ein Knüller, Story ein Brüller, oder so ähnlich.

Staffel 2
Ich will das trotz aller berechtigter Kritik als allererstes festhalten: Die zweite Staffel ist um Längen besser als die Erste! Und das hat wenig damit zu tun, dass man krampfhaft versucht, es den Kanonfanatikern Recht zu machen und den Klingonen wieder Haare angetackert und Spock abrasiert hat (sah kacke aus - im Falle einer Captain-Pike-Serie bitte wieder Bart wachsen lassen!), sondern dass man auch inhaltlich vieles aufgeräumt hat, was weder Star Trek noch gute Sciencefiction war. Die Crew agiert jetzt wieder als Einheit statt als dauerparanoide Einzelkämpfer. Man hat - von der Babykopf-Szene abgesehen - den unsäglichen Hang zu drastischen Gewaltdarstellungen ad acta gelegt. Und man zeigt Respekt und Demut vor dem Trek-Kosmos (wenn auch nur, weil man in Staffel 1 für dessen Missbrauch dermaßen auf den Sack bekommen hat).
Nichtsdestotrotz: Gut ist die Serie nach wie vor nicht. Hier sind zwei bedeutende Punkte, die besser werden müssen:

Discovery hat ein gigantisches Problem mit der Zusammenstellung seines Casts. Überdeutlich merkt man der Serie die Altlasten an, einen Cast aus eigenwilligen Spezialisten zu haben, den Fokus aber wieder auf die Kommandoebene zu schieben. Das führt zu dem äußerst bemerkenswerten Resultat, dass der Großteil der S1-Crew nur noch Nebenrollen spielt, während Discovery zur "Pike & Burnham"-Show mutiert.
Stamets? Hat eine eigene (sehr bizarre) Folge und ansonsten nix zu tun außer zunehmend creepy zu wirken.
Saru? Hat eine eigene Folge und ansonsten nix zu tun. Eigentlich steht Saru bis zum Finale nur auf der Brücke rum und lauscht still Pikes Befehlen.
Tilly? Hat nicht einmal eine eigene Folge und wird komplett zum Comic Relief degradiert.
Tyler? Den hat's tatsächlich noch am Besten getroffen. Dafür isser nun raus. So kann's gehen.
Stattdessen immer Michael als "Specialist" für Everything and even more. Wenn Michael jetzt ein besonders interessanter Charakter wäre, okay. Aber das ist sie halt leider auch nicht. Lediglich nah am Wasser gebaut.
Das die restliche Präsenz dann für Pike drauf geht, tut der Staffel zwar gut, weil ich Anson Mount hier großartig finde und Pike auch echt gut geschrieben ist, aber der Serie eher nicht, wenn man sich so sehr auf einen Charakter konzentriert, der nach der Staffel eh wieder weg ist.
So wird Discovery in Staffel 3 wieder vor derselben Fragen stehen: Was ist an Fähnrich Tilly so besonders, dass sie überhaupt Relevanz für die Geschichten hat? Wie bindet man Stamets ein, wenn nicht wieder von irgendwo Weltraumpilze geflogen kommen, wenn die Discovery doch angeblich über einen Chefingenieur verfügt (auch wenn der offenbar zu faul ist, selbst an Führungsmeetings zu technischen Problemen teilzunehmen). Und Culpert, wenn es eine Chefärztin gibt? Ich dachte ja eigentlich, man löst das indem die Discovery nur mit dem guten Dutzend Freiwilliger in die Zukunft fliegt, aber in Teil 2 wurde das dann einfach ignoriert. Was macht einen Saru interessant, nachdem das Kelpianer-Ding nun abgefrühstückt (nein, Frau Empress, so war das nicht gemeint!) ist? Das Kommando alleine wird dazu nicht reichen.
Ich bin indes nicht der Meinung, dass die Brückencrew noch mehr beleuchtet werden muss. Das ist als Bonus sehr willkommen, aber so wie in Staffel 2 war es schon gut gemacht. Das sind halt wirklich Nebenrollen.

Kontinuität. Die Serie scheißt drauf und das in jeglicher Hinsicht. Was man in der einen Episode behauptet, ist in der nächsten schon wieder umgekehrt. Braucht man eine schnelle Lösung, wird der Deus Ex Machina aus dem Hut gezaubert ohne Rücksicht auf spätere Verluste? Sporenantrieb? Sporengenesisplanet? Zeitreiseanzug? Wiederbelebungsstrahl? Zeitkristalle? Es geht mir hier weniger um den Kanon als darum, dass man sich in diesen Dingen oft dermaßen überhebt, dass die ganze Serienrealität zusammenklappt. Was alleine der Sporenantrieb schon für Plot Holes gerissen hat, weil er dramaturgisch einfach Gift ist. In den letzten Folgen der Staffel wird seine Mächtigkeit einfach komplett ignoriert, weil es sonst die Story zerrissen hätte. Und das alles dafür, dass er absolut unnütz ist, da man sich entschieden hat, auch auf sämtliche anderen Konzepte von Raum und Zeit einen dicken Haufen zu setzen. Egal wo in der Galaxis, die Discovery ist in einer Stunde da. Sarek und Amanda schaffen's sogar in einer halben. Ohne Schiff. Die Galaxis als popeliger Hinterhof.
Was bei Discovery heute erzählt wird, interessiert die Autoren morgen selbst nicht mehr. Oder wie war das mit den Black Badges? Uuuh.. eine Black Badge, das heißt wohl du bist Section 31?! Ey, du hast die Black Badge letzte Staffel selbst getragen, du Vogel! Aargh, das sind solche total unnötigen Kontinuitätsfehler, da fehlt mir jedes Verständnis für.

Und das hat wenig mit gutes Star Trek, böser Kanon zu tun. Es ist einfach handwerklich schlecht.

Staffel 3 voraus: Die Disco springt in die Zukunft und kehrt nie mehr zurück (Calypso zeigt ja, dass das zumindest für das Schiff gelten dürfte). Was für ne Zukunft ist das eigentlich, jetzt wo Control besiegt ist? Dieselbe, in der es nur noch totes Gestein gibt? Oder eine mit 800 Jahren technischer Entwicklung nach VOY? Au Backe, mir schwant Übles. Abwarten. Bislang gings jede Staffel aufwärts.
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von LittleQ
#1531150
Wolfsgesicht hat geschrieben:
LittleQ hat geschrieben:Charaktäre
Ahhhhhhhh mein Herz....bitte tu mir dieses Wort NIE WIEDER an!!!
Ist ja fürchterlich...
Ich korrigiere selbst in echt fast nie (auch wenn’s mir oft schwer fällt) aber das.....NEIN!!! Pfui! Aus!
Weil ichs falsch geschrieben habe, oder weil du das Wort Charaktere nicht magst? :D :D
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von Wolfsgesicht
#1531166
LittleQ hat geschrieben:
Wolfsgesicht hat geschrieben:
LittleQ hat geschrieben:Charaktäre
Ahhhhhhhh mein Herz....bitte tu mir dieses Wort NIE WIEDER an!!!
Ist ja fürchterlich...
Ich korrigiere selbst in echt fast nie (auch wenn’s mir oft schwer fällt) aber das.....NEIN!!! Pfui! Aus!
Weil ichs falsch geschrieben habe, oder weil du das Wort Charaktere nicht magst? :D :D
Weil du es 2 (in Worten: ZWEI) mal falsch geschrieben hast! :mrgreen: Einmal hät ich durchgehen lassen, aber zweimal? Ne! Das ist absichtliche Folter.
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von LittleQ
#1531170
Ich werde mich in Zukunft bemühen meine ääääs einzupacken. Ich weiß immer noch nicht, wieso ich das immer mache.

Und Alphas posts gefallen mir ganz gut. Mich stören diese Sachen jetzt einfach nicht so. Aber ich kann gut nachvollziehen, dass andere das stört.
Wie beknackt diese "wir reden einfach nicht mehr darüber"-Szene ist, ist mir jetzt auch beim Durchlesen aufgefallen :lol: :lol:
von Amtranik
#1531204
Disco Staffel 2

Vorneweg, ich mag Disco. Echt mir macht das Spaß, optisch ne Wucht, Setdesign ne Wucht (ich hab zwar das StarTrek der 60er bis heute nicht komplett gesehen aber die Enterprise und deren Brücke sofort erkannt, das war in der Gegenüberstellung zur neuen Kino Enterprise wirklich erste Sahne!) Erzählerisch hapert es leider aber deutlich an vielen Stellen. Ich bin niemand der auf einen Canon pocht, aber ich mag es wenn Serien in einem schlüssigen Serienuniversum spielen. Man hat in Season 2 versucht viele der (unnötigen) Schnitzer aus Staffel 1 zu beseitigen. Das war gut, das war richtig.

Ich mag es das die Leute jetzt Fluchen, Unsicher sind und sich bei Bedarf nen Cheeseburger rein ziehen, sich duzen (jedenfalls in der Syncro, wobei man das einfach auf eine schlechte Syncro der anderen ST-Serien schieben kann. Ich fand es z.b. immer so dämlich wenn sich O'Brian und Bashir in DS9 im Quarks gesiezt haben)

Das macht die Menschen/Aliens echter. Mit den geschniegelten Gutmenschen aus den anderen ST-Serien konnte ich oft wenig anfangen.

Burnham als Spezialist für alles ist ein Fehler, für die Serie wäre es wohl echt gut wenn Burnham gleich zu Beginn von Staffel 3 nen terminalen Stromschlag bekommt. Ich habe hier gar nichts gegen die Schauspielerin aber der Charakter ist einfach schlecht geschrieben. Ich habs schon nach Staffel 1 gesagt, wenn Burnham bleibt muss der Fokus weg von ihr. Schade das man vom Rest der Brückencrew (außer Tilly,Saru) so wenig sieht. Die erscheinen mir nämlich alle deutlich interessanter als Burnham.

Toll fand ich Pike, toll fand ich die Enterprise, toll von die Nummer 1 von der Enterprise. Mensch mit so einer Kommandantin wäre die Voyager nach nem halben Jahr zurück gewesen ...

Scheiße fand ich so viele unschlüssige Sachen. Da hast du die Signale, die in der ganzen Galaxie verbreitet sind (z.b. über 50.000 Lichtjahre entfernt). Die fängt man so einfach so auf? Die sind sofort da? Licht braucht da schon seine Zeit. Überhaupt was für Signale waren das? Eine kosmische Leuchtfackel? Wenn das so einfach ist hätte ja z.b. auch die Voyager nenn galaktischen Morsecode abfackeln können. "Hallo wir sind hier, wir leben noch!". Das sind solche Ungereimtheiten die mich ärgern.

Genauso der Torpedo in der Hülle der Enterprise. So ein Notschott mit Glasscheibe ist also Antimateriestabil, während der Rest ein rießiges Loch in die Hülle reißt? Wow, irgendjemand sollte den Spacekommunisten der Föderation mal Vorschlagen ganze Schiffe aus dem Schottmaterial zu bauen. Überhaupt nur von innen kann also das Notschott manuell geschlossen werden auch diese Lösung sollte man Schiffsbautechnisch echt überdenken. So ne manuelle Verriegelung wäre schon auf beiden Seiten nicht schlecht, je nachdem wo man halt den Druck- /Energieabfall hat. Man hätte auch einen der StarWars Droiden die auf der Enterprise Hülle rumlatschen holen können. Das fand ich im übrigen toll, so eine selbstständige Reperatur macht nämlich Sinn. Wenn jetzt das Personal bei (vorhersagbarem) Gefechtsalarm noch in Raumanzüge steigen würde .... Mensch da würde man doch glatt so ne explodierende Konsole oder einen Druckabfall auf der Brücke überleben.

Überhaupt, wenn man die Schiffe schon neu plant sollte man mal bei Sarek nachfragen. Der hat eindeutig ein Transwarpshuttle so schnell wie der durch den Föderationsraum hüpft.

Auf die Kelpianer die mit den Klingonen mitfliegen (WTF? ) hätte ich auch verzichten können. Das war einfach dämlich, weil die Klingonen sowieso schon mit einer Flotte unterwegs waren und warum zum Teufel sollte ich als Oberhaupt der Klingonen bewaffnete Fremdschiffe in mein Flaggschiff einschleusen? Das ist an sich eigentlich ziemlich ziemlich dumm. Die "Raumschlacht" sah toll aus, aber meine Fresse können diese Schiffe einstecken, auch hier sagt man den Luschen von TNG und später wie ihr solche Schiffe baut. Nicht mal die Voyager mit ihrem unendlichen Shuttlevorrat konnte soviel einstecken.

Gefallen hat es mir aber wie gesagt trotzdem. Ich würde mir schon noch ein paar Staffeln Disco wünschen.

Staffel 2 -> 7/10
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