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Mein letzter Film...
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Seite 694 von 695

Autor:  Sentinel2003 [ Fr 20. Apr 2018, 16:53 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Mein letzter Film...

"Southpaw"


Zum 2.mal gestern gesehen und wieder genial!!! Wahnsinn, wie Jake diesen heruntergekommenen Vater spielt!


10/10


"Jack Reacher - Kein Weg zurück"


Auch nochmal gesehen....irgendwie hat mir Cobie Smulders etwas besser an Tom's Seite geallen als Rosamund Pike. Trotz allem: ein geiler Actioner!!


8/10

Autor:  Sentinel2003 [ Mi 16. Mai 2018, 13:54 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Mein letzter Film...

Split

So, endlich gesehen! DAS ist mal ein krasser Film!! (Und, wie bei der imdb gestern gesehen, ist ein 2.Teil schon in Mache, mit fast dem selben Cast, und auch mit einem bekannten Gesicht: Mister Bruce Willis!)

8,5/10

Autor:  LittleQ [ Do 17. Mai 2018, 17:01 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Mein letzter Film...

Schade, dass in dem Thread so wenig los ist :)

Da der Film schon ne Weile draußen ist, schreibe ich mal ohne Spoiler-Tags. Also obacht :)

Avengers 3

Die Avengers....so ziemlich noch die letzte Filmreihe, die mich ins Kino bekommt.
Wir haben die Film heute Mittag in 2D gesehen..und mit 11 Euro fand ich das sogar noch ganz angenehm.

Avengers 3 übertrifft aus meiner Sicht seinen Vorgänger, was daran lag, dass, wie ich fand, Avengers 2 es nicht geschafft hat die ganzen Figuren unter einen Hut zu bekommen.
In A3 schafft man das deutlich besser, indem man die Story in mehrere Teile splittet und damit auch die Superheldengruppe.
Ich bin zwar ein Fan von den Guardians, aber um ehrlich zu sein hätte ich sie in dem Film nicht unbedingt gebraucht.

Der Film schafft es für mich gut Action, Witz und Ernsthaftigkeit zu vereinen und den einzelnen Figuren auch ihren Platz zu geben, auch wenn ich ganz froh bin, dass im nächsten Teil doch deutlich weniger Helden zu sehen sein sollten :mrgreen: .

Storytechnisch finde ich den Film okay. Allerdings gefällt mir gerade am ersten Avenger, dass man den Schurken permanent mit den Helden interagieren lässt.. Das gab dem Ganzen ein bisschen mehr Dynamik und hat mir in Teil 3 ein wenig gefehlt.

Trotzdem hat der Film mir alles gegeben, was ich haben wollte und bin auch froh, dass ich den Streifen sehen konnte.

Ein bisschen genervt hat mich lediglich diese Benner und Hulk Sache. Dass Hulk keine Lust hat rauszukommen, war in einer Szene ganz witzig, später aber hat mich das doch genervt, auch wenn ich verstehe, dass es wohl schwer ist die Figur weiter interessant zu halten.
Auch hätte ich mir einen kurzen Moment zwischen Black Widow und Benner gewünscht. Aber nunja...

Freue mich auf mehr....

9/10

Autor:  Kiddow [ Fr 18. Mai 2018, 11:08 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Mein letzter Film...

LittleQ hat geschrieben:

Auch hätte ich mir einen kurzen Moment zwischen Black Widow und Benner gewünscht. Aber nunja...

Freue mich auf mehr....

9/10


Gab es doch. Sehr, sehr kurz beim ersten Treffen im Hauptquartier. "Hi Nat", bedeutsamer Blickaustausch :lol:

Ich habe gestern Deadpool 2 gesehen.

Im Vorfeld hab ich etwas verhaltene Reaktionen mitbekommen. Aber ich fand ihn großartig.
Werde ihn auch Montag noch einmal gucken. Es waren so viele popkulturelle Referenzen drin (unter anderem zu den Goonies. Falls ihr es nicht wisst: Josh Brolin hat in diesem großartigen 80er Jahre Abenteuer mitgespielt), ich habe bestimmt ein paar verpasst.

Einen Punkt Abzug gibt es dafür, dass die witzigsten Szenen in den Mid-Credit-Scenes vorkamen. Eine echte Postcreditscene gibt es nicht. Sitzenbleiben lohnt sich nur, wenn man auch über die Auswahl der Musik lachen kann.

9/10

Autor:  LittleQ [ Fr 18. Mai 2018, 15:14 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Mein letzter Film...

Kiddow hat geschrieben:

Gab es doch. Sehr, sehr kurz beim ersten Treffen im Hauptquartier. "Hi Nat", bedeutsamer Blickaustausch :lol:


Diesen "kurzen" Moment gab es wirklich. Aber ich fand es irgendwie süß, dass Bruce und Nat sich damals näher gekommen sind und er ja schon zum Ende hin ein bedeutsammes Opfer erbracht hat, in dem er gegangen ist. Da hätte ich mir vllt ein oder zwei Minütchen gewünscht

Autor:  Chris_23 [ So 20. Mai 2018, 21:03 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Mein letzter Film...

Deadpool 2
Ich hab komischerweise nur gute bis sehr gute Meinungen zuvor gehört. Fand ihn selbst aber nicht so stark. Die vielen Referenzen und Anspielungen waren zwar klasse aber wirklich lachen musste ich maximal einmal. Dafür war die Action besser als im ersten Teil. Cable fand ich klasse.
7,5/10

Ui, als nächstes folgt wohl ein X-Force Film :o

Autor:  Sentinel2003 [ Mo 21. Mai 2018, 11:00 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Mein letzter Film...

Little Q hat Recht: hier im Thread isses sehr viel ruhiger geworden.... :oops: :roll:


So, mein letzter Film war Vorgestern, und zwar:


"Boston"

Kurioserweise hatte ich null Bock drauf, deswegen ins Kino zu gehen, da ich eht dachte, daß das Ding wie so eine Art Doku - Drama sein würde....aber, natürlich isses das garnicht!!

Was Mark Wahlberg da wieder mal abliefert, ist schon nicht übel....leider ist Michelle Moynaghan viel zu selten zu Sehen. Und, die Action ist ja echt schon fadt "grandios"! Leider ist ja das Thema dieses Filmes ein sehr trauriger! :cry: :oops:
Die 2 Stunden vergingen ja fast wie im Flug.


9,5/10

Autor:  Sentinel2003 [ Di 29. Mai 2018, 13:18 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Mein letzter Film...

"Maggie"

Mensch Arnie, watt haste denn da für einen komisch und sehr langweilig/langatmigen ZombieFilm gedreht?? Ich habe echt nach der Hälfte nur noch vor gespult! :roll:
Ist der mieseste Film, den ich je mit Ihm gesehen habe!


2/10


"Vendetta"

und, ein 2.Film mit Arnie OHNE Action!! Der ist zwar ein wenig besser, aber genauso langatmig!


6/10

Autor:  Sentinel2003 [ Do 14. Jun 2018, 13:34 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Mein letzter Film...

"Security"

Wow, was für ein geiler Actioner mit Antonio Banderas!! Wer auf Action mit ihm abfährt, sollte sich das Ding unbedingt ansehen! :mrgreen:


8/10


"Vengeance - Pfad der Vergeltung"

Man weiß ja inzwischen, daß Nic Cage ja leider fast nur noch Filme für den DVD - Markt macht...den hier habe ich bei Amazon prime gefunden....ein echt guter Film seit langem mal wieder mit ihm....obwohl er da erstaunlicherweise nicht so zu 100pro die Hauptrolle hat, mehr ein Zwischending zwischen Haupt - und Nebenrolle!


7,5/10

Autor:  Burpie [ Sa 16. Jun 2018, 22:49 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Mein letzter Film...

Hereditary - Das Vermächtnis

Keine Ahnung, was die Kritiker genommen haben, Geld oder Drogen, aber 92% auf RT?
Der Film wird ein absoluter Publikumsflop! Weder gruselig, noch wirklich spannend oder sonst was. Nach ca. 1h wird man unruhig, wann denn nun das Feuerwerk der Suspense einsetzt, stattdessen wird Tony Collettes Spiel im letzten Viertel nur noch anstrengend. Die Auflösung ist absolut lächerlich und was auch immer an psychologischen oder philosophischen Dingen versteckt sein soll, es geht unter im Mäandern zwischen Schizos und Geistern...

1/10

Autor:  Sentinel2003 [ So 17. Jun 2018, 10:23 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Mein letzter Film...

Burpie hat geschrieben:
Hereditary - Das Vermächtnis

Keine Ahnung, was die Kritiker genommen haben, Geld oder Drogen, aber 92% auf RT?
Der Film wird ein absoluter Publikumsflop! Weder gruselig, noch wirklich spannend oder sonst was. Nach ca. 1h wird man unruhig, wann denn nun das Feuerwerk der Suspense einsetzt, stattdessen wird Tony Collettes Spiel im letzten Viertel nur noch anstrengend. Die Auflösung ist absolut lächerlich und was auch immer an psychologischen oder philosophischen Dingen versteckt sein soll, es geht unter im Mäandern zwischen Schizos und Geistern...

1/10



Ging mir ja genauso.....hatte es ja schon geschrieben: wie Antje Wessels das Ding als Revolution des Horror Genre's bezeichnen kann, ist nicht nachzvollziehen!

Ne 1 hätte ich allerdinfs nicht gegeben, eine 4 oder 5 schon.

Autor:  Sentinel2003 [ So 17. Jun 2018, 13:23 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Mein letzter Film...

"Molly's Game"

ich verstehe so gut wie garnix vom Pokern, aber, Jessica Chastain spielt diese Poker - Königin krass gut!! Dazu wieder einmal ein bravouröser Idris Elba!


9/10

Autor:  Sentinel2003 [ Fr 29. Jun 2018, 20:35 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Mein letzter Film...

Badge of Honor


Mal wieder, seit ewigen Zeiten Mena Souvari gesehen....aber, leider ein vielzu vorhersehbarer B-Movie!! Komisch, da auch Martin Sheen mit drin gesehen zu haben....der Actioner ist eigentlich noícht übel, aber, wie gesagt, alles sehr vorhersehbar! :roll: :oops:


6/10

Autor:  Theologe [ Sa 30. Jun 2018, 10:34 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Mein letzter Film...

Escape Plan 2: Hades
Hier haben wir es mit einem astreinen Etikettenschwindel zu tun. Auf dem Filmposter sieht man die riesigen Gesichter von Sylvester Stallone und Dave Bautista, im Trailer sind beide auch prominent vertreten und als Fortsetzung von Escape Plan geht man natürlich davon aus, dass es sich hier um einen weiteren Stallone-Film handelt.
Ja, der hat eine größere Nebenrolle, Bautista nicht mal die, aber Hauptrolle hat ein mir unbekannter Asiate und daneben ein paar TV-Fressen aus der 4. Reihe.
Das wäre alles noch halbwegs vertretbar, wenn der Film unterhaltsam wäre, aber es ist ein ziemlich dummer Actioner, für den sich van Damme und Seagal nicht mal unbedingt hergeben würden.
3/10

Autor:  LittleQ [ Mi 11. Jul 2018, 13:40 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Mein letzter Film...

Ghostbusters 2016

Beim zweiten Durchsehen auf Netflix sehe ich den Film ein bisschen entspannter. Fand ihn dieses mal besser, als noch bei meinem ersten Versuch. Ich hab so das Gefühl, dass die Damen auf Deutsch zudem weniger anstrengend sind.
Ist eigentlich ein ganz netter Film, den man sich einmal ansehen kann, aber nicht muss.
Dass es davon keine Fortsetzung gibt, sehe ich persönlich nicht unbedingt als Verlust an.

5/10

Autor:  Chris_23 [ Sa 14. Jul 2018, 12:33 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Mein letzter Film...

Train to Busan

Zombiefilm aus Korea der hauptsächlich in einem Zug spielt.
Lasst euch von dem unvermeidlichen Vergleich zu Snakes on a Plane nicht abschrecken, "Zombies im Zug" spielt auf einem ganz anderen Level. Definitiv einer der besten Zombiefilme der letzten Jahre. Tolle Action mit ein paar sehr emotionalen Momenten gemixt.

9/10

Autor:  Sentinel2003 [ Di 24. Jul 2018, 12:20 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Mein letzter Film...

Habe mir zufälligerweise den Film Gestern im ZDF "Selfless - der Fremde in mir" aufgenommen und auch sofort gesehen!! Wieder ein total geiler Action Thriller mit Ryan Reynolds! Ich habe ja eigentlich schon viele Filme mit Ihm gesehen, aber, den kannte ich noch garnicht!!



Ich habe mich super unterhalten gefühlt!


8/10

Autor:  Fernsehfohlen [ Do 26. Jul 2018, 10:57 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Mein letzter Film...

Mandela: Der lange Weg zur Freiheit

Solide Biografie über Nelson Mandela, die angenehm pathosarm daherkommt, allerdings trotz ihrer langen Laufzeit von knapp zweieinhalb Stunden nicht wirklich den Eindruck vermittelt, das lange Leben und Wirken des Freiheitskämpfers wirklich detailliert aufbereitet zu haben. Vor allem die Beziehung mit seiner Frau wird hier fokussiert, dafür empfand ich nicht nur Mandelas Aufenthalt im Gefängnis als eher oberflächlich dargestellt, sondern insbesondere auch seine Zeit danach. Das war dann schon etwas unbefriedigend.

Auf der anderen Seite weiß der Film aber die Episoden aus Mandelas Leben, die aufbereitet werden, ansprechend und spannend in Szene zu setzen und Idris Elba ähnelt Mandela zwar optisch nur sehr entfernt, spielt ihn aber intensiv. Unterm Strich geht das in Ordnung, ohne vollends zu begeistern.

6,5/10


Fohlen

Autor:  Sentinel2003 [ Mi 1. Aug 2018, 11:39 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Mein letzter Film...

"The Darkest Hour"


Wow, das war anscheinend eine Co - Produktion der Amis mit den Russen....nicht übel....ein AlienAngriff in Moskau! :wink: 8) mit Emile Hirsch ( sein Film "Into the Wild" ist ja bald Kult!! ), Olivia Thirlby, Rachael Taylor.


7/10

Autor:  LittleQ [ Fr 3. Aug 2018, 18:51 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Mein letzter Film...

Extinction

Netflix kann zwar Serie, Film kann Netflix bislang allerdings noch nicht. Gut, man erwartet jetzt auch nicht so mega viel. Für einmal anschauen auch ganz nett. Erinnert ein bisschen an Skyline und mit Sci Fi hat man mich eigentlich schon fast immer in der Tasche. Dennoch machen mich die Netflixfilme bisher nicht so wirklich an.

4/10

Autor:  LittleQ [ Fr 3. Aug 2018, 19:55 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Mein letzter Film...

10 Dinge, die ich an dir hasse

So ein unglaublich schöner Film... sogar nach all den Jahren muss ich immer wieder grinsen, wenn ich diese tollen Szenen sehe... Julia und Heath passen so gut zusammen und sind so sooo mega sweet in dem Film....

Autor:  Theologe [ Sa 4. Aug 2018, 15:07 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Mein letzter Film...

LittleQ hat geschrieben:
Extinction

Netflix kann zwar Serie, Film kann Netflix bislang allerdings noch nicht. Gut, man erwartet jetzt auch nicht so mega viel. Für einmal anschauen auch ganz nett. Erinnert ein bisschen an Skyline und mit Sci Fi hat man mich eigentlich schon fast immer in der Tasche. Dennoch machen mich die Netflixfilme bisher nicht so wirklich an.

4/10

Netflix kann auch Filme (einkaufen), aber bei über 100 Filmen in nur 3 Jahren muss man tatsächlich nach der Nadel im Heuhaufen suchen. Eine handvoll guter Filme ist schon dabei, allerdings noch kein Kracher.

Autor:  Sentinel2003 [ Sa 11. Aug 2018, 12:36 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Mein letzter Film...

"The Captive"


Sehr merkwürdiger Film um die Entführung einer etwa 9 jährigen Tochter. Ryan Reynolds mal nicht in Action...Mareille Enos spielte eine etwas "komische" Mutter....ich habe für den Film auch 2 Anläufe gebraucht....


7/10

Autor:  Fernsehfohlen [ Mi 15. Aug 2018, 14:00 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Mein letzter Film...

Was vom Tage übrig blieb (1993)

England, dreißiger Jahre. Seit Jahrzehnten dient der Butler Stevens (Anthony Hopkins) auf dem herrschaftlichen Landsitz Darlington Hall. Präzise wie ein Uhrwerk verrichtet Stevens seine Pflichten. Und merkt dabei nicht, welche Zeitbomben in seiner Umgebung ticken: Die unheilvolle Kumpanei seines Dienstherren Lord Darlington (James Fox) mit den Nazis. Und die neue, attraktive Wirtschafterin. Miss Kenton /Emma Thompson verliebt sich schon bald in Stevens. Doch der Butler gestattet sich keine Gefühle...

Habe mir diese Verfilmung des gleichnamigen Romans von Kazuo Ishiguro vor allem deshalb angeschaut, weil für mich das Gesamtbild hier passte: Ich mochte das zuvor gelesene Ishiguro-Werk "Alles, was wir geben mussten" sehr gerne, halte Hopkins für einen großartigen Darsteller und die Kritiken des Films passten auch. Und enttäuscht wurde ich nicht.

Man muss diesem Film schon ziemlich große Aufmerksamkeit widmen, um ihn in seiner Komplexität erfassen zu können. Der Story ist vor allem am Anfang und aufgrund zahlreicher Zeitsprünge zwischen den 30er- und 50er-Jahren generell nicht ganz leicht zu folgen, vor allem aber lebt der Film und die Handlung überaus stark von kleinen emotionalen Regungen, humorigen Einschüben und tragischen Elementen, ohne jemals die große Emotionalität zuzulassen. Das scheint typisch für Ishiguro-Werke zu sein, ist nämlich bei "Alles, was wir geben mussten" ähnlich wie hier (zumindest im Buch, an den Film erinnere ich mich kaum mehr).

Ich mochte diese Ruhe und Sensibilität hier sehr, zumal sie zumindest von den beiden Hauptdarstellern (Hopkins und Thompson) auch hervorragend getragen wird. Fox bleibt für meine Begriffe als etwas naiver, Nazis hofierender Lord ein wenig blass, stört aber zumindest nicht weiter. Toll fand ich ferner, wie quasi immer im Vorbeigehen die dramatischen politischen Verfehlungen, die auf dem Anwesen des Lords geschehen sind, eingeflochten wurden, ohne dass sie jemals den Fokus von der eigentlichen Handlung und den "Star" des Films wegnahmen: den Butler Stevens, für den die Pflichterfüllung für seinen Herrn über allem steht. Über dem Nazi-Grauen, über der eigenen Freiheit und Freizeit, über den eigenen Gefühlen, ja sogar über dem Tod seines Vaters.

Wenig empfehlenswert ist der Film sicherlich für alle, die sich leicht berieseln lassen wollen, Spannung und Action wollen. Wer dagegen bereit ist, sich gut zwei Stunden lang in die Lebenswelt eines emotionskalten britischen Butlers der 30er-Jahre hinein zu begeben, auf subtile Dramen mit authentischer Handlung ohne alles beantwortende Enden steht und zwei wunderbaren Darstellern bei der Ausübung ihrer Kunst zusehen mag, ist hier genau richtig. Ich habe diesen Film genossen.

PS: Das oft zu lesende Wort "Romanze" bei der Genre-Benennung empfinde ich hier als eher unpassend bzw. kann eine falsche Erwartungshaltung wecken. Hier wird definitiv kein Schmachtfetzen erzählt, für meine Begriffe sogar eher so etwas wie eine "Anti-Romanze.

8,5/10


Fohlen

Autor:  Fernsehfohlen [ Mi 15. Aug 2018, 23:07 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Mein letzter Film...

Wer die Nachtigall stört (1962)

Macomb County im amerikanischen Bundesstaat Alabama während der 30er Jahre. Die friedliche Kleinstadt verwandelt sich in einen Hexenkessel, als der Schwarze Tom Robinson (Brock Peters) der Vergewaltigung einer Weissen angeklagt wird. Alle sind von seiner Schuld überzeugt, bis auf den Pflichtverteidiger Atticus Finch (Gregory Peck). Durch sein selbstloses Vorgehen zieht er den Hass seiner Gegner auf sich, die selbst vor Finchs Kindern nicht Halt machen...

Dreifach oscarprämiertes Crimedrama nach dem gleichnamigen Roman von Harper Lee, das ebenso wie die literarische Vorlage nicht selten in Listen der besten Filme bzw. Romane der Geschichte zu finden ist. Und damit habe ich so meine Probleme. Ich meine in den vergangenen gut zwei Stunden zwar eine stark erzählte Geschichte mit guten darstellerischen Leistungen zumindest bei einigen der zentralen Rollen gesehen zu haben, aber viel mehr dann eben auch nicht. Bei der Story an sich bzw. der Verknüpfung von Jugend-Abenteuer und Gerichtsdrama bin ich mir auch im Nachhinein nicht sicher, ob ich sie gut oder eher anstrengend finden soll - es ergibt im Nachhinein schon Sinn, wie es umgesetzt wurde, während des Schauens allerdings habe ich mich schon ziemlich stark, warum man den (gar nicht mal so hinreißend stark gespielten) Kindern nun eigentlich fast eine Stunde lang auf Schritt und Tritt folgen muss.

Kurzum: Ich sehe nicht, warum "Wer die Nachtigall stört" so überwältigend gelobt werden muss. Ich sehe eine gesellschaftliche Relevanz und empfand die lange Szene vor Gericht auch als wirklich stark (wenngleich mich hier "Die zwölf Geschworenen" noch mehr umgehauen hat), aber vor allem die erste Hälfte des Films hat mich nun wahrlich nicht gebannt vor dem Fernseher gehalten. Für einen so hochgelobten Klassiker schon eine kleine Enttäuschung. Aber vielleicht bin ich auch schlichtweg nicht in der Lage, die Relevanz dieses gut fünf Jahrzehnte alten Werks in seiner Gänze zu erfassen. Für mich ein überzeugendes Drama rund um den Rassismus der 30er-Jahre-USA, das zum Ende hin immer besser wird, mir aber nicht die emotionale Wucht hat vermitteln können, die viele diesem Film zuschreiben.

7/10


Fohlen

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