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von Kiddow
#1543013
Da ich im Supermarkt immer noch nicht desinfizierte Einkaufswagen anfassen muss, ist das mitgenommene Buch eindeutig das geringere Risiko :D
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von Wolfsgesicht
#1543014
Bei uns gibts am Eingang einen Desinfektionsmittel-Spender. Eigentlich ne schöne Sache die auch dauerhaft so bleiben darf.
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von Neo
#1543112
Nerdus hat geschrieben: Mo 30. Mär 2020, 16:46 Ich mach um den Bücherschrank hier einen Bogen, so von wegen Pandemie und so ':) Auch wenn das Risiko wahrscheinlich vernachlässigbar ist, aber hm. So ganz wohl fühle Ich mich dabei trotzdem nicht.
:D Ging mir auch so.
Dann musste ich mir von einem Freund, der immer irgendwelche Bücher von der Straße mitschleppt, einen Exkurs über die Verweilsauer von Corona auf sämtlichen Werkstoffen anhören (auf Papier nur wenige Sekunden, wenns denn nicht komplett eingeschmoddert ist). Ich würde die Bücher einfach ein wenig rumliegen lassen und mal drübersprühen. ^^

Bezweifle bei uns aber ohnehin, dass der Bücherschrank oft genutzt wird. Der steht in einem bildungsfernen Brennpunktviertel...wenn er denn noch steht. :neutral_face:
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von Fernsehfohlen
#1543423
Neo hat geschrieben: Do 26. Mär 2020, 12:11 Tschick und Besuch der alten Dame (beides Abi Stoff?)
Um darauf mal kurz einzugehen: Also "Tschick" kann ich mir beim besten Willen nicht als Abi-Stoff vorstellen, wird aber in Unterstufen (Richtung Klasse 8/9) sehr oft und gerne gelesen. "Der Besuch der alten Dame" könnte irgendwo Abi-Stoff sein, ist mir aber auch eher so im Bereich 9./10. Klasse bzw. EF (also Stufe 11 vor der Abi-Phase) begegnet.
Unsere Schule hatte in diesem Jahr übrigens die Idee, Dürrenmatt (Oma bzw. Physiker) für die Elfer mal mit Brechts gutem Menschen Sezuans auszutauschen - was bei uns damals der Deutsch-LK gelesen hatte und schon scheiße fand. Ich sag mal so: Gab schon bessere schulinterne Entscheidungen für eine 11. Stufe einer Brennpunkt-Gesamtschule. :D
Heideröslein, hat mein Deutschkurs diese Lektüre gehasst. ^^

Ajo, was ich grad lese: "Die Jury" von John Grisham, was ich übrigens auch aus so einem Bücherschrank gegriffen habe. Und als literarischen Quickie habe ich kürzlich "Wie man Deutscher wird" von Adam Fletcher in anderthalb Stunden durchgelesen, weil mich dazu eine Freundin sehr nachdrücklich und ausdauernd hat motivieren wollen. War sehr, sehr leichte Lektüre, aber nett. Hätten meine Elfer sicher weniger gehasst als Brecht. :P


Fohlen
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von Wolfsgesicht
#1543425
Den Besuch der alten Dame hat mein Deutschlehrer geliebt :D hatten wir aber auch in der 9. oder 10. Klasse Realschule. Der entsprechende Lehrer hat gleich im Anschluss noch „Der Club der toten Dichter“ drauf gelegt. Tatsächlich auch das als Buch (zusätzlich zum Film).

Abi-Stoff war bei uns Woyzeck (aaarrrggghhh) und noch was anderes. Ich glaub ich hab nie so lang pro Satz für ein Buch gebraucht.
Unser Englisch-Lehrer war da deutlich freundlicher, der hat fürs Abi „1984“ rausgekramt. War vermutlich das beste Buch was ich lesen musste und ist ja auch eins über welches Mal hier mal dort gesprochen wird.

Wir waren zufällig mit dem Realschul-Deutschlehrer schon Jahre bevor wir das als Abi-Lektüre hatten im Theater. Es lief Woyzeck und er fand das doch ganz nett wenn wir mal ins Theater kämen und so ein Drama auf der Bühne sehen. Keiner verstand die Story so richtig, die Hälfte der Darsteller war nackt, das Pferd wurde durch einen Gabelstapler dargestellt, der Gabelstapler war aber auch mal eine Wand an der ein Kerl irgendeine Frau von hinten genommen hat, am Ende lagen alle nackt zappelnd auf dem Boden...es war ein Trauma. War auch das einzige Mal dass sich der entsprechende Lehrer entschuldigt hat. 😂

Dachte immer die Lehrer können selber entscheiden welches Buch sie vorlegen. Also anhand eines Katalogs.

Aktuell lese ich „Per Anhalter durch die Galaxis“. Auf meinem Balkon, das macht gerade doch Spaß.
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von Neo
#1543452
Tzzz...NRW Abi halt.

Wir hatten drei Abschlusslektüren: Der Besuch der alten Dame, Michael Kohlhaas und Der Proceß. Ist immer etwas seicht-spaßiges, etwas aus dem 19. Jahrhundert und dann halt noch ein Klopper (meist aus der ersten Hälfte des 20. Jhd).

Wölfchen hat geschrieben:[...] das Pferd wurde durch einen Gabelstapler dargestellt [...]
:')
Ach Theater...

Ich versuche mich gerade an Karte und Gebiet von Michel Houellebecq, weil mans gelesen haben sollte. Läuft bisher auch ganz gut rein. Vielleicht sollte ich allgemein doch mal ein paar lebenden Autoren noch eine Chance geben.
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von Fernsehfohlen
#1543454
Wolfsgesicht hat geschrieben:Abi-Stoff war bei uns Woyzeck (aaarrrggghhh) und noch was anderes. Ich glaub ich hab nie so lang pro Satz für ein Buch gebraucht.
Unser Englisch-Lehrer war da deutlich freundlicher, der hat fürs Abi „1984“ rausgekramt. War vermutlich das beste Buch was ich lesen musste und ist ja auch eins über welches Mal hier mal dort gesprochen wird.
Ajo, wir hatten in der Q1 auch Büchner, aber "Dantons Tod". Weiß noch, dass das Buch mega kurz war, ich es damals aber aus Gründen trotzdem nicht gelesen hatte und trotzdem in der Klausur eine 2 schrieb, weil die Klausuraufgabe in erster Linie aus einem Vergleich einer Textstelle aus der Lektüre mit einem uns unbekannten Werk (von Lessing) bestand.

Und naja, die Abi-Lektüren sind in Englisch eigentlich immer cooler als in Deutsch, weil einfach die zentralen Vorgaben für Deutsch meist für Schüler richtig käsige und schwer erfassbare alte Schinken sind. Dieses Jahr im Abi auch wieder:
https://www.standardsicherung.schulmini ... ?file=4587
Goethes "Faust" und Kleists "Die Marquise von O..." - na danke dafür. Damit kriegste echt keinen für Literatur erwärmt, der in den elf Schuljahren davor nicht schon eine Passion dafür entwickelt hat.

In Englisch hatten wir damals in der Q-Phase übrigens "Fahrenheit 451" (mega toll <3), "A Streetcar Named Desire" (hab ich auch sehr gemocht, obwohl es eigentlich nicht so mein liebstes Genre war) und öh... noch was? Wenn ja, komme ich grad nicht drauf.

Dachte immer die Lehrer können selber entscheiden welches Buch sie vorlegen. Also anhand eines Katalogs.
Im Deutsch-Abitur: Nein, da werden auch wir von der Landesregierung zwangsbeglückt. In den früheren Schuljahren ist es deutlich offener gehalten, aber an unserer Schule hatten sich jetzt auch die Elfer-Lehrer untereinander geeinigt, dasselbe Buch zu lesen und oft wird das in der Unterstufe auch ähnlich gehandhabt. Aber in der Q-Phase ist dann nix mehr mit "selbst entscheiden".

Neo hat geschrieben:Wir hatten drei Abschlusslektüren: Der Besuch der alten Dame, Michael Kohlhaas und Der Proceß. Ist immer etwas seicht-spaßiges, etwas aus dem 19. Jahrhundert und dann halt noch ein Klopper (meist aus der ersten Hälfte des 20. Jhd).
Wäre mir deutlich lieber gewesen als mein damaliges Lektüren-Trio bestehend aus "Dantons Tod", "Effi Briest" (das war nicht wirklich schlimm oder zu verworren / anspruchsvoll, das war aber auch so überhaupt nicht interessant, es war einfach nur lang) und "Die Verwirrungen des Zöglings Törleß" von Robert Musil (das fand ich ziemlich cool, war damit in meinem Kurs damals aber so ziemlich der Einzige ^^).
Aber Kafka und Dürrenmatt fand ich als Schüler schon irgendwie für Schullektüren ziemlich okay, heute feiere ich die beiden ziemlich.
Aber ich mag mittlerweile auch Brecht - und kann trotzdem nachvollziehen, dass meine Hasen dazu null Zugang finden konnten.

"Faust" habe ich mir übrigens noch immer nicht angetan. Irgendwie kickt mich daran auch gaaaaaaar nichts. Werde so leiden, falls ich das irgendwann mal unterrichten müssen dürfen sollte. :D


Fohlen
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von Nerdus
#1543554
Wenn man das so liest, könnte man halt auch meinen, deutsche Literatur bestünde nur aus nem halben Dutzend Werken. Wir haben damals das gleiche Zeug gelesen. Mehrwert hat's wohl den wenigsten gebracht.

Zugegebenermaßen muss ich aber auch sagen, ich wüsste nicht, wie ich uns damals Literatur nähergebracht hätte, unabhängig vom Material.

Um zum Threadtitel zurück zu kommen: Habe in letzter Zeit viel Clive Barker gelesen. »Die Bücher des Blutes« (Band 1 bis 6 oder so?), »Imagica«, »The Hellbound Heart« (sprich die Romanvorlage für die 27 «Hellraiser»-Filme) – richtig guter Scheiß. War mir irgendwie früher gar nicht bewusst, was da für Schätze schlummern, die Verfilmungen sind ja doch oft eher so mittelprächtig :thinking:
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von Kaffeesachse
#1543555
Bei mir ist das schon so lange her, dass ich mich außer an "Faust", "Effie Briest" und "Der zerbrochene Krug" an gar nichts mehr erinnern kann. Das liegt aber auch daran, dass wir "systembedingt" auch erst in der 8. Klasse mit dem Gymnasium richtig angefangen haben, allerdings im Abi auch keine Abstriche gemacht wurden. So ging's dann im Deutsch-LK Schlag auf Schlag, Buch an Buch. Es war glaube ich sogar so viel, dass wir gar nicht alles selbst gelesen, sondern manches aufgeteilt haben und der Inhalt dann per Vortrag den anderen nähergebracht wurde.

Das hat mir die Freude am Lesen auch irgendwie verdorben, sodass ich mich bis heute meist gar nicht aufraffen mag, etwas Längeres freizeitmäßig zu lesen. :'(
von Johnny
#1543557
Ich finde immer lustig, dass man anhand der Bücher das Alter der Leser in Erfahrung bringen kann. Meine Schwester hatte die gleichen Bücher im Regal stehen wie Fernsehfohlen. :)

Mein Jahrgang war tatsächlich derjenige, bei dem die Buddenbrooks (oder "Die Buddis" wie meine LK-Lehrerin sagen würde :') )auf der Liste standen. Habe es tatsächlich komplett gelesen. In der Klausur gab es eine Analyse der ersten Seite. :'( Ansosten Tauben im Gras von Wolfgang Koeppen und Hiob von Joseph Roth.
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