Seitenbreite:
+
-
Helligkeit:
Aktuelle Zeit: Mi 15. Aug 2018, 17:27

Alle Zeiten sind UTC+01:00




Ein neues Thema erstellen  Auf das Thema antworten  [ 430 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige    1 …  14  15  16  17  18  Nächste
BeitragMo 16. Mai 2016, 08:52 
Chefposter/in
Benutzeravatar
 
 
Sentinel2003 hat geschrieben:
Familie Tschiep hat geschrieben:
Die Quoten waren jedenfalls sehr gut.



Die Quoten waren der HAMMER!!

:lol:

Ich fand das Lied auch relativ langweilig und für Außenstehende passte das Zusammenspiel zwischen Outfit und Song sicherlich nicht besonders gut. Den allerletzten Platz habe ich ihr aber auch nicht gegönnt.

_________________
Zuletzt gesehener Film: The Accountant [Amazon] | Zuletzt gesehene Serie: The Big Bang Theory - Staffel 9
Zuletzt gespielt: Pillars of Eternity [PC] | Steam-Name: derrodon


  ▲ Nach oben
   
BeitragMo 16. Mai 2016, 11:11 
Inventar
 
 
Rodon hat geschrieben:
Sentinel2003 hat geschrieben:
Familie Tschiep hat geschrieben:
Die Quoten waren jedenfalls sehr gut.



Die Quoten waren der HAMMER!!

:lol:

Ich fand das Lied auch relativ langweilig und für Außenstehende passte das Zusammenspiel zwischen Outfit und Song sicherlich nicht besonders gut. Den allerletzten Platz habe ich ihr aber auch nicht gegönnt.



Irgendwie scheint Deutschland den letzten Platz abonniert zu haben... :roll: :o

_________________
FC Hansa Rostock


  ▲ Nach oben
   
BeitragMo 16. Mai 2016, 11:57 
Chefposter/in
Benutzeravatar
 
 
Mit so 'nem Killefitt ist das auch keine Kunst.

_________________
Du wurdest von dieser Person blockiert.


  ▲ Nach oben
   
BeitragMo 16. Mai 2016, 15:18 
Mitglied im Vorstand
Benutzeravatar
 
 
3 Mal letzter hintereinander. Go for it 8)

_________________
There's a reason you separate military and the police. One fights the enemies of the state, the other serves and protects the people. When the military becomes both, then the enemies of the state tend to become the people. -William Adama-


  ▲ Nach oben
   
BeitragMo 16. Mai 2016, 21:47 
Administrator
Benutzeravatar
Administrator
 
 
Das Problem war ganz einfach: Wir als Deutsche wussten, dass Jamie-Lee so ist, so kennen wir sie und so hat sie sich bei The Voice von Anfang an präsentiert. Muss man nicht unbedingt mögen, aber eben akzeptieren. Sie hat sich für den ESC nicht verbiegen lassen und ist so aufgetreten, wie sie es gewohnt ist. Das Problem war aber wohl, dass die anderen 41 Länder dachten, wir wollten mit möglichst viel schrillem Zeug auf dem Kopf, buntem Kleid und Laserbaumwald mit dem Holzhammer Aufmerksamkeit erzeugen. Als wäre der Manga-Style kalkuliert gewesen und nur für den einen Auftritt erschaffen worden. Stimmt natürlich nicht, aber so wird es wohl herübergekommen sein und das geht nunmal in 99 Prozent der Fälle ganz tragisch den Bach herunter.

Das ist natürlich jetzt besonders bitter: 2009 haben wir mit einem furchtbar schrecklich kalkuliertem Auftritt und der größten einzukaufenden Peinlichkeit im Martiniglas, Dita van Teese, immerhin noch Platz 20 von 25 gemacht.

Ich bleibe auch weiterhin dabei und gebe den Großteil der Schuld dem NDR und seinem Vorentscheid. Da brauchen wir einfach ein neues System, was sich von den großen Plattenfirmen, Namen und bevorzugten Einsendungen der Verantwortlichen löst. Es muss nicht unbedingt Stefan Raab zurück, aber zumindest seine Idee von 2009/2010, gänzlich unbekannte Talente durch ein Casting zu schicken. Frische, gänzlich unvorbelastete Künstler, die keine Entourage an Leuten von Plattenfirmen, Managements und sonst was im Nacken haben. Das Publikum soll wieder in mehreren Runden über die Teilnehmer entscheiden, dann im Finale zwischen verschiedenen Songs wählen und am Ende gibt es ein Ergebnis, das sowohl demokratisch als auch kreativ zufriedenstellend ist. Und ja, man soll durchaus Songs explizit für den Wettbewerb schreiben und nicht das Repertoire des Acts durchgrasen und bei einigen Tracks sagen "och joa, das könnte passen, pack mal ein". So funktioniert es einfach nicht.

Man könnte zum Beispiel die Radiosender der ARD bundesweit zu einem Wettbewerb aufrufen. Die neun Rundfunkanstalten ermitteln durch ein Casting einen Act, den sie zum Vorentscheid senden, da haben wir dann neun unbekannte Acts, von denen dann in drei oder vier Shows ein Gewinner und dann der Song ermittelt wird.

Egal, wie der Vorentscheid für 2017 aussehen wird: So wie bisher kann es einfach nicht weitergehen. Und ich hoffe inständig, dass das der NDR auch begriffen hat.


  ▲ Nach oben
   
BeitragMo 16. Mai 2016, 23:39 
Inventar
 
 
Wenn das Lied eingängiger gewesen wäre, wäre Jamie-Lees Aufsehen sicherlich förderlich gewesen. Vielleicht war sie auch nicht auffällig genug. Ich glaube nicht, dass die anderen Länder gedacht haben, das ist schriller Mangapop, sondern Deutschland hat auch mitgemacht, tatsächlich?
Es kommt auf ein gutes Lied an, möglichst modern, einprägsam, mitsingbar und es sollte sich von den anderen Teilnehmern abheben. Und der Sieg ist auch dann nicht sicher. Meinetwegen nimmt man zwei gute Sängerinnen wie Connor und Catterfeld, bittet Komponisten für die beiden ein Lied zu schreiben und am Ende entscheidet das Publikum. Die beiden zusammen, damit sie immer eine Ausrede hätten, wenn es nicht klappt, so dass man die beiden Solokarrieren nicht zerstört.


  ▲ Nach oben
   
BeitragDi 17. Mai 2016, 09:18 
Praktikant/in
 
 
Bin ich eigentlich der einzige der behauptet, dass viele EU Länder nur nicht gevotet haben, weil Deutschland schlecht darsteht in deren Land?

Ich meine so in Richtung Politik. Diese Themen, gehen ja auch zum Großteil ins Voting ein ^^"


  ▲ Nach oben
   
BeitragDi 17. Mai 2016, 12:37 
Mitglied im Vorstand
Benutzeravatar
 
 
Manta hat geschrieben:
Bin ich eigentlich der einzige der behauptet, dass viele EU Länder nur nicht gevotet haben, weil Deutschland schlecht darsteht in deren Land?


Wohl eher nicht. Gibt ja noch mehr in Deutschland die glauben, dass Leben aller EU Bürger + Australien drehe sich nur um uns. :lol:

_________________
There's a reason you separate military and the police. One fights the enemies of the state, the other serves and protects the people. When the military becomes both, then the enemies of the state tend to become the people. -William Adama-


  ▲ Nach oben
   
BeitragDi 17. Mai 2016, 12:41 
Administrator
Benutzeravatar
Administrator
 
 
Also wenn ich da anrufen würde, dann würde ich mich nicht nach irgendwelcher Politik richten. Es ist nun mal ein Songwettbewerb.
Zu Jamie-Lee: Was Fabi sagt.


  ▲ Nach oben
   
BeitragDi 17. Mai 2016, 13:10 
Administrator
Benutzeravatar
Administrator
 
 
Naja, ich kann mir schon vorstellen, dass die politische Lage bzw. auch generelle Ressentiments bei manchen mit in die Bewertung einfließen. Und ich glaube auch, dass es Deutschland grundsätzlich etwas schwerer hat als viele Ostblock-Länder. Aber das ist mir letztlich als Ausrede zu billig, gerade seitdem es die Jurys gibt. Und wieso sollte Deutschland eigentlich gerade jetzt besonders unbeliebt sein? Die Eurokrise war zuletzt nicht mehr sooooo präsent und was den Umgang mit Flüchtlingen anging, haben wir doch vielerorts eher Applaus bekommen.


Fohlen

_________________
BildBild


  ▲ Nach oben
   
BeitragDi 17. Mai 2016, 16:45 
Vorstandsvorsitzende/r
Benutzeravatar
 
 
Ich glaube die persönliche Einstellung gegenüber irgendeinem Land spielt da die kleinste Rolle. Es gibt z.b. sicher genug schwule die für Russland angerufen haben.
Und dieses "Keiner mag die Deutschen" Geschwafel wurde doch schon als ich noch jung war immer wieder hervorgezaubert. Dann kam plötzlich Lena, dann nochmal Lena dann Roman Lob und alles schien vergessen und kaum hat man mal wieder ein paar schlechte Jahre heißt es wieder keiner mag die Deutschen.
Sorry aber da lügen sich die Leute doch selbst an.

_________________
Kidney Now!


  ▲ Nach oben
   
BeitragDi 17. Mai 2016, 17:30 
Mitglied im Vorstand
Benutzeravatar
 
 
Markus F. hat geschrieben:
Dann kam plötzlich Lena, dann nochmal Lena dann Roman Lob und alles schien vergessen und kaum hat man mal wieder ein paar schlechte Jahre heißt es wieder keiner mag die Deutschen..


Genau das ist es. Sicherlich kann man nie ausschließen, dass auch das Umfeld (und damit meine ich auch die aktuelle politische Lage) mal eine Rolle spielen, aber wenn ich jetzt an Ukraine oder Russland, oder an "Frau" Wurst denke, hab ich oft den Eindruck, dass politische Einflüsse oftmals eher eine positive Rolle spielen. Wenn man jetzt auch noch die Jury-Wertungen hinzuzieht, dann braucht man mittlerweile schon einen immens großen Aluhut, damit man europaweit Anti-Deutsche-Tendenzen ausmachen kann, zumal ich gerne immer wieder die Frage stelle, wieso man in Deutschland glaubt, in Europa würden sich der Großteil der Menschen mehr um Deutschland einen Dreck scheren, als um irgendein anderes Land?! Oder in Australien?! :lol:

Vielleicht sind wir tatsächlich benachteiligt durch Kultur, unseren Stand in der Welt als ewige Jammermeister, dieses oder jenes und andere Länder werden es wohl tatsächlicher auf Grund verschiedener Faktoren leichter haben. Aber gerade Raab hat doch gezeigt, dass der permanent gute Ergebnisse rausholen kann und anstatt jedes Jahr den Modus zu ändern, damit der deutsche Michel nicht immer weinen muss, wäre es doch einfach sinnvoll an dem Hebel anzusetzen, den wir auch tatsächlich beeinflussen können.

Wird doch wohl möglich sein, dass wir jemanden finden, der das in die Hand nimmt und ein paar Leute dort hin schickt, die was reißen.

_________________
There's a reason you separate military and the police. One fights the enemies of the state, the other serves and protects the people. When the military becomes both, then the enemies of the state tend to become the people. -William Adama-


  ▲ Nach oben
   
BeitragDi 17. Mai 2016, 17:34 
Fernsehboss
Benutzeravatar
 
 
Markus F. hat geschrieben:
Ich glaube die persönliche Einstellung gegenüber irgendeinem Land spielt da die kleinste Rolle. Es gibt z.b. sicher genug schwule die für Russland angerufen haben.
Und dieses "Keiner mag die Deutschen" Geschwafel wurde doch schon als ich noch jung war immer wieder hervorgezaubert. Dann kam plötzlich Lena, dann nochmal Lena dann Roman Lob und alles schien vergessen und kaum hat man mal wieder ein paar schlechte Jahre heißt es wieder keiner mag die Deutschen.
Sorry aber da lügen sich die Leute doch selbst an.

Keineswegs, "persönliche Einstellungen" spielen sehr wohl eine gewichtige Rolle. So wirst Du bspw. vermutlich mehrere Jahrzehnte zurückgehen müssen, um einen Jahrgang zu finden, in dem Deutschland auch nur einen einzigen Punkt von Israel bekommen hat - falls das überhaupt jemals vorkam.

Solche Beispiele, wo bestimmte Bevölkerungsgruppen aus starker Antipathie für ein bestimmtes Land partout nicht anrufen (wie eben, dass Juden aus Prinzip nicht für Deutschland stimmen) haben in der Praxis allerdings tatsächlich vglw. wenig Einfluss, um Längen weniger Einfluss als der gegenteilige Effekt - also, dass Leute aus Sympathie für bestimmte Länder voten.

Die Türkei z.B. bekommt quasi immer mindestens 8 Punkte aus Deutschland. Einfach, weil eben so viele türkeistämmige Migranten und deren Nachfahren in Deutschland wohnen, die einfach automatisch für die Türkei anrufen. Aus ähnlichem Grund bekommt Deutschland aus Spanien immer überdurchschnittlich viele Punkte - in Mallorca halten sich immer viele Deutsche (Urlauber etc.) auf, die für Deutschland anrufen. Russland wird immer eine hohe Punktzahl von der Ukraine kriegen, weil im Osten der Ukraine nun mal extrem viele russlandstämmige Personen leben. usw. usw.
Genau das steckt ja auch hinter dem Phänomen, das gerne als "die Ostblockländer schieben sich gegenseitig die Punkte zu" beklagt wird. Das klingt immer so, als würden sich die Bevölkerungen dieser Länder heimlich absprechen, gegenseitig füreinander abzustimmen, was natürlich völliger Quatsch ist.

Von daher spielen persönliche Einstellungen sehr wohl eine sehr wichtige Rolle. Ca. 1/2 - 2/3 aller im Zuschauervoting vergebenen Punkte gehen einfach auf Völkermigration zurück - daher haben reiche Immigrationsländer wie Deutschland, in die sehr viele Menschen immigrieren und aus denen nur vglw. wenige emigrieren, automatisch schlechtere Karten, während bevölkerungsreiche arme Emigrationsländer automatisch gute Karten haben. Dennoch kann trotz der schlechteren Startbedingungen natürlich sogar Deutschland mal gewinnen, wenn man wie mit "Satellite" tatsächlich mal einen besonders guten Titel am Start hat.

_________________
If we don't believe in freedom of expression for people we despise, we don't believe in it at all.


Zuletzt geändert von Herr Vorragend am Di 17. Mai 2016, 17:38, insgesamt 1-mal geändert.

  ▲ Nach oben
   
BeitragDi 17. Mai 2016, 17:37 
Fernsehboss
 
 
Nicht dass ich das "Alle hassen Deutschland"-Argument unterstützen will oder dass ich dem zustimmen würde - aber grade die Jurys können teilweise auch extrem politisch voten. Oder ist es Zufall, dass die armenische Jury die Beiträge aus Aserbaidschan immer auf den letzten Platz setzt und umgekehrt? :D


  ▲ Nach oben
   
BeitragDi 17. Mai 2016, 18:28 
Vorstandsvorsitzende/r
 
 
Welche Aspekte da im Einzelnen wirklich überwiegen oder im Vordergrund stehen, dass lässt sich nicht im Detail immer genau sagen, dass neben der Musik selbst, dem Symphatiegrad eines Künstlers aber auch diplomatische Themen und politische Gegebenheiten eine durchaus relevante Rolle spielen lässt sich schon oft erkennen. Es gibt aber oftmals auch Überraschungen bei Abstimmungen, die dann doch anders ausfallen, als man es anhand freundschaftlicher Beziehungen oder politischer Rahmenbedingungen vermuten würde.

Trotz bestimmter Häufungen und verfestigten Ergebnissen ist das Abstimmverhalten insgesamt dennoch dynamisch und komplex.

Volksgruppen innerhalb anderer Länder beeinflussen auch oft die Abstimmergebnisse, bei Deutschland sah man das manchmal unter anderem an Spanien.

Das Deutschland aus einem bestimmten Land in der Regel keine Punkte erhält, dass ist ja nun wirklich sehr nachvollziehbar. Was mich immer wieder überrascht, ist die Tatsache, dass im Gegensatz zu den Freundschaften unter osteuropäischen Völkern und Staaten, wo sich diese Symphatien auch meist in der Punktevergabe erkennen lassen, bei uns diese Freundschaftlichen Beziehungen irgendwie keine Wirkung entfalten. Denn beispielsweiße aus der Schweiz und Österreich erhielten wir zuletzt meist entweder gar keine oder ganz wenige Punkte.

Grob lässt sich feststellen, dass die Solidarität bei diesem Wettbewerb unter den osteuropäischen Staaten deutlich ausgeprägter zu seins cheint als in Mittel und Westeuropa.


  ▲ Nach oben
   
BeitragDi 17. Mai 2016, 19:09 
Vorstandsvorsitzende/r
 
 
BungaBunga hat geschrieben:
Denn beispielsweiße aus der Schweiz und Österreich erhielten wir zuletzt meist entweder gar keine oder ganz wenige Punkte.


Witzig nur, dass es jetzt gerade die beiden Länder waren, von denen "wir" (vom Publikum) Punkte bekamen. :-)


  ▲ Nach oben
   
BeitragDi 17. Mai 2016, 19:28 
Fernsehboss
Benutzeravatar
 
 
BungaBunga hat geschrieben:
Das Deutschland aus einem bestimmten Land in der Regel keine Punkte erhält, dass ist ja nun wirklich sehr nachvollziehbar.

Ist Israel sowas wie Lord Voldemort - das Land, "dessen Name nicht genannt werden darf"? :wink: Im Ernst, wer nicht zufällig kurz zuvor mein Posting gelesen hat, der versteht bei Deinem Satz auf Anhieb doch gar nicht, von was Du gerade redest; darüber hinaus ist diese Umschreibung sogar deutlich länger.
Dass wir aus Israel nie Punkte kriegen ist natürlich sehr leicht nachvollbar - daher eignet es sich halt sehr gut als Beispiel dafür, dass beim ESC starke Antipathien eines Landes gegenüber Deutschland eher die absolute Ausnahme sind.
BungaBunga hat geschrieben:
Was mich immer wieder überrascht, ist die Tatsache, dass im Gegensatz zu den Freundschaften unter osteuropäischen Völkern und Staaten, wo sich diese Symphatien auch meist in der Punktevergabe erkennen lassen, bei uns diese Freundschaftlichen Beziehungen irgendwie keine Wirkung entfalten. Denn beispielsweiße aus der Schweiz und Österreich erhielten wir zuletzt meist entweder gar keine oder ganz wenige Punkte.
Grob lässt sich feststellen, dass die Solidarität bei diesem Wettbewerb unter den osteuropäischen Staaten deutlich ausgeprägter zu seins cheint als in Mittel und Westeuropa.

Davon abgesehen, dass das auffällige Abstimmverhalten osteuropäischer Länder herzlich wenig mit "Freundschaft" oder "Solidarität" zu tun hat, wie ich in meinem Posting ja bereits dargelegt habe (sondern einfach mit internationaler Migration), sind gerade Schweiz und Österreich natürlich auch zwei herzlich schlechte Beispiele - weil diese Länder eben zu den wenigen Ausnahmen gehören, wo es wie in Israel eben tatsächlich einigermassen ausgeprägte Antipathien gegenüber Deutschland gibt. Die Punkte, die wir aus Österreich und der Schweiz bekommen, sind auch da üblicherweise überwiegend von Urlaubern und emigrierten Deutschen, wie bei Spanien.

_________________
If we don't believe in freedom of expression for people we despise, we don't believe in it at all.


  ▲ Nach oben
   
BeitragDi 17. Mai 2016, 19:51 
Vorstandsvorsitzende/r
 
 
Die Schweizer haben durchaus gewisse Vorbehalte gegenüber den Deutschen, allerdings vorwiegend dann wenn sie in zu großer Anzahl in der Schweiz wohnen. Ansonsten ist das so, dass die Schweizer die Deutschen tatsächlich sehr schätzen, sowohl das Land wie auch die Deutschen. Es gibt zahlreiche Verflechtungen kulturell und wirtschaftlich. Die Schweizer konsumieren viele deutsche Formate schätzen zudem die deutsche Bundesliga. Auch werden ja immer wieder Formate auch gemeinsam produziert mit 3Sat gibt es zudem einen Kooperationssender. Viele Schweizer machen in Deutschland Urlaub und aktuell befindet sich unter Vorbehalt die größte Schweizer Community außerhalb der Schweiz in Deutschland.

Mit Österreich sind die Verflechtungen auf allen Ebenen und in den unterschiedlichen Bereichen noch größer und ausgeprägter, die Deutschen sind die dauerhaft grlßte Urlaubergruppe in der Alpenrepublik. Die Geschäftsbezihungen sind eng. Die Kulturellen Gemeinsamkeiten sind ausgeprägt. Die Österreicher hegen überwiegend keine Abneigung gegenüber Deutschland oder den Deutschen, dies ist schlichtweg falsch. Das meiste was an Konflikten besteht ist eher eine satirische Auseinandersetzung.

Auch kann ich pauschal deiner These nicht zustimmen, dass die Punktevergaben fast gänzlich oder primär auf Volksgruppen innerhalb anderer Länder basieren, dies spielt eine Rolle ja aber ist nicht prägend denn gerade in den Osteu Staaten sind die Völker von Ausnahmen abgesehen relativ homogene Volksgemeinschaften zumindest deutlicher als das in Mittel und Westeuropa der Fall ist daher geht die These schon nicht auf. Außerdem wenn man danach geht müsste Deutschland beispielsweiße gerade aus Österreich und der Schweiz viele Punkte bekommen in den letzten Jahren bekam Deutschland im Regelfall aus diesen Ländern aber gar keine oder kaum Punkte.

Die Schweiz wiederum müsste zudem Italien, Albanien und Serbeien reichhaltig mit Punktn ausstatten auch dies findet sich in der Form nicht.

Dieser Aspekt der Beeinflussung des Abstimmverhaltens durch Volksgruppen in anderen Ländern ist wie ich bereits auch schrieb ein realer Aspekt aber keinefalls so vordergründig und prägend wie dargestellt in vielen Fällen auch nicht zutreffend bzw. eher unschlüssig.

Das Abstimmverhalten wird durch viele Aspekte gebildet, das sind natürlich Symphatien für Künstler bzw. Künstlerinnen, Musikgeschmack, kulturelle Verflechtungen aber auch politische und diplomatische Bedingungen und freundschaftliche Beziehungen.


  ▲ Nach oben
   
BeitragDi 17. Mai 2016, 20:10 
Administrator
Benutzeravatar
Administrator
 
 
Vielleicht einfach mal als kleines Beispiel unsere Familie: Da ist fernab des deutschen Beitrags eigentlich immer die erste Frage, was denn "Spanien diesmal so schickt". Und wenn das was ist, das für uns einigermaßen gut klingt, rufen wir dafür auch an, obwohl es zumindest bei mir glaube ich noch keinen Fall gab, wo das spanische Lied wirklich mein Favorit war (außer bei Pastora Soler vielleicht, das fand ich auch musikalisch stark). Aber so eine gewisse Connection ist da auch bei mir immer vorhanden und wenn ich die Songs im Vorfeld höre, bin ich auch immer gespannter auf den spanischen Beitrag als auf die allermeisten anderen.

BungaBunga hat geschrieben:
Denn beispielsweiße aus der Schweiz und Österreich erhielten wir zuletzt meist entweder gar keine oder ganz wenige Punkte.


Wenn ich mich nicht komplett irre, ist das einfach nicht richtig. Zumindest im Telefonvoting waren wir bei den Ösis und den Schweizern eigentlich immer vergleichsweise gut gestellt, wobei das Elaiza-Jahr da eine Ausnahme stellt: Wohl aufgrund der musikalischen Einflüsse haben wir da generell den Löwenanteil unserer Punkte im Osten ergattert, während wir im Westen eher abgeschmiert sind - aber wie ich meine dennoch in Ösiländ und der Schweiz besser da standen als in anderen westeuropäischen Ländern.

Johnny hat geschrieben:
Nicht dass ich das "Alle hassen Deutschland"-Argument unterstützen will oder dass ich dem zustimmen würde - aber grade die Jurys können teilweise auch extrem politisch voten. Oder ist es Zufall, dass die armenische Jury die Beiträge aus Aserbaidschan immer auf den letzten Platz setzt und umgekehrt? :D


Ich sehe gerade während der Verschriftung meines Gedankenganges die Gefahr, dass ich selbst in die Vorurteilsfalle tappe, aber meinem Eindruck nach sind das vornehmlich dann wirklich eher die eher autoritär regierten Staaten im Osten, die dazu neigen, Verdachtsfälle bezüglich eines allzu politischen Votings aufkommen zu lassen. Aber klar, ganz frei sind die Jury-Votings davon sicherlich nicht.


Fohlen

_________________
BildBild


  ▲ Nach oben
   
BeitragDi 17. Mai 2016, 20:53 
Fernsehboss
Benutzeravatar
 
 
BungaBunga hat geschrieben:
Mit Österreich sind die Verflechtungen auf allen Ebenen und in den unterschiedlichen Bereichen noch größer und ausgeprägter, die Deutschen sind die dauerhaft grlßte Urlaubergruppe in der Alpenrepublik. Die Geschäftsbezihungen sind eng. Die Kulturellen Gemeinsamkeiten sind ausgeprägt. Die Österreicher hegen überwiegend keine Abneigung gegenüber Deutschland oder den Deutschen, dies ist schlichtweg falsch.

Schon mal die vier Teile der "Piefke-Saga" gesehen? Klar, das waren Fernsehfilme mit stark satirischem Einschlag, aber halt auch einem wahren Kern...
Fernsehfohlen hat geschrieben:
Vielleicht einfach mal als kleines Beispiel unsere Familie: Da ist fernab des deutschen Beitrags eigentlich immer die erste Frage, was denn "Spanien diesmal so schickt". Und wenn das was ist, das für uns einigermaßen gut klingt, rufen wir dafür auch an, obwohl es zumindest bei mir glaube ich noch keinen Fall gab, wo das spanische Lied wirklich mein Favorit war (außer bei Pastora Soler vielleicht, das fand ich auch musikalisch stark). Aber so eine gewisse Connection ist da auch bei mir immer vorhanden und wenn ich die Songs im Vorfeld höre, bin ich auch immer gespannter auf den spanischen Beitrag als auf die allermeisten anderen.

Schönes Beispiel, ich denke das ist ein sehr gut nachvollziehbares Beispiel dafür, wie die persönliche Familiengeschichte/Abstammung eben zu einer natürlichen Verbundenheit mit bestimmten Ländern und damit auch einem gewissen Einfluss auf das Abstimmverhalten führt.
Ich vermute, dass dieses Beispiel ziemlich repräsentativ für viele Familien ist, in denen es eine Art "Migrationshintergrund" gibt - man interessiert sich einfach automatisch mehr für Länder, mit denen einen persönlich irgendwas verbindet, und ist dann eher bereit, für diese Länder anzurufen.

Ein paar Seiten vorher hat ein anderer User auch schon etwas Ähnliches in Bezug auf Serbien oder Kroatien geschrieben, wenn ich mich nicht irre - seine Eltern stammen offenbar da her, deshalb hat er sich eben ganz automatisch für den Beitrag aus Serbien oder Kroatien interessiert.

_________________
If we don't believe in freedom of expression for people we despise, we don't believe in it at all.


  ▲ Nach oben
   
BeitragDo 19. Mai 2016, 16:14 
Inventar
Benutzeravatar
 
 
Eine schräge Anekdote aus Dänemark, die zeigt, wie anfällig das Jury-System ist:
http://eurovisionworld.com/?esc=danish- ... ong-points

Eine einzelne Jurorin verpeilt die Stimmabgabe und schon gibt Dänemark der Ukraine gegenüber Australien versehentlich 14 (!) Punkte zuviel, über die Hälfte des letztendlichen Abstands dieser Länder. Wenn es noch ein zweiter Juror auf ähnliche Weise verpeilt hätte, dann hätten wir ein Szenario, in dem zwei Menschen, die zu doof zum Abstimmen sind, das ganze System kippen lassen. :shock:

_________________
previously known as AlphaOrange


  ▲ Nach oben
   
BeitragDo 19. Mai 2016, 17:09 
Fernsehboss
Benutzeravatar
 
 
AlphaOrange hat geschrieben:
Eine schräge Anekdote aus Dänemark, die zeigt, wie anfällig das Jury-System ist:
http://eurovisionworld.com/?esc=danish- ... ong-points

Das ist mal echt peinlich... Und tatsächlich durchaus möglich, dass sie nicht mal die einzige war, die diesen Fehler begangen hat.

Die Diskussionen darum, welches Lied beim ESC nun wirklich das Beste war oder nicht, ob die Platzierung des eigenen Landes wirklich gerechtfertigt war oder nicht und über fragwürdiges Abstimmverhalten, das irgendwelche Länder bevorzugt oder benachteiligt, die werden uns vermutlich noch lange begleiten.

Diesbezüglich möchte ich mal noch eins einwerfen:
Welches Lied tatsächlich am besten war, im Sinne von: den Leuten tatsächlich am besten gefallen hat, dafür gibt es im Grunde ja ein ziemlich objektives Kriterium:
Der kommerzielle Erfolg, also die Verkaufszahlen etc., die die Lieder im Nachhinein erreichen.

So weiss man z.B.: zwar mag Conchita Wurst vor zwei Jahren den ESC gewonnen haben - vom kommerziellen Erfolg her wurde der Song vom Zweitplatzierten "Calm after the storm" von den Common Linnets aber geradezu deklassiert. "Calm after the storm" schaffte es ungefähr auf Platz 20 der Jahrescharts, "Rise like a Phoenix" nicht mal unter die Top 100.

_________________
If we don't believe in freedom of expression for people we despise, we don't believe in it at all.


  ▲ Nach oben
   
BeitragDo 19. Mai 2016, 17:12 
Mitglied im Vorstand
Benutzeravatar
 
 
Immer noch besser als eine Bombenattrappe in einem Stadion zu vergessen. :lol:
Aber ernsthaft. Ja ist wohl schon nicht so prall, aber dennoch muss ich gestehen, dass ich an dem Jury-/Zuschauermodell doch gefallen gefunden habe.

_________________
There's a reason you separate military and the police. One fights the enemies of the state, the other serves and protects the people. When the military becomes both, then the enemies of the state tend to become the people. -William Adama-


  ▲ Nach oben
   
BeitragDo 19. Mai 2016, 17:51 
Fernsehboss
 
 
Herr Vorragend hat geschrieben:
Diesbezüglich möchte ich mal noch eins einwerfen:
Welches Lied tatsächlich am besten war, im Sinne von: den Leuten tatsächlich am besten gefallen hat, dafür gibt es im Grunde ja ein ziemlich objektives Kriterium:
Der kommerzielle Erfolg, also die Verkaufszahlen etc., die die Lieder im Nachhinein erreichen.

So weiss man z.B.: zwar mag Conchita Wurst vor zwei Jahren den ESC gewonnen haben - vom kommerziellen Erfolg her wurde der Song vom Zweitplatzierten "Calm after the storm" von den Common Linnets aber geradezu deklassiert. "Calm after the storm" schaffte es ungefähr auf Platz 20 der Jahrescharts, "Rise like a Phoenix" nicht mal unter die Top 100.


So leicht ist das aber auch nicht, denn bei der Frage nach dem Sieger geht es ja ums ESC-Publikum und nicht um alle Menschen. Manche Songs leben halt unglaublich von ihrem Live-Auftritt, das war bei Jamala so und auch bei Conchita Wurst oder Ruslana und Lordi damals. Niemals würde man sich die Lieder von denen auf CD anhören. Das heißt ja dann allerdings nicht, dass die Zuschauer in Wirklichkeit ein anderes Lied besser fanden.

Es gibt halt so Songs, die reißen außerhalb des ESC nicht. Conchita gewann vor den Common Linnets, aber die Common Linnets waren natürlich deutlich massentauglicher und radiofreundlicher und konnten so sicher auch viele Leute ansprechen, die den ESC überhaupt nicht verfolgt haben. Meine Eltern fanden "Calm After The Storm" zum Beispiel auch ganz toll, für den ESC interessieren sie sich aber gar nicht.


  ▲ Nach oben
   
BeitragDo 19. Mai 2016, 21:08 
Fernsehboss
Benutzeravatar
 
 
Johnny hat geschrieben:
So leicht ist das aber auch nicht, denn bei der Frage nach dem Sieger geht es ja ums ESC-Publikum und nicht um alle Menschen. Manche Songs leben halt unglaublich von ihrem Live-Auftritt, das war bei Jamala so und auch bei Conchita Wurst oder Ruslana und Lordi damals. Niemals würde man sich die Lieder von denen auf CD anhören. Das heißt ja dann allerdings nicht, dass die Zuschauer in Wirklichkeit ein anderes Lied besser fanden.

Es gibt halt so Songs, die reißen außerhalb des ESC nicht. Conchita gewann vor den Common Linnets, aber die Common Linnets waren natürlich deutlich massentauglicher und radiofreundlicher und konnten so sicher auch viele Leute ansprechen, die den ESC überhaupt nicht verfolgt haben. Meine Eltern fanden "Calm After The Storm" zum Beispiel auch ganz toll, für den ESC interessieren sie sich aber gar nicht.

Ich glaube zu verstehen was Du meinst: Beim kommerziellen Erfolg geht es letztlich nur um den Song an sich und es gibt gewissermassen ein viel grösseres Publikum, während beim ESC selbst halt nur das live zuschauende ESC-Publikum abstimmt und da natürlich auch visuelle Aspekt, also die ganze Bühnenshow, die ganze Performance etc. einen sehr grossen Einfluss auf die Bewertung hat?

Wenn Du das meinst, dann würde ich Dir da völlig Recht geben, ja. Das kann man nicht 1:1 vergleichen, beim kommerziellen Erfolg geht es um das Lied, so wie es im Studio eingespielt wurde, beim ESC hingegen wird eine ganz konkrete Performance bewertet, incl. der visuellen Reize etc.

Allerdings war meine Aussage ja auch nur: Der kommerzielle Erfolg ist ein vglw. objektives Kriterium, wie gut die einzelnen Lieder an sich tatsächlich sind, so gesehen war meine Aussage inhaltlich denke ich schon zutreffend, Deine aber natürlich ebenfalls.
Man könnte aber z.B. auch argumentieren, dass der ESC nun mal "Eurovision Song Contest" heisst, und nicht "Eurovision Performance Contest", und es beim ESC ursprünglich tatsächlich mal vor Allem um die Songs ging und es den Trend, durch aufwändige Bühnenshows, verrückte Kostüme und "bearded ladies" Aufmerksamkeit zu erzeugen und sich von der Konkurrenz abzuheben ursprünglich gar nicht gab. So gesehen könnte man argumentieren, dass der kommerzielle Erfolg der Lieder als Kriterium dem ursprünglichen Gedanken des ESC eigentlich sogar mehr Rechnung trägt.

_________________
If we don't believe in freedom of expression for people we despise, we don't believe in it at all.


  ▲ Nach oben
   
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen  Auf das Thema antworten  [ 430 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige    1 …  14  15  16  17  18  Nächste

Alle Zeiten sind UTC+01:00

«America’s Got Talent» deklassiert die Singles

Eine neue Ausgabe von «Bachelor in Paradise» verbuchte fünf Prozent bei den Umworbenen und war somit das zweitstärkste Programm. » mehr

Jury-Sensation: Pietro kehrt zu «DSDS» zurück

2011 selbst Teilnehmer, wird Pietro Lombardi in Kürze wieder für die erfolgreiche RTL-Casting-Show vor der Kamera stehen. Diesmal allerdings auf der “anderen Seite”. » mehr

Werbung

Gründershow gefloppt: RTL II macht Schluss mit Joop-Format

Die restlichen Folgen wandern - immerhin - zu TV Now. Als Ersatz kommen alte Bekannte. » mehr

«Forever My Girl» - Harmloser Nicholas-Sparks-Ersatz

Schmonzettenkönig Nicholas Sparks macht offenbar gerade Pause. Für die regelmäßige Überdosis Schmalz sorgt dafür Bethany Ashton Wolf - mit ihrer gefälligen Country-Romanze «Forever My Girl». » mehr



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste



Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu Forum:  
Werbung