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von Neo
#1550431
Allein schon davon auszugehen, dass wir in den Entscheidungsprozess involviert werden und das alles nicht einfach so runtergenommen wird...

Und das mit der Ausrichtung hat man vor 10+ Jahren schon verdummbeutelt. Klar kann man sich ein paar Leutchen aus dem Forum akquirieren (no offense to Alpha, Gaul und Co.) und den ein oder anderen Filmblogger (no offense to Antje und Sid, der ja glaube ich auch in erster Linie aus dem Forum gworben wurde, und Co.), aber das ist halt auch nur die Basis und nichts was Expertise verspricht. Ansich kein Feld, dass man nicht mehr bespielen könnte, denn neben DWDL gibts doch keine größere Seite (Meedia ausgenommen, die schon sehr auf Print und die Branche zugeschnitten ist), die sich mit Themen wie Einschaltquoten, Streaming, TV etc. befasst. Aber wenn man halt kein Bock hat in ein paar ausgebildete, gut verknüpfte Leute zu investieren, die auch etwas tiefer in der Materie sind, sich auch nicht um die eigenen Leute kümmert, es dadurch schlicht an Qualität fehlt und deshalb natürlich auch nicht ansprechend für Medienmenschen ist, die das dann supporten und im Zweifel bereit sind eher mit QM als DWDL zu sprechen, darf man sich nicht wundern.
Wessels war zumindest eine kluge Wahl, da sie schon eine gewisse Reichweite mitbrachte, aber dann hörte es halt auch schon wieder auf.

Ein gutes Beispiel ist doch auch der Podcast. Den gibts schon über 10 Jahre. Leider ist der qualitativ in jeglicher Hinsicht nicht besonders gut (von einzelnen Ausgaben mal abgesehen). Dafür, dass man da so früh dabei war, müsste man eigentlich schon längst etabliert sein, aber Pustekuchen. Wir haben das ja immer ganz lustig kommentiert und dennoch ist es bitter, dass die Kritik, die es schon seit x-Jahren gibt, so komplett ignoriert wurde.

Probleme gabs schon immer. Jetzt ists mit den ganzen süffisanten Untergangswünschen halt offensichtlich.
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von Fernsehfohlen
#1550432
Wolfsgesicht hat geschrieben: Mo 12. Okt 2020, 22:10 Muss auch nicht den Untergang bedeuten. Kann auch zu einer Neuausrichtung führen die sich dann mehr von den Grünen abhebt.
Das halte ich dann doch für einen sehr idealistischen Blick auf die aktuelle Gemengelage. Die QM-Köpfe, die für Qualität und Frische sorgten, sind jetzt doch im Grunde allesamt abgewandert und der für die Breite (die braucht es für Rentabilität auch) mit weitem Abstand wichtigste Kopf ebenso. Das sind schwere Schläge für Quotenmeter sowohl in der redaktionellen Spitze als auch der Breite, die zwar nicht nicht, aber doch kaum wegzustecken sind. Da muss man sich nichts vormachen: Wer hier noch Threads, Private Nachrichten oder sonst was rumliegen hat, die euch lieb und teuer sind, sichert sie am besten schnell.

Und bevor Nachfragen kommen: Nein, ich weiß nichts von Plänen, hier irgendwas dicht zu machen oder so. Muss auch nicht passieren. Aber ich würde es im Moment auch nicht ausschließen und weiß nicht, ob diese Eventualität vorab kommuniziert würde, deshalb: Bringt eventuelle Schäfchen wie Review-Wertungsübersichten, Statistiken und Kontakte aus diesem Forum, die ihr nicht missen möchtet, ins Trockene, das will ich euch aktuell echt raten.


Fohlen
von BungaBunga
#1550433
Man kann sicherlich die Situation und die Entwicklung von Quotenmeter allgemein analysieren, es gibt sicherlich einige Aspekte die man kritisieren kann, aber man sollte dies dann von der aktuellen Abwanderung und der erheblichen Kritik durch ehemalige Redakteure und Redakteurinnen losgelöst machen, denn was diesbezüglich die Hintergründe sind, ist bisher einfach nicht bekannt.

Was die angesprochenen Kritikpunkte und Schwächen angeht. Also sicherlich kann Quotenmeter bezogen auf den Grad der Professionalität mit anderen Medien in diesem Bereich nicht wirklich konkurrieren, was daran liegt, dass man hier ja in der Tat nur in Ausnahmefällen auf ausgebildete Journalisten setzt, wobei man sagen muss das Berufsbild Journalist und deren formale Qualifikation ist in Deutschland sowieso nicht einheitlich definiert. Also letzlich ist dann schon entscheidend, über welches Talent und Fachwissen, die entsprechend journalistisch tätigen Personen verfügen.

Es ist richtig, dass der Pool an RedakteurInnen bei Quotenmeter überwiegend durch Hobby bzw. Laien-Journalisten gebildet wurde und wird. Dies ist keinesfalls despektierlich gemeint, sondern wertfrei beschreibend. Es handelt sich meist um Personen, die sich autodidaktisch die Tätigkeit des journalistischen Schreibens erschlossen haben. Die andere Gruppe bilden Schüler und Studenten, die sich nebenher etwas hinzuverdienen. Das reguläre Modell scheint bei Quotenmeter fast gänzlich die freie Mitarbeit zu sein. Also das Verfassen von Artikeln im Auftrag auf eigene Rechnung. Vergütet entweder nach einem Pauschalsatz oder nach Zeilen.

Dafür, dass man hier überwiegend mit ambitionierten Laien oder Hobby-Journalisten arbeitet, finde ich das Resultat durchaus akzeptabel. Natürlich hatten viele Artikel immer wieder auch diverse Fehler, mal inhaltlicher Art, dann passte vielfach die Rechtschreibung oder die Grammatik nicht, aber hier muss man dann Fairness walten lassen und hier sich auch mal die direkte Konkurrenz anschauen. Die haben da lange Zeit auch erhebliche Probleme mit der Rechtschreibung und der Struktur von Texten gehabt. Auch viele Rechtschreibfehler, viele Vertipper, dann Sätze an den falschen Stellen eingeschoben, teilweise nicht komplette Artikelüberschriften usw. Also da kann man nicht wirklich sagen, dass hier Quotenmeter im Vergleich mit den anderen Medien in dem Bereich stark abgefallen ist. Dem ist nicht so.

Je nach Themenbereich oder Format habe ich meist hier gerne Artikel gelesen. Aber die Ausrichtung und auch die inhaltliche und sprachliche Qualität hat sich zuletzt schon etwas gewandelt im Zuge des Eintritts neuer RedakteurInnen. Da ist es aber zu früh hier schon ein Urteil zu fällen. Aber da muss man schon aufpassen, dass man dort an den früheren Schnitt wieder erreicht und dann auch hält.

Es gibt einige andere Angebote im Bereich der Medienberichterstattung oder des Medienjournalismus, die würde ich in ihrem gesamten Erscheinungsbild und im Bezug auf deren journalistische Angebote schon tendenziell im Vergleich als professioneller einordnen. Was aber jetzt kein großes Problem darstellte bisher.

Was definitiv stimmt, Quotenmeter und seine RedakteurInnen sind offensichtlich nicht wirklich stark in der Medienbranche vernetzt, dass ist bei anderen Medien schon anders. Dort sind die Leute auch mobiler. Die reisen aktiv mehr zu Events, Preisverleihungen, Screenings, Konferenzen usw.

Da hat Quotenmeter selbst einen Standortnachteil. Der Eigentümer wollte das Projekt in seiner Heimat belassen und hat aus strategischen Gründen scheinbar nie eine Ansiedlung in einer für diesen Bereich relevante Metropolregion angestrebt. Da sind Standorte wie Köln und Berlin schon im Vorteil. Die einzelnen Redakteure und RedakteurInnen wiederum sind vermutlich auch eher örtlich an ihren Heimatort gebunden.

Der Quotenmeter-Podcast, denn ich persönlich eigentlich durchaus, abhängig vom Thema ganz gerne konsumiere ist in der Tat ein Angebot bei dem eigentlich Handlungsbedarf besteht. Denn der Podcast wird nicht wirklich nach heutigen gängigen Standards produziert, was ja eigentlich heute mit wenig Aufwand und Kosten dennoch gut zu leisten wäre.
Es gab immer wieder Ausgaben, die konnte man schlichtweg nicht ertragen, nicht aus thematischen Gründen, sondern weil die technischen Rahmenbedingungen inakzeptabel sind. Es gab Ausgaben, da hat man außer Rauschen und sonstigen Störgeräuschen gar nichts gehört in anderen hatte man einen Pfeifton usw.

Das Thema wurde von mir und vielen anderen angesprochen, im Grunde ist man darauf nie eingegangen, bis man irgendwann mitteilte, man habe das registriert und werde das ändern. Im Grunde hat man aber soweit ich das beurteilen kann an der Aufnahmesituation technisch überhaupt nichts verändert, man zeichnet immernoch dezentral Skypeschalten mit oder bedient sich eine vergleichbaren Dienstes. Aber das ist einfach keine wirklich gute technische Lösung. Die Tonqualität ist in der Regel schlecht, der Gesprächsfluss meist nicht gewährleistet, weil entweder Verzögerungen auftreten, Beteilligte ineinander reden. Die Tonqualität ansich ist wie schon geschrieben meist nicht gut, fast immer hat man starke Störgeräusche, Knacksen, Rauschen, Pfeifen, Verbindungsabbrüche bei den Teilnehmern usw.

Also das man da bis heute keine wirklich angemessene technische Lösung gefunden hat, verwundert mich etwas. Eigentlich schade, denn je nach Thema ist der Podcast eigentlich schon interessant.

Die Werbethematik dass ist eine ganz eigene Angelegenheit. Es handelt sich hier ja um ein kostenloses Angebot, dass muss auch refinanziert werden. Das bedeutet der Anbieter muss auf der einen Seite Werbeeinnahmen generieren, je nach Form und Quantität schränkt dieser aber die Nutzerfreundlichkeit ein oder schreckt potenzielle Leser und Leser ab hinzu kommt, dass die Mediennutzung sich verschiebt, ich selbst schätze die bisherige Ausrichtung von Quotenmeter, aber ich weiß nicht, ob man damit noch relevante Zuwächse bei den Reichweiten generieren kann, ich vermute mal, dass die eher zurückgehen. Dieser Entwicklung dürften die meisten Angebote mit diesem journalistischen Schwerpunkt ausgesetzt sein.

Und die Einnahmenseite bestimmt natürlich dann auch das Budget, dass dann später für die Engagierung bzw. Beschäftigung von Redakteuren und Redakteurinnen zur Verfügung steht. Ich vermute aber mal, dass die aktuelle Situation der starken Abkehr nicht direkt auf wirtschaftliche Aspekte zurückzuführen ist, weil dass wäre dann ja kein Anlass dass ehemalige RedakteurInnen sich so verärgert und kritisch äußern. Also da dürfte die Ursache dann vermutlich schon eine andere sein.

Die Kommunikation mit der Nutzerschaft bzw. Community und deren Einbindung war bei Quotenmeter auch bisher meist ein Bereich bei den Handlungs und Verbesserungsbedarf besteht. Ich beziehe, die Eindrücke nicht auf meine Person, sondern schildere hier eher allgemeine Beobachtungen. Die Community hat sich oft nicht respektiert oder ernstgenommen gefühlt. Vielfach wurde auf Kritik und Anregungen nicht wirklich reagiert. Teilweise gab es ja kaum oder keine Reaktionen selbst wenn man die Meinung zu etwas von der Community einholen wollte.

Ich glaube hier hat sich einfach originär keiner zuständig gefühlt. Die Redakteure und Redakteurinnen bsp. hatten fast alle im Rahmen ihren journalistischen Betätigung ja auch einen Adminstatus, wobei einige hatten glaube im Forum gar keinen Account. Jedenfalls gab es kaum einen Austausch mit der Community, es gab wenige Ausnahmen, die haben dann aber eher privat aus Spass hier geschrieben, bezogen auf die durchschnittliche Größe des Teams, waren das aber nur sehr wenige.

Hier muss man aber ebenfalls dann einen Vergleich anstellen mit anderen Angeboten in diesem Bereich. Davon abgesehen, dass viele nicht mal ein Forum unterhalten, findet sich auch dort nur sehr selten ein aktiver Austausch der Redakteure und RedakteurInnen mit der Nutzerschaft oder Community und dass bezieht sich auf diverse Kommunikationswege.

Was man derzeit festhalten kann. Bei Quotenmeter hat sich mit der aktuellen Entwicklung eine Zäsur respektive ein erheblicher Umbruch ergeben. Ob es gelingt daran eine positive Entwicklung anzuschließen, dass wird man sehen müssen.
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von Nerdus
#1550439
TorianKel77 hat geschrieben: Mo 12. Okt 2020, 22:46 OK, gut zu wissen ':) . Vielleicht sollten wir uns schon mal ausmachen welches andere halbtote Forum wir notfalls entern falls hier der Vorhang fällt :thinking: :')
Da fühle ich mich direkt angesprochen ':)
Ich kann https://www.wasd.ms anbieten. Dreht sich zwar theoretisch um Videospiele, aber das ist über die Jahre leider auch fast komplett eingeschlafen. Mich findet man da aber zumindest (also manchmal ':) ), also wenn hier plötzlich mal Schicht im Schacht ist und mich jemand sehr vermisst – immer ran da, es sind alle willkommen! Im Zweifelsfall halt auch als Ort, um sich wiederzufinden, neu zu orientieren oder andere Kontaktdaten austauschen zu können oder so.
von Vittel
#1550443
@BungaBunga

Eine schöne Analyse, kann ich in weiten Teilen nachvollziehen.

Für mich liegt das Problem ganz klar in der sich stark wandelnden Medienlandschaft. Ich kann nicht beurteilen, welche Bedeutung Quoten in der professionellen Werbewirtschaft noch haben im Vergleich zu früher, aber im interessierten Amateur- und Hobbyumfeld spielt das klassische TV und dessen Quoten immer weniger eine Rolle.

War es früher spannend, die Quoten und das Programm der Hauptsender am Samstag Abend zu analysieren, so wie die Rennergebnisse der Formel 1 Teams interessant sind (waren?), müsste man heute im Vergleich die Formel 1-3, DTM bis hin zu Amateurradrennen und das Seifenkistenrennen aus Hintertupfingen analysieren, weil sich die Medienlandschaft eben so stark diversifiziert hat.

Ein relevanter Teil der jungen Zuschauer schaut halt heute Monte&Co auf youtube und twitch. Die transparenten Viewerzahlen dieser Dienste passen aber schlecht zum Quotenmodell. Man weiß halt nicht, wie die phantastischen Livewerte von 50k Zuschauer bei Twitch zu den sehr mickrigen 100-200k Zuschauern einer Nachtwiederholung im TV passen. Stimmen diese Quoten überhaupt? Sind es in Wirklichkeit nicht sogar viel weniger Leute? Man weiß es nicht, man will es vielleicht auch gar nicht so genau wissen.
Bei den VOD Diensten ist es noch blöder, es mag Zahlen von Marktforschungsunternehmen zur VOD Nutzung geben, aber sind diese Zahlen glaubwürdig? Zumal man ja weiß, dass die Anbieter dieses Zahlen bis ins kleinste Detail vorliegen haben, nur halt nicht veröffentlichen. Das erzeugt auch eine gewisse Unzufriedenheit im Gegensatz zum TV-Quotenmodell, wo halt nichts besseres zur Verfügung steht.

Das Problem zeigte sich ja auch schon hier im Forum (die abnehmende Forenaktivitiät allgemein im Netz ist noch mal ein anderer Aspekt) bzw. in der Struktur. Unterforen nach Sendern, nach VOD Anbietern, nach US Serien, nach Kinofilmen, das passt einfach nicht mehr so richtig zusammen, weil sich das alles überschneidet.

Aus dieser Entwicklung entsteht dann eine Unzufriedenheit bezüglich der Ausrichtung, kann ich vollkommen nachvollziehen. Ist QM eine Plattform für anspruchsvolle Filmrezensionen, soll man die alte TV Landschaft hinter sich lassen und dem Medienkonsum der Zuschauer folgen? Ist der VOD Erfolg der US Anbieter zu feiern und die deutlich dahinter gebliebenen deutschen Anbieter hart zu kritisieren oder umgekehrt?

Ich habe früher auch gerne Trash-TV gesehen, von Talk-Shows über Big Brother zu den Raab Shows. Darüber konnte man sich wunderbar in der Kaffeepause unterhalten, aber ist das Trash Programm von heute noch vergleichbar? Vielleicht liegt es an meinem Alter ü40, ich kann mir das einfach nicht mehr antun, liegt u.a. auch am Überangebot dieser Reality Formate. Das ist einfach nicht mehr so witzig wie damals, das kann eigentlich alles weg, dass wissen wir doch, aber es fällt halt nicht leicht, dieses TV Kapitel zu beenden, ist man doch damit aufgewachsen.


Grundsätzlich denke ich aber: Ohne die Hintergründe für diese Verwerfungen zu kennen und mich dafür wirklich im Detail zu interessieren, ich würde versuchen, so professionell wie möglich zu bleiben und solche Dinge nicht öffentlich auszufechten.
von Sentinel2003
#1550444
@BungaBunga:

Du hast Recht, wieso es "hinter den Kulissen" so derart gekracht hat, werden wir wohl nie wirklich erfahren, aber, ganz starke Analyse - Daumen hoch :clap: :clap: :clap: -


In deiner Analyse stehen soviele von dir beobachtete Dinge, vielleicht hängt es ja damit zusammen, dass sich die Macher der Seite und die Seite eben kaum verändert haben, die abgegangen Journalisten damit eben nicht zufreden waren!!


Alles zwar reine spekulationen...aber, ich könnte mir stark vorstellen, dass es eben so war!
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von AlphaOrange
#1550454
Neo hat geschrieben: Di 13. Okt 2020, 00:08Klar kann man sich ein paar Leutchen aus dem Forum akquirieren (no offense to Alpha, Gaul und Co.) und den ein oder anderen Filmblogger (no offense to Antje und Sid, der ja glaube ich auch in erster Linie aus dem Forum gworben wurde, und Co.), aber das ist halt auch nur die Basis und nichts was Expertise verspricht.
Damals war das okay. QM war aus einem Studentenprojekt entstanden (oder so ähnlich - nagelt mich nicht drauf fest) wie heute viele andere Startups auch und war der Zeit gerecht - DWDL war damals nichts anders. Aber die Zeiten haben sich geändert, der Wandel und die Professionalisierung im Digitalen war in den letzten 10 Jahren rasant. DWDL ist das mitgegangen, QM leider nicht. Und ich glaube einfach nicht, dass das kapazitär nicht möglich war. Mal ohne falsche Bescheidenheit: Ich halte mich nach wie vor für den besten Grafiker, den QM je hatte und Manu hat mich zu meiner Studentenzeit damals ja auch bloß aus dem Forum gefischt. Solche Leute hätte man weiter finden können.
Aber es ging fast nur um das Aufrechterhalten des Status Quo: Quoten abtippen und Pressemitteilungen verbreiten. Schaue ich mir den Block "Meinungen" an, zu meiner Zeit ein Prunkstück der Seite, dann ist da .. naja .. nix mehr. Keine neuen Ideen, keine Impulse, technisch völlig veraltet, furchtbares Design. Beim Anblick des gar nicht mehr so neuen Logos erschrecke ich immer noch, wer zur Hölle diesen Scheiß durchgewunken hat, das war echt Raubmord an der eigenen Marke, da fehlte jegliches Verständnis für die Materie. Es gibt überhaupt kein Investment in Sachen Marke. Fernsehplan führt immer noch das alte QM-Logo und den scheußlichen Trauerbalken-Header. Wieviele Jahre nach dem QM-Relaunch? Zwei? Drei?
Und dann kam wie Vittel schon schreibt der zweite große Wandel. Die Medienlandschaft wälzt sich seit Jahren massiv um und bei QM hält man sich Augen und Ohren zu, fokussiert sich weiter auf den bröckelnden Markenkern Einschaltquoten. Das ist für ein Fachmagazin weiterhin ein sehr relevantes Thema, nur hat QM sich schon vor langer Zeit entschieden, den Weg Richtung Publikumsmagazin und nicht Fachmagazin eingeschlagen. Das Publikum interessiert das nicht mehr. Dort ist Streaming der neue Star und darüber findest du hier nahezu nichts. Das kann und wird nicht länger gut gehen.
Es scheint an Struktur und Vision zu fehlen.
Und ganz ehrlich: Der Zug ist abgefahren. Ich sehe nicht, dass man den Karren noch aus dem Dreck bekommt. Nicht mehr jetzt, wo die guten Leute weg sind. Das braucht einen radikalen Umbruch und den Mut zu Schmerzen, den ich dem verbliebenen Personal nicht zutraue.
Was nötig wäre: Radikale Selbstanalyse. Was funktioniert, was funktioniert nicht, was hat Zukunft, was hat USP?
Quoten und News nicht. Niemand, wirklich niemand, interessiert sich für die Soap-Quoten des Vortags. Quoten nur noch melden, wenn wirklich was überraschendes los ist. Und nicht mehr jeden Quatsch an News vermelden, der über den Ticker läuft. Fokus muss her. Was interessiert die Leute? Streaming. Das muss Schwerpunkt sein. Ruhig SJ das Wasser abgraben, das ist schließlich ein ähnlich unstrukturierter Ramschladen. Überlegen: Wie bringen wir klassisches TV und Streaming in eine harmonische Berichterstattung zusammen? Wie strukturieren wir das? Wie präsentieren wir das sauber?
Köpfe etablieren. Wenn das ein Publikumsmagazin sein soll, dann muss es wieder über Meinungen kommen. Früher ging das. Da gabs einen Kolumnisten für jeden Wochentag (auch wenn die sich schwer abgrenzen ließen). Heute nix mehr. Der Wettbewerb hat aber auch nichts. DWDL hat seine Köpfe im Hintergrund. SJ hat seine prägendsten Figuren verloren. Leute heranziehen, die eine Meinung haben. Unbequem sein. Keiner von denen muss bekannt sein.

Naja. Träumerei. Vielleicht sollte man einfach mal was neues gründen. Wie im anderen Thread schon geschrieben, ich hätte sogar Bock drauf :D

* Disclaimer: Das ist alles Außenbetrachtung, keine Inneneinblicke. Ich war hier auch einige Jahre Redakteur, aber das ist lange her. Ich hatte meine Gründe, warum ich aufgehört habe. Die habe ich nie und werde sie nie hier äußern, so ohne Kontext. Wir sind nicht im Allerbesten geschieden, aber absolut gesittet und rückblickend war da eher ich der Arsch und nicht die Gegenseite :pensive:

Nerdus hat geschrieben: Di 13. Okt 2020, 09:46
TorianKel77 hat geschrieben: Mo 12. Okt 2020, 22:46 OK, gut zu wissen ':) . Vielleicht sollten wir uns schon mal ausmachen welches andere halbtote Forum wir notfalls entern falls hier der Vorhang fällt :thinking: :')
Da fühle ich mich direkt angesprochen ':)
Ich kann https://www.wasd.ms anbieten. Dreht sich zwar theoretisch um Videospiele, aber das ist über die Jahre leider auch fast komplett eingeschlafen. Mich findet man da aber zumindest (also manchmal ':) ), also wenn hier plötzlich mal Schicht im Schacht ist und mich jemand sehr vermisst – immer ran da, es sind alle willkommen! Im Zweifelsfall halt auch als Ort, um sich wiederzufinden, neu zu orientieren oder andere Kontaktdaten austauschen zu können oder so.
Gut zu wissen :grin:
von BungaBunga
#1550455
Dieser Beitrag befasst sich mit den Medien, die sich schwerpunktmäßig mit der Kinoberichterstattung befassen, um die aktuelle Quotenmeter Situation geht es hier nicht.

Kurz mal eine Thematik, die ich völlig unabhängig, von der aktuellen Quotenmeter Situation aufgreifen möchte.

Kino war immer auch ein Segment, dass Quotenmeter zumindest in der Abrundung bedient hat, auch bei anderen Medienangeboten spielt Kino vorallem Kritiken eine große Rolle. Weiterhin gibt es im Netz sehr viele auf Kino spezialisierte Fachmagazine, Portale und Blogs. Auch diverse Youtube Channels, die sich Kinofilmen widmen sind in den vergangenen Jahren entstanden. Was alle diese medialen Angebote zu einen scheint, ist dass die Macher jeweils große Kinofans oder Enthusiasten sind.

Bemerkenswert ist aber, dass hier eine massive Kluft zwischen der realen Entwicklung und der medialen Berichterstattung besteht. Ist die Nachfrage an Berichterstattung zu KInofilmen denn wirklich so viel größer als das reale Interesse überhaupt mal ein Kino zu besuchen ?

Viele dieser spezialisierten medialen Angebote mit Schwerpunkt Kino befinden sich in der Nische und verharren dort auch, manche verschwinden manche betreten den Markt. Vermutlich gibt es auch unter den sehr erfolgreichen Medien, welche die mehr Reichweite haben, als es noch Kinobesucher gibt.

Das Kino, mag als Ort der Begegnung und Inspiration sowie Unterhaltung eine bedeutsame Stellung einnehmen, aber ganz nüchtern bewertet, gehen die Leute eigentlich kaum noch ins Kino. Die besondere Lage derzeit ist hier übrigens bewusst mal ausgeklammert. Es handelt sich um einen anhaltenden generellen Trend, dass die Kinobesuche konstant zurückgehen. Die Einnahmen demnach überwiegend auch zurück. Überall schließen reihenweiße Kinos.

Vom Empfinden her, auch wenn das ja bedauerlich ist, nehmen die Kinos doch heute eine Stellung ein, die in den letzten Jahren ihres Bestehens die Videotheken hatten.

Interesse an Unterhaltung und kultureller Bereicherung dürfte natürlich auch weiterhin immer bestehen, aber die Anreize ein Kino zu besuchen scheinen heute sehr gering. Zum einen kannst du dir, je nach Budget einen Kinostandard technisch gesehen in das eigene Wohnzimmer integrieren, weiterhin ist das Streaming sehr reizvoll. Man bekommt Zugang zu einer enormen Vielfalt bei meist attraktiven Konditionen und man kann örtlich und zeitlich flexibel den Konsum vollziehen.
Und ich glaube viele, die ein potenzielles Interesse an einem Kinofilm haben spekulieren darauf, dass die Verwertung sehr schnell bei den Streamingdiensten fortgesetzt wird. Und wenn man sich da die zeitlichen Verläufe anschaut, dann haben sie auch recht. Früher hat es teilweise nochmal lange gedauert bis ein Kinofilm nach der Kinoververtung auf DVD Blue Ray usw. oder im TV verwertet wurde, heute findet die weitere Verwertung meist im Streamingbereich schnell statt.
Also auch aufgrund dieser Entwicklung ziehen die meisten dann den etwas späteren Konsum über Streaminganbieter oder TV dem Kino vor.

Kino ist ja dann doch wie auch das klassische TV ein lineares Angebot, bei dem allerdings auch noch ein logistischer Aufwand verbunden ist.

Warum viele große Produktionsunternehmen sowie Verleiher immernoch so viel Wert auf das Kino aus monetärer Sicht legen, erschließt sich mir irgendwo nicht. Vielleicht aufgrund der größeren Fördertöpfe ? Jedenfalls wenn man sich anschaut was die meisten auch namhaften Filme ausgenommen die ganz großen US Fracnhises so einspielen, dann ist das meist doch eher enttäuschend. Und in sehr vielen Fällen gerade bei Produktionen im deutschsprachigen Raum decken die Einnahmen meist bei weitem überhaupt nicht mehr die Produktionskosten. Mediale Aufmerksamkeit hat man meist im Vorfeld noch, Reichweiten durch Zuschauer hingegen immer weniger.

Irgendwie komm ich mit dieser Diskrepanz zwischen Kino Berichterstattung und der Situation der Kinos nicht ganz klar.
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von AlphaOrange
#1550457
BungaBunga hat geschrieben: Di 13. Okt 2020, 17:08Bemerkenswert ist aber, dass hier eine massive Kluft zwischen der realen Entwicklung und der medialen Berichterstattung besteht.
Ich glaube, das liegt auch daran, dass sich hier oft zwei völlig verschiedene Typen gegenüberstehen.
Auf der Seite der Kritiker sind es zumeist Film-Enthusiasten. Diese Menschen lieben Filme, gute Filme. Und das klassische Erlebnis eines guten Kino-Besuchs. Geladen zum Presse-Screenings, inmitten anderer Kenner und danach einen Sekt mit dem Regisseur. Film ist Kultur.
Auf der Seite des Publikums Kino-Enthusiasten. Menschen, die ins Kino gehen, die etwas haben wollen für ihr Geld. Etwas, was sie zuhause nicht bekommen. Die Asis, die links und rechts sitzen sowieso das ranzige Popcorn für's halbe Monatsgehalt sind das sicherlich nicht, daher bleibt nur noch die bessere Technik.

BungaBunga hat geschrieben: Di 13. Okt 2020, 17:08Vom Empfinden her, auch wenn das ja bedauerlich ist, nehmen die Kinos doch heute eine Stellung ein, die in den letzten Jahren ihres Bestehens die Videotheken hatten.
Das halte ich für ziemlich übertrieben.
Videotheken wurden komplett ihrer Existenzgrundlage beraubt. Es gab NICHTS mehr, was eine Videothek besser konnte als ein Online-Verleih. Außer Beratung, aber darauf haben die Menschen leider noch nie viel Wert gelegt.
Kino hat Eigenschaften, die lassen sich vom Heimkino nicht substituieren. Kaum einer von uns kann sich die Dimensionen eines Kinosaals zuhause nachbauen. Auch das Gefühl, etwas Besonderes zu erleben (weil außerhalb der eigenen vier Wände) ist nicht gegeben.
BungaBunga hat geschrieben: Di 13. Okt 2020, 17:08Warum viele große Produktionsunternehmen sowie Verleiher immernoch so viel Wert auf das Kino aus monetärer Sicht legen, erschließt sich mir irgendwo nicht.
Weil Streaming ein unfairer Partner ist. Eine Black Box, aus der heraus dir niemand sagt, wie erfolgreich du wirklich bist, die dich nicht für ein besonders gutes Produkt belohnt. Du wirst nie einen Überraschungserfolg im Streaming landen, weil es für "Erfolg" keine Messgröße mehr gibt. Guckt keiner zu, dann serviert der Streamer dich wieder ab. Gucken viel mehr zu als erwartet, dann hast du nix davon.
Kino ist da anders. Lockst du viele Leute rein, dann verdienst du viel Geld. Lockst du noch mehr rein, dann verdienst du noch mehr Geld.

Außerdem kollidiert die Sichtweise der Streamer ihres "Contents" als "Ware" nach wie vor mit den Vorstellungen vieler Kreativer. So sehr wie die Mär der "totalen kreativen Freiheit" gepflegt wird, so sehr wirst du Sklave des Algorithmus, wenn du mal eine Größenkategorie höher arbeiten willst.
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von Neo
#1550460
Nerdus hat geschrieben: Di 13. Okt 2020, 09:46
TorianKel77 hat geschrieben: Mo 12. Okt 2020, 22:46 OK, gut zu wissen ':) . Vielleicht sollten wir uns schon mal ausmachen welches andere halbtote Forum wir notfalls entern falls hier der Vorhang fällt :thinking: :')
Da fühle ich mich direkt angesprochen ':)
Ich kann https://www.wasd.ms anbieten. Dreht sich zwar theoretisch um Videospiele, aber das ist über die Jahre leider auch fast komplett eingeschlafen. Mich findet man da aber zumindest (also manchmal ':) ), also wenn hier plötzlich mal Schicht im Schacht ist und mich jemand sehr vermisst – immer ran da, es sind alle willkommen! Im Zweifelsfall halt auch als Ort, um sich wiederzufinden, neu zu orientieren oder andere Kontaktdaten austauschen zu können oder so.
Hach ja. Ich setze schonmal ein Lesezeichen :sob:

AlphaOrange hat geschrieben: Di 13. Okt 2020, 16:11 [...] Post, der von meinem Post ausging
Ja, wärste mal öfter im Kommentarbereich gewesen. Da stand man mit der Kritik oft allein auf weiter Flur. Nicht, dass mit deinem Erscheinen die große Erleuchtung eingetreten wäre, aber eventuell hätte man das dann eher zur Kenntnis genommen und hätte vieles nicht so süffisant zur Seite gewischt oder ignoriert. Diese Loyalität (bis zum bitteren Ende) war mir zumindest seitens Sid eh immer komplett schleierhaft.

AlphaOrange hat geschrieben: Di 13. Okt 2020, 16:11 Naja. Träumerei. Vielleicht sollte man einfach mal was neues gründen. Wie im anderen Thread schon geschrieben, ich hätte sogar Bock drauf :D
Da wir doch fast alle davon ausgehen, dass es zu keiner Aufarbeitung und somit auch keiner Besserung unter aktueller Führung kommen wird, QM also dem Untergang geweiht ist:
Können wir uns nicht um die Seite bemühen, du machst was schönes draus und belässt das Forum? :'(
Jaja, sehr naive Vorstellung und unnötig kompliziert, ich weiß. :disappointed_relieved: :smirk:
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von EPFAN
#1550463
AlphaOrange hat geschrieben: Di 13. Okt 2020, 16:11 Was nötig wäre: Radikale Selbstanalyse. Was funktioniert, was funktioniert nicht, was hat Zukunft, was hat USP?
Quoten und News nicht. Niemand, wirklich niemand, interessiert sich für die Soap-Quoten des Vortags. Quoten nur noch melden, wenn wirklich was überraschendes los ist. Und nicht mehr jeden Quatsch an News vermelden, der über den Ticker läuft. Fokus muss her. Was interessiert die Leute? Streaming. Das muss Schwerpunkt sein. Ruhig SJ das Wasser abgraben, das ist schließlich ein ähnlich unstrukturierter Ramschladen.
Würde hier nicht alle Leute über einen Kamm scheren... Für die einen ist Streaming wichtiger, für andere klassische Quoten!
von Vittel
#1550464
BungaBunga hat geschrieben: Di 13. Okt 2020, 17:08 Irgendwie komm ich mit dieser Diskrepanz zwischen Kino Berichterstattung und der Situation der Kinos nicht ganz klar.
Neben der gut dargestellten Situation des Medium Films und den Stellenwert von Kino sehe ich da zusätzlich noch eine Komponente innerhalb des Publikums, die sich meiner Meinung nach verändert hat.

Ich glaube, dass Interesse sich auf einer Metaebene mit Filmen zu beschäftigen nachgelassen hat. Es ist kein Zufall, dass es kein großes Kinomagazin im Free-TV mehr gibt, auch die Abonnentenzahlen der Zeitschrift Cinema (https://de.wikipedia.org/wiki/Cinema) können nicht nur mit dem allgemeinen Rückgang von Print erklärt werden.

Ich kann mich noch an Zeiten um ca. 2000 erinnern, da wurden Filme wie Matrix und Herr der Ringe auf tausenden Forenseiten (DVD-Foren) diskutiert, jede Filmreihe hatte eigene Subforen. Das Bedürfnis, sich mit anderen über Filme auszutauschen war riesig, alles wurde im Detail besprochen und seziert, heute sind diese beiden Foren schon seit längerer Zeit geschlossen...
Klar liegt das auch am Forensterben an sich, aber eben auch am geringeren Interesse der Leute, sich mit Filmen zu beschäftigen.
Ich vermute ja, dass es unter anderem an der Übersättigung liegt, was uns in den letzten 20 Jahren aus Hollywood geliefert wurde, dass ist einfach so viel, dass man schon fast genug hat. Man ist ja froh die Filme überhaupt alle zu sehen, Zeit sich vorher oder nachher darüber zu informieren bleibt ja nicht.
Ich merke das zumindest an meinem Konsum, hab ich früher sogar in den Burger King Kinonews geblättert, schaue ich heute nicht mal mehr regelmäßig Kino+ oder Fred Carpet oder sonstige Magazine.

In jüngeren Generationen sieht es vermutlich ähnlich aus, die sind so daran gewöhnt, dass es Filme ohne Ende an jeder Ecke gibt. Diese Faszination Film/Kino haben viele jüngere Leute vielleicht gar nicht so erlebt wie die Generationen davor, die mit Star Wars, Indiana Jones und VHS aufgewachsen sind.
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von AlphaOrange
#1550465
Neo hat geschrieben: Di 13. Okt 2020, 18:02Ja, wärste mal öfter im Kommentarbereich gewesen. Da stand man mit der Kritik oft allein auf weiter Flur. Nicht, dass mit deinem Erscheinen die große Erleuchtung eingetreten wäre, aber eventuell hätte man das dann eher zur Kenntnis genommen und hätte vieles nicht so süffisant zur Seite gewischt oder ignoriert. Diese Loyalität (bis zum bitteren Ende) war mir zumindest seitens Sid eh immer komplett schleierhaft.
Ich habe mich nach meinem Ausstieg bewusst mit öffentlicher Kritik zurückgehalten. Natürlich hat man Kritik. Natürlich hätte man Dinge anders gemacht als die Kollegen und die Geschäftsführung. Und natürlich wurde die damals auch intern geäußert. Das ist bei meinem heutigen Job nicht anders und wird es beim nächsten auch nicht sein.
Spätere öffentliche Kritik ist immer ne Gratwanderung dessen, was noch als wohlwollend konstruktiv angesehen wird und wo der Eindruck entsteht, man wolle früheren Kollegen ans Bein pissen. Erst recht, wenn man die Leute kennt und eigentlich auch persönlich kontaktieren könnte, um Kritik zu äußern. Denn mit den meisten Kollegen, allen voran Manuel, habe ich einen sehr positiven Umgang in Erinnerung und ihnen immer nur das Beste gewünscht.

Außerdem wurde gerade in den Kommentarspalten auch viel Kleinkram kritisiert. Ja, zurecht kritisiert. Aber nichts, wofür man einen kleinen Shitstorm aus dutzenden Kommentaren gleichen Inhalts auslösen müsste.

Neo hat geschrieben: Di 13. Okt 2020, 18:02Können wir uns nicht um die Seite bemühen, du machst was schönes draus und belässt das Forum? :'(
Na, noch ist es ja da. Und wenn man sich ansieht, was für Forenleichen sonst noch herumschwirren, dürfte das noch eine Weile so bleiben. Ist ja nichts, wofür man sich schämen muss (im Gegensatz zum Beispiel zu den nazi-verseuchten Kommentarspalten bei dwdl, die man beim kürzlichen Refresh gnädigerweise ohne ein weiteres Wort abgeknipst hat).
von BungaBunga
#1550467
Ich danke für eure guten und konstruktiven Beiträge. Die Argumente die ihr vortragt erscheinen zum Teil schlüssig zum Teil regen diese zum Nachdenken an, überwiegend kann ich diesen jedenfalls inhaltlich was abgewinnen.

Ich möchte aber mal zwei Aussagen herausnehmen. Zum einen die Aussage von AlphaOrange, der meinen Vergleich der gegenwärtigen Situation der Kinos mit der finalen Phase der Videotheken für überspitzt oder unangemessen erachtet, vorweg kann so in der Aussage ja stimmen, dass ich das zu drastisch schildere bzw. dort falsch liege. Als Gegenargument wird aufgeführt, dass die Videotheken der Digitalisierung bzw. dem Erfolg der Streamingdienste nichts fast entgegensetzen konnten, und so ihre Grundlage geraubt wurde. Darüber herrscht soweit Konsens. Weiterhin wird aber aufgeführt, dass man ein Kino bzw. eine Kinoatmosphäre daheim nicht reproduzieren kann, in gewissen Fällen, sofern man über ausreichend Platz und finanzielle Mittel erreicht, kann man schon diesen Standard nahezu erreichen oder adaptieren. Dies vorrangig technisch. Natürlich kann man keine Vorführsäle daheim nachbauen. Aber wird das Kinogefühl wirklich durch die Größe eines Saales erzeugt ? Auch hier möchte ich nochmal anmerken, dass ja auch die Sehgewohnheiten sich verändert haben ganz offensichtlich. Das gemeinschaftliche Schauen scheint heute eher weniger bedeutsam zu sein. Viele ziehen ja einen alleinigen Konsum ggf noch als Paar vor. Ein Austausch findet manchmal dann parallel oder zeitlich versetzt in Messengerdiensten oder auf Twitter statt bsp.

Und ich betone nochmal, dass ist ja jetzt keine subjektive Interpretation, die Kinobesuche gehen systematisch immer weiter zurück. Immer mehr Kinos verschwinden. Das sind nachprüfbare und offen kommunizierte Tatsachen. Also wenn die Leute so viel Wert auf das Kinoerlebnis vor Ort legen würden, dann hätte man diese anhaltende Entwicklung nicht. Also sind entweder die Ansprüche der Konsumenten gesunken oder ihnen ist das Kinoflair nicht mehr so wichtig.

Dann Vittel. Du sagst, dass du beobachtest, dass der Bedarf bezüglich des Austausches was Kinofilme angeht immer weiter abnimmt, und genau hier habe ich eine komplett gegensätzliche Wahrnehmung. Der Austausch findet nur heute fragmentiert verteilt über viele Plattformen teilweise eher beiläufiger statt. Foren und Fachportale selbst spielen hierbei kaum noch eine Rolle, der meiste Austausch wird heute über die Sozialen Netzwerke vollzogen, wobei ich dort den Eindruck habe im Gegensatz zu Foren, dass dort die Kommunikation immer eindimensionaler wird, weil auf den sozialen Netzwerken geht es den Leuten nur noch um das "Senden von Aussagen oder Meinungen" weniger um einen wirklichen Austausch in beide Richtungen.

Wie schon richtig geschrieben, hat sich die Kommunikation im Netz allgemein sehr verändert, die Foren sind schon lange einem Niedergang preisgegeben, unabhängig von ihrem thematischen Schwerpunkt.

Der Austausch ist also schon noch vorhanden, er ist aber dezentralisiert und fragmentiert und sicherlich kein generell übergreifendes Massenphänomen mehr. Aber auch hier eben diese Diskrepanz, dass Interesse an den Filmen ist wahrnehmbar und es gibt wie erwähnt zahlreiche Mediale Angebote die sich der Kinoberichterstattung bzw. Kinofilmen widmen, darunter viele Professionelle Angebote und auch viele Angebote aus dem Hobbybereich. Auch im Streamingbereich sind da in den letzten Jahren immer wieder neue Angebote entstanden. Wenn man sich dann die Reichweiten, sofern Informationen sichtbar sind der einzelnen Angebote ansieht, dann ist die Reichweite jeweils natürlich doch begrenzt. Aber wenn man alleine nach der Quantität geht solcher Angebote, dann ist das eben schon bemerkenswert, gerade im Hinblick darauf, dass eben kaum noch Leute ins Kino gehen und die Kinos unter enormen wirtschaftlichen Druck stehen, die aktuelle Pandemie, wie gesagt hier schon ausgenommen.

Das ist ja das Phänomen was ich meinte. Diese Diskrepanz zwischen einem sichtbaren oder angenommenem Interesse an Kino und Kinofilmen und der tatsächlichen Situation was die Kinos betrifft. Das passt irgendwie nicht zusammen.
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von Nerdus
#1550469
Vittel hat geschrieben: Di 13. Okt 2020, 18:35Ich glaube, dass Interesse sich auf einer Metaebene mit Filmen zu beschäftigen nachgelassen hat. Es ist kein Zufall, dass es kein großes Kinomagazin im Free-TV mehr gibt, auch die Abonnentenzahlen der Zeitschrift Cinema (https://de.wikipedia.org/wiki/Cinema) können nicht nur mit dem allgemeinen Rückgang von Print erklärt werden.

Ich kann mich noch an Zeiten um ca. 2000 erinnern, da wurden Filme wie Matrix und Herr der Ringe auf tausenden Forenseiten (DVD-Foren) diskutiert, jede Filmreihe hatte eigene Subforen. Das Bedürfnis, sich mit anderen über Filme auszutauschen war riesig, alles wurde im Detail besprochen und seziert, heute sind diese beiden Foren schon seit längerer Zeit geschlossen...
Klar liegt das auch am Forensterben an sich, aber eben auch am geringeren Interesse der Leute, sich mit Filmen zu beschäftigen.
Das glaube ich nicht, Filme und Serien werden immer noch ausführlich diskutiert, nur hat sich das Tempo geändert und alles läuft viel zentralisierter. Die insularen Internetzeiten, wo sich jeder in seiner eigenen kleinen Blase bewegt hat/bewegen konnte (zu denen auch Foren gehörten), sind halt vorbei. Jetzt wird alles auf Twitter/Facebook/reddit in einem großen Topf durchgekaut, wo (theoretisch) jeder mit jedem interagieren kann und die Schwarmintelligenz mit irgendwelchen Detaildiskussionen kurzen Prozess macht. Jetzt werden die großen Twists von irgendwelchen Blockbusterfilmen oder -serien halt schon kleinteilig abgehandelt, bevor das Zeug für den Normalverbraucher überhaupt angelaufen ist, weil irgendjemand es immer vorher weiß und vorher erzählt und was einer weiß, wissen heutzutage sofort alle. Das kann man einfach nicht damit vergleichen, wie das Internet noch vor zehn oder fünfzehn Jahren oder so funktioniert hat.

Es gibt solche Diksussionen schon noch (auf reddit war zu «Sherlock», «Game of Thrones» und «Westworld» zum Beispiel bei jeder Folge immer viel los), aber sie sind einfach viel schnelllebiger.

„Sofort“ ist heute halt eigentlich noch zu langsam und das ist ein Riesenproblem für behäbige Medien wie Magazine (ob Print oder im TV), Podcasts oder auch Foren. Das gleiche Phänomen hast du zum Beispiel auch bei PC-/Konsolenspielen; wo du früher monatelang nach Release noch in deiner Bubble über neue Entdeckungen diskutieren konntest, wird heute ein neuer Titel am Releasetag (oder vorher schon) auf Twitch vor Millionen von Zuschauern öffentlich durchgeprügelt und jeder Twist, jedes versteckte Detail und jedes Easteregg ist sofort Allgemeinwissen und damit nichts Besonderes mehr, über das sich zu diskutieren lohnt.
von Vittel
#1550470
BungaBunga hat geschrieben:Der Austausch ist also schon noch vorhanden, er ist aber dezentralisiert und fragmentiert und sicherlich kein generell übergreifendes Massenphänomen mehr.
Ja, ich bin da wohl zu sehr von mir ausgegangen, der ich noch nicht mal ein Facebook Account hat, da sehe ich wesentliche Bereiche der Interaktion nicht mehr.
Dennoch ist das wohl eine andere Form der Interaktion, bei der ggf. weniger der Film als der die soziale Interaktion im Fokus steht.
Nerdus hat geschrieben:Es gibt solche Diksussionen schon noch (auf reddit war zu «Sherlock», «Game of Thrones» und «Westworld» zum Beispiel bei jeder Folge immer viel los), aber sie sind einfach viel schnelllebiger.
Deutsche oder internationale subreddits? International gibt es natürlich noch genug Leute, die sich gerne darüber austauschen. Da fällt auch der Vergleich zu 2000 schwer, da war hier ja nur ein Teil der Bevölkerung online.

Zumal das alles auch Serien sind, zumindest hat sich also das Interesse von Film zur Serie verschoben hat. Auch nicht unbedingt einfacher aus Sicht eines Kritikschaffenden, denn ein Film ist einfacher greifbar als eine Serie, die sich über Folgen und Staffeln entwickelt mit Höhen und Tiefen. Ist die Serie nach Jahren zu Ende, interessiert sich keiner mehr für Kritik, läuft die Serie noch, besteht immer massive Spoilergefahr.


Naja, das ist mehr mein Gefühl mit dem schwindenden Interesse an der Diskussion über Filme, beweisen kann und will ich es nicht. Die sofortige Verfügbarkeit sowohl von Feedback als auch den Inhalten selber (über VOD) spielt natürlich auch eine Rolle.
BungaBunga hat geschrieben: Also wenn die Leute so viel Wert auf das Kinoerlebnis vor Ort legen würden, dann hätte man diese anhaltende Entwicklung nicht.
Da hat sich auf jeden Fall viel verändert. Natürlich kann man zu Hause kaum das gesamte Erlebnis eines Kinosaals nachbilden, man darf aber im Umkehrschluss nicht davon ausgehen, dass alle Kinobesucher genau das in der Vergangenheit auch unbedingt benötigen.
Mir reicht mein 65" OLED zu Hause mittlerweile für 90% der Filme aus, bei sehr gutem 4k Material setze ich mich auch mal 2m direkt vor den Schirm und dunkle das Zimmer ab, da hab ich dann fast Kinodimensionen. Mir fehlt vor allem die Zeit, ein Film im Kino belegt halt den gesamten Samstag Abend mit An- und Rückfahrt, bisschen Werbung etc. Für mich lohnt sich das nur noch bei den ganz bild- und tongewaltigen Filmen, Bond z.B.
Gerade kleinere, stillere Filme ohne viel Effekte schaue ich mir lieber in Ruhe zu Hause an, da vermisse ich kein Kino.
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von Nerdus
#1550471
Vittel hat geschrieben: Di 13. Okt 2020, 19:59Deutsche oder internationale subreddits? International gibt es natürlich noch genug Leute, die sich gerne darüber austauschen. Da fällt auch der Vergleich zu 2000 schwer, da war hier ja nur ein Teil der Bevölkerung online.

Zumal das alles auch Serien sind, zumindest hat sich also das Interesse von Film zur Serie verschoben hat. Auch nicht unbedingt einfacher aus Sicht eines Kritikschaffenden, denn ein Film ist einfacher greifbar als eine Serie, die sich über Folgen und Staffeln entwickelt mit Höhen und Tiefen. Ist die Serie nach Jahren zu Ende, interessiert sich keiner mehr für Kritik, läuft die Serie noch, besteht immer massive Spoilergefahr.
Bei Filmen ist es ähnlich («Joker» und «Star Wars» wurden zum Beispiel auch bis zum Erbrechen besprochen), aber der Effekt noch intensiver. Ne Serie, bei der jede Woche eine neue Folge kommt, bietet wenigstens noch regelmäßig Diskussionsstoff, bei nem Film hast du die größte Aktivität kurz vor und am Premierentag – und dann ist eben auch schon schnell viel entzaubert und da kommt nichts mehr nach, worüber man groß philosophieren könnte, weil alles schon mal gesagt wurde.

Edit: Und ja, englische Subreddits – aber das ist auch so ein Punkt, Ich kann das auf englisch heute schon alles lesen, bevor es überhaupt in den deutschen Sphären ankommt. Wer sich also dafür interessiert (und des Englischen einigermaßen mächtig ist), ist nicht darauf angewiesen, auf die deutschen Medien zu warten, weil die internationalen Diskussionen genauso einfach zugänglich sind. Da kannst du dir auf YouTube halt schon zig Reviews und Diskussionsrunden reinziehen und hast viel schneller viel mehr Inhalt, der viel mehr ins Detail und in die Tiefe gehen kann, bevor ein deutsches Kinomagazin (oder ähnliches) überhaupt produziert werden könnte.
von Sentinel2003
#1550477
Da muß ich Alpha zustimmen: dass die Kino's dem Untergang geweiht sind, nur weil durch Corona viele schließen mußten, sehe ich auch nicht so!

Und, wie BungaBunga auch sagt, und ich kann dem leider auch nicht zustimmen; dass die Kino's jetzt beinahe schon so sind wie die Ramsch Läden ala Videotheken stimmt genauso wenig!


Und, dass diese Seite laut Alpha einen radikalen Umbruch "erleben" muß, dass wird wohl leider nicht mehr passieren, wie alle Kollegen hier schon gesagt haben...


Und, BungaBunga, dass die Videotheken mal solch einen massiven Einbruch erleben werden und fast zu 90 pro oder gar mehr Schließen mußten , Deutschlandweit, dafür können Sie ja selbst nix....was könnten Sie auch gegen diese radikale und schnelle Streaming Entwicklung gegen steuern?? Eben, leider nichts!


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Und nochwas, was ICH hier jetzt mal nICHT nachvollziehen kann: hier wird die Seite DWDL in den höchsten Tönen gelobt, da hätte ich noch vor dessen Relaunch vor einigen Wochen zugestimmt, aber, wie DWDL JETZT nach diesem Relaunch aussieht.... :relieved: :grimacing:


Mir ist die Seite jetzt viel zu überladen und vor allem viel zu unübersichtlich geworden!!


Okay, die Redaktuere dort haben aller Wahrscheinlichkeit ein ganz anders "Profil", als diese hier jetzt noch anwesenden bei QM, trotz alledem kriege ich jedes mal fast "Augenkrebs", wenn ich dort rauf gehe...diese totale Überfrachtung finde ich völlig übertrieben!


Ich komme mir so vor wie damals, nach der Wende, wo Wir Ost - Deutsche in den SuperMärkten/Läden regelrecht von der Masse der Ware "erschlagen" worden sind! :grimacing:


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Und, WER hatte das hier auch sooooooo derart treffend formuliert; die SJ sind fast ein Ramschladen, auch da hat sich gefühlt, seit 100 Jahren nüscht geändert! Ich schreibe da zwar sehr gerne, wie auch der gute Alpha und eventuell andere User von hier, aber, die Seite könnte mal fast schon zwingend eine Face Lifting gebrauchen, aber, dafür haben die Macher der Seite aller Wahrscheinlichkeit null Intersse!

Die hatten ja mal im August ein großes Problem mit der "Kommentar" Funktion!! Da dachte ich echt, dass kann ja echt nicht wahr sein, dass die für diese Problem Lösung an die etwa 2 Woche gebraucht haben!

Und, auch dort gibt es anscheinend auch Probleme mit diversen Abgängen einiger guter Leute! :relieved:
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von AlphaOrange
#1550478
Sentinel2003 hat geschrieben: Mi 14. Okt 2020, 12:03 Da muß ich Alpha zustimmen: dass die Kino's dem Untergang geweiht sind, nur weil durch Corona viele schließen mußten, sehe ich auch nicht so!
Das habe ich so nicht gesagt, um Corona ging es gar nicht. Die Kinos sind mächtig angegriffen durch Corona. Das geht an die Substanz und das werden sicherlich nicht alle überleben. Und ob später das Publikum, das nun ins Heimkino ausgewichen ist, wieder zurückkommt, ist mindestens fraglich.
Ich habe lediglich gesagt, dass Kino anders als Videotheken weiterhin Alleinstellungsmerkmale haben gegenüber den moderneren Alternativen. Ob die ausreichen, ob und in welcher Form den Fortbestand des Kinos zu sichern, wird sich zeigen. Das wird sicherlich nicht von heute auf morgen untergehen.

Sentinel2003 hat geschrieben: Mi 14. Okt 2020, 12:03Und, dass diese Seite laut Alpha einen radikalen Umbruch "erleben" muß, dass wird wohl leider nicht mehr passieren, wie alle Kollegen hier schon gesagt haben...
Ich möchte dazu noch ergänzen, weil ich vorhin über entsprechende Twitter-Kommentare gestolpert bin:
Die Notwendigkeit, die Seite strukturell zu modernisieren, hat zunächst einmal nichts mit der aktuellen Redakteursflucht zu tun. Da gehe ich von völlig anderen Ursachen aus.

Sentinel2003 hat geschrieben: Mi 14. Okt 2020, 12:03Und nochwas, was ICH hier jetzt mal nICHT nachvollziehen kann: hier wird die Seite DWDL in den höchsten Tönen gelobt, da hätte ich noch vor dessen Relaunch vor einigen Wochen zugestimmt, aber, wie DWDL JETZT nach diesem Relaunch aussieht.... :relieved: :grimacing:
Auch ein dwdl ist nicht fehlerfrei und das Facelifting ist an der ein oder anderen Stelle mit Sicherheit kritikwürdig. Mir fallen da die katastrophale Übersicht im mittleren Teil der Startseite auf oder auch die nicht mitscrollende Navi-Leiste (das Fähnchen, das beim Scrollen eingeblendet wird lädt die ganze Seite neu).

Sentinel2003 hat geschrieben: Mi 14. Okt 2020, 12:03Okay, die Redaktuere dort haben aller Wahrscheinlichkeit ein ganz anders "Profil", als diese hier jetzt noch anwesenden bei QM
Bitte jetzt auch nicht ins Extrem fallen und QM-Redakteure grundsätzlich als unfähige Amateure verurteilen. Bei dwdl arbeiten auch ein Alex, ein Timo und bald ein Manuel, die ihr Handwerk hier gelernt haben. Beim Viva der Medienmagazine quasi. Wir wissen ja, wie das dort endete.

Sentinel2003 hat geschrieben: Mi 14. Okt 2020, 12:03Und, WER hatte das hier auch sooooooo derart treffend formuliert; die SJ sind fast ein Ramschladen, auch da hat sich gefühlt, seit 100 Jahren nüscht geändert! Ich schreibe da zwar sehr gerne, wie auch der gute Alpha und eventuell andere User von hier, aber, die Seite könnte mal fast schon zwingend eine Face Lifting gebrauchen, aber, dafür haben die Macher der Seite aller Wahrscheinlichkeit null Intersse!
Eher nicht die Ressourcen. SJ hat einen extrem geringen Anteil an Werbung (zumindest an wertigen Formaten) und das Affiliate-Geschäft mit Amazon dürfte auch darnieder liegen. Glaube nicht, dass SJ über den Umsatz verfügt, um ernsthaft in Personal, Recherche, Technik und Marke investieren zu können. Stattdessen betätigt man sich größtenteils als News-Aggregator und Listen-Schreiber.
Seit dem bedauerlichen Ableben von Christian Junklewitz ist dort auch jegliche Ambition entschwunden, mehr draus zu machen. Und ein Axel Schmitt war zwar hochnotpeinlich, aber immerhin ein prägender Kopf.
von Sentinel2003
#1550526
Ich hoffe, das die Kino Landschaft die Corona Krise mit einem wahrscheinlich dicken, fetten blauem Auge überleben wird!


Im übrigen gibt es ein ganz aktuelles Beispiel vom Kino Sterben hier in Berlin: das Traditions Kino "Collosseum", dass es schon zu tiefsten DDR Zeiten gab, und, in das ich auch schon zu DDR Zeiten rein gegangen bin, hat im Frühjahr Insolvenz anmelden müssen!! :relieved:


Es streiten sich schon seit Monaten die ehemalige Belegschaft und der Käufer des Hauses, der es abreißen und natürlich Eigentum drauf bauen möchte, ob das Kino schon vor Corona mächtig Einbußen erlebt hat oder erst zu Corona!!


Die Belegschaft, knapp 40 Leute, protestiert mittlerweile mit Plakaten an den Zäunen der gegenüber liegegenden Gethsemane - Kirche zum Erhalt des Kino's!! Ob das was bringt, keine Ahnung, jedenfalls muß das mit den Plalazen ganz neu sein, denn, die RBB Abendschau hat gerade erst heute darüber berichtet!


Okay, dieses Kino Sterben hat jetzt eigentlich null was mit den QM Problemen zu tun, aber, doch schon in sofern es ja um die Kino Berichterstattung auch hier geht...


Im übrigen, in Sachen von SJ, aus der Seite "mehr" zu machen....immerhin schreibt Hanna Huge sehr viel auf Twitter , die Zeit, die Sie dort verbringt, könnte Sie ja mal mit ihrem Team verbringen für eine Verbesserung ihrer Seite ;) O:-) ...immerhin ist Sie ja wohl nach eigenen Worten die Co - Gründerin der SJ....
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