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von Familie Tschiep
#1552408
Sowohl beim perfekten Dinner und bei Shopping Queen kann man durchaus steuern und taktieren, was kocht man, was kauft man ein, wie verteilt man die Punkte.
Warum soll die Küchenschlacht eine Spielshow sein, aber das perfekte Dinner nicht. Ein Studio macht noch keine Spielshow.
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von AlphaOrange
#1552439
Familie Tschiep hat geschrieben: Di 8. Dez 2020, 17:25 Ich hatte die Einschränkung: Bis auf den Kontostand! Selbst mit einem Millionengewinn kann man sein Leben fortführen, wenn man einen Plattenvertrag oder einen Modelvertrag gewinnt, ist es nicht mehr so richtig möglich.
Du schriebst "etwas Kohle". Da hätte ich jetzt siebenstellige Summen nicht drunter gefasst.
Und ich bin mir sicher, so manchem Castingshow-Gewinner wäre im Nachhinein eine Million Euro lieber und lebensverändernder gewesen als ein nach der ersten Flop-Single gekündigter Plattenvertrag. Das macht die Show aber nicht rückwirkend zur Gameshow.

Außerdem finde ich die Begrifflichkeiten sowieso nicht trennscharf, Gameshow und Wettbewerb. Ein Wettbewerb benötigt per Definition ja erstmal Konkurrenz, das würde ein "Wer wird Millionär?" oder "Geh aufs Ganze" ausschließen, wo die Kandidaten keine Gegner haben. Ein "Familienduell" oder "Glücksrad" jedoch nicht. Dort gibt es Wettbewerber.
Im Englischen gibt es den Begriff "Reality Competition" als Gegenstück zur Gameshow, was schon eine bessere Annäherung ist und auch auf meine Definition hinführt:

Eine Gameshow hat in meinen Augen immer ein abstraktes Spielprinzip. Es wird geraten, es wird gezockt, es wird auf Trampolinen durch Hoola-Hoop-Reifen gesprungen ("Action Gameshow"). Es sind Spiele. Die sind dafür kreiert, gespielt zu werden.

Reality Competition zeigt über das Wort Reality, worum es geht: Man misst sich in echten Tätigkeiten. Im Perfekten Dinner wird gekocht. Niemand würde auf die Idee kommen, Kochen grundsätzlich als ein Spiel zu bezeichnen. Die Tätigkeiten, in denen man sich in der Reality Competition misst, sind reale, sinnvolle Fähigkeiten und zumindest aus der Realität abgeleitete.

Mit dem Gewinn, der am Ende herausspringt, hat das meiner Meinung nach überhaupt nichts zu tun.
von Familie Tschiep
#1552440
Bei einer Million muss man sein Leben nicht verändern, bei einem Plattenvertrag schon. Meinetwegen kann man es auch als Gameshow bezeichnen.
Stimmt, der Unterschied zwischen Spiel und Wettbewerb ist nicht trennscharf.

Küchenschlacht ist eine Gameshow und da wird auch nur gekocht, Kochduell war eine Gameshow, da gilt das gleiche. Warum soll das perfekte Dinner keine Gameshow sein? Es wird gekocht, das Essen wird bewertet, es gibt einen Gewinner. Es fehlen nur das Studio und der Moderator.
Bei Shopping Queen gibt es auch jedes Mal eine Aufgabe, die man bewältigen muss.
Und manche Aufgaben bei Schlag den Raab sind auch aus dem Leben gegriffen wie Holzhacken oder Müllauto fahren.
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von Neo
#1552444
Warum soll das perfekte Dinner keine Gameshow sein?
Naja, da hast du beispielsweise keine unabhängige Jury und die Vorraussetzungen sind auch nicht die gleichen.

Familie Tschiep hat geschrieben: Di 8. Dez 2020, 21:13 Sowohl beim perfekten Dinner und bei Shopping Queen kann man durchaus steuern und taktieren, was kocht man, was kauft man ein, wie verteilt man die Punkte.
Du hast ja immer 10 Punkte und die Wahrscheinlichkeit zu gewinnen, wenn man alle nullt, ist ziemlich groß. Macht aber keiner, obwohl die Vergabe geheim ist. Außerdem sind die Tage verschieden und dadurch ändert sich auch die Bewertung.
von Familie Tschiep
#1552451
Muss es immer eine unabhängige Jury sein, die Punkte vergibt?
Wenn die gleiche Punktewertung in einem Studio und mit Moderator gäbe, wäre es dann für viele eine Gameshow.
von Familie Tschiep
#1555947
The Wire erschwert das Reinkommen, vielleicht mit der zweiten Staffel beginnen, die ist einsteigerfreundlicher. The Wire ist die beste Serie der Welt mit dem schlechtesten Einstieg.
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