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BeitragMi 5. Jul 2017, 21:52 
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Naja, was ist schon die "Aufgabe" eines Musikers fernab des reinen Musizierens? Wenn ich diese Tim Bendzkos, Max Giesingers und Helene Fischers so musizieren und reden höre, dann scheint mir manchmal, dass sie ihre Aufgabe schlichtweg als "Platten verkaufen und es allen mit möglichst unverfänglichen Allerwelts-Äußerungen recht machen, um niemanden zu verschrecken" interpretieren. Kommerziell ist das ja legitim, aber dass ein Mensch wie Jan Böhmermann dieses letztlich bedeutungslose Schönwetter-Gesabbel nicht gerade abfeiert, ist doch jetzt echt nicht so erstaunlich.
Das fand ich übrigens auch an Jim Pandzko so herausragend getroffen - und mich wundert btw. auch etwas, dass er die Kunstfigur nach dem Hype um "Menschen Leben Tanzen Welt" nicht wirklich weitergeführt hat.

Ich fand die Show aber auch wieder eher mau. Wirklich was hängen geblieben ist nicht, die Runde hat nicht so gut interagiert und dieses "vielleicht bist du ja wirklich so" gegenüber Bendzko war halt auch nichts Halbes und nichts Ganzes und argumentativ auch eher so lala. Das Thema aktuelle Musik wurde auch leider nur sehr oberflächlich angeschnitten. Ich fands nur schön, wie Olli grad zum Chart-Rant ansetzte, in dem Moment der Rag'n'Bone Man lief... und plötzlich alle so in die "also das war aber schon geil"-Richtung gingen. :lol:


Fohlen

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BeitragMi 5. Jul 2017, 22:30 
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Mich hats diesmal aber auch genervt. Wieso sollen manche Menschen auch nicht berieseln? Ich habe schlicht auch keinen Bock von jedem mit seiner (politischen) Meinung zugemüllt zu werden (ja, auch wenn ich die gleiche habe) und finde es auch echt dumm sowas von jedem zu verlangen. Manche Menschen sind eben einfach unpolitisch oder wollen sich da rausnehmen - eventuell auch, weil es einen selbst belastet, man weiß es ja nicht, oder man schlicht nicht anders kann, man sich damit möglicherweise auch gar nicht so sehr beschäftigt usw.
Bei mir persönlich merke ich aber auch, dass mir das momentan echt zu viel ist und ich manchmal einfach keine Lust habe, über irgendwas zu sprechen oder ständig drauf angesprochen zu werden. Außerdem nervt es auch einfach, wenn man offensichtlich einen Gast einlädt, um zwanghaft irgendwas aus den Rippen leiern zu wollen.
Und nein, ich kann mit den meisten Personalien nichts anfangen und mich macht die Musik auch teilweise echt aggressiv, weil die Texte unfassbar scheiße sind, die Melodie belanglos und ich die ganzen Typen nicht auseinanderhalten kann. Ehrlich gesagt glaube ich da aber auch nicht, dass ich die interessanter finden würde, wenn sie eine klare Position beziehen würden. Unsympathisch sind sie mir ja nicht. Einfach nur egal. Zumal es bei Benzko auch echt zu einfach ist und er auf mich nicht kalkuliert wirkt. Ich denke auch, dass der seine Lieder echt deep findet und das so meint. Da geht wahrscheinlich einfach nicht mehr.
Und wenn jemand wie Doro da gewesen wäre, der nicht einer von Olis Favs ist, wäre man da auch nochmal ganz anders rangegangen. Sei es die Frei.Wild Sache oder eben der vegane Lifestyle.

Ich liebe ja die Transparenz dieser Sendung, aber diese komischen Themensendungen geben dem Ganzen einfach nichts.
Wirklich schade, dass nicht mehr zur Musik oder wie sich diese und vor allem auch das Verhältnis dazu verändert hat, gesagt wurde. Oli und Doro hatten ja einen Ansatz, aber der wurde halt nicht weiterverfolgt.

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BeitragDo 6. Jul 2017, 10:49 
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Fernsehfohlen hat geschrieben:
Naja, was ist schon die "Aufgabe" eines Musikers fernab des reinen Musizierens? Wenn ich diese Tim Bendzkos, Max Giesingers und Helene Fischers so musizieren und reden höre, dann scheint mir manchmal, dass sie ihre Aufgabe schlichtweg als "Platten verkaufen und es allen mit möglichst unverfänglichen Allerwelts-Äußerungen recht machen, um niemanden zu verschrecken" interpretieren.

Exakt, und das ist nicht erst seit zwei Jahren der Fall - und auch kein deutsches Phänomen. Oder haben ABBA jemals gesellschaftskritische Äußerungen getätigt?


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BeitragDo 6. Jul 2017, 15:04 
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Glenn hat geschrieben:
Exakt, und das ist nicht erst seit zwei Jahren der Fall - und auch kein deutsches Phänomen. Oder haben ABBA jemals gesellschaftskritische Äußerungen getätigt?


Ich denke mal, die Antwort lautet "nein", sonst hättest du Abba kaum als Beispiel angeführt. Tatsächlich kann ich es aber nicht mit Gewissheit sagen, da ich mich mit der Band jetzt nie näher beschäftigt habe. Haben halt gute Ohrwürmer hingelegt und waren irgendwie so das erste große Ding des Schweden-Ohrwurm-Pops, aber sonst haben die mich nie so groß interessiert. Gut möglich, dass es auch damit zusammenhängt, dass sie nie zu irgendwas ne Haltung hatten. ;)

Übrigens geht es mir gar nicht darum, dass einen Künstler ständig mit ihrer "politischen Meinung zumüllen", wie es Neo schrieb. Das kann auch schnell sehr anstrengend werden, wenn Musik nur noch Mittel zur Verbalisierung der eigenen politischen Agenda wird. Dazu müssen es auch gar nicht zwingend politische Themen sein, zu denen man eine Haltung entwickelt, sondern man kann es z.B. (explizit oder implizit) auch zu dem Kosmos machen, in dem man sich selbst bewegt: der Musik. Und hier würde ich der Fischer dann sogar mehr Progressivität zusprechen als den Bendzkos und Giesingers, weil sie für die Revitalisierung des Schlagers wirklich einiges geleistet hat - oder zumindest mit ihrem Namen dafür steht. ;)

Bei Bendzko, Giesinger oder Wincent Weiss sehe ich da wirklich gar nichts. Und das finde ich so gehäuft, wie es diese Schablonen derzet gibt im deutschen Pop, dann schon irgendwie "schlimm". Austauschbare Menschen singen austauschbare Musik mit austauschbaren Texten, die nichts aussagen und sagen dann auch noch fernab der Musikproduktion austauschbare Dinge, die nichts aussagen.
Das trägt glaube ich auch mit dazu bei, dass aktuell kaum mehr wer die Künstler wirklich identifizieren kann, die in den Charts so rumhampeln. Im Vergleich zu den DJs haben sie aber noch den Vorteil, dass sie singen und damit (teilweise) identifizierbar sind. Außer sie haben wie etwa der Weiss auch noch völlig austauschbare Stimmen. :mrgreen:


Fohlen

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BeitragDo 6. Jul 2017, 15:44 
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Ich habe mich ja zu diesem Thema bereits dediziert im Neo Magazin Royale Thread geäußert im Zuge dieser Musik Persiflage Aktion. Jetzt wird hier wieder diese Debatte aufgemacht, obwohl ich hier dein Eindruck hatte es besteht zumindest der Grundkonsens, dass Musik nicht politisch sein muss, die Musikindustrie genauso eine Branche ist wie viele andere auch mit eben unterschiedlichen Genres, Schwerpunkten und Auffassungen.

In der Tat im Bereich der populären Musik geht es einfach darum möglichst erfolgreich ein Business zu betreiben und entsprechende mediale Produkte einer möglichst großen Masse an Konsumenten zugänglich zu machen. Persönlich finde ich auch das Menschen genrell natürlich eine Haltung haben sollten, und manchmal ist es auch interessant oder es kann vorteilhaft sein, wenn prominente Personen ihre Haltung kommunizieren. Ich finde es auch gut, wenn viele sehr wohlhabende Personen von sich aus Mittel für soziale Zwecke bereitstellen und sich für die Gemeinschaft engagieren. Das alles sind berechtigte Wünsche aber Popmusiker sehe ich da in keiner besonderen herausragenden Verantwortung gegenüber bsp. Schauspielern oder Spitzensportler. Man kann ja Wünsche haben aber man sollte davon keine Verplfichtung ableiten, dass diese Personen klare Standpunkte beziehen müssen. Sie sind genauso freie Menschen und es ist ihnen freigestellt, ob sie Haltung beziehen und Standpunkte vertreten oder nicht. Es gab wie schon erwähnt, schon immer populäre Musik und in den wenigsten Fällen haben sich Künstler positioniert oder besonders kritische oder tiefgründige Texte präsentiert. Ich kann mich auch da nur wiederholen, ich verstehe diese Debatte nicht so wirklich, die im Grunde gar kein Fundament hat.


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BeitragSo 6. Aug 2017, 20:39 
Vorstandsvorsitzende/r
 
 
Als ich erfuhr, welches Konzept der aktuellen Ausgabe zugrunde liegt, war ich etwas skeptisch. Denn so Improvisationsprojekte finde ich oft nicht wirklich unterhaltsam und nicht selten auch eher peinlich.

Mitwirkende: Karoline Herfurth, Katharina Thalbach, Lars Eidinger und Iris Berben.

Diese Improvisationsausgabe war aber in der Tat recht gelungen. Das durchaus namhafte Ensemble hat das gut gemacht. Es war eine unterhalsame Ausgabe, auch wenn das Thema der Ausgabe nicht wirklich relevant war.


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