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von rosebowl
#1401140
Ich hab das Jahr mal so ein bisschen Revue passieren lassen, und mein Fazit ist, dass es mit ein paar Ausnahmen ein ziemliches Stillstand-Jahr war, positiv geprägt in erster Linie durch recht viele Freizeitaktivitäten und negativ durch Job und Krankheiten...
Achtung, Wall of text... :D

Meine Highlights:
Die Highlight-Kategorie war unter anderem geprägt von diversen Konzerten, Wochenend-Trips und tollen Wiedersehen und neuen Begegnungen.
Das Konzertprogramm bestand aus Daughtry, Adel Tawil solo (sensationell, das beste der 4 Adel-Konzerte, die ich bis jetzt erlebt habe), Thomas Godoj (sehr intime Atmosphäre, tolle Stimmung, Foto mit Thomas bekommen, ein rundrum gelungener Abend), Elton John (nur preistechnisch das Highlight des Konzert-Jahres, Sound und Bühnenaufbau waren dicke Minuspunkte), Clean Bandit (leider ziemlich schwach, was nicht nur daran lag, dass ich mit einer mühsam weggedopten Migräneattacke im Publikum stand...), James Blunt (definitiv die Überraschung des Konzertjahres. Viel besser als erwartet, tolle Stimmung, nicht schnulzig, großartige Show, einer, der für die Bühne lebt und das Publikum absolut mitzieht, mein erstes Stagediving-Erlebnis :D ), und Michael Schulte in Dortmund (auch besser als erwartet. Mehr Power als auf dem Album, gute Stimmung, wunderschöne Stimme mit Gänsehaut-Momenten).
Außerdem dreimal Musical - Tarzan (wahnsinns Show, gute Sänger, tolle Inszenierung, absolute Empfehlung), Grease (hat vor allem wegen der bekannten Musik Spaß gemacht. Eine international tourende englische Truppe, die von den Stimmen her aber nicht unbedingt überzeugt hat. Aber dafür, dass ich für lau reinkam und mit Freunden einen lustigen Abend hatte, war es auf jeden Fall gut :D ) und die Rocky Horror Show (genial inszeniert, großartige Darsteller, tolle Musik - jederzeit wieder...).
Comedy-technisch standen Bülent Ceylan (es lohnt sich definitiv, sich diese Show live zu geben, das kommt komplett anders rüber als im Fernsehen) und Urban Priol (der Mann ist ein Erlebnis auf der Bühne. Das Tempo, mit dem er von Thema zu Thema springt, das Programm-Gerüst, an dem er sich entlang hangelt, aber immer wieder tagesaktuelle Dinge einbaut, er zwingt zum mitdenken, ohne anstrengend oder belehrend zu sein - muss man gesehen haben!) auf dem Programm.

Highlights, was Treffen und Wochenend-Trips angeht, gab es auch reichlich. Mit dem Gaul, Commi und revo in Hamburg, mit Commi und dem Gaul bei Michael Schulte, mit eXtreme und revo in Rust, New Pop und Zimmer frei/Länderspiel mit dem Gaul und der Pflanze, mit meiner anderen Truppe in Wien inklusive Musical und Stadtführung und in Berlin...... Also mir war gar nicht bewußt, wie viel ich dieses Jahr unterwegs war :D
Besonders erwähnen muss ich aber die Begegnung mit der Pflanze im Januar in Mannheim, als ich auf dem Rückweg von einem Seminar war und wir uns spontan auf einen Zwischenstop in Mannheim verabredet haben. Es war ein sehr lustiger und interessanter Abend, und der Auftakt für einige weitere denkwürdige Treffen :D
Ich stimme allerdings der Pflanze und dem Gaul zu: Das absolute Highlight war der WWM-Trip, und ich freu mich tierisch auf die - zumindest teilweise - Reunion :D

Ein weiteres Highlight des Jahres war, dass ich nach über 2 Jahren meine beste Freundin endlich wieder gesehen habe. Sie war zwar nur kurz da, trotzdem haben wir es geschafft, zwei Abende miteinander zu verbringen. Einfach mal wieder über absolut alles, von wichtigen bis zu völlig belanglosen Dingen, quatschen zu können, und das live und ohne auf Zeitverschiebungen etc achten zu müssen, zusammen durch die Stadt zu gehen, ein bisschen nostalgisch zu werden..... Das hat unheimlich gut getan.

Und ein absolutes Highlight war und ist mein im Februar geborenes Patenkind. Der Kleine ist so ein Sonnenschein, und abgesehen davon, dass man ihn einfach lieb haben muss, hat er auch für neue Bekanntschaften und Freundschaften gesorgt...

Das letzte, was ich als Highlight verbuche ist, dass ich eine uralte Geschichte, die mich jahrelang emotional komplett blockiert hat (urgs, das klingt nach Psychologen-Gelaber :P ), endlich abschließen konnte. Das Gefühl, nicht mehr an dieser Geschichte zu kleben und endlich wieder offen zu sein, ist eine gewaltige Erleichterung...

"Lowlights"
Also aktuell muss man da wohl leider den BVB nennen :P

Was mich aber deutlich mehr belastet hat war - mal wieder - eine von Krankheiten geprägte Phase, in der es meine Großmutter geschafft hat, ein Vierteljahr in diversen Krankenhäusern zu verbringen und dem Tod zweimal nur sehr knapp von der Schippe zu springen. Und auch mir ging es zweitweise nicht besonders, vor allem als ich innerhalb von nicht mal zwei Monaten viermal wegen Migräne flach lag :P

Mit meinem Job bin ich auch immer unzufriedener, da hat sich leider gar nichts (positives :P ) getan dieses Jahr. Weder bin ich mit meinem neuen Zweitchef warm geworden, noch ist meine Motivation irgendwie angestiegen. Und dazu kommt der Streß mit der Pendelei, die einfach unendlich viel Zeit frisst. Ich würde am liebsten komplett umsteigen, hab aber keine Ahnung in welche Richtung. Das belastet mich ziemlich.

Joa, und Forums-technisch hatte das Jahr leider trotz der positiven Aspekte - besonders was die Auswirkungen der Bekanntschaften hier auf das RL angeht, auch seine Schattenseiten. Ich finde es sehr schade, dass wir diverse Leute verloren haben und dass es immer wieder Zoff gab und gibt. Andererseits haben sich auch manche Dinge entspannt, was durchaus sehr angenehm ist. Ich hoffe einfach mal, dass es so weiter geht und 2015 mal ein Jahr ohne Negativ-Highlights wird.
von Waterboy
#1401515
Mein Jahr war klasse.

positiv:

-Beruflich top, alles erreicht was ich wollte
- Finanzen: Top, alles läuft gut
- Family: Top, bald gibt es zuwachs und was schon da ist, gedeiht prächtig :D
- Sportlich: könnte es in letzter Zeit mehr sein, aber ich hol langsam wieder auf
- Gesundheitlich: Gibt es nichts zu meckern, außer das ich zum ersten mal seit Jahren dieses Jahr ne Grippe hatte
- alter: ich fühl mich ab und an ziemlich alt, weiß nicht warum evtl. leide ich schon unter ner midlife crisis oder vielleicht möchte ich einfach wieder jünger sein
- Kultur: Viele Musicals besucht, ein bissel Theater und Kino, hätte aber mehr sein können
- Reisen: Waren top, hatte 7 Wochen Sommerurlaub (meiste davon unbezahlt) und werde das jetzt jedes Jahr machen, einfach weil es ERholung pur ist


negativ:

gab eigentlich nicht wirklich was, bis auf ein oder zwei kleine Dinge


Highlight:

definitiv der Sommerurlaub, 7 Wochen Erholung pur, kein Stress, keine Arbeit, einfach nur faul sein, all das machen was man immer machen wollte


2015 Vorsätze

- wieder mehr Sport
- den März unbeschadet überstehen
- Sommerurlaub 2.0
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von RickyFitts
#1401542
Gesundheit:
bissl anfällig für alle Ausprägungen von Husten/Schnupfen/Grippe, aber sonst ziemlich fit. So richtig fertig kriege ich das Sixpack aber trotz allem Sport nicht. Dafür bin ich dann phasenweise doch zu undiszipliniert bzw will zu viele Freuden nicht aufgeben, die man sich dafür kaum erlauben dürfte

Familie/Freunde/Bekannte
Sehr unterschiedlich: die Familie ist für mich rasant kleiner geworden. Da sind im unwürdigen Gerangel nach einem wirklichen Todesfall viele Leute für mich dauerhaft gestorben.
Weniger dramatisch hat sich auch der Freundeskreis verschoben. Wenn fast alle alten Freunde inzwischen selbstoptimiert-leistungsbereite Jungeltern sind, mit denen man maximal noch einen Sonntagnachmittag bei selbstgebackenen Dinkelkeksen und Fairtrade-Tee verbringt, während man sich fragt, wann sie einem das letzte mal etwas erzählt haben, das mich wirklich, wirklich interessiert hat, dann muss man wohl einsehen, dass sich da Lebenswege weit voneinander entfernt haben. Freundschaften kann man dann auch mal auf Bekanntschaften downgraden. Und die finden auch ohne mich genug Leute, mit denen sie leidenschaftlich darüber diskutieren können, was eventuell vielleicht schlimmstenfalls mal negative Einflüsse für die Psyche des Kindes entwickeln könnte.
Auf der anderen Seite ist mein Bekanntenkreis geradezu explodiert. So irre viele interessante und lustige Menschen aus aller Welt kennen gelernt. Berlin scheint einen endlosen Vorrat davon anzulocken. Großartige Gespräche, ekstatische Parties, viel Gelächter

Geld/Karriere
Trat 2014 meistenteils auf der Stelle. Immerhin ein interessanter Nebenjob dazugekommen, bei dem ich statt Schreibtischtäter zu sein auch wieder mehr mit Menschen reden und arbeiten kann.

Liebe
Ein paar spannende vielleichts und fasts waren ja dabei. Der Knall kam noch immer nicht. "Will ich überhaupt eine feste Beziehung?" ist immer noch eine unbeantwortete Frage. Aber auch keine allzu dringliche, solange ich auch ohne Menschen habe, bei denen ich mich geborgen fühle, und ich sexuell auf meine Kosten komme. Beides völlig im grünen Bereich :D

Freizeitspaß
Öh, ja. Hehe. Kann man wohl sagen. Ich drücke es mal so aus: wenn man ein halbes Jahr nach dem ersten Besuch schon zum Berghain-Türsteher gehen kann und auf nette Nachfrage manchmal auch ohne Gästeliste an der ca 2 Stunden Schlange vorbei darf (bezahlen natürlich trotzdem noch), dann kann ich mich wohl als gern gesehener Stammgast sehen und den Titel "Party Animal" tragen. So viel Vergnügen wie 2014 hatte ich in meinen Erwachsenenjahren noch nie. Ausufernde Parties, verrückte After Hours, wunderbare Sommernächte auf der Picknickdecke unterm Sternenhimmel, mit meinem platonic soulmate aus den Staaten eine megatolle Woche in London verbracht, neue Clubs und Musik für mich entdeckt (dass ich doch mal was mit Techno anfangen kann, hätt ich früher nicht erwartet) und wie oben schon gesagt bei alledem mit sehr vielen wahnsinnig tollen Menschen zusammengekommen.

Unterm Strich also ein ziemlich geiles Jahr. Hat mich auf irgendwelchen Lebensleistungs-Richtskalas zwar fast Null weitergebracht, aber da ich eh keine Familiengründung plane, muss ich mich auch nicht an die Heten-Nestbau-Zeitpläne halten und kann mein Leben und meine Freiräume richtig auskosten - und damn, bin ich darin gut geworden, wenn ich bedenke wie langweilig ich noch mit Mitte 20 war.
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von baumarktpflanze
#1450408
Wenn am Sonntag der erste Jahresrückblick naht und nebenan bereits über Feuerwerk diskutiert wird, ist es Zeit für eine gute alte Tradition hier zum nahenden Jahreswechsel im Forum: Deine ganz persönliche Bilanz!

Was war Dein Highlight?
Was war Dein Lowlight?
Und was wünschst Du Dir für das Jahr 2016?

Ich bin gespannt! :)
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von Kiddow
#1450756
Meine Highlights:

Ich hab 8 Kilo abgenommen und wenn Weihnachten vorbei ist und die Zeit der guten Vorsätze anfängt, nehme ich die nächsten 8 in Angriff (vielleicht auch 10, weil ich jetzt wieder zunehme. Lecker Vanillekipferl und so).

Ich habe einige tolle Events besucht. Alexander Marcus bleibt mir sicher immer gut in Erinnerung. Und nächste Woche sind noch die Chippendales dran.

Beim Tae Bo habe ich die dritte und als normaler Kursteilnehmer letztmögliche Prüfung geschafft, worauf ich wirklich ziemlich stolz bin. Ich habe das Gefühl, dass mich das sogar etwas selbstbewusster gemacht hat.

Meine Lowlights:

Hauptsächlich die Arbeit. Nach einem kurzen Anflug von Optimismus, dass das Thema Lizenzmanagement zu schaffen sei, kam dann der Tiefschlag in Form eines neuen Projektes. Es sollte eigentlich Ende Oktober abgeschlossen sein, wir würgen immer noch daran rum. Und Montag muss ich es unserem Geschäftsführer vorstellen, obwohl ich selbst kaum Plan habe. Nunja, dann merken die vielleicht endlich, dass das Thema bei mir falsch ist.

Mir fehlt mein Opa. Nach dem Tod meiner Oma vor mittlerweile fast 8 Jahren war er für mich das wichtigste Familienmitglied. Nun ist er seit etwas mehr als einem Jahr tot und ich vermisse ihn sehr. Das war bei meiner Oma nicht so schlimm. Vermutlich, weil er diese Lücke noch etwas füllen konnte.

Das bringt mich zu einem weiteren Lowlight: ich habe kein gutes Verhältnis zu meiner Mutter. Und eigentlich keine Lust, Heiligabend mit ihr zu verbringen. Aber irgendwie bringe ich es auch nicht übers Herz, nicht zu ihr zu fahren. Mein Onkel, also ihr Bruder, ist Anfang November gestorben und jetzt hat sie außer mir keine Familie mehr. Mir selbst macht das nichts aus, weil mir Familie (im Sinne von Blutsverwandtschaft) an sich nie wichtig war. Aber "es gehört sich eben so", dass man mit der Familie Weihnachten verbringt.

Meine Wünsche für 2016:

Endlich wieder Spaß an der Arbeit haben können.

Den gebuchten Selbstverteidigungskurs überstehen und danach vielleicht irgendwas mit Kampfsport machen.

Und dass die Menschen sich weniger wie Arschlöcher verhalten.
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von baumarktpflanze
#1450945
2015 hat in meinem Leben alles auf den Kopf gestellt, was es nur auf den Kopf stellen konnte. Es hat mich und mein Leben von jetzt auf gleich völlig verändert, mich aus meinem Leben gerissen und Weichen gestellt, die mein kommendes Leben bestimmen werden.

Da ist mein Studienabschluss im Frühjahr, für den ich so lange gearbeitet und auf den ich so lange auch gewartet habe, mit viel Hilfe seitens der Uni und auf Seiten meiner Freunde. Da ist der Sommer 2015, den ich vor allem im Krankenhaus verbracht und das gesamte Spektrum der modernen Gerätemedizin kennengelernt habe. Da ist der Herbst 2015, in dem ich mein Leben wieder neu ordnen musste. Da ist meine Familie, der es jetzt im Winter 2015 wieder gut geht.

In 2015 verwischen sich Highlights und Lowlights und verweben sich zu einem Gebilde, bei dem ich im Grunde gar nicht weiß, wo ich anfangen soll, Dinge herauszugreifen.

2015 brachte viele wunderbare Treffen mit Forenusern hier: Fohlen, rosebowl, Kiddow.
2015 brachte viele kulturelle Highlights: Rocky, SpamALot, Tarzan.
2015 brachte viele kleine und große Gedanken, mit denen ich inspiriert wurde.

Vor allem aber brachte 2015 die Erkenntnis: Egal, was passiert - es gibt Menschen in meinem Leben, die sind da. Und das ist eine der schönsten Erkenntnisse, die man haben kann. In diesem Sinne ein dickes Danke an rosebowl, Fohlen, Kiddow und lostie fürs Zuhören, Ertragen, Aufmuntern, Mitfiebern und vor allem: Da sein.

Und 2016?
Ein neuer Job wäre schön.
Neo am Bahnhof Stuttgart theatralisch umarmen.
Mit Fabi Kaffee trinken.
Mit Cristobal durch seine Heimat streifen.
MewMew kennenlernen.
Und mit Rose und Fohlen die letzte Sendung Zimmer frei live im Studio erleben.

Das sollte doch machbar sein oder?
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von Kiddow
#1450976
Ach, das hast du schön gesagt!
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von lostie
#1450978
Kiddow hat geschrieben:Ach, das hast du schön gesagt!
Ohja, finde ich auch! Wobei du auch gar nicht so schwer zu ertragen warst :wink: :D

2015 war bei mir sehr gemischt.
Highlights:
- neue Stelle angefangen und ein (überwiegend) tolles Kollegium bekommen
- neue wundervolle Wohnung
- ich hab meine bessere Hälfte gefunden

Lowlights:
- ganz oben: der Tod meines Ersatz-Opas. Es ging zum Schluss wirklich rasant bergab und wir hätten vor einem Jahr nicht damit gerechnet, dass es so schnell geht. Aber es war besser so. Wenn Menschen keine Kraft mehr haben, soll man sie gehen lassen.
- Als wäre das noch nicht genug, gab es keine 6 Wochen später den nächsten Todesfall in der Familie. Außerdem habe ich kurz darauf erfahren, dass eine ehemalige Arbeitskollegin verstorben war.

Das war alles einfach viel zu viel in viel zu kurzer Zeit. Aber dadurch genieße ich auch viele Sachen einfach viel mehr - zB ist der betroffene Teil der Verwandtschaft plötzlich viel näher zusammengerückt, das wäre vor einem Jahr undenkbar gewesen.
Für 2016 hoffe ich auf weniger schlechte Nachrichten und auf das Gefühl, endlich komplett angekommen zu sein. Kein Umzug, kein Jobwechsel, keine sonstigen großen Veränderungen.
von Waterboy
#1452303
Joar schon wieder zu Ende das Jahr.


War nen gutes Jahr

- Baby Nr. 2 kam gesund zur Welt
- Job lief klasse
- neue Wohnung ist klasse
- Gehalt stimmt
- Liebe, Family stimmt
- viel gereist und auch das gesehen was ich sehen wollte


Negativ

- naja, nicht viel nur das ich zu wenig Sport getrieben habe dieses Jahr und das wird gleichzeitig der Vorsatz fürs neue Jahr
- ich nehm teilweise zuviel vom Job mit nach Hause, muss da noch lernen mehr abzuschalten
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von Fernsehfohlen
#1453986
Joar, wieder ein Jahr vorbei, ne? Und wie so oft fällt es mir schwer, das wirklich einzuordnen. Für mich persönlich war es eigentlich ein ganz okayes Jahr:

- Ich habe endlich meinen Bachelor geschafft und bin auch ganz gut in den Master gestartet, was so nicht zwingend zu erwarten war. Jetzt heißt es da einfach dranbleiben und durchbeißen, auch wenn ich die Hoffnung aufgegeben habe, meine Studienzeit noch als etwas wirklich Gewinnbringendes für mich selbst wahrzunehmen.
- Ich hatte einige schöne Erlebnisse mit Freunden, meine Familie ist gefühlt enger zusammengerückt und generell habe ich das Gefühl, zwar im Laufe der letzten zwei Jahre eher mit weniger als mehr Menschen wirklich im Kontakt zu stehen, dabei aber mit diesen Menschen ausschließlich gerne und deutlich intensiver als früher oftmals. Ich weiß nicht, irgendwie geht das gleichzeitig in Ordnung und betrübt mich doch. :?
- Wir haben unsere Katze Kira bekommen, die mir zwar hin und wieder mit ihrer Anhänglichkeit auf die Eier geht, alles in allem aber einen großen Gewinn darstellt. Es ist gleich viel mehr Leben in der Bude. :mrgreen:
- Und das Wichtigste: Es ist wieder ein Jahr ohne Todesfälle oder ernsthafte Erkrankungen bei den Menschen vergangen, die mir wirklich etwas bedeuten. Ich glaube, da ist Pflanzes Ohr-Dilemma echt schon die härteste Nummer des Jahres. Und da ich mir mit zunehmendem Alter immer mehr der Nicht-Selbstverständlichkeit dessen bewusst werde, empfinde ich das als zu betonendes Glück.

Ich mache aber keinen Hehl daraus, dass ich nach wie vor eher orientierungslos durchs Leben schlendere. Es gab wieder viel zu viele verlorene Tage, in denen die Zeit einfach so dahinging und ich beim Gang ins Bett nicht eine relevante Sache benennen konnte, die mir der zurückliegende Tag beschert hat. Und damit meine ich nicht nur die "Hänger"-Tage, sondern auch die, an denen ich Uni, Sport, Termine etc. hatte, die einfach nur "abgearbeitet" wurden. Auch daraus konstituierten sich bei mir verlorene Tage.

Insofern mag ich schon da nicht von einem wirklich guten Jahr sprechen, auch wenn es mehr konkret positive als konkret negative Erlebnisse gab. Aber vieles vergießt halt einfach in einer Sud der Belanglosigkeit. Und das ist nach wie vor einigermaßen ätzend.

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So, wem das schon zu depri war, den möchte ich nun bitten, in den geistigen Standby-Modus zu wechseln. Denn in der großen, weiten Welt da draußen habe ich den Eindruck, auf ein sehr negatives Jahr zurückzublicken.

Politik und Weltgeschehen:
Also wirtschaftlich läuft es ja für Deutschland wohl noch immer supi, aber so im Großen und Ganzen prägte 2015 dann doch eher die Themen Terror, Krieg, Hass und Massenflucht. Gerade die letzten Monate waren da ziemlich hässlich, da ich es persönlich auch noch nie erlebt habe, dass mehr oder minder offen fremdenfeindliche Einstellungen so viel Zuspruch bekommen haben wie zuletzt. Und ich denke, dass wir da noch lange nicht an der Speerspitze angekommen sind, denn auch 2016 werden (mindestens) so viele Menschen nach (West- und Mittel-)Europa flüchten wollen wie 2015, davon bin ich sehr überzeugt. Und das wird für weitere Verunsicherung in der Bevölkerung sorgen, Fremdenfeindlichkeit stimulieren.
Ich habe in diesem Jahr selbst gemerkt, wie einen das verunsichern kann. War auch kein schönes Gefühl für mich, zumal ich Rassismus und solche Hirnrissigkeiten komplett dumm finde - aber nicht Philanthrop genug bin, um für das Wohlergehen mir fremder Menschen allzu arge Einbußen in meiner Komfortabilität hinzunehmen. Dieses Wissen darüber, wenn es mich betrifft doch eher egoistisch zu denken und auf das Wohlergehen der Welt zu scheißen, war... auch etwas, das mir die gesellschafts- und weltpolitische Lage beschert hat.
Gab es sonst noch wirklich große Themen? :?

TV:
Gab es hier was Positives? Achja, "Gefragt - Gejagt" hat sich im Ersten etabliert. :mrgreen: Und Böhmermann, in vielerlei Hinsicht. Zudem kann man sich mittlerweile kaum noch retten vor lauter starker internationaler Serien, sogar aus Deutschland kommt ja jetzt ein bisschen was. Blöd nur, dass ich eigentlich eher Show- als Serientyp bin und da eigentlich kaum was Gutes kam:
- Stefan Raab hat aufgehört - und nimmt dem deutschen Fernsehen aus meiner Sicht mit SdR die allerletzte Bastion der Samstagabend-Eventshow, die ein Live-Gruppenerlebnis war und nicht nur nette Nebenbei-Unterhaltung. Für mich ist das einfach ein fetter Fausthieb in die Fresse, da ich diese Sendung regelrecht verehre und sie eigentlich auch immer mein Standardargument war gegenüber Freunden, die dem TV den Rücken gekehrt haben als Primärmedium. Gott, werden mir die SdR-Abende fehlen.
- Dann gab es kleinere Abschiede von bspw. Pelzig oder die Ankündigungen, dass "Zimmer frei" und "Domian" sehr bald enden werden. Vor allem mit "Domian" geht da halt auch wieder ein kleiner Teil meines Lebens und irgendwie habe ich den Eindruck, dass so wenig nachkommt. Mal von GG abgesehen setze ich wirkliche Hoffnungen da nur noch in Böhmermann oder Joko und Klaas. Ich find, das ist einfach verdammt wenig. :?

Forum:
Also es ist schon etwas angenehmer geworden, hier zu schreiben, weil sich die ganz großen Streitereien eigentlich kaum noch ergeben und ich nicht mehr an stressigen Abenden dreimal überlege, ob ich aufs Forum klicke, um mich dann drei Stunden irgendwelchen Kinkerlitzchen zu widmen, wer jetzt zu wem wieder böse war. Aber mit dem Niedergang des (Live-Event-)Fernsehens und der zunehmenden Zentralisierung des Traffics auf Facebook, Twitter etc. geht halt ohne jeden Zweifel auch die Aktivität hier zurück. Und das finde ich sehr schade, da mich persönlich das Modell Forum einfach mehr anspricht als diese 140-Zeichen-Kommentare oder die überladenen Facebook-Gruppen und -Pinnwände. Ich frage mich, ob das vielleicht auch schon ein Zeichen für mein "Altern" ist oder einfach Geschmackssache.

Sport:
Joar, ich mache weiterhin Sport, für Borussia läuft es auch ohne Favre weiter beachtlich und die Bayern-Dominanz nimmt man ja eh nur noch gleichgültig zur Kenntnis. War okay. ^^ Würde mir aber wünschen, mich für mehr Randsportarten begeistern zu können oder auch einfach selbst mal wieder was Neues auszuprobieren. Irgendwie bin ich da lethargischer geworden und die Sportbegeisterten aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis sind da auch inaktiver geworden - immer öfter wegen beruflicher Verpflichtungen. Hachja. :?

Musik:
War ein okayes Musikjahr mit einigen guten Neuentdeckungen, aber der Mainstream war leider weichgespült wie selten. Würde mir da vor allem wieder mehr Abwechslung wünschen, denn ehrlich gesagt kann ich selbst Robin Schulz, Felix Jaehn, Sam Feldt, Kygo, Gestört aber GeiL etc. kaum mehr auseinanderhalten. :?
Meine Jahressammlung ist trotzdem voll wie selten geworden, also so scheiße war das Jahr nicht. Nur sehr, sehr vieles davon ist halt nicht wirklich erfolgreich gewesen.

Joar, verliere so langsam die Schreiblust. Denke, das reicht auch. ;)
Mal sehen, ob und welche Teile meines Postings ich in den nächsten Tagen noch bereue. :P


Fohlen
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von baumarktpflanze
#1453989
Fernsehfohlen hat geschrieben:Ich habe in diesem Jahr selbst gemerkt, wie einen das verunsichern kann. War auch kein schönes Gefühl für mich, zumal ich Rassismus und solche Hirnrissigkeiten komplett dumm finde - aber nicht Philanthrop genug bin, um für das Wohlergehen mir fremder Menschen allzu arge Einbußen in meiner Komfortabilität hinzunehmen. Dieses Wissen darüber, wenn es mich betrifft doch eher egoistisch zu denken und auf das Wohlergehen der Welt zu scheißen, war... auch etwas, das mir die gesellschafts- und weltpolitische Lage beschert hat.
Schöne, wichtige Erkenntnis :!:
von Columbo
#1454014
2015 war scheiße, ich bin froh, wenn es vorbei ist. Los ging es schon Anfang des Jahres, als zwei meiner Katzen starben, im Juni ist dann ganz überraschend mein Cousin gestorben (plötzlicher Herztod mit 23 Jahren :roll: ) und im Juli hatte mein Vater einen leichten Schlaganfall mit anschließender Bypass-OP am Herz. Mittlerweile geht es ihm aber schon wieder recht gut, auch vom Schlaganfall ist nichts geblieben. Sonst blieb nicht viel, auf der Arbeit lief es recht gut, viele schöne Erlebnisse mit Freunden, auch einige tolle neue Leute kennen gelernt, jo. Die Aussichten für 2016 sind eigentlich ganz gut.
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von Nerdus
#1454249
Mein Fazit zu 2015 ist, dass es vorbei ist.

Das meiste lief nicht wie geplant, es gab ne Menge Enttäuschungen und Ärgernisse, aber auch viele sehr schöne Momente und Überraschungen, die ich nicht missen wollen würde.

Das viele Positive verblasst leicht neben dem großen Schatten von kleinen negativen Dingen – zumindest das hat der Jahreswechsel gebracht, dass ich mich auch mal wieder auf das Schöne besinnen und alles ein bisschen in die richtige Perspektive rücken konnte.
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von Kunstbanause
#1454256
2015 kann kacken gehen. :)

Generell gab es nicht viel, was toll war. Mit meiner Buch- und Filmseite ging es ganz gut voran, wobei ich selbst leider immer nur wenig dazu beitragen konnte und froh sein kann, dass ich so fleißige Mitschreiber habe. Manchmal habe ich dennoch daran gedacht, das Ding an den Nagel zu hängen, denn keine Zeit zu haben, frustriert ziemlich.

Jobtechnisch wurde es ab Mai recht heftig. Aus dem Job, der noch vor nur etwas mehr als einem Jahr ein 450€-Job war und dann erfreulicherweise zumindest in Teilzeit geändert wurde, wurde durch einen langwierigen Krankheitsfall zu einem Job, der mehr als Vollzeit war. Ich habe inklusive der unbezahlten Stunden vor und nach Ladenöffnung 56 Stunden in einer 6-Tage-Woche arbeiten dürfen. Immerhin wurden die Überstundens stets ausbezahlt. Wenn es dann mal weniger Stunden wurden, war bei mir stets höchste Flexibliltät gefragt und ich wurde wie eine Schachfigur hin und her geschoben. Spontane Unternehmungen waren nur schwer möglich, und selbst Geplantes fiel oftmals wegen Arbeitsplanänderungen ins Wasser. Das belastete auch privat ziemlich, zumal meine Frau momentan beruflich auch recht viel Stress hat.

Wir beide haben uns dennoch zusammengerissen und nach vierzehn Jahren Beziehung unseren ersten gemeinsamen Urlaub gehabt - der Kurztrip nach Berlin war so großartig, so wunderbar. Und 2015 hat meine Frau und mich wohl endgültig unkaputtbar zusammengeschweißt.

Beruflich schien sich im November alles einzupendeln, doch dann, nachdem ich zwei Jahre nicht krank war, wurde ich Mitte Dezember dann tatsächlich krank (und werde das auch noch bis Mitte des noch jungen Monats sein, das sind dann über vier Wochen) - am Tag 1 nach Krankmeldung kam dann eine Meldung, ich solle zu einem Mitarbeitergespräch an Tag 2 kommen. Ich konnte nicht, aus offensichtlichen gesundheitlichen Gründen. Am selben Abend erreichte mich dann von der Vorgesetzten meiner Vorgesetzten ein Anruf, den ich verpasste, weil ich zur Genesung schlief. Bäm, kaum eine Stunde später, bekam ich gesimst, dass man mich zum neuen Jahr versetzen würde. Dumm nur, dass ich mangels Führerschein und Auto meinen neuen Arbeitsplatz nicht immer erreichen kann, und mit der Rückfahrt wird es noch schwieriger/unmöglicher. Ende vom Lied: Anwalt. Versetzung wurde zurückgenommen, aber ich hab absolut keine Ahnung, was mich nun an meinem gewohnten Arbeitsplatz erwarten wird. Entweder ist Ruhe im Karton - oder aber geht der Psycho- und Mobbingterror jetzt erst so richtig los. Fakt ist, dass ich da raus will, aber wohin, weiß ich noch nicht genau. Ich werde konsequent und radikal weitersuchen - und jede gute Gelegenheit greifen, die auch nur minimal besser ist als das, was ich habe.

Mal schauen. Medial war das Jahr okay. Musikalisch habe ich nichts bis kaum etwas Neues für mich entdecken können, aber hinsichtlich Serien und Büchern war das Jahr 2015 edel.

Dann gab es halt diese furchtbare Fremdenfeindlichkeitswelle, ein paar traurige Promi-Tode, reichlich Skandale - man hatte schon gar keinen Bock, Nachrichten zu schauen oder in den Zeitungen/Onlinezeitungen zu schauen. Diese Negativität in den berichterstattenden Medien ist einfach nur noch ekelhaft.

2016 kann da eigentlich nur besser werden.
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von Nerdus
#1454477
Was mir so im Rückblick mit Freunden in den letzten Tagen aufgefallen ist: Ich hab ein echt schlechtes Gedächtnis. Da waren so wahnsinnig viele Sachen dabei, die mir alleine gar nicht mehr eingefallen wären …

Deshalb hab ich mir für 2016 jetzt einen Tageskalender besorgt und mir fest vorgenommen, (nachträglich) alles Wichtige/Interessante einzutragen, was man so gemacht hat und mit wem und was alles so passiert ist. Unternehmungen, Ausflüge, Besuche, Partys – die ganze Latte eben. Gerne auch mit Erinnerungsstücken, Postkarten, Briefen, vielleicht auch Fotos … was sich eben so ansammelt im Laufe der Zeit.

Ich bin gespannt, wie gut sich der Vorsatz umsetzen lässt :o
von Rosa123
#1467922
Komisch, aber ich finde sobald die ersten Monate des neuen Jahres rum sind, denkt man gar nicht mehr so sehr an das letzte Jahr. Man freut sich eher auf das momentane Jahr und ist damit beschäftigt, Pläne zu schmieden usw. Ist das bei euch auch so? Wer denkt noch stark an 2015?