#1560110
Hier der Link zum Artikel:https://www.quotenmeter.de/n/131186/gru ... bertragung (ich kann auf der Hauptseite keine Kommentare abgeben, warum auch immer)

Ein sehr wichtiges Thema und es ist gut, dass die Nachhaltigkeit auch beim Medienkonsum angegangen wird.

Aber es ist auch ein sehr komplexes Thema und da steckt auch bestimmt viel Lobbyismus und verschiedene Interessensgruppen dahinter.

Unabhängig von der TV/VOD/Medienübertragung ist aber sicher, dass wir eine Breitbandversorgung in jeden Haushalt per Kabel (Glasfaser/DSL/Coax-Kabel) benötigen und ein gutes Mobilnetz mit 5g.

Wenn also ohnehin in jedem Haushalt ein Kabel liegen wird, kann man dieses auch für die Medienübertragung nutzen. Mehraufwand für IPTV/VOD entsteht ja erst dann, wenn individuelle Streams gestartet werden, statt mit einem Kanal/Stream alle gleichzeitig zu versorgen.
Dem könnte man allerdings entgegen wirken, in dem man Teile der Kabelkapazität insbesondere in den Nachtstunden nutzt, um die Endgeräte z.B. mit den Top100 Hits betankt mit einem einzigen Stream. Der Zuschauer merkt dann gar nicht, dass die neue Folge Haus des Geldes gar nicht direkt vom Netflixserver kommt, sondern vom eigenen Gerät, das zusammen mit allen anderen betankt wurde.
Die Kapazitäten wären heute schon im TV-Kabel vorhanden, da liegt nur für die DVB-C Kanäle afaik ständig ein 5 Gbit/s Signal an. Würde man alle Sender/Kanäle im DVB-C parallel aufzeichnen, würden pro Tag etwa 50 TB zusammenkommen.
Wenn man da 2% abzweigen würde, und dieses 1TB für die Top Netflix/Amazon/D+ Filme nutzen würde, könnte man mit Sicherheit 80% der individuellen Streams abfangen.

Das ist natürlich ein mittel- bis langfristiger Ausblick. Das geht nicht so schnell, da ja auch entsprechende Endgeräte mit 1TB Cache vor Ort verfügbar sein müssten und die ganze Technik dahinter muss wohl auch komplett umgestellt werden.
Aber in 10 Jahren könnte ich mir schon vorstellen, dass z.B. der Amazon Fire Stick 1TB Cache Speicher mitbringt.