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BeitragSo 22. Jul 2018, 18:04 
Vorstandsvorsitzende/r
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thunder49 hat geschrieben:

Ich glaube nicht das Özil in der Nationalmannschaft noch eine große Zukunft hat, obwohl bei Löw weiß man ja nie.


Es wird meiner Meinung nach keinerlei Konsequenzen für Özil geben. Die standen auch für Gündogan sicherlich nie im Raum. Und obwohl der DFB durchaus politisch ist, gibt man sich bei politisch brenzligen Themen bewusst unpolitisch. Sport ist Sport und Politik und Politik. Ist auch bequemer so. Der DFB hat die Tweets registriert, Bierhoff wird gucken ob man da Marketing technisch noch was raus holen kann und damit wird die Story beendet sein.

Bei den nächsten Testspiel wird er, wie die meisten Stammspieler, verletzt absagen und beim 1. Quali Spiel wird es ganz normal mit ihm weiter gehen.


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BeitragSo 22. Jul 2018, 18:40 
Chefredakteur/in
 
 
CaptainCharisma hat geschrieben:
thunder49 hat geschrieben:

Ich glaube nicht das Özil in der Nationalmannschaft noch eine große Zukunft hat, obwohl bei Löw weiß man ja nie.


Bei den nächsten Testspiel wird er, wie die meisten Stammspieler, verletzt absagen und beim 1. Quali Spiel wird es ganz normal mit ihm weiter gehen.


Das Problem ist nur das ab September schon die Nations League mit Spielen gegen Frankreich und den Niederlanden startet, Testspiele in dem Sinne gibt es eigentlich nicht mehr. Davon mal abgesehen sehe ich auch für Löw schwarz wenn diese Spiele vergeigt werden.

Extaler hat geschrieben:
Es kommt ja noch ein Statement, bisher sinds 2 von 3. Ich gehe davon aus, dass er im Dritten seinen Rücktritt erklärt.


Wäre für alle wahrscheinlich das Beste, selbst wenn sich dadurch nicht alle Probleme in Luft auflösen.


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BeitragSo 22. Jul 2018, 18:57 
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Hatte zunächst nur das erste Statement gelesen, nach dem ich dachte: Hmmm, wird nicht allen gefallen, aber im Grunde wäre es besser gewesen, das gleich so zu sagen, statt da wochen- und monatelang ein Mysterium drum zu kreieren. Der zweite Tweet von heute war dann für meine Begriffe aber schon ziemlich krass selbstmitleidig und einem Rundumschlag gleichend, bei zugleich bestenfalls homöopathischen Selbstreflexionsdosen. :?

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BeitragSo 22. Jul 2018, 19:19 
Vorstandsvorsitzende/r
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thunder49 hat geschrieben:

Das Problem ist nur das ab September schon die Nations League mit Spielen gegen Frankreich und den Niederlanden startet, Testspiele in dem Sinne gibt es eigentlich nicht mehr. Davon mal abgesehen sehe ich auch für Löw schwarz wenn diese Spiele vergeigt werden.


Er ist ja nun zurückgetreten und da hat sich die Sache erledigt.

Was Löw betrifft. Daran, dass man Löw die alleinige Aufarbeitung/Analyse für den WM Verlauf überlassen hat, zeigt doch wie fest er im Sattel sitzt. Grindel hat doch gar kein Interesse, sich mit einem möglichen Nachfolger zu befassen.


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BeitragMo 23. Jul 2018, 07:44 
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Was zur WM shreiben lohnt sich jetzt wohl nicht mehr...^^

Fernsehfohlen hat geschrieben:
Hatte zunächst nur das erste Statement gelesen, nach dem ich dachte: Hmmm, wird nicht allen gefallen, aber im Grunde wäre es besser gewesen, das gleich so zu sagen, statt da wochen- und monatelang ein Mysterium drum zu kreieren. Der zweite Tweet von heute war dann für meine Begriffe aber schon ziemlich krass selbstmitleidig und einem Rundumschlag gleichend, bei zugleich bestenfalls homöopathischen Selbstreflexionsdosen. :?
Sie sagen es.
Wobei ich nachvollziehen kann, dass man nach den Aussagen von Grindel und Bierhoff schon mal leicht grantig reagieren kann. Gerade ersteren kann man doch völlig in die Tonne treten. Und wenn die beiden in ihren Interviews wenigstens darauf hingewiesen hätten, dass Rassismus völlig fehl am Platze ist und das, bei aller berechtigter Kritik, nicht geduldet wird, aber so ist das natürlich schon echt schwierig.

Das Erdogan-Statement: Ist ja auch nicht viel anders, als das was Gündogan schrieb. Ich gehe da ehrlich gesagt schon davon aus, dass er was für Erdogan übrig hat. Ist nun auch nicht so exotisch. Aber seis drum.

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BeitragMo 23. Jul 2018, 10:15 
Inventar
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Grenzwertig ist all das schon, aber nicht unclever. Dadurch, dass er sich auf englisch geäußert hat, adressiert er das Thema international und er hat Erfolg damit. Der Rassismus ist Thema und nicht seine Leistungen.

Grindel und Bierhoff stehen unter Druck, nicht wenige fordern den Rückzug von Grindel, der ja auch von Rummenigge erst vor wenigen Tagen attackiert wurde und bei Löw scheint es ja in der Tat so zu sein, dass er bei schwachen Ergebnissen gegen Frankreich und co bald Geschichte sein könnte.

Da rumort es gewaltig und der DFB wird sich genau überlegen wie er reagiert, denn Özils Seite wird sich nicht scheuen nachzulegen.

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BeitragMo 23. Jul 2018, 12:17 
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Seine Leistung war aber überhaupt nicht das Problem. Auch hat Rummenigge nicht Grindel attackiert, sondern Koch.

Ich hoffe, dass Grindel und Bierhoff aus eigener Motivation zurücktreten, um zumindest ein wenig das Gesicht zu wahren. Beide haben in einer Krisensituation möglichst schlecht reagiert und Rassisten bestärkt und einen eigenen Spieler ungeschützt der Hetze ausgesetzt. Das Verhalten wäre schon in einer deutlich neutraleren Situation katastrophal gewesen. Erst wurde gehofft man kann es aussitzen als das aber nicht ging hat man sich dann entschlossen Özil den Rechten vor die Füße zu schmeißen. Wenn es ihnen schon menschlich und moralisch egal ist ist die Frage wieweit ihnen die Tragweite bewusst ist in Sachen internationaler Ruf, Deutsche und Rassismus ist die weltweit verbreiteste Ansicht des Landes und wie man sieht ja auch vollkommen gerechtfertigt. Und wie es sich auf kommende Talente auswirken wird kann man sich auch denken. Da hat man den DFB auf Jahre hinaus zutiefst beschädigt und das Image Deutschlands eben auch. Und einen Manager braucht man bei der Nationalelf doch eh nicht. Wenn er dann noch alles schlimmer macht gibt es überhaupt keine Rechtfertigung dafür mehr.

Was das alles politisch lostritt ist natürlich auch eine riesen Angelegenheit, hier hat dann auch Özil mit seiner Erdoganunterstützung einen Anteil. Da hat man nochmal schön die Fronten verhärtet.

Toll, dass man sowas wie den Fußball, der die Macht hat Menschen zu vereinen für so eine Kacke missbraucht und so einen Schaden anrichtet.


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BeitragMo 23. Jul 2018, 12:21 
Inventar
 
 
Dass Grindel ein Rechtsaußen ist, wusste man schon vorher, das machte die Situation auch so schwierig.

Wahrscheinlich hätte man schon vorher anders reagieren müssen, wahrscheinlich wäre ein Treffen mit Can Dündar vor der WM am besten gewesen, um die Situation zu entschärfen, am besten mit Foto, dann hätten unsere Nationalspieler mal eine Gegenposition gehört, es wäre auch nicht rassistisch gewesen. Dass man noch eine Weile an der Heimat seiner Familie hängt, kann eigentlich niemand jemand vorwerfen.


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BeitragMo 23. Jul 2018, 15:10 
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Also jetzt mal sorry, aber was mich wirklich ankotzt ist das sich Mesut Özil jetzt als Opfer hinstellt, dabei hat er das Ganze ins Rollen gebracht. Irgendwie versucht er alle für dumm zu verkaufen, er muß sich bewußt gewesen sein was er mit einem Treffen mit Erdogan (dann auch noch im Wahlkampf) hierzulande auslöst und das dies politische Auswirkungen hat ob er will oder nicht. Ich verstehe schon das er das auch für deine Familie getan hat und an seiner Heimat hängt, aber wenn er wirklich ein Zeichen setzen wollte, dann hätte er sich auch mit dem stärksten Oppositionellen Ince ablichten lassen können, das wäre ein ganz anderes Zeichen gewesen und man hätte gesehen das er die politische Situation in der Türkei versteht. So ist Özil in meinen Augen nur ein Heuchler und ein Mensch ohne jede Emphatie.

Mit dieser Selbstinzenierung die Özil jetzt hier betrieben hat, tut er sich keinen Gefallen, sondern nimmt sich eher wichtiger als er in Wahrheit wirklich ist, denn die Probleme die auch zum Scheitern bei der WM gesorgt haben liegen anderswo, da ist der Erdogate nur die Spitze des Eisbergs. Aber Hauptsache wieder die Karte Rassismus ausspielen, und er selbst hat natürlich auch nichts falsch gemacht, Schuld sind natürlich nur die anderen.

Naja Hauptsache in der Türkei wird er als Held gefeiert, so äußerte der Justizminister dort "das Özil das schönste Tor gegen den faschistischten Virus geschossen habe", mein Gott da kannst du nur noch mit dem Kopf schütteln.


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BeitragMo 23. Jul 2018, 16:19 
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Ich weiß nicht, ob du Özils intellektuelle Fähigkeiten nicht ein wenig überschätzt, wenn du ihm Bewusstsein für die politische Dimension seines Erdogan-Gekuschels unterstellst, thunder. Ich wüsste jetzt nicht, auf welcher Basis ich bei ihm von einem besonders intelligenten, ja vielleicht sogar gerissenen Menschen ausgehen sollte, sehe aber sehr wohl eine Basis für das Bild des typischen Verwöhntbub-Profifußballers, dessen Alltag sich in erster Linie um Mesut Özil und in zweiter Linie um Sponsoren, Medien und sonstige mal lästige, oft aber ja auch sehr ertragreiche und nützliche Möglichkeiten zur Steigerung des eigenen Reichtums und der eigenen Präsenz drehte. Und eigentlich lief es da doch in den letzten Jahren sehr oft ziemlich gut für ihn, bis da diese Erdogan-Geschichte kam.

Und dann ist natürlich auch nicht völlig von der Hand zu weisen, dass er es als Deutschtürke schwieriger hat, mit dem Präsidenten seiner zweiten Heimat zu schmusen, als es etwa ein Deutschspanier, Deutschfranzose oder wahrscheinlich auch noch ein Deutschpole hat. Ich kann mir schon vorstellen, dass es in den Augen eines Özils dann ganz schnell zur Aktivierung des Rassismus-Gedankens kommt, zumal fortwährende Benachteiligungen für beispielsweise viele türkischstämmige Migrantenkinder hierzulande in der Tat vorhanden sind - und er und seine Familie solche Erfahrungen vermutlich auch schon gemacht haben. Insofern: Für mich ist Özil in all seiner Weinerlichkeit und Selbstherrlichkeit ein denkbar schlechter Aufhänger, um mal wieder über das Thema Rassismus zu sprechen, aber ich kann sowohl verstehen, warum sich ein schlichtes Gemüt seiner Couleur in seiner Welt als Opfer sieht als auch, warum manche Türkischstämmige darauf sofort aufspringen. Und beim Erdogan-Trupp ist das ja ohnehin offensichtlich. ;)


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BeitragMo 23. Jul 2018, 16:25 
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Ich finds nur noch lächerlich und traurig was mit Özil veranstaltet wird und hätte an seiner Stelle die Erklärung nun vermutlich ähnlich verfasst. Nur vielleicht nicht Medienspektakel-maximierend über den Tag verteilt veröffentlicht. Letztendlich bleib ich bei dem, was ich hier schon mal schrieb: Dumm war's auf jeden Fall, sich kurz vor der WM für so ein Foto herzugeben, aber das war's auch schon. Alles andere ist entsetzliche Übertreibung und man fragt sich schon, welche Triebfeder dahinter steckt, dass es ausgerechnet bei Özil so hochkocht. Da ist von politischer Propaganda die Rede, von Demokratieverrat, davon, dass Özil das Turnier vergeigt habe. Nur drauf auf den Sündebock!
Kommt doch mal wieder runter. Özil hat nen türkischen Pass, er hat sich mit dem demokratisch gewählten Präsidenten seines Landes (das ist de facto leider so, auch wenn man die Begleitumstände sicher nicht außer Acht lassen darf) für ein Foto zur Verfügung gestellt, auf den er zufällig auf einer größeren Veranstaltung stieß. Wo er übrigens bei Weitem nicht der Einzige war und auch nicht der Einzige, von dem es Bilder mit Erdogan gibt. Das war's. Da war nichts arrangiert, da war nichts illegal, da war Propaganda, nur ein simples Foto aus der Situation heraus. Und die Aussage, dass das maßgeblich die Wahl beeinflusst haben soll, halte ich für absurd. Ich finde die Entwicklung in der Türkei und Erdogans natürlich auch höchst besorgniserregend, aber das ist nicht Özils Schuld - genauso wenig, wie er das Vorrundenaus Deutschlands auf dem Gewissen hat.
Was ist mit den ganzen Türken, den Ungarn, den Russen und was für Schurkenstaaten sich noch allse finden lassen, die sich in der Bundesliga tummeln? Müssen die nun alle einen Gewissenstest ablegen, um weiter spielen zu dürfen und sich von ihrem Heimatland lossagen? Was ist mit US-Amerikanern, die für Trump schwärmen? Und was ist mit Chinesen, die sind doch eh alle maximal indoktriniert? Wollen wir politische Einstellungen verbieten, die sich nicht mit dem deutschen Grundgesetz decken (oder dem allgemeinen Demokratieverständnis)? Oder gilt das nur für Nationalspieler, weil die deutscher als Deutsch sein müssen, sozusagen reinrassig im Denken?
Hat eigentlich jemand groß zum Boykott aufgerufen, als die Nationalelf zu Putins WM-Spektakel aufgebrochen ist? Können wir denn überhaupt noch guten Gewissens zu den Sklavenhaltern nach Katar fahren? Und falls nein, geht's mit schlechtem Gewissen auch? - ist ja schließlich WM, da muss man halt hin. Und wie wäre es übrigens, wenn in Sachen Türkei schon ein einfaches Foto die Grenze des Erträglichen für uns Deutsche überschreitet, erstmal aufzuhören, Erdogan fortlaufend mit Waffen zu beliefern? Alles Dinge, für die irgendwie nie jemand zurücktreten muss, obwohl das die Sachen sind, die Autokraten die richtig große Bühne bereiten und ihren Machterhalt im Volk sichern.
Ich war nie ein großer Fan von Özil. Seine Art war mir immer ein bisschen suspekt, in seinen Leistungen zu selten konstant und jemand, der sich sehr schnell von allgemeiner Lustlosigkeit anstecken ließ statt sich dagegen zu stemmen. Aber was hier in den letzten Wochen veranstaltet wird ist einfach unter aller Kanone.
Grindel und Bierhoff gehören schleunigst auf die Straße gesetzt, die sind nach diesem Verhalten nicht mehr tragbar. Dass Uli Hoeneß auch noch mächtig unter die Gürtellinie schießt ist natürlich genauso dreckig.

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BeitragMo 23. Jul 2018, 18:57 
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AlphaOrange hat geschrieben:
Alles andere ist entsetzliche Übertreibung und man fragt sich schon, welche Triebfeder dahinter steckt, dass es ausgerechnet bei Özil so hochkocht. Da ist von politischer Propaganda die Rede, von Demokratieverrat, davon, dass Özil das Turnier vergeigt habe. Nur drauf auf den Sündebock!
Kommt doch mal wieder runter. Özil hat nen türkischen Pass, er hat sich mit dem demokratisch gewählten Präsidenten seines Landes (das ist de facto leider so, auch wenn man die Begleitumstände sicher nicht außer Acht lassen darf) für ein Foto zur Verfügung gestellt, auf den er zufällig auf einer größeren Veranstaltung stieß.


Also meines Wissens hat Özil seinen türkischen Pass schon vor mehr als 10 Jahren abgegeben. Desweiteren sagt niemand das Özil das Turnier vergeigt hat, jedenfalls nicht der normal denkende Mensch. Das da noch eine Menge andere Faktoren für gesorgt haben ist ja auch hier schon hinreichend erläutert worden. Die Frage ist außerdem warum hat Özil solange geschwiegen und kommt erst jetzt mit so einer Erklärung?

Fernsehfohlen hat geschrieben:
Ich weiß nicht, ob du Özils intellektuelle Fähigkeiten nicht ein wenig überschätzt, wenn du ihm Bewusstsein für die politische Dimension seines Erdogan-Gekuschels unterstellst, thunder. Ich wüsste jetzt nicht, auf welcher Basis ich bei ihm von einem besonders intelligenten, ja vielleicht sogar gerissenen Menschen ausgehen sollte


Das Özil intelligent ist würde ich auch nicht behaupten, nur haben insbesondere die Spitzensportler wie Özil heutzutage Berater noch und nöcher, und ich kann mir nicht vorstellen das da nicht vorher über den Sinn und Zweck einer solchen Aktion gesprochen wurde und dabei nicht auch die politische Seite der Medaille zur Sprache kam.


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BeitragDo 26. Jul 2018, 18:43 
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Etwas positives kommt jetzt doch noch:

Zitat:
Rassismus im Alltag #MeTwo

Die Debatte über Mesut Özil zeigt: Menschen mit Migrationshintergrund haben oft mit Diskriminierung zu kämpfen. Ali Can hat den Hashtag #MeTwo ins Leben gerufen - und Tausende Twitter-Nutzer schildern ihre Erlebnisse.

http://www.spiegel.de/panorama/gesellsc ... 20384.html

Pflichtlektüre für die Leute hier, die auch gleich wieder in diesem Falle versucht haben den Rassismus wegzureden.


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BeitragDo 26. Jul 2018, 21:28 
Chefredakteur/in
 
 
Das es im Alltag leider immer noch Rassismus gibt ist leider Fakt, deswegen sind solche Kampagnen auch wichtig und richtig.

Aber man muß da schon unterscheiden, das ein Spieler wie Özil schon vor der WM und dem Foto von vielen kritisch gesehen wurde und das meiner Meinung nach auch völlig zu Recht. Ich selbst bin auch kein Fan von Özil, das hat aber weder mit seinem Migrationshintergrund noch mit dem Erdogate zu tun, sondern hängt einzig und allein mit seiner Leistung und seiner Körpersprache auf dem Platz zusammen.

Ich finde so langsam geht in der Sache sowieso die Objektivität verloren. Ist man jetzt gleich rassistisch wenn man Spieler wie Özil, Gündogan oder Khedira wegen ihrer Leistung kritisiert? Oder darf man jetzt nur noch Spieler wie Müller, Neuer, Reus oder Werner kritisieren? Ich finde jeder muß sachliche Kritik aushalten können, gerade wenn man wie Özil dieses priviligierte Leben als Fußball Millionär genießt, und gerade da macht Özil im Moment eher einen etwas dünnhäutigen Eindruck auf mich.

Was da beim DFB hinter verschlossenen Türen passiert und ob da Rassismus im Spiel ist das kann ich natürlich nicht beurteilen.


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BeitragMi 29. Aug 2018, 12:30 
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Ich wusste doch, dass Rudy und Plattenhardt für die WM-Pleite verantwortlich sind ;-) . Gut analysiert von Jogi, die Zeit hat sich gelohnt.

Macht für mich nicht den Eindruck eines Umbruchs, eher die normale Kaderbereinigung nach einem Turnier..

Khedira hatte sich ja quasi selber schon rausgenommen und selbstkritisch und enttäuscht gezeigt nach seiner zuvor guten Saison. Wobei ich da noch sage, dass ein Formtief eben mal kommen kann. Wenn der Trainer mich im entscheidenden Spiel dann trotzdem wieder reinwirft, fragt sich doch wen man dafür blamen sollte.

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BeitragMi 29. Aug 2018, 14:48 
Inventar
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Abwarten. Mit dieser Lachnummer und der mehr als dürftigen Präsentation (Löw schien sich nicht mal sicher zu sein, welche Zahlen er da präsentierte oder wer der nächste Gegner ist) wird der Druck nicht geringer. Lass die nächsten Spieler nicht besser laufen und und die Kritik wird lauter denn je.

Bierhoffs Analyse bestand ja scheinbar auch nur daraus, anderen den Vorwurf zu machen, dass sie nicht verstünden was er da tolles mache.

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BeitragMi 29. Aug 2018, 14:52 
Vorstandsvorsitzende/r
 
 
TorianKel77 hat geschrieben:
Macht für mich nicht den Eindruck eines Umbruchs, eher die normale Kaderbereinigung nach einem Turnier..


Was soll er denn machen? Alle rausschmeißen und die U 21 spielen lassen?


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BeitragMi 29. Aug 2018, 16:16 
Chefredakteur/in
 
 
Sehe ich ähnlich, ein Umbruch dauert nun mal etwas, und was wir vergessen mit Spielern wie Werner, Brandt, Havertz, Sane, Goretzka, Süle, Tah usw. haben wir auch sehr viele junge Spieler schon dabei. Die wichtigste Erkenntnis ist für mich die Abkehr vom Ballbesitzfußball, hin zu mehr defensiver Stabilität und besserem Umschaltspiel. Vorbild sind da für mich eigentlich die Franzosen, wo Deschamps es geschafft Topspieler auf den richtigen Positionen in variablen Systemen spielen zu lassen.

Glaube auch zudem nicht das Löw in diesem Jahr noch in Bedrängnis kommt, der Nations Cup ist doch ein künstlich aufgeblasener Wettbewerb, das sind eh nur bessere Freundschaftsspiele ohne Wert. Entscheidend wird die EM Quali, wenn Deutschland da nicht abliefert, dann bekommt Löw Probleme.


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BeitragMi 29. Aug 2018, 16:33 
Mitglied im Vorstand
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Einen wirklichen Umbruch kanns doch gar nicht geben. Wer sollte denn sonst groß nominiert werden? Kein Team der Welt wird groß etwas ändern können. Auch deshalb wird doch immer der Trainer rausgeschmissen.
Man kann immer einzelne Entscheidungen diskutieren, nur der Großteil ist doch alternativlos und die haben das Fußball spielen ja auch nicht verlernt. Sie haben halt nur keinerlei Einsatz und Motivation gezeigt.

Ich finde den Vergleich mit Frankreich schwierig, weil die riesiges Talent haben. Griezmann und Mbappe haben wir hier nicht. Es geht ja auch ohne. Nominell war das 2014er Team schwächer. (Mit Höwedes auf links :o und Verletzungsproblemen von Anfang an). Bis auf Lahm und Schweinsteiger. Natürlich hat ein Müller in Form da auch einen großen Anteil gehabt. Er weiß hoffentlich, dass er jetzt abliefern muss, vielleicht testet man ihn mal zentral in der Nationalelf.

thunder49 hat geschrieben:
Die wichtigste Erkenntnis ist für mich die Abkehr vom Ballbesitzfußball, hin zu mehr defensiver Stabilität und besserem Umschaltspiel. Vorbild sind da für mich eigentlich die Franzosen, wo Deschamps es geschafft Topspieler auf den richtigen Positionen in variablen Systemen spielen zu lassen.


Wie soll denn "die Abkehr vom Ballbesitzfußball" durchgesetzt werden? Werden die schwächeren Teams jetzt mitspielen?


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BeitragMi 29. Aug 2018, 16:46 
Inventar
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Allein diese Aussage, weg vom Ballbesitz ist doch absurd. Klar, nachdem wir festgestellt haben, unter anderem auch Löw, dass in der Bundesliga kein Fußball mehr gespielt wird, weil alle nur noch umschalten, machen wir in der Nationalmannschaft künftig genau das. Na bravo.

Natürlich ging es auch nicht darum, die halbe Mannschaft auszutauschen. Genau deshalb war ja auch vorher klar, dass ein Umbruch nur an einer Stelle erfolgen kann und das tut er nicht. Jetzt soll also ein Trainer, der selbst seit mindestens zwei Jahren keinen Bock mehr hat, einen Umbruch einleiten und genau den Spielern weh tun, die er bis vor wenigen Wochen noch hofiert hat. Genau.

Wie oft hat so etwas im Fußball geklappt? Man trennt sich vom Cotrainer und das signalisiert also den Neuanfang. Na großes Kino.

Löw hat beim DFB immer vom FCB und teilweise vom BVB profitiert. Es ist kein Zufall, dass es in der Nationalmannschaft nicht mehr läuft, seitdem es bei diesen beiden Vereinen rumpelt. Und wenn ich mit die Kaderplanung des FCB anschaue, dann habe ich eine gewisse Ahnung, dass da auch keine formstarken und fitten Spieler nachrücken werden.

Das wird bei Länderspielen in den kommenden Monaten ein Gegurke geben und die Kritik wird nicht abebben. Zurecht.

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BeitragMi 29. Aug 2018, 17:22 
Chefredakteur/in
 
 
vicaddict hat geschrieben:
Allein diese Aussage, weg vom Ballbesitz ist doch absurd. Klar, nachdem wir festgestellt haben, unter anderem auch Löw, dass in der Bundesliga kein Fußball mehr gespielt wird, weil alle nur noch umschalten, machen wir in der Nationalmannschaft künftig genau das. Na bravo.


Der Fußball hat sich eben verändert, Frankreich z.B. ist auch mehr durch Konterfußball und weniger Ballbesitz Weltmeister geworden.

Extaler hat geschrieben:
Ich finde den Vergleich mit Frankreich schwierig, weil die riesiges Talent haben. Griezmann und Mbappe haben wir hier nicht. Es geht ja auch ohne. Nominell war das 2014er Team schwächer. (Mit Höwedes auf links :o und Verletzungsproblemen von Anfang an). Bis auf Lahm und Schweinsteiger. Natürlich hat ein Müller in Form da auch einen großen Anteil gehabt. Er weiß hoffentlich, dass er jetzt abliefern muss, vielleicht testet man ihn mal zentral in der Nationalelf.


Klar haben wir keinen Griezmann oder Mbappe, aber ich finde wir müssen uns nicht kleiner reden als wir sind, ich finde wenn Spieler wie Werner, Havertz, Goretzka, Sane oder auch Müller mit mehr Tempo spielen, dann kann das Umschaltspiel für uns ähnlich funktionieren wie bei den Franzosen, beim Confed Cup z.B. hat man gute Ansätze gesehen. Zudem haben wir auch noch viele talentierte Spieler im Hintergrund wie Z.B. Gnabry, Stindl, Amiri oder Maximilian Phillipp.


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BeitragMi 29. Aug 2018, 18:05 
Vorstandsvorsitzende/r
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thunder49 hat geschrieben:
Die wichtigste Erkenntnis ist für mich die Abkehr vom Ballbesitzfußball, hin zu mehr defensiver Stabilität und besserem Umschaltspiel.


Und wenn ich mir den berufenden Kader für die nächsten Spiele anschaue, ist da kein Spieler dabei, der im Mittelfeld dafür sorgen könnte. Der einzige wäre Rudy und der ist natürlich nicht dabei. Löwsche Logik. Goretzka/Gündogan unpassend und Kroos zu faul. Da kann sich Hummels jetzt schon freuen.


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BeitragMi 29. Aug 2018, 20:08 
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Ich finde die Analyse, dass man vom Ballbesitz weg soll eigentlich ziemlich Käse. Es hat bei der WM einfach Durchschlagskraft und Konzentration gegen pressende Defensivvollwerke gefehlt. Wie es gegen die Großen dann ausgesehen hätte, die vielleicht auch mal ein bisschen mitspielen, haben wir gar nicht zu Gesicht bekommen können. Es kann doch nicht allen Ernstes wieder das Rezept sein, einfach den Stil des derzeitigen Weltmeisters zu kopieren. Wo bleibt da die eigene Idee oder der Mut zu einem Konzept zu stehen.
Und viele der angesprochenen Probleme und Fehler waren doch spätestens nach dem ersten Spiel offensichtlich. Das jetzt als tiefgreifendes Analyseergebnis zu verkaufen ist doch schlicht ein Armutszeugnis.

Bezüglich Kader hätte ich mir als Zeichen tatsächlich gewünscht ein paar Leuten vom Stamm für die ersten neuen Spiele mal draußen zu lassen und nicht nur Khedira als freiwilliges Bauernopfer. Warum nicht auch Kaliber wie Müller, Draxler, Hummels zu Hause lassen und wenn sich andere gut schlagen müssen sie sich halt wieder über Vereinsleistungen reinkämpfen. So wie er jetzt nominiert hat, strahlt es doch aus, das die Schuld einzig und allein beim Coach lag.. Damit beerdigt er doch gleich jede Autorität.

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BeitragMi 5. Sep 2018, 04:56 
Inventar
 
 
vicaddict hat geschrieben:
Allein diese Aussage, weg vom Ballbesitz ist doch absurd. Klar, nachdem wir festgestellt haben, unter anderem auch Löw, dass in der Bundesliga kein Fußball mehr gespielt wird, weil alle nur noch umschalten, machen wir in der Nationalmannschaft künftig genau das. Na bravo.

Natürlich ging es auch nicht darum, die halbe Mannschaft auszutauschen. Genau deshalb war ja auch vorher klar, dass ein Umbruch nur an einer Stelle erfolgen kann und das tut er nicht. Jetzt soll also ein Trainer, der selbst seit mindestens zwei Jahren keinen Bock mehr hat, einen Umbruch einleiten und genau den Spielern weh tun, die er bis vor wenigen Wochen noch hofiert hat. Genau.

Wie oft hat so etwas im Fußball geklappt? Man trennt sich vom Cotrainer und das signalisiert also den Neuanfang. Na großes Kino.

Löw hat beim DFB immer vom FCB und teilweise vom BVB profitiert. Es ist kein Zufall, dass es in der Nationalmannschaft nicht mehr läuft, seitdem es bei diesen beiden Vereinen rumpelt. Und wenn ich mit die Kaderplanung des FCB anschaue, dann habe ich eine gewisse Ahnung, dass da auch keine formstarken und fitten Spieler nachrücken werden.

Das wird bei Länderspielen in den kommenden Monaten ein Gegurke geben und die Kritik wird nicht abebben. Zurecht.



Woher willst du denn wissen, daß Low keinen Bock mehr hat??? :?:

_________________
FC Hansa Rostock


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BeitragMi 5. Sep 2018, 15:34 
Inventar
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Wenn du Bock hast, lässt du Dinge nicht so komplett schleifen bzw. begibst dich nicht selbst in eine Position, wo du jedwede Kritik abwehrst, weil du alles besser weißt und dich für unfehlbar hältst.

Ich war noch nie ein Freund von Löw, aber nach dieser absurden Präsentation erst recht nicht. Das ist ein Flop mit Ansage.

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