Benutzeravatar
von redlock
#1513309
Die Lobbyistin (ZDFNeo)

Da ich aktuell nur sehr wenige ''Halbstünder'' habe die ich sehe, habe ich hier mal einen Blick rein riskiert.
Klar, sie erfinden das Genre ''Politthriller/Krimi'' nicht neu. Das Format als halbstündiges Drama ist aber schon mal interessant. Wie eine Abgeordnete des Deutschen Bundestages (sie sagen es nicht, aber sie war wohl bei den Grünen) reingelegt wird, und dann beim ''Feind'' des Volkes -- der größten Lobbyfirma der Berliner Republik landet -- und was da eigentlich los ist, hat mich immerhin so neugierig gemacht, dass das Ding noch eine zweite Folge bekommt. Und dies trotz des einen oder anderen Klischees, das anwesend waren.

---->6/10


No Activity (CBS AA)

Auch ein ''Halbstünder.'' Versucht sich als ''Comedy.'' Habe hier aber nur bis knapp zur Hälfte durchgehalten. Wir haben drei Pärchen -- zwei (männliche) Detectives, die eine Überwachung in einer Drogensache durchführen; zwei Kriminelle, die eben auf die Drogen warten (einer davon Rosa's Freund aus B99; hier wie da grenzwertig ertragbar); zwei Frauen in der Funkzentrale der Cops. Die ''Comedy'' sollen die Unterhaltungen der jeweiligen Pärchen sein. Die drehen sich schnell um absurde und bescheuerte Dinge. Es ging mir sehr schnell mächtig auf die Nerven. Ich fand das einfach nicht lustig oder amüsant. Diese Art von Comedy ist auf dem hier gezeigten Niveau einfach nicht mein Ding.
Der Gag am Ende der Ep war allerdings leidlich gelungen.

Keine Wertung


Future Man (Hulu)

Der Humor ist öfter das was die Amis als ''juvenile'' bezeichnen. Mit Seth Rogan als einem der ''creators'' hier auch nicht sonderlich verwunderlich. Aber diese halbstündige Comedy um einen Slacker/Loser, der in ein Zeitreise Abenteuer mit den Helden aus seinem Lieblings Computerspiel gerät hat mich überraschenderweise ein paar mal zum Schmunzeln gebracht. Bleib mal dran.

---->6/10
Benutzeravatar
von AlphaOrange
#1514114
Dark (Netflix)

Ich überlege die ganze Zeit, ob ich das nicht irgendwie zu hart bemesse, denn über das ständige Bashing von deutschen Produktionen beklage ich mich selber oft genug. Aber: Das war einfach nicht gut.
Das war insbesondere einfach nicht gut geschrieben. Reichlich krude Dialoge und schlechte Exposition, bei der sich der Autor ganz besonders tollpatschig anstellt. Da nimmt man den Hauptcharakter extra für jene zwei Wochen seit dem Verschwinden raus, lässt den Zuschauer aber nicht mit ihm über das Geschehene lernen sondern durch völlig unpassende Exposition Dumps am laufenden Band. So tritt die Schuldirektorin erst nach zwei Wochen vor die Schüler, um nach Hinweisen zu bitten und die aufgebrachten Eltern schauen nach zwei Wochen auf der Polizeistelle (oder wo auch immer sich dieser finstere Gang befinden sollte) vorbei und die Ermittler rekapitulieren erst nach zwei Wochen, was sie an mickrigen Indizien gefunden haben. Das wirkt alles einfach nicht sonderlich geschickt konstruiert und von der erzählerischen Abfolge unsinnig.
Visuell sicherlich gut umgesetzt, akustisch so lala, die schauspielerischen Leistungen wechselhaft. Luft nach oben würde ich sagen, irgendwie muss die Serie ihre guten Kritiken ja noch rechtfertigen.

5 / 10
Benutzeravatar
von redlock
#1514223
Counterpart (Starz)

Es ist immer wieder toll an einen Piloten ranzugehen ohne, oder mit nur sehr geringen, Vorkenntnissen.
Am Wochenende hat Starz die Pilotfolge der neuen Serie ''Counterpart'' bereit gestellt. Serienstart in Ende Januar 2018. Neugierig wie ich bin, habe ich mir das Ding angetan.
Ich war zunächst sehr überrascht, dass die Handlung in Berlin spielt und auch dort gedreht wurde (inklusive falscher deutscher Autokennzeichen a la ''Covert Affairs''). Damit war's aber auch schon mit den positiven Eindrücken. Das Ding erinnerte mich dauernd an ''Fringe'' mit den Geschichten um's blaue und rote Universum. Die Doppelrolle bzw. die zweifache Hauptfigur und deren Interaktion mit sich selbst, an die Klone und ihr Zusammenspiel in ''Orphan Black.''
Das war zwar nicht Neues, aber es war okay. Was mich jedoch richtig genervt hat war der ziemlich entkolorierte Look (vor allem wenn's in Innenräumen spielte). Die Macher wollen uns damit sicher was sagen. Mich hat's nur genervt.
Die Handlung war auch ziemlich zäh. 2/3 war Expo-Dump. Dann gab's was Action. Immerhin.

Unterm Strich war ich enttäuscht. Der Pilot hat mich nicht sonderlich animiert weiter dran zu bleiben. Die Frage die sich stellt ist, wie lange muss man warten bis ''Butter bei die Fische'' kommt. Die Geschichte einen also mit nimmt und man ein pay-off oder zumindest Erklärungen hat. Geduld scheint angebracht und mit der hapert es bis mir aktuell.

---->5/10
Benutzeravatar
von redlock
#1515260
9-1-1 (FOX)

Ryan Murphy macht ''Chicago Fire''/''Chicago PD,'' nur dass es in Los Angeles spielt. Aus Angst ihren ''Super Produzenten'' (die Amis würden wohl ''über producer'' schreiben) zu vergrätzen haben die Boss bei FOX allerdings vergessen ihm zu sagen, dass eine Network Serie, im Gegensatz zur Kabelserien, überwiegend Protagonisten haben sollte, die sympathisch sind. Hier laufen -- außer vielleicht den von Peter Krause gespielten Rettungsassitenten -- nur Vollpfosten, Arxxxlöcher und/oder Unsympathen rum. Hochwertige Schauspieler vergeudet.
Nee, dann lieber die Originale aus Chicago.

---->4/10


Alone Together (Freeform)

Der Sender versucht sich an einer Comedy, die auf seine neue Zielgruppe ''Beginners'' ausgerichtet ist. Im Mittelpunkt steht ein Pärchen, Mitte 20, die ihren Weg, beruflich, wie privat, in Los Angeles suchen. Die beiden sind nur platonische Freunde, aber nicht nur der schwule Barrista, auch wir Zuschauer erkennen sofort, dass die beiden perfekt für einander gemacht sind. Natürlich glauben sie selbst es nicht. In der Zwischenzeit beobachten wir Zuschauer, was sie so treiben.

Äh, ich glaube, ich bin mittlerweile zu alt für sowas. Man muss wohl tatsächlich ein amerikanischer Millennial sein um das gut oder interessant zu finden. Weil es allerdings ein, zwei amüsante Momente gab: 5/10
Benutzeravatar
von Holzklotz
#1515492
Devilman Crybaby (Netflix)
Hatte gelesen, dass dieser Anime von einer in der Szene relativ berühmten und gefeierten Persönlichkeit stammen sollte und die Serie darüberhinaus generell überzeugte; deshalb habe ich mir gestern den Piloten angesehen und... ja, also für Zartbesaidete wäre das sicherlich nichts. :lol:

Abgesehen aber von den stilistisch übertrieben gezeichneten Gewalt- und Sex-Exzessen, aber doch ganz interessant, weshalb ich mir die Staffel wohl anschauen werde. Hoffe das fügt sich dann irgendwann noch einmal zu einem etwas runderen Gesamtbild, aber bei solchen Animes weiß man nie, also mal abwarten.
Benutzeravatar
von Theologe
#1515507
redlock hat geschrieben:9-1-1 (FOX)

Ryan Murphy macht ''Chicago Fire''/''Chicago PD,'' nur dass es in Los Angeles spielt. Aus Angst ihren ''Super Produzenten'' (die Amis würden wohl ''über producer'' schreiben) zu vergrätzen haben die Boss bei FOX allerdings vergessen ihm zu sagen, dass eine Network Serie, im Gegensatz zur Kabelserien, überwiegend Protagonisten haben sollte, die sympathisch sind. Hier laufen -- außer vielleicht den von Peter Krause gespielten Rettungsassitenten -- nur Vollpfosten, Arxxxlöcher und/oder Unsympathen rum. Hochwertige Schauspieler vergeudet.
Nee, dann lieber die Originale aus Chicago.

---->4/10
Die Originale aus Chicago sind zwar auch nur eine Kopie von Third Watch, aber 9-1-1 fühlt sich von der ersten bis zur letzten Sekunde gewohnt an.
Das hat man alles schon gesehen. Chicago Fire ist nicht unbedingt besser, aber es ist genau das gleiche. Die Besetzung von 9-1-1 ist besser, aber da hört es dann auch schon auf. Niemand braucht diese Serie.
Besonders Unsympathisch fand ich die Figuren jetzt aber nicht.

5/10
Benutzeravatar
von redlock
#1515650
Da die Quoten der Serie in den letzten Wochen sehr konstant waren und mit z.Z. einfach nicht nach schwerer oder mittelschwerer Kost ist habe ich mir den Piloten von S.W.A.T. (CBS) reingezogen.
Vordergründig unterscheidet sich die Serie zunächst durch das für CBS Verhältnisse ziemlich ''diverse'' Ensemble. Doch unterm Strich und am Ende ist es eine typische Krimiserie für's CBS Stammpublikum. Die Bösen sind wirklich böse, die Cops sind, auch wenn nicht fehlerfrei, die Guten. In Grunde ist das eine durch und durch konservative und ''staatsbejahende'' (hier in Form des LAPD) Serie. Das war mir dann doch zu simpel. Wegen einer guten (aber nicht überragenden) Verfolgungsjagd: 4/10.
Sicherheitshalber habe ich noch #102 geguckt, und die bestätigt den Eindruck der Pilotfolge. Das war's dann.


Seit ''Smallville'' mag ich Kristin Kreuk. Darum habe ich mir die Pilotfolge ihrer neuesten Serie ''Burden of Truth'' (CBC, Kanada) gegönnt.
Die Frau sieht für ihr Alter (Jahrgang 1982) immer noch sehr jung aus. Genau wie bei ''Beauty and the Beast,'' wo sie einen Detective gespielt hat, ist das hier, wo sie eine Anwältin spielt, zunächst etwas gewöhnungsbedürftig.
Ich hatte keine Ahnung um was es bei der Serie geht. Bin also ziemlich ''unbefleckt'' an den Piloten rangegangen.
Sehr kompetente Großstadt Anwältin (Kreuk) soll für eine Pharmafirma ein paar rechtliche Probleme in einer Kleinstadt regeln. Der Clou, sie kommt aus dieser Kleinstadt, die ihr Vater (und sie) vor zig Jahren ''fluchtartig'' verlassen hat.
Es handelt sich also um eine ''coming home'' Prämisse. Was mich wirklich überrascht hat: Der Fall, weswegen die Anwältin in die Kleinstadt zurückkehrt, ist eine staffellange Geschichte. Kein FdW. Ebenso scheint die Sache weshalb ihr Vater die Kleinstadt damals verlassen hat staffellang angelegt zu sein. Da gibt's noch eine Reihe von Rätseln und Geheimnisse zu entschlüsseln.
Die Pilotfolge hat mich nicht vom Hocker gehauen. Aber die Figuren und die Handlungsstränge werden solide eingeführt, und ich bin leidlich neugierig was als nächstes passiert. Dazu gibt's ein Wiedersehen mit Bekannten aus der Torontoer/Vancouver Schauspielergilde.

---->6/10


The Resident (FOX)

Arzt- und Krankenhausserien gehören zum Rückgrat des Fernsehens. Dafür gibt's gute Gründe. Hier haben sie sich aus zwei Klassikern des Genres bedient. ''Dr John Carter'' (''ER'') und sein erster Tag als Assistentsarzt -- hier jetzt von einem Inder gespielt (Yeah, wird sind multi-kulti) -- trifft auf Doktor House -- hier in der Frühphase seiner Karriere, und gespielt vom wesentlich besser aussehenden Matt Czuchry (endlich eine Hauptrolle für ihn!). Als sein love interest (natürlich mit Hindernissen) die attraktive Emily Van Camp, die hier eine kompetente Krankenschwester mit schwerer Kindheit spielt. Dazu ein weiterer Veteran des US TV Geschäfts, Bruce Greenwood, als Chef der Chirurgie, von dem man sich aber besser nicht operieren lassen sollte -- alle wissen es, aber (fast) keiner tut was. Früher wäre so eine Figur innerhalb einer Episode weg gewesen. Hier spielt sie eine wichtige Rolle. Außerdem haben wir noch ein paar Nebenfiguren, die im Piloten aber keine große Rolle spielen. Das kommt aber sicherlich noch.

Was soll ich sagen? Sieht man von dem Zynismus ab den ''Dr House, Jr.'' verbreitet, war das nichts Neues unter der Sonne. Aber es war verdammt kompetent und ziemlich fesselnd gemacht. Die wichtigsten Figuren wurden eingeführt, und die 3/4 Stunde ging wie im Flug rum. Außerdem bin ich recht neugierig wie es zunächst weiter gehen wird. Könnte FOX hier tatsächlich einen dringend benötigten Gewinner haben? Möglich wär's.

---->7,5/10
Benutzeravatar
von redlock
#1519014
For the People (ABC)

Ich wollte die Pilotfolge eigentlich gar nicht anschauen, hauptsächlich weil Shondaland produziert und ich mit denen durch bin. Dann stellte ich jedoch fest, dass Britt Robertson mitspielt, und da war ich nach ''Girlboss'' einfach zu neugierig.
Der Pilot hat sehr wenig mit den typischen Shondaland Serien gemein. Okay, die Protagonisten reden was zu schnell und der Cast ist politisch korrekt besetzt. Aber die persönlichen Melodramen halten sich auf geringem Niveau. Es geht um die Fälle und wie die Newbies -- drei stellvertrendene US-Bundesstaatsanwälte, drei Pflichtverteidiger -- damit zurechtkommen. Natürlich laufen die Prozesse in einem Tempo ab, das mit der Realität absolut nichts zu tun hat. Aber das Ganze war überraschend kurzweilig und unterhaltsam. Gefiel mir wesentlich besser als erwartet.
Fun Fact: Nach der Golden Gate Bridge läuft Britt weider zu Fuss über eine der berühmtesten Brücken der USA (hier Brooklyn Bridge). Allerdings bin ich mir nur zu 50% sicher. Könnte auch CGI gewesen sein.

---->7/10
Benutzeravatar
von redlock
#1519285
Instinct (CBS)

Es ist sicherlich unbestreitbar, dass CBS eines kann: Krimiserien für ein großes (man kann auch sagen ''mainstream'') Publikum mit Fokus auf einen Fall der Woche. Mit ''Instinct'' liegen sie genau auf dieser Linie. Ich hab mir den Piloten wegen Alan Cumming angesehen.
Ich fand den Piloten zwar nicht sonderlich realistisch oder innovativ, aber ziemlich unterhaltsam. Er hat genau das getan, was ein Pilot soll. Die Hauptfiguren vorgestellt und in die ''Lage'' eingeführt. Mal sehen, was die nächste Folge bringt. Aber langfristig...ich weiß nicht.

---->6/10


Harrow (ABC, Australien)

Mit ''Harrow'' haben wir eine weitere Krimiserie. Diesmal vom öffentlich-rechtlichen austr. Sender ABC. In der Hauptrolle der Typ aus der brit. Seefahrerserie/Ringer/Forever. Er spielt einen brillanten aber ''anstrengenden'' Gerichtsmediziner in Brisbane, Australien (drittgrößte Stadt Australiens, Klima ähnlich dem von Miami, USA; überhaupt erinnerte mich das von der Stadt gezeigte an ''TV Miami'').
Hab jetzt zwei Folgen gesehen und die zehnteilige Staffel scheint dreigleisig zu laufen. Da wäre der Fall der Woche, ein (wahrscheinlich) staffellanger Todesfall und die (gestörte) Beziehung von Harrow zu seiner Tochter (natürlich muss es aus dramaturgischen Gründen eine Tochter sein :lol: ) im Teenageralter.
Die Pilotfolge fand ich solide (6,5/10). Die zweite Ep gefiel mir schon besser (7,5/10), da der staffellange Fall mehr Zeit bekam und der Teil um die Tochter besser als erwartet (bzw. befürchtet) war. Da die Serie bei ABC läuft, liegt die Laufzeit der Eps bei 50-55 Minuten netto. Durch die ''Dreigleisigkeit'' kam keine Langeweile auf und es gab kein ''Füllmaterial.'' Hier werd ich mit hoher Wahrscheinlichkeit die Staffel zu Ende gucken.
Benutzeravatar
von LittleQ
#1519365
Eine Reihe betrüblicher Ereignisse (Netflix)

Ich fand die Pilotfolge irgendwie verstörden. Die ganze Aufmachung dieser künstlichen Welt gfällt mir nicht so wirklich gut. Graf Olaf als fiesen Schurken zu erleben hat mir doch gefallen, aber...Neil Patrick Harris mag ich einfach zu sehr, als das ich ihm die Rolle abkaufe und an einigen Stellen war es mir dann doch irgendwie einfach...zu hart...
Vielleicht hab ich mir da einfach was anderes vorgestellt, aber mir hat das gereicht...

Ghost Wars

Definitiv eher mein Geschmack. Gesichte spielt in einer abgelegenene Stadt in Alaska, in denen Geister plötzlich nicht mehr weiter können und in der Stadt Amok laufen. Ein bisschen zu gruselig für mich Schisshäschen, aber nachdem mit Supernatural meine Stammmysterieserie in die Jahre gekommen ist, schaue ich da bestimmt gerne mal rein, auch wenn ich nicht erwarte, dass Ghost Wars ein voller Ersatz wird.
Benutzeravatar
von LittleQ
#1519689
Roseanne

Also ich hab die Folge mega gefeiert. Das Ganze wirkt ein bisschen wie eine Parodie auf frühere Sitcoms. Nostalgie pur, dazu der alte Humor, der bei mir eigentlich mega gut zieht und einige Anspielungen auf früher.
Ich habs genossen, freue mich auf mehr und liebe den Trend, alte Serien neu aufzusetzen.

Home Improvement incoming :lol: :lol: :lol:

Und Sarah Chalke zu sehen....die Frau wird auch nur noch schöner von jahr zu Jahr <3
8.5/10

Edit: Hatte auch einen kurzen emotionallen Einwurf, als erwähnt wurde, dass Beckys "Ehemann" gestorben ist.
Mir ist erst vor kurzem wieder eingefallen, dass Glenn Quinn ja schon vor Jahren gestorben ist
Benutzeravatar
von redlock
#1519713
Roseanne Revival -- Folgen 10.01 + 10.02 (ABC)

Acht Staffel lang war das damals must-see TV für mich. Glücklicherweise konnte ich diese Staffeln im O-Ton sehen (ohne Internet!!). Die neunte Staffel habe ich damals nach zwei oder drei Fogen abgebrochen. Die war einfach eine bodenlose Frechheit. Glücklicherweise ignoriert auch das Revival diese Staffel.
Ich war zwar sehr skeptisch muss aber gestehen, das Revival funktioniert ausgesprochen gut. Damals wie heute sind die Connors eine Familie die täglich die amerikanische Wirklichkeit am unteren Ende der sozialen und wirtschaftlichen Skala bewältigen muss. 20 Jahre sind vergangen und es hat sich praktisch nichts geändert. Dennoch ist das Revival ''am Puls der Zeit'' und aktuell. Die Wahl von Trump zum Präsidenten wird nur in #10.01 behandelt ohne dabei alles andere zu erdrücken oder nervig zu wirken.
Der alte Cast ist komplett wieder dabei. Die Sache mit der doppelten Becky haben sie hübsch gelöst. Übrigens, auch damals hatten sie ''Spaß'' damit und sich selbst auf den Arm genommen.
Wie die Macher das Revival hinbekommen hat würde ich mit 9/10 bewerten. Den Unterhaltungswert der Folgen mit 7,5/10.
Benutzeravatar
von str1keteam
#1519731
Roseanne Revival -- Doppelfolge (ABC)

Meine Erwartungen waren nach der grottigen Finalstaffel und den lahmen Clips und Trailern niedrig und die ersten Minuten hatte ich auch arge Probleme, mich wieder in die Welt der Connors einzuleben. Während sich Wohnzimmer und Küche, den finanziellen Umständen der Familie entsprechend, nur minimal verändert haben und alte Fans sofort willkommen heißen, braucht es bei einigen Schauspielern, die lange von der Bildfläche verschwunden waren, über die Alterungserscheinungen hinwegzukommen. John Goodman ist neben Laurie Metcalf der einzige Connor, der die vergangenen Jahrzehnte immer in Kino und TV präsent blieb, aber beim einst kraftstrotzenden Dan ist es trotzdem ungewohnt, ihn so abgeschlafft und müde beim Abliefern seiner Dialoge zu sehen, denn Goodman wirkt auch in aktuell wieder etwas schlankerer Form immer noch als wäre er nur 5 Treppenstufen vom realen Herzinfarkt entfernt.

Die größte Hürde zur Wiedereingewöhnung war für mich aber Roseanne Barrs Originalstimme. Bis auf ihren Comedy Central Roast und ein paar Gastauftritte hatte ich sie bisher nur auf Deutsch gehört (sie hat die selbe charismatisch raue Synchronstimme wie Kathy Bates und Whoopy Goldberg) und verglichen damit klingt ihre echte Stimme wie Fingernägel auf einer Tafel. Glücklicherweise war die Qualität der Rückkehr so hoch, dass ich mich durch die anfänglichen Probleme nicht abschrecken ließ und spätestens nachdem sich die komplette Familie (minus Jerry Garcia und inkl. Nachwuchs von Darlene und DJ) in der Küche versammelt hat, hat es sich auch mit 20 Jahren mehr an Falten wieder wie zu besten Zeiten angefühlt. Die Charakterdynamik, die Streitgespräche und das gegenseitige Aufziehen funktionieren immer noch wie früher und nachdem der große orange Elefant und die Gags über die ignorierte letzte Staffel vom Tisch waren, lieferten auch die Themen organische Anpassungen an die neue Zeit.

Selbst das die einstige Hardcore Feministin zur Trump-Wählerin geworden ist, gibt ein glaubhaftes Bild der US-Arbeiterklasse ab, denn im Herzen ist sie immer noch toleranter und liberaler als viele US-Demokraten und hat sich hauptsächlich von den Job-Versprechungen und der Hillary-Abneigung blenden lassen. Das die rechtskonservative Ecke den Erfolg gerade als Unterstützung ihrer Politik abfeiert, ist dann auch nicht nur wegen der ungewissen Quotenentwicklung unpassend, denn im Gegensatz zur Schauspielerin Roseanne Barr ist die Serie keineswegs Pro Trump. Sie gibt nur beiden moderaten Seiten des Spektrums fairen Raum, strebt offenherzige Diskussionen und Annäherung anstatt sturen Lagerkampf an und zeigt die Grautöne und Widersprüche von Überzeugungen, was heutzutage schon zur absoluten Ausnahme geworden ist. So zeigt schon dieser Auftakt, dass Roseanne Connor z.B. immer noch "Pro Choice" ist, Jackie ist überzeugte Denokratin, es gibt Kritik an der medizinischen Versorgung, DJs Tochter ist schwarz und Darlenes Sohn trägt gerne Mädchenkleidung. Was zugleich einen Kernplot von Folge 2 darstellt, in dem klargestellt wird, dass ein Dinosaurier wie Dan es zwar nicht versteht und Sorgen über Mobbing in der Schule hat, aber ihn trotzdem vorbehaltlos akzeptiert. In dem Zusammenhang gibt es auch Callbacks zu Darlenes Tomboy-Phase vor fast 3 Jahrzehnten.

Ein Plotpunkt, der sich über die komplette Staffel ziehen wird, ist der Umgang mit Becky 2.0 (Sarah Chalke), die Becky 1.0 (Lecy Goranson) als Leihmutter bucht. Das sich letztere besser gehalten hat als ihre jüngere Schwester (die gleichaltrige Sara Gilbert) liefert Vorlagen für Geschwisterzoff wie in ihren Teenagerzeiten und einen der neuen Running Gags.

Allgemein hat das Revival einen gesunden Mix aus Nostalgie, Selbstironie und Grundsteinlegung für die Zukunft gefunden, so dass ich die kurze Staffel bis zum Ende verfolgen werde und bei gleichbleibender Qualität auch weiteren Runden nicht abgeneigt wäre. Wie sehr mein Urteil von Nostalgie getrübt ist, wird sich wohl erst nach den regulären Episoden herausstellen, wenn die Wiedersehensfreude verflogen ist und nur noch die jetzigen Stärken überzeugen müssen. Durchaus möglich, dass mit nüchternem Blick am Staffelende nur noch eine Allerwelts-Sitcom übrig bleibt, aber dem Auftakt gebe ich 8/10. Alte Fans sollten sich selbst ein Bild machen. Interessierte Quereinsteiger werden einen großen Teil der Gags nicht verstehen, aber wer nach einer Comedy alter Schule sucht und Multi-Cams mit ihrem theaterhaften Aufbau und den Lachkonserven nicht komplett ablehnt, kann die 40 Minuten schlimmer verbringen als mit einem ersten Abstecher nach Lanford.
Benutzeravatar
von redlock
#1519846
The Detail (CTV, Kanada)

Routinierte Krimiserie mit FdW und den fortlaufenden Geschichten ums persönliche der drei Ermittlerinnen, die im Zentrum der Serie stehen. Es gab eine Wiedersehen mit einer Reihe von Darsteller/-innen aus ''Rookie Blue'' und ''Saving Hope.'' Offensichtlich ist die Schauspielersgilde in Toronto dann doch nicht so groß. Ich muss aber ebenfalls zugeben, zwei der drei Hauptdarstellerinnen kannte ich bis jetzt nicht.
Die Pilotfolge war ziemlich gelungen. Ich war sehr überrascht im Abspann zu lesen, dass ''The Detail'' auf der britischen Serie ''Scott & Bailey'' beruht.

Für den Piloten: 7/10
Die zweite Folge war leider schon schwächer. Keine Ahnung ob ich dran bleiben werde.


The Crossing (ABC)

Oh, das ist genau mein Ding: Zeitreisende, eine Verschwörung, der pazifische Nordwesten, persönliche Dramen.
Die Pilotfolge hat mir ausgesprochen gut gefallen, obwohl sie das Rad nicht neu erfunden haben. Es gelingt jedoch schnell und einfach die Lage bzw. Situation zu etablieren, die wichtigesten Figuren einzuführen und, jedenfalls mich, neugierig auf mehr zu machen.
Eins ist aber mal ganz klar: Ein broadcast Network ist für eine soche Serie heutzutage völlig ungeeignet. Die Zeiten von ''Lost'' sind lange vorbei. ''The Crossing'' passt eher zum CW -- obwohl da die sci-fi Serien auch gefloppt sind -- oder noch besser einem Kabelsender (Syfy kommt direkt in den Sinn). Wie dem auch sei. Ich bin am Haken und werde wahrscheinlich bis zum (bitteren) Ende dabei bleiben. Ich erwarte allerdings nicht, dass ich darauf lange werden warten muss.

---->8/10
von Sergej
#1519998
Siren (Freeform)

Sah außer Greek damals nur 3 Folgen Shadowhunters (was nicht gut war). Siren ist jetzt sicher keine Neuerfindung des Genres, aber es ist die erste Freeform Serie die man schauen kann. Meerjungfrauen werden hier mal nicht als nette Menschen dargestellt. Klar ist es auch hier eine hübsche Junge Frau, ihr Wesen bleibt aber das eines Meerestieres und nicht die eines Menschen. Kein dummes Meerestier, aber auch keines das fließend Englisch kann :lol:. Mal abwarten wie es sich entwickelt, ich bleibe erstmal dran.

7,5 / 10
Benutzeravatar
von redlock
#1520023
Siren (Freeform)

In der Tat, der Ansatz die Meerjungfrauen hier nicht wie bei Disney oder bei den australischen Serien darzustellen, gefällt.
Die ersten beiden Folgen waren überraschend gut. Da es im pazifischen Nordwesten spielt ist es eher düster und feucht. Die Atmosphäre erinnerte an bestimme Folgen von Supernatural oder The X-Files.
Der Start war gut 7,5/10 Mal gespannt, wie es sich weiter entwickelt.
Benutzeravatar
von redlock
#1520119
Killing Eve (BBCA)

Solider -- mehr isses echt nicht -- Einstieg in diese Serie. Die Pilotfolge kommt als klassischer Krimifall daher. Ermittlerin jagt attraktive, eiskalte Auftragsmörderin, die ihre Aufträge von einem Mann bekommt (der dänische Bulle aus ''The Bridge''). Wer hinter ihm steht bleibt zunächst offen. Da die Ermittlerin für den brit. Geheimdienst MI5 arbeitet, könnte es einen Agenten-/Spionageaspekt oder Dreh geben. Im Piloten spielte es jedoch keine Rolle.
Der Pilot war einigermaßen flott inszeniert. Aber wirklich gepackt oder gefesselt hat er mich nicht. Er hat mich allerdings dennoch neugierig auf die nächste Episode gemacht. Das Hauptziel eines Piloten somit erfüllt. Was die Serie nun bringt bleibt abzuwarten.

---->6,5/10
Benutzeravatar
von LittleQ
#1521103
Safe (Netflix)

Dexter ist zurück...gut, zwar nicht als Dexter, aber Hall endlich in einer neuen Serie. Den Auftackt zu Safe fand ich gelungen. Natürlich kann man bei einer länger angelegten Story wohl nicht so viel vom Piloten erwarten, aber zumindest macht die erste Folge Lust auf mehr.
Benutzeravatar
von Sarge
#1521950
Reverie (NBC)

Sarah Shahi als Mara, eine traumatisierte Professorin für "Zwischenmenschliches" und Ex-Polizei-Unterhändlerin, die von einer Tech-Firma angeheuert wird, um User aus deren Virtual-Reality-Programm 'Reverie' zu "retten". Das Unterbewusstsein der User hat sich nämlich dazu entschlossen ins Koma zu fallen, weil ihnen die VR lieber als die Realität ist, und das sehen die Investoren der Firma nicht gerne.

Die Serie von Extant-Schöpfer Mickey Fisher richtet sich mE im Piloten eher an eine weibliche Zielgruppe. Die VR bietet sich natürlich an, um schöne Umgebungen zu erschaffen, innerhalb derer Mara versucht den psychologischen Knackpunkt zu ermitteln, damit der User freiwillig wieder in die echte Welt zurückkehren möchte. Im Piloten ist das sehr simpel gehalten (dafür brauchte man keine Expertin), dient aber in erster Linie dazu die VR und die Nebencharaktere vorzustellen.
SciFi-Fans dürften die vorgestellten Themen VR & AI eher sehr oberflächlich abgehandelt finden. Zudem stellt man sich schnell auch Fragen wie: "Warum wurde kein Mechanismus einprogrammiert, der die User im Notfall aus der VR holt?"
Der Cast ist sehr divers und passt gut ins Tech-Setting. Sarah Shahi ist momentan der Hauptgrund zum Einschalten, auch wenn mir ihre Figur nicht allzu glaubhaft erscheint (vom funktionierenden Alki zur Sauberfrau in einer Episode).
Woran es hauptsächlich hapert: mangelnde Spannung und eine Aussicht, warum man in den kommenden Episoden dabei bleiben sollte. Wenn es bei der VR-Rettung der Woche bleibt, dürfte das schnell langweilig werden.

5 / 10
Benutzeravatar
von LittleQ
#1522032
Dear White People

War ein sehr witziger und bissiger pilot. Da hat man sich wirklich was getraut, was mir echt gut gefallen hat. Ich hoffe mal darauf, das die ganze erste Staffel so interessant wird.

8/10
Benutzeravatar
von redlock
#1522135
Reverie (NBC)

War leider eine Enttäuschung. Psychisch beschädigte ''Expertin'' hilft anderen Leuten, die eine Macke haben und nicht aus einer Traumwelt raus kommen wollen. Die zweite Folge war auch nicht besser. Die war so gar noch rührseliger als der Pilot. Dazu noch eine geheimnisvolle Regierungsmitarbeiterin, die das Projekt für die Regierung überwacht, die wer weiß was damit anstellen möchte.
Konnte mich nicht überzeugen.

---->5/10


Impulse (YouTube Originals)

Eigentlich bin ich mit Superheldengeschichten fertig. Auf "Cloak & Dagger" verzichte ich z.B.; viele andere hab ich abgesetzt. Bei ''Impulse'' hieß es jedoch, dass der Superhelden Teil nur eine untergeordnete Rolle spielt. Nach zwei gesehenen Folgen kann ich sagen, dass stimmt so weit auch. ''Impulse'' ist ein klassisches coming-of-age drama, mit einer anständigen Portion crime-drama und einer kleinen Dosis ''Superheldeneigenschaften.''
Pilotfolge hat mich sehr stark angefixt. Fand das sehr packend und fesselnd. Was der Prolog der Pilotfolge allerdings sollte, habe ich nicht verstanden. Hoffe, da kommt im Verlauf der Staffel noch was. Wenn nicht, auch okay. War nämlich ziemlich cool in Szene gesetzt.
Bis auf den Darsteller aus ''JAG,'' der hier das komplette Gegenteil der Figur aus der Serie ist, gib't wieder jede Menge bekannte Gesichter aus der kanadischen Schauspielergilde, inklusive der Hauptdarstellerin, die einen verdammt guten Job macht.
Die Staffel werde ich asap durchschauen. Das steht fest. Für den Piloten: 8,5/10