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BeitragMo 28. Mai 2018, 16:39 
Chefposter/in
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Popcorn und Rollenwechsel: Die Vielleicht-doch-nicht-Mär von der «Star Wars»-Müdigkeit …

… und die Lektionen, die Disney/Lucasfilm, Kritiker sowie die «Star Wars»-Fangemeinde aus der Vergangenheit lernen können.

» http://qmde.de/101258


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BeitragMo 28. Mai 2018, 16:40 
Fernsehboss
 
 
Der entscheidende Punkt für "Solos" verhältnismäßiges Scheitern (wobei ich ja angesichts der positiven Mundpropaganda und nicht allzu großer direkter Konkurrenz in den nächsten Wochen noch auf etwas Schadensbegrenzung hoffe) ist sicherlich der Starttermin keine sechs Monate nach "Die letzten Jedi". Das hatte ja auch so ziemlich jeder Branchenanalyst so vorhergesagt - und die schlagzeilenträchtigen Produktionsturbulenzen sowie die kontroverse Aufnahme von "Die letzten Jedi" waren sicher auch nicht hilfreich -, aber Disney dachte sich wohl: Wir haben aktuell so einen Lauf, da können wir auch mal was riskieren! Ist legitim, ging schief, Pech gehabt.

Wahrscheinlich wäre es am schlausten, "Star Wars" wirklich einen konstanten Startplatz zu geben: Jedes Jahr kurz vor Weihnachten. Damit wäre genügend Zeit dazwischen und der Startplatz ist sowieso der günstigste, den es gibt im Kinogeschäft. Und ich hoffe, sie trauen sich dann mal etwas mehr mit den "Star Wars Story"-Spin-Offs. Nichts gegen "Rogue One" und "Solo", auch "Boba Fett" und "Obi-Wan" würde ich mir definitiv anschauen - aber so wie Marvel mit "Guardians of the Galaxy" etwas ganz anderes gewagt hat, sollten das die "Star Wars"-Verantwortlichen auch tun. Warum nicht mal einen Thrawn-Film? Die Fans wären begeistert und diejenigen, die die Bücher oder "Star Wars Rebels" nicht kennen, könnte man bei entsprechender Qualität und mit einer guten PR-Kampagne sicher ebenso abholen. Oder die ebenfalls von vielen Fans erhofften "Knights of the Old Republic"-Abenteuer? Die Möglichkeiten sind doch unendlich, also nur Mut, Disney!

Und um das Risiko abzufedern, dürften es ruhig auch mal etwas "kleinere", ruhigere und damit günstiger zu produzierende Stoffe sein, die mehr Wert auf Story und Charaktere als auf Spezialeffekte legen - das moderne Blockbuster-Kino ist (mir) insgesamt sowieso etwas zu actionlastig geworden ...


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BeitragMo 28. Mai 2018, 17:37 
Vorstandsvorsitzende/r
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Nr27 hat geschrieben:
Der entscheidende Punkt für "Solos" verhältnismäßiges Scheitern (wobei ich ja angesichts der positiven Mundpropaganda und nicht allzu großer direkter Konkurrenz in den nächsten Wochen noch auf etwas Schadensbegrenzung hoffe) ist sicherlich der Starttermin keine sechs Monate nach "Die letzten Jedi".


Ja, das spielt zusätzlich in den Punkt mit der eher geringen Varianz in der bisherigen "Star Wars"-Filmreihe mit rein, da bin ich mir sicher. Marvel kann es sich leisten, von Oktober bis Mai drei Filme zu starten, weil "Thor - Tag der Entscheidung", "Black Panther" und "Infinity War" sich stärker unterscheiden als "Die letzten Jedi" und "Solo".

Und, ja, obwohl "Die letzten Jedi" sehr viel einnahm, spaltete er die Fangemeinde bekanntlich. Gut möglich, dass er bei einer einheitlich positiven Rezeption mehr Euphorie für "Solo" erzeugt hätte. Vielleicht spielt das auch mit rein. Aber anders als "Wer in hoher Schlagzahl Filme liefern will, muss Abwechslung bieten" ist das keine Lektion, die man lernen und befolgen kann. Oder sollte. "Mach keine potentiell kontroversen Filme" schwebt schon genug Produzenten im Hintersinn herum.

Nr27 hat geschrieben:
Wahrscheinlich wäre es am schlausten, "Star Wars" wirklich einen konstanten Startplatz zu geben: Jedes Jahr kurz vor Weihnachten. Damit wäre genügend Zeit dazwischen und der Startplatz ist sowieso der günstigste, den es gibt im Kinogeschäft.


Möglich, dass Lucasfilm/Disney darüber nachdenkt, aber ich weiß nicht, was ich davon halten soll. In den vergangenen Monaten habe ich einiges an Spekulationen gehört/gelesen, wieso "Solo" nicht auf den Dezember dieses Jahres ausgewichen ist, um dem Filmteam sowie dem Marketing mehr Zeit zu geben und dem neu "antrainierten" "Star Wars"-Start treu zu bleiben. Aber dafür war es dieses Jahr schon zu spät.

Nicht nur, dass da "Aquaman" und "Bumblebee" starten (und mittlerweile der nach hinten geschobene "Alita - Battle Angel"), am 25. Dezember läuft zudem "Mary Poppins Returns" an, den Disney erstens keinesfalls mit einem eigenen Produktion in Gefahr bringen will und der zweitens als familienorientiertes, magisches Wohlfühlmusical perfekt in den Dezember passt.

Und das führt mich zu meinem generellen Problem(chen) mit der Idee, "Star Wars" Jahr für Jahr in die Weihnachtssaison zu packen. Disneys Programmplan ist generell schon mit festen Regeln bestückt (etwa: ein großer Marvel-Film Ende April/Anfang Mai) und großen Marken, die sich aus dem Weg gehen müssen. Wenn "Star Wars" im Dezember rumhockt, wird es für Disney schwerer, Filme wie "Mary Poppins Returns" ideal zu platzieren. Erst recht jetzt, da nun Marvel anfängt, sich in die "ruhigeren" Monate Februar/März auszubreiten.

Und dann ist da ja noch die theoretische Konkurrenz in Form von "Avatar 2 bis 5", sollten sie jemals wirklich anlaufen ( :lol: ), darüber hinaus haben der Erfolg von "Jumanji 2" und nun das Schwächeln von "Solo" den anderen Studios beigebracht, dass man keinen zwingenden Abstand mehr zu "Star Wars" braucht. Soll heißen: Macht sich "Star Wars" dauerhaft den Weihnachtstermin zu eigen, wird es nicht zwingend andere Filme abschrecken. Und eine eh schon volle Saison wird nur noch voller.

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Sir Donnerbolds Bagatellen - Ein Blog, der keinen Werbespruch braucht!


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BeitragMo 28. Mai 2018, 20:47 
Praktikant/in
 
 
Hat vielleicht schon mal jemand daran gedacht, dass die Zuschauer (mich eingeschlossen) einfach kein Interesse an einem Film über Han Solo haben, der nicht von Harrison Ford gespielt wird?
Ich hab überhaupt nichts gegen recasts von jüngeren Schauspielern in legendären Rollen, aber irgendwie zündet der Funke diesmal nicht bei mir...


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BeitragDi 29. Mai 2018, 07:29 
Journalist/in
 
 
Zitat Sid : "Wer in hoher Schlagzahl Filme liefern will, muss Abwechslung bieten" "

Ich finde, die Diskussion über "Schlagzahl" geht komplett am Thema vorbei.
Fakt ist doch, daß schon der Trailer nur belächelt wurde.
...und wenn nun noch bekannt wird, das da eine "Droidin" (ich wußte gar nicht das die Dinger ein Geschlecht haben) über Droidenrechte schwätzt, mittendrin Fast&Furious läuft und das Han Solo nicht bei den Fliegern war, sondern bei der Infantrie.....
Da summiert sich dann die kritische Masse an Unfug.
Und wenn jetzt die Schlagzahl von Unfug erhöht wird, kommt noch mehr Unfug raus, wie ein BB8 der einen verkrüppelten AT-ST bedient.

Die Coen Brüder (Hail Caesar) lachten sich bestimmt schlapp.
"Echt jetzt? Disney hat Alden Ehrenreich gecastet als Han Solo.
Der hat Hobie Doyle nicht gespielt, der ist einfach so"

Gut war an den alten Filmen, daß niemand die Schauspieler (außer Obi) kannte.
Jetzt haben wir hier "Game of Thrones" neben "Westworld" und "Cheers" ...plus "Hail Caesar".
Zusätzlich killt es die Spannung, wenn man die alte Krimiweisheit nimmt, das der bekannteste Nebendarsteller immer der Mörder ist, in diesem Fall der Verräter.
..einfach Käse der Film.


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BeitragDi 29. Mai 2018, 18:55 
Fernsehboss
 
 
Sid hat geschrieben:
Und das führt mich zu meinem generellen Problem(chen) mit der Idee, "Star Wars" Jahr für Jahr in die Weihnachtssaison zu packen. Disneys Programmplan ist generell schon mit festen Regeln bestückt (etwa: ein großer Marvel-Film Ende April/Anfang Mai) und großen Marken, die sich aus dem Weg gehen müssen. Wenn "Star Wars" im Dezember rumhockt, wird es für Disney schwerer, Filme wie "Mary Poppins Returns" ideal zu platzieren. Erst recht jetzt, da nun Marvel anfängt, sich in die "ruhigeren" Monate Februar/März auszubreiten.

Und dann ist da ja noch die theoretische Konkurrenz in Form von "Avatar 2 bis 5", sollten sie jemals wirklich anlaufen ( :lol: ), darüber hinaus haben der Erfolg von "Jumanji 2" und nun das Schwächeln von "Solo" den anderen Studios beigebracht, dass man keinen zwingenden Abstand mehr zu "Star Wars" braucht. Soll heißen: Macht sich "Star Wars" dauerhaft den Weihnachtstermin zu eigen, wird es nicht zwingend andere Filme abschrecken. Und eine eh schon volle Saison wird nur noch voller.


Okay, ist ein Argument - allerdings bleibt halt die Frage, was dann? Man könnte ja "Star Wars" vielleicht grundsätzlich ein, zwei Wochen vorziehen (Ende November, Anfang Dezember), dann wäre zumindest über die Feiertage selbst genügend Raum für einen zweiten eigenen Hoffnungsträger. Gut, die "Avatar"-Fortsetzungen sind natürlich ein potentielles Problem, aber letztlich sollte Disney selbstbewußt genug sein, diese Herausforderung anzunehmen. Naja, ich muß es ja nicht entscheiden und kann in Ruhe abwarten, was die Damen und Herren Verantwortlichen sich so ausdenken. :)


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BeitragDi 29. Mai 2018, 19:28 
Fernsehboss
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Grundsätzlich sollte man bei dem ganzen SW-Brimborium vielleicht mal eines bedenken:
Ausnahmslos alle Filme drehen sich nur um eine begrenzte Anzahl von Figuren und spielen immer nur in einem begrenzten Zeitraum - und das seit 40 Jahren! Gibt es denn nichts anderes als das Imperium, die Rebellion, Luke Skywalker, Jedi und Sith? Alles, was an möglichem Potenzial vorhanden ist, wird von Han Solo, Prinzessin Leia und Darth Vader weggedrückt.
"Solo" war ein völlig unnötiger Film, denn Han Solo ist tot. Ein ähnliches Einspiel-Schicksal könnte der "Boba Fett"-Film erleiden. Vor 20 Jahren wäre das eine klasse Idee gewesen, vielleicht auch Hand in Hand mit "Phantom Menace". Aber jetzt? Auch Fett ist tot, warum sollte ich dafür nochmal € 10 oder mehr ausgeben? Diese Filme haben keinerlei Einfluss auf den Rest. Dauernd liest man, wie viele tolle SW-Bücher und Comics es geben soll. Davon ist im Kino nichts angekommen. Wenn Disney etwas erreichen will, dann müssen sie dieses ganze bisherige Zeug hinter sich lassen und völlig neu und völlig unbelastet ansetzten. Vielleicht schaffen Weiss und Benioff das, aber die Hoffnung stirbt zuletzt...

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BeitragDi 29. Mai 2018, 19:47 
Inventar
 
 
Sicherlich kann man etwas mehr experimentieren. Wahrscheinlich waren es wirklich zu viele Filme in zu kurzer Zeit. Ich würde keine weitere Trilogie in nächsten Jahren in Auftrag geben, sondern die Fans wieder etwas auf ein neues Filmabenteuer hungern lassen.

Ich halte die Newt Scamander-Filmreihe noch für einen großen, starken Konkurrenten.


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BeitragDi 29. Mai 2018, 20:21 
Vorstandsvorsitzende/r
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Nr27 hat geschrieben:
Okay, ist ein Argument - allerdings bleibt halt die Frage, was dann? Man könnte ja "Star Wars" vielleicht grundsätzlich ein, zwei Wochen vorziehen (Ende November, Anfang Dezember), dann wäre zumindest über die Feiertage selbst genügend Raum für einen zweiten eigenen Hoffnungsträger. Gut, die "Avatar"-Fortsetzungen sind natürlich ein potentielles Problem, aber letztlich sollte Disney selbstbewußt genug sein, diese Herausforderung anzunehmen. Naja, ich muß es ja nicht entscheiden und kann in Ruhe abwarten, was die Damen und Herren Verantwortlichen sich so ausdenken. :)


Es ist auch nicht verkehrt, sich zu denken: "Ach, heul doch, Disney", denn die Leute in Burbank klagen über Luxusprobleme. Von Universal abgesehen, die sich in den vergangenen Jahren als Disneys ärgster Kinowettbewerber erwiesen haben, würden alle anderen Studios sonstwas geben, um die nächsten Jahre an Disney-Programmplanung zu haben. Das wäre ihnen die Kopfschmerzen bei der Terminfindung sicherlich wert.

"Star Wars" je nach Planungslage in den Herbst vorzuziehen, halte ich für keine so dumme Idee, jedenfalls in Jahren, in denen andere Filme nach einem Weihnachtstermin "betteln". Und wenn der Fox-Deal durchgezogen wird, ist die "Avatar"-Sache ja auch aus dem Weg. :lol:

Ansonsten würde ich glatt sagen, dass sich "Star Wars" per se in jede Saison schieben lässt, wo es einfach basierend auf den anderen Disney-Flmen hinpasst (hat ja nun weder zwingende Winter- oder Sommer-Konnotationen), und man vorerst einfach Pausen von acht bis zehn Monaten zwischen zwei Filmen wahren sollte, bis sich abzeichnet, dass die "Star Wars"-Filme ungleich genug sind, um einer Übersättigung vorzubeugen.

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