#1549207
Bei einem Festival wie der Berlinale finde ich das nicht so tragisch, weil dann die vietnamesische Hauptdarstellerin aus dem russischen Film, mit finnischen Untertiteln gewinnt. Das ist keine große Show, da wird der Preis der Jury bekanntgegeben und ob es da bei den Darstellern zwei Kategorien mehr gibt, spielt keine Rolle. Bei der Berlinale erwarte ich auch nicht, dass Männer da einen Vorteil haben.

Bei den großen Awardshows erwarte ich da keine Anpassung, weil das eben die Kategorien sind, für die die Leute einschalten. Wobei man natürlich nach den Shitstorms gegen Scarlett Johansson und Halle Berry gemerkt hat, dass auch Hollywood auf Twitterempörung reagiert. Wenn es jetzt schon übergriffig ist, wenn Frauen Transpersonen spielen und das mit Black Face auf einer Stufe steht.

PS: Im Leistungssport kann man keine Geschlechtertrennung durchführen, weil dann keine Frau mehr irgendwas gewinnt. Das wäre so als würde man beim Boxen die Gewichtsklassen aufheben.
#1549209
Bei der Zusammenlegung wollte man woke sein, verhält sich aber komplett antipodisch und missachtet einfach den durch Studien belegten Gap. Man kann das persönlich alles natürlich nicht so wild oder gar egal finden, aber es ist eben auch kein Beitrag für mehr Diversität. Ganz im Gegenteil.

Und beim Leistungssport gings eher um die Preise bei Preisverleihungen oder habe ich das falsch verstanden? Im Wettbewerb wäre es ja noch bekloppter. Da entscheidet ja zum Glück nicht irgendwer von außerhalb über Sieg und Niederlage, zumindest nicht bei linearen Sportarten.
#1549218
Neo hat geschrieben: So 30. Aug 2020, 13:31 Bei der Zusammenlegung wollte man woke sein, verhält sich aber komplett antipodisch und missachtet einfach den durch Studien belegten Gap. Man kann das persönlich alles natürlich nicht so wild oder gar egal finden, aber es ist eben auch kein Beitrag für mehr Diversität. Ganz im Gegenteil.
Die Schwierigkeit ist es divers einzubinden. Eine eigene Kategorie lohnt sich nicht, aber zu männlich/weiblich zu ordnen wird dann als übergriffig empfunden. Da kann man dann besser alles zu einer Kategorie zusammenstauchen.
#1549653
Wolfsgesicht hat geschrieben: Sa 29. Aug 2020, 23:09 Find ich nicht dramatisch. Im englischen würde es mit „best actor“ auch besser klingen als im deutschen mit Beste*r Darsteller*in. Hat auch was aufwertendes wenn der „Best Actor“ dann plötzlich ne Frau ist und kein Mann den Preis bekommt.
Beim Sport sehe ich das ähnlich. Da ist der Frauenpreis irgendwie die goldene Ananas, wenngleich beim Sport die Gefahr ist dass es nie eine Frau aufs Treppchen schafft (wobei da die Grenzen zwischen Mann und Frau auch mittlerweile verschwimmen). Bei Kunst ist die Gefahr ja (eigentlich) nicht da, also go for it. Kommen halt alle in einen Topf anstatt in zwei.

Ich würde als divers bezeichnen, ein Mensch, der Mann und Frau gleichermassen ist, wie etwa Conchita Wurst...keine Ahnung, ob das mit "Best Actor" auch im englischen mit drin ist....


Helen Mirren wurde erst letztens damit zitiert, dass Sie sich schon immer als "Schauspieler"/aka "Actor"gesehen hat, also diese "allgemeine" Bezeichung....Sie hat wohl noch nie Prorität darauf gelegt, als "Actress" bezeichnet zu werden...
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