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von blra
#1129386
In letzter Zeit gab es um nur ein Beispiel zu nennen wiedermal die Armstrong-Causa. Dort wurden auch die Ärzte Beziehungen analysiert und oh Wunder haben die Ärzte allesamt Verbindungen in andere Sportarten ("ohne mich wäre Spanien vielleicht nicht Weltmeister und Europameister geworden", indirekt von Fuentes). Es gibt Doping im Fußball, das ist erwiesen worden und dafür gibt es auch einen großartigen Spieler, der das "als größten Fehler seiner Karriere bezeichnete". Aber es interessiert die Menschen da draußen nicht. Die wollen alle den Erfolg, aber sehen nicht ein, dass dafür auch Regeln bei ihrem Lieblingsclub gebrochen werden. Solch eine Lobby macht geordnete verbandsorientierte Dopping-Aufklärungen und Kontrollen nicht wirksam.
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von blra
#1129826
Das Zitat von Fuentes ist überliefert. Der hat das natürlich immer wieder beteuert, als er gesehen hat, mit welcher Macht, die spanischen Gazetten das spanische Volk gegen ihn aufgehetzt hat. 2007 war es glaube ich, dass die le Monde darüber berichtet hatte und dann auch umgehend eine Gegendarstellung drucken musste, weil die Zeugen Angst hatten. Zum Armstrong-Arzt: http://fussballdoping.derwesten-recherc ... -betreuer/

Zidane war ein großartiger Fußballer, der aber bei Juve gedopt war.

Zur Tour: Schon langweilig, wenn Wiggins und Froome ihre Kreise ziehen.
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von Vega
#1129831
blra hat geschrieben: Zur Tour: Schon langweilig, wenn Wiggins und Froome ihre Kreise ziehen.
Fuerchterlich. Noch langweiliger wirds, wenn der offensichtlich staerkste Fahrer am Berg nicht mal fahren darf, wie er will. Erinnert etwas an 1996 ;)
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von blra
#1129855
Ja, alles schlimm. Auch dass Voeckler auch noch Bergpreissieger wird. Einen nervigeren Fahrer gibt es wohl kaum.

Echt schade dass A.Schleck, wobei der sowieso bis jetzt ein katastrophales Bild in der Saison abgab, und Contador fehlten. Auch dass das Rabobank-Team so mit Stürzen zu kämpfen hatte, war echt nervig. Das zweite enorm lange Zeitfahren hätte es auf jeden Fall jetzt nicht mehr gebraucht.

Ich hoffe fürs nächste Jahr, dass die sich schön was Episches einfallen lassen. Korsika als Start klingt gut. Dann ein MZF ist eher nicht so toll. Am Ende sowas wie 2009 (vorletzte Etappe endete auf dem Ventoux) wäre schon cool. Davor noch Galibier-Ankunft und zur Alpe wäre schon was Feines.
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von Atum4
#1143825
Ok, Armstrong werden wohl alle 7.Titel aberkannt!
Finde ich Richtig und fast toll aber jetzt der Witz des Jahrzehnts:
Vorsicht beim Spoilertag öffnen!
versteckter Inhalt:
:lol: Jan Ullrich bekäme so 3.Titel dazu :lol:
Ich hoffe diese 7.Titel werden einfach geschwärzt oder so :|

http://www.sport1.de/de/radsport/artikel_603644.html
Zuletzt geändert von Atum4 am Fr 24. Aug 2012, 16:28, insgesamt 1-mal geändert.
von S!lent
#1143873
TorianKel77 hat geschrieben:Endlich kriegt Ullrich seine ehrlich verdienten Tour-Titel :-D . Da siegt am Ende die Gerechtigkeit anscheinend doch.
Ich möchte hier ganz große Ironie anmerken.
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von Atum4
#1143880
S!lent hat geschrieben:
TorianKel77 hat geschrieben:Endlich kriegt Ullrich seine ehrlich verdienten Tour-Titel :-D . Da siegt am Ende die Gerechtigkeit anscheinend doch.
Ich möchte hier ganz große Ironie anmerken.
Ich musste ganz,ganz kurz nachdenken.... :mrgreen:
von TorianKel77
#1143883
Das Ding ist ja, selbst wenn man Ullrich auch noch streichen würde, kämen dann auf den Plätzen so Konsorten wie Basso und Winokurov :lol: .

Für Alex Zülle (trotz Festina) würds mich freuen, ansonsten ist das halt einfach banane.
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von blra
#1149346
Contader hat also die Vuelta gewonnen, obwohl er nicht der beste Fahrer war. Den entscheidenden Moment der Vuelta hat man leider nicht mit den Kameras einfangen können. Die Streckenführung war wie ich finde schlimm. Andauernde Bergankünfte, damit man die Entscheidung immer in den letzten 30 Minuten einfängt. Das wurde dann von Contador bestraft, der auf einer "billigen" Etappe die Rundfahrt gewinnt. Anstiege wie zur Bolla del Mundo, den Cuitu Negru oder letztes Jahr den Angliru mit 23,5% Steigung braucht es einfach nicht.
von MondiRados
#1167002
JackieZ hat geschrieben:Jetzt ist es also endgültig amtlich: Liste der nicht gedopten Profiradrennfahrer
:lol: :lol: :lol: :lol: :lol:

Yep, der Leiter der TdF wird wohl die Titel nicht neu vergeben, zum Glück, denn so ein Ulrich hätte das auch nicht verdient...

Die UCI stellt sich jetzt als großen Helden da, hat sich aber von Armstrong schmieren lassen...Ja, sind wir nich alle käuflich ???
Plötzlich kommen sie wieder alle aus den Löchern, alle, die IMMER gesagt haben, das LA gedopt haben muss...14 Jahre nach dem er wieder in den Rad sport eingestiegen ist, hat man ihn, naja sagen wir, überführt...Eine positive Probe gibt es bis heute nicht, oder die UCI war eben so nett und hat diese verschwinden lassen... Rudi Pevenage, best buddy von Ulrich, wollte auch gerne zum System LA gehören, weil er selbst zum Dopen zu blöd war !!!
Für mich und viele andere ist LA ein 7-maliger TdF Sieger...Und ja, ich habe die Auszüge des Untersuchungsberichts gelesen...

Sorry für das OT

Die Liste ist vollständig würde ich sagen.. :mrgreen: Die Methoden werden immer besser, daher bringt wohl gerade heute eine negative Probe nichts mehr..Der Radsport ist verseucht und das hat kaum etwas mit LA zu tun..ich würde auch sagen die Sieger aus diesem Jahr hat nachgeholfen, weil es eben alle tun...Ich geben zu, es war vielleicht auch etwas naiv zu glauben, dass jemand mit dem Fahrrad über 3000 km fährt, Berge überwindet und das alles mit Mineralwasser und Müsliriegel, danach ein paar Tage Pause macht und dann wieder eine 3-wöchige Rundfahrt macht...
Jeder hatte oder hat sein System...
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von blra
#1167079
Die Tour-Strecke 2013 wurde heute dann auch bekannt gegeben. Für eine Jubiläums-Tour sind einige coole Sachen dabei. Korsika als Debut, die Zeitfahren sind nicht zu lang wie dieses Jahr, Mt. Ventoux (sowieso neben dem Stelvio und Galibier einer der mythischsten Anstiege überhaupt), 2x nach Alpe d'Huez und dann das Ende für die französischen Patrioten von Versaille aus auf die Champse Elysee und das noch am Abend. Ich finde die Strecke jedenfalls für ein Jubiläum würdig.
von fernsehfreak36
#1167456
Ich weiß nicht ob eine Tour De France von über 3300 Kilometer wirklich noch zeitgemäß ist. Wie will man solche Strapazen ohne illegale Hilfsmittel schaffen? Das kann ein normaler Mensch gar nicht schaffen. Hier hätte ich der Tour-Leitung etwas mehr Nachdenken gewünscht. Da helfen Appelle gegen Doping nur wenig. Man hätte die Tour auf ein Maas zurückführen müssen, die ein Mensch ohne Doping wirklich schaffen kann. So provoziert man doch Doping doch nur.

Zu Armstrong: Wer betrogen hat, muss bestraft werden. Doch ist für mich die Beweißführung unklar. Die Zeugen sind für mich unglaubwürdig, weil es selbst Dopingsünder sind, und die nur ihre Haut retten wollten. Soviel ich weiß gibt es von Armstrong bis heute keinen einzigen positiven Dopingfund.

Ausserdem ist die Verlogenheit der Medien absolut zum k.otzen. Sie selbst haben den Armstrong auf ein Schild gehoben, nie wurde seine Leistung während seiner aktiven Zeit auch nur angezweifelt. Bin kein Armstrongfan, fand den Mann nie besonders sympathisch, aber hier müssen sich auch die Medien fragen lassen, warum sie so unkritisch berichtet haben.

Ich denke kaum das der Radsport vollkommen von Doping frei wird. Es muss generell ein Umdenken im Radsport erfolgen. Muss eine Tour de France wirklich so lang sein? Gehts nicht auch ne Nummer kleiner? Generell sollten sich das die Großen Rundfahrbosse mal überlegen, ob sie nicht mit ihren hohen Anforderungen das Doping nicht geradezu provoziert haben.
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von blra
#1167532
fernsehfreak36 hat geschrieben:Ich weiß nicht ob eine Tour De France von über 3300 Kilometer wirklich noch zeitgemäß ist.
Natürlich ist sie das. Ein Marathon ist auch noch zeitgemäß, Fußballspiele innerhalb von drei Tagen sind zeitgemäß, Langlauf/Biathlon-Meetings über drei Tage pro Woche sind zeitgemäß.1
fernsehfreak36 hat geschrieben: Wie will man solche Strapazen ohne illegale Hilfsmittel schaffen? Das kann ein normaler Mensch gar nicht schaffen.
Natürlich kann das ein Mensch schaffen, der nicht gedopt ist. Es gibt Fahrer wie Jeremy Roy, die alle ihre Blutwerte etc... öffentlich machen. Da ist dann Doping eher auszuschließen. Das nicht Doping zu beweisen ist allgemein nicht möglich, weshalb in jeder Sportart Referenzen gezogen werden. Im Radsport sind das z.B. Trittfrequenzen an Anstiegen, die übrigens in den letzten Jahren zurückgegangen sind. Im Fußball sind das Laufleistungen und in der Leichtathletik sind diese Referenzen natürlich sehr schnell aus den Siegerlisten von Meetings zu entnehmen.
fernsehfreak36 hat geschrieben: Hier hätte ich der Tour-Leitung etwas mehr Nachdenken gewünscht. Da helfen Appelle gegen Doping nur wenig. Man hätte die Tour auf ein Maas zurückführen müssen, die ein Mensch ohne Doping wirklich schaffen kann. So provoziert man doch Doping doch nur.
Die Tour lebt davon, was sie ist. Zur 100.Tour gehört Show einfach dazu. Am Nationalfeiertag der Franzosen fahren die Fahrer auf den wohl eindrucksvollsten Anstieg in Europa. Zum Ende hin fahren sie zweimal nach Alpe d'Huez und auf der letzten Etappe wird die Tour mit einem Ende in der Nacht zelebriert. Diese Elemente gehören zu einem Jubiläum und Großevent dazu.

Auf den Rest zum Thema Doping werde ich am anderen Thread eingehen.
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von SchwuppDiWupp
#1261561
Dopiläum - nettes Wortspiel von der Bildzeitung

Hab mir trotzdem die Etappen nebenher angeschaut - sportlich weiß man gar nicht, was man
davon halten soll - aber das "Tourfeeling" ist trotzdem immer noch ganz nett
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von blra
#1261827
Die Korsika-Etappen liefen sportlich halbwegs wie erwartet. Außer vielleicht dem erwarteten Sagan-Sieg. Die Etappen hat man wirklich durch wunderschöne Gegenden Korsikas geführt. Jetzt gehts an der Cote d’Azur weiter. Traumhaft Bild

Nach dem TTT sollte dann auch das Klassement geordneter sein. Hoffentlich so, dass es auf den folgenden Flachetappen keine unnötigen Stürze gibt, weil alle Fahrer denken sie müsste vorne fahren, weil sie im Klassement weit vorne sind.
von TimberKay
#1261905
blra hat geschrieben: Nach dem TTT sollte dann auch das Klassement geordneter sein. Hoffentlich so, dass es auf den folgenden Flachetappen keine unnötigen Stürze gibt, weil alle Fahrer denken sie müsste vorne fahren, weil sie im Klassement weit vorne sind.
Die Fahrer von Orica z.B werden sicher nicht alle vorne fahren, nur weil sie jetzt nach dem MZF in der Top 10 Gesamt sind. Da werden weiterhin nur Sprinter, Klassmentfahrer und Anfahrer vorne dabei sein.
von TimberKay
#1261907
SchwuppdiWupp hat geschrieben:Dopiläum - nettes Wortspiel von der Bildzeitung

sportlich weiß man gar nicht, was man
davon halten soll - aber das "Tourfeeling" ist trotzdem immer noch ganz nett
Wird wohl sportlicher als bei den meisten anderen Sportarten zu gehen.
Die 2,3% durchs Doping werden den sportlichen Wert wohl kaum schmälern.
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von blra
#1262171
TimberKay hat geschrieben:
blra hat geschrieben: Nach dem TTT sollte dann auch das Klassement geordneter sein. Hoffentlich so, dass es auf den folgenden Flachetappen keine unnötigen Stürze gibt, weil alle Fahrer denken sie müsste vorne fahren, weil sie im Klassement weit vorne sind.
Die Fahrer von Orica z.B werden sicher nicht alle vorne fahren, nur weil sie jetzt nach dem MZF in der Top 10 Gesamt sind. Da werden weiterhin nur Sprinter, Klassmentfahrer und Anfahrer vorne dabei sein.
Es können auch nicht alle vorne fahren, aber Orica wird vorne fahren, weil sie ja das Gelbe verteidigen wollen. Ich finds einfach nervig, wenn die Gesamtklassement-Teams versuchen bei den Sprints so weit es geht vorne dabei zu sein. Die nerven da nur die Sprintteams und sorgen für Unruhe, weil die restlichen Teams ebenso gezwungen sind, vorne zu fahren. BMC ist dbzgl. besonders nervig.
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von JackieZ
#1264442
Kaum zu glauben dass eine erwartet langweilige Flachetappe so geil wird. Schon allein durch die Windkanten wurde es richtig spannend und die Aktion von Saxobank setzte dem ganzen die Krone auf. Von mir aus darf gerne jede Flachetappe starken Seitenwind haben, dann gäbe es bestimmt täglich Änderungen im Gesamtklassement. Es war jedenfalls mega gute Nachmittagsunterhaltung :D

Ich denke trotzdem, auch wenn Froome jetzt eine Minute abgenommen wurde, wird er die Tour problemlos gewinnen. Ums Podium wirds aber nochmal spannend.
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von blra
#1264450
Ja, das war wirklich eine tolle Etappe. Cäv kann halt nicht nur den klassischen Massensprint. Toller Sieg von ihm heute. Ich fand es ja schon komisch, dass Saxo so lange sich nicht an der Führungsarbeit beteiligt hat. Die haben ja enorm davon provitiert, dass Valverde und Movistar wegfallen. Auch wegen der Teamwertung. Dann kam der Vorstoß. Von Riis kann man halten was man möchte, aber seine Teams schaffen es sehr häufig mannschaftstaktisch sich einen Vorteil zu erschaffen.

Mal sehen wie die Ventoux-Etappe wird. Sky hat nicht mehr so viel Fahrermaterial um im US-Postal-Style hochzufahren. Die Franzosen müssen auch langsam mal kommen. Bis jetzt kein französischer Etappensieg. Noch nicht mal Top 3 auf irgendeiner Etappe.