US-Fernsehen (inklusive Season- und Pilot-Reviews), britisches Fernsehen etc.
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von little_big_man
#1536829
So, die erste Episode von Survivor Deutschland ist also vorbei und ich stelle meine Eindrücke mal hier rein (nicht weiterlesen wer die Episode selbst noch schauen will):






Der grosse Positivpunkt, der alles überwiegt, ist auf jeden Fall, dass der Cast gut zusammengestellt zu sein scheint und ein grösserer Anteil als von mir befürchtet das Spiel auch kennt. Damit steht und fällt die Show und von daher schaue ich schon mal verhalten positiv auf den Rest der Staffel. Auch gut, dass gleich zu Beginn schon mal die "oh wie traurig dass jemand gehen muss"-Kandidatin rausflog, auch wenn Stephan sich natürlich ebenfalls unglaublich schlecht angestellt hat und dem Spiel kaum lange erhalten bleiben dürfte. An die deutsche Terminologie muss ich mich dann doch noch etwas gewöhnen, auch wenn die Wörter natürlich schon passen, aber trotzdem unglaublich "klobig" klingen.

Was mir nicht gefallen hat, ist das gleiche, was auch schon Big Brother und andere Sendungen im deutschen TV immer extrem abgewertet hat für mich, und zwar die "Überproduziertheit". Die ganze Anfangssequenz mit dieser langweiligen Challenge, den wilden Schnitten, der unnötigen Musikuntermalung und (wo ich immer wegschauen musste) den ganzen Spoiler-Sequenzen von späteren Geschehnissen in der Staffel, das war einfach nur grauselig. Dazu ein Moderator, der komplett "out of his element" schien und für mich ein klarer Schwachpunkt darstellt.

Zum Glück wurde es nach dieser Anfangssequenz rapide besser und man hat die Kandidaten wirklich sehr gut kennen gelernt und genug Zeit gelassen, die ganze Gruppenbildung zu zeigen. Dass dabei nicht nur ein Immunity-Idol gefunden, sondern sogar noch ein Fake-Idol versteckt, gefunden und (irrsinnigerweise) verbrannt wurde, lies mein Survivor-Herz natürlich höher schlagen. Auch die Immunity-Challenge war ganz gut.

Fazit: darauf lässt sich definitiv aufbauen und ich werde dran bleiben, hoffe aber zukünftige Folgen irgendwo runterladen zu können, damit ich sie in meinem Reality-Show üblichem 1.3-Tempo anschauen kann, denn das ganze war mir vor allem zu Beginn einfach vieeeeeeeeeeel zu langatmig. Ich bin mir einfach nicht mehr gewohnt Shows im Original-Tempo zu schauen.

Wer hat sonst noch geschaut? Und was denkt ihr?
von logan99
#1536830
little_big_man hat geschrieben: Sa 14. Sep 2019, 10:46 Ich versuche mal wieder diese toten Thread wiederzubeleben:
Schaut hier sonst noch jemand internationales Survivor? Bei der Australien-Staffel bin ich inzwischen weit im Rückstand, da 3 Episoden pro Woche sich einfach sehr schnell ansammeln (also bitte keine Spoiler hier), aber bei der South Africa Staffel suche ich nun schon seit über 2 Wochen vergebens die Episode S07E17 (und inzwischen wohl auch schon S07E18). Also falls mir da jemand helfen kann, wäre ich sehr dankbar.
Schaue zwar aktuell nur die AU Staffel, aber die aktuellen SA Folgen sind genauso über Torrent zu finden.

little_big_man hat geschrieben: Mo 16. Sep 2019, 23:22 Wer hat sonst noch geschaut? Und was denkt ihr?
Besser als das was man zuvor an Versuchen hierzulande gesehen hat, aber im Vergleich zu den internationalen Ausgaben stinkt es halt doch gewaltig ab. Gerade wenn man den aktuellen Vergleich zur AU sieht, was wirklich exzellent produziert ist und dazu einen klasse Moderator hat.
Cast mag okay sein, aber es kommt auf Deutsch irgendwie kaum Atmosphäre auf.
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von AlphaOrange
#1536860
Beim großen Pluspunkt stimme ich lbm auf jeden Fall zu:
Der Cast macht einen richtig guten Eindruck. Anders als ich es erwartet hatte hat man tatsächlich massiv auf Leute gesetzt, die sich exzellent mit der Show auskennen, gefühlt dürfte das über die Hälfte der Teilnehmer sein, die sich sehr stark mit den internationalen Ausgaben beschäftigt haben bzw. schon seit jeher Fan sind. Dadurch steigt die Folge ab dem Camp sehr gut in funktionierende Mechanismen ein. Auch davon ab ist der Cast mit Anführern, Strategen, Sammlern und Suchern, Social Playern und Challenge-Spezis ziemlich gut zusammengestellt. Gefällt mir gut.

Ganz großer Minuspunkt: Der Moderator.
Wo haben die denn diese Schlaftablette aufgetrieben? Klingt die ganze Zeit, als würde er gelangweilt in einer Sprecherkabine sitzen. Da ist null Emotion, null Action, null Ausdruck, null Tempo - gar nichts. Als würde er WWM moderieren und zwei Minuten Denkpause überbrücken wollen ohne die Konzentration des Kandidaten zu stören. Haut ansonsten ab und an auswändig gelernte Übersetzungen von Probst raus, Spontaneität scheint hingegen ein Fremdwort zu sein. Massive Fehlbesetzung.

Der Einstieg mit Mix aus Reward Challenge, Marooning und Vorstellung hat mir nach erster Irritation ganz gut gefallen. So konnten die Kandidaten deutlich ausführlicher vorgestellt ohne ein elendig langes Vorstellungssegment zu haben. Gut, die zwei Songs, die zwischendurch eingespielt wurden, hätten nicht sein müssen. Ohnehin taugt die musikalische Untermalung leider nicht viel.

Die Übersetzung ist mir oftmals zu eng am Original, was in deutschen Wortungetümen wie Immunitätsamulett mündet, die schlicht sperrig und falsch wirken. Hier hätte ich mir gewünscht, dass man mal einen ordentlichen Texter dran setzt, der ein bisschen Pfiff in die deutschen Texte bringt.

Überhaupt war das vom Tempo her einfach nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Die Moderation, das Camp Life, das Editing in der Challenge, da gibt US-Survivor eine deutlich höhere Schlagzahl vor - meinem Geschmack nach manchmal eine zu hohe, aber hier hätte man mit Sicherheit straffen können.

Ich bleibe auf jeden Fall dran, hauptsächlich weil man zumindest die Essenz der Konzepts bewahrt und vor allem einen guten Cast aufgefahren hat (nur Stephan ist leider eine Vollpfeife).
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von little_big_man
#1537168
Scheisse, meine gestrige Aufnahme von Survivor Deutschland lief ins Leere weil die Sendung verschoben wurde....und bei der Version der dritten Epiosde, die ich im Internet gefunden habe, endet das Video nach 55 Minuten und somit fehlt mir das Tribal Council. Kann mir jemand einen Tipp geben, wo ich das noch schauen könnte?
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von little_big_man
#1537171
AlphaOrange hat geschrieben: Di 1. Okt 2019, 18:18 Guck das Ende doch einfach auf VOX Now. Ich guck die ganzen Folgen dort.
Ach, das kannte ich gar nicht, bzw. dachte das wäre irgendein Abo-Service. Aktuell scheine ich die Episode dort auch nicht zum laufen zu bringen, aber ev. muss ich da noch irgendwelche Werbeblocker ausschalten...

EDIT: Ja, jetzt ohne Werbeblocker läufts, vielen Dank für den Tipp, da könnte ich jetzt ja sogar schon Episode 4 schauen, aber dafür ist mir die Werbung wohl etwas zu nervig, um das zu machen.

Spoiler zu Episode 3:
versteckter Inhalt:
Und die Lust weiter zu schauen, ist mir jetzt sowieso gerade vergangen nach dem Outcome des 3. TCs......warum in aller Welt gab es kein Random-Draw zwischen allen anderen hier? Da hat ja niemand einen Anreiz beim Revote seine Stimme zu ändern, wenn sie selber alle save bleiben bei einem erneuten Draw... :face_with_rolling_eyes:
Zuletzt geändert von little_big_man am Di 1. Okt 2019, 18:49, insgesamt 1-mal geändert.
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von Fernsehfohlen
#1537527
Schaut die VOX-Version noch jemand? Ich nehme fleißig jede Woche auf und finde es ein wenig schade, dass die so floppt. Klar, die Show ist nicht perfekt und Florian Weber als Moderator ist in der Tat ein ziemlicher Griff ins Klo, aber davon einmal abgesehen finde ichs eigentlich wertig produziert, spannend und abwechslungsreich. Ist auch irgendwie ziemlich "pure" Abenteuer-Reality mit normalen Leuten statt mediengeilen Selbstdarstellern und sowas sehe ich im deutschen Fernsehen sonst eher selten.

Was mich interessieren würde: Sind die erfolgreichen Versionen aus dem Ausland auch so krass auf die Challenges ausgerichtet? Habe das Gefühl, dass über die Hälfte der jeweiligen Folgen mit diesen zwei Duellen um Belohnung und Immunität gefüllt werden und man relativ wenig aus den jeweiligen Lagern mitbekommt, was ich etwas schade finde. Und generell würde mich interessieren, was neben dem Moderator und den vielleicht etwas sperrigen Begriffen ("Immunitätsamulett" und so, wobei mich das gar nicht stört) in den erfolgreichen Versionen anders läuft. Da für mich Formate auf Englisch Anstrengung bedeuten, werde ich sie mir wahrscheinlich trotzdem nicht anschauen, aber interessieren würde mich der Vergleich der "Survivor"-Fans schon. Aus meiner Sicht hat VOX eigentlich so viel nicht falsch gemacht, rein qualitativ. Wobei ich Primetime von vornherein sehr... mutig fand.


Fohlen
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von little_big_man
#1537532
Ich schaue zwar noch, aber ich habe jetzt endlich gelernt, was der Begriff Hate-Watching bedeutet, denn ich rege mich jede Woche nur auf, wie scheisse das alles ist. Nach der ersten Episode war ich noch so positiv gestimmt und der Cast hat eigentlich einen guten Eindruck gemacht, aber mittlerweile sind alle interessanten Charaktere entweder bereits raus oder es hat sich herausgestellt, dass sie eben doch nichts taugen.

Diese Ansammlung von Memmen und Nichts-Checkern ist einfach wirklich kaum mehr zu ertragen und ich bekomme jedesmal fast Schreikrämpfe wenn ich Leuten wie Melanie oder Björn zuhören muss.

Nur schon wie da am Montag die Situation behandelt wurde, dass jemand freiwillig gehen wollte, war so unglaublich peinlich. Beim Original-Survivor ist das ein absolutes No-Go. Das bewerben sich Leute teils 5 oder 10 Jahre lang bis sie die Chance erhalten da teilnehmen zu dürfen, da würde nie jemand freiwillig aufgeben bzw. die an einer Hand abzählbaren, die das in 39 Staffeln gemacht haben, sind so ziemlich geächtet von der gesamten Community (Purple Kelly).

In der VOX-Version hingegen denkt gefühlt jeder zweite Kandidat teilweise ans Aufgeben oder es ist ihm/ihr zumindest egal, ob er/sie rausgewählt wird. Und das gilt sogar für diejenigen, die ich eigentlich als "Player" gesehen habe, die das Spiel verstehen.

Also ja, für mich mittlerweile einfach nur noch ein Train-Crash, wo ich nicht wegschauen kann aber auch nicht mehr hinschauen will.... :grimacing:

@Fohlen: Also wenn dein englisch einigermassen ausreicht, dann kann ich dir nur dringend empfehlen, mal eine Original-Staffel anzuschauen, wo der Fokus auch effektiv sehr viel weniger auf Challenges liegt, sondern viel mehr auf dem taktischen Spiel und Alliances. Wobei sich das natürlich auch entwickelt hat von S1 bis S39 und nicht von Anfang an so war. In S1 (ich selbst habe erst ab S12 geschaut und dann S4-11 später noch nachgeholt) wusste ja noch niemand, wie das Spiel wirklich funktioniert und was alles möglich ist.
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von Nataku
#1539156
Zur Deutschen Staffel
Ich fand die Staffel ehrlich gesagt gar nicht so schlecht. Und mit den zwei Finalisten konnte ich sehr gut leben, da wir da wirklich zwei Survivor Gamer hatten. Unschön fand ich eigentlich nur, dass es ein 2er Finale war und vor allem der komische Twist in der Mitte der Staffel, als plötzlich 2 Personen entscheiden durften, wer gehen muss. Das hätte nicht sein müssen.
Den Moderator fand ich leider auch eher schwach. Generell hat man sich bei den ganzen Survivor Bezeichnungen auch ein bisschen zu stark am englischen Original orientiert.
Aber naja, in den nächsten Jahren werden wir wohl erstmal wieder kein deutsches Survivor sehen. Schade eigentlich.

Hat hier eigentlich jemand US Season 37 (David vs. Goliath) geschaut? Ich habe die Staffel gerade innerhalb von 3 Tagen durchgesuchtet. Fand die Staffel nach der (für mich) starken Season 33 (Millennials vs. Gen X ) wirklich richtig gut. Hier gabs wirklich mal wieder einige interessante und/oder erinnerungswürdige Spieler – Nick (ab und an etwas hot headed, aber was für eine Story von sicherer erster Raus hin bis zum absoluten winning streak am Ende) , Christian (neben Nick mein Favorit der Staffel, hoffentlich darf er irgendwann mal wieder spielen), Davie (super sympathisch und dazu noch ein guter Gamer), Angelina (oft total messy und übertrieben auf ihre Leistungen hinweisend - ich sage nur die Reis Geschichte, aber dafür erstaunlich weit gekommen in der Staffel) und Mike (für mich der eigentliche Villian der Staffel, den ich deutlich schwächer eingeschätzt hätte, obwohl ich ihn schon von Amazing Race kannte). Und das waren nur die Standouts für mich.
Das Comeback des David Tribes zur Mitte der Staffel war wirklich top TV. Der damals neue Idol Nullifier war eine interessante neue Idee und dann auch noch meisterhaft eingesetzt.
Insgesamt wirklich eine sehr sehenswerte Staffel mit vielen Twists und Turns, die für mich das Aushängeschild des „neueren“ Survivor der letzten Jahre ist und dazu noch einen super Gewinner vorweisen kann.
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von little_big_man
#1539160
Also der deutschen Staffel konnte ich auch bis zum Ende so gar nichts abgewinnen, da wurde praktisch alles in den Sand gesetzt. Ja, die beiden Finalisten waren die richtigen und verdienten, aber die hatten ja auch keinerlei Konkurrenz, denn die einzigen anderen Player (Jonah, Abdallah, Bärbel und Ingo) waren schon frühzeitig draussen und alles andere waren reine Marionetten ohne das geringste Verständnis wie das Spiel funktioniert. Ich habe die Staffel bis zum Ende zwar noch im Schnelldurchlauf (mindestens 1.5 Geschwindigkeit) geschaut, aber mehr aus Completionist-Gründen bzw. das Trainwreck, wo man nicht wegschauen kann. Spätestens mit dem Ingo-Rauswurf hat die Staffel bei mir komplett verkackt gehabt, denn ich war da so sicher, dass der jetzt nach Exile-Island geschickt wird......und als er dann einfach wirklich weg war, da war bei mir das letzte bischen Goodwill für diese Survivor-Version verloren gegangen, denn das ging einfach gar nicht, jemanden so aus dem Spiel zu kicken ohne Chance sich zu retten und ohne Mehrheitsentscheid.

Zu S37: Ja, diese Staffel fand ich auch super, viele tolle Charaktere und vor allem auch ein interessanter und nachvollziehbarer Spielverlauf mit guten Finalisten und einem guten Sieger, auch wenn ich ehrlich sagen muss, dass ich am Ende dann sogar für Mike gevotet hätte, denn so sehr ich normalerweise für die Spieler mit den grossen Gamemoves bin, so genial fand ich das low-key Social-Game von Mike, der alles aus dem Hintergrund gesteuert hat ohne je gross selbst aufzufallen oder zum Target zu werden. Also wenn ich je dem Social-Player den Vorzug gegeben hätte am Ende, dann wäre das hier bei Nick vs. Mike gewesen. Dass Nick trotzdem zu den besseren Gewinnern gehört für mich zeigt nur, wie gut ich Mikes Gameplay fand, wenn ich trotzdem für ihn gevotet hätte.

S38+39 hingegen hatten zwar auch absolut tolle Casts, nur leider konnten die mich vom Spielverlauf her überhaupt nicht packen. S38 mit dem Edge of Extinction Twist hätte ev. funktonieren können, wenn man wie z.B. in Australien viel längere Episoden (60+ Minuten) gehabt hätte und somit auch für die Edge-Leute Zeit gehabt hätte deren Leben zu zeigen. So hingegen hat man tonnenweise nicht-nachvollziehbare Game-Moves gesehen (alle Threats haben sich gegenseitig aus dem Spiel genommen), nur damit das am Ende dann eh alles komplett egal war. Und auch S39 hatte eigentlich einen der besten Casts überhaupt, aber auch hier hat der Idols-Twist überhaupt nichts beigetragen und war komplett verschenkt, während die Staffel ab der Mitte sich gar nicht mehr aufs Spiel konzentriert hat sondern auf Nebenschauplätze, die eher dazu geführt haben, dass mir die restliche Staffel so ziemlich egal geworden ist und ich sogar die letzten 4-5 Wochen immer ein paar Episoden im Rückstand war, was mir sonst noch nie passiert ist...
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von Nataku
#1539249
little_big_man hat geschrieben: Mi 18. Dez 2019, 00:23 S38+39 hingegen hatten zwar auch absolut tolle Casts, nur leider konnten die mich vom Spielverlauf her überhaupt nicht packen. S38 mit dem Edge of Extinction Twist hätte ev. funktonieren können, wenn man wie z.B. in Australien viel längere Episoden (60+ Minuten) gehabt hätte und somit auch für die Edge-Leute Zeit gehabt hätte deren Leben zu zeigen. So hingegen hat man tonnenweise nicht-nachvollziehbare Game-Moves gesehen (alle Threats haben sich gegenseitig aus dem Spiel genommen), nur damit das am Ende dann eh alles komplett egal war. Und auch S39 hatte eigentlich einen der besten Casts überhaupt, aber auch hier hat der Idols-Twist überhaupt nichts beigetragen und war komplett verschenkt, während die Staffel ab der Mitte sich gar nicht mehr aufs Spiel konzentriert hat sondern auf Nebenschauplätze, die eher dazu geführt haben, dass mir die restliche Staffel so ziemlich egal geworden ist und ich sogar die letzten 4-5 Wochen immer ein paar Episoden im Rückstand war, was mir sonst noch nie passiert ist...
S38 habe ich bisher noch nicht gesehen. Aber S39 habe ich jetzt wöchentlich geschaut + Ponderosa (was ich ziemlich unterhaltsam fand, da wir dieses Jahr wirklich eine ziemlich sympathische Jury hatten). Final Spoiler ab hier.

Insgesamt fand ich den Cast ziemlich gut. Leider wurde die Staffel durch die ganze MeToo Thematik etwas runtergezogen und leider fand ich auch die 3 Finalisten nur so mittel. Noura war natürlich super unterhaltsam aber es war recht schnell klar, dass sie keinerlei Chance hat im Finale. Dean hat leider in meinen Augen (zumindest was wir vom Edit zu sehen bekamen) viel zu spät angefangen richtig zu spielen. Super Endgame aber eben auch nur am Ende. Und Tommy? Keine Ahnung, ich fand Tommy war einer der langweiligsten Leute die komplette Staffel über. Dahingehend war der Edit dieses Jahr auch wieder sehr foreshadowing, da zumindest mir schon recht früh aufgefallen ist, dass einer der langweiligsten Spieler recht häufig Confessionals bekommen hat. Wie ich glaube Missy im Finale schon deutlich machte, eigentlich hat Tommy „nur“ ein super social game gehabt. Aber bei den zwei Alternativen im Finale war es dann schon verständlich, dass er gewonnen hat (auch wenn ich es Noura oder Dean mehr gegönnt hätte).

Im Großen und Ganzen eine okay Staffel für mich. Den Twist fand ich ganz unterhaltsam (mit Rob und Sandra ala Statler und Waldorf in ihrem Balkon während der Tribals^^). Ich würde mich auch freuen, wenn wir einige der Jury Mitglieder nochmal wiedersehen (vielleicht dann in Season 42, die geraden Seasons scheinen ja typischerweise immer die mit Returning Players zu sein).

In Vorbereitung auf S40 habe ich nun noch mit S34 angefangen, auch wenn ich dort schon sehr stark gespoilert bin (wusste schon einige der Pre-Jury Votes und kenne den Gewinner). Generell bin ich schon extrem gespannt auf S40 (wer die Vorschau in der Reunion gesehen hat weiß warum) und werde die Staffel definitiv auch wieder wöchentlich verfolgen.
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von little_big_man
#1539250
Ja, gegen Tommy gibts eigentlich nichts zu sagen, das war alles ganz gut, was er gemacht hat, aber so richtig "gepackt" hat er mich nie, dass ich mit ihm mitgebiebert hätte. Und ja, gerade im Finale war leider sehr klar zu erkennen, dass Tommy (und nicht etwa Lauren) es ans Ende schaffen würde, denn die haben eigentlich beide das gleiche Spiel gespielt, aber im Finale haben wir nur noch von Tommy gehört. Auch dass Janet zuerst rausgewählt wird, hat das Editing leider komplett vorweg genommen, denn wäre sie in die Final-4 gekommen, hätte man davor nie so klar ausgesprochen gesehen, dass sie in der Fire-Challenge jeden schlagen würde, denn das hätte dann alle Spannung rausgenommen, also war klar, dass sie es nicht dorthin schafft, sobald dieses Statement gezeigt wurde. Ich finde es einfach generell immer sehr schade, wie sehr das Editing einen spoilert. Das ist für mich auch der einzige Punkt, wo Big Brother (USA) gegenüber Survivor im Vorteil ist: das Editing kann dort nicht spoilern, da die Show "live" ausgestrahlt wird, sprich die Editors wissen auch höchstens über die nächsten 3-4 Tage Bescheid aber nicht, wer weit kommen oder gar gewinnen wird, was das Editing sehr viel echter macht und es deshalb wirklich gut wäre, wenn auch bei Survivor jede Episode editiert würde ohne zu wissen, was in späteren Episoden passieren wird.

Gibt es irgendwo eigentlich die komplette Castliste für S40? Bei 24 männlichen und 14 weiblichen Siegern dürfte eine 10/10 Geschlechter-Aufteilung bei dieser Staffel wohl kaum machbar sein. Ich habe immer etwas Angst zu googeln, seit ich mir mal eine Staffel im Vorfeld verspoilert habe, weil irgendein Arschloch im Internet schon die Final-3 verraten hat ganz zu Beginn der Staffel. Auch beim Preview schaue ich meist weg, weil ich mir immer einrede, dass wer dort als erstes gezeigt bzw. heavily-featured ist sicher nicht gewinnt.....genau aus dem Grund habe ich früher (als es sie noch gab) auch immer die Intros übersprungen, da ich mir immer eingeredet habe, dass wer dort als erstes gezeigt wird, sicher nicht gewinnen wird. Wahrscheinlich rede ich mir diese Dinge natürlich nur immer ein, das ist mir schon klar... ;)

Ich muss ja eigentlich nicht nochmals die immer gleichen Sieger sehen, welche schon x-fach gespielt haben wie Rob und Sandra, sondern würde lieber solche Sieger sehen, die noch nie zurückgekommen sind wie z.B. Brian, Yul, Earl, Todd, Adam, Wendell, Nick, Sophie, Kim, Denise oder Natalie A. (definitiv nicht Natalie W.).
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von Nataku
#1539252
Ja Survivor will halt immer versuchen, dass die Fans am Ende die Geschichte des Gewinners von Folge 1 an verfolgen können. Das Problem dabei ist einfach, dass man so oft schon absehen kann, wer am Ende im Finale steht (und manchmal sogar mehr). Z.B. hat ja auch Dean schon recht häufig was sagen dürfen, obwohl er im ersten Teil der Staffel ja gar nix gemacht hat. Aber mit dem nachträglichen Edit wird das wohl immer so bleiben.

Hier kannst du die Season Liste sehen, welche Gewinner dabei sind:
https://www.reddit.com/r/survivor/comme ... ch_before/

Und hier hat sich jemand die Mühe gemacht aus der kurzen Vorschau aus der Reunion alle Gewinner als Screenshot zu speichern (aber Vorsicht falls dir noch Staffeln fehlen).
https://imgur.com/a/NiWaon2
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von little_big_man
#1539253
Vielen Dank für die Staffel-Liste, welche ja sehr eindeutig auf die Kandidaten schliessen lässt... ;)

Ich nehme mal Spoiler-Tags, falls jemand die Namen noch nicht wissen will:
versteckter Inhalt:
Generell bin ich ziemlich happy mit diesem Cast, da die grössten Lanweiler-Nieten (Natalie W., Tom, Aras, J.T., Jud) vermieden wurden.

Bin auch überrascht, dass sie tatsächlich 10 der 14 Siegerinnen zusammen bringen konnten und dabei wurde sogar der Guatemala-Curse überwunden und endlich mal jemand aus S11 wieder gecastet. Wenn diese Staffel auch sehr viele interessantere Kandidaten hatte, die es längst verdient gehabt hätten, in einer Returnee-Season berücksichtigt zu werden, so zeigt es zumindest, dass die Produzenten nicht generell einen S11-Hass haben (bzw. diesen zumindest überwinden konnten um auf 10 Frauen zu kommen). Für mich bleibt Guatemala wohl für immer die Staffel mit dem interessantesten Setting und könnte wohl nur noch von einer Schnee-Staffel verdrängt werden.

Am meisten vermisse ich Todd in der Liste, aber auch Earl oder Brian hätte ich gerne nochmals gesehen. Definitiv nicht gebraucht hätte ich Michele, Amber oder Ethan, wobei Michele jetzt zumindest mal die Chance erhält zu zeigen, ob sie wirklich mehr kann, als einfach nur vergessen zu gehen. Allerdings befürchte ich genau das, dass sie zwischen all den riesigen Threats eben auch wieder vergessen geht und plötzlich wieder im Finale steht.

Auf der positiven Seite freue ich mich am meisten über Yul, denn Cook Island war meine erste Survivor-Season und hat daher immer einen speziellen Platz in meinem Herzen, von daher habe ich auf eine Rückkehr von Yul schon seit vielen Jahren gewartet, denn ich war schon damals Team-Yul und nicht Team-Ozzy.

Generell sind die grossen, offensichtlichen Threats aber schon auf der Männer-Seite zu suchen, während die meisten weiblichen Winner eher für etwas unauffälligeres Gameplay bekannt waren natürlich Parvati mal ausgenommen. Bin gespannt, inwiefern sich die Spieler zu Beginn gleich auf die offensichtlichen Threats stürzen werden versus wie sehr bestehende Beziehungen (die meisten kennen sich ja von diversen Events) da reinspielen werden. Dazu natürlich Rob/Amber als Duo, was nicht für einen langen Verbleib von Rob in der Staffel spricht.

PS: Mein Versuch eine Preseason-Rangliste von 1-20 zu erstellen mit den Kandidaten ist gerade gescheitert, da ich zwar die vorderen 3 und hinteren 5 Ränge besetzen konnte, aber den Rest am liebsten alle auf Rang 4 setzen würde...
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von Nataku
#1539254
Ich muss ehrlich sagen, dass ich was Survivor Player betrifft ein relativ schlechtes Gedächtnis habe. Plus ich habe glaube erst mit Staffel 18/19/20 angefangen.
Daher sagen mir die meisten der weiblichen Player gar nichts mehr (vermutlich weil die meisten eher low key social Player waren und ich meist mehr auf Game Moves und Challenge Wins geachtet habe).
Ich freue mich aber auf jeden Fall auf
versteckter Inhalt:
Sandra und Adam und Nick. Bin Mal gespannt wie Nick sich in der Staffel schlägt.
Ich vermute aber mal, dass es ähnlich wie bei Game Changers laufen wird und sich die großen Targets am Anfang gegenseitig rauskegeln.

Bin bei Game Changers jetzt bei Episode 7. Sandra war schon sehr krass in der Staffel. Schade, dass natürlich am Anfang schon so viele interessante Player vor der Jury rausgeflogen sind. Spannend fand ich den Tribal mit 2 Tribes die gemeinsam einen rauswählen mussten. Das war sehr messy aber irgendwie auch cool.
Geschockt hat mich das Outing von Zeke. Glaube sowas gab es im TV bis dahin noch nicht. Und das war einfach ein extrem dummer Move von Jeff (nicht nur aus menschlicher Sicht sondern auch aus Survivor Sicht - der wird garantiert nie wieder zu einer Staffel eingeladen). Nicht mal einen Vote gab es für ihn. Aber Zeke ist auf jeden Fall extrem gut damit umgegangen.
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von Nataku
#1539648
Rund um die Weihnachtzeit habe ich S34 (Game Changers) dann noch beendet. Insgesamt eine solide Staffel würde ich sagen. Gelitten hat sie vor allem daran, dass viele der großen Namen schon sehr früh gehen mussten (was für eine erstaunliche Pre-Jury…). Außerdem hat man es mit den Idols etc. etwas ungünstig übertrieben, sodass Cirie gehen musste, ohne auch nur eine Stimme erhalten zu haben. Ziemlich dämlich. Ich war überrascht, wie stark Culpepper zum Ende der Staffel war (hier kam ihm sicher zu Gute, dass er mal professioneller Sportler war). Aber leider hat er dabei ziemlich das social game ignoriert und im Finale dann verloren. Schade auch, dass wieder ein typisches Goat (Troyzan) mitgeschleppt wurde. Bitte keine dritte Chance für den Herren (wenn man schon eine zweite Chance bekommt, sollte man meiner Meinung nach nicht so ein Goat Game spielen ohne irgendwo Akzente zu setzen). Er wurde daher auch zu Recht im letzten Tribal ziemlich ignoriert. Ansonsten hatte die Staffel 1-2 coole und schockierende Momente (siehe Beitrag hiervor). Aber so richtig lange wird sie mir glaube ich nicht in Erinnerung bleiben.
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von little_big_man
#1540141
Ich habe gerade die Castliste der Allstar-Staffel von Australian-Survivor gesehen, welche schon in wenigen Tagen beginnt. Wer sich überraschen lassen will, sollte folgenden Link nicht anklicken und hier nicht weiterlesen:

http://insidesurvivor.com/the-cast-for- ... aled-41940

Ich bin eigentlich extrem positiv überrascht von diesem Cast, zumal 11 der 24 Kandidaten in meinen jeweiligen Top 5 ihrer Staffel standen und ich sogar mit ganzen 18 Kandidaten sehr gut leben kann. Bei den verbleibenden 6 Kandidaten, die ich nicht nominiert hätte, kann ich allerdings bei 4en trotzdem verstehen, warum sie gewählt wurden (Locky, John, Tarzan, Lydia), sprich wirkliche Nieten hat es für mich nur 2 im Cast, welche absolut nichts dort zu suchen haben meiner Meinung nach (Lee, Zach). Dafür gibt es dann eine handvoll Kandidaten, die ich vermisse, allen voran Benji, gefolgt von Janine und Tessa. Die 3 wären für mich alle Allstars gewesen und ich hoffe es waren nur terminliche Gründe, die eine Teilnahme verunmöglicht haben. Irgendwie auch schade, dass Luke seine Allstar-Teilnahme schon letzte Season hatte, denn der hätte natürlich auch in den Cast gehört sonst. Da ist die Allstar-Staffel wohl erst kurzfristig zum Thema geworden, sonst hätte man ihn sicher nicht schon letzte Staffel "verbraucht". Am meisten freue ich mich (in ungefähr dieser Reihenfolge) auf die Rückkehr von Phoebe, A.K., Harry, David und Nick.

Wird die Staffel wieder in einem solchen Schnellzugstempo veröffentlicht wie die letzte, dann werde ich hier wieder für eine Weile nicht mitlesen, falls jemand während der Staffel schon etwas schreiben sollte, da ich dann wohl bald abgehängt werde.
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von Nataku
#1544133
Bei den Australien Staffeln bin ich leider extrem hinterher (hab glaube ich seit Season 2 oder 3 nicht mehr geschaut), weil die Menge dann doch schwieriger ist nachzuholen, als eine typische US Staffel, welche man an einem Wochenende mit etwas Zeit gut nachholen kann. ^^

Und genau das habe ich gerade gestern und heute mit Staffel 38 getan, Edge of Extinction. Und tja, ich kann auf jeden Fall verstehen, warum die Staffel bei den meisten Fans sehr weit unten rangiert.
Wobei dies nicht mal zwingend am Cast liegt. Der war trotz Returning Players relativ gut und hat mit Rick Devens definitiv einen (unerwartet) extrem starken Spieler dabeigehabt, den wir garantiert in einer der künftigen Frühjahrsstaffeln wiedersehen werden. Und auch ansonsten hat mich die Staffel über weite Teile sehr gut unterhalten.
Leider ist aber der Edge of Extinction Twist einer der schlechtesten Survivor Twists in all den Staffeln die ich bisher gesehen habe (im Grunde der noch hässlichere Bruder von Redemption Island). Durch den Twist wurde leider das gesamte Konzept von Survivor ad absurdum geführt und am Ende gewinnt jemand, der zu Beginn der Staffel bereits rausgeflogen ist. Klar hat er nach seiner Rückkehr gute Moves gemacht (und auch einen der gewagtesten überhaupt, indem er sich selbst nochmal die Final Teilnahme erkämpft hat). Aber meiner Meinung nach hat er eben nur 12 (13?) Tage wirklich Survivor gespielt und damit am Ende die Staffel gewonnen.
Die Reunion Show war mit ihren knapp 15 Minuten eigentlich nur ein Witz (davon auch noch Promo für Staffel 39). Warum man sich überhaupt noch die Mühe mit einer Reunion Show macht, erschließt sich mir da kaum noch (entweder man macht es richtig oder lässt es eben ganz bleiben).
Insgesamt somit eine eigentlich gute Staffel, die durch den misslungenen Twist leider einen sehr faden Nachgeschmack hinterlässt, bei dem man sich fragt, ob ca. 9-10 Episoden der Staffel eigentlich nur schmückendes Beiwerk waren, weil sie mit dem Gewinner der Staffel nichts zu tun hatten.

Noch viel trauriger finde ich, dass der Twist jetzt in Staffel 40 wieder zum Einsatz kommt (wobei ich hier aufgrund der speziellen Situation besser damit leben kann, da man so noch einiges vieler legendärer Spieler sehen kann, obwohl sie bereits quasi aus dem Game sind). Das hätte man aber auch z.B. durch längere Episoden lösen können oder indem man eine Art Ponderosa Format in die Ausstrahlung mit ran packt oder ähnliches. Insgesamt ist es auch eher traurig, dass CBS der Show in der speziellen Staffel 40 keine längere Laufzeit spendiert hat. So kommt es, dass z.B. die Family Visit Folge die halbe Laufzeit mit den Family Visit vertrödelt wird und der Rest der Folge dann gehetzt wirkt.
Nichtsdestotrotz habe ich viel Spaß mit der neuesten Staffel, auch wenn sie durch eine längere Laufzeit sicher noch viel besser hätte sein können. Gespannt bin ich auch, wie man das Finale in Corona Zeiten lösen wird (viel schlechter als die letzten Reunion Shows kann es ja kaum werden, insofern mal sehen).
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von little_big_man
#1544139
Generell fände ich Edge of Extinction eigentlich sehr gut, aber was einfach völlig absurd ist, ist dass der zweite Rückkehrer erst so kurz vor Schluss zurück kommt. Niemand hätte etwas gesagt, wenn Rick Devons die Staffel gewonnen hätte. Ja, er war auch auf Edge, aber er hat trotzdem praktisch die ganze Staffel gespielt.

Würde man die beiden Challenges statt beim Merge und kurz vor dem Finale irgendwo bei Final-15 und Final-10 machen, dann gäbe es überhaupt nichts an Edge auszusetzen, bzw. mit den Fire-Tokens wurde der Edge-Twist sogar nochmals deutlich aufgewertet. Aber warum man jetzt scheinbar den gleichen Fehler mit dem viel zu späten 2. Rückkehrer gleich nochmals wiederholt in S40, das verstehe ich echt nicht.

Das andere Problem ist natürlich die viel zu kurze Laufzeit von 40 Minuten pro Episode, welche mit dem Edge-Format einfach nicht zusammenpasst. 15 Minuten für Edge und 45 Minuten für Nicht-Edge wären perfekt, aber mit dem altmodischen Network-Modell, wo alles exakt ins Stundenraster passen muss, ist das wohl leider einfach nicht möglich. Wobei ja eigentlich nichts gegen einen 90-Minuten-Slot für Survivor sprechen würde, wenn man dahinter dann ein Halbstunden-Format programmieren würde. Gerade weil inzwischen die ganzen scripted Serien auf CBS teils weit abgeschlagen hinter den Survivor-Quoten rangieren und es entsprechend auch quotenmässig Sinn machen würde.
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von Nataku
#1544220
Ja vor allem in der ersten Edge Staffel hat der Rückkehrer bei Final 6 dann ja auch noch ein Idol bekommen (auch wenn er dies ohne Rick sicher nie hätte spielen können). Das hat das ganze noch viel abstruser gemacht.
Ich denke alles bis zum Merge ist OK, wenn es um Rückkehrer geht. Dann bleibt noch genug Zeit und niemand kann sich vorwerfen lassen, nur aufgrund des Twists gewonnen zu haben. Daher hätte ich mit Rick auch super leben können in EoE. Aber Final 6 ist einfach viel zu spät für die zweite Rückkehr, da gebe ich dir Recht.

Die Fire Tokens finde ich auch eine sinnvolle Ergänzung zu Edge (Vorteile etc. gab es ja auch in EoE aber man merkt schon, dass das Konzept durch die Fire Tokens deutlich durchdachter ist als noch in der ersten Staffel mit Edge).
Wirklich schade, dass CBS da einfach so stur geblieben ist mit den 40-45 Minuten. Selbst Jeff war ja wohl anscheinend ein Befürworter für längere Episoden in dieser Staffel und gerade als Jubiläumsstaffel hätte CBS da wirklich viel mehr rausholen können (ein Beispiel hat Probst in einen Interview gegeben, das wäre ein kleiner toller Clip gewesen finde ich, aber leider cut for time):

„But we have had to lose so many other fantastic moments this season due to time. One of my favorite moments involved a role reversal between me and the players. It happened at the start of an immunity challenge. I took back the two pieces of the tribe immunity idol, and walked back to the pedestal to say, “Once again, immunity is up for grabs!” But I couldn’t get the pieces back together properly. I kept trying different versions, but they wouldn’t line up. The players immediately started mocking me! “Probst is reallllllllly struggling. Puzzles are not his thing! You need to pick it UP!!! This is when you have to dig deep!” It was a really funny moment of payback, but as we had to trim the episode for time, ultimately the bigger story of the two million dollar game won out.”
https://ew.com/tv/survivor-jeff-probst- ... interview/
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von Nataku
#1544229
Danke für den Link.
Die Secret Scenes scheinen ja alle produziert zu sein (also hätten so auch in den Folgen laufen können und wurden eventuell tatsächlich geschnitten). Ich kann mir nur vorstellen, dass die von Jeff beschriebene Szene einfach zu kurz für eine Secret Szene war und gar nicht final produziert wurde (sondern nur als Rohmaterial vorliegt), oder dass es eventuell Audio Probleme im Rohmaterial gab oder so, was komplett verhindert hat, dass man die Szene mit in die Folge aufnimmt.
Aber wir werden es wohl nie erfahren.

Nachdem ich den YouTube Link angeklickt hat ist mir noch was eingefallen, was ich dieses Jahr extrem nervig finde: dass die Voting Resultate nicht mehr am Ende der Folge gezeigt werden. In EoE hat man es ja auch hinbekommen. Man will wohl mehr Leute dazu animieren, die CBS Seite zu besuchen. Aber als normaler Zuschauer finde ich das nur nervig (habe jetzt jede Woche auf Wikipedia nachgeschaut, wer denn für wen gewählt hat, wenn es nicht gerade offensichtlich war).
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von Nataku
#1544846
Sorry für den Doppelpost. Meine Survivor Nachholaktion geht weiter. Nachdem ich online mal geschaut hatte, welche der US Staffeln als sehr empfehlenswert gelten habe ich in den letzten Tagen Staffel 7 (Pearl Islands) geschaut.
Da es bei der Staffel einige größere Spoiler gibt, weiterlesen auf eigene Gefahr (auch wenn die Staffel uralt ist, ich kannte nur den Gewinner und wurde dennoch an einigen Stellen sehr überrascht).

Zuallererst muss man sich etwas umgewöhnen, wenn man die hohe Schlagzahl der heutigen Survivor Staffeln gewohnt ist. Die Episoden wurden damals vom Aufbau noch deutlich langsamer erzählt. Es gab zu der Zeit auch noch keine Immunity Idols.
Man merkt, dass früher der Fokus noch deutlich stärker auf die Challenges lag. Fast in jeder Folge gibt es eine Reward und eine Immunity Challenge. Der Nachteil dabei ist, dass man wenig Strategie mitbekommt und teilweise vor-Tribal und der eigentliche Tribal nicht mal 10 Minuten Sendezeit einnehmen. Ein Vorteil gegenüber den neueren Staffeln ist aber die Varianz der Challenges. Während ich heute häufig das Gefühl habe, dass wir eigentlich seit Survivor auf Fidschi dreht jede Staffel fast die gleichen Challenges bekommen (teilweise ja sogar 1 zu 1), war bei der Menge an Challenges in Staffel 7 einiges cooles und ausgefalleneres dabei. Ich würde mich auf jeden Fall freuen, wenn man sich da auch mal wieder in kommenden Staffeln dran orientieren würde. Gefühlt waren die Rewards damals auch noch deutlich hochwertiger als heute (ich glaube ein Spieler hat ein Auto bekommen, und ein Reward war quasi in einem Luxusbungalow nachdem die Spieler mit einem Privatjet hingeflogen wurden). Auch mal wieder einen echten Survivor Vorspann zu sehen, fand ich schön (den gibt’s ja mittlerweile leider nicht mal mehr zum Finale einer Season).

Die gesamte Staffel hat ein Piraten-Thema und CBS ist all in gegangen. Es gibt Musikuntermalung, die nach Piraten Filmen oder Spielen klingt (Monkey Island lässt grüßen). Und auch viele der Challenges beziehen sich auf das Piraten Thema (teilweise sogar mit Quiz Challenges oder Boot Kämpfen). Am coolsten fand ich den Twist, dass die Gewinner der Reward Challenge am nächsten Tag bei den Verlierer Tribe einen Gegenstand klauen durften. Auch hier könnte man sich gerne mal wieder was abschauen für eine künftige Staffel, da dies auch im neueren Survivor sicherlich interessante Auswirkungen haben könnte.

Sehr gefallen hat mir auch die Auftaktfolge, wo die Spieler erstmal überrascht werden mit dem Twist, dass sie in den Klamotten, die sie anhaben ohne weitere Kleidung sofort mit dem Spiel beginnen (was zu einigen lustigen Kleidungsstücken auf der Insel geführt hat). Auch, dass die Tribes sich in der kleinen Stadt selbst alles Benötigte kaufen mussten, fand ich super. Gerne mal wieder. Hier brilliert auch gleich Rupert, indem er in Piratenmanier den anderen Tribe die Schuhe klaut und diese auf dem Markt gegen Dinge für seinen Tribe tauscht. Großartig. Allgemein war ich überrascht, wie gut mir Rupert im Vergleich zu späteren Staffeln gefallen hat. Ich bin kein großer Fan von ihm und kannte ihn bisher nur aus neueren Staffeln, wo ich ihn eher nervig als angenehm fand. Aber in Staffel 7 ist er ein echtes Challenge Biest und hat wirklich einen großartigen Edit von CBS bekommen.

Insgesamt fallen einen auch viele Dinge auf, die im heutigen Kontext eher ungewöhnlich sind oder so sicher nicht mehr passieren würden, z.B. nackte Männer in einer Challenge. Außerdem war ich erschrocken, wie frauenfeindlich ein Großteil der Männer in Staffel 7 wirkt. Gerade Burton und Johnny Fair Play sind dort extrem negativ aufgefallen (mit Aussagen wie, die Weiber sind ja eh zu dumm, um sich eine Strategie zu überlegen oder wer weiß, ob die drei zusammen überhaupt ein Gehirn haben).
Generell muss man da auch nochmal Johnny Fair Play erwähnen. Sicher bis heute einer der kontroversesten Survivor Spieler. Seine Lüge über seine angeblich vor dem Loved Ones Visit verstorbene Oma ist absolut legendär und gleichzeitig sicher eine der grenzwertigsten Lügen überhaupt (ich bin ehrlich auch erstaunt, dass ich das nie wirklich auf dem Schirm hatte oder in der Zwischenzeit wieder vergessen habe). Nichtsdestotrotz hat er sicherlich eins der besten Spiele in der Staffel gespielt und wäre meiner Meinung nach ein verdienter Gewinner gewesen.

Spieltechnisch eher ungewöhnlich im Vergleich zu heute: Pre-Merge gibt es keinen einzigen Tribe Switch. Während wir in den heutigen Staffeln manchmal 2 Switches haben, sind in Staffel 7 bis auf eine Ausnahme die Tribes bis zum Merge identisch. Mit der Ausnahme meine ich natürlich den Outcast Twist. Ich hatte gerade im Zusammenhang mit Edge of Extinction schon mal von dem Twist gehört, wusste aber nicht, in welcher Staffel dies passiert war. Und es war auf jeden Fall krass, als Jeff plötzlich den Outcast Tribe dazu holt und bis zu 2 Spieler die Chance erhalten haben, wieder ins Spiel zu kommen. Toll umgesetzt, und ich denke daran hätte man sich auch beim EoE Twist orientieren sollen.

Was mir weniger gefallen hat, war der Edit an einigen Stellen in der Staffel. Man kann die „relevanten“ Personen der Staffel quasi an einer Hand abzählen. Gerade Pre-Merge konzentriert sich ein Großteil der Sendezeit auf Savage, Rupert und im kleineren Maße Johnny Fair Play. Ich glaube Rupert habe ich gefühlt in jeder Folge mindestens 5 Minuten fischen sehen. Da hätte man auch den restlichen Cast deutlich ausgewogener einbinden sollen. Gerade bei der knappen Sendezeit aufgrund von zwei Challenges pro Folge habe ich am Ende der Staffel etwas das Gefühlt gehabt, nur eine Handvoll der Spieler überhaupt ein bisschen zu kennen. Selbst der eigentliche Sole Survivor, Sandra, bekommt verhältnismäßig wenig Sendezeit.

Zu Sandra muss ich sagen, dass man in der Staffel wenig zu ihr sieht und sie vermutlich nicht meine Wahl als Gewinner gewesen wäre. Ihr Gameplay bestand in weiten Teilen darin, nicht derjenige zu sein, der rausgewählt wird (was sie ja auch gerne in den späteren Staffeln immer wieder betont – as long as it is not me, I‘m fine with whatever). Außer Rupert und Christa hatte sie auch nie wirklich eine Allianz. Eben die beiden waren auch schon zwei sichere Votes für Sandra, was Lill automatisch den Weg zum Gewinn deutlich schwerer gemacht hat. Was Sandra ansonsten sicher noch positiv in die Karten gespielt hat war, dass Lill zum einen für 8 Tage aus dem Spiel war (und das sicher bei den einen oder anderen bereits ein no-go war) und Lill außerdem im FTC ziemlich aggressiv aufgetreten ist. In meinen Augen hat sie aber die stärkeren Moves gemacht (indem Sie zumindest gefühlt bei Savage und auch bei Rupert der entscheidende Vote war) und war insgesamt für mich der stärkere Spieler der beiden (rein vom Edit ausgehend). Großartig begeistert war ich aber weder von Lill noch von Sandra. Schade, dass es damals kein 3er Finale gab. Ich denke Johnny Fair Play hätte mit einer guten Rede die beiden locker in die Tasche gesteckt.

Die Reunion Show im Anschluss ans Finale war dann quasi die Rupert Show mit weiterem Fokus auf Johnny Fair Play und Osten. Im Großen und Ganzen daher auch kaum sehenswert (außer im Bezug auf die Reaktionen zu Johnny Fair Play)

Weitere kleinere Highlights der Staffel oder Dinge, die mir aufgefallen sind:
  • Osten in panischer Angst vor dem Pelikan
  • Johnny Fair Play betrunken im Tribal
  • Lill kommt zurück und rächt sich an Savage
  • Sandra schmeißt einen Eimer Fisch in den Dschungel, nachdem ihr Buddy Rupert gehen musste, und alle beschuldigen Christa
  • Jeff bringt den Final 4 Frühstück und stößt mit ihnen an

Abschließend bin ich sehr froh Staffel 7 geschaut zu haben und würde sie definitiv jeden Survivor Fan empfehlen. Es ist vor allem sehr interessant zu sehen, wie sehr sich die Serie (und sicher auch die Sehgewohnheiten der Zuschauer) von damals zu heute verändert haben. Wenn ich mir eins wünschen dürfte wäre es, dass Jeff und CBS doch auch mal wieder ins Archiv schauen und sich bei einigen Dingen mal wieder für neue Staffeln inspirieren lassen, damit diese nicht zu sehr nach Fließbandarbeit aussehen (auch wenn das etwas hart klingt, nachdem wir vor wenigen Jahren mit DvG sicher eine der besten Neuzeit-Survivor Staffeln bekommen haben).
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von little_big_man
#1544856
Danke für das interessante "Flashback-Review". Also von den ganz alten Staffeln war S7 auch meine liebste. Kein Vergleich z.B. zu S3, die ich als "Vorbereitung" zu S40 geschaut habe (da S1-3 bei mir noch die einzige Survivor-Lücke war), die aber so zäh wie Kaugummi und selbst mit Tempo 1.5 geschaut kaum eträglich langweilig war.
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